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Rezensionen zu
Botschaften an mich selbst

Emilie Pine

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https://www.youtube.com/watch?v=PGKEmtk6sDQ&t=304s

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Die Irin Emilie Pine debütiert in „Botschaften an mich selbst“, wunderbar übersetzt von Cornelia Röser, mit einer sehr persönlichen und aufrüttelnden Sammlung von sechs Essays, in denen sie sowohl ihre eigenen (Lebens-)Erfahrungen teilt als auch beleuchtet, was es heißt, im 21. Jahrhundert eine Frau zu sein.  Vielen lieben Dank @bloggerportal und @btb_verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar! In diesen sechs Essays greift Pine eine Vielzahl von Themen auf, vor allem die Aspekte des Lebens, über die sich am schwersten sprechen lässt, die vielfach leider noch immer schambehaftet sind, über die man schweigt: Geburt und Tod, Gewalt in jeglicher Form, Schmerz und Trauer, Infertilität, Tabus des weiblichen Körpers, Selbstverurteilung, körperliche Selbstbewertung. Mit unglaublicher Kraft und viel Mut lässt Emilie Pine den Leser authentisch und mit zuweilen radikaler Offenheit an ihren Erfahrungen, Gefühlen und Gedanken teilhaben. Diese sehr persönlichen Essays berühren und wühlen auf, man durchlebt mit ihr ihre rebellische Jugend voller Abgründe, ihre ambivalente Beziehung zu ihrem alkoholkranken Vater, Selbstzweifel und ihren Umgang mit ihrer Kinderlosigkeit. Man hofft, bangt, trauert und freut sich mit ihr. Ich war beeindruckt von ihrer Stärke und Offenheit. Aus jeder Zeile dieser Essays hört man ihre Stimme heraus, wie sehr das Schreiben Erinnerungen aufgewühlt haben muss und wie viel Kraft selbst Schicksalsschläge verleihen können, denn trotzt der häufig dunklen und belastenden Themen schwingt doch immer ein hoffnungsvoller Unterton mit. Aber diese Essays sind nicht nur der innerer Monolog der Autorin oder gar ein autobiographischer Seelen-Striptease, sondern sprechen transzendierend relevante Themen der weiblichen Realität des 21. Jahrhunderts an. Themen, die leider im Alltag noch immer Tabuthemen sind, sei es der weibliche Körper, Unfruchtbarkeit oder Selbstverurteilung, das Verhältnis zur Familie. Aber auch die „großen“ Themen finden Eingang: Feminismus, Diskriminierung, die Ungleichbehandlung von Mann und Frau. An vielen Stellen habe ich eigenen Erfahrungen oder die von Freundinnen wiedererkannt, wurden Erinnerungen und Assoziationen wach. Die Themen die Pine anspricht, sind nicht radikal innovativ, aber unglaublich relevant und relitätsnah für meine Generation. Mit diesen Essays, mit denen man sich Zeit zum Reflektieren nehmen sollte, hat Emilie Pine es geschafft, nicht nur intim und authentisch, voller Humor und schonungsloser Ehrlichkeit, Gedanken und Gefühle zu schreiben, sondern auch zu umreißen, was es heisst heute eine Frau zu sein. Die Essays lesen sich zuweilen wie ein Gespräch mit der besten Freundin, dann wühlen sie einen wieder emotional auf, spenden Trost und verschaffen das Gefühl, mit den eigenen Erfahrungen nicht alleine zu sein! Die Essays sind keine leichte Kost, aber wichtig, berührend und beeindruckend. Ein Buch das einen auch noch lange nach der Lektüre beschäftigt! Essays voller Intensität und Authentizität und eine große Leseempfehlung!

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Klappentext “Ich fürchte, dass ich leer bin oder voll mit dem Falschen. Ich fürchte zu verschwinden, zu erodieren, zu versagen. Ich weiß nicht, was ich mit diesen Gefühlen machen soll. Ich will nur Mutter werden. Warum ist das für manche so leicht und für andere so schwer? Warum ist es für mich so schwer?” Cover Das Cover ist auffallend bunt, sehr ansprechend und schön gestaltet. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm und leicht, ich bin durch das Buch geflogen und es ist mir ,trotz der ernsten Themen, einfach gefallen es zu lesen. Inhalt/Rezension Das Buch beinhaltet sechs Essays über das Leben der Autorin. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, schreibt sie über sehr ernste Themen, die mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht haben. Es geht um die Alkohlkrankheit des Vaters und wie man als Tochter damit umgeht und lebt. Nicht-schwanger-werden-können und auch Sex und weibliche Entwicklung spielen eine Rolle. Für mich ist “Botschaften an mich selbst” eines meiner Jahreshighlights und ich bin positiv überrascht gewesen. Essays waren eigentlich nie wirklich mein Fall, aber diese ehrlichen und direkten Einblicke in das Leben der Autorin haben mich wirklich tief berührt. Fazit Das Buch hat mich begeistert und berührt. Große Leseempfehlung von mir. Zum Buch Autorin: Emilie Pine Verlag: btb Preis: 20 Euro Buchläge: 220 Seiten

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Ehrliche Essays über wichtige Themen

Von: Mutsammlerin

05.10.2021

Die Autorin Emilie Pine erzählt in sechs Essays aus ihrem Leben und was es heißt, im 21. Jahrhundert eine Frau zu sein. Sie spricht über viele Themen, die im Alltag leider oft noch ein Tabuthema sind und über die viel häufiger gesprochen werden muss: Trauer, Unfruchtbarkeit, sexuelle Gewalt, ihren alkoholkranken Vater und den weiblichen Körper. Die Essays haben mich sehr berührt und ich finde es immer wichtig und gut, wenn offen über Themen geschrieben wird, über die ansonsten noch nicht genug gesprochen wird. Emilie Pine berichtet ehrlich und offen über ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle. Durch die verschiedenen Themen konnte ich einiges auch aus eigener Erfahrung nachfühlen, was mich dann auch sehr aufgewühlt hat. Trotzdem tat es gleichzeitig auch gut, das von einer anderen Person aufgeschrieben zu lesen, weil man merkt, dass man mit den eigenen Gedanken nicht allein ist.

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Die Autorin berichtet autobiografisch über Erlebnisse aus ihre Kindheit, Jugend und über ihre Weiblichkeit in der heutigen Zeit. Sie offenbart ihre Geheimnisse in einem Essays Striptease. Davor habe ich tiefen Respekt. Emilie Pine vermittelt mit Botschaften an mich selbst, dass auch wenn man Angst hat, man es trotzdem wagen und mutig sein sollte. Mir hat das Buch gut gefallen. Ich habe mit der Autorin gelitten, geweint und gelacht.

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„Ich habe einen Körper der blutet. Einmal im Monat quillt warm und nass Blut aus ihm heraus. Dieses Blut läuft seitlich an der Binde vorbei, es macht Flecken im Schritt meiner Jeans, es tropft auf den Badezimmerfußboden, wenn ich vergesse, einen neuen Tampon einzuführen. Es ist unpraktisch und dreckig und notwendig und lebendig und durchweichend und ehrfurchtsgebietend. Und es ist rot. Und es ist laut. Und es ist meins.“ Furios rational und dabei berechnend gefühlvoll: Das Debüt der irischen Schriftstellerin Emilie Pine bricht mit den Tabus geschlechterspezifischer Schweige-Gebote und schickt Lesende auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zwischen Lachen und Weinen liegt innerhalb ihrer sechs Essays oft nur ein Wimpernschlag – nicht zuletzt aufgrund der Übersetzung von Cornelia Röser. In „Botschaften an mich selbst“ spricht Emilie Pine wie niemand sonst darüber, was es heißt, im 21. Jahrhundert eine Frau zu sein. Es ist das Buch einer ganzen Generation. Ein Buch über Geburt und Tod, sexuelle Gewalt und Gewalt gegen sich selbst, weiblichen Schmerz, Trauer und Infertilität. Es ist ein Buch über einen alkoholkranken Vater und über Tabus des weiblichen Körpers. Aber es ist trotz allem auch ein Buch über Freude, Befriedigung und Glück – schonungslos, mutig, und absolut aufrichtig. Seit ich die persönlichen Essays im Frühjahr las, haben sie mich nicht mehr loslassen können und ich denke noch heute daran zurück – denn ja, Emilie Pine ist eine so einzigartige Erzählerin! Die Authentizität ihrer Worte hat mich berührt, auf jeder Seite habe ich ihre Gefühle durchlebt, mit ihr gehofft und gebangt, getrauert und mich gefreut. Ihre Offenheit ist dabei ihre größte Stärke, das Schreiben die Therapie. Und trotz der Schwermut, die ihre intimsten Gedanken teilweise mit sich bringen, schafft es Pine stets auch, sich einen humorvollen Unterton zu bewahren. „Botschaften an mich selbst“ ist ein sehr besonderes Buch, intim und authentisch, eine Auseinandersetzung mit Gefühlen und Erwartungen, eine Debatte irgendwo zwischen innerem Monolog und Gespräch mit der besten Freundin. Große Leseempfehlung! Herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar!

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In diesem Buch schreibt Emilie Pine über ihr Leben. In sieben mal kürzeren, mal längeren Essays schreibt sie über diverse Themen in ihrem Leben. Themen, die sie begleitet haben und die sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie jetzt ist. Sie schildert aber nicht nur die Situation, sondern beschreibt auch ausführlich, wie sie in der Vergangenheit darüber gedacht hat, warum sie welche Entscheidungen getroffen hat und wie sie heute darüber denkt. Man erkennt eine ganz klare Entwicklung und das sie ihr eigenes Denken und Handeln reflektiert. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige Aspekte dabei schon vor dem Schreiben des Buches in ihrem Kopf herumschwirrten, aber auch, dass manche Dinge ihr erst beim Schreiben gekommen sind. Manchmal ist das Schreiben ja doch ein heilsamer Prozess, der einen erst zum Reflektieren animiert. Es ist ein mutiges Buch, da Emilie Pine wirklich sehr persönliche Dinge anspricht, bei denen viele Menschen sicherlich sagen würden "Das ist privat, das geht niemanden etwas an." und natürlich hätten sie auch mit dieser Denkweise Recht. Aber ich denke, eben weil Emilie Pine so persönliche Dinge anspricht, so intime und private Geschichten erzhählt, wird ihr Buchz authentisch und man kann mitfühlen. Natürlich haben ihre Leser:innen nicht genau dieselben Dinge erlebt, aber zumindest ich konnte mich in manchen Gedanken wiederfinden, habe ähnliche Dinge gedacht oder getan, nur in etwas anderen Situationen oder einfach so, ohne eine passende Situation. Ich habe mir jeden Tag einen Essay vorgenommen, damit dieser auch sacken kann und ich über ihn nachdenken kann. Das würde ich jeder/jedem Leser:in empfehlen. Lest das Buch nicht in einem Rutsch durch. Dafür ist es zu schade. Es gibt so viele Dinge, die angeregt werden, über die man auch selbst nachdenken sollte! Da die Überschriften der einzelnen Essays recht treffend sind, kann man mehr oder weniger erkennen, worum ein Essay handelt. So kann man auch problemlos einen weglassen, wenn dieser einen in diesem Moment zu sehr triggern würde oder man sich im Moment einfach nicht auch noch in Buchform mit diesem Thema auseinandersetzen möchte. So schreibt Emilie Pine über ein alkoholabhängiges Elternteil, über die Pflege und das Kümmern um dieses im Alter und die kaum existierende Dankbarkeit dafür, das Selbstverständliche und eben die Sicht der Angehörigen, die sich so stark von der der Betroffenen unterscheidet. Sie schreibt über unerfüllte Kinderwünsche, Kinderwunschkliniken und den Stress für die Beziehung, den Druck der Gesellschaft, den Druck, den frau sie häufig selbst macht, gesundheitliche Gründe und der allgemeine Stress, der mit diesem immensen Wunsch verbunden ist. Sie schreibt über Familienverhältnisse in Irland in den letzten Jahrzenten und wie Scheidungen unerlaubt waren, wie ihre Eltern sich auch nach der Legalisierung dieser einfach nicht scheiden ließen und fast ihr ganzes Leben kaum Kontakt hatten. Sie schreibt über ihre rebellische Jugend, über Drogen, Sex, Ausreißen, Schulabbrüche, Schulwechsel, Freundschaften und welche, die keine waren, über zweite und dritte Chancen, übers "die Kurve kriegen" und wie sie heute darüber denkt. Und sie schreibt über Feminismus, über Diskriminierung, über die Ungleicheit von Mann und Frau im Beruf, die Ansprüche, den Sexismus, die allgemeine Akzeptanz dieser in der Gesellschaft. Es ist einfach ein wow-Buch.

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Sehr berührende Essays über das Leben

Von: lesebesen.books

29.06.2021

„Ich schreibe, um das Schweigen zu durchbrechen, das ich so lange gewahrt habe. Ich schreibe es auf, damit ich mich wenigstens in meinem eigenen Leben gegenwärtig fühlen kann. Ich schreibe es, weil es das Machtvollste ist, zu dem ich mich imstande sehe.“ - Aus „Botschaften an mich selbst“ (Notes to Self) von Emilie Pine - Dieses sehr persönliche Buch vereint sechs bewegende Essays über den alkoholkranken Vater der Autorin, Unfruchtbarkeit, über das Bluten und den weiblichen Körper, Trennungen, sexuelle Gewalt und Gewalt gegen sich selbst. Mich hat jedes der persönlichen Essays zutiefst berührt, teils zu Tränen gerührt. Emilie Pine erzählt sehr offen über diese intimen Themen, ohne dabei ihren humorvollen Unterton zu verlieren. Die „Botschaften an mich selbst“ können fast wörtlich aufgefasst werden, denn wie auch das Zitat am Anfang zeigt, ist das Schreiben eine Art von Therapie für die Autorin. Das kann für manche banal zu lesen sein, für mich war es etwas ganz besonderes. Ich hatte immer mehr das Gefühl, eine vertraute Person säße vor mir und erzählt mir von den prägenden Erlebnissen aus Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter. Wer diese Art von non-fiction mag, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

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