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Rezensionen zu
Ich will dir nah sein

Sarah Nisi

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3,5 Sterne - Es fehlen einige Feinheiten

Von: Newspaper

18.03.2022

Inhalt: 
„Er will ihr nah sein, noch näher, immer noch näher. Bis es irgendwann nicht näher geht. London, Fundbüro des öffentlichen Nahverkehrs. Lester Sharp kümmert sich um herrenlose Fundsachen: Handys, Schlüssel, Portemonnaies – besonders gern um Kleidungsstücke und medizinische Gerätschaften. Er ist auch privat ein Sammler und Sonderling, der sich schwertut mit Frauen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Als er der jungen Erin begegnet, weiß er zunächst nicht, wie er sich verhalten soll – findet aber schon bald eine Möglichkeit, ihr nah zu sein. Näher, als es ihr lieb sein kann …"


 Schreibstil/Art: 
Einen umfassenden Einblick erhält der Leser durch zwei ausschlaggebende Blickwinkel. Zu einem aus Sicht von Erin, zum anderen aus der, des unangenehmen Stalkers Lester. Rückblicke in Lesters Vergangenheit machen deutlich, dass er eine krankhafte Vorstellungskraft hat. Die beklemmende Nähe, die unbehagliche Aufdringlichkeit und das Eindringen in die Privatsphäre anderer, hat mir sehr gut gefallen. 
 Die Erzählart ist extrem ruhig, es sind auch recht wenige Schauplätze einbezogen und die Herangehensweise eher langsam. Gefährliche und interessante Momente waren mir persönlich zu schnell abgefrühstückt.


 Fazit: 
Was mir gefehlt hat, sind einige raffinierte Spannungsmomente sowie ausgeklügelte Schachzüge und Psychospielchen. Bis zum letzten Drittel passierte einfach zu wenig. Retten konnte die Geschichte das unerwartete Ende.

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Inhalt: London, Fundbüro des öffentlichen Nahverkehrs. Lester Sharp kümmert sich um herrenlose Fundsachen: Handys, Schlüssel, Portemonnaies – besonders gern um Kleidungsstücke und medizinische Gerätschaften. Er ist auch privat ein Sammler und Sonderling, der sich schwertut mit Frauen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Als er der jungen Erin begegnet, weiß er zunächst nicht, wie er sich verhalten soll – findet aber schon bald eine Möglichkeit, ihr nah zu sein. Näher, als es ihr lieb sein kann... Meine Meinung: Lester Sharp ist unheimlich. Dieser Gedanke manifestierte sich bereits nach ganz wenigen Seiten in meinem Kopf. Ich liebe Thriller, die aus der Sicht des „Bösen“ erzählt werden, weil man dessen Gedanken und Gefühle ungefiltert erfährt und man außerdem einen guten Einblick in den Kopf erhält. Die daraus resultierende gruselige Grundstimmung hielt sich bis zum Ende. Auch Erins Sicht wird geschildert. Sie blieb für mich allerdings bis zuletzt unnahbar, unsympathisch und ihr Schicksal interessierte mich irgendwie auch kaum. Vielleicht habe ich in meinem Leben einfach schon zu viele Thriller gelesen, jedenfalls konnte ich die Auflösung irgendwann erahnen und das enttäuschte mich dann doch ein wenig. Dennoch ist ‚Ich will dir nah sein‘ ein solider Thriller, der mich mit seiner gruseligen Stimmung durchweg unterhalten konnte. Ich freue mich darauf, mehr von dieser Autorin zu lesen 😊 Fazit: Ein toller Thriller mit einer durchweg gruseligen Grundstimmung. Lesetipp! Meine Bewertung: 4/5 Sterne 🌟

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Storys über Stalking treffen definitiv immer meinen Nerv. Umso mehr hab ich mich auf dieses Buch gefreut, da es wirklich alles erfüllt hat, was ich mir erhofft habe. Doch kann dieser Psychothriller auch auf lange Sicht diesen Erwartungen standhalten? Der Schreibstil der Autorin, war am Anfang etwas anstrengend für mich. Schwer, drückend und trotzdem ist es für diese Art von Story genau richtig. Der Einstieg fiel mir zunächst auch gar nicht mal so leicht. Man wurde gleich mit drei Perspektiven konfrontiert und zugleich mit so vielen Informationen gefüttert. Das war mir anfangs etwas zuviel. Zudem war der Spannungsbogen extrem niedrig. Erst als ich mir selbst ein Bild von den Charakteren machen konnte, konnte es mich mitreißen und warum auch immer, ich kam nicht mehr weg von der Story. Im Fokus hierbei stehen Lester, Erin und Rhys. Drei Charaktere, die erstmal überhaupt nicht zusammenpassen. Sarah Nisi gibt Ihnen jedoch sehr viel Raum zur Entfaltung. Sie seziert sie regelrecht und trotzdem lässt sie noch viel Raum für weitere Geheimnisse und Überraschungen. Emotional gesehen, konnten mich die Charaktere leider fast gar nicht erreichen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem die komplette Gefühlspalette durchlebt habe. Bei dieser Art von Geschichten ist es nicht in erster Linie wichtig, dass die Charaktere emotional so extrem heraustreten. Viel wichtiger ist, was sich in Ihnen bewegt. Wie sehr sie getrieben sind. Worauf ihr eigentlicher Fokus liegt. Und glaubt mir, hier gibt es eine Menge Aggressionen, Wut und zugleich Trauer, Angst und Verzweiflung. Zudem sind sie alles andere als perfekt. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, was im Laufe des Geschehen immer mehr ersichtlich wird. Am meisten Sympathiepunkte konnte definitiv Rhys bei mir machen, weil er einfach echt war und Gefühle gezeigt und zugelassen hat. Erin und Lester dagegen blieben mir bis zum Schluss leider seltsam fremd. Ich konnte einfach keine Bindung zu Ihnen aufbauen, was extrem schade ist. Weil diese große Ganze dahinter schon sehr tragend und gewaltig ist. Es mag vielleicht auch daran liegen, das beide schon etwas abgestumpft sind und das einfach ihrer Persönlichkeit entspricht. Interessant und faszinierend war hier tatsächlich der “Täter”. Seltsam ruhig und koordiniert und trotzdem erschien er mir so weich und belanglos. Fast nimmt man ihm diese Obsession nicht ab. Stuft ihn nicht als gefährlich ein. Aber genau das ist das trügerische an der ganzen Sache. Du siehst die Gefahr nicht kommen. Bis sie dich physisch und psychisch komplett zerstört. Und das zelebriert sich hier etappenweise und gleich auf mehreren Ebenen. Die Autorin braucht dafür keine rasante oder adrenalingeladene Handlung. Sie punktet mit einer unterschwelligen Spannung ,die sich durch eine gespenstische und doch sehr intensive Ruhe auszeichnet. Denn die Stille zermürbt dich immer mehr. Dabei pflegt sie gekonnt auch die Hintergründe ein, die oftmals aber sehr belanglos erscheinen. Hierbei hättet ich mir auch eine klare Benennung der Zeitebenen gewünscht. Der Riesenknall kommt aber erst im letzten Drittel zum Vorschein. Dieser Twist ist so gezielt und genial platziert, dass einem die Spucke wegbleibt. Die Idee dahinter ist wirklich extrem gut und gerade die Art, wie es ausgearbeitet wurde, hat mir extrem gut gefallen. Zudem zeigt die Autorin ,was Ereignisse aus Menschen machen können. Wie sie immer mehr ins Bodenlose fallen und sich letztendlich daraus nicht mehr lösen können. Auch wenn dieser Thriller jetzt nicht extrem eingeschlagen hat, so gelang es der Autorin doch, mich extrem zu überraschen und definitiv sprachlos zu machen. Rückblickend hat mir jedoch noch etwas mehr Intensität, Leben und Fülle gefehlt. Dafür zeigt sie sehr gut, wie beklemmend und zutiefst beängstigend es ist, mit so einer Obsession konfrontiert zu werden. Ganz gleich ob Opfer oder Täter. Denn hier schwinden die Grenzen dessen zusehends und man erreicht einen völlig neuen Höhepunkt,den man so definitiv nicht erwarten würde. Fazit: Sarah Nisi hat mit ihrem Debüt einen sehr beklemmenden und zutiefst beängstigenden, als auch verstörenden Thriller zu Papier gebracht, in dem die Grenzen der Obsession zusehends schwinden. Noch mehr Emotionen, Intensität und einfach Leben ,hätte diesen Psychothriller noch zu etwas viel Höherem katapultiert. Nichtsdestotrotz konnte mich diese Story absolut fesseln und letztendlich auch überzeugen. Denn die Autorin überrascht auf ganzer Ebene und letztendlich muss man selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist.

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Ab und zu findet man sie... diese spannenden Bücher, die sich quasi von selbst lesen. Mit "Ich will dir nah sein" ist mir nun wieder genau solch eines untergekommen. Der Handlungsort London war für mich schon die halbe Miete, der Plot um einen Angestellten des Fundbüros des TfL und seine Neigung zum Stalking hörte sich zusätzlich verlockend düster und abgründig an. Tatsächlich gestaltet sich die Spannung des Thrillers wesentlich subtiler als von mir erwartet. So kann ich "Ich will dir nah sein" sogar für etwas zarter besaitete Gemüter empfehlen. Wechselnde Perspektiven und zwei über Teile des Buchs parallel verlaufende Zeitschienen sorgen für ein flüssiges Leseerlebnis. Und am Ende kommt doch noch eine Wendung, die für mich nicht vorhersehbar war. Sarah Nisi stammt aus Hildesheim und lebt seit knapp zehn Jahren in London. Mit "Ich will dir nah sein" legt sie einen starken Debütroman vor. Eine Reihe wird sich daraus vermutlich nicht ergeben, aber ich bin schon auf Nachschub von ihr gespannt.

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Dies ist der Debütpsychothriller von Sarah Nisi. Er ist ihr unglaublich gut gelungen. Sie versteht es von Anfang an eine unterschwellige Spannung zu erzeugen und diese auch bis zum Ende zu halten. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven halten das Tempo hoch und dabei wurde auf blutige und gewalttätige Vorgänge verzichtet. Der Einstieg in die Handlung gelingt relativ mühelos, denn die Autorin versteht es von Anfang an, Interesse zu wecken. Lester wirkt von Seite zu Seite unsympathischer und aufdringlicher. Schon bald hat man das Gefühl, dass eine große Gefahr von ihm ausgehen könnte. Die Atmosphäre ist deshalb düster und bedrohlich. Erin wirkt sehr sympathisch und zielstrebig. Sie scheint nichts von der Gefahr zu ahnen, die von Lester ausgeht und seine Übergriffe in ihrer privaten Lebensraum nicht zu bemerken. Da man sich sofort mit ihr identifizieren kann, möchte man sie am liebsten warnen. Da das natürlich nicht möglich ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als gebannt zu beobachten, was vor sich geht. Die früh aufgebaute Spannung bleibt deshalb durchgehend erhalten. Am Ende verknüpfen sich nicht nur alle Handlungsfäden schlüssig miteinander, sondern es kommt zu Wendungen, die kaum vorhersehbar sind. Bei einigen Schilderungen von Lesters Handlungen lief es mir schon kalt den Rücken runter, aber dennoch fehlte mir der letzte Kick. Für einen richtig guten Psychothriller fehlten mir hier einfach die Psychospielchen und das Gänsehautfeeling mit Herzklopfen. Es ging nicht so tief unter die Haut wie andere Psychothriller, für mich war es ein sehr guter Thriller! Mit "Ich will dir nah sein" hat Sarah Nisi ein gelungenes Debüt hingelegt. Spannung bis zum Schluss. Allerdings hat mir noch das Gänsehautfeeling gefehlt. Aber das ist sicher noch ausbaufähig. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Sarah Nisi lesen und vergebe für das Buch 4 von 5 Sterne.

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Der Nachbar von Nebenan

Von: MelanieS

26.06.2021

ICH WILL DIR NAH SEIN von Sarah Nisi ist im Mai 2021 im btb Verlag erschienen. "STELL DIR VOR, ER WOHNT NEBEN DIR UND WEISS GENAU, WAS DU GERADE TUST" Alleine diese Vorstellung lässt es einen schon eiskalt den Rücken herunter laufen. Die junge Erin findet endlich eine passende Wohnung in London. Ihr Nachbar ist der merkwürdige Lester Sharp. Die Wände sind hellhöriger als einem lieb ist, sodass Lester wirklich alles aus Erins Wohnung mitbekommt. Es geschehen auch vereinzelt merkwürdige Dinge in Erins Wohnung. War die Weinflasche nicht voller ? Hatte sie nicht mehr Unterhemden aufgehängt? Sie scheint an ihrem Verstand zu zweifeln. Ich muss wirklich sagen, dass es für mich kein hochexplosiver Psychothriller ist. Die Erzählung beginnt zunächst recht harmlos, baut dann aber seine Spannung ab der Hälfte etwas mehr auf. Die Hauptprotagonisten Erin, Lester und auch Rhys werden sehr gut beschrieben. Wir lernen auch einiges aus der Vergangenheit der Personen kennen. Vor allem Lester wird sehr gut als "Stalker" beschrieben. Ihn fand ich wirklich ekelerregend! Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Schreibweise aus Sicht der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Das nicht absehbare und vollkommen überraschende Ende ist der Autorin aber sehr gut gelungen ! Mir hat leider das Fünkchen Spannung zu einer 5 STERNE Bewertung gefehlt, sodass es "nur" 4 Sterne für das Buch gibt. Lesenswert ist die Story aber auf jeden Fall.

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Gänsehaut beim Lesen

Bücherbüffet-Pop-Up-Laden

Von: Bücher Fee aus Karlsruhe

18.06.2021

Ein unheimlich fesselndes Buch mit Gänsehauteffekt. Die Geschichte wird von zwei Erzählern und aus zwei Zeitperspektiven erzählt, was manchmal verwirrend ist, das Lesen aber auch sehr interessant macht. Im Kopf eines Stalkers zu stecken und seine Gedanken zu erleben, ist eine wirklich spannende Erfahrung.

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Wo ist nur der Ersatzschlüssel abgeblieben?

Von: Sympathie-Dixer

14.06.2021

Als Erin eine bezahlbare neue Wohnung in London findet, ist sie überglücklich. Lester, der Nachbar, kommt ihr zwar seltsam vor und löst Ekelgefühle bei ihr aus. Aber erst als sie immer wieder kleine Veränderungen in ihrer Wohnung zu erkennen glaubt und gleichzeitig ihre Wahrnehmung infrage stellt, zweifelt sie an ihrem Schnäppchen. Der Makler Rhys wiederum wundert sich über die kurze Mietdauer in den Wohnungen der Nachbarschaft. Während er Nachforschungen anstellt, kommen er und Erin sich näher. Lester muss also etwas tun… Von Anfang an wird in diesem Thriller deutlich, wer hier wirklich an einer Wahrnehmungsstörung leidet. Und von Anfang an wird deutlich, welche Gefahr noch im Verborgenen droht. Wie sich das im Titel ausgedrückte Verlangen steigert und dadurch auch die Gefahr nach und nach zunimmt, ist spannend und nachvollziehbar geschildert. Die Perspektive wechselt zwischen den drei Hauptpersonen. Besonders gelungen finde ich, dass Lesters Sicht der Dinge ein Stück weit nachvollziehbar und verständlich wird, ohne etwas an seinem Verhalten zu relativieren oder entschuldigen. Letztlich spielt eben auch das Buch – und zwar sehr gelungen – mit unterschiedlichen Wahrnehmungen. Wer subtil anwachsende, aus der Psyche entspringende Spannung schätzt, wird auch diesen Thriller mögen. Wer in einer hellhörigen Mietwohnung lebt und sich schon immer ängstlich gefragt hat, wieviel der seltsame Nachbar mitbekommt, sollte besser die Finger davon lassen.

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