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Rezensionen zu
99 Nächte in Logar

Jamil Jan Kochai

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Heute gibt es mal wieder eine #rezension. Ein großes Dankeschön an das Team vom @bloggerportal und vom @btb_verlag für die Bereitstellung dieses Buches. "99 Nächte in Logar" von @jamil_jan_kochai_author erschien im Februar 2021 in der deutschen Erstausgabe. Wenn ihr zur Seite wischt, könnt ihr lesen worum es, in diesem Buch, geht. Dieses Buch entführt uns nach Afghanistan und lässt uns eine andere Welt entdecken. Wir begleiten den 12 jährigen Marwand und seine Familie einen Sommer lang und werden hineingezogen in ihre Bräuche und Traditionen. Am Anfang fiel es mir schwer in die Geschichte zu finden, da die ersten Seiten schon von Gewalt geprägt sind. Auch haben mir die ganzen Familiennamen und Verbindungen Probleme gemacht. Ständig musste ich zwischen dem Glossar und der momentanen Leseseite hin und her springen, da viele afghanische Begriffe verwendet wurden. Diese machen die Geschichte viel realistischer keine Frage, nur hätte ich eine Fußzeile auf der jeweiligen Seite besser gefunden. Der Schreibstil ist leicht zu lesen und hat man sich die vielen Familienmitglieder, Verbindungen und Wörter erstmal gemerkt, fliegen die Seiten nur so dahin und man taucht ab in eine interessante Welt. Zwischen all der Liebe und Loyalität zur Familie schwingt aber auch immer etwas Gewalt, Agression und Angst mit. Aber macht es das nicht erst authentisch? Afghanistan ist ein Land was keinen Frieden kennt und das spiegelt sich auch in vielen Geschichten im Buch wieder. Am Ende war es ein interessanter Roman der einen mitgenommen in eine Welt die man aus der Ferne kaum greifen kann. Dieses Buch wird definitiv nicht mein letztes über dieses Land und dessen Kultur sein.

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Das Buch spielt in Afghanistan. Es geht um Marwad, ein junger Afghane der inzwischen mit seinen Eltern und Brüdern in Amerika lebt und '05 mit ihnen einen Sommer in Logar bei den Verwandten verbringt. Ich denke um diesen Roman genießen zu können sollte man auf jeden Fall eine gewisse Affinität zur arabischen Kultur haben. Denn, und das finde ich sehr wichtig, dieser Roman erzählt von einem abenteuerlichen Sommer eines zwölfjährigen Afghanen - das Buch nimmt sich nicht heraus Bräuche der Menschen dort kritisch zu beleuchten(Was ich damit meine: es geht nicht um die Burka, es geht nicht um Vermählungen Minderjähriger, es geht nicht um die Rolle der Frau - dazu muss man sich eine andere Lektüre suchen). Das hier hat eher etwas von einem Märchen aus 1001 Nacht! Marwad erzählt von seinem Sommer, in erwachsenen Worten, aber aus kindlicher Sicht. Im Nachhinein weiß man nicht genau wo die Wahrheit aufhört und die Kinder-Fantasie beginnt. Es gibt 'Helden' und 'Dämonen' und viel Liebe. Die Erzählung beginnt mit zwei Zeitsträngen, die ersten Tage in Logar und ein kleiner Zeitsprung zu dem Moment als Budabasch, der Hund der Marwards Fingerspitze abbeißt am ersten Tag, das Weite sucht. Diese Stränge laufen dann zusammen, so dass der Autor dann ab da weiter erzählt. Besonders genossen habe ich die vielen kleinen Geschichten die über das ganze Buch verteilt sind und die 'Jagd' nach Budabasch, und alles was daraus resultiert, untermalen. *** Dieses Buch ist eine Einladung zum Chai, eine Einladung zu einer Afghanischen Hochzeit und auch eine Einladung es sich gemütlich zu machen und alten und neuen Geschichten zu lauschen. Zum Ende hin wurde mir die Geschichte ein kleines bisschen zu verworren, aber ich habe das Buch dennoch sehr genossen. *** Wer sich für die arabische Kultur begeistern kann, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf dieses Buch werfen.

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