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Rezensionen zu
Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen

Caren Benedikt

Die Grand-Hotel-Saga (1)

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Meine Meinung: Unheimlich spannend und anders als erwartet Das Cover hat mich dieses Buch blind kaufen lassen. Es zeigt das Travel Charme Kurhaus in Binz, auf meiner Liebingsinsel Rügen. Lange lag es nun auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher. Bei meinem letzten Aufenthalt in Binz im September durfte ich die Autorin bei einer Lesung erleben. Genau in diesem prächtigen Hotel. In der Geschichte ist es das Grandhotel. Wer hier nur auf eine entspannte Urlaubsgeschichte hofft, wird enttäuscht werden. Vielmehr handelt es sich in diesem Roman um einen Krimi mit Urlaubsflair. Die Charaktere sind sehr speziell und kommen oftmals sehr widersprüchlich daher. Rügen und Berlin, 1924. Bernadette von Plesow stellt in dieser Geschichte einen sehr starken Charakter dar. Ich weiß wirklich nicht, was ich von dieser Frau halten soll. Einerseits ist sie sehr einfühlsam, anderseits stellenweise ziemlich skrupellos. Durch ihre Kompromisslosigkeit und ihrem Fleiß ist das Grandhotel die Nummer eins auf der Insel. Ihr Sohn Constantin ist für mich ein Mensch, bei dem irgendwas total schief gelaufen ist. Ich war oftmals sehr entsetzt, ob der Brutalität dieses Mannes. Doch auch er hat eine sehr sensible Seite. Besonders dann, wenn es um seine Famile geht. In Berlin führt er erfolgreich das Hotel Astor. Nicht minder erfolgreich führt er ein verruchtes Varieté, bei dem sich politische Größen und Geschäftsleute gerne amüsieren. Weder die Tänzerinnen, noch die Mädchen für gewisse Stunden, haben bei Constantin etwas zu lachen. Alexander ist ein besonnener junger Mann. Bernadette überlässt ihm bereits größtenteils die Führung des Hotels. Jedoch muss jede Aktion und Geldausgabe mit ihr besprochen werden. Alexanders Frau kommt sehr unsympathisch und zickig rüber. Dann hätten wir da noch Tochter Josephine. Meine Güte, hat die mich genervt. Ihre künstlerische Ader ruht Anfangs. Sie malt längere Zeit kein Bild. Denkt ihn Berlin bei ihrem Bruder hätte sie wieder mehr Motivation. Hinter jedem Kompliment wittert sie Kritik. Die Erlaubnis ihrer Mutter nach Berlin zu gehen, wertet sie auch wieder negativ. Obwohl sie genau das wollte. Egal wie positiv eine Situation ist, sie findet ein Haar in der Suppe. Mit dem Zimmermädchen Marie pflegt sie eine innige Freundschaft. Die beiden jungen Frauen vertrauen sich alles an. Doch irgendwas scheint mit Marie passiert zu sein. Sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Ich hatte beim Lesen das Rauschen der Ostsee in den Ohren und die Uferpromenade stets vor Augen. Bin den Steg entlang gegangen. Habe mit Marie gelitten. Was Marie betrifft, konnte Bernadette voll bei mir punkten. Sie hat der jungen Frau viel geholfen. Maries Selbstbewusstsein gestärkt. Dennoch muss ich gestehen, dass mir der Wandel mit Marie zu schnell ging. Aus einem verhuschten Zimmermädchen kann doch nicht innerhalb so kurzer Zeit eine selbstbewusste Frau werden. Oder doch? Hat die Stärke bereits in Marie geschlummert und musste nur noch geweckt werden? Es gibt ein Geheimnis, welches Bernadette Probleme bereiten könnte. Wie sich Bernadette gegenüber ihrer eigenen Familie in der Vergangenheit verhalten hatte, fand ich mehr wie gefühllos. Sie ist eine Frau mit zwei sehr gegensätzlichen Seiten. Eine Frau, die ihren Mann unter mysteriösen Umständen verloren hat. Ein Sohn hat den Krieg nicht überlebt. Josephine wächst am Ende über sich selbst hinaus. So viel Charakterstärke hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Auch Bernadette zeigt immer mehr Gefühle. Ist sich bewusst, dass sie vor schrecklichen Dingen die Augen verschlossen hatte. Ich bin sehr gespannt, wie sich Bernadette in den Folgebänden verhalten wird. Alexander blieb etwas blass für meinen Geschmack. Von allen anderen Protas hatte ich ein genaues Bild vor Augen. Besonders Constantin. Ich bin total gespannt, was ich mit ihm noch erleben werde. So sollte und darf es wirklich nicht weitergehen. Ich habe den Eindruck gewonnen, Bernadette sieht das genauso. Ich bin wirklich gespannt! Fazit: Abwechselnd habe ich Binz und Berlin in den 20ern erlebt. Der flüssige und detaillierte Schreibstil hat mir den Wechsel leicht gemacht. Ein grandioser Auftakt zu einer Trilogie, die ich sehr gerne weiter verfolge. Trotz ein paar Schwächen von mir eine absolute Empfehlung. Ein guter Tipp am Rande: Haltet die Folgebände bereit! Danke Caren Benedikt. Ich habe die Geschichte um das Grandhotel sehr genossen.

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Das Grand Hotel

Von: Shondra

15.07.2022

Achtung Spoiler! Klappentext: Rügen, 1924. Bernadette von Plesow blickt voller Stolz auf das imposante Grand Hotel ihrer Familie. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal das Grand Hotel erben wird; Josefine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel in Berlin führt. Abgesehen von ein paar Streitigkeiten mit ihrer Tochter und dem merkwürdigen Verhalten des Zimmermädchens, scheint alles in bester Ordnung zu sein. All das könnte sich schlagartig ändern, denn ein Mann droht, Bernadettes dunkelstes Geheimnis aufzudecken … Ich hatte etwas Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzukommen, es fühlte sich am Anfang etwas langatmig an, es wurden zu schnell zu viele Protagonisten eingeführt, das man gar nicht hinterher kam. Doch je länger man der Geschichte folgt, umso spannender wird sie. Die Geschichten um die Protagonisten ordnet sich zur Mitte hin sehr gut, das man auch gut folgen kann. Man merkt aber recht schnell, das dies nur der Auftakt ist und noch viel mehr unter der Oberfläche schlummert, an der in diesem Band gekratzt wurde. Der Großteil des ersten Bandes spielt in Binz und handelt von Bernadette, ihr Sohn Alexander bekommt hier eigentlich weniger aufmerksamkeit. Als Josefine zu ihrem Bruder Constantin nach Berlin zieht bekommt man einen einblick wie es in Berlin zu geht, und das hier nicht alles mit rechten Dingen zu geht. Hier nimmt das ganze Mafia Züge an, denen auch Alexander zum Opfer fällt. Ich bin auf jedenfall gespannt wie die Geschichte weiter geht. Anne Moll macht ihre Sache gut, sie verleiht Bernadette von Plesow Eleganz einer Grand Dame. Den Protagonisten aus Berlin gibt sie einen Touch vom Berliner Dialekt, so weiß man genau um wen es sich handelt. Es ist eben das erste Buch einer Reihe und somit bleiben viele Handlungsstränge offen.

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,Meine Meinung: Das Cover weckte in mir Urlaubsgefühle, Sehnsucht nach diesem Ort und Neugierde! Die Autorin entführt uns mit ihrem Buch in die 20 Jahre, ich fühlte mich dort von Anfang an wohl, das Grandhotel in Binz und seine Bewohner lernen wir auf ausführlicher weise kennen und lieben, es war beeindruckend dies alles mitzuerleben. Ich habe viel über die Geschichte und das Grandhotel erfahren, ich habe es geliebt, so nahe am Geschehen zu sein, habe mich in die 20 Jahre zurückgesetzt gefühlt und fühlte mich den Charakteren sehr verbunden, es war, als ob man Familie trifft, ich hatte, bis zum Schluss das Gefühl, das uns was verbindet. Ist euch sowas schonmal passiert? Ich persönlich kenne Binz und Rügen nicht aber durch dieses Buch hatte ich das Gefühl als ob ich schon öfter da war , jede Ecke genau kenne und die Gerüche war nehmen kann und spüren. Bernadette weiss, was sie will, sie ist zielstrebig, tut alles für ihre Familie und ihr Hotel, sie gibt nie auf, obwohl sie es nicht immer leicht hatte und am Ende der Geschichte passiert auch noch, was Unvorhergesehenes was alles aus der Bahn wirft. Diese Frau hat mich komplett beeindruckt auch, als ihre Vergangenheit in ihr Leben tritt, kämpft sie weiter, zeigt allen das sie nicht so schnell aufgibt. Ein besonderer Willen starker Charakter, der mir einfach sehr ans Herz gewachsen ist, über die ich soviel erfahren habe und dies gerne, bin gespannt, wie es da weiter geht. Die drei Kinder sind auch zielstrebig, außer eins das ist der Freigeist der Familie, sie weiss noch nicht wohin ihr Leben geht, aber wissen wir das immer? Fand es sehr realistisch dargestellt und konnte jeden einzelnen Charakter genau verstehen und es ging mir viel ans Herz! Bei jedem Charakter egal wie kurz man ihn nur sieht , hat man das Gefühl man kennt ihn schon ewig und versteht ihn, jeder hat seinen Moment in der Geschichte und das hat mich fasziniert. Binz wird toll dargestellt und man bekommt Urlaubsfeeling und spürte den Flair, die dieses kleine Örtchen umgibt, es ist einfach Traumhaft, abwechslungsreich, spannend in diese Geschichte einzutauchen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da es mich fasziniert hat. Freue mich auf den zweiten Band und bin gespannt, wie es weiter geht.

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Bernadette von Plesow hat sich nach dem Tod ihres Mannes ganz dem Grand Hotel verschrieben. Mit Stolz blickt Bernadette zurück auf das was sie geleistet hat. Mittlerweile ist das Grand Hotel das erste Haus am Platz in Binz, auf der Ostseeinsel Rügen. Dazu hat sie noch drei Kinder großgezogen. Alexander übernimmt das Grand Hotel, Josephine ist eine kleine Rebellin und Künstlerin und auch Constantin führt in Berlin schon ein eigenes Hotel. Doch jetzt will ein Mann an ihren Grundfesten rütteln. Er droht damit ein dunkles Geheimnis zu enthüllen. „Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“ ist der Auftakt einer Familien-Saga von Caren Benedikt. Caren Benedikt ist das Pseudonym der Schriftstellerin Petra Mattfeld deren Bücher mehr im Genre Krimi und Fantasy angesiedelt sind. Mir ist die Autorin besser unter ihrem Pseudonym Ellin Carsta bekannt unter dem sie erfolgreich die Hansen Saga und die Falkenbach Saga veröffentlicht. In ihrem Roman „Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“ begleiten wir die Protagonisten in die 1920er/1930er Jahre nach Rügen. Zu Beginn lernt man die Familie von Plesow und andere wichtige Protagonisten kennen. Der Schauplatz wechselt zwischen Binz und Berlin. Die Perspektive wechselt zwischen den einzelnen Familienmitgliedern. Bernadette von Plesow ist eine selbstbewusste Frau. Sie regiert ihr Hotel mit fester Hand. Sie weiß was sie will und sie bekommt was sie will. Alexander ist ein eher ruhiger Charakter und übernimmt so langsam das Grand Hotel. Josephine ist Künstlerin und sorgt immer für heftige Auseinandersetzungen. Ich denke sie muss ihren Weg erst noch finden. Constantin hat in Berlin sein eigenes Hotel. Er führt ein recht ausschweifendes Leben. Die Zeit der 1920er Jahre wird hervorragend eingefangen. Die Autorin spiegelt die Zeit authentisch wider. Es macht Spaß die Entwicklung der einzelnen Charaktere zu erleben. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und gut verständlich. Man kann sich das Gelesene sehr gut bildlich vorstellen. Das Buch ist spannend und fesselnd geschrieben. Wenn man einmal richtig in die Geschichte eingetaucht ist möchte man das Buch nicht aus der Hand legen. Das Ende des 1. Band hat mich dann noch einmal überrascht. Jetzt kann ich es kaum erwarten den 2. zu lesen. Zum Glück habe ich den schon bei mir liegen.

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Bei diesem Buch brauchte ich ein wenig Zeit, um richtig in die Geschichte reinzufinden. Es ging schon noch recht schnell, brauchte aber mehr Zeit, als bei anderen Büchern. Das mag aber auch daran liegen, das die Geschichte zu einer Zeit spielt, über die ich bisher noch nicht viel gelesen habe. Dank der guten Beschreibungen war es mir aber dennoch recht schnell möglich mich in diese Zeit einzufühlen. Zu verstehen, was damals das Thema war, welchen Stand welche Person hatte etc. Es ist doch ein wenig anders, als heutzutage. Genau das fand ich aber auch interessant. In das Hotel - das Grand - wäre ich wohl auch gern mal gefahren...hätte dort auf der Seebrücke gestanden und aufs Wasser geschaut, dabei der Musik gelauscht. Und meinen Aufenthalt in diesem hochwertigen Hotel vermutlich sehr genossen. Zumindest nachdem, was ich den Beschreibungen entnommen habe. Die Familie von Josie ist sehr manipulativ, man könnte sagen, dass sie ihren gesellschaftlichen Stand ausleben und sich weitestgehend dem "niederen Volk" gegenüber auch so verhalten. Gerade Bernadette ist aber dennoch auch sehr für ihre Zimmermädchen da - das gefiel mir gut, und da konnte sie mich dann doch von sich begeistern. Es ist andererseits erstaunlich wie Bernadette manches nicht sieht, oder besser gesagt nicht sehen will - es interessiert sie nicht so wirklich, sie fragt gar nicht erst richtig nach. Josie ist irgendwie sehr verwöhnt, sie kennt sich selbst noch nicht so gut und muss erst ihren Weg finden, zu sich selbst finden könnte man es auch nennen. Wie ihr dann die Augen geöffnet werden, das gefiel mir gut - vor allem was das mit ihr macht. Die Augen wurden ihr mit einer ziemlichen Brutalität geöffnet, ich glaube das war bei ihr aber auch notwendig - anders hätte sie es vermutlich nicht verstanden. Gegenüber Constantin hab ich ziemlich schnell eine gewisse Abscheu empfunden. Ich habe mich gefragt, wie man so sein kann, so menschenverachtend. Das fand ich schon sehr heftig. Die Geschichte ist super spannend und gut durchdacht. Das Ende ist so gemein, dass ich auf jeden Fall am liebsten jetzt schon den zweiten Teil lesen würde, aber leider muss ich auf den noch eine ganze Zeit warten...dabei möchte ich doch wissen wie es weitergeht.

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„Es ist unbedingt erforderlich, seinen eigenen Standpunkt durch das Aufzeigen klarer Grenzen deutlich zu machen.“ „Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“ ist der erste Band der Grand-Hotel-Saga von Caren Benedikt. Er erschien im März 2020 im Blanvalet Verlag. Bernadette von Plesow leitet das Grand Hotel in Binz seit dem Brand vor einigen Jahren alleine. Obwohl sie sich die Geschäftsführung mittlerweile mit ihrem jüngeren Sohn Alexander teilt, laufen alle Fäden bei ihr zusammen und ohne ihre Zustimmung geschieht nichts. Obwohl die Geschäfte gut laufen lebt Bernadette mit der permanenten Angst, dass das größte Geheimnis ihres Mannes entdeckt und alles gefährden könnte… „Die nach den Sternen greifen“ ist der Auftaktband der Grand-Hotel-Saga um die Familie von Plesow. Dementsprechend wird er genutzt, um alle Familienmitglieder sowie weitere wichtige Figuren vorzustellen und ihre Charakterzüge und -eigenschaften darzustellen. Die Geschichte wechselt zwischen verschiedenen Erzählsträngen, -perspektiven und -orten. Erst nach und nach fügt sich alles zu einer Gesamthandlung zusammen. Diese Wechsel sowie der etwas langatmige Beginn des Romans haben es mir zunächst etwas schwer gemacht, mich in den Roman einzufinden. Als ich jedoch die Zusammenhänge verstanden hatte und die erste Einführung der Figuren erfolgt war, flogen die Buchseiten nur noch so dahin und ich konnte vollständig in das Leben der 20er Jahre in Binz und Berlin eintauchen. Die Familiengeschichte der von Plesows steckt dabei voller spannender Geheimnisse, Intrigen, Korruption und organisierter Kriminalität. Jedes der Familienmitglieder ist auf seine Weise interessant dargestellt und charakterisiert. Die personale Erzählperspektive wechselt dabei zwischen verschiedenen Figuren und ermöglicht dadurch intensive Einblicke in Gedanken und Gefühle nahezu aller Charaktere. Gefallen haben mir dabei sehr die Zitate der einzelnen Figuren, die jedem Kapitel als Überschrift und gleichzeitige Erläuterung der jeweiligen Erzählperspektive vorangestellt waren. Die interessanteste und am schwersten zu durchschauende Person ist für mich allerdings die Protagonistin Bernadette von Plesow. Sie ist unangefochten die „Grand Dame“ von Binz und kaum ein Geschäftsmann kann es mit ihr aufnehmen. Sie ist entschlossen, selbstbewusst und geschickt. Sie weiß was sie will und wie sie es bekommt. Hierbei geht sie zwar nicht gerade über Leichen, Intrigen und Klüngeleien sind ihr aber keinesfalls fremd. Zudem weiß sie, wann es besser ist, die Augen zu verschließen und den Dingen ihren Lauf zu lassen sowie wann es Zeit ist, einzugreifen. Für ihre Kinder kämpft sie wie eine Löwin, lehrt sie aber gleichzeitig den Ernst des Lebens, was gerade ihre Tochter Josephine, die ihren Weg im Leben bisher noch nicht gefunden hat, zu spüren bekommt. Was sie jedoch vor allen verbirgt ist ein Geheimnis, das alles, was sie sich mühsam aufgebaut hat, gefährden kann und das ihr regelmäßig Sorgen bereitet… Fasziniert hat mich, dass sich alle Figuren im Lauf der Handlung deutlich entwickeln und jede für sich große Gewissenskonflikte durchstehen und wichtige Entscheidungen treffen muss. Historisch betrachtet bietet der Roman leider keine großen Hintergründe. Sehr anschaulich wird zwar das bunte und sorgenlose Leben der 20er-Jahre geschildert, politische Zusammenhänge werden allerdings lediglich angerissen und nicht genauer beschrieben. Die Geschicke der Familie von Plesow bleiben daher relativ unpolitisch und könnten auch gut in einer anderen Zeit spielen. Dies finde ich persönlich zwar ein bisschen schade, da ich gerade die Einarbeitung historischer Fakten in Romane sehr schätze, es schmälert aber den Spaß an dem Roman an sich nicht. Das Ende des ersten Bandes hat mich dann noch einmal sehr erschreckt und kam für mich völlig überraschend! Ich bin daher unglaublich gespannt auf den zweiten Teil der Familiensaga und freue mich darauf, wie es weitergeht! Mein Fazit: Ich vergebe 4 von 5 Sternen für den interessanten und rasanten Auftaktband der Grand-Hotel-Saga und freue mich auf den nächsten Teil!

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“Das Grand Hotel“ von Caren Benedikt hat mich sofort an Orte der Erinnerung geschickt. Ich fühlte mich sofort zurückversetzt in meinen Urlaub auf Rügen. Mit der Abbildung des Grand Hotels von Binz wird man in eine Epoche der prächtigen Bäderkultur und seinen feinen weißen Sandstrand mit einer Bilderbuchkulisse mitgenommen. Allein die Architektur der alten Villen lässt erahnen, welche Stellung dem alten Seebad gebührte. Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort mit Beginn der Geschichte in die damalige Zeit mitgenommen. Er ist sehr authentisch und auch umfänglich, so dass man durch ihn ein umfassendes Bild der Charaktere und auch der Orte der Handlungen bekommt. Die Geschichte erzählt die Entwicklung einer Familie, die durch die Hauptfigur Bernadette von Plesow (Mutter) gelenkt wird. Sie führt das Erbe ihres Mannes, der viel zu früh verstorben ist weiter. Ihre Lebensaufgabe ist die Führung des Grand Hotels, als erstes Haus am Platze. Mit allen Mitteln wird Eleganz und Klasse immer weitergeführt und gefestigt. In diesem Imperium soll ihr Sohn Alexander auf seine Rolle als späterer Erbe des Grand Hotels vorbereitet werden. Schnell stellt sich heraus, dass er nie die Erwartungen seiner Mutter in dieser Rolle erfüllen kann. Alexander wird in der Geschichte immer nur als Geschäftsmann im Schatten seiner Mutter wahrgenommen. Seine Schwester Josephine, die ebenfalls eine Rolle im Grand Hotel spielen soll ist jedoch eine Künstlerin, die sich in Binz zwar zu Hause fühlt, aber nicht ihr Leben dem Hotel widmen möchte. Mit ihrem rebellischen Verhalten gerät sie immer wieder in Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter. Sie fühlt sich unerwünscht und auch oft ungeliebt durch Bernadette. Um sich Klarheit über Ihren Platz im Leben zu verschaffen macht sie sich auf den Weg nach Berlin. Ich habe zu jeder Zeit gehofft, dass sie endlich den Sinn in ihrem Leben findet. Gerade die Energie, die sie aufwendet um zu sich selbst zu finden hat mich begeistert. In Berlin führt ihr Bruder Constantin das Hotel Astor. Er scheint mit dem Erfolg seines Hotels echten Reichtum erlangt zu haben. Mit seinen Mitteln unterstützt er auch seine Mutter und das Grand Hotel. Constantin erscheint als Erfolgsmensch, der aber seinen Erfolg auf Kosten anderer erlangt hat. Insgesamt keine rühmliche Erscheinung. Bernadette scheint lange Zeit nicht zu erkennen, wie es zum Erfolg ihres Sohnes gekommen ist oder blendet diese Seite einfach aus. Eine sehr eindrucksvolle Rolle spielt in dieser Geschichte die junge Frau Marie, die als Zimmermädchen im Grand Hotel arbeitet. Bereits zu Kinderzeiten war sie eine sehr gute Freundin von Josephine. Im Laufe der Geschichte gerät Marie in eine für sie scheinbar unlösbare Situation. In ihrer Situation wünscht man ihr endlich Hilfestellung um die Krise zu überwinden. Hier erweist sich gerade Bernadette mit fast mütterlichem Einsatz als Retterin in der Not. Erst an diesem Punkt hat sich mir die so liebevolle, verborgene Seite von Bernadette offenbart. Insgesamt eine spannende und liebevoll geschriebene Familiensaga. Ich kann das Erscheinen des zweiten Bandes nicht erwarten. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

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Ich lese von Caran Benedikt aka Ellin Carsta eigentlich sehr gerne Bücher und habe mich auf das Grand Hotel sehr gefreut. Das Setting ein einem Hotel fand ich sehr spannend, besonders da ein Hotel der Familie von Plesow in Berlin ist, meiner Heimat. Leider habe ich das Buch nach ca. der Hälfte abgebrochen, daher ist meine Bewertung nur für diesen Teil zu sehen. Grand Hotel ist der Auftakt einer Reihe. Es geht um die Familie von Plesow, die zwei Hotels besitzt, das Grand Hotel auf Rügen und das Astor in Berlin. Ersteres wird von Berndette von Plesow und ihrem Sohn Alexander geführt. Das Astor wird von Konstantin geführt. Außerdem gibt es noch Josefine von Plesow, die Künstlerin. Die Geschichte beginnt Mitte der 1920er Jahre. Ich hatte so einige Probleme mit dem Buch. Ich wurde leider mit keinem der Charaktere wirklich warm. Bernadette und vor allem Konstantin sind ziemlich kühl, berechnend und gerissen. Alexander wirkt sehr steif. Josefine ist eine relativ junge, recht naive Dame, der es am liebsten hat, wenn es sich alles nach ihr dreht. Es wird relativ schnell klar, dass es sowohl im Grand als und im Astor zu Schutzgelderpressungen kommt. Konstantin hat dieses Geschäft in Berlin fest in der Hand und ihm ist jedes Mittel recht, um dies zu behalten. Mir fehlte auch einfach ein richtiges roter Faden. Natürlich gibt es immer wieder kleinere Ereignisse, aber das Große Ganze habe ich noch nicht wirklich gesehen und so fehlten eine gewisse Spannung. Dadurch konnte sich bei mir leider auch keine richtige Sogwirkung einstellen. Fazit: Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, aber ich konnte ganz besonders mit den Charakteren nicht warm werden bis mich irgendwann auch die Geschichte nicht mehr gereizt hat. Aus diesem Grund habe ich es abgebrochen.

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