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Rezensionen zu
Im Bann des Adlers

Daniel Wolf

Friesen-Saga (2)

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Mit "Im Bann des Adlers" liefert Daniel Wolf wieder einen historischen Roman der extra Klasse ab. Den ersten Teil der Saga "Im Zeichen des Löwen" hatte ich leider gar nicht auf dem Radar und war etwas skeptisch, ob man den ersten Band gelesen haben muss oder nicht. Da aber viele Rezensenten schon geschrieben haben, dass dies nicht der Fall ist, bin ich direkt mit dem zweiten Band eingestiegen und ich kann nur bestätigen, dass dies ohne Probleme möglich ist. Es werden nur ein paar Anspielungen auf vorherige Ereignisse erwähnt, die man aber nicht unbedingt kennen muss. Zu Geschichte selber: Erst einmal spielt das Buch in einer sehr interessanten Zeit und Ort, von der ich vorher noch nie einen historischen Roman gelesen habe. Die (blutige)Geschichte der Ostfriesen ist unglaublich spannend und wurde durch Daniel Wolf hervorragend als Handlungsrahmen umgesetzt. Viele Begriffe aus dieser Zeit und der ostfriesischen Region waren mir fremd, habe also auch einiges hiervon gelernt. Die Handlung an sich ist, wie bei allen Wolf Romanen, sehr komplex und streckt sich über viele Jahre. Unser Protagonist Folkmar Janns muss viele Rückschläge und Leid einstecken auf der Mission seine Unschuld für einen ihm untergeschobenen Mord zu beweisen. Mit 1200 Seiten ist dies wirklich ein enormes Unterfangen und leidet leider auch etwas unter seiner Länge. Der Leser braucht hier viel Ausdauert und gute Augen ;) Ich fand nämlich die Schriftgröße für das Buch doch etwas klein. Zwar wird die Handlung nicht langweilig, aber manchmal wünscht man sich einen schnelleren Erfolg für Folkmar und nicht eine Niederlage nach der anderen und wieder ein Jahr länger mit seiner Suche verbringen zu müssen. Für Fans von historischen Roman auf jeden Fall ein Muss! Nicht die typische Epoche oder Schauplatz in der schon unzählige Romane spielen. Ich werde auf jeden Fall auch noch den ersten Teil lesen!

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Die Friesensaga geht weiter - prima - ich habe sofort gelesen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, aber bei den mehr als 1000 Seiten muss man doch mal zwischendurch arbeiten und schlafen *g* !!! Wir lesen vom jungen Schiffsbauer Folkmar, der des Mordes beschuldigt wird. Er will sich entziehen und heuert bei den Piraten an. Er ist Schiffszimmermann und 21 Jahre. Wir befinden uns im Friesland des Jahres 1390. Er baut Koggen und dem Familienunternehmen geht es gut, sie haben viele Aufträge. Es kommt Almuth ins Spiel, alles ist erst einmal prima - aber diese Intrige bringt alles ins Wanken. Er muss aus seiner Heimat fliehen und die geliebte Almuth zurück lassen. Kann er seine Unschuld beweisen ??? Wieder einmal ein historischer Roman der Extraklasse !!! Ich habe die Lektüre sehr genossen. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt, man kann sich perfekt hinein versetzen und verstehen, warum sie so handeln, wie es sich der Autor erdacht hat. Vor dem Beginn der Handlung bekommt die handelnden Personen aufgelistet, bei der Menge der Charaktere eine gute Sache. Wir steigen mit dem Prolog in die Handlung ein - befinden uns 4 Jahre vor der eigentlichen Handlung. Das Buch ist in sechs Bücher gegliedert, die wiederum in weitere Kapitel gegliedert sind. Abschließend gibt es noch ein Glossar mit maritimen und friesischen Begriffserklärungen. Gedankengänge sind jeweils kursiv gedruckt zu lesen. Ich kann zusammenfassend dieses Buch für Fans des historischen Genres sehr empfehlen. Es gibt von meiner Seite absolut nichts zu bemängeln. Der Anschluss an den ersten Band ist perfekt gelungen - man fühlt sich gleich wieder heimisch und kann anknüpfen am vorhergehenden Lesevergnügen. Wirklich gut gemacht, das Friesische kommt sehr gut zur Geltung und die Schreibweise passt perfekt vom Stil zum Genre und den Örtlichkeiten.

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Gelungenes friesisches Abenteuer Das Leben scheint für Almuth offenbar nicht viel zu bieten zu haben. Sie muss mit ihrem Vater ihre Heimat verlassen und noch einmal ganz von vorn beginnen. Doch in dem neuen Ort lernt sie Folkmar Janns Osinga kennen. Sie verliebt sich in den jungen Schiffszimmermann und er erwidert ihre Gefühle. Vor dem jungen Paar liegt ein Leben voller Glück, wäre da nicht jemand, der ihnen dieses Glück nicht gönnt und eine hinterhältige Intrige gegen Folkmar anzettelt. Der junge Mann wird des Mordes angeklagt und muss fliehen, Almuth bleibt in Trauer zurück. Für Folkmar ist es nicht leicht, seine Unschuld zu beweisen, er zieht verbittert durch die Lande, bis er schließlich unerwartete Hilfe bekommt, aber auch für Almuth ist es nicht leicht, mit dem Gedanken zu leben, denn geliebten Mann nie wiederzusehen. „Im Bann des Adlers“ ist der zweite Teil der Friesen-Saga von Daniel Wolf und obwohl es eine Fortsetzung von „Im Zeichen des Löwen“ ist, kann man die Bücher bedenkenlos einzeln lesen. Die nächste Generation der Familien Osinga und der tom Broks haben ihr Leben zu meistern. Diese vorliegende Geschichte beginnt mit einem Epilog im Jahre 1386 und erzählt, wie die noch sehr junge Almuth zum ersten Mal nach Warfstede kommt. Erst danach geht es mit der eigentlichen Handlung, beginnend im Jahre 1391 weiter. Erzählt wird jetzt aus dem Leben der Menschen zu Warfstede allen voran natürlich die Familie Osinga und ihr Handwerk. Ein Szenenwechsel führt die Leser dann zu der Familie tom Brok, die die Herrschaft über diesen Teil Frieslands übernehmen will. Daniel Wolf hat es in meinen Augen geschafft, eine spannende Familiengeschichte zu erzählen. Gleichzeitig erfährt man viel aus dem Leben dieser Zeit und von den politischen Zusammenhängen zwischen den Häuptlingen und den Nachbarländern, die alle gern die Freiheit der Friesen eindämmen würden. Im Vordergrund steht natürlich das Leben der beschriebenen Familien. Allen voran Folkmar Janns Osinga. Sein Schicksal wird sehr ausführlich geschildert. Vielleicht sogar eine Spur zu intensiv. Er wurde verbannt und sein Weg zurück, war lang und schmerzvoll und wird in allen Facetten und Einzelheiten beschrieben. Ich mag ja so ausführliche Geschichten, man kann darin so richtig schön versinken. Allerdings wurde es bei Folkmar erst so wirklich spannend, als er auf die Vitalienbrüdern trifft, leider erst sehr spät im Buch. Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich unter anderem mit dem Leben von Almuth. Mit ihr erfährt man viel darüber, wie die einzelnen Ortschaften verwaltet wurden. Sie darf zwar in einer Gemeinschaft leben, was aber nicht bedeutetet, dass sie nicht ebenfalls eine sehr einsame Zeit erlebt hat. Ihr Schicksal wird ebenfalls ausführlich geschildert. Und natürlich geht der Blick auch auf die Familie tom Brok. Mir haben die ausführlichen Beschreibungen der Ereignisse Spaß gemacht. Ich konnte tief in die Zeit eintauchen. Auch wenn sicherlich einiges Handeln vorhersehbar war und auch das Ende jetzt nicht wirklich überraschend war, die Lesereise bis dahin war ein gelungenes Abenteuer. Besonders gefallen haben mir die Likedeeler. Ich fand es spannend, davon zu lesen, wie sich die Vitalienbrüdern weiterentwickelt haben, beziehungsweise was aus ihnen geworden ist. Fazit: „Im Bann des Adlers“ umfasst 1048 Seiten, ist also ein wirkliches dickes Buch, ich habe jede einzelne Seite mit Genuss gelesen. Mir hat es Spaß gemacht, Folkmar, Almuth und ihre Familie auf ihrem Weg zu begleiten und auch zu sehen, wie sich die Geschehnisse entwickelt haben. Auch wenn es Szenen gab, deren Ende vorhersehbar waren, hat trotzdem alles zusammengepasst. Am Ende habe ich einen gelungenen historischen Roman ganz nach meinem Geschmack gelesen.

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Band 1 ist ja jetzt über 2 Jahre her und ich konnte mich nicht mehr an die Details erinnern - aber die braucht man auch nicht unbedingt. Bekannt warten mir Jann Osinga und sein Halbbruder Abbe, aber auch wenn sie teilweise eine wichtige Nebenrolle spielen, muss man ihre Vorgeschichte nicht unbedingt kennen. Daniel Wolf fügt zwischendurch immer wieder kleine Erinnerungen ein, die mein Gedächtnis angestubst haben - so dass man Verbindungen und Hintergründe erkennt, die aber nicht zwingend notwendig sind. Aber es geht hier um Folkmar Osinga, den Sohn von Jann. Die Familie lebt noch immer in Warstede und lebt vom Schiffsbau, allerdings gab es einen Machtwechsel und unter der Herrschaft von tom Brock wird ihnen ein neuer Vogt in ihr Kirchspiel gesetzt (Kirchspiel ist eine Art Verwaltungsbezirk) Dieser neue Vogt, Yneke Egers, stellt schon bei seiner Ankunft seine selbstherrliches und unnachgiebiges Wesen zur Schau und durch seine Verbindungen zu tom Brock hat Folkmar ein schweres Schicksal zu tragen. Yneke ist ein typischer Antagonist, an dem kein gutes Haar gelassen wird. Von Selbstzweifeln zerfressen (kleine Anspielungen auf die Häme seines Vaters von Kindheit an) haben ihn zu einem Menschen gemacht, der durch die Unterdrückung von anderen an Größe gewinnt und vor keiner Gelegenheit zurückschreckt, diese auf grausame und tyrannische Art auszuleben. Es war wieder sehr flüssig zu lesen und man taucht sofort in die damalige Zeit ein. Ich selber kenne mich in den Gepflogenheiten des 14. Jahrhunderts in Friesland nicht wirklich aus, aber ich denke, der Autor hat hier gut recherchiert. Ein bisschen gewundert hab ich mich, dass ein Bastardsohn eine so hohe Stellung innehaben kann - das kenne ich aus anderen historischen Büchern anders - und auch der Einfluss von Ehefrauen war hier sehr prägnant. Eine interessante Abwechslung und erfrischend anders. Neben Folkmars Schicksal geht es auch um die Machtansprüche der tom Brock, denn diese Familie möchte ihre Herrschaftsansprüche in ganz Friesland ausbreiten, was natürlich zu Kriegen und Kämpfen führt. Sogar die Piraten mit dem sagenumwobenen Klaus Störtebeker sind mit von der Partie und es gibt einige Ränke und Intrigen. Einige bekannte Namen aus der Geschichte, die Daniel Wolf auch vorne im Namensverzeichnis als solche gekennzeichnet hat. Wie z. B. auch Foelke tom Brock, die Gemahlin von Ocko. Hier vermischt der Autor die überlieferten Informationen mit seinen fiktiven Ideen, aber ich finde es immer interessant, wenn historische Kenntnisse mit eingeflochten werden. Aber auch die Familie Osinga in Warfstede bleibt immer im Blick, sowie auch Almuth, die ein hartes Los gezogen hat und sich in ihrer erzwungenen Ehe zurechtfinden muss. Besonders Folkmars Onkel Abbe ist mir wieder sehr ans Herz gewachsen. Mit seinem Buckel und verwachsenen Beinen ist er gerne das Ziel von Gespött und auch sein Weg hat viel Leid und Einsamkeit für ihn vorgesehen, aber er gibt nicht auf und versucht immer, das Beste daraus zu machen. Folkmar selbst muss mit vielen Entbehrungen zurechtkommen und über Wasser halten, mit dem einzigen Ziel, das Unrecht gegen ihn aufzuheben und seinen Namen wieder reinzuwaschen. Dafür nimmt er eine Menge in Kauf, hält aber an seinen Prinzipien fest, nicht auf die die gleiche Stufe wie seine Widersacher herabzusteigen. Durchwegs unterhaltsam geschrieben hat mir dennoch manchmal ein bisschen die Überraschung gefehlt. Worauf es am Ende hinauslaufen wird war im Endeffekt klar und es gab viele Umwege und auch spannende Ereignisse, aber der gewisse Kick hat ein bisschen gefehlt. Grade das letzte Viertel war dann für mich eher ein Hinwarten auf das, was sich im Laufe der Handlung schon angekündigt hat - vielleicht war ich einfach zu ungeduldig oder man hätte doch vielleicht noch ein bisschen was kürzen können.

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Die Familiensaga geht weiter Janns Sohn Folkmar ist erwachsen und wächst immer mehr in das Schiffsbauunternehmen hinein. Als er sich in die schöne Almuth verliebt tritt er in Konkurrenz zum Landvogt Yneke. In der Folge ersinnt dieser eine böse List, um Folkmar loszuwerden. Diesem bleiben nur die Flucht und ein entbehrungsreiches Leben. Doch Folkmar setzt alles daran, seine Unschuld zu beweisen. Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Daniel Wolf gefreut. Versteht er es doch wie kaum ein anderer, historische Zeiten so lebendig werden zu lassen, als wäre man als Leser dicht dabei. Das ist ihm auch in seinem neuen Buch sehr gut gelungen. Allerdings muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht ganz so gefesselt hat wie das vorherige. Mir war das Ganze einfach etwas zu lang gezogen. Folkmars Kampf gegen die Elemente wieder und wieder zu lesen, war mit der Zeit etwas ermüdend. Auch die ständigen Kämpfe der Friesen gegeneinander waren mir mit der Zeit zu ausschweifend. Für mich hätte man das ganze Buch gerne etwas straffen können und mehr die persönlichen Konflikte der Charaktere in den Vordergrund stellen. Almuth ist eine starke Persönlichkeit. Und Yneke nimmt ihre Launen einfach so hin? So wie ich bisher in historischen Romanen gelesen habe, ließ sich das kein Mann gefallen. Er hätte seine Rechte vehementer eingefordert. So war mir das Ganze etwas zu zahm. Dennoch hat mich das Buch gefesselt. Folkmars Suche nach der Wahrheit ist interessant zu verfolgen und seine Geduld und sein Lebenswille sind bewundernswert. Auch die Schilderungen der damaligen Zeit, die Entbehrungen denen die Menschen ausgesetzt waren und die Grausamkeit der Vögte und Lehnsherren konnten mich wieder begeistern. Fazit: Ein Geschichtsepos, das durch eine sehr anschauliche Sprache besticht, insgesamt aber etwas zu langgezogen ist.

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Vor zwei Jahren erschien mit „Im Zeichen des Löwen“ der erste Band von Daniel Wolfs Friesensaga, die im Friesland des 14. Jahrhunderts spielt und vor dem Hintergrund des Kampfes der freien Friesen um ihre Unabhängigkeit spielt und die Geschichte der Familie Osinga erzählt. Der Serienauftakt endet im Jahre 1383, der soeben erschienene Nachfolgeband „Im Bann des Löwen“ beginnt mit einem Prolog 1386, die Haupthandlung setzt im Jahr 1390 ein und endet mit einem kurzen Epilog 1402. Dadurch treffen wir einige Charaktere wieder, die wir schon aus dem ersten Band kennen, da mit Folkmar Janns aber der Sohn von Jann Wilken Osinga, dem Protagonisten aus Band Eins, im Mittelpunkt steht, ist es nicht zwingend notwendig, den Vorgänger zu kennen, denn „Im Bann des Adlers“ erzählt eine eigene, in sich abgeschlossene Geschichte und die seltenen Anspielungen auf die Geschehnisse wenige Jahre zuvor werden nebenbei in kurzen Sätzen dargelegt und fallen Neueinsteigern wahrscheinlich gar nicht auf. Die Geschichte selbst folgt dabei einigen altbekannten Motiven: Auslöser für die Handlung ist die Liebe Folkmars zur Händlerstochter Almuth, die aber auch vom Vogt von Warfstede, dem hinterhältigen Yneke Egers, begehrt wird. Folkmar wird von Yneke des Mordes an Häuptling Ocko I. tom Brok bezichtigt und zum Tode verurteilt. Er kann fliehen und versucht als Vogelfreier, seine Unschuld zu beweisen. Daniel Wolf verwebt dabei die fiktive Geschichte Folkmars mit historischen Ereignissen wie dem Tod Ockos I., der sich zum Herrscher Frieslands aufschwingen wollte und am 7. August 1391 in Aurich ermordet wurde und den Geschehnissen um die Likedeeler, die als Piraten Ende des 14. Jahrhunderts Nord- und Ostsee unsicher machten und als große Gegenspieler der Hanse in die Geschichte eingingen. Die Charaktere sind leider zum Teil etwas eindimensional geraten. Folkmar ist gut, hilfsbereit, und kämpft nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt, Yneke ist gewalttätig, hinterhältig uns skrupellos. Lediglich bei den historischen Persönlichkeiten sind die Charaktere vielschichtiger. Besonders Ockos Witwe Foelke Kampana, die als „Quade Foelke“ („böse Foelke“) in die ostfriesische Historie einging, ist hier hervorzuheben. In ihrer Rachsucht verabscheuungswürdig, stellt Wolf sie als zielstrebige, selbstbewusste Frau dar, die alles ihrem Ziel unterordnet, ihren kleinen Sohn Keno zu Ockos Nachfolger zu machen und zu verhindern, dass Ockos älterer Bastard Widzelt die Macht an sich reisst. Glücklicherweise gibt sich der Autor auch nicht der Versuchung hin, die Likedeeler um ihre Hauptleute Gödeke Michels und Johann (nach anderen Quellen Klaus) Störtebeker zu Robin Hoods der Meere zu machen, sondern zeigt sie als teilweise brutale, habgierige Söldner, wobei Gödeke Michels besser wegkommt als der Schlagetot Störtebeker. Dabei überrascht auch, dass die Piraten erst relativ spät in der Geschichte auftauchen, nämlich erst auf Seite 650 des 1056 Seiten starken Buches. Das Hauptaugenmerk liegt eindeutig auf den tom Broks und den Osingas und nicht auf den Piraten. Alles in allem hat Daniel Wolf einen spannenden, aber durchaus konventionellen historischen Roman abgeliefert, der gut unterhält und auf übermäßig brutale Szenen verzichtet.

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