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Rezensionen zu
Und der Ozean war unser Himmel

Patrick Ness

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„Denn es gibt Teufel in der Tiefe, aber die schlimmsten sind die, die wir selbst erschaffen.“ Nach „Sieben Minuten nach Mitternacht“ war ich so gespannt auf Patrick Ness’ neues Buch und wurde nicht enttäuscht 🐋 Die Geschichte stellt Hermann Melvilles „Moby Dick“ quasi auf den Kopf. Die Geschichte wird aus der Sicht eines weiblichen Wals geschrieben, was eine ganz neue Leseerfahrung für mich gewesen ist. Diese ist unter ihrer Kapitänin auf der Jagd nach einer Legende, einem Monster oder vielleicht sogar dem Teufel selbst? Die Kapitel der Geschichte sind kurz gehalten und durch die vielen wunderschönen Illustrationen fliegt man nur so durch die Seiten. Dabei hat die Geschichte ihre ganz eigene, fast schon düstere Atmosphäre. Warum haben wir entschieden, dass es so etwas wie „das Böse“ gibt? Gegen was kämpfen wir und warum? Warum wollen wir Monster vernichten und was sind Monster eigentlich? Diese und viele weitere Fragen kamen mir als Analogien beim Lesen in den Kopf. Es ist definitiv ein Buch, was lang nachhallen wird. Patrick Ness‘ Sprachgewalt kam auch hier wieder ausgezeichnet rüber und es gab zahlreiche Zitate, die ich mir gespeichert habe. Eine sehr besondere Geschichte, die sicher nicht für jeden etwas ist, aber eine unvergleichliche Lesereise bereit hält ⛴🗺

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Titel: Und der Ozean war unser Himmel Autor: Patrick Ness Verlag: CBJ ISBN: 978-3-570-16570-6 Inhalt Bathseba ist dritter Lehrling der Walschule unter dem Kommando von Kapitänin Alexandra. Die Wale sind auf der Jagd, denn sie befinden sich in einem nie endeten Krieg mit den Menschen. Bei einem Angriff auf ein Schiff, finden sie einen Hinweis auf eine Prophezeiung. Die Wale folgen ihrer Kapitänin in den letzten Kampf, der das Leben der Wale und Menschen für immer verändern soll. Cover/Buchgestaltung Dieses Buch kann man wahrlich als Schmuckstück bezeichnen. Das Cover macht schon großen Eindruck und lässt auf eine düstere Geschichte hoffen. Im Buch befinden sie Illustrationen von Rovina Cai, die wunderschön und zugleich düster und geheimnisvoll wirken. Sie spiegeln die Atmosphäre der Geschichte perfekt wieder und machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Auch ohne Schutzumschlag macht das Buch was her, auch wenn es doch furcht einflößend aussieht. Meinung Ich war sehr gespannt auf diese Geschichte und bin positiv überrascht. Die Geschichte wird aus Bathsebas Sicht erzählt und der Schreibstil ist geradezu poetisch. Es wirkt eher wie eine Märchenerzählung. Diese Geschichte ist sozusagen eine Neuerzählung des Klassikers ,,Moby Dick'',nur anders herum. Die Welt scheint Kopf zu stehen, denn die Wale erzählen hier ihre Geschichte. Der Himmel der Menschen ist der Abgrund und der Ozean der Himmel. Man begleitet die Walschule bei der Jagd, denn eine Prophezeiung zwingt sie zum letzten Schachzug. Doch der Schein trügt, denn der Teufel ansteht, wenn man selbst zum Teufel wird. Eine düstere, brutale Geschichte, in der einem der Spiegel vors Gesicht gehalten wird. Die Atmosphäre ist episch und voller brutaler Realität. ,,Doch die Wahrheit hinter dem Mythos ist: Alle Menschen sind Toby Wick. Denn wer braucht Teufel, wenn es Menschen gibt?'' Es gibt so viele bewegende Zitate, die zum nachdenken anregen und definitiv nachhallen. Eine wirklich bewegende Geschichte, in der man so ziemlich alle Emotionen durchlebt. Fazit: Eine bildgewaltige, poetische Geschichte über die Abgründe des Krieges. Diese Geschichte wird definitiv in Erinnerung bleiben. Die Illustrationen sind wahre Kunstwerke und machen das Lesen zu einem absoluten Erlebnis. Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk und sollte in jedem Bücherregal stehen. Große Leseempfehlung! Vielen Dank an den CBJ Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Die Walin Bathseba geht als Lehrling der berühmten Kapitänin Alexandra auf die Jagd. Denn an der Wasseroberfläche, oder dem Abgrund, wie ihn die Wale nennen, kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Walen und Menschen. Bei einem Angriff auf ein Schiff entdecken die Wale eine Münze mit einer Spur zu Toby Wick, der unter den Walen als der Teufel selbst bekannt ist. Und Alexandra beschließt, ihn zu jagen. Das Buch ist eine Neuerzählung von Moby Dick, jedoch spiegelverkehrt, denn hier jagen die Wale die Menschen. Es gibt viele kleine Hinweise dafür, angefangen bei einem Zitat zu Beginn des Buches bis hin zum ersten Satz, der eine Homage an Moby Dick ist („Nennt mich Bathseba“). In der Geschichte folgen wir einer kleinen Gruppe Wale, die sich auf der Jagd befinden. Bathseba, die Erzählerin, ist der dritte Lehrling der legendären Kapitänin Alexandra. Sie möchte jagen, sie möchte Blut vergießen, doch sie glaubt nicht an die vielen Prophezeiungen, denen die meisten Jäger hinterherjagen. Über das Buch hinweg gibt es viele Diskussionen zu dem Thema, Gedanken werden aufgeworfen und als Leser fühlt man sich mal mehr, mal weniger an die menschliche Gesellschaft erinnert. Interessant habe ich meine eigene Reaktion auf die Jagd auf Menschen empfunden. Im Grunde tun die Wale hier nur das, was Menschen seit Jahrhunderten mit Walen machen: Sie fangen und zerlegen sie. Doch während Menschen oft nur einzelne Teile von Walen verwenden, sind Wale sehr auf Ressourcen bedacht. Sie verwenden alles, was der Mensch hergibt. Obwohl dies eigentlich nur die Situation umdreht, löst es doch ganz andere Empfindungen aus. Die Gewalt, die in diesem Buch beschrieben wird, kommt roh und ungeschönt daher. Die erzeugten Bilder sind dadurch oft so grausam, dass sie vermutlich nicht für jeden gut erträglich sind. Sie sind jedoch nötig um die Schrecken, die das Buch zeigen will, richtig zu vermitteln. Ein ganz großes Highlight ist der Schreibstil. Dieser ist so unglaublich stark, so roh und gleichzeitig beinahe poetisch. Ich hatte die Möglichkeit, ebenfalls einen Blick in die englische Ausgabe dieses Buches zu werfen und dort kommt der Schreibstil sogar noch besser zur Geltung, allerdings ist die deutsche Übersetzung dennoch sehr gut gelungen! Bei einem Buch wie „Und der Ozean war unser Himmel“ kommt man nicht darum herum, auch über die Gestaltung zu reden. Diese gehört hier einfach zum Gesamtergebnis dazu! Rovina Cai hat das gesamte Buch illustriert. Jede wichtige Szene ist durch mindestens ein Bild dargestellt. Die Kunst passt perfekt zum Schreibstil und zur Geschichte. Die gleiche rohe und doch poetische Art drückt sich auch hier aus. Man kann dieses Buch definitiv als Kunstwerk ansehen! Fazit: „Und der Ozean war unser Himmel“ konnte mich voll und ganz überzeugen. Alles in diesem Buch passt perfekt zusammen, vom Schreibstil, über die Geschichte bis hin zu den Illustrationen. Dazu hat das Buch eine starke Nachricht, die uns alle etwas angeht. Ich kann dieses Buch daher allen ans Herz legen, die sich in der Lage sehen, mit der beschriebenen Gewalt darin umgehen zu können!

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In "Und der Ozean war unser Himmel” von Patrick Ness lernen wir Bathseba kennen, die Teil einer Walschule ist, die nur für den schon ewig dauernden Krieg gegen die Menschen lebt. Eines Tages stoßen sie bei einem Schiff der Menschen auf die Spur einer Legende, vielleicht sogar des Teufels selbst. Die Idee, dieses Plädoyer gegen Krieg und Intoleranz in einer Welt unter dem Meer spielen zu lassen, hat mich von Beginn an fasziniert. Mir diese auf den Kopf gedrehte Welt vorzustellen war zudem eine spannende Herausforderung. Bathseba erzählt uns Leser:innen im Rückblick was ihr als junger Kämpferin widerfahren ist. Die Wale wissen sich schon lange gegen die Menschheit zur Wehr zu setzen. Ihr aggressives und von Vorurteilen behaftetes Verhalten erinnert dabei schmerzlich an uns selbst. Sie machen Jagd auf eine Spezies, die ihnen vollkommen fremd ist. Gerechtfertigt wird dabei jede Grausamkeit mit Prophezeiungen und der Erfüllung des eigenen Schicksals. Bathseba und ihre Gefährten auf ihrer Suche nach dem Teufel Toby Wick zu begleiten war somit gleichzeitig spannend wie lehrreich. Aufgrund der geringen Seitenzahl und der Vielzahl an Illustrationen ist diese faszinierende Geschichte leider viel zu schnell ausgelesen. Gerne wäre ich noch weiter in die geheimnisumwobenen Tiefen des Ozenas eingetaucht. Doch so schade es auch ist, dass die Begegnung mit Bathseba und ihren Kampfgefährten nur ein kurzes Intermezzo darstellt, ist es Patrick Ness doch gelungen seine Botschaft auf diesen wenigen Seiten perfekt zu vermitteln. Die Illustrationen von Rovina Cai stellen zudem eine grandiose Untermalung der düsteren und bedrohlichen Stimmung dar. Besonders erwähnenswert ist zudem, dass dieser Roman einige interessante Parallelen zu Moby Dick aufweist. Fazit: “Und der Ozean war unser Himmel” ist eine melancholische Erzählung voller Weisheit, die zum Nachdenken anregt.

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„Ein kraftvolles Plädoyer gegen Krieg und Intoleranz“ Buddyread mit meiner lieben Freundin Lisa @gedankenlabor, gemeinsam tauchten wir hinab in die Finsternis und gemeinsam tauchten wir wieder auf. 🌊 „In der Tiefe lauern Monster doch die schlimmsten erschaffen wir selbst…“ Wer kennt nicht das Buch »Sieben Minuten nach Mitternacht« das Patrick Ness so vollkommen vollendete..? Wer aber nun glaubt, dass ihn ein ähnlich modernes Märchen erwartet der irrt. Wohl blieb Ness seinem unglaublichen Schreibstil treu, doch konfrontiert er uns mit einem unerbittlichen Blick in den Spiegel unsrer Selbst, unserer Geschichte unserer Vergangenheit und Zukunft. So, ist dieses Buch als Mahnmal zu verstehen, in der Ness auf unglaubliche Art und Weise klar macht, was geschehen ist und geschieht. Gemeinsam tauchen wir ab unter den Spiegel der Wasseroberfläche wo alles, wie bei einem Blick in den Spiegel umgekehrt zu sein scheint und doch ist es ein Blick in uns selbst dem wir uns nicht entziehen können zu tief sind wir auf dem Meeres- Seelengrund abgetaucht. Viel ist hier von Prophezeiungen die Rede, die aber doch nur einer Propaganda entsprechen. Eigentlich darf man in einer Rezension wie dieser nicht mehr erzählen, wirkt es doch sonst zu suggestiv, und der Leser selbst soll sich ja sein eigenes Bild schaffen. „Wir sind ein Volk der Prophezeiungen, und als ich ein Kind war und noch in dummes Kalb, das über nichts Bescheid wusste, was jenseits unseres Stücks vom Meer lag, hatte meine Großmutter schlicht gesagt: Du wirst jagen.“ „Wird die Welt in Finsternis enden, weil es so vorhergesagt ist? Oder, weil manche fest daran glauben, dass sie es dadurch wahr machen ?“ Absolute Leseempfehlung, zudem ein wunderschönes Buch.

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>>Denn ich, ein einfacher, aber emsiger Dritter Lehrling, war im Begriff, auf die letzte Jagt zu gehen, dies es je gab. Die Jagt nach einer Legende, einem Mythos, einem Teufel. Betet für unsere Seelen. Denn diese Geschichte handelt davon, wie wir ihn fanden.<< „Und der Ozean war unser Himmel“ von Patrick Ness war für mich persönlich ein ganz besonderes Leseerlebnis, denn wir wechseln hier die Perspektive, ändern komplett den Blickwinkel und irgendwie auch nicht... denn während wir glauben in einer völlig anderen Welt, in einem völlig anderen Lebensraum zu sein, wächst mehr und mehr der Spiegel, dem wir uns unweigerlich stellen müssen. Ganz klar und eindringlich und doch in den Schattenräumen der Zeilen versteckt, konnte ich hier so vieles entdecken, was mich sehr zum nachdenken gebracht hat und mein Herz bewegt und erschüttert hat. Denn letztlich konfrontiert Patrick Ness den Leser hier mit der Wahrheit, nur eben aus einem anderen Blickwinkel... und doch steht da eben dieser Spiegel, in den ich als Leser schaue und mich und meine Welt in genau dieser anderen finde und so viele Wunden aufreißen und nie vergessen werden dürfen! >>In der Tiefe lauern Monster, doch die schlimmsten erschaffen wir selbst...<<

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Wunderbar!

Von: Bearnerdette

14.06.2021

Die Waldame Bathseba jagt mit ihrer Mannschaft Menschen. Seit Ewigkeiten herrscht Krieg zwischen den Walen und Menschen, und viele Lebewesen auf beiden Seiten sind diesem zum Opfer gefallen, auch Bathsebas Mutter. Nun will sie Rache. Als ihre Truppe dabei auf einen Hinweis stößt, der sie zum legendären Mesnchen Toby Wick, einem gnadenlosen Mörder mit weißem Schiff, führen soll, geraten die Dinge in Bewegung. Bathseba lernt einen Menschen kennen, der ganz und gar kein Monster zu sein scheint, und beginnt daran zu zweifeln, ob es nur schwarz und weiss geben kann. Und Der Ozean ist unser Himmel von Patrick Ness ist ein philosophisches Kleinod mit wunderschönen Illustrationen von Rovina Cai. Inhaltlich und optisch ein Schmuckstück für jedes Bücherregal. Eine Auseinandersetzung mit so großen Themen wie Krieg, Rache und Vergebung. Obwohl es mit den Illustrationen wie ein Kinderbuch wirkt, ist es recht brutal und auf keinen Fall etwas für kleinere Kinder. Für alle anderen gibt es eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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„Hauptsächlich aber, das Paradox aller Kriege, jagten wir, um nicht selbst gejagt zu werden, genau so wie sie.“ Land und Meer, Mensch und Wal – völlig verschiedene Welten, die sich einen Planeten teilen. Land für die Menschen, Wasser für die Wale. Was eine friedliche Koexistenz hätte sein können, wurde zu einem erbitterten Machtkampf, als der Mensch sich auf´s Wasser wagte. Wohl jeder hat schon einmal von Herman Melvilles berühmtem Roman Moby Dick gehört, in dem eine Crew mutiger Seemänner sich auf eine gefährliche Jagd nach dem bösen und legendenumwobenen Wal Moby Dick begibt. Patrick Ness dreht in seinem neuen Roman Und der Ozean war unser Himmel (erschienen im Juni 2021 bei cbj) die Perspektive jetzt um: Aus Sicht des Wals Bathseba erzählt er die packende Geschichte einer Jagd auf das Monster in Menschengestalt. Ness, den viele als den Autor von Sieben Minuten nach Mitternacht kennen dürften, erzählt hier eine Geschichte, die sehr nachdenklich macht, die den Leser über seine eigenen Vorurteile reflektieren lässt und die letztlich ein Plädoyer für mehr Toleranz und Loyalität ist. „Nennt mich Bathseba.“ Schon der erste Satz erinnert an den berühmten ersten Satz aus Moby Dick und die Ähnlichkeiten zu Melvilles Erzählung ziehen sich dann durch das gesamte Buch fort. Bathseba ist Mitglied einer Walherde, die Jagd auf Menschen macht, genau so wie Menschen seit Urzeiten Jagd auf sie machen. Angeführt wird die Herde von der gefürchteten Kapitänin Alexandra, die einst von Toby Wick schwer verwundet wurde, jenem Teufel in Menschengestalt, der schon so viele Wale ermordet hat. Als die Wale ein treibendes Schiff attackieren, finden sie statt leichter Beute Hinweise auf jenen legendenumwobenen Toby Wick, so dass sie sich entschließen, sich an diesem Monster endlich zu rächen. Die Wale ahnen nicht, in welch tödliche Gefahr sie sich damit begeben... Doch egal, ob man Moby Dick nun kennt oder nicht, Ness´ Erzählung macht auf jeden Fall sehr nachdenklich. Wie die Wale Jagd auf die Menschen machen, scheint unendlich grausam und sinnlos, doch letztendlich machen Menschen mit Walen doch nichts anderes. Es ist ein uralter Kampf, der befeuert wird durch eine ganze Reihe von Vorurteilen, die beide Seiten nicht ablegen können. Erst eine hautnahe Begegnung mit einem Menschen, bringt Bathseba auf den Gedanken, dass vielleicht doch nicht alle Menschen so böse sind wie sie scheinen. „Denn es gibt Teufel in der Tiefe aber die schlimmsten sind die, die wir selbst erschaffen.“ Obwohl es in Und der Ozean war unser Himmel um eine erbitterte Jagd und Kämpfe geht, so ist es doch eine Erzählung des Friedens, ein Plädoyer für gegenseitigen Respekt und den Abbau von Vorurteilen. Dies trifft keinesfalls nur auf das Verhältnis von Mensch und Tier zu. Viel zu oft begegnen wir nämlich auch anderen Menschen mit vorgefassten Meinungen und Vorurteilen. Wir können so viel mehr erreichen, wenn wir einander offen begegnen. Das Buch könnte darum gar nicht aktueller sein. Die 160-seitige Erzählung ist mit genialen Illustrationen von Rovina Cai versehen, die den Leser im wahrsten Sinne des Wortes dazu zwingen, eine neue Perspektive einzunehmen, da alle Bilder aus der Sicht eines Wales gezeichnet sind, so dass der Ozean zum Himmel und der Himmel zum Abgrund wird. Das Buch ist aufgrund der einfachen Satzstruktur und des relativ großen Schriftbildes auf jeden Fall auch für jüngere Leser geeignet. Es ist jedoch keinesfalls ausschließlich ein Kinder- oder Jugendbuch. Vielmehr vermittelt es altersübergreifend viele Lektionen in Toleranz, Loyalität und das Ablegen von Vorurteilen.

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