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Rezensionen zu
Dinge, die das Herz höher schlagen lassen

Mia Kankimäki

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Auf Spurensuche

Von: bookinthecup

03.05.2021

Mia Kankimäki begibt sich im Rahmen eines Freistellungsjahres auf eine Art Pilgerreise zur ihrer Seelenverwandten nach Kyoto in Japan, um den Spuren von Frauen geschriebener Literatur zu folgen. Kankimäki übernimmt mehrere Rollen, sie begibt sich auf Expedition der Existenz schreibender Frauen in der Literatur, stellt wissenschaftliche Recherchen dazu an, verfolgt akribisch jede greifbare Spur von Sei, ist Entdeckerin historischen Erbguts, fungiert als Kulturattaché, Reiseführer und zugleich Touristin, die sich an kulinarischen Erlebnissen erfreut. Beim Lesen lernt man ungemein viel über die -vor allem aristokratische- Geschichte Japans, sowie Kultur, Ästhetik und Traditionen. Eigentlich ist das Buch ein ganz persönlicher Reise- und Erfahrungsbericht, untermauert ihre wissenschaftlichen Studien, in dem sie auch die Erlebnisse chronologisch in tagebuchähnlichen Einträgen wiedergibt. Die Autorin steht ihrem Idol bezüglich des Listenführens in nichts nach und hat neben ihren eigenen „todolists“ oder Gedankenlisten auch Listen.

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Ich habe schon oft erlebt, dass ich mich mit einer Schriftstellerin stark verbunden fühle. Ähnlich ergeht es Mia Kankimäki, wie wir in diesem Buch erfahren. Ihre Faszination gilt allerdings einer Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof diente und und sich mit ihrem "Kopfkissenbuch“ einen Platz in der Weltliteratur verschaffte: Sei Shônagon. Ihres Lebens überdrüssig, entscheidet sich die Texterin für eine einjährige Auszeit und begibt sich nach Kyôto, um über ihre Seelenschwester zu forschen und zu schreiben. Sie schätzt nicht nur ihren Feinsinn, Humor und ihre Selbstsicherheit, sondern auch die damals bedeutende Rolle der Frauen in der Literatur und den großen Stellenwert der Schönheit, Kunst und Dichtung. Ihr Vorhaben entpuppt sich jedoch als äußerst schwierig, da so wenig über sie überliefert ist. Eine Sache macht Sei Shônagon auch für mich sehr sympathisch, denn mit ihren tagebuchartigen Notizen wirkt sie wie eine Bloggerin, und sie liebte es, Listen zu schreiben. Auch die Autorin greift diese Form auf, stellt ihre eigenen Eindrücke, Vorlieben und Beobachtungen Zitaten aus Sei’s Werk gegenüber und findet erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Mit viel Witz und Ironie erzählt Mia Kankimäki von ihrer beengten Unterkunft und ihren Multikulti-Mitbewohnern, von Ausflügen quer durch Japan und von mühsamen Recherchen, die bis nach London führen. Es macht großen Spaß, sie dabei zu begleiten und nebenbei viele Einzelheiten über das höfische Leben und die Sitten in der Heian-Zeit zu erfahren. Man sollte Lust haben, sich ähnlich wie sie treiben zu lassen und sich auf ein Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen und zu guter Letzt eine Reise zu sich selbst einzulassen.

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Reise in die Vergangenheit

Von: Klaus-Peter

30.04.2021

Die Autorin Mia Kankimäki hat sich in den Klassiker des Kopfkissenbuch von Sei Shonagon verliebt. Sie kommt ihr wie eine Seelenschwester vor. Deshalb möchte sie diese Frau und dessen Lebensumstände von vor ca. 1000 Jahren ergründen. Sie gibt deshalb für 1 Jahr ihre Arbeit auf, und reist nach Kyoto, um auf den Spuren der Frau zu wandeln. Hierbei lernt sie Land und Leute, Tempel, Teezeremonien, Zen-Meditationen, das dortige Essen und vieles mehr kennen. Für alles schreibt sie Listen. Die Geschichte von den beiden Frauen, spielt sich im Zwiegespräch ab. Und das auf 350 Seiten. Anfangs war es alles sehr interessant, schwächelte dann leider. Mich hat gerade dann der Schluss enttäuscht.

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Eine Reise in eine andere Welt

Von: Gerdfranz

29.04.2021

In "Dinge, die das Herz höher schlagen lassen" erzählt die Finnin Mia Kankimäki von ihrer aufregenden Reise nach Japan. Dabei begleitet sie immer das Kopfkissenbuch einer Hofdame der Heian-Zeit. So erfahren wir Leser nicht nur etwas über das moderen Japan sondern begeben uns auch auf einer kleinen Zeitreise in die Geschichte des faszinierenden Landes. Dieses Buch ist nicht nur ein spannender Reisebericht für alle Japan Fans sondern bringt einem das Land auch näher wenn man sich bisher nicht dafür begeistern konnte. Dafür sorgen besonders der witzige, anekdotische Schreibstil der Autorin bei dem man einige Male ins Schmunzeln gerät.

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Ein Reisebericht mit Herz

Von: JuLi

25.04.2021

Was für ein tolles Buch. Ich habe das Buch gerade zugeklappt und lasse es noch auf mich wirken. Die Autorin konnte mich mit ihrem wunderschönen Schreibstil ab der erste Seite einfangen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und folgte der Protagonistin in ein fremde Zeit, Kultur und Land. Dabei ist es keinesfalls ein trockener Reisebericht. Mit viel Witz und Ironie habe ich viele Stunden über dem Buch verbracht!

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Gedankenreise

Von: magiedemots

25.04.2021

! Vorsicht Spoiler ! Der Roman der finnischen Autorin Mia Kankimäki hat mir sehr gut gefallen. Insbesondere das besonders gelungen Gedankenexperiment im Zentrum dieses Romans haben mir gut gefallen. Worum geht es: "In ihrem unbändigen Hunger nach Freiheit bricht Mia Kankimäki aus ihrem Leben aus und beginnt ein riesiges Abenteuer: Sie reist nach Kyōto, lässt sich einfangen von Tempeln, Kirschblüten, Kabuki-Theater, Zen-Meditation und Teezeremonien. Und von einer faszinierenden Frau, die ihr zur feinsinnigen und gewitzten Seelenschwester wird: Sei Shōnagon, der Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof Kaiserin Teishi diente, eine so selbstbewusste wie raffiniert-ironische Schriftstellerin war und deren »Kopfkissenbuch« heute zu den Klassikern der Weltliteratur gehört. Geleitet von den Spuren der Seelenverwandten entdeckt Mia Kankimäki die subversive Kraft, die in der Liebe liegt, Listen von Dingen zu erstellen, die charmant, delikat, nervig oder elegant sind – und die das Herz höher schlagen lassen." An dem Buch hat mir nicht der klare und stets gut zu lesend Stil der Autorin gefallen. Besondres wie Sie das Gedankenexperiment stilistisch und mit der passenden Wortwahl umsetzt haben mir sehr gut gefallen. Gelungen fand ich auch die Listen der Autorin, die auf den Worten der zweiten Protagonisten entsprungen sind und einen als Leserin zum Nachdenken anregen. Ein klare Leseempfehlung!

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Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht und Erforschung einer historischen Person: Sei Shōnagon, die vor 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof diente, und während dieser Zeit ein außergewöhnliches Buch voller Listen, Aufzählungen, Gedichten und alltäglichen Beobachtungen bei Hofe verfasste. Mia Kankimäki hat das Gefühl, eine Seelenverwandte gefunden zu haben, Sei, die Geheimnisvolle, deren Wirken vor so vielen Jahren stattfand und über die fast keine Aufzeichnungen existieren. Drei Monate im Herbst und drei Monate im Frühling will Mia in Japan bleiben, Kyōto kennenlernen, mehr über Sei Shōnagon herausfinden. Dabei erfahren wir Leser allerhand interessantes, spannendes, witziges und trauriges über das Japan der Heian-Zeit. Gemeinsam mit Mia machen wir uns auf, die Menschen kennenzulernen, Tempel zu betreten, an Zeremonien teilzunehmen, Bibliotheken zu durchforsten. Immer an unserer Seite die Hofdame, die mit eingestreuten Listen und Gedanken dafür sorgt, dass wir sie nicht vergessen. Bevor ich Dinge, die das Herz höher schlagen lassen gelesen habe, kannte ich weder Sei Shōnagon, noch ihr Kopfkissenbuch, und dennoch faszinierten mich Mias Worte von Beginn an, auch wenn ihrer Reise gegen Ende ein wenig die Puste ausging. Ich fand es toll, wie sie Seis Worte aufnahm und selbst Listen anfertigte, über die man nachdenken konnte. Wie sie sich später an Gedichten versucht, die am Hofe des Königs eine so große Rolle spielten. Und wie sie sich treiben ließ, nicht nur der einen Hofdame nachrannte sondern auch anderen Schriftstellerinnen der damaligen Zeit wie Murasaki Shikibu Raum gibt, um uns miteinander bekannt zu machen. Fazit Ein außergewöhnlicher Reisebericht mit einer flotten, teils selbstironischen Stimme, die uns den heutigen Alltag in Japan sowie alte Traditionen näherbringt.

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INHALT: Der Leser lernt am Anfang Mia Kankimäki, also die Autorin kennen und befindet sich zunächst in deren Heimat Finnland wieder. Sie berichtet von ihrer Leidenschaft für die Gedichte der japanischen Hofdame Sei Shōnagon, die im 10. Jahrhundert im fernen Japan lebte. Doch nicht nur ihre geschaffene Literatur, sondern auch deren Leben und Persönlichkeit faszinieren die Autorin und sie beginnt, über Sei zu recherchieren – ja noch viel mehr, denn sie gibt ihren Job auf, um ein Jahr in diese Recherchen zu stecken und selbst nach Japan zu reisen. Sei ist immer dabei und begleitet die Autorin fast schon als imaginäre Freundin, als Seelenverwandte – und manchmal wirkt die Autorin geradezu besessen von dieser verkannten Dichterin, der viel zu häufig negative Attribute zugeschrieben werden. Mia Kankimäki reist also nach Kyoto, um dort auf den Spuren Shōnagons zu wandeln. Das stellt sich vor Ort dann aber doch als nicht so leicht heraus, da kaum Daten über die Dichterin vorhanden sind. Ob und welche Informationen die Autorin über Sei findet, was sie auf ihrer Reise durch Japan erlebt, wer sie auf ihrem Weg begleitet und welchen Problemen sie sich gegenüber sieht, das dürft ihr gern selbst lesen. SCHREIBSTIL: Die Autorin schreibt amüsant, immer öfter auch ironisch und sehr anschaulich. Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite gefangen nehmen und übte einen ungeheuren Sog auf mich aus, sodass ich es nicht erwarten konnte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen und Mia auf ihrer Suche nach Sei zu begleiten. Was für mich ganz besonders zum Tragen kam, war das Talent der Autorin, die historischen Fakten um Sei Shōnagon so zu verpacken, dass ich die Informationen förmlich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. Ich lechzte nach jedem kleinen Hinweis und bin immer noch begeistert, wie lebendig die Autorin die Heian-Zeit, deren Eigenarten, Sitten und Charaktere darstellte. Sei wurde über die Seiten hinweg auch für mich fast zu einer Freundin und ich vermisste sie schmerzlich, wenn sie sich eine Weile nicht zu Wort meldete. Das komplette historische Wissen ist amüsant und lebensnah aufbereitet. So hätte ich mir Geschichtsunterricht gewünscht. Denn vor dem Buch hatte ich von Sei und ihrem Kopfkissenbuch sowie der Heian-Zeit keinen Schimmer. Und trotzdem schaffte die Autorin es, dass ich genau so wissbegierig wie sie selbst auf ihre Recherchen schaute. Das Buch ist im Stil eines Tagebuchs geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels wird der Ort und die Jahreszeit bzw. der Monat genannt, als Rahmeninformationen für die Erlebnisse der Autorin. Ergänzt werden die Kapitel durch immer wiederkehrende Einschübe von Seis Gedichten, Listen oder Tagebucheinträgen. FAZIT: Das Buch begeistert durch den tagebuchartigen Stil, die passenden Auszüge aus Sei Shōnagons Kopfkissenbuch und die amüsante Aufbereitung der historischen Fakten (ein bisschen erinnerte es uns an den typischen Bridget-Jones-Humor). Bei den Beschreibungen der Erlebnisse in Japan fand ich mich selbst oft wieder zurückversetzt in meine eigene Japanreise vor einigen Jahren. Die Autorin besuchte tatsächlich viele Orte, an denen ich ebenfalls war und kommentierte auch einiges an japanischen Eigenheiten, über die ich schmunzeln musste. Auch wenn das Buch im letzten Viertel ein bisschen an Leichtigkeit verliert und dadurch auch an Tempo sowie Sog einbüßt, kann es sich gegen Ende wieder fangen und die tolle Wirkung vom Anfang entfalten. Eine Geschichte um zwei Freundinnen – Seelenschwestern, getrennt durch die Jahrtausende der Geschichte. Die pure Dosis Japan, amüsante Aufbereitung historischer Fakten, ein Seelenstreichler und herzerwärmend. Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

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