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Rezensionen zu
Lightseekers

Femi Kayode

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Lightseekers ist das gefeierte Debut des Nigerianers Femi Kayode, ein klinischer Psychologe, der sehr erfolgreich in der Werbebranche und fürs TV arbeitete. 2019 hat dieser Roman den UEA Crime Writing Prize gewonnen, und ist jetzt auch hier in Deutschlande schienen. Einen Thriller, der in Nigeria spielt – das fand ich spannend, und musste die Story lesen. Hierum geht’s: Dr. Philipp Taiwo, investigativer Psychologe, nach langem USA Aufenthalt wieder in die nigerianische Heimat nach Lagos zurückgekehrt, erhält einen interessanten Auftrag. In der Universitätsstadt Okriki sind 3 Studenten von einer aufgebrachten Menge, einem Mob, gelynched worden. Das Verbrechen wurde gefilmt, in den sozialen Medien hochgeladen, und auch wenn die Tat selbst anscheinend klar ist, so können die zurückgebliebenen Familien damit nicht abschliessen. Einer der Väter der Opfer engagiert Philipp, um die Umstände des Verbrechens aufzuklären. Wie konnte es dazu kommen? Und so begibt sich Philipp nach Okriki und beginnt mit Hilfe von Chika, der ihm als Fahrer und Assistent zur Seite gestellt wird, zu recherchieren. Und er merkt schon bald, dass die lokale Bevölkerung ihm mit Misstrauen begegnet, und niemand ihm helfen möchte. Was ist damals wirklich geschehen? Wer ist für den Tod der drei jungen Männer verantwortlich? Phillip und Chika ermitteln; und am Ende ist vieles ganz anders, als anfangs gedacht. Jetzt muss ich überlegen, wie ich hier weiterschreibe, ohne zu spoilern. Es passiert hier ziemlich viel, die Ermittlungen und Geschehnisse sind rasant, das Spannungslevel permanent hoch, und wir haben eine ganze Menge Protagonisten und diverse Plottwists. Und was für mich am interessantesten war, war definitiv das Setting in der Kleinstadt in Nigeria – hier ist das Clanwesen noch lebendig, hier spürt man die Nachwehen des Biafra-Krieges, hier ist der Sprung ins 21 Jahrhundert zwar gelungen, aber irgendwie recht holperig. Einerseits ist die Polizei durchaus technisch auf dem neuesten Stand, andererseits fällt regelmässig der Strom aus und man freut sich, wenn das Hotel leise Generatoren hat und sich die Ventilatoren drehen. Fand ich extrem faszinierend, und der Autor beschreibt die Szenerie so mühelos, man ist direkt dabei. Geschrieben ist der Krimi aus der Ich-Perspektive Philipps, und dieser vergleicht Nigeria manchmal auch mit den USA, und das ist für uns als Leser natürlich nett, die Gedankengänge kann man nachvollziehen. Und es ist natürlich witzig, wenn Philipp mit seinem amerikanischem Akzent bei den locals auch mal ins Fettnäpfchen hüpft. Nigeria ist einfach völlig anders, als ich es erwartet hätte. Allein das macht für mich einen Reiz des Romans aus. Ich mochte den Stil vom Kayode sehr gerne – locker-flockig einerseits, ernsthaft und spannend andererseits. Vielleicht ist auch einfach die deutsche Übersetzung nur extrem gelungen, aber wie auch immer, ich bin durch die 460 Seiten durchgeflogen. Die Financial Times schreibt (ich zitiere den Klappentext): „Kayodes Wissen als studierter Psychologe und sein genauer Blick auf seine Heimat Nigeria machen diese sowieso schon überaus spannende Geschichte noch lesenswerter“ – das ist für mich eine gute Zusammenfassung, der ich mich anschliesse. Richtig spannender Thriller, der alles hat, was das Krimiherz begehrt: Morde, Drogenszene, Psychopathen, emotionale Dramen, plus ein profunder Einblick in ein fremdes Land – ich sag mal: ist gelungen! Alle Daumen hoch! Das hier ist übrigens der Auftakt einer neuen Serie um Dr Philipp Taiwo, und ich bin gespannt auf die nächsten Teile! Und herzlichen Dank an das Bloggerportal vom Randomhouse für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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Unheimlich atmosphärischer Thriller!

Von: Hightower667

18.07.2022

Femi Kayode? Nie gehört? Dies wird sich nun aber schnell ändern. Denn was der Autor mit dem Thriller Lightseekers aufs Papier gebracht hat, kann sich sehen lassen. Der erste Teil einer neuen Serie um den nigerianischen Psychologen Dr. Philip Taiwo ist spannend und atmosphärisch dicht aufgebaut. Das liegt vor allem am unverbrauchten Setting. Über Nigeria als Ort der Handlung ist im Gegensatz zu vielen anderen Schauplätzen dieser Welt wenig bekannt. Man bekommt einen ungefähren Eindruck der politischen Machtverhältnisse im Staat. Es herrscht teilweise eine bedrückende Stimmung wenn es um die Beschreibung der Zivilbevölkerung und Polizei im Land geht, die sich auch auf den Leser überträgt. Das Buch ist super spannend geschrieben. Schon nach den ersten Seiten wollte ich es gar nicht mehr weglegen. Ich musste mich regelrecht bremsen, um das Buch nicht in zwei Tagen durchzulesen. Den das große Plus des Buches ist die Geschichte/der Fall. Clever konstruiert setzen sich die Puzzleteile über die Länge des Buches zusammen. Anfangs tappt man wirklich noch komplett im Dunkeln. Bei einigen Charakteren weiß man auch gar nicht, ob sie bei der Aufklärung des Falles helfen oder ihn eher boykottieren wollen. Buchcover und Geschichte sind miteinander verbunden. Nach dem Lesen des Buches wurde mir die Aussagekraft des Covers erst richtig bewusst! Das Cover wirkt noch lange nach. Da wurde beim Verlag mitgedacht. Fazit: Mit Lightkeepers ist Femi Kayode ein ganz tolles Buch gelungen. Für mich definitiv einer der bis jetzt besten Thriller des Jahres. Ich hoffe auf baldige Fortsetzung und könnte mir sogar vorstellen, dass die Fälle von Philip Taiwo in naher Zukunft verfilmt werden.

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Vorsicht Spoiler! Ein kenianischer Psychologe kommt zurück in seine Heimat. Dort soll er einen Mordfall untersuchen bei dem drei Studenten von einer Menschenmenge umgebracht werden. Die Hintergründe sind unklar, angeblich resultierte die Tat aus den allgemeinen Spannungen zwischen Studenten und Bewohnern der Stadt, doch der Vater eines der Opfer will das nicht glauben und bittet Philip Taiwo, den Fall zu untersuchen, da dieser Studien zu ähnlichen Fällen betrieben hat. Philip übernimmt den Fall und stößt dabei auf viel Misstrauen, viele Lügen, wenig Kooperationsbereitschaft und Korruption. Außerdem kriselt es in seiner Ehe und er muss seine neue alte Heimat erst wieder neu kennenlernen mit allen Gepflogenheiten und Sitten. Ein tolles Buch über die Suchen des Lebens: der Heimatsuche, der Sinnsuche in der Arbeit und der Suche nach Gerechtigkeit. Eine teils frustrierenden aber auch sehr spannende Geschichte mit sehr passendem Titel. Philip sucht das Licht im Dunkeln, hinter all dem Schweigen, der Korruption und den Verwirrungen der Beziehungen und Vorkommnissen.

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Reise in eine andere Welt

Von: MamaLiestSchonWieder

12.07.2022

Der nigerianische Psychologe Philip Taiwo bekommt den Auftrag, den Mord an drei jungen Studenten zu untersuchen, sie wurden in ihrer Universitätsstadt von einem Mob brutal umgebracht. Taiwo merkt schnell, dass seine Ermittlungen dort nicht erwünscht sind und gerät in Lebensgefahr. Ich habe dieses Buch aufgeschlagen und war in einer anderen, fremdartigen Welt: Blackouts, Queueboys, korrupte Polizisten… So geht es wohl auch dem Protagonisten Philip Taiwo. Er ist erst vor kurzem aus den USA nach Nigeria zurückgekehrt und fühlt sich dort noch nicht zu Hause. Er betrachtet Nigeria, seine Menschen und ihr Leben wie auch die schrecklichen Ereignisse, die er untersuchen soll, mit einer gewissen Distanziertheit. Vielleicht weil das Buch in der Ich-Form geschrieben ist, hat sich diese Distanz zum Geschehen auch auf mich übertragen, ich war nie richtig „drin“ in der Geschichte. Trotzdem hat es Spaß gemacht, Taiwo und seinen Assistenten Chika (diese Figur fand ich tatsächlich spannender als die Hauptperson!) zu begleiten, sie sind ein gutes Team und ermitteln nachvollziehbar und mit einer Prise Humor. Für den Schluss hätte ich mir noch mehr Informationen über den Täter, seine Motive und sein Leben gewünscht, das hätte das Buch etwas abgerundet. Der exotische Schauplatz, die sympathischen Ermittler und die interessanten Informationen über das alltägliche Leben in Nigeria – das sind für mich eindeutig die Pluspunkte dieses Romans, auch wenn er mich nicht restlos überzeugen konnte!

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Es brodelt unter der Oberfläche

Von: Magnolia

11.07.2022

Drei Studenten werden auf grausame Art ermordet. Der Vater eines Opfers beauftragt den Psychologen Dr. Philip Taiwo, der lange in den USA gelebt hat, Licht ins Dunkel zu bringen. Ein Video von den „Okriki Three“ kursiert im Netz – der wütende Mob verfolgt sie, foltert sie aufs Grausamste und lässt nicht eher nach, bis sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannt sind. Den oder die wahren Täter und deren Hintermänner herauszufiltern, ist ein schier unmögliches Unterfangen. Zumal der Fall für die örtliche Polizei abgeschlossen ist, alle Akten der Staatsanwalt übergeben wurden und von den 23 festgenommenen Personen noch sieben übrig blieben, gegen die Anklage erhoben wurde. Auf die Justiz ist kein Verlass, Philip geht der Sache nach, ihm zur Seite gestellt ist der ortskundige Chika, sein Chauffeur und Türöffner. Dieser weiß um die Gepflogenheiten dieses durch und durch korrupten Landes. Ihre Nachforschungen sind so manchem ein Dorn im Auge, sie werden unmissverständlich bedroht: „Verschwinde oder verbrenne.“ Warum mussten die drei jungen Männer sterben? Vordergründig ging es darum, dass sie einen anderen Studenten beraubt hatten, sie Mitglieder eines Geheimkults waren. Es steckt aber sehr viel mehr dahinter. „Lightseekers“ beruht auf einem wahren Fall, es waren Lynchmorde, welche Femi Kayode zu dieser fiktionalisierten Geschichte inspirierte. Er zeigt hier Nigerias sehr düsteres Bild. Ein Land, gezeichnet von Korruption und Gewalt - sein Heimatland. Gegensätze prallen aufeinander – arm und reich, Tradition und Moderne. Die Charaktere sind durchaus realitätsbezogen angelegt, die Handlung bezieht den politischen und den religiösen Ist-Zustand mit ein, das soziale Gefälle wird deutlich. Ein Thriller, der so ganz anders angelegt ist als viele andere. Schon das Land ist mir fremd, ich lese darüber und bin sprachlos ob der rohen Gewalt. Dass die Staatsgewalt nicht immer Interesse an einer lückenlosen Aufklärung hat, ist auch hierzulande bekannt. Und doch weiß ich es nicht, lese eher einen spannenden Kriminalfall mit ethnischem Hintergrund, der mir viele Informationen liefert. Es brodelt unter der Oberfläche, man spürt es nur zu deutlich. Eine fordernde, gesellschaftskritische Lektüre mit vielschichtigen Charakteren, deren Ende für meinen Geschmack ein wenig zu verklärt ist. Atmosphärisch und dicht erzählt, ein gelungenes Debüt.

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Light Seekers

Von: Elli

10.07.2022

In der nigerianischen Universitätsstadt Port Harcourt werden drei junge Studenten von einem Mob verfolgt und durch verbrennen umgebracht. Ein Video der gewaltsamen Tat kursiert in den sozialen Medien und den Tätern wird der Prozess gemacht. Der Vater eines der Opfer beauftragt den Psychologen Dr. Philipp Taiwo Licht in die Hintergründe der schrecklichen Tat zu bringen. Dr. Taiwo der lange im Ausland gelebt hat und ein Spezialist für Massenpsychologie und Gewalt ist kehrt in seine Heimat zurück und stellt fest das ihm vieles Fremdgeworden ist und er viel Misstrauen, Desinteresse und Korruption begegnet. Femi Kayode (der Autor) beschreibt uns sehr gut die Mentalität seiner Heimat und die Hintergründe für so ein abscheuliche Tat- von Kapitel zu Kapitel führt er uns zu dem warum . Ich habe das Buch mit Spannung gelesen und fand es gut das er immer mit viel Gespür für Spannung gesorgt hat und freue mich schon auf weitere Folgen.

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Konnte mich nicht überzeugen

Von: Manuela Pfleger

04.07.2022

Zu lesen begonnen, kam ich zunächst nur schwer mit dem Schreibstil und den Handlungen zurecht. Auch die Charaktere waren mir mehr oder weniger unsympathisch, sodass ich mich mit keinem einzigen Charakter anfreunden konnte. Die Handlungsstränge waren zwar gut ausgearbeitet und auch der Spannungsbogen war in Ordnung, aber dennoch fehlte mir das gewisse Etwas in der gesamten Story. Ich lese gerne und viel, Thriller ist eines meiner Lieblingsgenres, aber dieser Thriller konnte mich absolut nicht überzeugen. Obwohl der Anfang sehr interessant klang, dieser auch noch spannend war, gab es für mich hin und wieder etwas langatmige Stellen, die es mir sehr schwer machten, weiterlesen zu wollen. Dennoch habe ich das Buch bis zu Ende gelesen. Cover, Idee, Umsetzung sind gut, aber Charaktere, Thematik, Handlungen und Ich Form konnten mich überzeugen.

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super!

Von: Christina

30.06.2022

total spannend zu lesen. Mit Gänsehautgarantie. Zu Beginn fand ich es etwas schwierig, die personen zuzuordnen, aber dann ging es gut und war rund erzählt

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