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Rezensionen zu
Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte

Jonas Jonasson

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Schade ums Geld

Von: Sybille Kühn aus Böbrach

09.03.2021

Ich kenne alle bisher erschienenen Bücher von Jonas Jonasson als Hörbuchausgabe. Dieses Mal bin ich schwer enttäuscht. Dass es eine gekürzte Fassung ist, wußte ich, dass aber ein beträchtlicher Teil der Lesung aus Ansagen von Kapiteln besteht, macht den Fluss der Geschichte kaputt. Schade!

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Bissige Satire

Von: Dagmar

20.02.2021

Jonas Jonasson: Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte. Aus dem Schwedischen von Astrid Arz. Mit dem Humor ist das so eine Sache. Er ist wichtig und tut gut, zwischendurch. Es macht Spaß, 400 Seiten so (fast) am Stück wegzulesen und sich dabei (meist) zu amüsieren. Aber Humor wandelt eben auch scharf auf der Kante. Jonas Jonassons Buch ist aberwitzig, mit unglaublichen Einfällen gespickt und einer bewundernswert spannenden Story. Aber die Figuren hat man doch ganz schnell wieder vergessen. Sie sind nach Stereotypen gezeichnet und glänzend nicht gerade durch menschliche Vielschichtigkeit. Die Vorgeschichte des Massaistammes ist sehr gewagt und zielt eigentlich darauf ab, gewisse Mängel im Vorstellungsvermögen, was die Welt betrifft, herauszustreichen. Dadurch entsteht dann ein Häuptling, der holzkeulenschwingend arglos durch Schweden wandert und dann aber doch zum Mörder wird, ohne dass man ihn wirklich verantwortlich machen würde. Ein unehelicher Sohn, der von den Massai vor dem Löwenfrass gerettet wird, kommt nach Schweden zurück, und wird zum zweiten mal von dem Vater verstoßen, der mit seiner erschlichenen Kunstgalerie das nationalistische Erbe Schwedens erhalten möchte. Zum Glück für den Jungen gibt es mittlerweile von einem cleveren Jungunternehmer gegründet eine „Rache ist süß“ GmbH. Die ganzen Unternehmungen des Galeristen und derer, die ihn zur Rechenschaft ziehen, drehen sich um echte und falsche Kunstwerke. Nach Jonas Jonsson ist dieses Buch deshalb eine „einfache Liebeserklärung an die Freiheit der Kunst.“ (Danksagung, S.397) Dass er dafür aber für die Kunst in der Literatur so tief in die Tasche greifen muss um uralte Klischees für die Bewohner des afrikanischen Kontinents zu bedienen - man mag kaum glauben, dass die ganzen Rassismus-Debatten an dem Autor spurlos vorübergezogen sind. Vielleicht ist es ja wirklich eine Persiflage auf europäisches Vorurteilsdenken. Das Despektierliche habe ich ihm trotzdem nicht verziehen.

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Danke an das @bloggerportal und den @c.bertelsmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar – dieses Buch kam zur genau richtigen Zeit! 😊 Nachdem ich zuletzt doch einige sehr heftige Lektüren hatte (oft gut, jedoch belastend), war diese wie vom Autor nicht anders zu erwarten verrückte Geschichte genau die richtige Abwechslung! Wie schon seine ersten beiden Bücher, traf auch dieses genau meinen Humor und konnte mich zuverlässig zum Lachen bringen und vom Alltag ablenken. Abgesehen davon geht es viel um Kunst, was natürlich was für mich ist. Am meisten gefreut habe ich mich in diesem Zusammenhang über die farbigen Abbildungen dreier Bilder mitten im Buch – mit denen hatte ich gar nicht gerechnet! Es hat die Geschichte noch mal lebendiger gemacht und mir das Googlen erspart. Das alles immer schön mit einigen Seitenhieben aufs Weltgeschehen und die Historie. Eine sehr gelungene Mischung für meinen Geschmack. Keine Ahnung, warum ich so eine jahrelange Pause zwischen diesem Buch und seinen Erstlingswerken hatte. Aber nun freue ich mich umso mehr, nachträglich auch noch die dazwischen erschienenen Werke für mich zu entdecken! Danke @buchstabenbaer , dass du mir den Autoren wieder ins Gedächtnis gerufen und mir Lust auf die Geschichte gemacht hast!🤗 Große Empfehlung für Fans des Autors sowie alle, denen Jonas Jonassons Humor, sarkastischer Schreibstil und schrullige Protagonist*innen zusagen! Übersetzt wurde meine Ausgabe aus dem @c.bertelsmann Verlag von Astrid Arz. (TW: Rassismus)

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Mein erster Roman von Jonasson und ich bin komplett begeistert! Es ist beeindruckend, mit wieviel Geschick und Witz er zwei nicht nur geographisch weit voneinander entfernte Welten aufeinander prallen lässt. Dabei beschreibt er mit Liebe zum Detail sowohl die Charaktere als auch die Handlungsorte, sodass vor dem inneren Auge ein genaues Bild entstehen kann. Und wer weiß, welches Detail später noch eine Rolle spielen wird?

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Inhalt: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt, das von der deutsch-afrikanischen Künstlerin Irma Stern stammen könnte… Fazit: Die Geschichte an sich ist wirklich genial. Völlig unterschiedliche Kulturen werden miteinander vermischt. Schon bald entsteht eine einzigartige Verbindung zwischen den Charakteren. Außerdem gibt es eine Künstlerin namens „Irma Stern“, die in der Geschichte eine große Rolle spielt. Ich fand es toll, dass Bilder dieser Künstlerin auch in dem Buch abgebildet wurden, wodurch ich mich noch besser in die Geschichte hineinversetzen konnte. Die Geschichte ist detailreich und so in sich verwoben, dass man erst am Ende erkennt, was hinter den ganzen Geschehnissen wirklich steckt. Das Cover ist schlicht und einfach, passt aber sehr gut zu den anderen Büchern des Autors. Ich würde das Buch ab einem Alter von 14 Jahren empfehlen. Definitiv empfehlenswert!

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Jonas Jonasson erzählt in seinem Buch „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ die miteinander verbundenen Geschichten von unterschiedlichsten Charakteren. Dazu gehören u.a. der geldgierige und nationalistisch geprägte Kunsthändler Victor Alderheim, sein dunkelhäutiger Sohn Kevin, der afrikanische Medizinmann Ole Mbatian und die um ihr Erbe betrogene Jenny. Das Leben dieser Protagonisten verbindet sich nach und nach mit dem Schicksal von Hugo Hamlin, der aus freien Stücken alleinstehend und kinderlose Gründer der Rache ist süß GmbH. So entwickeln sich in rasanter Geschwindigkeit mehrere unterhaltsame und nicht vorhersehbare Kettenreaktionen. Ein wunderbares Chaos mit einigen kulturellen Missverständnissen beginnt. Die Handlung ist sehr lebhaft und meisterhaft in Szene gesetzt. Bereits auf den ersten Seiten passiert sehr viel und ich habe mir die Frage gestellt: Was soll denn noch alles geschehen? Die Antwort: Eine Menge! Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, habe mit den einzelnen Charakteren mitgefiebert und an vielen Stellen herzlich gelacht. Doch es werden auch auf eine unbeschwerte Art und Weise politische und künstlerische Themen in die Story eingebunden. Die Themen Kunst und wachsender Nationalismus ziehen sich wie ein leichter roter Faden durch das ganze Buch. Der Leser erfährt u.a. nebenbei einige interessante Episoden aus dem Leben der deutsch-afrikanischen Künstlerin Irma Stern. Dies war tatsächlich das erste Buch, das ich von Jonas Jonasson gelesen habe. Ich habe somit noch einiges aufzuholen 😊. Besonders begeistert hat mich die erzählerische Leichtigkeit. Um es auf den Punkt zu bringen: Eine gelungene Mischung aus aberwitzigen Situationen, einigen Zufällen, etwas Naivität und wunderbaren Protagonisten im Spagat zwischen den verschiedenen Kulturen.

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Warum der Massai in Schweden noch eine Rechnung offen hatte? Naja, vielleicht, weil sein unehelicher, rassistischer Vater Viktor Alderheim ihn mit 18 nachts in der kenianischen Savanne ausgesetzt hat, weil er meinte, er gehöre mit seiner dunklen Hautfarbe doch eher nach Afrika als nach Schweden. Aber Kevin ließ sich nicht so einfach von den Löwen fressen, sondern wurde von einem Medizinmann zum Massai ausbilden. Nach Jahren kehrt er nach Schweden zurück und trifft auf eine junge Frau, die ebenfalls eine noch eine Rechnung mit Viktor Alderheim zu begleichen hat. Zusammen wenden sie sich an die lokale Ein-Mann-"Rache ist süß GmbH" und das Chaos ist vorprogrammiert... Verrückt, verwirrend und absolut grandios - Jonas Jonasson schafft es immer wieder, mich mit seinen Geschichten völlig in den Bann zu ziehen. Ich lese seine Bücher nicht, ich verschlinge sie. Gleichzeitig finden sich in seinen Büchern aber auch immer gesellschaftskritische Aspekte, hier vor allem Rassismus und Frauenfeundlichkeit, und es tauchen auch immer einige historische (oder aktuelle) Personen auf. In diesem Roman geht es nämlich auch um einige Gemälde vonIrma Stern und so erfährt man einiges über die südafrikanische Künstlerin. Ich habe einige Artijel von Literaturkritiken zum Roman gelesen, die Jonas Jonasson Rassismus im Buch vorwerfen und insbesondere auf gängige Stereotypen hinweisen, die im Buch bekräftigt werden. Dieser Eindruck zeigt sich mir so nicht, meiner Empfindung nach ist es das typisch Jonasson'sche Schreiben, all seine Figuren sehr stark zu überzeichnen und ironisch zu karrikartieren, wodurch ja eben eine Kritik an den Stereotypen deutlich wird. Für mich ein toller Roman, der sich leicht und flüssig liest, aber keinesfalls langweilt. Habt ihr den Roman schon gelesen und eine Meinung dazu? Und gibt es hier Irma Stern Fans? Ich kenne mich mit Kunst leider kaum aus, überlege aber, einen Band über die Künstlerin zu lesen.

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Ich möchte es kurz machen und feststellen, dass ich von diesem Buch enttäuscht bin. Die erste und bislang einzige Stelle, an der ich schallend gelacht habe, war ungefähr auf Seite 120. Das kenne ich von Jonas Jonasson anders. Wahrscheinlich liegt es einfach daran, dass ich das Klischee vom Wilden/Afrikaner, der etwa bei einer Reise mit der westlichen Zivilisation in Kontakt kommt, und sich dabei etwas schräg verhält, einfach nicht mehr witzig finde. Literarisch ist es überdies abgegriffen. Die Reise des Massai Ole Mbatian (was für ein Vorname!) nach Schweden ist voller Skurrilitäten, die immer auf dem gleichen Muster beruhen: Der Massai weiß nicht, wo Schweden ist, er weiß nicht, was ein Pass ist und wozu man ein Visum braucht, er weiß nicht, wozu man Bargeld benötigt (er selbst rechnet in Kühen oder Ziegen) und er weiß erst recht nicht, wie man sich beim Betreten einer Rolltreppe verhält. Er ist Medizinmann in einem afrikanischen Dorf unweit einer Savanne, in der es auch Löwen gibt. Der Erzählfaden des Buches, der in Schweden spielt, ist schon plausibler, aber auch eher verrückt als witzig. Dein einzige Motiv, das mir gefällt, ist die Geschichte von Irma Stern, einer inzwischen völlig unbekannten Malerin, die in Südafrika als Kind jüdischer Einwanderer gelebt und gearbeitet hat. Zu Irma Stern hat Jonas Jonasson auch ein Sachbuch veröffentlicht, wozu eine Anzeige auf der letzten Buchseite abgedruckt ist. Da die Geschichte einiger Bilder von Irma Stern in diesem fiktiven „humorvollen“ Roman auftaucht, ist ihr vermutlich damit gar nicht recht gedient. Ich habe nichts dagegen, dass Jonas Jonasson mit Elementen der Globalisierung spielt und einzelne Erzählfiguren in Gestalt von Situationskomik konfrontiert. Aber die Elemente des Rassismus spielerisch zu reproduzieren, geht so nicht.

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