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Rezensionen zu
Woher kommt der Hass?

Anne Otto

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Interessant mit gewagten Thesen

Von: Engel511

22.10.2019

Das Buch war sehr interessant und kurzweilig zu lesen, es ist allerdings keine "leichte" Lektüre aber durch den Schreibstil von Frau Otto wirkt das Buch nicht so "wissenschaftlich steril". Sehr gut und hilfreich fand ich vor allem die Stellen, bei denen die Autorin der Frage nach geht mit welchen Argumenten man nahestehende Menschen "überzeugen " kann, dass diese Einstellung falsch ist. Allerdings waren teilweise Aussage darin, an denen ich persönlich gezweifelt habe in wie weit sie der Wahrheit entsprechen aber das muss jeder für sich entscheiden. Für alle die an solch einem politische Thema interessiert sind, ist das genau das richtige Buch.

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Ein Sachbuch aktueller denn je

Von: Lilli_Marleen_Art

21.10.2019

Wie im Untertitel angekündigt, beschäftigt sich dieses Buch mit den psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus. Das hört sich vielleicht erst einmal kompliziert und trocken an, aber der Autorin ist es gelungen, das Thema in seiner ganzen Bandbreite gut und sehr verständlich darzustellen. Themen sind unter anderem: warum sich Menschen gerne Autoritäten unterordnen, wie einen die eigene Herkunft prägt, wie die Sprache von Populisten manipulieren kann. Nach jedem Kapitel wird das wichtigste aus dem vorangegangenen Thema noch einmal sehr anschaulich zusammen gefasste und die psychologischen Hintergründe erklärt. Am Ende des Buches werden noch Tipps gegeben, wie jeder für sich etwas gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft tun kann. Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben

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Äußerst aufschlussreich

Von: Tobias Ak

20.10.2019

Wer sich für die psychologischen und soziologischen Ursachen von rechtem Hass interessiert, diese zu verstehen und damit zu arbeiten versucht, ist mit diesem Buch perfekt aufgehoben. Inhaltsangabe/Buchrücken: „Rassismus, rechtsextreme Gesinnungen und die aggressive Herabsetzung »der anderen« sind wieder erschreckend salonfähig geworden. Wie ist das möglich? Woher kommt dieser Hass? Anne Otto fragt nach den psychologischen Mechanismen, die dazu beitragen, dass Menschen sich wieder offen rassistisch äußern, nach Autoritäten verlangen oder sogar überzeugt Blut- und Boden-Ideologien vertreten.“ Das Buch ist in drei Teile untergliedert: „Innen“, „Außen“ und „Machen“. Die darauf unterteilten Kapitel beginnen mit einer leicht überspitzt formulierten Überschrift, die teils eher nach Clickbaiting klingt („Viele Rechte hassen sie“, S. 247), einer Leitthese und einer kurzen Inhaltsangabe. In die Kapitel werden Umfragen und Forschungen einbezogen, deren Ergebnisse nicht selten schocken. Wenn es beispielsweise darum geht, wieviele Menschen einer durch Ausländer verursachten Entfremdung Deutschlands zustimmen, werden konkrete Ursachen für ein solch rechtes Gedankengut genannt und in leicht zugänglicher Sprache beschrieben. Dabei möchte die Autorin, dass auch der Leser reflektiert, wie er und Nahestehende zu solchen Aussagen stehen, und dies kritisch betrachtet. Neben der leicht zugänglichen Sprache, vermittelt die Autorin aber auch gekonnt mittels Metaphern ein greifbares Bild von Ursachen und psychologischen/soziologischen Vorgängen und schafft ein gutes Verständnis für die Vorgänge im Inneren rechts gesinnter Menschen. Die 40 Tipps, dem Hass entgegenzutreten, finde ich, je nach Rahmen, nur mehr oder weniger hilfreich. Bezogen auf die eigene Person oder Nahestehende könnten sie gewiss hilfreich sein, in Bezug auf tief verwurzelten Rechtsradikalismus eher nicht. Das Buch zeigt sehr genau, welch unterschiedliche Gründe zu einer rechten Einstellung führen und dass man deshalb nicht einfach von einer homogenen Gruppe ausgehen kann, die man im Gespräch gleich adressieren könnte. Die unterschiedlichen Ursachen und Einflüsse sind gut aufgeschlüsselt und interessant beschrieben und die Autorin gibt gute Ratschläge für zielführende Diskussionen (im näheren Bekanntenkreis). Besonders interessant finde ich den Zusammenhang zwischen Hass und wirtschaftlichem Erfolg/Druck, aber lesen Sie selbst.

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Woher kommt der Hass

Von: Lerche

20.10.2019

Ein lesenswertes Buch, das einen bedenkenswerten neuen Ansatz zur Entstehung rechtsextremer Einstellungen liefert. Darüber hinaus bietet es eine gelungene Analyse der Mechanismen, die zur Verstärkung rechtsextremer Haltungen führen. Hilfreich sind die Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel, die eine komprimierte Inhaltsangabe darstellen und Lösungsansätze aufzeigen. Besonders positiv sind die praxisorientierten Überlegungen im dritten Teil zu bewerten, die Anregungen zum eigenen Handeln betreffen.

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Buch zum Nachdenken

Von: Yvonne

19.10.2019

Die Autorin erklärt mit vielen Gedanken, wie Hass entstehen kann. Dieses Buch ist hochaktuell und regt zum Nachdenken an. Es gibt eine Menge Hinweise und Zitate, die einen guten Bezug zu dem Thema geben. Jeder Mensch hat eine Meinung und es ist wichtig, für diese einzustehen. Am Ende des Buches gibt es 40 Ideen, um es anders zu machen, eine Todo-Liste. Ich finde das Buch sehr lesenswert.

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Gelungenes Sachbuch mit Ratgeberappendix

Von: Michael Maaß

19.10.2019

Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin spannend und an vielen Beispielen wie eine rassistische Gesinnung oder Veranlagung entsteht oder vom Umfeld mit geprägt wird. Sprachlich passiert dies auf gehobenem Niveau ohne zu übertreiben. Wer Freude an seltenen Worten findet, kann das ein oder andere Bonmot entdecken. Ob gewollt oder nicht in einem Kapitel ist jedes 5. Wort "autoritär" - hier hätte das Lektorat meiner Meinung nach eingreifen müssen. In der zweiten Hälfte des Buches driftet das Buch vom Sachbuch zum Ratgeber ab. Dies kulminiert in einer 40 Punkte Liste mit Tipps zum Umgang mit Rassisten, deren Argumenten, aber auch zur Verbesserung des eigenen latenten Rassismus. Hier hat mich die Autorin verloren, da ich keinen Ratgeber erwartet hatte. Dadurch fällt es mir auch schwer eine Zielgruppe für dieses Buch zu benennen. Ich finde den Ratgeberteil wirklich schwierig, da er dem Leser oft den Spiegel vorhält. Dadurch kann man es eigentlich keinem Kunden empfehlen, wo man nicht selbst diese Tendenzen sieht und sich Hoffnung macht ihn zu bekehren. Das Potential dem Kunden mit diesem vermeintlichen Sachbuch auf den Schlips zu treten ist immens.

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„Woher kommt der Hass? - Die psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus“ von Anne Otto hat mich wegen der Aktualität dieses Themas sofort angesprochen. Das Cover ist zwar schlicht gehalten, für das Thema aber passend und der Titel kommt durch den einfarbigen Hintergrund sehr gut zur Geltung. Das Inhaltsverzeichnis und die Kapitel sind außerdem schön übersichtlich in „Innen“,“ Aussen“ und „Machen“ unterteilt und machen aufgrund der kleinen Inhaltszusammenfassungen sofort Lust zum Lesen. Es handelt sich hierbei allerdings um keine „leichte Lektüre“. Es werden Zahlen und Fakten thematisiert und ausgewertet, wobei der Leser vollkommen bei der Sache sein und sich ein wenig „reinfuchsen“ muss, um auch alles zu verstehen. Die Autorin hat es aber meiner Meinung nach geschafft, den „trockeneren Teil“ durch ihren Schreibstil und einer gesunden Mischung aus Fragen, Erklärungen, Zusammenfassungen und Beweisen aufzulockern, wodurch man besser folgen kann. Dies bringt mich zu einem weiteren Pluspunkt: Anne Otto behauptet nichts, ohne Beweise oder Beispiele vorzulegen, was ihren Argumenten natürlich an Kraft und Überzeugungsfähigkeit verleiht. Insgesamt ist dieses Buch für Leute, die sich für Politik, Gesellschaftswissenschaft, Psychologie und natürlich den Rechtsruck interessieren wie geschaffen!

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Psychologie einfach erklärt

Von: Flo

17.10.2019

Die Frage danach woher Ressentiments, Vorurteile und Hass kommen stellt sich immer wieder. Gelesen habe ich das Buch in den Tagen nach dem schrecklichen, rassistisch motivierten Terroranschlag von Halle. Vor diesem Hintergrund habe ich in der Berichterstattung in den "sozialen Medien" leider auch Verhaltensmuster, Diskussionen und auch jenen Hass gefunden, von dem Frau Otto in diesem Buch spricht. Bei dem Buch handelt es sich um eine gut verständliche psychologische Verhaltensanalyse, die vor allem auf den Erkenntnissen - des dieser Tage viel zitierten- Theodor Adorno zu autoritärem Charakter und Faschismus. Zusammengefasst werden können die drei Teile des Werks unter den Schlagworten: Innen, Außen und Machen und beschäftigen sich auch genau mit diesen Positionen. Der erste Teil - Innen- beleuchtet das Entstehen autoritärer Charaktere aus der Erziehung und wie Gedankengut aus der NS-Erziehung auch heute Einfluss hat und mimetisch weitergegeben wird. Einige der beschriebenen Mechanismen konnte ich auch in meiner Erziehung wiederfinden (Geburtsjahr: 1993)- viele, bzw. fast alle der beschriebenen Eigenschaften einer autoritären Prägung bei meinen Eltern/Großeltern. Im zweiten Teil: Außen werden Gruppendynamiken und der Wunsch nach Zugehörigkeit in einer Gruppe behandelt. Als Gruppen wird nach einem Schuldigen gesucht, Stimmungen werden verstärkt und befeuern sich gegenseitig und häufig kommt ein Gefühl der Überlegenheit der eigenen gegenüber anderen Gruppen auf. Dabei kommt auch der zuvor beschriebene autoritäre Charakter und dem damit häufig verbundenen Wunsch nach starker Führung. Wer sich in Angesicht des stärker werdenden Rechtspopulismus und teilweise auch Rechtsextremismus in Europa fragt, was man selber machen kann, findet im dritten Teil eine Liste von 40 Punkten. Der Fokus liegt dabei darauf mit Menschen, die in Hass abdriften zu erreichen und mit ihrem eigenen Hass zu konfrontieren. Diese Punkte beinhalten sehr einfache Ratschläge und Verhaltensregeln im Umgang und Gespräch. Wichtig dabei ist, nicht auf utopischen Gesellschaftsphantasien zu beharren, sondern einen Minimalkonsens zu finden. Besonders dankbar war ich - als im und mit dem Internet Sozialierter-, dass Frau Otto nicht, wie so häufig an anderer Stelle, die so genannten "Filterblasen" und "Social Bots" als alleinige Erklärung für Radikalisierung herangezogen hat. Viel wichtiger sind der mediale Umgang mit "Wut" und "Ressentiments", die oft einfach nur Hass und Rassismus sind -und auch als solche benannt werden sollen. Außerdem haben mir die kurzen Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels und praktische Ratschläge sehr gut gefallen. Viel gelernt habe ich für mich im Umgang mir rassistischen/hasserfüllten Äußerungen und wie man ihnen souverän begegnet. Diese Ratschläge entstammen dabei nicht aus alltagsfernen Überlegungen, sondern aus Initiativen von Bürgern und Bürgerinnen, die sich darum bemühen mit Menschen über Hass und Vorurteile zu reden.

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