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Rezensionen zu
Dinge, die das Herz höher schlagen lassen

Mia Kankimäki

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Selbstfindungstrip

Von: Celi

15.05.2021

Nicht zufrieden mit dem Leben zu sein, welches man lebt, dieses Gefühl kennen sicher viele. Doch den Mut zu haben etwas zu ändern ist dann schon schwieriger. Die Autorin, Mia Kankimäki nimmt uns Leser mit auf ihren Selbstfindungstrip. Hast du schon mal von der japanischen Hofdame Sei Shōnagon, die im 10. Jahrhundert im fernen Japan lebte gehört? Ich auch nicht, aber die Autorin scheint ganz begeistert von ihr. Sie kündigt ihren Job und macht sich auf die Spuren dieser Hofdame. Doch es stellt sich als nicht so einfach heraus, da sehr wenig bekannt ist. Doch was sie herausfindet könnt ihr selbst lesen.

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Seelenschwestern

Von: Brina_the_Bear

06.05.2021

Gleich auf den ersten Seiten überrascht das Buch: Dinge, die das Herz höher schlagen lassen, mit einem ungewöhnlichen Aufbau und einem fesselnden imaginären Wortwechsel zweier Frauen die sich nicht Ferner sein könnten aber doch sich näher sind als viele Personen die sich heute gegenübersitzen. Ich hatte noch nie von Sei Shōnagon gehört doch nach diesem Buch verstehe ich die Faszination an einer Frau die vor über 1000 Jahren gelebt hat und durch Listen und die Auflistung diverser Gedanken es geschafft hat die Erinnerung an ein längst vergessenes Zeitalter aufrecht zu erhalten. Beim Lesen spürte ich förmlich die beschriebene Hitze, die Faszination, den Mut zum Aufbruch, die Farben der Kimonos und das Gefühl endlich das zu tun was man sich so lange erträumt hat. Während dem Lesen stellte ich mir auch die Frage könnte ich es tun? Könnte ich alle Zelte hinter mir abrechnen für ein Jahr und einfach in ein Land reisen dessen Sprache ich nicht spreche, dessen Kultur ich kaum kenne und von dem ich weiß dass es in sich geschlossen und nicht besonders Welt offen ist? Nach der letzten Seite hatte ich das Bedürfnis dieses Buch noch einmal von vorne zu lesen so gefesselt war ich von jedem einzelnen Wort. Für mich gehört dieses Buch bis jetzt zu den besten Büchern die ich dieses Jahr gelesen habe.

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wundervoll besonders

Von: Heholetsgo

06.05.2021

Das Buch ist ein wirklich ein besonderes Buch. Die Autorin nimmt einen mit und sofort gefangen,es liest sich sehr einfach und entspannt. Man erkennt viele Parallelen zwischen einem und der Autorin und Sei, daher ist es durch die Jahre unterschied ein tolles Frauenbuch. Sowohl lustige als auch traurige oder berührende Situationen werden speielnd leicht erzählt und mit so einer Klarheit, dass die Verbindung sofort spürbar ist. Wirklich toll, ich empfehle es jeder Frau.

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Ich habe schon oft erlebt, dass ich mich mit einer Schriftstellerin stark verbunden fühle. Ähnlich ergeht es Mia Kankimäki, wie wir in diesem Buch erfahren. Ihre Faszination gilt allerdings einer Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof diente und und sich mit ihrem "Kopfkissenbuch“ einen Platz in der Weltliteratur verschaffte: Sei Shônagon. Ihres Lebens überdrüssig, entscheidet sich die Texterin für eine einjährige Auszeit und begibt sich nach Kyôto, um über ihre Seelenschwester zu forschen und zu schreiben. Sie schätzt nicht nur ihren Feinsinn, Humor und ihre Selbstsicherheit, sondern auch die damals bedeutende Rolle der Frauen in der Literatur und den großen Stellenwert der Schönheit, Kunst und Dichtung. Ihr Vorhaben entpuppt sich jedoch als äußerst schwierig, da so wenig über sie überliefert ist. Eine Sache macht Sei Shônagon auch für mich sehr sympathisch, denn mit ihren tagebuchartigen Notizen wirkt sie wie eine Bloggerin, und sie liebte es, Listen zu schreiben. Auch die Autorin greift diese Form auf, stellt ihre eigenen Eindrücke, Vorlieben und Beobachtungen Zitaten aus Sei’s Werk gegenüber und findet erstaunlich viele Gemeinsamkeiten. Mit viel Witz und Ironie erzählt Mia Kankimäki von ihrer beengten Unterkunft und ihren Multikulti-Mitbewohnern, von Ausflügen quer durch Japan und von mühsamen Recherchen, die bis nach London führen. Es macht großen Spaß, sie dabei zu begleiten und nebenbei viele Einzelheiten über das höfische Leben und die Sitten in der Heian-Zeit zu erfahren. Man sollte Lust haben, sich ähnlich wie sie treiben zu lassen und sich auf ein Abenteuer mit vielen unvorhergesehenen Ereignissen und zu guter Letzt eine Reise zu sich selbst einzulassen.

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Eine Reise in eine andere Welt

Von: Gerdfranz

29.04.2021

In "Dinge, die das Herz höher schlagen lassen" erzählt die Finnin Mia Kankimäki von ihrer aufregenden Reise nach Japan. Dabei begleitet sie immer das Kopfkissenbuch einer Hofdame der Heian-Zeit. So erfahren wir Leser nicht nur etwas über das moderen Japan sondern begeben uns auch auf einer kleinen Zeitreise in die Geschichte des faszinierenden Landes. Dieses Buch ist nicht nur ein spannender Reisebericht für alle Japan Fans sondern bringt einem das Land auch näher wenn man sich bisher nicht dafür begeistern konnte. Dafür sorgen besonders der witzige, anekdotische Schreibstil der Autorin bei dem man einige Male ins Schmunzeln gerät.

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Ein Reisebericht mit Herz

Von: JuLi

25.04.2021

Was für ein tolles Buch. Ich habe das Buch gerade zugeklappt und lasse es noch auf mich wirken. Die Autorin konnte mich mit ihrem wunderschönen Schreibstil ab der erste Seite einfangen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und folgte der Protagonistin in ein fremde Zeit, Kultur und Land. Dabei ist es keinesfalls ein trockener Reisebericht. Mit viel Witz und Ironie habe ich viele Stunden über dem Buch verbracht!

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Gedankenreise

Von: magiedemots

25.04.2021

! Vorsicht Spoiler ! Der Roman der finnischen Autorin Mia Kankimäki hat mir sehr gut gefallen. Insbesondere das besonders gelungen Gedankenexperiment im Zentrum dieses Romans haben mir gut gefallen. Worum geht es: "In ihrem unbändigen Hunger nach Freiheit bricht Mia Kankimäki aus ihrem Leben aus und beginnt ein riesiges Abenteuer: Sie reist nach Kyōto, lässt sich einfangen von Tempeln, Kirschblüten, Kabuki-Theater, Zen-Meditation und Teezeremonien. Und von einer faszinierenden Frau, die ihr zur feinsinnigen und gewitzten Seelenschwester wird: Sei Shōnagon, der Hofdame, die vor mehr als 1000 Jahren am japanischen Kaiserhof Kaiserin Teishi diente, eine so selbstbewusste wie raffiniert-ironische Schriftstellerin war und deren »Kopfkissenbuch« heute zu den Klassikern der Weltliteratur gehört. Geleitet von den Spuren der Seelenverwandten entdeckt Mia Kankimäki die subversive Kraft, die in der Liebe liegt, Listen von Dingen zu erstellen, die charmant, delikat, nervig oder elegant sind – und die das Herz höher schlagen lassen." An dem Buch hat mir nicht der klare und stets gut zu lesend Stil der Autorin gefallen. Besondres wie Sie das Gedankenexperiment stilistisch und mit der passenden Wortwahl umsetzt haben mir sehr gut gefallen. Gelungen fand ich auch die Listen der Autorin, die auf den Worten der zweiten Protagonisten entsprungen sind und einen als Leserin zum Nachdenken anregen. Ein klare Leseempfehlung!

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INHALT: Der Leser lernt am Anfang Mia Kankimäki, also die Autorin kennen und befindet sich zunächst in deren Heimat Finnland wieder. Sie berichtet von ihrer Leidenschaft für die Gedichte der japanischen Hofdame Sei Shōnagon, die im 10. Jahrhundert im fernen Japan lebte. Doch nicht nur ihre geschaffene Literatur, sondern auch deren Leben und Persönlichkeit faszinieren die Autorin und sie beginnt, über Sei zu recherchieren – ja noch viel mehr, denn sie gibt ihren Job auf, um ein Jahr in diese Recherchen zu stecken und selbst nach Japan zu reisen. Sei ist immer dabei und begleitet die Autorin fast schon als imaginäre Freundin, als Seelenverwandte – und manchmal wirkt die Autorin geradezu besessen von dieser verkannten Dichterin, der viel zu häufig negative Attribute zugeschrieben werden. Mia Kankimäki reist also nach Kyoto, um dort auf den Spuren Shōnagons zu wandeln. Das stellt sich vor Ort dann aber doch als nicht so leicht heraus, da kaum Daten über die Dichterin vorhanden sind. Ob und welche Informationen die Autorin über Sei findet, was sie auf ihrer Reise durch Japan erlebt, wer sie auf ihrem Weg begleitet und welchen Problemen sie sich gegenüber sieht, das dürft ihr gern selbst lesen. SCHREIBSTIL: Die Autorin schreibt amüsant, immer öfter auch ironisch und sehr anschaulich. Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite gefangen nehmen und übte einen ungeheuren Sog auf mich aus, sodass ich es nicht erwarten konnte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen und Mia auf ihrer Suche nach Sei zu begleiten. Was für mich ganz besonders zum Tragen kam, war das Talent der Autorin, die historischen Fakten um Sei Shōnagon so zu verpacken, dass ich die Informationen förmlich aufgesaugt habe wie ein Schwamm. Ich lechzte nach jedem kleinen Hinweis und bin immer noch begeistert, wie lebendig die Autorin die Heian-Zeit, deren Eigenarten, Sitten und Charaktere darstellte. Sei wurde über die Seiten hinweg auch für mich fast zu einer Freundin und ich vermisste sie schmerzlich, wenn sie sich eine Weile nicht zu Wort meldete. Das komplette historische Wissen ist amüsant und lebensnah aufbereitet. So hätte ich mir Geschichtsunterricht gewünscht. Denn vor dem Buch hatte ich von Sei und ihrem Kopfkissenbuch sowie der Heian-Zeit keinen Schimmer. Und trotzdem schaffte die Autorin es, dass ich genau so wissbegierig wie sie selbst auf ihre Recherchen schaute. Das Buch ist im Stil eines Tagebuchs geschrieben. Zu Beginn jedes Kapitels wird der Ort und die Jahreszeit bzw. der Monat genannt, als Rahmeninformationen für die Erlebnisse der Autorin. Ergänzt werden die Kapitel durch immer wiederkehrende Einschübe von Seis Gedichten, Listen oder Tagebucheinträgen. FAZIT: Das Buch begeistert durch den tagebuchartigen Stil, die passenden Auszüge aus Sei Shōnagons Kopfkissenbuch und die amüsante Aufbereitung der historischen Fakten (ein bisschen erinnerte es uns an den typischen Bridget-Jones-Humor). Bei den Beschreibungen der Erlebnisse in Japan fand ich mich selbst oft wieder zurückversetzt in meine eigene Japanreise vor einigen Jahren. Die Autorin besuchte tatsächlich viele Orte, an denen ich ebenfalls war und kommentierte auch einiges an japanischen Eigenheiten, über die ich schmunzeln musste. Auch wenn das Buch im letzten Viertel ein bisschen an Leichtigkeit verliert und dadurch auch an Tempo sowie Sog einbüßt, kann es sich gegen Ende wieder fangen und die tolle Wirkung vom Anfang entfalten. Eine Geschichte um zwei Freundinnen – Seelenschwestern, getrennt durch die Jahrtausende der Geschichte. Die pure Dosis Japan, amüsante Aufbereitung historischer Fakten, ein Seelenstreichler und herzerwärmend. Für mich ein absolutes Jahreshighlight!

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