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Rezensionen zu
Dunkelgrün fast schwarz

Mareike Fallwickl

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€ 13,00 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,50* (* empf. VK-Preis)

Das Buch ist eine Wucht! Inhaltlich. Sprachlich. Einfach grandios! Bis zum Hals habe ich in Mareike Fallwickls Roman „Dunkelgrün fast schwarz“ gesteckt. Und wollte mich nicht mehr befreien. Konnte nicht. Raffael ist der Selbstbewusste, mit einem anziehenden Lächeln. Der, dem jede Frau erliegt. Früher oder später. Moritz ist der ruhige, zweifelnde und nachdenkliche Part. Der, der seine Warmherzigkeit gut verstecken kann. Raffael und Moritz sind beste Freunde, seit sie drei Jahre alt sind. Unzertrennlich. Raffael geht vornweg. Moritz folgt. Immer. Doch Marie, Moritz Mutter, ahnt schnell, dass der scheinbar beste Freund ihrem Sohn nicht gut tut. Dass hinter diesen stahlblauen Augen etwas Dunkles lauert. Etwas Zerstörerisches. Nichts und niemand scheint zwischen diese beiden zu passen. Bis da plötzlich Johanna ist. Die Neue an der Schule. Die aus dem vermeintlich besonderen Duo ein fatales Dreieck macht. Das Abgründe aufwirft, in denen sich der Leser verliert. Jedes Wort sitzt in diesem Buch. Aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt – Moritz, Johanna, Marie – spinnt diese Geschichte ihre Fäden. Um Themen wie Liebe und Hass. Um ein Leben voller Träume und das Zerplatzen jener. Um eine Mutter, die scheinbar daran verzweifelt, ihren Sohn nicht beschützen zu können. Um eine Freundschaft, die alles ins Chaos stürzt. Dieser Roman ist nicht vorhersehbar. Er schafft immer neue Überraschungen, Wendungen und erzeugt Tiefe. Mareike Fallwickel nimmt sich Zeit für ihre Figuren, erzählt diese Geschichte so gefühlvoll ohne ein Kuschelbuch daraus zu machen. Die Handlung schmerzt, wühlt auf, erzeugt Wut und Unverständnis, kratzt an Urmenschlichem. Das macht sie so besonders! So unterhaltsam! Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei 😊 https://www.instagram.com/das_lese_wesen/ Liebe Grüße, das_lese_wesen

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WOW, hat mir der Roman gut gefallen, LESEEMPFEHLUNG (aber es kennen hier eh schon fast alle den Debütroman von Mareike Fallwickel). Die Freundschaft von Moritz und Rafael ist eigentlich keine richtige Freundschaft, sie ist vielmehr Machtausübung und Abhängigkeit. Bereits im Kindergartenalter lernen sich die beiden kennen, kurz nachdem Moritz mit seiner Familie ins das Bergdorf gezogen ist. Doch Raf ist irgendwie kein sympathisches Kind, er ist schon in diesem Alter hinterhältig und gemein. Das zieht sich durch bis er erwachsen wird. Und dann, viel später, als die beiden schon fast erwachsen sind, wird ihre Freundschaft durch Johanna ergänzt und man weiß, eine Dreiecksgeschichte geht nie gut aus, da bleibt immer einer übrig. Marie, Moritz’ Mutter durchschaut den kleinen Raf von Anfang an, jedoch findet sie für sich selbst immer eine Erklärung, warum sie mit Raffaels Mutter nicht darüber spricht. Einzig ihren Sohn Moritz warnt sie vor dieser Freundschaft, jedoch dieser fühlt sich bereits so abhängig von Raf und möchte auf keinen Fall, dass seine Mutter einlenkt oder darüber spricht. Der Roman ist von Anfang an soooo spannend zu lesen, man möchte unbedingt wissen, was ist vor 16 Jahren vorgefallen, dass diese Freundschaft von einem Tag endete? Man weiß, es wird etwas passieren, das kündigt sich ja schon auf den ersten Seiten an und unter allen Umständen muss man weiterlesen. Und auch die Gegenwartsgeschichte ist so erzählt, dass man als Leserin ahnt, dass diese auch noch etwas bereit hält, dass das auch nicht gut ausgehen wird und so kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dunkelgrün fast schwarz ist ein packender und prickelnder Roman, fast ein bisschen düster und wenn dann Raf auftaucht, befürchtet man schon, dass wieder etwas ganz Hinterhältiges vorfallen wird und schon wieder kribbelt es beim Lesen und so zieht es sich durchs Buch, herrrrrrlich, wie ein Sog, bis es fertig gelesen ist.

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"Dunkelgrün fast schwarz" ist ein Roman, der mir bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird! Es geht darin um eine enge, aber toxische Freundschaft zwischen Moritz, Raffael und Johanna. Diese verläuft sich nach dem Schulabschluss, bis Raffael nach Jahren ohne jeglichen Kontakt wieder vor Moritz' Tür steht. Es wird dann mithilfe verschiedener Figurenperspektiven und zu verschiedenen Zeitpunkten die Geschichte dieser Freundschaft erzählt. Die Story ist von vorn bis hinten spannend, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen! Die Charaktere, die Fallwickl hier präsentiert, sind authentisch und komplex. Besonders Raffael sticht heraus, der auf seine Mitmenschen unglaublich faszinierend und absolut undurchsichtig wirkt. Diese Wirkung überträgt die Autorin geschickt auf den Leser, indem es keine Kapitel aus seiner Sicht gibt. So bleibt er auch für den Leser bis zum Schluss relativ undurchsichtig, man kann nur eigene Schlüsse über ihn und seine Motive ziehen. Ebenso besonders wie die Charaktere ist auch die Sprache im Roman. Sprachlich wunderschöne Formulierungen mischen sich hier mit teilweise vulgärer Sprache in den Redebeiträgen und Gedankengängen der Figuren. Letzteres mag ich persönlich nicht so gern, dennoch ergab es eine harmonsiche Mischung. Oft werden Gefühle der Figuren mit Formulierungen wie "Wie wenn du..." beschrieben, sodass die Gefühle für den Leser sehr greifbar werden. Insgesamt ein Roman, der eine einzigartige Geschichte sowie einen einzigartigen Schreibstil präsentiert. Außerdem steckt so viel noch zwischen den Zeilen darin! Einziger kleiner Kritikpunkt wäre, dass ich mit einer Kleinigkeit das Ende der Geschichte betreffend nicht ganz einverstanden war und dass ich gern noch mehr über Synästhesie erfahren hätte, die gar keine Erwähnung gefunden hat.

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Moritz ist ein sensibler Mensch mit einer besonderen Eigenschaft: Er kann Menschen als Farben sehen. Für ihn hat jeder Mensch eine Art farbige Aura, die sich stimmungs- und situationsabhängig verändern kann. Sein bester Freund Raffael zum Beispiel ist dunkelgrün, fast schwarz. Die beiden haben sich in dem Dorf, in dem sie aufgewachsen sind, schon als Kinder kennengelernt. Dabei sind sie grundverschieden. Moritz ist ein lieber Junge, der einfach dazugehören möchte. Raffael sucht stets seinen Vorteil, setzt seinen Willen durch und ist manchmal ganz schön hässlich zu anderen. Zu dem Tandem gesellt sich in ihrer Jugendzeit Johanna, genannt Jo. Sie hat einen Schicksalsschlag erlebt, der sie aus der Bahn geworfen hat. Aber mit Motz und Raf kommt Jo gut aus. Außer dem Dreiergespann erzählt uns auch Moritz‘ Mutter Marie einen Teil dieser vielschichtigen Geschichte. Sie möchte nur das Beste für ihre Kinder und ist daher mit ihnen aufs Dorf gezogen, als es sich so ergab. Dort lernt sie Raffaels Mutter Sabrina und deren Mann kennen. Eine wirkliche Freundschaft wird daraus nicht. Der Roman springt zwischen verschiedenen Zeitebenen und Personen hin und her, von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter der drei Freunde, und webt so ein Beziehungsgeflecht zwischen Familien, Freunden und Nachbarn. Wer kann es entwirren? Wer ist mit wem befreundet? Und verstehen überhaupt alle das Gleiche unter dem Begriff Freundschaft? Wem kann man vertrauen und vom wem Hilfe erwarten? Wann ist es in einer Beziehung wichtig, einfach loyal zu sein und wann muss man sich abgrenzen, seine Meinung sagen, etwas anders machen? Und wenn etwas schief läuft – sollte man das ansprechen? Oder ist es nicht doch besser, es bleibt ungesagt? Verletzt es dann weniger? In diesem Buch sehen wir alle Ausprägungen menschlicher Beziehungen von Gleichgültigkeit, Aufrechterhalten einer unechten Fassade über Freundschaft und Liebe bis hin zur Hörigkeit. Wie kommt es zu diesen Beziehungen? Sind wir selbst daran schuld durch unser Verhalten, oder sind manche Menschen einfach von Geburt an so und nicht anders, können nur diese Art der Beziehung leben und keine andere? Je nachdem wie wir unsere Beziehungen leben, werden unsere Zukunftserwartungen geprägt. Folge ich meinem Plan oder nehme ich Rücksicht auf andere, übernehme Verantwortung? Geht beides? Mareike Fallwickl hat realistische, interessante Charaktere geschaffen, die Ecken und Kanten sowie menschliche Schwächen haben. Nicht alle sind sympathisch. Auch wenn man ihnen manchmal zurufen möchte, „Tu das und das!“, kann man doch nachvollziehen, warum sie anders handeln. Wer von uns kann sich schon von allen Abhängigkeiten und familiären Erwartungen befreien, wen treibt nicht die Sehnsucht nach etwas. Mir gefällt die wunderschöne bildhafte Sprache der Autorin, mit der sie die Gefühle der Figuren schildert. „MORITZ – 2017 Die Musik wummert ihm den Herzschlag weg. Sie dringt in seinen Körper ein, nicht nur durch die Ohren, auch durch die Haut, durch jede Pore, umwickelt seine Knochen, setzt ihn neu zusammen. (…) Der Alkohol schwemmt die Wurzeln fort, die ihn so fest halten. Wenn Gin und Whiskey durch sein Blut jagen, bleibt kein Platz für das Unbeherrschbare, das ihn sonderbar macht und hilflos. Sobald Moritz betrunken ist, haben die Dinge und die Menschen und die Lichter keine Grenzen. Alles verliert sich, er muss sich nicht fürchten vor einzelnen Wahrnehmungen, die herausfallen aus dem Normalen. (…) Er hält der Musik nichts entgegen, sinkt in sie hinein, greift durch ihr weiches Gewebe bis hinunter zu ihrer Struktur, lässt davon seine Bewegungen bestimmen.“ (S. 105) Die Zusammenhänge der Geschichte sind sehr komplex, es bleibt bis zum Schluss spannend. Der Roman hinterlässt mich fassungslos darüber, was Menschen einander alles antun können. Ein sehr gelungener Roman, der mich zwischen Wut, Mitleid und Hoffnung hin und her geworfen hat. Eine starke, spannende Geschichte, die mitreißt. (Ich danke dem Verlag für das kostenlos zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.)

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Moritz und Raffael sind in einem Dorf in der Nähe Salzburgs aufgewachsen und haben sich im Kindergartenalter angefreundet. Als Kinder und Jugendliche sind sie unzertrennlich, auch wenn Moritz' Mutter Marie die Freundschaft missbilligt. In ihren Augen ist Raffael ein "Arschlochkind", das ihrem Sohn nicht gut tut. Als Johanna als Neue in die Klasse der beiden kommt, wird aus der Jungenfreundschaft ein Dreiergespann und Moritz spürt das Ungleichgewicht in der Freundschaft noch deutlicher. 16 Jahre später sucht Raffael Moritz überraschend auf und nistet sich regelrecht in der Wohnung von ihm und seiner Freundin ein. Als dann auch noch Johanna vor der Tür steht, wird die Vergangenheit noch einmal aufgerollt und Moritz in seinem Glauben an die Freundschaft erschüttert. Der Roman wird aus der Sicht von drei Charakteren geschildert: Kindheit und Jugend der Freunde in den 1980er- und 1990er-Jahren aus den Perspektiven von Marie und Moritz sowie in der Gegenwart aus den Perspektiven von Johanna und Moritz. Die Perspektiven wechseln dabei nicht zu häufig, so dass man sich gut auf einen Charakter einlassen kann, auch wenn die Autorin in den Zeiten sprunghaft hervorgeht. Dies trägt jedoch zur Spannung bei, da somit immer wieder kleine Cliffhanger entstehen. Es ist eine Geschichte über eine ungleiche Freundschaft, in der nur einer das Sagen hat: Raffael. Er ist von Kleinauf geschickt darin, andere Menschen für sich einzunehmen und zu manipulieren. Dabei schreckt er auch vor Gewalt und Erpressung nicht zurück. Eltern und Lehrer sind machtlos dagegen und auch Moritz kommt nicht von ihm los, selbst als er erkennt, dass Raffaels Freundschaft eher fragwürdig ist. Moritz ist ein sensibler Mensch, ein Kind, das Farben sieht und später Künstler werden möchte und braucht die Freundschaft, um nicht einsam zu sein. Marie war ungewollt mit Moritz schwanger, hat früh geheiratet und musste notgedrungen von Wien aufs Land ziehen. Dort findet sie kaum Anschluss, nur zu Raffaels Mutter Sabrina hat sie Kontakt, fühlt sich von deren Ehemann angezogen. Johanna hat ihre Eltern verloren, ist eine Waise, die voller Wut steckt und sich untertänig an Raffael klammert. "Dunkelgrün fast Schwarz" ist in unbequemer Roman, der von einer ungesunden Freundschaft und den Folgen erzählt. Während Raffaels Einfluss als Kind vergleichsweise harmlos, steigert sich sein Verhalten mit dem Heranwachsen, was aber erst am Ende des Romans in Gänze deutlich wird. Hier tun sich Abgründe auf, vor allem als auch noch Johannas Rolle zutage tritt, jahrelange Lügen aufgedeckt werden und Moritz sein bisheriges Leben in Frage stellen muss. Der Roman ist spannend und unvorhersehbar geschrieben, und auch wenn ich vor allem die Abschnitte aus Johannas Sicht ungern gelesen habe, weil mir nicht vorstellen wollte, wie sich eine junge Frau so erniedrigen kann, entwickelte der Roman vor allem auch durch die Wortgewalt der Autorin eine unheimliche Faszination und Sogwirkung. "Ich hätte Raffael abbrechen müssen wie einen faulenden Ast, an dem der gesamte Baum krankt. Nun taumeln wir alle durch dieses Labyrinth aus Fäden und bluten aus unsichtbaren Wunden."

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Von: Peter Menzel aus 46325 Borken

05.09.2019

Ich würde das Buch deshalb lesen,weil es so spannend aufgemacht das jemand sich um so im Grunde "kleine"Sache ärgert auch noch nach Jahren

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