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Rezensionen zu
Mensch, Erde!

Dr. med. Eckart von Hirschhausen

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€ 18,00 [D]* inkl. MwSt. | € 18,50 [A]* | CHF 24,90* (* empf. VK-Preis)

Dr. Eckhard von Hirschhausen ist nicht nur ein promovierter Mediziner, sondern auch ein deutschlandweit bekannter Comedian. Seine Bücher zu Gesundheitsthemen sind allesamt Bestseller. Auch sein neuestes Werk, „Mensch, Erde!“, liegt Monate nach Erscheinen immer noch in gut sichtbaren Stapeln in den Buchhandlungen aus. Darin beschäftigt sich der Arzt nicht nur mit der Gesundheit der Menschen, sondern auch mit der Gesundheit der Erde – und erklärt, wie Klimaschutz, Artenschutz und Gesundheitsschutz zusammengehört. Denn dass es einen Zusammenhang gibt, darauf hat die Forschung nicht erst seit Corona wiederholt hingewiesen. Vereinfacht gesagt: Dinge, die uns Menschen schaden, schaden auch der Erde – und umgekehrt. Zuerst einmal erläutert Hirschhausen jedoch, wie er dazu kam, sich eingehender mit den Themen Umweltzerstörung und Klimawandel zu befassen. Er berichtet eindringlich von persönlichen Erlebnissen, die ihn schließlich dazu brachten, dieses Buch zu schreiben. Das liest sich interessant bis amüsant, und dabei gelingt Hirschhausen auch noch das Kunststück, nicht ins Lächerliche abzugleiten. Oder, wie er selbst sagt: „Da konnte auch einem Berufskomiker schon mal das Lachen vergehen.“ Er berichtet von Menschen, die er getroffen und die ihn beeindruckt haben, und von Orten, die er gesehen und besucht hat, um dann vom Kleinen auf den Gesamtzusammenhang zu schließen. Das klingt nicht nur subjektiv, das ist es auch. Er selbst nennt diese Zusammenstellung seinen persönlichen "Reisebericht, kein Endergebnis.“ Mensch, Erde! soll ein subjektives Sachbuch sein, wie er selbst sagt. Es soll zum Nachdenken, Weiterdenken anregen – und das tut es auch. Nebenbei ist es spannend, zu erfahren, wie ein berühmter Mensch die Welt sieht, welche Personen er trifft und warum. Ein solches Buch ist weder ein Kompendium zum Klimawandel noch ein Nachschlagewerk zur Gesundheit. Es geht dem Autor eher darum, zu erläutern, was ihn dazu gebracht hat, einfach mal innezuhalten, nachzufragen – und in Zukunft einige Dinge ein wenig anders zu machen. So viel müssen wir gar nicht ändern, um uns und unseren Planeten noch möglichst lange möglichst gesund zu halten. Denn mit der Gesundheit des Planeten ist es wie mit der Gesundheit der Menschen: Zwar wissen wir eigentlich, was wir besser machen müssen, aber wir tun es nicht – aus Bequemlichkeit, aus Angst vor Veränderung und aus Gewohnheit. Das Hörbuch bietet eine gekürzte Lesefassung, die Hirschhausen selbst eingesprochen hat. Nicht nur wegen der Kürze, auch aufgrund seiner nuscheligen Aussprache sei Interessierten eher das Buch empfohlen. Ein Profisprecher hätte hier einen besseren Eindruck hinterlassen.

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Das (Hör)Buch räumt nachhhaltig mit zwei Mythen auf. Erstens: Klimawandel geht uns nichts an. Zweitens: Wissenschaft und Unterhaltung sind Gegensätze. Pandemiebedingt konnten die Texte zwar nicht live eingesprochen werden, wie bei Hirschhausens letzten Werken geschehen, doch das tut der Sache keinen Abbruch. Denn ein bisschen sind Live-Lacher eben wie die berühmte Lach-Konserve im Fernsehen: Wer die Stelle doch nicht lustig findet, ist außen vor. Dabei wirbt die Platte auf der Rückseite mit dem halb ernst gemeinten Slogan "garantiert 10 % weniger lustig als früher" und die Thematik birgt tatsächlich auf den ersten Blick nur wenig zum Lachen, zumal nicht nur die Klimakrise Thema ist, sondern auch Corona. Unterhaltsam wird es trotzdem, gerade weil Hirschhausen nun einmal vom Kabarett kommt und humorvollen Vergleichen und Wortwitzen selbst in einem "subjektiven Sachbuch" wie diesem nicht widerstehen kann ... und das muss er auch gar nicht. Statt trockener Fakten gibt es hier vor allem auch Selbstkritik, pointierte Analysen und unaufdringliche Tipps zum Selbermachen. Gut so, denn: Nicht nur ausgewiesene Klimaleugner fühlen sich manchmal ungewollt missioniert von anderen, die sich als fehlerfreie Vorbilder aufführen, wenn es um Konsum und Nachhaltigkeit geht. Hirschhausen geht den anderen Weg: Er bleibt nicht bei drastischen Hiobsbotschaften, vielmehr macht er Lust auf eigenes Engagement im Alltag, das längst nicht nur auf Demos und in Gesprächen mit erhobenem Zeigefinger sein muss. Eine realistische Einordnung, basierend auf glaubwürdigem Quellenmaterial, und ein Start für eigene, weiterführende Maßnahmen und Recherchen gelingt mit dieser Textauswahl aus dem gleichnamigen Print-Titel. Das soll erstmal einer nachmachen.

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