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Rezensionen zu
Ich will dir nah sein

Sarah Nisi

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Psychothriller für Anfänger

Von: nini_rc

17.06.2021

"Ich will dir nah sein" von Sarah Nisi lässt sich gut runterlesen und ist an vielen Stellen auch sehr spannend, jedoch fehlte es mir an Tiefgang und die Handlung ist zu absehbar. Oft waren bei mir die Ekel-Gefühle aufgrund von Lesters Verhalten größer als die Spannungskurve. Die Charaktere sind teilweise sehr flach und in mir kam so nicht das Gefühl auf, mit irgendwem "mitfiebern" zu wollen. Nicht mal die Sprünge zwischen den einzelnen Erzählperspektiven, die einen Einblick in die Gedankenwelten der Figuren geben, haben mir da weiterhelfen können. Zudem finde ich die Sprünge in der Zeit bei der Erzählung rund um Shannon manchmal zu wirr. Für jemanden, der einen milden Einstieg in die Welt der Psychothriller sucht, würde ich es am ehesten empfehlen.

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Ist ok

Von: SKJ

27.05.2021

Das Cover ist leider nicht ansprechend und wirkt altbacken. Die Story an sich plätschert vor sich hin und die Stimmung ist das ganze Buch durch irgendwie niedergeschlagen. Anders kann ich es nicht beschreiben. Trotz allem baut sich eine gewisse Spannung auf und das Ende war sehr überraschend....

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Ein Krimi mit Potenzial

Von: Klaudia K. aus Emden

24.05.2021

Mit dem spannenden Thriller "Ich will dir nah sein" lernen wir das erste Werk der Autorin Sarah Nisi kennen. Die Handlung beginnt in einem Londoner Fundbüro des öffentlichen Verkehrs. Hier arbeitet Lester Sharp und kümmert sich um die Katalogisierung von herrenlosen Fundsachen. Viele Dinge, welche die eiligen Fahrgäste verloren haben, darunter Schlüssel, Handies, Taschen und sogar - recht außergewöhnlich - eine Urne. Lester ist ein ausgesprochener Sonderling und legt keinen Wert auf soziale Kontakte. In Konsequenz tut er sich besonders mit Frauen schwer. Als er der jungen Mitbewohnerin Erin begegnet, weiß er nicht warum sie ihn plötzlich an etwas erinnert. Auch fällt es ihm durch seine Unerfahrenheit im Umgang mit Menschen nicht leicht, wie er sich ihr gegenüber verhalten soll. Durch sein krankhaftes Verhalten ist er ihr jedoch plötzlich sehr nah, näher jedanfalls als es gesund für ihn ist. Die flüssige und leicht verständliche Sprache der Autorin lässt die Story in einem sehr authentischen Licht erscheinen. Allderdings hat mich die recht krankhaft wirkende Psyche von Lester eher abgestoßen als einen echten Psychothiller Effekte auszulösen. Die zunächst eher dahin plätschernde Geschichte überrascht erst am Ende mit einem unvorhersehbaren Ausgang. Ich kann leider für den spannenden aber als Erstlingswerk nicht besonders fesselnden Thriller keine volle Punktzahl vergeben. Das darf aber auf keinen Fall darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Autorin ein großes Potenzial steckt. Ich bin mir sicher, dass sie mit noch mehr Erfahrung faszinierende Thriller schreiben wird. Einen herzlichen Dank an den btb Verlag für den spannenden Kriminalroman.

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Zu hohe Ansprüche

Von: Nancy Frohberg

24.05.2021

Das Buch wird in unterschiedliche Perspektiven aufgeteilt, jedoch berichtet immer ein neutraler Erzähler. Wir folgen als Leser/in Lester und seiner neuen Nachbarin Erin sowie deren Immobilienmakler Rhys in der Gegenwart. Außerdem gibt es einen weiteren Erzählstrang, der Lesters Vergangenheit beleuchtet. Anfangs lernt man zunächst Lester genauer kennen. Er arbeitet in einem Fundbüro der Londoner U-Bahn und unterhält ein ziemlich krankhaftes Verhältnis zu den Gegenständen fremder Leute. Lester ist ein ziemlich komischer – ja, schon ekelerregender Typ. Seine Figur wird seitens der Autorin in meinen Augen sehr gut dargestellt. Ich möchte ihn keinesfalls zum Nachbarn haben. Das wiederum passiert jedoch Erin. Sie freut sich sehr über ihre neue Wohnung, da sie sie unbedingt haben wollte. Relativ schnell kommt sie mit ihrem merkwürdigen Nachbarn in Kontakt. Für sie hat jedoch ihr aktueller Job Vorrang. Erin ist Balletttänzerin und bereitet sich gerade für ein neues Stück vor. Die Perspektive der dritten Person, des Immobilienmaklers Rhys, hielt ich zunächst nur für eine Überleitung. Rhys blieb aber das ganze Buch ein wichtiger Charakter. Ihm ist aufgefallen, dass in dem Gebäude, in dem auch Erins neue Wohnung liegt, Frauen sehr häufig vor ihrer Mindestvertragslaufzeit gekündigt haben und ausgezogen sind. Das lässt ihm keine Ruhe und er versucht die Ursache dafür herauszufinden. Und so plätschern die ersten 150 oder gar 200 Seiten vor sich hin – ohne das viel passiert. Wirkliche Spannung kam bei mir persönlich nicht auf. Auch keine Gänsehaut. Es gab gute Ansätze, wo die Atmosphäre stimmte… aber leider nie lang oder intensiv genug, um mich wirklich vom Hocker zu reißen. Klar wollte ich wissen, was es mit Lesters Vergangenheit auf sich hat, aber ich konnte das Buch auch ohne Probleme weglegen und verspürte auch keinen großen Drang, es dann wieder in die Hand zu nehmen. Die Charaktere waren in meinen Augen nicht ausgewogen ausgestaltet. Während Lester sehr ausführlich gezeichnet wurde, wirkte Rhys ziemlich blass. Erin wiederum konnte ich nicht immer verstehen. Ihre Figur wurde von der Autorin etwas weniger vielschichtig dargestellt. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir jedoch gut, er ist flüssig und schnörkellos. Im letzten Drittel passierte endlich mehr und es gab auch einige überraschende Twists. Abgeholt haben diese mich aber trotzdem nicht komplett. Es ist schwer zu beschreiben, was mir fehlte, eventuell waren es wirklich die hohen Erwartungen, die ich vorm Lesen bereits hatte. Ich möchte das Buch deswegen nur bedingt empfehlen. Geübten Thriller-Leser/innen würde ich eher abraten. Diejenigen unter euch, die jedoch meist zu (Spannungs-)Romanen greifen, können sicher ein paar spannende Stunden mit „Ich will dir nah sein“ verbringen.  

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Thriller light

Von: Leserin_Enzkreis

23.05.2021

Lester Sharp arbeitet im Fundbüro der Londoner Verkehrsbetriebe. Kein Publikumsverkehr, wenig Kontakt zu Kollegen, genau richtig für ihn, den Sonderling. Als er eine neue Nachbarin bekommt, beginnt er diese zu beobachten und verfolgen. Es gab bereits früher eine Nachbarin deren Nähe er suchte und auf keine Gegenliebe stieß. Erinnerungsfetzen lassen die Lage eskalieren... Die Geschichte liest sich flüssig, baut sich langsam auf, die einzelnen Personen sind gut beschrieben. Im letzten Abschnitt finden die Erzählstränge zusammen und erklären das überraschende Ende. Trotz kleinerer Schwächen ein gutes Buch für z.B. verregnete Wochenenden.

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Mäßig spannend mit gelungenem Ende

Von: @__exlibris

23.05.2021

Lester Sharp ist ein Sonderling, der im Fundbüro der Londoner U-Bahn arbeitet. Direkte Beziehungen zu Menschen scheinen ihm nicht möglich. Die Nähe zu ihnen sucht er über oft unbemerkte, abseitige Wege. Als die Tänzerin Erin in die Nachbarwohnung einzieht nimmt seine Besessenheit neue Züge an. Leider kam ich über zwei Drittel des Buches in keinen richtigen Lesefluss, mehrmals habe ich nach einem Kapitel das Buch augenrollend zur Seite gelegt. Dabei sollte gerade ein Thriller doch ein echter Pageturner sein und einen regelrechten Sog entwickeln. Vieles entwickelt sich zu schnell, zu glatt. Ich wünschte, die Autorin hätte die Beschreibung des Fundbüros vernachlässigt - schließlich spielt es für die Geschichte kaum eine Rolle - und hätte dafür mehr Erzählzeit dafür aufgewendet, die Figuren etwas komplexer zu gestalten und der Handlung mehr Raum zur Entfaltung gegeben. Lesters Grenzüberschreitungen konnten mich selten gruseln oder schockieren, obwohl mich einiges an einen wirklich spannenden Tatort mit Lars Eidinger erinnert hat. Leider hat es hier meistens nicht für Gänsehaut gereicht. Ich muss zugeben, ein guter Teil meiner Enttäuschung rührt daher, dass letztendlich das Fundbüro der Londoner U-Bahn nur eine nebensächliche Rolle spielt. Von diesem spannenden Ort hätte ich mir mehr Potential für die Handlung erhofft. Das Ende ist gut gelungen und das Überraschungsmoment definitv geglück, dafür lohnt es sich durchaus, die zeitweise fast träge Handlung davor durchzuhalten.

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