Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Rezensionen zu
Das kann doch weg!

Fumio Sasaki

(7)
(10)
(1)
(0)
(0)
€ 18,00 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 24,90* (* empf. VK-Preis)

Gute Ideen

Von: Nina

07.02.2022

In Anlehnung an Marie Kondos Werk war ich plötzlich dem Hype "Ausmisten" ausgeliefert. Dieses Buch wählt ähnliche Ansätze und gibt gute Ideen und Denkanstöße. Die Bilder der Wohnung des Autors haben mich aber doch sehr abgeschreckt. Jeder mag ja so leben, wie es ihm oder ihr gefällt, aber das war nun nicht mehr Ziel. Dennoch habe ich das Buch für "gut" befunden, würde es aber nicht nochmal lesen wollen.

Lesen Sie weiter

Lesetipp

Von: Mein.Bücherregal

22.09.2021

Das kann doch weg! von Fumio Sasaki aus dem Heyne Verlag . ⚪️ Inhalt . Der Autor berichtet von seinem minimalistischen Lebensstil und den gemachten Erfahrungen . ⚪️ was mir gefallen hat . Das Buch hat zwar etwas über 250 Seiten... aber es ist ein gut und schnell zu lesendes ... kleines feines Buch . Man erkennt sich und sein eigenes Leben anhand einiger Beispiele wieder. . Hier wird nie der Zeigefinger gehoben... aber durch das positive Erleben des Autors möchte man auch sofort aufräumen. Es ist einfach ansteckend. . Dieses Buch muss nicht mit Aufgaben animieren endlich etwas auszusortieren... irgendwie habe ich gleich beim Lesen schon im Alltag etwas ausgemistet. . ⚪️ Fazit . Ein Buch zum Inspirieren lassen... es gibt Einblick in das Innere eines Minimalisten. Wie kam er dazu? Warum hat er das gemacht? Was hat sich verändert? All das erfährt man hier. Ein #lesetipp

Lesen Sie weiter

Es gibt inzwischen sehr viele Bücher über einen minimalistischen Lebensstil. Manche Bücher fordern den Leser auf radikal alles wegzuwerfen, andere Bücher raten gar zu einem liebevollen Abschied vom angehäuften Besitz. Dieses Buch hebt sich positiv von anderen Trend-Büchern ab, denn auch wenn der Autor den Minimalismus für die meisten sicher zu weit treibt, macht sein offener Schreibstil deutlich, dass das sein persönlicher Weg ist. Als Leser spürt man die Freiheit einen eigenen Weg zu finden. Fumio Sasaki, ein japanischer Lektor, Blogger und Autor, beschreibt in diesem Buch wie die Befreiung von Besitz bei ihm zu mehr Zufriedenheit und Glück führte. Anhand von Bildern und Beschreibungen schildert er sein früheres Leben – ein unordentliches und unübersichtliches Zuhause und schlechte Gewohnheiten. Die Entschlackung seines Wohnraums half ihm sein übermäßiges Trinken aufzugeben, abzunehmen, und vor allem mehr Zeit für das Wesentliche zu haben. Der Autor erklärt zunächst was Minimalismus ist. Er macht deutlich, dass mehr Besitz nicht zu einem besseren Leben führt. Eindrücklich wird das am Beispiel einer Urlaubsreise klar. Mit der Beschränkung auf einen Koffer lässt der Reisende, mit seinem ganzen Besitz, auch Stress Zuhause. Die meisten Leser werden sicher nicht so viel weggeben wollen, dass zum Schluss nur ein einziges Handtuch und eine Matratze auf dem Boden übrigbleiben. Aber das ist nicht das Ziel dieses Buchs. Hilfreich und wichtig sind auf jeden Fall die Gedanken über unseren heutigen Konsum. Es werden andauernd Wünsche in uns geweckt nach Artikeln, die wir nicht brauchen, und die schließlich eher eine Last sind als eine Hilfe. Denn alle Gegenstände unseres Lebens brauchen Zeit und Energie. Mit praktischen Tipps zeigt Sasaki wie verschiedene Gegenstände ausgemistet werden können. Der Leser fühlt sich verstanden, denn der Autor zeigt, dass dazu ein schwieriger Loslöseprozess gehört. Für ihn war es hilfreich Fotos von den weggegebenen Gegenständen zu machen. Aber es geht nicht nur um das Ausmisten, sondern vor allem darum, was einem Leben Wert verleiht. Zu oft glaubt man, dass mehr Besitz glücklicher macht. Doch die Freude an den Neuanschaffungen währt nicht lang. Fazit: Ein inspirierendes Buch über das Leben mit weniger Ballast. Offen und in einfacher Sprache beschreibt der Autor seinen eigenen Weg zum Minimalisten, wenn auch teilweise etwas zu ausführlich. Hilfreiche Tipps helfen sich von einem Zuviel an Gegenständen zu trennen. Empfehlenswert!

Lesen Sie weiter

„Wenn Menschen sagen, etwas sei unmöglich, dann haben sie bereits beschlossen, es nicht tun zu wollen“ (S.67) . Fumio Sasaki erzählt in diesem Buch über seinen Weg zum Minimalisten und bietet gleichzeitig eine Erklärung, was unter Minimalismus zu verstehen ist, sowie Tipps für ein minimalistischeres und somit hoffentlich auch glücklicheres Leben. Der Autor lebte nicht immer diesen Lebensstil, ist nun aber ein Vorreiter der Bewegung und teilt in <Das kann doch weg> ganz offen seine Erfahrungen. . Inhaltlich beginnt das Buch bei dem Verständnis von Minimalismus und aus welchen Gründen es überhaupt zum Gegenteil, dem ‚Maximalismus‘ kommt. Über die Ratschläge für den Start ins minimalistische Leben gelangt Sasaki dann zu den großen Veränderungen, die er durchlaufen hat, bis hin zum ‚Glücklichsein‘ und einer abschließenden Zusammenfassung. . Trotz der Tatsache, dass es sich um ein Sachbuch handelt, fand ich das Buch sehr spannend zu lesen. Sasaki beschreibt sowohl eigene Erfahrungen als auch seine Ratschläge authentisch, zum Teil sehr humorvoll und anhand von Beispielen, Metaphern oder ähnlichem. Ich fühlte mich als Leser direkt angesprochen und konnte die Situationen meistens auch sehr gut nachvollziehen. Nicht selten konnte ich mich im Geschriebenen auch wiederfinden. Die Ausführungen sind besonders sympathisch und realistisch, da sich Sasaki nicht als vollkommener Meister des Minimalismus darstellt, auch er hat klein angefangen. In der Mitte des Buchs sind einige Seiten mit Farbbildern, die zusätzlich die Ausführungen unterstreichen. Auch abgebildet ist der Vergleich zwischen Sasaki`s früherer maximalistischer Wohnung und seiner jetzigen Besitz-Situation. Es wirkt wesentlich ermutigender diese Veränderung auch zu sehen, als nur darüber zu lesen. . Ein Kritikpunkt meinerseits war, dass der Minimalismus für mich teilweise als ‚Allheilmittel‘ dargestellt wird. In etwa so: Du hast Streit mit deiner Frau? – Nun wärst du mal lieber Minimalist gewesen, denn denen passiert das nicht. Im Buch sind sehr viele einleuchtende Gründe für einen minimalischen Lebensstil, die mich auch bereits jetzt im Alltag, vor allem zur Konsumzeit Weihnachten, über vieles nachdenken ließen und auch mein Einkaufverhalten bereits beeinflussen, aufgeführt. Auch hier meist anhand von Anekdoten gut nachvollziehbar vorgestellt. Nur vereinzelt fand ich die Begründungen eben etwas weit hergeholt, wo sich mir dann doch die Frage nach dem tatsächlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang stellt. . Für mich persönlich wirklich ein sehr interessantes Buch, ich habe mir viel markiert und glaube auch, dass mich Sasaki’s Ausführungen durchaus nachhaltig beeinflusst haben. Die 55 im Vordergrund stehenden Tipps für ein minimalistisches Leben sind auch überwiegend gut für den Einstieg geeignet und meist leicht umsetzbar. Besonders schön fand ich noch die Aussagen, dass man sich die Zeit geben soll, die man zum Ausmisten braucht, da man auch bereit dafür sein muss und dass jeder seinen individuell passenden Minimalismus finden muss. Es werden auch kritische Punkte beleuchtet (Bsp. Kann man dann noch Freunde/ Bekannte einladen? Oder Was ist, wenn man dann doch etwas vermisst?) und Sasaki bietet charmant einige Lösungsmöglichkeiten dafür an. . Ich würde das Buch allen weiterempfehlen, die sich ob als Anfänger oder Fortgeschrittene für Minimalismus interessiert und damit auseinandersetzen wollen. Auf sympathische Art und Weise wird man vom Autor mitgenommen, anhand seiner Person alles zu erfahren, was man über den Lebensstil wissen muss, ob Ratschläge, Lösungsansätze oder motivierende Aussichten. Und in meinem Fall konnte ich auch viel vom Buch lernen und bereits umsetzen.

Lesen Sie weiter

Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben. Und wieder ein Aufräumbuch mit dem Schwerpunkt Minimalismus- das mag sich so mancher beim Lesen des Titels denken. Ich selber beschäftige mich jetzt seit geraumer Zeit mit dem Thema und schätze die Tipps und Ratschläge sehr. Doch wer sich mehr als ein Buch mit diesen Schwerpunkten angelesen hat, stellt fest, dass die Thematik und die Motivation meist ähnlich sind, aber die Ansätze grundverschieden. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so ist es auch mit der jeweiligen Motivation und Durchhaltevermögen. Beim Lesen solcher Lektüren bin ich immer Feuer und Flamme und stürze mich in das Ausmisten, doch leider merke ich oft, dass ich bei vielen Dingen noch immer nicht bereit bin, darauf zu verzichten. Während ein Autor strenger ist und nach dem „Kisten-Prinzip“ arbeitet (länger als ein Jahr nicht benutzt, also weg damit), gehen andere wiederum weniger brachial vor und haben dennoch das gleiche Ziel. Es macht also durchaus Sinn, mehrere Ansätze zu lesen und das Richtige für sich rauszusuchen. So bin ich bei dem Werk von Fumio Sasaki gelandet. Sein Ansatz ist recht eindeutig: Wie alle Minimalisten bringen sie ihr Lebensgefühl auf die gleiche Formel: weniger Besitz= mehr Glück. Denn jeder hat schon festgestellt, dass der Wunsch, etwas haben zu wollen, positiver ist, als es letzten Endes tatsächlich zu besitzen. Schnell ist das Glücksgefühl verschwunden und übrig bleiben vollgestopfte Schränke und eine immer und permanente Unordnung. Herr Sasaki ist einer der Vorreiter dieser Minimalisten Bewegung und seine eigenen Erfahrungen, die sein Leben auf den Kopf gestellt haben, teilt er in diesem tollen Ratgeber mit. Hier wird nicht die Moralkeule geschwungen, sondern ganz praktische Tipps gegeben, wie jeder minimalistisch leben kann. 55 Tipps sind in aller Kürze mit leicht verständlichen Erklärungen abgedruckt und am Ende als Schlagwortliste veröffentlicht. So kann jeder klein beginnen und sich die Sachen heraussuchen, die für einen passend erscheinen. Fotos sorgen für die zusätzliche Motivation. Für mich hat dieses Buch einen wundervollen Ansatz und ergänzt sich prima zu meinem bisherigen Wissen. Für mich eine klare Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter

Ausmisten liegt gerade voll im Trend. Marie Kondo hat damit angefangen, und viele tun es ihr nach. Einer davon ist Fumio Sasaki, der das Thema Minimalismus beinahe auf die Spitze treibt. Im Moment lebt er in einer 20 Quadratmeter großen Wohnung in Tokio, die nur mit einer kleinen Holzkiste, einem Schreibtisch und einer Rollfuton-Matratze ausgestattet ist. Ausmisten als Befreiung In seinem Buch “Das kann doch weg – Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben” erzählt er von seiner Entwicklung von einem Mann, der Wohlstandsgegenstände anhäuft, zu einem, der Minimalismus lebt und sich damit besser als je zuvor fühlt. Zum Ausmisten angeregt wurde er von Marie Kondo, die mit ihrem “Magic Cleaning” dafür gesorgt hat, dass die Zahl der Minimalisten in Japan stark gestiegen ist. Minimalismus pur Den Lesern gibt er auch Ideen (insgesamt 55), wie sie selbst das Zuviel in ihrem Leben reduzieren können. Er selbst war radikal. Sogar seine Handtücher im Bad hat er – bis auf eines – entsorgt. Das eine nimmt er jetzt nicht nur, um sich nach dem Duschen abzutrocknen, sondern er verwendet es auch als Geschirrtuch. Für die Gegenstände, die er noch besitzt, empfindet er seit dem Ausmisten viel Dankbarkeit, denn er kennt jeden einzelnen genau. Er hat mehr Geld, fühlt sich frei und schreibt sogar, dass nicht nur die Wohnung abgespeckt hat, sondern auch er selbst. Es muss ja nicht zu unpersönlich sein Man muss es ihm ja nicht gleich tun – ich selbst könnte mir nicht vorstellen, in einer so gut wie leeren Wohnung zu leben, denn so mancher Gegenstand in der Wohnung hat ja auch eine Geschichte und ist viel mehr als ein Staubfänger. Und wenn kaum noch etwas im Zimmer steht, wird es doch sehr unpersönlich. Auch wenn ein Umzug dann nur ein paar Minuten dauert… Ausmisten statt Konsum Auf alle Fälle motiviert das Buch, sich seine vier Wände mal genauer anzusehen und dann auszumisten. Zumindest ein bisschen. Vor Weihnachten ist das besonders gut, denn man kann sich dann wieder auf das besinnen, was das Fest ausmacht – Konsum ist es jedenfalls nicht!

Lesen Sie weiter

(Diese Rezension wird auf meinem Blog natürlich erst ab dem 12. Februar zu lesen sein!) Pros: Ich fand es einfach spannend darüber zu lesen, wie Grundlegen etwas so “einfaches” wie aufräumen ein Leben und auch den Charakter eines Menschen beeinflussen kann. Allein durch das trennen von materiellen Dingen hat sich das gesamte Leben eines einzelnen Menschen, und mittlerweile einer ganzen Bewegung, so grundlegend geändert, das Glück plötzlich eine ganz andere Bedeutung hat. Es hat mir Spaß gemacht über all die unterschiedlichen Wege zum Minimalismus zu lesen und darüber nachzudenken, was ich wohl als nächstes Aussortieren könnte um meinem Ziel als glücklicher Mensch ein wenig näher zu kommen. Wer sich schon etwas mit dem Thema befasst hat und nun noch tiefer ins Geschehen eintauchen möchte, sollte dieses Buch auf jeden Fall zur Hand nehmen und ihm eine Chance geben. Contras: Manchmal hatte ich das Gefühl, dass der Inhalt des Buches auch ständige Wiederholungen künstlich gestreckt wurde. So wurden manche Zahlen oder Gegenstände durch das Buch hindurch immer und immer wieder aufgezählt, während andere Infos einfach untergegangen sind. Resume Das Buch ist genau ab heute überall erhältlich und ist etwas für jeden, der sich mit dem Minimalismus bereits angefreundet hat, aber auch für völlige Neueinsteiger und Interessierte. es wird differenziert auf bestimmte Lebensumstände und vor allem auch Lösungen eingegangen und wirkt besonders sympathisch, weil man die Reise des Autors gleichzeitig miterleben darf. (Das der Verlag mir ein Rezensionsexemplar zukommen ließ hat meine Meinung in keinster Weise beeinflusst.)

Lesen Sie weiter

Ich liebe Erfahrungsberichte zum Thema „Minimalismus“. Und versuche, ihnen in verschiedenster Form auf diesem Blog Raum zu geben – egal, ob als Gastbeitrag, Interview, Film- oder Buchbesprechung. Das befreiende Gefühl, mit weniger zu leben, tritt nämlich oftmals erst im Vergleich mit anderen Menschen bzw. Gleichgesinnten hervor. Einer von ihnen ist Fumio Sasaki, Mitte 30, Lektor und Blogger in Tokio. Doch Sasaki war nicht immer Minimalist, wie er selber sagt. "Früher kaufte ich jede Menge Sachen in dem Glauben, all diese Dinge würden mein Selbstwertgefühl steigern und mich glücklicher machen. […] Gleichzeitig maß ich mich ständig mit anderen Menschen, die mehr oder Besseres besaßen, was mich nur traurig machte." So traurig, dass der Japaner ganze Seiten mit seinem alten Ich füllen kann, einer unsicheren Persönlichkeit voller Selbstzweifel und innerer Zerrissenheit sowie dem trügerischen Gefühl, dass Geld und Besitz allein der Schlüssel zum Glück seien. Als sich der junge Mann von diesen Glaubenssätzen ebenso verabschiedet wie von einem Großteil seiner Dinge, versteht er, dass es beim Loslassen oft um mehr als um das bloße Entrümpeln geht. "Meiner Ansicht nach ist Abschiednehmen eine Übung darin, über wahres Glück nachzudenken." Gerne würde ich an dieser Stelle ergänzen, dass vor allem die unfreiwillige Form des Abschiedsnehmens wie der Verlust einer geliebten Person die Frage nach Zufriedenheit und Sinn verstärkt aufwirft – in Summe wesentliche Treiber unseres Glücks. Doch Sasaki legt hier einen anderen, nüchternen Blick an den Tag. Im Fokus die Erkenntnis: Ich habe weggeworfen, also bin ich. Nämlich glücklich. Während erstens die notwendigen Dinge auf ein Minimum reduziert und zweitens alle Exzesse abgestellt worden sind, um sich auf die Dinge konzentrieren zu können, die wirklich zählen. Soweit seine Definition, nach der Männer und Frauen als Minimalisten gelten. Minimalismus als Prolog einer persönlichen Geschichte In fünf großen Kapiteln gewährt der Autor tiefe (visuelle) Einblicke in sein Konsumverhalten, sein Verhältnis zu den Dingen in seinem Besitz und zu den Dingen auf seiner Wunschliste, haptisch und digital. Ein gutes Haar bleibt bei dieser Selbstanalyse nicht übrig, was für Leserinnen und Leser zahlreiche Identifikationsmöglichkeiten schafft – etwa, was die verschiedenen Gründe und Auslöser für ein einfacheres Leben betrifft. Ob Minimalismus das Allheilmittel gegen Kontrollverlust und für ein gesundes inneres Gleichgewicht ist, sei in diesem Zusammenhang dahingestellt. Eine grundlegende Radikalität gegen sich selbst meint man beim Protagonisten jedenfalls herauszulesen, der offen auf den Spuren von Marie Kondo und Hideko Yamashita wandelt. Magic-Cleaning– und Dan-Sha-Ri-Leser wissen mehr. Allen Methoden bzw. Publikationen ist wohl gemein, dass sie das unstete Verhältnis zu unseren Besitztümern auf den Prüfstand stellen. Denn so wie sich die Ausprägung und Ausgestaltung des Minimalismus im Leben ändern kann, so wandeln sich Gemütszustände: "Wir gewöhnen uns irgendwann an jeden neuen, noch so erfüllten Zustand. Irgendwann beginnen wir, unsere Habseligkeiten als selbstverständlich hinzunehmen." Konkret bedeutet das: Unser Glücksgefühl verflüchtigt sich, und mit jedem neuen Eigentum versuchen wir dieses wieder zu erzeugen und festzuhalten. Dies ist die Logik des Unglücklichseins, sagt Sasaki. Ein Teufelskreis, dem zu entrinnen uns 55 Tipps für einen minimalistischen Lebensstil helfen sollen. Obwohl nicht alle Ratschläge vollkommen neu sind und teilweise auf bewährte Methoden rekurrieren, schafft es die Auflistung, ein psychologisches und damit tiefergehendes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen des Loslassens zu entwickeln, und bietet damit einen exzellenten Minimierungsansporn. Denn: Wegwerfen muss man lernen. Hier und heute. Genau jetzt. Weil das Leben nur in diesem Moment stattfindet und wir nie die Zeit zum Loslassen haben werden, wenn wir nicht sofort beginnen: Altes loslassen, Neues umarmen und wichtigen Dingen ihren verdienten Platz einräumen. "Wer sich an Erinnerungsstücke klammert, hängt einem vergangenen Bild seiner selbst nach. Wenn Sie also nur das geringste Interesse haben, sich zu verändern und zu wachsen, dann raffen Sie sich auf und lassen Sie los." Denke nicht, entrümple! Ob Reduzieren ebenfalls bedeutet, nur ein einziges Handtuch für die Pflege von Küche und Körper zu besitzen, bleibt zum Glück jedermann selbst überlassen. Für Sasaki allerdings das perfekte Maß, wobei Qualität statt Quantität bei der Anschaffung von Gebrauchsgegenständen gleichermaßen zur Sprache kommt. Wettkampf und Bußrituale sind für ihn dagegen keine probaten Werbetreiber für mehr Besitzlosigkeit. Haken drunter! Wer sich nun fragt, was nach dem Abschied vom Krempel kommt, für den bietet Fumio Sasaki gleichermaßen (s)eine Geschichte an, jedoch nicht in dem weiterführenden Maße, wie es The Minimalists mit „Der neue Leicht-Sinn“ vorgelegt haben. Sasakis Buch ist reichhaltiger Informations-Minimalismus, der das Why und How auf dem Weg zum Minimalismus in den Vordergrund stellt und schonungslos unsere Ängste zum Thema entlarvt, bspw. die Befürchtung, Teile unserer Identität mit dem Weggeben zu verlieren. Für mich neben Yamashitas Erfolgsmethode Dan-Sha-Ri eines der inspirierendsten Bücher in diesem Sommer, das ich noch eine Weile horten, verleihen und wieder lesen werde; weil ein bisschen Besitz eben doch glücklich macht.

Lesen Sie weiter

Wir stellen nicht sicher, dass Rezensent*innen, welche unsere Produkte auf dieser Website bewerten, unsere Produkte auch tatsächlich gekauft/gelesen haben.