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Rezensionen zu
Und am Ende werden wir frei sein

Martha Hall Kelly

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€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Immer wieder faszinierend

Von: Susa B.

21.01.2022

Ein sehr schönes Buch über drei Frauen mit starken und einzigartigen Charakteren. Durch die Wirren und den Unbill des 2. Weltkrieges schaffen die drei mit ihrer Stärke ihren Weg. Sehr lesenswert!

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beeindruckend, aber nicht fesselnd

Von: ginger0305

04.08.2021

Stark beeindruckt hat mich die Schilderung der Zustände im Konzentrationslager Ravensbrück; unvorstellbar für mich. Hochachtung vor jedem Menschen, der diese Qual überlebt hat. Beim Lesen ist mir mal wieder bewußt geworden, wie gut es mir hier und heute in Deutschland geht. Gott sei Dank hat Deutschland dieses dunkle Kapitel hinter sich gelassen und passt auf, dass sich diese Ereignisse nicht wiederholen. Das Buch ist eine Hommage an Caroline Ferriday, die auf viele verschiedene Missständen dieser Welt aufmerksam gemacht hat und immer versucht hat diese für die betroffenen Menschen zu verbessern. Der Text war gut zu lesen, hat mich aber nicht gefesselt; d.h. ich konnte es gut weglegen und auch mehrere Tage nicht mehr zur Hand nehmen.

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Gegen das Vergessen

Von: Nellis.library.diary

07.07.2021

Ich wusste das die Geschichte sich um den zweiten Weltkrieg dreht & das das dann keine einfache Kost wird war mir auch klar. Nichtsdestotrotz habe ich mich selbst überschätzt was ich schaffe zu ertragen. Wir tauchen ab in die ganz persönlichen Sichtweisen von Caroline, Kasia & Herta. Caroline verkehrt in der New Yorker High-Society, Kasia ist Polin & arbeitet im Untergrund. Und Herta ist die Antagonistin der Geschichte & genau ihre Parts haben mich wahnsinnig gemacht. Die Geschichte der drei Frauen kreuzt sich im Laufe des Buches im KZ Ravensbrück & die Schilderungen von dort konnte ich tatsächlich nur Häppchenweise lesen. An dieser Stelle hätte ich mir vorab eine Triggerwarnung gewünscht. Das Buch beruht auf wahren Begebenheiten, weswegen ich es mir nicht anmaße irgendetwas an der Storyline zu bemängeln. Hätte ich mir teilweise etwas anderes gewünscht & auch ein anderes Ende? Selbstverständlich, aber die Realität war halt eine andere. Es hat mich gepackt, es hat mich schockiert, es hat mich berührt, nachdenklich & vor allem dankbar zurückgelassen. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

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Ich möchte Euch diesen bewegenden Roman vorstellen. Mir scheint, dass ich in letzter Zeit viel über den Zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Konzentrationslager gelesen habe. Doch auch dies ist Teil unserer Geschichte und bewegt mich vielleicht deswegen besonders. Vielleicht sollte ich mal wieder in Dachau die Schreckensstätte besuchen und den Opfern gedenken. Das Buch "Und am Ende werden sie frei sein" von Martha Hall Kelly beruht auf wahren Begebenheiten und  extrem inspirierenden Frauen, die ihre Geschichte aus weiblicher Perspektive erzählen. Danke @listverlag und @bloggerportal dafür, dass diese mahnenden Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Wir schreiben das Jahr 1939 in New York. Caroline Ferriday arbeitet ehrenamtlich im französischen Konsulat und kümmert sich dort um geflüchtete Familien und Kinder. Sie ist unsterblich in einen französischen Schauspieler am Broadway verliebt, er muss jedoch zurück nach Hause um seine Frau aus den Kriegswirren heraus zu holen. Er begibt sich freiwillig in Gefahr. Die Briefe an seine Geliebte Caroline werden immer sporadischer, während sie zu Hause auf Nachrichten hofft. Soll sie ihm nach Frankreich nachreisen und ihn aufspüren? Der zweite Schauplatz ist in Polen die Stadt Lublin, wo Kasia mit ihrer Familie groß wird. Durch die Besatzung deutscher Truppen gerät auch sie in Gefahr und möchte sich nicht widerstandslos ihrem Schicksal ergeben und schließt sich dem Untergrund an. Leider hat ihr Handeln weitreichende Folgen für sie und ihre Familie, welche ins Frauen KZ Ravensbrück abtransportiert wird und dort ums nackte Überleben kämpfen muss. Die dritte Protagonistin ist eine deutsche Ärztin aus Düsseldorf. Herta nimmt das Angebot an, in einer Frauen Umerziehungsanstalt als Ärztin zu arbeiten. Doch was sie in Ravensbrück erwartet ist fernab ihrer Vorstellung. Kann sie ihren hippokratischen Eid vergessen und ihr Deutschland "unterstützen". Das Schicksal der drei Frauen ist unwiderbringbar miteinander verwoben und jede kämpft für das, was ihr lieb und teuer ist. Der Roman hat mich bis zum Ende gefesselt. Er ist in drei Zeiträume eingeteilt und behandelt die unmittelbare Vorkriegszeit, den Zweiten Weltkrieg und die Schicksale der Frauen in der Nachkriegszeit. Diese drei Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Ihre Berufe, ihr Überzeugungen und ihre Nationalität trennen sie. Alle drei Figuren sind lebhaft, glaubwürdig und tiefgründig geschildert. Die verschiedenen Kapitel in Ich Form aus jeweils einer anderen Sicht der Protagonistin haben eine tiefe Verbindung zum Leser aufgebaut. Geschickt gelingt es Martha Hall Kelly alles miteinader zu verweben und so die Geschichte voran zu treiben. Emotional wird man auf eine harte Probe gestellt, besonders bei den Abschnitten die den Überlebenskampf im KZ geschildert haben. Glücklicherweise erfährt man im letzen Teil wie es für jede der Frauen weiter geht. Auch der Ansatz eine Nicht- Sympathieträgerin mit ins Boot zu holen fand ich etwas anderes und durchaus sehr spannend. Mal ein ganz anderer und authentischer Ansatz eines Buches dieser Zeit. Ich bin schon auf den nächsten Roman von Kelly gespannt. 700 Seiten waren selten so schnell gelesen. Im Nachwort erfährt man dann die geschichtlichen Details und auch wo  die Autorin mal geflunkert hat um die Handlungsstränge beklemmend realistisch zusammen zu bringen.

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Hinter "Und am Ende werden wir frei sein" verbirgt sich eine siebzig Jahre alte Geschichte, die nur darauf gewartet hat, erzählt zu werden. Durch einen vor zwei Jahren erschienenen Zeitungsbericht, der sich mit einer der Protagonistinnen auseinandersetzte, wurde die Autorin aufmerksam auf die Begebenheiten, die sie dazu inspiriert haben, dieses Buch zu schreiben. Einen Roman, dessen Fundament einer intensive Recherche bedurfte und der tatsächlich so geschehen ist und dessen Protagonistinnen tatsächlich existiert haben. Die New Yorkerin Caroline Ferriday hat sich für ehemalige weibliche polnische KZ-Häftlinge engagiert. Auch die Ärztin Herta Oberheuser, die sich an Experimenten an KZ-Häftlingen beteiligt hat, hat es wirklich gegeben. Kasias und Zuzannas Erlebnisse im sogenannten 'Umerziehungslager' Ravensbrück sind an die eines anderen, damals inhaftierten Schwesternpaares angelehnt. Wer hat in diesem Zusammenhang schon einmal etwas von den 'Kaninchen' gehört? Wahrscheinlich kaum jemand. In Ravensbrück, dem einzigen KZ nur für Frauen, kam es zu schockierenden Grausamkeiten. Junge Frauen (Versuchskaninchen) wurden Opfer medizinischer Experimente, die an Bestialität und Unmenschlichkeit kaum zu überbieten sind. Martha Hall Kelly beleuchtet auch die Jahre nach Kriegsende, denn die Konsequenzen für die missbrauchten Frauen sind fatal. Sehr gut gefällt mir, dass die Autorin uns aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln auf die Ereignisse blicken lässt. Ein Buch mit solch einer tragischen Thematik lebt von Atmosphäre und Spannung. Ich muss zugeben, dass es knapp ein Drittel des Buches gebraucht hat, mich mitzureißen - bei knapp siebenhundert Seiten eine ganze Menge. Gerade was Caroline, New York und die New Yorker Society betrifft, war es mir viel zu langatmig und ausführlich. Da hab ich mich durch etliche Seiten und Passagen nahezu durchquälen müssen. Es war für mich im vorderen Teil wie eine Berg- und Talfahrt, einerseits der Wunsch weiterzublättern, dann aber auch wieder Bereiche, die mich fasziniert haben. Auch atmosphärisch hätte die Autorin noch einen drauflegen können. Seltsamerweise habe ich immer eine gewisse Distanz zu den Protagonisten gespürt, was ich mir angesichts einer solchen Handlung gerne anders gewünscht hätte. Trotz aller Kritik hat mich Martha Hall Kellys Debütroman nicht unberührt gelassen. Sprachlich top hat sie mich auf eine Zeitreise mitgenommen, die mich berührt, schockiert und betroffen gemacht hat. Die mich mit einem beklemmenden Gefühl zurückgelassen und tatsächlich dazu veranlasst hat, einige Informationen über Personen, Orte und Ereignisse noch einmal zu vertiefen.

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Thalia Buchhandlung Nord GmbH & Co KG

Von: Monika Fuchs aus Hamburg

05.03.2021

Meine Buchbesprechung zu "Und am Ende werden wir frei sein" von Martha Hall Kelly: Ein sehr ungewöhnlich und gewagter Roman, der mir aber sehr gut gefallen hat. Nur die Liebesgeschichte hätte es für mein Gefühl nicht gebraucht. Besonders auch deshalb, weil die Beschreibungen, die im KZ Ravensbrück gespielt haben, ja extrem hart und grausam waren.

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Die ehemalige Broadway-Schauspielerin Caroline Ferriday arbeitet 1939 ehrenamtlich im französischen Konsulat in New York. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, engagiert sie sich insbesondere für die armen Waisen aus Frankreich, veräußert für sie ihr Vermögen im Pfandhaus und kämpft für ihr Asyl in Amerika. Sie ist verliebt in den verheirateten französischen Schauspieler Paul Rodierre, der nach dem Einmarsch deutscher Soldaten nach Frankreich zurück in sein Heimatland kehrt. Caroline leidet an der Ungewissheit, was mit ihm passiert sein mag, als sie keine Briefe mehr von ihm erhält. Die 16-jährige Polin Kasia Kuzmerick schließt sich weniger aus Überzeugung als vielmehr wegen ihrer Liebe zu dem Untergrundkämpfer Pietrik Bakoski dem polnischen Widerstand in Lublin an. Sie gerät in Gefangenschaft und wird zusammen mit ihrer Mutter Halina und ihrer Schwester Zuzanna in das deutsche Konzentrationslager Ravensbrück bei Fürstenberg gebracht. Während sie und ihre Mitgefangenen Unmenschliches durchmachen müssen, gibt sie die Hoffnung auf Rettung nie auf. Herta Oberheuser ist eine der wenigen Frauen, die nach der Machtergreifung Adolf Hitlers noch Ärztin werden konnte. Ihr Traum ist die Chirurgie, die ihr jedoch für eine Ausbildung als Hautärztin verwehrt wird. Als eine Ärztin für ein Arbeitslager gesucht wird, zögert sie nur kurz, als ihr klar wird, worin ihre Aufgabe bestehen wird. In Ravensbrück trifft sie unter anderem auf Kasia und ihre Mutter, die bei ihr auf der Krankenstation Arbeit findet. Der Roman beruht auf wahren Hintergründen, denn die beiden Protagonistinnen Caroline Ferriday und Herta Oberheuser waren real existierende Personen. Das Buch verbindet drei Erzählstränge, wobei sich die beiden Geschichten in Europa schneller als gedacht miteinander verknüpfen. Während man zu Beginn mit der jungen Ärztin noch Mitleid hat, ist es schon bald unfassbar, wie gewissenlos sie sich dem Naziregime anpasst und unterordnet. Ihre Taten in Ravensbrück sind grausam und unmenschlich, was brutal und ungeschönt dargestellt wird. Die Schicksale der Gefangenen, die am Beispiel von Kasia und ihrer Mutter dargestellt sind, rühren zu Tränen. Es ist beeindruckend, wie sie ums Überleben kämpfen und trotz aller Qualen für ein Durchhaltevermögen beweisen. Auch Caroline beeindruckt durch ihren Mut und ihre bewundernswerte Selbstlosigkeit. Im Vergleich zu den schrecklichen Ereignissen, die in dem KZ beschrieben werden, ist es schön zu lesen, wie viel Menschlichkeit es trotz des Krieges noch gibt. Auch die Liebesgeschichte, die einem ewigen Auf und Ab unterliegt und bei der Caroline offenbar kein Happy End vergönnt sein soll, geht zu Herzen. Auch wenn ich schon einige Romane gelesen habe, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges handeln, ist "Und am Ende werden wir frei sein" ein Buch, das sich der Thematik auf eine ganz andere Weise widmet und mich wirklich positiv überrascht hat. Die drei Erzählstränge sind empathisch, aber gleichzeitig heftig und nicht für Zartbesaitete bestimmt, dargestellt. Alle drei bewegen auf ihre Art und machen die Zeit von damals durch die authentische Darstellung erlebbar. Dabei beweist die Autorin den Mut, nicht nur Kriegsheldinnen und -opfer, sondern auch die Geschichte einer Kriegsverbrecherin darzustellen. Auch ist interessant, das das Buch noch lange nicht mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands endet, sondern auch die Nachkriegsjahre dargestellt werden und mit welchen Problemen die drei Frauen im Anschluss zu kämpfen haben. Es ist ein emotionales Buch #GegendasVergessen, das berührend und unglaublich fesselnd geschrieben ist, so dass ich es trotz des Umfangs von knapp 700 Seiten kaum aus der Hand legen konnte und sehr schnell gelesen habe. Es ist eine Geschichte, die stellvertretend für viele (traurige) Schicksale des Zweiten Weltkriegs seht, die aufwühlt und die man so schnell nicht vergisst. Eine große Leseempfehlung für alle Freunde von Büchern über starke Frauen und von Büchern, die im Zeitraum von 1939 bis 1947 und in den späten 1950er-Jahren handeln.

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Ein helles Cover - zwei Frauen gehen durch einen großen Eingang, hinter ihnen hohe Häuser. Vor ihnen ist ein Gitter angedeutet. Mittig lesen wir den Namen der Autorin Martha Hall Kelly, darunter den Titel "Und am Ende werden wir frei sein" und quer den Namen des Verlages LIMES. Der Roman gibt Ereignisse vor, im und nach dem zweiten Weltkrieg wieder. Diesmal aus der Sicht dreier Frauen. - Da ist die New Yorkerin Caroline Ferriday, die im Konsulat arbeitet und deren ganzes Herz für vernachlässigte Menschen schlägt. So sammelt sie u.a. Gelder für Waisenhäuser, ihre Mutter näht für die Kinder and andere arme Menschen und sie versetzen ihr Silber, um zu helfen. Die Polin Kasia hilft im Widerstand, als die deutschen Truppen in ihrem Dorf bei Lublin einmaschieren. Sie und ihre Familie bis auf den Vater werden ins Lager Ravensbrück verbracht, in dem nur Frauen untergebracht sind. Die Düsseldorferin Herta Oberheuser tut alles, um Ärztin zu werden, auch wenn sie für die Finanzierung ihres Studiums so einiges über sich ergehen lassen muss. Dann bekommt sie ein mysteriöses Angebot für eine Anstellung in einem Lager. Sie greift beherzt zu. Der Roman wird aus der Sicht der drei Frauen jeweils in der Ich-Form erzählt. Man kann sich in alle drei Frauen hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Lediglich bei der Ärztin fiel mir das schwer, doch das liegt wohl daran, dass ich niemals verstehen kann, wie so etwas seinerzeit geschehen konnte. Wie verbohrt und stur kann ein Mensch sein, dies alles guten Glaubens mitzumachen! Mitten im Roman hab ich nachgesehen, ob es einige der angeführten Menschen gab, denn allzu sehr hat mich das alles mitgenommen. Ja, die Handlung ist auf Tatsachen aufgebaut, so gab es den Arzt in Ravensbrück, die Ärztin Oberheuser und - ganz wichtig - Caroline Ferriday tatsächlich. Ihr haben wir es wohl auch zu verdanken, dass die Autorin Martha Hall Kelly das Buch geschrieben hat. Denn sie interessierte sich für diese Frau und ihre Geschichte. Eine Geschichte, die nicht nach dem Krieg aufhört. Denn die Wege der drei Frauen werden sich nach dem Krieg kreuzen. Das Buch lässt mich nicht los, ich habe Freunden davon erzählt, wie wunderbar es recherchiert ist, wie sehr es mitreisst. Und ich habe meine Rezension erst nach gut zwei Wochen schreiben können, so sehr war ich noch in der Handlung verhaftet. Ganz toll finde ich, dass die Zeit nach dem Krieg mit einbezogen wird. Aber sonst hätte Caroline ja auch keinen Bezug zu den anderen haben können. Die Autorin schreibt in ihren Anmerkungen, dass sie die Schauplätze der Geschehen aufgesucht hat. Zugleich hat sie Karten hinten im Buch angefügt und Bilder veröffentlicht. Diesen Roman kann ich nur weiterempfehlen! Er bekommt von mir die höchste Bewertung.

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