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Rezensionen zu
Die Frauen vom Inselsalon

Sylvia Lott

Die Norderney-Saga (1)

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Ich habe dieses Buch, im Rahmen einer Leserunde lesen dürfen. Als ehemalige Friseurin und Inselliebhaberin habe ich mich sehr darüber gefreut. Es macht irgendwas mit mir, über den Alltag eines Friseursalons zu lesen und somit habe ich die Kapitel <im Inselsalon> sehr genossen. Auch die Freundschaft zwischen dem Inselmädchen Frieda und der besser situierten Kaufmannstochter Greta gefielen mir sehr gut. Ja, es war wohl nicht einfach zu dieser Zeit und doch haben die zwei Mädchen ihre Freundschaft über Jahre aufrecht gehalten. Selbst als beide sich mehr oder wenig unglücklich verliebt haben, hat diese Freundschaft bestand. Das einzige, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, waren die vielen politischen Einschläge. Doch da sie ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind, gehören sie einfach dazu. Ansonsten habe ich mich sehr wohlgefühlt und der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm. Was fehlte, waren Zeitangaben, denn es könnte einige verwirren, wenn man liest, wie schnell so manches Mal im Buch die Jahre vergehen. Alles in allem hat mir dieses Buch gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächsten Bände, wenn es wieder heißt. Willkommen im Inselsalon Fisser. Liebe Grüße 🐌Susi

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Die Bücher von Sylvia Lott sind, soweit ich sie bisher gelesen habe (und mir fehlen leider einige) immer etwas besonders. Denn man merkt ihnen von Anfang an an, dass sehr viel und sehr akribische Recherchearbeit hinter jedem einzelnen Buch steckt. Dabei schafft sie es aber auch auf bemerkenswerte Art und Weise, dass dieses Wissen weitervermittelt wird, ohne dass man quasi an trockenen Brocken erstickt. Und das schafft sie durch ihre Art, die Bücher zu schreiben. Ihr Schreibstil ist so wunderbar angenehm und so bildhaft, dass es ihr scheinbar ohne große Mühe gelingt, die Szenen und Gegebenheiten vor dem inneren Auge des Lesers entstehen zu lassen. Man kann, ohne große Mühe, sich die Charaktere vorstellen, den Kleidungsstil und hier – ganz wichtig – die Frisuren, welche hier eine sehr große Rolle spielen. Auch Norderney mit den vornehmen Gästen, den detailreich beschriebenen Gebäuden und Einrichtungen, der Kluft zwischen Arm und Reich erwacht zum Leben, wenn man durch die Seiten des Buches fliegt. In der Geschichte besonders präsent sind die beiden Freundinnen Frieda und Grete, die vom Stand her und von dem, was sie vom Leben erwarten, unterschiedlicher nicht sein können und die dennoch oder gerade deshalb eine Zuneigung und Freundschaft zueinander entwickeln, die sich nicht an Konventionen hält. Die Gefühlswelt der beiden Mädchen, die zu jungen Damen werden ist sehr gut beschrieben und man kann sehr gut die Weiterentwicklung der beiden verfolgen. Aber, und das gefällt mir auch sehr gut an dem Buch, legt die Autorin nicht nur auf eine stimmige Charakterisierung der beiden Hauptcharaktere wert. Auch die anderen Protagonisten, und ist die Rolle die sie inne haben auch noch so klein, sind sehr gut beschrieben. Dabei bleibt die Autorin nicht nur oberflächlich, sondern arbeitet auch diese Charaktere sehr gut heraus, so dass das Gesamtbild stimmig ist und man das Gefühl vermittelt bekommt, das jeder einzelne für die Geschichte wichtig und nicht beliebig austauschbar ist. Ich freue mich schon jetzt auf die folgenden Bände der Geschichte, die ich natürlich nach dem fulminanten Start weiterverfolgen werde. Von mir klare 5 Sterne und eine Leseempfehlung. (vorab im Bloggerportal - ab 07. Mai auf meinem Blog)

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Anfang des 20. Jahrhunderts lernt Frieda auf Norderney Grete kennen. Die beiden Mädchen sind von nun an unzertrennlich, obwohl sie so unterschiedlich sind. Frieda ist die Tochter eines einheimischen Fischers und Grete ist mit ihren zwei Brüdern und ihren Eltern zur Sommerfrische nach Norderney gekommen. Gretes Vater ist ein wohlhabender Fabrikant aus Berlin. Nach ihrem Schulabschluss wird für Frieda ein Traum wahr. Sie darf im Frieseursalon Fisser als Gehilfin arbeiten. Dabei lernt sie viele Badegäste kennen. Sogar der Reichskanzler von Bülow gehört zu den Kunden des Salons. Als Gretes Bruder ihr den charmanten Grafen Joseph Ritz zu Gartenstein vorstellt, ist es um Frieda geschehen. Sie verliebt sich in ihn. Friedas Freundin Grete begegnet bei ihrem Aufenthalt in der Norderneyer Kurklinik dem jungen Arzt Max Lubinus, der sie mit seinen modernen Ansichten zunächst schockiert. Doch nach und nach merkt Grete, daß sie sich in Max verliebt hat. Sie ertrotzt sich bei ihren Eltern die Erlaubnis, auf Norderney eine Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen. Doch dann bricht der große Krieg aus und alle Pläne der jungen Frauen werden zerstört. Sylvia Lott hat in ihrem Buch 'Die Frauen vom Inselsalon" eine stimmungsvolle Geschichte über die Bewohner der Nordseeinsel Norderney und ihre Sommergäste zu Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben. Man spürt zuerst die unbedingte Kaisertreue der Menschen, die dann doch schon manchmal bröckelt. Durch die Einbindung realer Personen und Ereignisse in die Handlung bekommt der Roman einen geschichtlichen Hintergrund. Die Menschen werden lebendiger und man kann sehr gut mit ihnen fühlen. Ihre manchmal etwas spezielle Art kommt sehr liebenswert herüber. Die Beschreibung der Insel mit ihren schönen Stränden und dem gemütlichen Ortskern machen Lust auf Urlaub auf Norderney. Man hört schon die Wellen der Nordsee und den Wind in den Dünen rauschen. Gerade weil das Ende dieser Geschichte kein wirklich schönes Ende ist, möchte man schnell wissen, wie alles weitergeht. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!

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Norderney-Saga!

Von: Testleserin

23.04.2022

Sylvia Lott hat mit ihrer neuen Norderney Saga genau meinen Geschmack getroffen. Die Hauptpersonen der auf der Nordseeinsel angesiedelten Familiensaga vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind die Freundinnen Frieda und Grete. Frieda kommt aus einer armen Fischerfamilie und Grete stammt aus einer wohlhabenden Berliner Familie, die jedes Jahr zur Sommerfrische auf die Insel kommt. Die beiden freunden sich an, weil Frieda sehr oft ihrer Mutter am Badekarren helfen muss und Grete dort ihr Bad nehmen muss, da sie an einer Krankheit leidet. Es ist dies der 1. Teil der Norderney Saga, die ungefähr zehn Jahre umspannt und mit dem Beginn des 1. Weltkrieges endet. Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge eingeteilt, was mir gut gefallen hat und man dadurch das Geschehen immer gut im Blick hatte. Die Recherchen über die damalige Zeit sind sehr aufschlussreich . Es wurde Geschichte und fiktive Personen bestens miteinander verbunden.Ich habe einiges an Historik erfahren, was ich noch nicht wusste. Der Roman ist sehr spannend geschrieben und auch die Insel konnte ich mir lebhaft vorstellen, obwohl ich noch nie dort war. Auch der Friseursalon der Familie Fisser, bei dem Frieda gearbeitet hat, bekam viel Platz in der Geschichte. Man konnte sich wunderbar vorstellen, wie es dort damals zu ging. Es kamen sehr viele prominente Persönlichkeiten dieser Zeit in den Salon und man erfuhr einiges an Klatsch und Tratsch, sowie die neuesten Geschichten über Mode und was sonst noch für die Prominenz interessant war. Ich mag den Schreibstil der Autorin gerne, denn er lässt sich sehr flüssig lesen und es kommt nie Langeweile auf. Mich hat diese Geschichte wirklich sehr gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter und gebe 5 Sterne.

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Norderney 1904 – das ist eine völlig andere Welt als heute. Der Kaiser kommt alle paar Jahre zu Besuch, sein Kanzler von Bülow verbringt jährlich seine Sommerfrische auf der Insel und viele Wohlhabende mieten sich in den zahlreichen Villen ein. Dazu kommen die Insulaner, die, wie heutzutage, immer mit der Zeit gehen und dabei ihre stolze, friesische Herkunft nicht vergessen. Frieda lebt schon ihr Leben lang auf Norderney. Grete ist zusammen mit ihrer Familie jeden Sommer auf der Insel, ihr Vater stattet die deutschen Kolonien mit Mobiliar aus. Beide Mädchen lernen sich kennen als Grete in einem Badewagen in die kalte Nordsee transportiert wird. Die Berlinerin widerwillig, die Fischerstochter voller Vergnügen. Eine dicke Freundschaft bahnt sich an und so erweitert man als Lesende seinen Horizont auf lockerleichte Art. Ich mag ja Romane bei denen ich noch etwas lernen kann 🙂 und sich ein lockerer Schreibstil mit Tiefgang verbirgt. Der Inselsalon bildet den Roten Faden ab. Durch Gretas geschickte Fragen darf die Fischerstochter im Inselsalon arbeiten und offenbart dabei mehrere Talente. Sie tut dem Familienbetrieb gut. Im Laufe der Zeit bekommt man ein wenig von der damaligen Weltlage mit ebenso von dem medizinischen Fortschritt hinsichtlich der Heilung von Asthma und Ausschlägen, denn Grete hat mit beidem zu kämpfen. Aber auch von den Errungenschaften der Kosmetik. Beide Mädchen begleitet man quasi bis zu ihrem dreißigsten Lebensjahr, bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Man bekommt die Euphorie ebenso mit wie die Auswirkungen des Kriegsbeginns auf die Insulaner und nun männerlose Familien. Ich bin gespannt auf den 2. Teil der vierteiligen Serie.

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Für mich war es das erste Buch von Sylvia Lott. Anfangs war mir der Schreibstil ein wenig fremd, aber man findet sich rein- dann liest es sich sehr flüssig und gut. Die Story ist gut gelungen, man fühlt sich sehr in die erzählende Personen hinein und die Erzählweise macht Lust auf mehr. Gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Insel und die Gefühlswelt der Personen- hier zeigt die Autorin großes Talent beim Schreiben. Zeitgeschichte wurde locker in die Story eingebaut, es bleibt nicht langweilig und wird zu keiner Zeit unnötig in die Länge gezogen, trotzdem sind die historischen Umstände detailliert genug beschrieben. Der Einband ist schön gestaltet, schlicht aber passend. Auch die Inselkarte auf der vorderen Klappe ist hilfreich zum Verständnis. Ohne zu viel zu verraten noch kurz zum Inhalt: Frieda und Grete lernen sich auf der Insel Norderney kennen, beide kommen aus unterschiedlichen, gesellschaftlichen Schichten, werden jedoch Freunde. Beide sind zwei starke, junge Frauen, und beide werden mit unterschiedlichen Tücken des Lebens konfrontiert. Beiden steht eine Liebesgeschichte bevor, um die sie kämpfen müssen. Im Mittelpunkt steht der Friseursalon Fisser, hier trifft sich alle Welt und es gibt immer etwas Neues zu erfahren. Für viele in der Geschichte zeigt sich hier ein Wendepunkt im Leben. Dann steht jedoch der 1. Weltkrieg bevor… Ein starker Roman mit starken Charakteren!! Gerne mehr davon!

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Starke Frauen gehen ihren Weg

Von: Steffi Sen

17.04.2022

Es handelt von den Hauptpersonen Frieda und Grete die unterschiedlicher nicht sein können und sich anfreunden und ihre Wege gehen möchten. Das Leben zu dieser Zeit am Anfang des 20. Jahrhunderts war für Frauen die emanzipiert sein wollten nicht sehr einfach, da sie in der Gesellschaft sehr eingeschränkt wurden. Die Geschichte die Silvia Lott in ihrem Buch erzählt ist sehr bewegend, da gezeigt wird wie die jungen Frauen aus ihrer eigenen Kraft doch etwas erreichen können, was zu der damaligen Zeit nicht üblich war. Es gibt verschiedene Handlungsorte, zum einen Nordaney, u.a. mit dem Inselsalon der Familie Fizzet und zum anderen Berlin. Ich konnte mich sehr gut hineinversetzen und mit den einzelnen Charakteren mitfühlen, da die Szenen sehr anschaulich beschrieben wurden. Zwischendurch hatte ich auch das Gefühl am Strand zu sitzen, mit den Füßen im Wasser. Sylvia Lott hat eine Geschichte geschaffen, die einen auf eine Reise in eine frühere Zeit mitnimmt. Sie beschreibt die Probleme und die Herausforderungen des damaligen Lebens und der unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Das Buch ist leicht und verständlich zu lesen, da auch die einzelnen Interaktionen, Orte, Personen liebevoll und bildlich beschrieben sind. Da es sich um eine Familiensaga handelt ist das Ende offen gehalten und ich freue mich auf mehr. Im Großen und Ganzen ein sehr empfehlenswertes, berauschendes und informatives Buch, was mich überzeugt und auf eine Zeitreise mitgenommen hat. Es hat mir viel Spaß gemacht es zu lesen. Ein besonderes Highlight ist, finde ich die Karte von Norderney auf der vorderen Klappeninnenseite mit den verschiedenen Schauplätzen und die Vorstellung der wichtigsten Personen rund um den Inselsalon.

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Der Roman "Die Frauen vom Inselsalon" spielt in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg und handelt von der Freundschaft zweier junger Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten. Der Roman beschreibt die Freundschaft von Frieda und Grete und deren Durchsetzungsvermögen gegen die damals üblichen gesellschaftlichen Konventionen. Anfänglich erinnert die Geschichte der Freundschaft der beiden Mädchen an die Geschichte von "Heidi" aus den Bergen. Schauplatz sind jedoch nicht die Berge sondern die schöne Nordseeindel Norderney, welche im Roman wunderschön detaillreich beschrieben ist, und ein Friseursalon, dessen Leben der Angestellten und Kunden den roten Faden im Lesefluss bildet. Der Roman hat einen sehr guten Lesefluss und wird im Verlauf der Geschichte immer interessanter und feinsinniger. Das Buch thematisiert die gesellschaftlichen Konventionen um 1900, insbesondere bezogen auf die Partnerwahl und die fehlende Freiheit individuelle Lebensentwürfe zu verwirklichen. Achtung Spoiler: Dabei kommen auch Themen wie "Kuckuckskinder", Midlife-Crisis, Homosexualität und Scheinehen zur Sprache. Dies gibt dem Roman inhaltlich Tiefe und hat mir sehr gut gefallen. Am Ende wird die Geschichte richtig spannend und endet offen, dies macht Lust den 2. Band zu lesen. Ein schöner Roman, der einen Einblick in die damalige Zeit und ihre emotionalen und praktischen Herausforderungen gewährt, unterhaltsam, angenehmer Lesefluss und sehr empfehlenswert..

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