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Rezensionen zu
Der Teepalast

Elisabeth Herrmann

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€ 16,00 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Ostfriesland 1834 - vom armen Fischermädchen zur erfolgreichen Königin eines Tee-Imperiums. Bremen, November 1876: „Wie Blumen öffneten sich die weißen Sahnewolken, verwoben sich in zarten Schleiern, steigen auf und ab und sanken schließlich zurück in den dunklen Grund der Tasse.“ - Mit diesen Worten beginnt der neue Roman von Elisabeth Herrmann, der die Geschichte von Lene Vosskamp erzählt. Sie wächst als älteste Tochter in sehr ärmlichen Verhältnissen auf und erfährt bereits in jungen Jahren einige schwere Schicksalsschläge. Durch einen Zufall gerät sie in den Besitz einer chinesischen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Mit diesem mutigen Vorhaben verlässt sie ihre Heimat Ostfriesland und macht sich auf den beschwerlichen Weg nach China, um ihren großen Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Elisabeth Herrmann´s Schreibstil liest sich flüssig und macht die Geschichte herrlich vorstellbar. Auf Lene´s Reise nach und durch Asien hatte ich hin und wieder wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein - auf den Märkten, zwischen all den Gerüchen und Geräuschen. Im Laufe des Buches lernt Lene viele Menschen kennen - gute, wie auch böse -, die der Geschichte immer wieder sehr gute Spannungsbögen verliehen haben. Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz, wenngleich sie eher einen kleinen Teil der Geschichte einnimmt, die am Ende noch eine kleine Überraschung bereithält. Mit knapp über 650 Seiten ist „Der Teepalast“ kein wirklich dünnes Buch, jedoch hat mich die Geschichte einfach richtig toll unterhalten und war für meinen Geschmack keineswegs langatmig. Wer Lust auf eine abenteuerliche Reise ins ferne Asien hat und zudem noch ein wenig über den Teehandel zur damaligen Zeit erfahren möchte, dem kann ich das Buch nur absolut empfehlen. So, und jetzt habe ich Lust auf eine gute Tasse Ostfriesentee :-).

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Elisabeth Herrmann mal ganz anders! Die für ihre komplexen Krimis und Thriller bekannte Autorin ging mit diesem Buch neue Wege – sie wagte sich an einen historischen Stoff und schlägt mit diesem Roman ganz neue Töne an. Ich kann schon mal verraten – ohne ein paar Todesfälle kommt auch dieses Buch nicht aus 😉, aber hier geht es um den abenteuerlichen, wenn nicht sogar aberwitzigen Lebensweg einer jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen.   In bester Tradition klassischer Abenteuerromane erzählt Elisabeth Herrmann ihre Geschichte von dem Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen hin zur Besitzerin des „Teepalasts“ in ihrer norddeutschen Heimat.   Ich kenne mittlerweile so einige historische Frauenromane, aber dieser hier hebt sich definitiv aus der Masse heraus. Das liegt nicht allein an dem stolzen Umfang von 653 Seiten, sondern vor allem an der Art, wie Frau Herrmann diese Geschichte erzählt. Eigentlich würde man diese Art von Story bei einem männlichen Protagonisten erwarten – keinesfalls bei einer Frau im Jahre 1834. Denn sie geht sehr selbstbewusst ihren Weg, ist äußerst risikofreudig und nie um eine Ausrede oder einen Trick verlegen.   Und so liest sich ihre Geschichte rasant und spritzig, sie stürzt von einem Abenteuer ins nächste und das macht unheimlich Spaß zu lesen.   Was mich nur ab und an ein wenig störte, ist die Art und Weise, wie Lene immer weiterkommt auf ihrer Reise. Es sind immer wieder die „perfekten Zufälle“, die ihr helfen. Im richtigen Moment trifft sie immer genau denjenigen, der ihr in Kürze weiterhelfen kann, wenn ihr Weg versperrt scheint und ihre Lage scheinbar ausweglos ist. Das Gute: der Leser kann sich zurücklehnen und weiß – wird schon weitergehen! Aber dadurch hat die Geschichte bei mir ein wenig an Glaubhaftigkeit eingebüßt. Es ist so ein wenig, als würde einem jemand eine abenteuerliche Seefahrergeschichte erzählen, bei der man nie weiß, was wirklich passiert ist oder hätte passieren können…   Aber andererseits macht genau das auch den Reiz der Story aus, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich das letzte Mal eine solch monumentale Geschichte gelesen habe, die sich über mehrere Kontinente spann und einfach überwältigend ist. Die Autorin fängt das karge Leben in Friesland ebenso ein wie die prachtvollen Salons in London, das beengte Zusammenrücken auf einem Schiff auf dem Weg nach Asien ebenso wie die fremde Kultur Indiens… Sie schafft es, dass man meint, alles mit allen Sinnen erleben zu können beim Lesen und das macht einen guten Roman aus!   Deshalb kann ich dieses Buch allen empfehlen, die mal wieder Lust auf eine Geschichte haben, bei der sie völlig eintauchen können in die Vergangenheit. Das Lesegefühl bei diesem Buch ist einfach etwas ganz Besonderes!

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Lenes Weg

Von: Anyah Maria

09.10.2021

Die Geschichte startet 1834 als Helene 'Lene' Vosskamp bereits 17 Jahre alt ist. Sie lebt mit ihrer Familie in völliger Armut, der Vater nach einem Unfall versehrt, versucht als Fischer seine Familie durchzubringen. Im kleinen Dorf in Friesland schlägt der Familie nur Abscheu entgegen. In einer Nacht verliert Lene Vater, Mutter und ein ungeborenes Geschwisterchen. Eine Intrige des gesamtes Dorfes bringt sie nahezu an den Galgen, aber sie kämpft sich frei. Sie schafft es mit Mühen und sehr steinigen Wegen, als erste Frau in ihrer Zeit ein Tee-Imperium aufzubauen und lebt später als sehr reiche Frau. Lene setzt sich Zeit ihres Lebens für Schwächere ein und widersetzt sich Ungerechtigkeiten. Das öffnet ihr manche Tür und verschafft ihr Anerkennung. In diesem Roman ist der Weg der Helene Vosskamp, der die Faszination verbreitet, das Ziel selbst steht schon im voraus fest. Ich mag dieses Buch gar nicht aus den Händen legen, es ist ein wahrer Schmöker, den ich nur so verschlinge. Die Biografie und der Lebensweg Lenes hätte genauso ablaufen können, die Autorin schildert die Verzweiflung, die Stärke, den Kampf dieser Frau einfach ausgezeichnet. Die Story ist für mich perfekt. Die Charaktere aller sind hervorragend ausgearbeitet, die wirkliche Geschichte der Zeit ist vorbildlich festgehalten. Der Schreibstil Elisabeth Herrmanns beeindruckt mich tief. Sie erzählt prächtig in schöner, erhabener Sprache. Der Spannungsbogen ist fest gezurrt, ich werde von der ersten Zeile an brillant unterhalten und mag Lene durch ihr Leben folgen, ja brenne darauf, wie es nach jeden Kapitel weiter geht. Die Kapitel sind sehr dick gehalten und erzählen jeweils einen Lebensabschnitt Lenes. Ein Buch, das schon seines Umfanges wegen, Zeit benötigt, die jedoch schnell verfliegt. So klar vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle das Buch selbstverständlich weiter. Für mich ein Herzensbuch, Figuren, die nachhallen, eine unvergessliche Geschichte. Leser und Leserinnen, die historische Romane und die Lebenswege einer starken Frau in schwierigen Zeiten und Verhältnissen lieben, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Diese Lektüre ist einzigartig!

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Friesland 1834: Lene Vosskamp wächst bei einer Fischerfamilie in Armut auf. Als eines Tages ein Handelsschiff vor der Küste sinkt, rettet Lene einen Mann aus den Fluten. Damit hat sie die Aufmerksamkeit der Strandpiraten auf sich gezogen: Lene landet im Kerker, kann sich aber durch eine Münze, die ihr der Schiffsbrüchige gegeben hat befreien. Diese Münze soll Lene helfen Teehandel in China zu betreiben. Lene sieht sich ihrem Traum der Armut zu entfliehen nahe. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise von Emden über London bis nach Kanton. „Der Teepalast“ ist der neue Roman von Elisabeth Herrmann. Ich habe schon unzählige Bücher der Autorin gelesen, bisher aber immer Krimis, Thriller und auch Jugendbücher, die auch im Spannungsbereich angesiedelt sind. Jetzt hat die Autorin einen Abstecher ins Genre der Historischen Romane gemacht. Und wie kann es bei Elisabeth Herrmann anders sein, auch dieses Genre beherrscht sie grandios. Schon das Cover ist ein Hingucker. Es ist wunderschön und man muss es in der Buchhandlung einfach in die Hand nehmen. Die Protagonisten sind durchweg sehr interessant. Vor allem natürlich Lene Vosskamp die sich in dieser Geschichte auf ein großes Abenteuer einlässt. Ich fand Lene gleich sympathisch und es hat Freude gemacht ihre Entwicklung mitzuerleben. Ihr Mut und ihr Tatendrang haben mir allen Respekt abgefordert. Lene möchte der Armut entfliehen und mit einer Münze die sie von einem Mann den sie aus den Fluten gerettet hat bekommen hat in den Teehandel einsteigen. Ihr großer Traum ist ein Teepalast. Es hat mir großen Spaß gemacht Lene auf ihrer großen und abenteuerlichen Reise bis ins ferne Asien zu begleiten. Elisabeth Herrmann erzählt die Geschichte aus Sicht von Lene. Aber auch die anderen Protagonisten kommen nicht zu kurz. Im Laufe des Buches begegnet man auch einigen historischen Persönlichkeiten die das Erzählte noch authentischer werden lassen. Auch die Stellung der Frau zu dieser Zeit wird in diesem Buch hervorgehoben. Wie gut, dass es immer wieder so starke und mutige Frauen wie Lene Vosskamp gab die für die Rechte der Frau gekämpft haben. Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist wie immer flüssig und leicht verständlich. Die Autorin erzählt so bildhaft, dass man sich alles genau vorstellen kann. Die Länder und Städte sind in diesem Roman sehr gut beschrieben genau wie die Menschen die uns im Laufe der Geschichte begegnen. Und wie kann es bei der Autorin anders sein, fehlt es auch in diesem Buch nicht an Spannung. Auch mit dieser Geschichte hat Elisabeth Herrmann mir, wie schon so oft wunderbare Lesestunden geschenkt.

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Ist das Cover nicht traumhaft? Die zarten Farben, die Landschaft und die exotischen Blumen wecken sofort das Fernweh und macht neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Mit einer bildgewaltigen Wortwahl hat die Autorin es geschafft, mich mit in den raune Norden, auf die stürmische See, ins verarmte London und ins exotische Paradies zu führen. Die Umgebungsbeschreibungen sind wie die innere Verfassung der Figuren sehr detailliert beschrieben. Ergänzt mit plattdeutschen Dialogen, hat das Lesen großen Spaß gemacht. Als Leser begleitet man Lene auf eine abenteuerliche Reise von ihrem verarmten Leben in Ostfriesland aus, in dem sie viel Leid ertragen musste, bis hin ins ferne Asien, wo sie versucht, ihren Traum von einem Teepalast zu erfüllen. Mit Mut, Geschick, Glück und auch ein wenig Bestechung geht sie ihren Weg und wächst dabei in einer männerdominierenden Welt zu einer selbstbewussten Frau heran. Sie ist bemerkenswert und gibt trotz vieler Schwierigkeiten ihrem Traum nicht auf, um sich und ihren Lieben ein besseres Leben zu ermöglichen. Liebe und Freundschaft spielen dabei wichtige Rollen und sind ihre antreibenden Kräfte. Die Geschichte ist von den ersten Seiten an spannend. Getrieben von der Neugier, ob und wie es Lene schafft, mit dem Teehandel Erfolg zu haben, ist es ein richtiger Pageturner und trotz der Dicke sehr kurzweilig. Interessante Charaktere, die sehr abwechslungsreich sind und sehr widersprüchliche Handlungsorte runden das Ganze ab. Mein Fazit: Eine Meisterleistung der Autorin. Die Handlung ist packend, die Figuren toll dargestellt und liebenswert, die Orte bildgewaltig beschrieben. Wer historische Romane mag, wird „Der Teepalast“ lieben.

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Als ich aber den Klappentext zu „Der Teepalast“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich das Buch lesen musste! Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich habe nur eine kleine Sache, die mir nicht gefallen hat, aber dazu später mehr. Ich war von Anfang an in der Geschichte und habe richtig mit Lene mitgefiebert. Ihr passiert so viel und doch entwickelt sie sich zu einer starken, selbstbewussten Frau, die weiß, was sie im Leben erreichen möchte. Auch die anderen Charaktere waren super ausgearbeitet. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und es hat mir gut gefallen, dass alte Begriffe oder Wörter aus anderen Sprachen in den Fußnoten erklärt wurden. Da es immer nur vereinzelte Wörter waren wurde hier der Lesefluss auch nicht gestört. Ich fand die Geschichte richtig super, allerdings hätte der Epilog in meinen Augen auch ein bisschen kürzer sein können. Die Länge zum Schluss hat mich doch ein klein bisschen genervt. Ansonsten kann ich nur sagen: 5/5 Sterne!

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Lene Vosskamp ist in einem kleinen Fischerdorf in Ortsfriesland aufgewachsen und lebt dort in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Familie. Dadurch, dass sie einem Fremden geholfen hat kommt sie in den Besitz einer Münze die sie zum handeln mit chinesischem Tee berechtigt. Lene schmiedet Pläne wie es ihr gelingen kann ein Teeimperium zu gründen. Sie begibt sich auf die Reise in Ungewisse und weiß nicht welche Odyssee auf sie warten wird ob sich der Weg auch wirklich lohnen wird. Elisabeth Herrmann war mir als Autorin bekannt, nur Lese ich sehr ungerne Krimis oder Thriller und nur deshalb hatte ich noch nichts von ihr gelesen. Bei diesem Roman hier hatte mich der Klappentext sofort angesprochen gehabt und da ich Historische Romane sehr gerne Lese hatte ich mich sehr auf das Lesen des Buches gefreut. Hier geht es um Lene die in bitterster Armut aufgewachsen ist und dann noch ohne ihr Zutun noch tiefer abgerutscht ist. Durch Zufall erhält sie eine Münze mit der sie in China mit Tee handeln darf, Lene nutzt die Chance die sich ihr bietet um Ostfriesland zu verlassen. Über London und Singapur macht sie sich auf den Weg nach Kanton. Allerdings ist es ein wirklich steiniger Weg den Lene vor sich hat und ja man weiß nicht wie es ausgehen wird. Mir ist der Einstieg ins Buch recht leicht gefallen obwohl ich mit dem Prolog noch etwas Probleme hatte, kam ich dann als die richtige Geschichte begann sehr gut voran. Gut gefallen aht mir wie der Roman nur aus der Sicht von Lene erzählt wurde, dabei aber wirklich nie einseitig erzählt war da die vielen anderen Figuren des Romans in Gesprächen zu Wort kamen und es so für mich als Leserin ein völlig rundes Bild ergab. Im Lesefluss haben mich nur die etwas sehr langen Kapitel etwas behindert, denn gerade3 wenn man mal nicht so viel Lesezeit hatte ist es mir schwer gefallen weiter zu Lesen eben auch da es manchmal etwas wenig Absätze gegeben hat. Obwohl de Roman recht umfangreich ist und man vieles auch vorher geschichtlich nicht Wissen konnte, ist es mir wirklich sehr leicht gefallen allem folgen zu können und auch die Entscheidungen die getroffen wurden waren für mich immer sehr gut nachvollziehbar. Der Roman umfasst mehr als 600 Seiten und trotzdem ist einiges passiert mit dem ich so gar nicht gerechnet hätte aber so wurde es auch nie langweilig oder langatmig beim Lesen. Mir ist es wirklich leicht gefallen mir nur durch die sehr anschaulichen Beschreibungen der Figuren des Romans mir diese alle während des Lesens vorzustellen. Lene hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen gehabt wobei ich aber sagen muss Dschihu war mein heimlicher Held. Auch die Handlungsorte empfand ich als sehr anschaulich beschrieben und so ist es mir relativ leicht gefallen mir alles vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen und ich habe so eine abenteuerliche Reise unternommen die mich bis nach China gebracht hat. Für mich persönlich ist Frau Herrmann der Genrewechsel wirklich sehr gut gelungen und deshalb vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.

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