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Rezensionen zu
Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt

Erika Swyler

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Der Klappentext hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und auch die Zitate mit den kurzen Statements zum Buch. Sehr hervorgehoben wurde dabei die besondere Beziehung zwischen Nedda und ihrem Vater. Diese wurde beim Lesen für mich leider nicht so deutlich. Generell hatte ich einige Schwierigkeiten, den Einstieg in die Geschichte zu finden. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, einmal wird die Vergangenheit und Neddas Kindheit behandelt und einmal die Gegenwart der erwachsenen Nedda. Hierbei nimmt die Vergangenheit aber einen sehr viel größeren Teil des Buches ein. Meiner Meinung nach ist der gegenwärtige Teil überflüssig. Für mich hat er nichts bereicherndes zur Geschichte beigetragen. Im Gegenteil; diese Abschnitte der Gegenwart haben mich eher jedes Mal aufs Neue gelangweilt. Nachdem ich mich aber durch die ersten 50-100 Seiten am Anfang durchgequält hatte, wurde es besser. Der Anfang war für meinen Geschmack einfach viel zu verwirrend und unklar. Nachdem der Einstieg aber geschafft war und ich langsam alles durchblickt habe, war die Kerngeschichte ganz interessant. Mit dem Schreibstil bin ich aber leider dauerhaft nicht so ganz warm geworden. Es handelt sich um eine Familie mit Wissenschaftlern, so fallen auch immer wieder wissenschaftliche Begriffe, von denen mir nicht alle geläufig waren. „Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt“ ist auf jeden Fall ein besonderes Buch, das aber leider nicht jeden Geschmack treffen wird.

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Naja

Von: Janina

19.06.2021

Also ich muss sagen, dass ich wirklich ein bisschen enttäuscht bin, der Klappentext hat einfach so extrem gut geklungen, allerdings war das Endprodukt dann doch nicht meinen Erwartungen entsprechend Die Geschichte war sehr verwirrend und vor allem extrem zäh geschrieben, zu Anfang habe ich gar nicht verstanden, um was es überhaupt geht Die Geschichte hat mir jetzt auch nicht so gut gefallen, von ihr hätte ich auch definitiv mehr erwartet Aber am meisten hat mich wirklich der Schreibstil gestört Leider kann ja auch nicht jedem immer alles gefallen vielleicht gefällt es dafür jemand anderen

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Inhalt Ein Mädchen, das für seinen Traum kämpft, ein Vater, der für seine Tochter alles aufs Spiel setzt, und eine Stadt, in der die Zeit stehengeblieben ist. Die elfjährige Nedda Pappas träumt davon, Astronautin zu werden – ein Traum, der in Neddas Heimatort nahe einer Raketenbasis an der Küste Floridas fast realistisch erscheint. Sie muss nur möglichst schnell erwachsen werden – doch genau das möchte Neddas geliebter Vater, ein genialer, aber vom Leben überforderter Wissenschaftler, verhindern. Er hat schon einmal ein Kind verloren und möchte Neddas Kindheit am liebsten konservieren. Seit Jahren schraubt er im Keller an einer Maschine, die genau das ermöglichen soll – doch stattdessen löst er eine Katastrophe aus. Zum ersten Mal in ihrem Leben muss Nedda ihrer Mutter vertrauen und sich mit ihr zusammentun, um ihren Vater zu retten – und die ganze Stadt. Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr gefreut, aber das beeinflusst nicht meine Meinung. Cover Das Cover ist glaube ich eines der schönsten, das ich je gesehen habe. Es ist so modern und irgendwie filigran, aber fällt total auf. Ich liebe den Türkiston und finde die Idee mit dem Mond grandios. Es hat einfach eine wunderschöne Ausstrahlung und man kann zu diesem Cover gar nicht nein sagen! Meine Meinung Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich sagen soll. Dieses Buch ist auf eine Art großartig, die ich nicht greifen kann. Es macht süchtig, obwohl es so ein simpler, fast distanzierter Schreibstil ist. Es gibt kuriose Dinge und so viel, wo man sich fragt: Was bedeutet das? Wir starten im Weltall und wissen erst gar nicht, wer das überhaupt ist und warum und dann deckt sich das alles erst nach und nach auf. Man lernt dabei auch so viel, denn die Protagonistin Nedda ist total wissbegierig und kann mit Fakten mehr anfangen, als mit Gefühlen. Ihr Vater forscht im Labor und so lernte Nedda schon früh einiges über verschiedene chemikalische Vorgänge und das war wirklich interessant. Der Verlauf der Geschichte hat mir auch super gefallen. Nach und nach fügten sich alle Puzzlestücke zusammen. Relativ weit zu Beginn gab es bereits einen Vorfall, der spannend und traurig war. Aber es war auch total cool, zu hören, welche Auswirkungen die Starts der Raketen auf die Stadt dort hatten. Dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, hat sich früh angekündigt und ich war immer total neugierig, die Gründe herauszufinden. Deswegen hat das Buch auch so einen hohen Suchtfaktor. Ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr so langsam gelesen. Und das liegt daran, dass ich wirklich jedes Detail dieser Geschichte ganz genau in mich aufgenommen habe. Denn davon lebt dieses Buch und man kann nicht anders. Es ist so anders, als man erwartet und das auf so geniale Weise! Es steckt voller Wissenschaft und ich gebe zu – darauf muss man sich erstmal einlassen. Aber sobald man das tut, ist es genial. Es ist so komplex und man versteht als Laie trotzdem alles, wenn man sich denn gut drauf konzentriert. Diese Art von Schreibstil ist für mich ganz neu gewesen, aber war eine hammer Erfahrung! Erst spät konnte ich verstehen, wie alles zusammenhängt! Das ist so krass, vor welchen Rätseln man anfangs steht, die sich dann nach und nach erst aufdecken. Ich habe den Klappentext vor 2 Monaten (also vor Release) einmal gelesen und vor dem Lesen bewusst nicht nochmal – deswegen war es auch nur noch wenig, was davon in Erinnerung war und ich wurde echt überrascht. Doch auch mit dem Wissen des Klappentexts ist es spannend! Ich habe manchmal gedacht: „Hä, ich versteh gar nichts“ und am Ende hat sich doch alles zusammengefügt. Ich habe in diesem Buch alles gefühlt: Verwirrung, Staunen, Hoffnung, Trauer. Ich hatte Tränen in den Augen und verbleibe zugleich mit so einem schönen Gefühl. Denn Nedda ist so eine starke junge Frau, die ein echtes Vorbild ist! Sie kämpft weiter und das ist großartig. Daher von mir 5 Sterne

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Ein Roman über die Liebe zur Wissenschaft

Von: _aresto.momentum

18.04.2021

Das Cover & der Titel des Buches haben mich direkt angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend! Leider muss ich gestehen, dass die Geschichte dann nicht wirklich meins war. Hauptsächlich lag es an dem sehr wissenschaftlichen Schreibstil, durch den ich nur die Hälfte verstanden habe 🙈 Auch konnte ich keine wirkliche Beziehung zu den Protagonisten aufbauen, was ich sehr schade fand 😕 Angesichts des Klappentextes hatte ich mir vorallem die Vater-Tochter-Beziehung viel einzigartiger vorgestellt. Interessanter und berührender fand ich dann aber die Beziehung zwischen Nedda und ihrer Mutter. Was mich positiv überrascht hat! Insgesamt konnte mich die Geschichte jedoch nicht richtig abholen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass sie anderen mit mehr wissenschaftlichem Interesse (für die Raumfahrt & Astronauten) sehr gefallen könnte 😊

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Gute Geschichte anstrengend erzählt

Von: Schneeflocke

09.04.2021

Ich fange direkt mit meinen negativen Punkten an. Leider hat mich dieses Buch sehr viel Kraft beim lesen gekostet, ich fand es nicht schön geschrieben, eher holprig und kam oft schon nach kurzer Zeit, also nach jedem Kapitel an dem Punkt an dem ich es weglegen musste. Ob dies nun an der Übersetzung liegt oder mir leider der Schreibstil nicht gelegen hat, weiß ich nicht. Trotz diesem Kritikpunkt war es eine schöne Geschichte, sehr lebendig erzählt. Nachdem ich ein bisschen mehr in die Geschichte und den Schreibstil kam, konnte ich mich auch etwas wohler beim lesen fühlen. Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeiten, weswegen es wirklich schön gewesen wäre, wenn es einfacher für mich zu lesen gewesen wäre und ich nicht so sehr ins stocken durch den Stil geraten wäre. Dieses Buch beschreibt eine herzerwärmende Geschichte von einer jungen Frau und der Beziehung zu ihrem Vater und der NASA. Hierbei kam auch oft noch für mich hinzu, dass es zu technisch war, was ich mir von einem Roman nicht erwünscht hätte. Schon der Start ist zu sehr ins Detail, wie es sich auf einem Raumschiff abspielt. Der Laie hat keine Ahnung und schweift schnell ab, da gewisse Ausdrücke oder Beschreibungen nicht wirklich relevant sind und eher von der Geschichte ablenken. Die Charaktere waren aber schön beschrieben, ich konnte mit jeder Person etwas anfangen und auch sehr schön waren die Beschreibungen der Bezihungen der Charaktere. Auch der Wechsel zwischen den beiden Zeiten ist eine schöne Idee und bringt einen gewissen Charme in das Buch. Alles in allem war es eine schöne Geschichte, aber für mich schlecht erzählt und hierdurch ist viel verloren gegangen. Insgesamt kann ich sagen, dass dieses Buch eine Reise durch die Zeit ist, aber auch durch die Entwicklung einer etwas anderen Familie, irgendwo zwischen Science Fiction, Familiengeschichte und Coming of Age. Gewünscht hätte ich mir allerdings, dass diese Geschichte leichter zu lesen gewesen wäre, denn der Schreibstil hat mir letztendlich ein ganzes Stück vom Spaß an dieser eigentlich richtig tollen Story, die das Potential hat, im Kopf hängen zu bleiben, genommen.

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Inhalt Die 11-jährige Nedda lebt in unmittelbarer Nähe zur Startrampe der NASA-Weltraumraketen und träumt davon Astronautin zu werden. Neddas Vater möchte dagegen am liebsten, dass Nedda niemals erwachsen wird und da er ein Wissenschaftler ist, tüfftelt er an einer Maschine herum, die ihre Kindheit konservieren könnte. Doch dann geht alles schief und die ganze Stadt ist in Gefahr. Nedda muss sich mit ihrer Mutter zusammen tun, obwohl die beiden keinen richtigen Draht zueinander haben. Denn Neddas Mutter war einst eine Wissenschaftlerin und nur zusammen können sie Neddas Vater und vielleicht auch die Stadt retten. Meine Meinung Nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen hatte, war ich unglaublich neugierig auf Neddas Geschichte, da sie nach einer besonderen Geschichte klang. Alles in allem stimmte das auch. Denn das Buch erzählt eine ungewöhnliche Geschichte, eines ungewöhnlichen Mädchens und das auf zwei Zeitebenen. Man erlebt Neddas Leben als 11-jähriges Mädchen im Jahr 1986 und zusätzlich ihr Leben in der Zukunft als Erwachsene als Astronautin. Diese Darstellung fand ich zwar gelungen, aber dennoch habe ich keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden. Denn obwohl ich die Idee mochte und auch skurrile Geschichten mag, fiel es mir schwer der Geschichte zu folgen. Der Schreibstil war meiner Meinung nach ziemlich verworren und anstrengend. Es gibt viele technische und physikalische Begriffe und Gespräche und vieles erschien mir nicht logisch. So musste ich mich mehrmals aufraffen das Buch weiter zu lesen, obwohl die Geschichte eigentlich Potenzial hat. Dabei fiel es mir leichter die Abschnitte aus dem Jahre 1986 zu lesen. Dafür mochte ich Nedda als Protagonistin sehr. Als 11-jährige ist sie sehr schlau, hat eine enge Beziehung zu ihrem Vater, ist aber insgesamt eine Außenseiterin. Als Erwachsene ist sie immer noch sehr schlau und nicht immer einfach einzuschätzen, aber durchaus interessant. Sie versucht ganz nebenbei ihre Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten. Auch die anderen Figuren waren definitiv interessant, auch wenn ich nur zu Nedda wirklich eine Verbindung aufbauen konnte. Der Plot ist definitiv mal etwas anderes und voller Überraschungen und die Mischung aus Drama, Familiengeschichte und Science-Fiction ist nicht schlecht. Auch ist die Geschichte sehr tiefgründig, aber dank des schwierigen Schreibstils war es für mich einfach nicht ganz das richtige Buch, zumal mich das Ende nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht hatte ich auch einfach die falschen Erwartungen, dennoch bekommt es von mir nur eine knappe mittelmäßige Bewertung. Fazit Für mich war das Buch leider nicht ganz das Richtige, was vor allem an dem schwierigem Schreibstil lag. Dennoch gibt es bestimmt Leser, die diese ungewöhnliche Geschichte mögen werden, ich gehörte leider nicht dazu.

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Das Buch "Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt" von Erika Swyler lädt durch das wunderschöne Cover zum Träumen ein. Mir gefällt die Farbkombination und das idyllische Motiv. Auch die Geschichte handelt viel vom Träume-Erfüllen. Dabei hat das Buch einiges an Potenzial, welches leider in dieser Handlung nicht ausgeschöpft wurde. In der Geschichte geht es um ein Vater-Tochter-Gespann - eine Kombination, die nicht in vielen Bücher im Vordergrund steht. Dabei spielt es in zwei Handlungssträngen, einmal im Jahr 1986, wo Nedda den Traum hat, Astronautin zu werden und in der Zukunft, in der sie sich den Traum bereits erfüllt hat. Die Bindung zu ihrem Vater ist groß. Nedda wird von allen Seiten ihres Vaters unterstützt und zum Träumen animiert. Viele Szenen sind daher einfühlsam und emotional. Ihre Absichten als Astronautin sind interessant. Besonders das Geschehen im Jahr 1986 habe ich gerne verfolgt. Mit der Zukunft konnte ich mich nicht ganz so stark anfreunden. Viele Geschehnisse sind nicht nachvollziehbar und zu durcheinander. Dabei gibt es Stellen, die sich wiederum ziemlich in die Länge ziehen. Neben dem berührenden Verhältnis zwischen Tochter und Vater, gibt es auch eine Menge Physik-Input, den man mögen muss. Außerdem hat das Buch Sci-Fi-Charakter, den ich nicht erwartet hätte. An manchen Stellen war es mir zu viel, obwohl die Geschichte so einladend war. Das Buch habe ich daher mit gemischten Gefühlen beendet. Die träumerischen Szenen und die Atmosphäre war sehr schön, nur konnten mich der Schreibstil nicht wirklich überzeugen!

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Bei der Lektüre dieses Romans war ich oft zwischen Lachen und Weinen hin und her gerissen. Und habe mir die Frage gestellt, wie ein Buch so schön sein kann, wenn man gleichzeitig nicht einmal die Hälfte von dem versteht, was geschieht? Die mit Mann und Kaninchen auf Long Island lebende Autorin erzählt in ihrem sensiblen und trotzdem hochspannenden Roman die Geschichte von Nedda. Diese ist im Hauptstrang, der im Jahr 1986 spielt, 11 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern in Florida in unmittelbarer Nähe zur Startrampe der NASA-Weltraumraketen. Die Handlung setzt ein am Tag des Challenger-Unglücks, für Nedda, die von allem, was mit Weltraum und Astronauten zu tun hat, begeistert ist, ein geradezu traumatisches Erlebnis. Zusammen mit ihrem Freund Denny versucht sie, damit klarzukommen, es zu verarbeiten. Neddas Vater Theo, ein versponnener Wissenschaftler und ehemaliger NASA-Mitarbeiter, der seine Tochter abgöttisch liebt, tüftelt an einer Art Zeitmaschine, die helfen soll, Neddas Kindheit zu konservieren, sie länger zu bewahren. Im Gegensatz dazu beschäftigt sich Neddas Mutter Betheen vor allem mit Backen, ersinnt und erprobt ständig neue Rezepte. Dabei war auch sie einmal Wissenschaftlerin, nach Theos Worten sogar die bessere von ihnen beiden. Diese Tatsache wird von entscheidender Bedeutung, als die Katastrophe geschieht und Theos Versuch mit seiner Maschine grausam missglückt. Die ganze Stadt gerät in große Gefahr und einzig Nedda und ihre Mutter können sie retten. Das Zusammenspiel mit ihrer Mutter ist für Nedda, die immer ein Vater-Kind war, zuerst sehr schwierig, auch weil sie erst jetzt erfährt, dass sie einmal einen Bruder hatte. In einem parallel erzählten Handlungsstrang ist Nedda längst erwachsen und zusammen mit anderen Astronauten an Bord der „Chawla“ auf dem Weg zu einem weit entfernten Planeten, den sie besiedeln sollen. Hier erlebt die Leserin Nedda bei der Verarbeitung ihrer Kindheitserlebnisse, auch dieser Teil des Romans ist spannend und komplex. Es ist faszinierend, wie es der Autorin gelingt, die Perspektive der 11-jährigen Nedda durchgängig einzuhalten, dabei weder kindlich-naiv noch altklug zu wirken. Erika Swyler fasst die Gedanken und Gefühle des Kindes behutsam und sensibel in zarte und gefühlvolle Worte, ohne kitschig zu werden. Die geradezu philosophischen Gespräche zwischen Nedda und ihrem Freund Denny sind berührend, lassen die Leserin schmunzeln und zugleich nachdenklich werden. Noch mehr zu Herzen gehen die Unterhaltungen zwischen Nedda und ihrem vergötterten Vater. In diesen langen Gesprächen, in denen es um wenig anderes geht als um komplizierte wissenschaftliche Fragen, spürt man die tiefe Liebe zwischen den beiden, ohne dass es plakativ zum Ausdruck gebracht wird. Diese warmherzigen Bilder, die die Autorin so gekonnt zeichnet, die vielschichtigen Figuren, das wird mir im Gedächtnis bleiben. „Sie kannte (ihren Vater), wie man den Duft von Schokoladenkeksen im Ofen kannte oder die Fasern einer Lieblingsdecke, in die man seine Füße kuschelt.“ (S.382) Es dauert eine ganze Weile, bis in diesem Roman etwas Gravierendes geschieht, bis die Handlung wirklich Fahrt aufnimmt. Durch viele, oft nahtlos beginnende und endende Rückblicke verliert man schon mal den Faden und muss zurückblättern. Die vielen technischen Details und Beschreibungen, all die komplizierten Dinge, die Betheen und Nedda tun müssen, um die Stadt zu retten und die Vorgänge auf der „Chawla“ erfordern reichlich Geduld und waren für mich kaum verständlich. All das aber trübt nicht das große Vergnügen bei der Lektüre dieses Romans. Erika Swyler – Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt aus dem Amerikanischen von Astrid Finke Limes, Februar 2021 Gebundene Ausgabe, 448 Seiten, 20,00 €

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