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Rezensionen zu
Das Licht vergangener Tage

Nikoletta Kiss

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Meine Meinung: Die Handlung spielt in zwei Unterschiedlichen Zeiten, als auch Orten. In der Zeit um 1949 spielt die Handlung in Budapest, deren Hauptrollen hier Istvan und Rebeka einnehmen. Die Erzähl-Perspektive wechselt immer mal wieder zwischen den beiden. Wir erfahren wie sie sich kennen lernten - er ein Künstler der Malerei und sie eine Künstlerin der Schauspielerei. Zwei Personen, die zwar was das künstlerische angeht im selben Metier verkehren, aber dennoch unterschiedlicher nicht sein können. Rebeka hat eine gewisse Vorstellung vom Leben und möchte auch nicht minder dieser Vorstellung leben. Als sie aus ihrer Heimat flüchten muss, wird das besondern deutlich. Die Lebensumstände verändern sich drastisch und sie kommt nur schwerlich damit zurecht. Istvan hingegen ist sehr anpassungsfähig und gibt sich mit dem zufrieden was er hat. Aus Liebe zu Rebeka flüchtet er mit ihr, obwohl er das gar nicht müsste - im Gegenteil, durch seine Flucht könnte es sehr gefährlich für sie beide werden. Am neuen Ort angekommen integriert er sich, gibt sich Mühe seinen Beitrag zu leisten und sich anzupassen. Bald entsteht schon ein neuer Traum in ihm.. nicht mehr die Malerei ist ihm wichtig, ein Haus mit Garten, Rebeka an seiner Seite und vielleicht noch eins, zwei Kinder, dann wäre sein Glück perfekt. Doch Rebeka sieht das anders und geht, in der Hoffnung, dass Istvan ihr folgt... 2017 in Berlin geht es um Anna. Sie ist die Enkelin von Rebeka... Anna sucht nach ihren Wurzeln. Sie hatte bisher nicht besondern viel Kontakt zu ihrer Großmutter, erst als es um das Erbe eines bedeutenden Gemäldes geht, zieht es sie zu Rebeka und nach Ungarn. In der Zeit erfährt Anna sehr viel über die Geschichte Rebekas, sie lernt die alten Künstler kennen, darunter auch Istvan, Anna erfährt außerdem wer ihr Großvater ist, denn darüber hat Rebeka nie gesprochen. Anna uns Rebeka weisen einige Parallelen auf, das erkennen sie, als sie zusammen Zeit verbringen. Die Geschichten gefallen mir sehr gut, jedoch nimmt ein Großteil der Handlung die Geschichte um Rebeka und Istvan ein. Der Schreibstil ist gut, flüssig zu lesen. Das einzig schwierige sind die Namen, die haben mich des öfteren aus meinem Lesefluss gebracht. Auch hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten in die Handlung rein zu kommen, doch nach einer Weile ging es dann und ich empfand die Handlung als spannend. Gerade der Part als sie flüchteten und in ihrer neuen Unterkunft mit neuen Mitmenschen klar kommen mussten. Rebeka ist ein sehr eigenwilliger Charakter, teils recht amüsant zu lesen. Und ebenso Anna, die viel von Rebeka geerbt hat. Istvan ist mir sehr sympathisch gewesen, von Anfang bis Ende. Er ist zwar auch recht speziell, vor allem nimmt er kein Blatt vor den Mund. Das erste Aufeinandertreffen mit Rebeka empfand ich als amüsant, man hatte das Gefühl, dass Istvan nicht wirklich Ahnung hatte wie man mit einer Frau spricht. Fazit: Alles in allem ein gutes Buch, wer Familiengeschichten mag ist hier sehr gut bedient. Ich ziehe einen Punkt ab, da ich recht schwer rein kam und die Namen meinen Lesefluss stark beeinträchtigt haben. Also bleiben 4 von 5 Sternen übrig :)

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Das Licht vergangener Tage Inhalt: Nichts kann uns aufhalten Budapest 1949: Als sich István und Rebeka das erste Mal begegnen, fühlen sie sich trotz ihrer Gegensätzlichkeit sofort zueinander hingezogen. Der mittellose Kunststudent schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen oder die Spielregeln des Kunstbetriebs. Sie hingegen kommt aus gutem Hause und träumt von einer glamourösen Karriere als Theaterschauspielerin. Doch dann überschlagen sich die politischen Ereignisse im sozialistischen Ungarn, und plötzlich geht es nicht mehr um arm und reich, sondern vielmehr um Leben und Tod … Berlin 2017: Die junge Galeristin Anna kann ihr Glück kaum fassen, als ein Nachlassverwalter ihr ein kostbares Porträt eines namhaften ungarischen Malers übermittelt. Das Bild hat mehr mit ihr selbst und ihrer Familie zu tun, als Anna zunächst ahnt. Meine Meinung: Als Leser lernt man zunächst Anna kennen, erfährt von ihrer Wochenendbeziehung mit Galerist Michael. Die beiden genügen sich, haben sich bewusst gegen Kinder entschieden, leben stattdessen für die Kunst und ihre Galerien, sie in Berlin und er in Wien. Doch dann stellt das Schicksal Anna vor eine harte Entscheidung, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Durch einige interessante Rückblenden lernt der Leser Annas Großmutter kennen und reist in die Zeit um 1950 nach Ungarn. Rebeka, die ehemals wohlhabende Fabrikantentochter, aus gutem Hause, verwöhnt, wird nach der Beschlagnahmung von Privatbetrieben von der Kunstakademie verwiesen, träumt aber trotzdem von der großen Schauspielkarriere. István, das große malerische Talent, will sich nicht vorschreiben lassen, was er malt, will seine Bilder nicht in den Dienst des Staates stellen und stößt daher an seine Grenzen. Der mittellose Künstler könnte Rebeka zwar nichts bieten, er fasziniert sie aber trotzdem. Durch den bildhaften Schreibstil der Autorin hat man als Leser das Gefühl unmittelbar dabei zu sein. Sie beschreibt emotional die Liebesgeschichte zu Zeiten der Großmutter und der Anna im Hier und Jetzt. Diese sind beide sehr berührend und bewegend. Das Verhältnis zwischen Anna und Großmutter Rebekka ist ambivalent. Rebekka unterstellt ihr nur erben zu wollen. Die Handlung war an keiner Stelle vorhersehbar und hat damit die Spannung aufrecht erhalten und das Miterleben und Mitfühlen mit den Protagonisten ermöglicht. "Das Licht vergangener Tage" von Nikoletta Kiss ist ein empfehlenswertes Debüt für alle Leser, die Freude an einer bewegenden, spannenden Liebesgeschichte haben, die auf mehreren Zeitebenen spielt und dabei von tatsächlichen historischen Ereignissen berichtet.

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Budapest 1949 – Der mittellose Kunststudent István und die junge Rebeka aus gutem Hause, begegnen sich und fühlen sich zu einander hingezogen. Doch beider gegensätzlichen Lebensauffassungen erschweren immer wieder die positve Annäherung. Die politischen Ereignisse im sozialistischen Ungarn verändern sich geradezu rasant. Nach Scheinwahlen steht Ungarn Kopf. Lebensträume werden in andere Bahnen gelenkt. Der Zug des – irgendwie – Überlebens hat das Steuer fest im Griff. Rebeka und István geraten in die Mühlen der Politik. Es ist István der Haltung zeigt und Rebeka zur Seite steht. Berlin 2017 – Die Galeristin Anna ist sehr überrascht als ihr durch einen Nachlassverwalter, ihr ein Porträt eines sehr bekannten ungarischen Künstlers angeboten wird. Doch die Frau auf dem Porträt ist ihr mehr als bekannt. Privat und beruflich ist Anna mit Michael verbunden. Beide führen ein sehr unabhängiges Leben. So sollte es auch gerne bleiben. Jedoch geschieht das unerwartete – Anna wird schwanger. Michael und sie haben nun verschiedene Auffassungen ihrer beider Zukunft betreffend. Wie wird sich Anna entscheiden….. Nikoletta Kiss beschreibt sehr feinfühlig in ihrem Debütroman, das Leben zweier Frauen mit allen seinen Höhen und Tiefen. Rebeka und Anna auf der Suche nach der Liebe und dem Sinn des Lebens. Jede von ihnen auf ihre Art und dennoch mit einigen prägnanten Parallelen. Die Geschichten sind sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die verschiedenen Zeitgeschehnisse, insbesondere der politischen Lage Ungarns ab 1949, sind interessant und mit Spannung beschrieben. Ein kurzweiliger, ein lesenswerter Roman.

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Inhaltsangabe: Quelle Heyne – Verlag Nichts kann uns aufhalten Budapest 1949: Als sich István und Rebeka das erste Mal begegnen, fühlen sie sich trotz ihrer Gegensätzlichkeit sofort zueinander hingezogen. Der mittellose Kunststudent schert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen oder die Spielregeln des Kunstbetriebs. Sie hingegen kommt aus gutem Hause und träumt von einer glamourösen Karriere als Theaterschauspielerin. Doch dann überschlagen sich die politischen Ereignisse im sozialistischen Ungarn, und plötzlich geht es nicht mehr um arm und reich, sondern vielmehr um Leben und Tod … Berlin 2017: Die junge Galeristin Anna kann ihr Glück kaum fassen, als ein Nachlassverwalter ihr ein kostbares Porträt eines namhaften ungarischen Malers übermittelt. Das Bild hat mehr mit ihr selbst und ihrer Familie zu tun, als Anna zunächst ahnt. Meine Meinung zur Autorin und Buch: Es ist mein erster Roman von Nicoletta Kiss, er hat mich stark beeindruckt, auch wenn er nicht leicht zu lesen ist, eben eine Anspruchsvolle Kost. Sie schreibt über Verluste und auch Ängste und bringt vieles auf den Punkt. Sie beleuchte die Geschichte Ungarns in den 1950er Jahren, die Volksaufstände, die Enteignung der Reichen , den aufkommenden Kommunismus, die Besatzung des sowjetischen Russlands,die Ostoberrevolution, die unglückliche Liebe zwischen den Protagonisten Rebeka und Istaván, ihre Sehnsüchte nach einem erfüllten Liebe und Leben, ihr Traum von einen Glanzvollen Karriere als Schauspielerin, er als Maler. Das alles spielt sich ausgerechnet in den plötzlichen Politischen Ereignissen in Ungarn ab, es geht um Leben und Tod, ein Land im Umbruch. Das alles hat sie sehr Bildhaft und lebendig geschildert, auch die einzelnen Figuren und deren Charaktere sind gut herausgearbeitet. Sie nimmt ihre Leser bei der Hand, und reist mit ihnen von Budapest bis Berlin, von 1949 – 2017. Eine Geschichte voller Tiefen, Höhen und Geheimnissen, die es aufzudecken gilt. Sehr gut gefielen mir Istaván und Rebeka, zwei Liebende und ihren großen Träumen. Ihre Herkunft konnte nicht unterschiedlicher sein. Sie kommt aus einem wohlhabenden Elternhaus, er ist nur ein mittelloser Student. Es ist Liebe auf den ersten Blick, besonders bei Istaván spürte man es, er fertigt von ihr ein Porträt an, das in der Geschichte noch eine große Rolle spielen wird. Zwei Liebenden in einem Land in dem alles drunter und drüber geht. Rebeka dagegen, fand ich sehr launisch und Exozentrisch, eben verwöhnt, bis jetzt viel ihr alles in den Schoß. Man spürt die innere Zerrissenheit der beiden, aber auch ihre Angst, vor dem was da auf sie zurollt im Land, kein einfaches Leben damals in Ungarn. Das ausgerechnet noch ein reicher und vermögender Mann um Rebeka wirbt, bereitet Istaván sorgen und Angst. Wenn wird sie erhören ? Eine Abenteuerliche und gefährliche Geschichte beginnt . Ihr zu folgen war Aufregend, genauso Aufregend wie 2017 in Berlin, als die Kunsthändlerin Anna, von einem Nachlassverwalter ein wertvolles Porträt erhält. Anna, ahnt noch nicht was alles damit auf sie zurollt, und wie tief ihre Familie darin verwickelt ist. Wird ihre Großmutter Rebeka in Wien ihr Geheimnis lüften, das auch Annas Mutter betrifft. Was damals wirklich passiert ist….. Ein spannender Roman, der vor einem großen Historischen Hintergrund spielt.

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Er lässt sich nicht einfach lesen, dieser Roman. Vorwiegend in den 1950-er Jahren spielend, ist die Erzählung weitgehend dramatisch und wird an mehreren Stellen sogar beklemmend. Historische Begebenheiten in den Anfängen des sozialistischen Ungarns wechseln sich gekonnt mit der fiktiven Liebesgeschichte ab. Es beginnt und endet harmlos im Jahr 2017, als eine Galeristin in Berlin das Bild eines ungarischen Malers erhält und erfährt, dass es mit ihrer eigenen Geschichte zu tun hat. Und dieses Wissen erhält sie von ihrer Mutter. Damit beginnt der eigentliche Roman, der so spannend, oft beklemmend und manchmal zu detailliert erzählt wird. Man erliest sich die Geschichte Ungarns zwischen 1949 und 1957 mit allem Drum und Dran: Kriegsende, Frieden, Beginn des Sozialismus, die Macht der Russen und die Aufstände des Volkes. Mittendrin die fiktive Geschichte eines Paares. Es hätte den Rahmen der Gegenwart nicht gebraucht. Er stört sogar beim Lesen, denn er reißt meist in interessanten Lesemomenten aus der Konzentration. Die Schreibe ist anspruchsvoll, gespickt mit Hinweisen auf berühmte Persönlichkeiten und Architektur Budapests. Das ist einerseits sehr anschaulich und interessant. Andererseits wirkt die Geschichte dadurch manchmal etwas überfrachtet. Nichts desto trotz: ein lesenswerter Roman.

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