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Rezensionen zu
Das Mädchen aus Glas

Julie Hilgenberg

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€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Entdecke die Welt auf eigene Faust!

Von: Carolin E.

06.07.2021

Ein schönes Buch, das den Lesenden sanft mitnimmt in die Welt gut situierter Familien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ich fühlte mit Elisa, als sie das erste Mal das Gras unter ihren Zehen spürte und sie plötzlich begann, das Leben und die Welt außerhalb des einengenden Familienlebens zu entdecken. Ich denke, wir sollten uns öfter, wie Elisa durch die Welt bewegen, öfter die Dinge um uns herum so ansehen, als ob wir sie das erste Mal sehen würden, und die kleinen Wunder des Alltags erkennen.

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Das Mädchen aus Glas Bei diesem historischen Roman war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte gestaltet, die das Thema der Glasknochenkrankheit hier in die Geschichte einfließt (zu einer Zeit, wo diese Krankheit noch total unerforscht war) – und wie sich hier die Liebesgeschichte in der Zeit um den Ersten Weltkrieg gestaltet. Meine Neugier war vorab sehr groß und ich freute mich auf diesen historischen Roman, einer mir noch unbekannten Autorin. Historisches Setting, interessante Charaktere …. … und ein Leben mit der Glasknochenkrankheit. All das hab ich hier vorgefunden. Zusammen mit einer starken Protagonistin, die mich hier in ihre Geschichte entführte. Es war alles sehr bildhaft, anschaulich und zeitlich passend gestaltet und dargestellt – so dass ich sehr gut in die Story abtauchen konnte. Ein flüssiges und zügiges Lesen war hier vorhanden – wobei ich aber gerade was historische Geschichten angeht, immer was längere Lesezeit brauche. Doch ich hab mich sehr wohl gefühlt und die Geschichte als sehr glaubhaft, emotional und berührend empfunden. Eine gefühlvolle und interessante Zeitreise … mit sehr viel Emotionen, Einblicken und Ereignissen, die mich immer wieder überraschten, begeisterten und ja – meine Neugier an der Story immer wieder weiter anstachelten. Ich hab mich sehr gerne hier in der Geschichte aufgehalten und mir ein paar schöne Lesestunden hiermit gestaltet. Julie Hilgenberg schreibt sehr bildhaft, gefühlvoll und konnte mich hier von der ersten bis zur letzten Seite packen und begeistern.

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Mich hat die berührende und sehr emotionale Geschichte sehr gefesselt und ich kann es jedem empfehlen, der auf historische Romane mit Tiefgang wert legt.

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Tolles gefühlvolles Buch

Von: B. L.

07.12.2020

Wer es feinfühlig und Gefühlvoll will ist in diesem Buch genau richtig. Das Rad muss nicht neu erfunden werden das es funktioniert, es reicht der richtige Schwung. Hier würde ich behaupten, alles richtig gemacht. Kurzer Einblick: Es geht kurz vorm ersten Weltkrieg los. Angst gehörte also schon zum Alltag dazu das es bald los gehen könnte und daher waren Elisa Ihre Eltern noch mehr gebeutelt mit der Sorgen um Sie, dass ihr etwas passieren könnte. Ein Schicksalsschlag jagt den anderen. Da der Vater seine Schokoladenfabrik in Gefahr sieht, ist für Ihn die einzige Möglichkeit die Zukunft für seine geliebte Tochter zu sichern die arrangierte Hochzeit mit einem Bankierssohn. Blöd nur, keiner interessiert sich für den anderen.... Ich will garnicht viel mehr sagen, da es sich Lohnt das Buch selbst zu lesen!

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Elisa - zerbrechlich wie Glas

Von: cule.jule

07.12.2020

Ein Mädchen aus Glas. Glas wegen ihrer Knochen. Elisa leidet an der Glasknochenkrankheit, wodurch ihr Alltag eingeschränkt wird. Oder nicht? "Vorsicht Spoiler!" Diesen Roman mit seinen 512 Seiten habe ich nur in wenigen Tagen gelesen. Als Leser bin ich in eine Welt rund um das Jahr 1913 in Berlin und Umgebung eingetaucht. Mittelpunkt der Geschichte ist Elisa, Tochter aus feiner Gesellschaft und einer angeborenen Krankheit aufgrund eines Genfehlers - der Glasknochenkrankheit. Daher wird Elisa von ihren Eltern von Kindheit an (durch ihre vermehrten Knochenbrüche) im Haus bespaßt und nur unter Aufsicht und in Begleitung nach draußen geführt. Mit 24 Jahren jedoch wird Elisa "zwangsverheiratet" mit Louis - Bankierssohn - ebenfalls aus sehr guter Gesellschaft. Die Heirat dient eher als Zweck für das Ansehen und der Firmen von den jeweiligen Vätern der Verheirateten. Und somit beginnt ein Zusammenwachsen der beiden Eheleute. Einerseits die ängstliche Elisa, andererseits der Lebemann Louis. Durch die Hoch und Tiefs einer Ehe und den Schicksalsschlägen nähern sich beide mit der Zeit an und verlieben sich. Ich persönlich fand den Schreibstil wunderbar. Die bildhafte und moderne Sprache ließen mich als Leser die Worte aufsaugen. Gemocht habe ich es, wenn die Protagonisten im Jahr 1913 durch Berlin zogen, und in der Geschichte Orte, wie diese zur damaligen Zeit waren, aufgegriffen wurden. Dadurch habe ich sogar noch Neues über Berlin erfahren dürfen. Die Szenen waren realistisch und sind trotz der Thematik nicht ins "Seichte" abgedriftet. Obwohl mir einige Entwicklungen dann doch zu vorhersehbar waren. Die Person Louis fand ich persönlich am interessantesten durch die positiven und negativen Charaktereigenschaften. Für mich war diese Person am authentischsten. Von der Person Elisa hätte ich mir mehr Stärke, Tiefgründigkeit und Reflexion gewünscht. Obwohl das Frauenbild aus dieser Zeit von der Autorin gut eingefangen wurde, wirkte Elisa auf mich zu jammernd und zu fordernd. Das Ende hat mir persönlich nicht ganz gefallen. Hier ist die Geschichte für mich in das "Leichte" abgerutscht und wirkte eher für mich wie Balsam für das Herz. Trotzdem ist dies ein wunderbarer Roman, den ich jedem empfehlen kann, der sich auf eine mitfühlende und zarte Geschichte einlassen möchte.

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Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt und sehr bewegt. Die Hauptheldin, Elisa ist an der Glasknochenkrankheit erkrankt, die zu der damaligen Zeit, 1913, noch kaum erforscht worden ist. Um möglichst Knochenbrüche zu verhindern, wird Elisa mit Tabletten ruhig gestellt und verlebt ihre Kindheit und Jugend abgeschottet im Haus ihrer Eltern. Einziger Lichtblick in dieser Zeit sind die Besuche von Wilhelm, der Sohn ihres Hausarztes, der später ihre Behandlung übernimmt. Um die Schokoladenfabrik ihres Vaters zu retten, wird von ihm ihre Hochzeit mit Louis, den Sohn eines Bankiers arrangiert. Louis ist ein Luftikus, der jedem Rock hinterherläuft, auf Partys geht und vom Geld seines Vaters lebt. Die Ehe besteht anfangs nur auf dem Papier, denn er hat keinerlei Gefühle zu Elisa, die er nur als Krüppel ansieht. Diese wiederum hat Gefühle zu Wilhelm entdeckt, der sich aber wiederum nicht getraut seine Gefühle ihr gegenüber zu offenbaren... Die Autorin nimmt uns mit auf eine Zeitreise und es gelingt ihr gut in ihrer Schreibweise, dem Leser die damalige Zeit mit all ihren Problemen näher zu bringen. Die Rechte der Frauen werde unterdrückt und ihr Leben ist abhängig von einer gut arrangierten Heirat. Während die Männer ihr Leben weiterführen können, wie sie es wünschen, haben die Frauen zu Hause auf ihren Mann zu warten und sind für den Haushalt und das Vorbereiten von Feiern zuständig. So verzweifelt Elisa am Anfang über die arrangierte Ehe ist, bedeutet es für sie immer mehr Freiheit und sie lernt das Leben neu lieben und auch ihre eigenen Wünsche umzusetzen. Die Handlung wird überschattet vom 1. Weltkrieg und auch hier gelingt es der Autorin sehr gut die Grausamkeiten des Krieges und die dadurch entstehenden Wendungen in den Schicksalen der Menschen zu verdeutlichen. Ob es für Elisa und Louis eine positive Wendung in ihrer Ehe gibt und was aus Elisas Jugendliebe zu Wilhelm wird, kann der Leser in diesem Buch erfahren.

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„Es ist leicht, nach jemandem zu treten, der bereits am Boden liegt. Jemandem die Hand zu reichen und aufzuhelfen, verlangt einem weit mehr ab.“ @julieheiland beschreibt in ihrem gefühlvollen Roman eine tragische Liebesgeschichte, die mich regelrecht gefesselt und bewegt hat. Es beginnt 1913 in Berlin... Das Schicksal Elisas hat mich durch ihre Erkrankung aufgewühlt und mir eine neue Sichtweise präsentiert. Sie ist warmherzig und stark, und wird mit einer Menge an Verboten und Beschränkungen konfrontiert. „Gefühle, mein liebes Kind, haben keine Bedeutung“ Elisa fühlt sich eingesperrt und leidet unter den strengen Regeln ihrer Eltern, aber sie kämpft um ihr Glück. Mehr möchte ich von der Handlung gar nicht verraten. Es war weder zu langatmig, noch überstürzt. Die Charaktere, mit ihren menschlichen Ecken und Kanten, haben diese Geschichte so besonders gemacht. „Ich habe so viele Knochen, die du brechen könntest, aber du brichst mir genau mein Herz.“ Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd, durchdringend und individuell. Man kann nicht aufhören zu lesen. Es beinhaltet so eine wundervolle Message und hat mich auf jeder Seite, mit jedem Satz und jedem Wort berührt. Herzlichen Dank an @bloggerportal @randomhouse für diesen großartigen und bewegenden Roman! Unbedingte Leseempfehlung!

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Die Liebe gewinnt

Von: Klaudia K. aus Emden

19.10.2020

Der emotional sehr berührende Roman "Das Mädchen aus Glas" von Julie Hilgenberg bietet seinen Lesern ein ganz besonders schönes Leseerlebnis. Die Handlung setzt in Berlin um das Jahr 1913 ein. Elisa von Treue leidet seit ihrem siebten Lebensjahr an der Glasknochenkrankheit, das sie an einem normalen Leben nicht teilnehmen läßt, weil sie schon durch kleinste Unachtsamkeiten schwerwiegende Knochenbrüche riskiert. Sie ist in ihrem elterlichen Zuhause gefangen und durch die besondere Rücksichtnahme völlig überbehütet. Ihr einziger Lichtblick ist ihr Jugendfreund Wilhelm, der nun auch ihr behandelnder Arzt ist. Ihr Vater arrangiert eine Ehe für sie mit Louis, dem Sohn des Privatbankiers Emil Lindquist. Die Zweckehe soll den Erhalt der Schokoladenfabrik absichern. Elisa empfindet diese Zumutung zunächst als Bestrafung, denn sie ist in Wilhelm verliebt, doch während ihrer Ehe mit Louis nähern sich die Ehepartner an und Elisa entdeckt schließlich welche Befreiung die Ehe mit Louis für sie letztendlich bedeutet. Schließlich möchten Elisa und Louis sogar ohne einander gar nicht mehr sein. Elisa ist eine elfenhaft wirkende, zarte Schönheit, die sich in ihrem Leben kämpferisch und mit viel Gefühl und Intelligenz behauptet. Als Louis ihren wahren Charakter entdeckt, ist es um ihn geschehen. "Seine" Elisa ist für ihn die reine Inspiration und seine Energiequelle zugleich. Ohne sie mag er nicht mehr leben. Bevor er Elisa kennen lernte war Louis ein junger Mann, der aus dem Vollen schöpfte und im schlechtesten Sinn des Wortes ein Weiberheld. Elisa gelang es seinen tief verborgenen Charakter herauszuschälen, was ihn erstaunlich veränderte: Er wurde liebevoll und einfühlsam. Elisa und Louis wurden im Laufe der Zeit zu einem Traumpaar. Hier erfährt der staundende Leser, was Liebe in Menschen bewirken und hervorbringen kann. Elisa war im Elternhaus folgsam und eingesperrt. In ihrer Ehe erfuhr sie, was Freiheit ist und lernte die Welt aus ganz anderer Sicht kennen. Es erschließt sich ihr ein Leben in welchem sie aufblühte und schließlich eine herrlich faszinierende Weiblichkeit ausstrahlte. Sie wächst über sich hinaus und kann auch ihrer Konkurrentin mit Liebe begegnen. Als dramatische Wendung rollt der erste Weltkrieg über die Nationen hinweg. Louis und Elisas Arzt Wilhelm müssen an die Front. Von nun an beginnt das große Bangen... Der Autorin gelang auf bemerkenswert faszinierende Weise eine beeindruckende Weiterentwicklung der Charaktere im Laufe des Romans. Die vielen in die Geschichte eingewobenen Emotionen umgeben die nahezu historisch-präzise zeitgemäße Darstellung der Romanwelt. In jener Zeit war die Glasknochenkrankheit noch nicht erforscht. Dies war auch der Grund warum Elisa von der Außenwelt isoliert wurde. Ihr damit verbundenes Schicksal wird den Leser zu tiefst berühren, denn die aufgezwungene, übertriebene Isolation macht Elisa zu einem sehr einsamen Menschen. Nur die Besuche Wilhelms und das Lesen waren die einzigen Lichtblicke im abschottenden Elternhaus. Der wunderbare Schreibstil von Julie Hilgenberg fesselt seine Leser über die schwungvolle, mühelos zu lesende Sprache sofort an diesen Roman. Herrlich lebensecht skizzierte Charaktere, deren erstaunliche Entwicklung und die vielen hautnah miterlebbaren Emotionen sind ein ganz besonderes Leseerlebnis. Ich litt mit Elisa und ärgerte mich über Louis, doch zum Schluss bangte auch ich um ihn und durfte die glücklichen Momente des Ehepaars mitempfinden. Besonders gelungen fand ich auch Louis Tante Florence. Diese Romanfigur, über die der Leser ganz sicher häufig schmunzeln wird, spielt im Lauf der Geschichte häufiger die Rolle der "guten Fee". Der außerordentlich gut gelungene Roman bietet einen Blick auf das Thema der von Eltern arrangierten Zweckvermählung, die im Europa noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den gesellschaftlich höheren Kreisen nahezu üblich war. Für mich war der Roman "Ein Mädchen aus Glas" ein echtes Highlight in diesem Romanjahr.

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