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Rezensionen zu
Leas Spuren

Bettina Storks

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€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Nein, kein neues Thema, aber wunderbar spannend und emotional verpackt. Mal wieder begeben wir uns zurück in unsere dunkle Vergangenheit. Diesmal führt uns der Weg nach Paris und Stuttgart, wo wir den schüchternen Victor Blanc und die junge Deutsche, Charlotte Schneider, kennenlernen. Ein Zufall verschafft ihnen Beiden Arbeit am Deutschen Konsulat zu Hochzeiten der Nazidiktatur mit deutscher Besetzung Frankreichs. Wir schreiben die Jahre 1941/42. Die braunen Größen haben Geschmack an der Kunst aus Pariser Museen gefunden und so stecken Charlotte und Victor bald tiefer in der Szene als ihnen lieb ist … Zurück in der Gegenwart treffen wir auf Marie und Nicolas, deren Leben durch das Testament des kürzlich mit 95 Jahren verstorbenen Victor Blanc auf den Kopf gestellt werden. Es beinhaltet neben einer großzügigen Erbschaft eine knifflige Aufgabe, die auch sie tief in die Vergangenheit eintreten lässt. Werden sich Marie, die Großnichte jener Charlotte aus vergangenen Tagen, und Nicolas, der Enkel des großen Victor Blancs, der Herausforderung stellen? Geschichten dieser Art gibt es zur Zeit viele auf dem deutschen Büchermarkt und so ist es nicht ganz einfach, sich aus der breiten Masse hervor zu heben. Der sympathischen Autorin Bettina Storks ist dies jedoch ganz großartig gelungen. Man merkt, dass sie ihr Herzblut mit einfließen ließ beim Schreiben. Sie hat die Charaktere – in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart – zum Leben erweckt und ließ dadurch auch bei mir echte Gefühle für alle Beteiligten aufkommen. Die Beschreibungen von Paris und Stuttgart machen Lust auf reisen und Museumsbesuche. Vielen Dank für eine feinfühlige und mitreißende Geschichte, liebe Bettina. Ich vergebe für diesen Roman verdiente fünf von fünf Sternen.

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Jedes ihrer Bücher ist ein Knaller und mit "Leas Spuren" hat es Bettina Storks geschafft, mich aus einer quälenden Leseflaute herauszuholen. Dafür schon einmal ganz ♥️lichen Dank! Bettina Storks Bücher kann man mit wenigen Worten umschreiben: 📚 HISTORISCH HOCHINTERESSANT 📚 EXZELLENT RECHERCHIERT 📚 EINE ATMOSPHÄRE, DIE MAN FÜHLEN UND MIT DEN HÄNDEN GREIFEN KANN 📚 FASZINIEREND 📚 FESSELND 📚 EMOTIONAL Sie zieht den Leser mit ihrem ganz eigenen Stil in ihre Welt hinein, das schaffen nicht viele. Das Buch zieht dich einfach in seinen Bann und lässt dich nicht mehr los. Du kannst dich gar nicht dagegen wehren! Es sind Geschichten, die immer zum Nachdenken anregen und mitten ins Herz treffen - die Spuren einer Zeit... In "Leas Spuren" nimmt uns Bettina Storks mit auf eine dramatische Spurensuche in Paris. Da ist einmal das Paris im Jahr 2016. Eine deutsche Historikerin und ein französischer Journalist sind auf der Suche nach einem verschollenen Gemälde und möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie. Und die Spuren die sie dabei finden, führen sie zurück in eine Zeit, in der Paris von den Deutschen besetzt wurde. Eine Zeit, in der die Nazis unter Göring in ganz Europa Kunstschätze und Kulturgüter aus Museen und von jüdischen Galeristen geraubt haben. Und hier treffen wir auf Charlotte und Victor und auf eine verbotene Liebe zwischen einer Deutschen und einem Franzosen, die sich beide dem Widerstand verschrieben haben. Beide Handlungsstränge werden nun miteinander verwoben. Hier zeigt die Autorin wie einzigartig sie historische Begebenheiten mit einer fiktionalen Geschichte verbinden kann. Gleichzeitig werden ihre Geschichten von starken und vollkommen authentischen Figuren getragen. Da gibt es die lebhaften und offensiven Charaktere, aber auch die leisen und defensiven. Alle Protagonisten sind bis ins kleinste Detail gezeichnet und ausgearbeitet. Und man muss sie einfach mögen. Liebe Bettina Storks, vielen, vielen Dank für diese fantastische Geschichte ♥️ Ich hoffe, ich habe euch neugierig gemacht und kann euch "Leas Spuren" und auch alle anderen Bücher von ihr einfach nur ans Herz legen.

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Que reste t-il de nos amours?

Von: Hopeandlive aus Bickenbach

22.07.2020

Der Stuttgarter Historikerin Marie winkt im Jahr 2016 ein lukratives Erbe. Gemeinsam mit dem französischen Journalisten Nicolas erben sie eine Stadtwohnung mitten in Paris. Allerdings gibt es bei der ganzen Sache einen Haken, denn gemeinsam müssen sie ein lang verschollenes Gemälde finden, welches Nicolas Großvater Victor und Maries Großtante Charlotte im Jahr 1943 in Sicherheit gebracht hatten oder was auch immer. Auf jeden Fall sollen Marie und Nicolas es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Diese Suche führt sowohl Marie als auch Nicolas in einer der dunkelsten Zeiten in Europa und sie führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkrieges und an die Abgründe der Besatzungszeit. Sie führt sie auch in die Abgründe ihrer eigenen Familien und deren Verstrickungen. Ihr mulmiges Gefühl wechselt sich mit Furcht und Zittern ab ob der Wahrheiten, der sie sich stellen müssen. Es entwickelt sich zu einem atemlosen Ringen mit der familiären Vergangenheit. Sowohl Marie als auch Nicolas müssen sich in diesem Dickicht der Vergangenheit und des Kunstraubs der Nazis einem schrecklichen Geheimnis stellen. Ihre sich füreinander entwickelnden Gefühle machen die Suche nach Wahrheit nicht unbedingt leichter. Es ist mein erstes Buch von Bettina Storks und ich bin absolut begeistert. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin hat es geschafft, eine sehr dichte und spannende Geschichte von Anfang an zu schreiben, die sehr gut recherchiert ist, und ich habe zu diesem Thema schon einige Romane gelesen. Sie lässt die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen, wir gehen mit Marie und Nicolas im Jahr 2016 auf Spurensuche und erleben, wie sich zwei reifere Menschen, die schon einige Verletzungen aus Beziehungen es schaffen, sich aufeinander einzulassen und erleben Victor und Charlotte in der Besatzungszeit in Paris, die es wagen ihre Liebe zu leben und den Besatzungsmächten zu trotzen. Ein unvergleichliches Leseerlebnis und ich freue mich schon auf das nächste Buch!

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Que reste t-il de nos amours?

Von: Hopeandlive aus Bickenbach

06.07.2020

Der Stuttgarter Historikerin Marie winkt im Jahr 2016 ein lukratives Erbe. Gemeinsam mit dem französischen Journalisten Nicolas erben sie eine Stadtwohnung mitten in Paris. Allerdings gibt es bei der ganzen Sache einen Haken, denn gemeinsam müssen sie ein lang verschollenes Gemälde finden, welches Nicolas Großvater Victor und Maries Großtante Charlotte im Jahr 1943 in Sicherheit gebracht hatten oder was auch immer. Auf jeden Fall sollen Marie und Nicolas es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Diese Suche führt sowohl Marie als auch Nicolas in einer der dunkelsten Zeiten in Europa und sie führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkrieges und an die Abgründe der Besatzungszeit. Sie führt sie auch in die Abgründe ihrer eigenen Familien und deren Verstrickungen. Ihr mulmiges Gefühl wechselt sich mit Furcht und Zittern ab ob der Wahrheiten, der sie sich stellen müssen. Es entwickelt sich zu einem atemlosen Ringen mit der familiären Vergangenheit. Sowohl Marie als auch Nicolas müssen sich in diesem Dickicht der Vergangenheit und des Kunstraubs der Nazis einem schrecklichen Geheimnis stellen. Ihre sich füreinander sich entwickelnden Gefühle machen die Suche nach Wahrheit nicht unbedingt leichter. Es ist mein erstes Buch von Bettina Storks und ich bin absolut begeistert. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin hat es geschafft eine sehr dichte und spannende Geschichte von Anfang an zu schreiben, die sehr gut recherchiert ist und ich habe zu diesem Thema schon einige Romane gelesen. Sie lässt die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielen, wir gehen mit Marie und Nicolas im Jahr 2016 auf Spurensuche und erleben, wie sich zwei reifere Menschen, die schon einige Verletzungen aus Beziehungen es schaffen, sich aufeinander einzulassen und erleben Victor und Charlotte in der Besatzungszeit in Paris, die es wagen ihre Liebe zu leben und den Besatzungsmächten zu trotzen. Ein unvergleichliches Leseerlebnis und ich freue mich schon auf das nächste Buch!

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Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des zweiten Weltkrieges und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas. Bettina Storks hat es in meinen Augen geschafft, einen wahrhaftig ausgezeichneten Roman auf zwei Zeitebenen zu erschaffen. Ich persönlich liebe Bücher und Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen. Sehr häufig geht es dann um ein Erbe, welches tiefe und oft dunkle Geheimnisse mit sich bringt. So auch in dieser Geschichte. Hier geht es nicht nur um Kunstraub, sondern auch um die Aufarbeitung vieler Geschehnissen während der Judenverfolgung und Vernichtung in Paris um 1940. Von der ersten bis zur letzten Seite wurde ich von der Geschichte in den Bann gezogen. Das Wechseln zwischen der Vergangenheit und Gegenwart war so gestaltet, dass eine fesselnde Atmosphäre entstanden ist, der ich gar nicht entkommen konnte und das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Die leichte und flüssige schon fast poetische Ausdrucksweise der Autorin hat es mir besonders einfach gemacht, mich auf diese besondere Geschichte einzulassen. Wirklich gut ausgearbeitete Protagonisten, die mir von Anfang an sehr sympathisch waren gepaart mit dem wunderschönen Paris, waren eine gelungene Abwechslung zum Alltag. Wer einen gut recherchierten Roman auf zwei Zeitebenen lesen möchte, sich von einer spannenden, fesselnden Geschichte einlassen möchte und auch wissen möchte, wo Leas Spuren hinführen, sollte jetzt sofort zu diesem Roman greifen. Suchtgefahr garantiert.

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Spurensuche

Von: Lesefee23.05

20.04.2020

„Es gibt Familien, in deren Kellern Leichen liegen. Dunkle Geschichten, vor langer Zeit archiviert und über Jahrzehnte weggesperrt, geraten in Vergessenheit. Trotzdem sind sie da.“ „Leas Spuren“ ist ein historischer Roman von Bettina Storks. Er erschien im Oktober 2019 im Diana Verlag und ist in sich abgeschlossen. Als Nicolas und Marie gemeinsam eine Wohnung in Paris erben, ist dieses Erbe an eine Bedingung geknüpft: Sie müssen ein verschollenes Gemälde finden und es dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Auf ihrer Suche begegnen die beiden gut gehüteten Familiengeheimnissen und einer bitteren Wahrheit… Mit viel Geschick und einer unglaublich faszinierenden und gefühlvollen Erzählweise berichtet Bettina Stork über die Verbrechen des Nationalsozialismus. Marie und Nicolas haben sich nie zuvor in ihrem Leben gesehen und plötzlich vererbt der Großvater von Nicolas ihnen beiden eine Wohnung in Paris. Neben der ihnen gestellten Aufgabe, stellt sich auch die Frage, was Maries Familie aus Stuttgart mit der Familie Blanc in Paris verbindet. Ein Rätsel, das ebenso wie die Suche nach dem Gemälde, gelöst werden muss… Die beiden beginnen die Suche akribisch und mit viel Geschick, aber auch mit einer gewissen Skepsis gegenüber einander. Erst im Laufe der Zeit werden die Historikerin und der Journalist als richtiges Ermittlungsduo mit perfekten beruflichen Grundlagen für derartige Recherchen. Dies bemerkt man auch während des Romans, die Suche ist präzise und durchdacht, viele Fragen lassen sich durch das geschichtliche Hintergrundwissen von Marie und ihren Freunden leichter lösen, als ohne entsprechendes „Werkzeug“. Die Spurensuche von Marie und Nicolas wird dabei unglaublich spannend aufgebaut. Sie liest sich fast wie ein Kriminalroman, bei dem es nicht um eine Mordermittlung, sondern um eine Ermittlung in einem Kunstraub geht. Mehr und mehr Fakten werden ermittelt und mögliche „Zeugen“ gefunden und befragt. Der Leser kann währenddessen mit kombinieren und überlegen und wird regelrecht in die Dynamik der Suche eingesogen. Die Handlung spielt sich dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart ab, wobei die Zeitebenen wunderbar miteinander verknüpft werden. Die Erzählung wird aus Sicht von Marie, Victor (Nicolas Großvater) und Charlotte (Maries Großtante) beschrieben, die unterschiedlichen Kapitel sind mit Namen, Jahreszahlen und Ortsangaben versehen, sodass Verwechslungen nicht auftreten. Die Erzählstränge werden sinnvoll miteinander aufgebaut und nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild über die Geschehnisse zur Weltkriegszeit. Der Schreibstil ist dabei flüssig und unkompliziert, der Lesefluss wird nicht unterbrochen und ich habe das Buch nicht mehr aus der Hand legen können… Insgesamt ist die Geschichte unglaublich vielschichtig. Es werden die historischen Aspekte des Kunstraubs der Nationalsozialisten, sowie die Judenverfolgung thematisiert und geschickt in die fiktive Geschichte eingearbeitet. Zusätzlich fügen sich Themen der Gegenwart nahtlos in die Erzählung ein. Während Marie und Nicolas auf der Suche nach dem Gemälde sind, bohren sie ziemlich tief in der Vergangenheit. Dies ist gerade für Betroffene nicht immer leicht und manche Geheimnisse sind für diese so schrecklich, dass sie zu Lebzeiten nicht mehr darüber sprechen wollen. Dies wird auch im Roman deutlich und durch mehrere Aspekte gut dargestellt. Natürlich ist es wichtig, dass Lücken in der Vergangenheit geschlossen werden und auch nachträglich Verbrechen ebenso aufgedeckt werden, allerdings reißt dies immer auch Wunden bei anderen, was es ebenso zu bedenken und abzuwägen gibt. Außerdem beschreibt der Roman zwei wunderbare Liebesgeschichten, bei denen eine der anderen folgt und, wenn man es romantisch sehen möchte, in der Gegenwart ein Versprechen der Vergangenheit eingelöst werden kann. Mein Fazit: „Leas Spuren“ ist ein historischer Roman mit Suchtpotenzial. Brilliant recherchiert und geschrieben, mit der richtigen Mischung aus Fiktion und Realität. Emotional und gefühlvoll, definitiv ein Jahreshighlight und 5 von 5 Sternen wert!

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Lesenswert

Von: get lucky

13.03.2020

Ich denke wir werden in der nächsten Zeit sehr veränderte Bedingungen haben. Ich habe mir schon mal Handarbeitsmaterialien und Bücher bereitgelegt. Eines habe ich gerade fertig gelesen und kann es mit ⭐️⭐️⭐️⭐️ weiterempfehlen. WERBUNG/Rezension: Bettina Stork - Leas Spuren Paris 2016. Ein lukratives Erbe winkt der Stuttgarter Historikerin Marie und dem französischen Journalisten Nicolas, wenn sie eine schwierige Aufgabe lösen: Gemeinsam sollen sie ein lang verschollenes Gemälde finden und es den möglichen Überlebenden einer jüdischen Pariser Familie zurückgeben. Ihre Suche führt sie nicht nur in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und an die Abgründe der Besatzungszeit, sondern wird rasch zu einem atemlosen Ringen mit der Vergangenheit ihrer Familien. Im Dickicht des Kunstraubs der Nazis muss sich Marie einem schrecklichen Geheimnis stellen – und bald auch ihren Gefühlen für Nicolas. Gegenwart und Vergangenheit in Paris und Stuttgart, jeweils zu Zeiten des zweiten Weltkrieges und heute sind die Orte dieser ganz bedonderen Handlung Frankreich war von Deutschen besetzt. Im Mittelpunkt steht der Kunstraub um die entarte Kunst. Marie und Nicolas müssen eine schwierige Aufgabe lösen und tauchen immer weiter in die eigene persönliche Geschichte ein. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch, Seite um Seite habe ich mitgefiebert, habe gestaunt, und einmal belehrt, was für unsagbare Dinge im 2. Weltkrieg geschahen. Dem Diana-Verlag @randomhouse ein liebes Dankeschön für das Rezensionsexemplar ! 🤍

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Vorsicht Spoiler Zitat "Leas Spuren" von der Autorin Bettina Storks - hier begibt sich der Leser auf eine Zeitreise in die wohl dunkelste Vergangenheit der deutschen Geschichte im Zweiten Weltkrieg. Handlungsorte sind zum einen in der Gegenwart Stuttgart und Paris als auch in den vierziger Jahren des vergangenen Jh. ebenfalls Paris. Es ist Oktober 2016 als die Historikerin Marie Bergmann nach Paris einer Einladung nach Paris folgt zwecks Regelung der Erbangelegenheiten von Victor Blanc. Niemanden der Familie war der Name geläufig. Omas Fredis Schwester hatte zwar eine lange Zeit während des Kriegs in Paris verbracht, aber die konnte nun nicht mehr gefragt werden. Beim Notar trifft sie Marie auf den Enkel von Victor, Nicolas. Das Testament birgt eine Überraschung, stellt es doch dar, dass es eine Verbindung zwischen Victor und Charlotte gab. Langjährige Weggefährtin, so hatte Victor von Charlotte im Testament gesprochen. Beide Anwesenden erben eine Wohnung in der Rue Oberkampf im elften Arrondissement. Doch das Erbe ist mit einem Auftrag verbunden, wofür sie ein Jahr lang Zeit haben, ihn zu erfüllen. Ein verloren gegangenes Gemälde des jüdischen Malers soll gefunden und an die rechtmäßigen Besitzer übergeben werden - wenn vorhanden. S. 20 "Dieses Schreiben setze ich vorsorglich auf", fuhr Maitre Lambert fort. "Ich bin nun fünfundneuzig Jahre alt. Sollte meine Lebenszeit nicht ausreichen, die Angelegenheit selbst zu klären, dann ist es an Euch, Nicolas und Marie, geschehenes Unrecht wiedergutzumachen". Geschehenes Unrecht wiedergutzumachen Die Wohnung hatte Victor 1940 gekauft. Marie findet dort Aufnahmen ihrer Großtante. Und nicht nur das. Nicolas und Marie stoßen auf Papiere, Zeugnisse aus der deutschen Nazi-Zeit während der Besatzung von Paris. Charlotte war Bibliothekarin gewesen. Hatte in der Deutschen Botschaft in Paris gearbeitet. Welche Verbindung bestand zwischen den beiden? Dies ist ein Blick in die Handlung. Je mehr man darüber offen schreibt, es würde einfach zu viel von diesem großartigen Roman preis geben. Die Autorin entführt den Leser in das Paris zur Zeit der deutschen Besatzung, beschreibt den dort geführten Kunstraub, die Gier nach allem und eben auch die Ängste der betroffenen Menschen. Geschickt gelingt ihr der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dass jeder Protagonist mit seiner eigenen Geschichte dazu beiträgt, zwischen Wahrheit und Fiktion, ist ihr wirklich perfekt gelungen. Aufgrund der Tatsache, dass ich schon eine Bücher von der Autorin gelesen habe, wurde ich auch mit diesem Roman nicht enttäuscht. Auch wenn es eine Zeitlang leider liegen bleiben mußte, aber das steht hier nicht an. Und es gibt halt auch manchmal Bücher, die nicht einfach nur mal so gelesen werden, sondern der richtige Zeitpunkt dafür abgepasst werden muss. Vieles aus der damaligen Zeit des Zweiten Weltkriegs, des geschehenen Unrechts, die Greueltaten, wir können es uns so gar nicht vorstellen. Auch wenn es wie hier im Roman vielleicht "nur" eine Geschichte ist, steckt sehr sehr viel Wahrheit dahinter. Noch gibt es sie, die Zeitzeugen aus der Zeit, die überlebt haben. Die ihre Geschichten erzählen könnten, wenn sie es wollten. Es gibt wenig, womit man mich normalerweise beeindrucken kann. Doch dieser komplexe Roman von Bettina Storks hat mich sehr beeindruckt. Ich habe diesen Roman noch eine ganze Weile mit mir in Gedanken getragen. Diesem außerordentlichen Leseerlebnis gebe ich meine ausdrückliche Empfehlung.

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