Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Eine bittere Wahrheit

Nicci French

(33)
(23)
(9)
(0)
(0)
€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Es ist das erste Buch, das ich von dem Autorenpaar lese und es hat mich gepackt. Nicht auf einer düsteren, actionreichen Weise, sondern auf eine stille, bewegende und neugierige Art. Tabitha als Protagonistin war mir alles andere als sympathisch, aber sie kämpfte bis aufs Letzte um ihre Unschuld zu beweisen und das auf höchst skurrile und bizarre Weise. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand mit ihrer Vergangenheit wahrscheinlich auch irgendwann „verhaltensauffällig“ wird. Das gesamte Buch handelt von ihrer Verhandlung und dem Ziel, den Menschen zu zeigen, dass das Rechtssystem auch Fehler begeht bzw. nicht detailliert genau arbeitet. Der Aufstieg dieser Protagonistin von der ersten Seite, wo sie als "Opfer" beginnt, bis zur letzten Seite ist tatsächlich bewundernswert. Und trotz allem ist sie immer fair und nicht gemein zu den Anderen, obwohl man als Leser bis zum Ende durchaus ein paar Rachegelüste ihrerseits verstehen würde! Gekonnt schafft das Autorenduo, bereits am Anfang die Spannungskurve hochzuhalten und die Leser in rasantem Tempo durch die Geschichte zu führen. Dabei verunsichern sie die LeserInnen immer wieder und man hinterfragt mehrmals, ob es Tabitha, die Hauptprotagonistin, nicht doch gewesen sein könnte. Ein gelungener Justizthriller mit einer guten Aufteilung, perfekter Länge und brillianter Idee!

Lesen Sie weiter

Tabitha hat ein mächtiges Problem: Als einzige Tatverdächtige eines Mordfalls sitzt sie in Untersuchungshaft. Auch wenn Tabitha sich nahezu sicher ist, nicht die Mörderin zu sein, zu hundert Prozent ausschließen kann sie es selbst auch nicht. Denn so ganz kann sie sich an den Tattag nicht mehr erinnern. Den Rat ihrer Anwältin, sich schuldig zu bekennen, schießt sie in den Wind und kündigt der Anwältin die Zusammenarbeit. Nun bleibt Tabitha nichts anderes übrig, als sich selbst zu verteidigen. Aus dem Gefängnis heraus natürlich nicht einfach, doch irgendwie muss sie ihre Unschuld doch beweisen können… Die Geschichte hat mich extrem gefesselt. Es war ausgesprochen spannend, die Gedankengänge der vermeintlichen Mörderin mitzuverfolgen. Schnell wird klar, dass der Mord vielen Personen aus dem Ort zugetraut werden kann, denn wirklich beliebt war das Opfer nicht. Doch auch die depressive Tabitha galt als absolute Außenseiterin. Das Ende hat mich, was natürlich einen guten Thriller ausmacht, überrascht. Halt eine bittere Wahrheit 😉 Fazit: Super spannend bis zum Schluss und auch für nicht ganz so hart gesottene Thriller-Fans absolut zu empfehlen. Es ist nämlich alles andere als blutrünstig.

Lesen Sie weiter

Tabitha Hardy, eine junge Frau, die vor kurzem in den kleinen Küstenort ihrer Kindheit gezogen ist, gerät unversehens in einen wahr gewordenen Alptraum, als in ihrem Schuppen die Leiche ihres ehemaligen Lehrers gefunden und sie als Hauptverdächtige inhaftiert wird. Das ganze Dorf ist von ihrer Schuld überzeugt und nachdem auch Tabithas Anwältin ihr zu einem Geständnis rät, beschließt diese, sich vor Gericht selbst zu verteidigen. Dieses Vorhaben gleicht jedoch aufgrund von Tabithas psychischer Verfassung sowie ihrer mangelnden juristischen Kompetenz und ihren massiven Erinnerungslücken bezüglich des Tattages einem Himmelfahrtskommando... Ein sehr spannender Thriller, bei dem ich bis zuletzt genauso wie die Protagonistin im Dunkel getappt bin. Ich fand es erzählerisch sehr gelungen, die Leser*innen sehr intensiv in die Gedankenwelt von Tabitha mitzunehmen. Ich fand ihre verzweifelten Versuche, sich zu konzentrieren und Erinnerungen wiederzufinden, angesichts ihrer psychischen Verfassung sehr authentisch. Wie realistisch so manche Wendung im Buch ist, kann man durchaus hinterfragen, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ein empfehlenswerter, sehr kurzweiliger Thriller!

Lesen Sie weiter

Der letzte Stand-alone Thriller von dem Autorenduo Nicci French hat mir wirklich sehr gut gefallen. Nun ist das neue Buch "Eine bittere Wahrheit" erschienen und ich war wirklich gespannt darauf. Schon die ersten Kapitel konnten mich voll und ganz in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil ist wie immer einmalig, Die Seiten fliegen nur so und auch die Handlung ist einmalig, Mit Tabitha haben die beiden einen wirklich spannenden und authentischen Protagonisten geschaffen. Man fühlt sich mit ihr wirklich verbunden, wodurch das Buch nochmals spannender wird. Schnell gerät sie auch in eine wirklich missliche Lage. Der Spannungsbogen steigt immer mehr. Zur Mitte des Buches gibt es dann leider einen kleinen Knick in der Spannung. Von dem vorherigen Pageturner ist nicht mehr so viel vorhanden und über eine etwas zu lange Strecke wird das Buch langatmig. Einmal hatte ich sogar darüber nachgedacht das Buch abzubrechen. Was mich jedoch davon abgehalten hat war die authentische Protagonistin und ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht. Zum Glück blieb ich weiter dran, denn zum Ende wurde es nochmal deutlich besser. Es gab noch einige sehr gute Wendungen und der Schluss hat mir auch sehr gut gefallen. In diesem Sinne hat sich das Buch doch noch gelohnt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sowohl Anfang und Ende des Buches wirklich gut ist. Die Mitte ist leider nicht so gut, aber wer es schafft eine etwas langatmige Strecke zu überlesen sollte man dieses Buch auf jeden Fall lesen! Generell lohnen sich aber auch die anderen Bücher von Nicci French und wer das Autorenduo noch nicht kennt sollte vielleicht mit einem anderen Buch anfangen, weil man ansonsten eine Menge sehr gute Bücher verpassen könnte.

Lesen Sie weiter

Ich habe Nicci French schon länger ins Auge gefasst, jedoch nie etwas von den beiden gelesen. Ich weiß nicht so genau warum. Aber jetzt habe ich endlich etwas von ihnen lesen können. Danke noch mal an den C.Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar! Dies beeinflusst aber in keinster Weiße meine Meinung zu dem Buch! Das Buch ist als Thriller deklariert. Der Meinung bin ich aber nicht. Es wird ab der Hälfte ungefähr zu einem Justizthriller. Außerdem ist vieles eher Drama. War sie es? Wem kann man glauben? Warum erinnert sie sich nicht? Warum sind alle gegen Tabitha? Keine Frage, es ist spannend, aber Thriller finde ich nicht zu 100 % die passende Bezeichnung. Zu Beginn dieses Buches sitzt Tabitha bereits im Gefängnis und dementsprechend ist die Atmosphäre schon sehr drückend, einengend. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als würde ich selbst in einem Gefängnis sitzen. Dabei wurden hier nur „Alltags“ Situationen in einem Gefängnis beschreiben. Es wurde selten bis gar nicht erwähnt, wie eng die Zellen sind, man bekommt es einfach mit. Das hat diesem Buch natürlich schon einen Reiz gegeben, es weite zu lesen. Außerdem sind die Kapitel sehr kurz, was mich dazu verleitet hat, immer noch „ein Kapitel“ zu lesen. Es war natürlich nie nur eines. Ich hatte einen kleinen Zwiespalt mit Tabitha. Auf der einen Seite finde ich sie sehr sympathisch und ich konnte sie verstehen, gerade was ihre psychische Lage anging. Sie war eine starke Protagonistin und das habe ich sehr gerne gelesen. Sie gibt nicht auf, kämpft sich da irgendwie durch, nimmt kein Blatt vor den Mund trotz ihrer misslichen Lage. Allerdings ging sie mir auch sehr viel auf die Nerven. Ich habe den Kopf geschüttelt und mich gefragt, was sie da gerade tut und warum sie das tut. Die Beweggründe waren mir oft nicht klar. Einige ihrer Handlungen haben schwerwiegende Konsequenten, doch sie macht es, ohne darüber nachzudenken. Am Anfang kam es mir so vor, als würde sie alles ablehnen und Blockieren. Sie lässt keinen ran, will mit niemanden sprechen, wichtige Dinge erwähnt sie nicht. Tabitha hat mit niemanden „zusammengearbeitet“, obwohl das sehr wichtig für ihren Fall gewesen wäre. Ab diesen Zeitpunkt fand ich sie seltsam, ich war verwirrt und völlig irritiert. Trotzdem konnte ich sie bis zu einem gewissen Grad verstehen und mit ihr mitfühlen. Sie blieb mir sympathisch. Zu den anderen Charakteren kann ich sehr wenig sagen. Zum einen sind es sehr viele „Nebenfiguren“, so das ich schnell durcheinander kam, welche Person welche ist. Das hat mich jedoch nicht gestört, denn die Personen waren alle so eigen, ich habe dann jeden an seinen Macken seiner Art zu sprechen oder Sonstiges erkannt. Doch sie blieben alle eher blass. Natürlich gewisse Dinge, die relevant waren, habe ich erfahren, dennoch blieben sie eher blass, selbst wenn das, was ich erfahren habe, eigentlich schon erschüttert. Die Person machte nichts aus, außer das, was sie erzählt und ihre Eigenart. Ich fand das jetzt aber nicht schlimm, denn immerhin geht es hauptsächlich um Tabitha. Die anderen Charaktere waren eher im Hintergrund. Wie oben bereits erwähnt waren die Kapitel wirklich kurz. Das hatte natürlich den Effekt, dass ich immer weiter gelesen habe, weil es sind ja nur drei Seiten. Der Schreibstil war flüssig, leicht zu lesen und verstehen. Dadurch bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Der Plot ist etwas eher Unübliches. Meistens begleitet man niemanden im Gefängnis und dann noch seltener jemand, der aus diesem seine Unschuld beweisen muss. Zumindest habe ich sehr wenig in diese Richtung gesehen und gelesen. An Spannung fehlt es diesem Buch jedoch nicht. Zum einen, weil eben die Kapitel so kurz waren und zum anderen, weil das Thema interessant ist. Sie soll einen Mord begangen haben, zu dem Tag fehlten ihr die Erinnerungen und jetzt sitzt sie im Gefängnis und muss es schaffen zu beweisen, das sie unschuldig ist. Im Buch selbst sind dann auch immer kleine Situationen und Themen die Spannung aufbringen. Es wird also nie langweilig oder zäh. Nichts zieht sich. Noch spannender wurde das Buch natürlich dadurch, das alle Informationen nur aus dritter Hand kamen. Denn Tabitha erinnert sich an nichts. So kann sie die Wahrheit nur mithilfe von anderen rekonstruieren. Ich wusste nicht, ob man dem jetzt trauen konnte. Auch auf das Ende wäre ich nie im Leben gekommen, dabei erscheint es im Nachhinein so logisch.

Lesen Sie weiter

In diesem Thriller geht es um eine Junge Frau namens Tabitha. Sie wird beschuldigt ihren Nachbarn und früheren Lehrer brutal ermordet zu haben. Sie befindet sich in Untersuchungshaft und alles spricht gegen sie. Selbst Ihre Anwältin rät ihr sich Schuldig zu bekennen. Tabitha jedoch ist sich sicher diese grausame Tat nicht begangen zu haben! Sie feuert ihre Anwältin und verteidigt sich von nun an selbst. _____________________________________ Das ist das erste Buch was ich von dem Autoren Duo "Nicci French" gelesen habe. Das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen und die Inhaltsangabe hat mich sehr neugierig auf den Rest des Buches gemacht. Tabitha's verzweifelte Situation wurde Anfangs sehr gut rüber gebracht und ich konnte mich da noch sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen. Jedoch fand ich es im laufe der Geschichte etwas unglaubwürdig wie sie auf der einen Seite kraftlos, depressiv und psychisch erkrankt beschrieben wird und auf der anderen Seite so viel Power hat ihre Anwältin zu feuern, eigenständig vom Gefängnis aus diverse Ermittlungen inkl. Zeugenbefragungen ins Rollen zu bringen und gegegenüber der Gefängnisleiterin sich einiges herauszunehmen. Trotzdem fand ich die Story bis zum Schluss sehr spannend und gut geschrieben. Im großen und ganzen hat es mir gut gefallen und würde es euch empfehlen!

Lesen Sie weiter

Ein Thriller der etwas anderen Art. Die Geschichte kommt langsam in Schwung, ist dafür dann aber umso spannender und packender. Eine atmosphärische Geschichte voller unerwarteter Wendungen, aber auch voller beklemmender Situationen. Freunde der Jurisprudenz werden an diesem Roman ihre Freude haben.

Lesen Sie weiter

„Eine bittere Wahrheit“ ist der neue Krimi des Erfolgsduos Nicci French. Hinter diesem Namen verbirgt sich das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French, das seine Bücher gemeinsam entwirft und schreibt. Seit mehr als 20 Jahren sorgen sie mit außergewöhnlichen Thrillern international für Furore und verkauften weltweit bereits mehr als 8 Millionen Exemplare. „Eine bittere Wahrheit“ hat den Fall einer sich unschuldig fühlenden, psychisch angeschlagenen Frau als Plot. Die Hauptfigur, Tabitha Hardy, kann sich leider nicht genau an die Ereignisse erinnern. Klar ist: in ihrem Schuppen wurde eine Leiche gefunden und sie selbst lag blutverschmiert auf dem Sofa, als die von einem Bekannten alarmierte Polizei kam. Alle Indizien sprechen gegen sie, Tabitha wird des Mordes beschuldigt und landet im Gefängnis. Niemand glaubt ihr, nicht einmal die eigene Anwältin, doch Tabitha ist überzeugt, unschuldig zu sein und vertritt sich selbst vor Gericht. Was diesen Thriller so spannend macht, ist die Ambivalenz zwischen mäßig sympathischer, sperriger Hauptfigur, die immer wieder haarsträubende Fehler begeht, und dem Mitfiebern, ob es ihr gegen alle Widrigkeiten gelingen kann, das scheinbar Unmögliche zu erreichen: die Jury von ihrer Unschuld zu überzeugen. Tabitha erringt manchen Überraschungssieg, macht diesen aber durch ihr Verhalten gleich wieder zunichte. Der Alltag im Gefängnis ist geprägt von endlosen Gedanken und Gefühlsbeschreibungen, die Überlegungen der Protagonistin drehen sich komplett im Kreis. Aber trotz der durch diese Perspektive ausgelösten vielen Wiederholungen, nimmt die Spannung zu, denn mit der Zeit ändern sich Blickwinkel und scheinbare Logik, so dass neue Puzzleteile dazukommen. Auch die Aussagen der Zeugen vor Gericht sind für die Personen im und vor dem Buch gleichermaßen überraschend. Neben der spannenden und unvorhersehbaren Handlung wartet die Story mit einer Entwicklung Tabithas und einigen amüsanten Nebenfiguren auf, so dass auch genügend Platz für Humor bleibt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, vor allem atmosphärisch ist dieser Thriller sehr gelungen: Durch die vielen Wendungen, gerade wenn es wieder etwas gut für Tabitha zu laufen scheint, entsteht beim Lesen oftmals ein beklemmendes Gefühl. Die beklemmenden, genauen Beschreibungen des Gefängnisalltags und das Ausgeliefertsein gegenüber der Justiz, lässt die von Tabitha empfundene, ungläubige Ohnmacht gut nachvollziehen. In diesem Thriller ist der Blick hinter die Fassade das Spannende, die Dynamik der Dorfgemeinschaft und die Abgründe, die sich immer wieder auftun. Denn die Geschichte fächert sich im Verlauf immer mehr auf, mit jedem neuen Puzzleteil kommen neue Bosheiten und Geheimnisse ans Licht, die unter der vermeintlichen Idylle des Dorfes schlummern. Leser, die es gern etwas ruhiger, aber hintergründig mögen, werden sich sehr gut unterhalten fühlen. Dieser Krimi kommt langsam, aber dann gewaltig. Stück für Stück ziehen die Autoren die Spannungsschraube dermaßen an, dass man der Lösung entgegenfiebert.

Lesen Sie weiter