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Rezensionen zu
Liebe, die nach Kirschen schmeckt

Heidi Swain

Willkommen in Wynbridge - dem Städtchen zum Verlieben! (3)

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Titel und Cover versprachen eine kurzweilige und süße Geschichte. Auch der Klappentext sprach dafür. Lottie fährt zur Beerdiung nach Wynbridge. Gwen, die beste Freundin ihrer Großmutter, war verstorben. Sie und Flora, Lotties Oma, waren fast acht Jahrzehnte befreundet gewesen. Und nun beide innerhalb des letzten halben Jahres verstorben. Bei den Großeltern war Lottie aufgewachsen, denn ihre damals noch sehr junge Mutter wollte ein anderes Leben führen und war in die USA ausgewandert. Auf dem anschließenden Umtrunk erfährt Charlotte Foster, Lottie, dass Gwen ein Testament gemacht und ihr das Cuckoo Cottage vermacht hat. Bedingung war allerdings, sie müsse ein Jahr dort leben. Es braucht allerdings seine Zeit, Bürokratie arbeitet langsam, dann endlich kann Lottie einziehen. Nur ungern hatte sie ihren Job aufgegeben. Sie hatte mit Liebe Wohnmobile und Wohnwagen umgebaut und neu gestaltet. Sie liebte ihren Job. Zum Besitz gehörten noch drei Scheunen und in einer steckt die größte Überraschung für Lottie - vier Wohnwagen. Sie erfährt später, dass Gwen diese erst vor einiger Zeit gekauft hatte. Natürlich mit einem Hintergedanken. Sie hoffte, dass Lottie endlich seßhaft und etwas aus ihrem Leben machen würde. Bei aller Freude hierüber kommt hinzu, dass das Cottage renoviert werden muss. Doch woher das Geld nehmen? Hilfe findet sie bei Matt und auf seine Art macht er sich irgendwie unentbehrlich. Was steckt dahinter? Dann ist da noch der Tierarzt, dessen Kontakt sich nicht vermeiden lässt. Denn sie hat Gwens Hund mit geerbt. Auf eine gewisse Art ist der Roman locker geschrieben. Es gibt einige Nebenhandlungen, die sich gut in das Gerüst einfügen. Doch irgendwann hat die Autorin ihren roten Faden und ihre Charaktere aus den Augen verloren. So schade, denn sie hätte wirklich aus allem eine großartige Geschichte machen können. Angenehm zu lesen vom Schreibstil, aber dennoch stellenweise etwas zu langatmig, zu ausschweifend. Fakt ist: Eine nette Geschichte, die man bei Tee/Kaffee mit Kuchen/Keksen lesen kann.

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(Achtung Spoiler) Gwen, die beste Freundin von Lottie Fosters Großmutter Flora, war ein unkonventionelle Frau, die ihren Lebensabend im Cuckoo Cottage verbrachte. Auf ihrer Beerdigung erfährt nun Lottie von Anwalt David Miller, daß sie das Cottage erbt unter der Voraussetzung, daß sie mindestens 1 Jahr in dem Cottage lebt – in der Hoffnung, aus ihrem Leben etwas zu machen. Aus Schock wird Freude über die unerwartete Erbschaft, denn sie hat gerne Zeit, wenn auch viel zu wenig, bei Gwen verbracht. Als sie allerdings nach ihrem Umzug merkt, daß das Haus ziemlich heruntergekommen und renovierungsbedürftig ist, ist guter Rat teuer: wie soll sie die Kosten aufbringen? Wie das Schicksal es will, kann sie ihre Erfahrungen, alte Wohnwagen aufzumöbeln, gleich anwenden, denn in der alten Scheune neben dem Cottage findet sie wunderschöne Wohnwagen, die Gwen extra noch für sie gekauft hat. Sie findet zudem einen Handwerker, der ihr großzügig seine Hilfe anbietet. Matt findet jede Menge renovierungsbedürftige Baustellen im Haus und scheint untbehrlich zu sein. Ganz anderer Meinung ist allerdings ihr Nachbar, der Tierarzt Will, der ihr einerseits wunderbare Dinge wie die fliegende Kukuckdame in der Nacht zeigt, sie aber auch vor Matt warnt. Wem soll die junge Frau nun glauben? Sie ignoriert die Warnung, stürzt sich weiter in die Arbeit mit den Wohnwagen, lernt neuen Leute aus der Gegend kennen und scheint anzukommen... bis ihr das Geld ausgeht! (Spoiler Ende) Neben dieser Rahmengeschichte hat Heidi Swain einige kleine Nebenschauplätze eingebaut, die ebenso amüsant zu lesen sind wie der Hauptstrang. Wir erleben in lockerer, humorvoller Art und Weise, wie sich Lottie immer mehr in das Landleben einfindet und neben der wilden Hündin Minnie sich z.B. auch ein paar Hühner zulegt: „Ich hatte nicht die geringste Ahnung, welche Hühner ich auswählen sollte, aber mit zwei kleinen Gläsern Skylark Scrumpy, die durch meinen winzigen Organismus strömten, war es für meinen leicht benebelten Verstand ein amüsantes Schauspiel, wie Ed und Jake versuchten, die Hühner einzufangen. Offenbar war es lange nach ihrer üblichen Schlafenszeit, sodass sie völlig aufgeregt umherflatterten.“ (Auszug S. 200) Die Spannung ist ein Auf und Ab, die gerade zum Ende hin fast kriminalistische Züge annimmt. So konnte mich die Geschichte gut unterhalten, auch wenn ich manchmal wegen der Naivität der Protagonistin den Kopf schütteln musste. Gekonnt lässt einen die britische Autorin immer wieder hinter die Kulissen schauen, so dass man scheinbar einen Tatsachen-Vorsprung hat. Dies nimmt einem aber letztendlich ein wenig die Spannung im Abschluss, was ich sehr schade finde. Alles in allem ist „Liebe, die nach Kirschen schmeckt“ ein unterhaltsamer Roman mit Stärken und Schwächen, der sich locker lesen lässt. Für mich ist diese Neuerscheinung ein gelungenes Sommerbuch, welches ich gerne im Urlaubsgepäck hatte. Ein Wort noch zu dem Cover: Es ist erneut wunderschön gestaltet und fügt sich mit einem hohen Wiedererkennungswert wunderbar in die Reihe um das Dorf Wynbridge (Kirschblüten-Reihe) ein.

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Die Reihe gefällt mir sehr gut und mit Lottie haben wir eine sehr sympathische Protagonistin, weshalb es dem Leser nicht schwer fällt gut in die Geschichte zu kommen und ihren Umzug nach Wynbridge. Dabei lernt sie sowohl Matt als auch Will kennen und da sie Single ist, möchte das gesamte Dorf, dass sie bald einen Freund findet und vor allem Will ist hoch angesehen. Mich hat bei diesem Buch ein bisschen gestört, dass sie ziemlich naiv manchmal vorgeht und sich keine zweite Meinung einholt, sondern einfach auf das hört, was andere sagen. Ansonsten fand ich die Liebesgeschichte ziemlich süß, auch wenn der Ausgang vorhersehbar war.

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