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Rezensionen zu
Blind

Christine Brand

Milla Nova ermittelt (1)

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€ 11,00 [D] inkl. MwSt. | € 11,40 [A] | CHF 15,90* (* empf. VK-Preis)

Der Klappentext sprach mich direkt stark an, denn er wirft eine sehr interessante Frage auf, über die ich mir noch nie zuvor Gedanken gemacht hatte: was würde eigentlich passieren, wenn ein Blinder Zeuge eines Verbrechens würde, und das auch noch aus großer Distanz und nur übers Telefon? Hätte er überhaupt eine Chance, von der Polizei ernst genommen zu werden; würde seinem Gehör die gleiche Bedeutung beigemessen wie der Sicht eines sehenden Zeugen?Da stieg schon die nächste Frage in mir auf: könnte der blinde Zeuge sich wirklich absolut sicher sein, dass er einem Verbrechen – möglicherweise sogar einem Mord! – gelauscht hat, trotz einer möglichen akustischen Verfremdung übers Telefon? Das Buch steigt schnell und spannend in diese Thematik ein. Mir fiel dabei positiv auf, dass Nathaniel, der blinde Protagonist, sehr authentisch beschrieben wird. Ich verfolge seit einigen Jahren den Youtube-Kanal einer jungen Frau, die im Alter von 14 Jahren erblindet ist, und Nathaniels alltägliche Erlebnisse und Herausforderungen (jedenfalls bevor er mitten in einen Kriminalfall katapultiert wird) lesen sich ungemein schlüssig und glaubhaft, verglichen mit dem, was sie so aus ihrem Leben erzählt. Der Leser gewinnt einen guten Einblick in seinen Alltag und die besonderen Schwierigkeiten, mit denen ein blinder Mensch in einer Welt der Sehenden zu kämpfen hat, ohne dass Nathaniel jemals zum Klischee verkommt oder auf seine Behinderung reduziert wird. Er ist entschlossen, intelligent, einfallsreich, mutig, mitfühlend und – ach ja! – nebenbei auch blind. Nathaniel zur Seite steht Journalistin Milla Nova, die mir ebenfalls gut gefiel. Ihr Freund Sandro ist Ermittler bei der Mordkommission, was ihr jedoch mehr Konflikte als Vorteile beschert. Er heißt es absolut nicht gut, wenn sie über die Fälle schreibt, an denen er gerade arbeitet, und erzählt ihr daher auch nichts darüber. Da sie allerdings eine schnelle Auffassungsgabe und ein gutes kriminalistisches Gespür hat, ist sie dennoch schnell auf der richtigen Spur – zu seinem Leidwesen. Sie ist eine Protagonistin, der ich gerne durch weitere Bücher folgen möchte. Allerdings schrieb die Neue Zürcher Zeitung, sie erinnere ‘leise an Lisbeth Salander aus der Bestsellertrilogie von Stieg Larson’, ich persönlich habe da jedoch keine Ähnlichkeit gesehen… An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass “Blind” zwar der erste Band der Reihe ist, der in Deutschland beim Blanvalet-Verlag erscheint, aber bereits der fünfte Band, den die Autorin mit der Protagonistin Milla Nova geschrieben hat! Die ersten vier Bände erschienen von 2009 bis 2015 beim Schweizer Landverlag. Man kann das Buch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, man spürt aber hier und dort, dass die Charaktere schon eine Vorgeschichte haben. Der zentrale Kriminalfall des Buches beruht auf einem tatsächlichen Fall – so unglaublich das auch scheint. Ich möchte hier noch nichts darüber verraten, aber der Fall ist vielschichtig und voller unerwarteter Wendungen, so dass ich nur so durch die Seiten flog. Ein kleiner Wermutstropfen war für mich jedoch, dass es einige Zufälle gibt – darunter auch solche, ohne die die Ermittlungen zum Stillstand kommen würden. Ich persönlich bin kein großer Freund von Kommissar Zufall… Hier und dort erschienen mir ein paar Dinge auch ein klein wenig unglaubwürdig, aber beides hält sich noch ausreichend in Grenzen, dass ich dennoch viel Spaß an diesem Krimi hatte. Der Schreibstil ist sehr flüssig, unterhaltsam und angenehm zu lesen. Die Kapitel enden meist in Cliffhangern, die so geschickt geschrieben wurden, so dass sie nicht penetrant oder unglaubwürdig wirken – was für mich oft ein Manko an Cliffhangern ist –, sondern die Spannung und das Tempo steigern.

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ORIGINALAUSGABE Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7645-0645-2 Erschienen am 04. März 2019 Klappentext Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind, doch der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Es muss ein Verbrechen sein. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang … Zur Autorin Christine Brand, geboren und aufgewachsen im Schweizer Emmental, arbeitete als Redakteurin bei der »Neuen Zürcher Zeitung«, als Reporterin beim Schweizer Fernsehen und als Gerichtsreporterin. Im Gerichtssaal und durch Recherchen und Reportagen über die Polizeiarbeit erhielt sie Einblick in die Welt der Justiz und der Kriminologie. Sie hat bereits Romane und Kurzgeschichten bei Schweizer Verlagen veröffentlicht. »Blind« ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Christine Brand lebt in Zürich, reist aber die meiste Zeit des Jahres um die Welt. Meine Meinung Ich bin durch die vielen positiven Rezensionen auf dieses Buch aufmerksam geworden. Eigentlich lese ich mehr Thriller als Kriminalromane, wollte der interessanten Geschichte aber eine Chance geben. Mir ist der Einstieg total leicht gefallen und ich war von der ersten bis zur letzten Seite von dieser Geschichte gefesselt. Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgesuchtet. Mir hat der Charakter von Nathaniel, dem blinden „Zeugen“, sehr gut gefallen. Die Autorin hat es aber dennoch geschafft, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr sicher war, welche Rolle er in diesem Kriminalfall spielt. Auch wurde für mich sehr deutlich, wie verzweifelt die schwangere Carole in ihrem Gefängnis ist. Sie hat wahnsinnige Angst um ihren ungeborenen Sohn und hofft auf Hilfe. Die Auflösung fand ich auch sehr gelungen, zum Ende hin wurde es noch spannender und ich konnte es einfach nicht mehr zur Seite legen. Alles in allem kann ich hier nur eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Ich hatte hier nach einigen Flops in der letzten Zeit mal wieder einen sehr fesselnden und spannenden Kriminalroman/Thriller, der mich absolut begeistern konnte. Natürlich werde ich die Autorin jetzt im Auge behalten und hoffe auf baldige weitere Neuerscheinungen. Da ich hier absolut nichts zu bemängeln habe, bekommt das Buch natürlich die vollen 5 Sterne. 5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Blanvalet Verlag Infos zur Autorin: ©Blanvalet Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

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Pageturner

Von: Ira

24.06.2019

Ich wüsste gar nicht wo ich anfangen sollte zu berichten. Der Fall ist sehr tricki. Und dieser Krimi mach Lust auf mehr Fälle aus der Schweiz. Eine interessante Wendung in zwei Richtungen. Dazu noch mit einem blinden Protagonisten. Der Fall entwickelt sich rasant und sehr interessant und total anders als Polizei ursprünglich denkt. Auf jeden Fall ein Pageturner und den Lesern von Triller- und Krimiromanen sehr zu empfehlen. Ich hoffe von der Autorin wird es noch mehr Bücher geben.

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Zum Inhalt: Nathaniel ist blind. Durch eine App, die anonym Blinde mit Sehenden verbindet, kann er u.a. Kleidungsstücke auswählen (lassen). Gerade als er auf diese Weise mit einer Frau telefoniert, hört er einen Schrei und die Verbindung wird abgebrochen. Er ist sicher, dass der Frau etwas zugestoßen ist, aber weder die App-Betreiber noch die Polizei nehmen ihn ernst. Da ihm die Angelegenheit keine Ruhe lässt, versucht er selbst zusammen mit einer befreundeten Journalistin, die Hintergründe rauszufinden … Meine Meinung: Auf das Buch war ich bereits in einigen Medien aufmerksam geworden und freute mich, als ich sah, dass die Autorin auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung daraus halten wird. Diese spannende Lesung, verbunden mit diversen Hintergrundinformationen der Autorin, bewegte mich dazu, das Buch direkt vor Ort zu kaufen. Schließlich wollte ich schnellstmöglich wissen, wie die Story weitergeht. Der Schreibstil ist klar, realistisch und liest sich sehr flüssig. Ich war sofort „in der Geschichte drin“. Und auch wenn sich verschiedene Erzählstränge abwechseln, habe ich nie „den Faden verloren“. Der etwas andere Hauptprotagonist und die weiteren Charaktere überzeugen durchweg und zeigen die gute Recherchearbeit der Autorin. Und obwohl die Geschichte schon spannend beginnt, schafft sie es, im weiteren Verlauf den Nervenkitzel noch zu steigern bis hin zum dramatischen Finale. Durch einige „falsche Fährten“ glaubt man als Leser, Zusammenhänge zu erkennen, die sich dann doch nicht bewahrheiten. Folgendes Zitat hat mir besonders gefallen, weil es eigentlich um etwas völlig logisches geht, was ich jedoch bisher in keinem Buch oder Film so mitbekommen habe: „Die Voice-Mailbox! Wenn ich jemandem das Handy klaue, überlegt Milla, dann denke ich wohl kaum daran, den Ansagetext des Anrufbeantworters zu ändern.“ Fazit: ein Kriminalroman, den man nicht aus der Hand legen kann

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Nathaniel Branner ist blind. Im Leben kommt er, auch dank seiner Hündin, gut zurecht. Braucht er doch mal Augenlicht, nutzt er die App „Be my eyes“. Hier leihen sehende Menschen ihm ihre Augen und unterstützen ihn im Alltag. An einem dieser Tage trifft Nathaniel so auf Carol, die ihm ein bestimmtes Oberhemd heraussuchen soll. Doch während sie telefonieren, gibt es merkwürdige Geräusche und danach antwortet Carol nicht mehr. Der junge Mann ist sich sicher, dass etwas passiert ist, und wählt den Notruf. Doch dort glaubt ihm niemand. Unglücklicherweise ist die App anonymisiert, so dass es unmöglich ist, seine Helferin, die nun vielleicht selbst Hilfe braucht, zu finden. Ob die Polizei helfen kann? Doch Nathaniel weiß selbst wie wirr und verrückt seine Geschichte klingt. Aufgeben kommt allerdings nicht in Frage und so bleibt ihm nichts, als sich selbst auf Spurensuche zu begeben... Richtig klasse finde ich, dass hier Realität mit Fiktion verbunden wurde. So gibt es die besagte App tatsächlich und bestimmt hat sie nun den einen oder anderen Nutzer mehr. Auch ist der beschrieben Fall nicht total abgedreht oder überzogen dargestellt, sondern realitätsnah. So etwas mag ich ja ganz besonders: Psychothriller, die sich vielleicht gerade so irgendwo abspielen könnten (Was ich natürlich nicht hoffe!) Was mir weiterhin gut gefallen hat, sind die Handlungsfäden, die mich immer wieder auf eine falsche Spur brachten. Es gab öfter Stellen an denen ich dachte: Jetzt weiß ich, was passiert ist, nur um bald darauf zu merken, dass meine Spur ins Leere führte. Die Sprecherin liest so klar und in verschiedenen Tonlagen, dass ich schon nach wenigen Minuten total ins Buch eingetaucht bin. Es war nicht wie ein zuhören, sondern eher wie ein miterleben. Anfangs hörte ich das Buch auf meinem Arbeitsweg, doch schnell wollte ich gar nicht mehr aufhören und „Blind“ begleitete mich bei fast allem was ich gerade so machte. Eine spannende Handlung, gemischt mit Drama, Humor und einem Spritzer Liebe. Packend von der ersten bis zu letzten Minute. Für mich bisher das beste Hörbuch des Jahres!

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Nathaniel telefonierte gerade noch über eine anonyme App mit einer Frau, die ihm dabei helfen sollte das richtige Hemd zu wählen, als er einen Schrei gefolgt von einem dumpfen Aufprall vernimmt, worauf die Verbindung abbricht. Nathaniel ist blind und gerade deshalb sind seine anderen Sinne geschärft, weshalb ihm sofort klar ist, dass das kein normaler Schrei war. Er ist sich sicher, dass der Frau am anderen Ende der Leitung etwas zugestoßen ist. Doch bei der Polizei schenkt man ihm aufgrund fehlender Beweise zunächst keinen Glauben, zumal er selbst eine tragische Familiengeschichte vorzuweisen hat. Gemeinsam mit einer Freundin, der gewieften Journalistin Milla, und seinem Blindenhund Alisha macht er sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit, wobei er nicht ahnt, dass er für die fremde Frau die einzige Chance oder ihr Todesurteil sein könnte. Bereits als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte, da ich die Idee eines Blinden als einziger Zeuge eines womöglichen Verbrechens genial finde. "Blind" ist jedoch nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und haptisch ansprechend, denn neben dem beinahe schon hypnotisierend weiß strahlenden Schriftzug auf dunklem Grund finden sich einige aufgeraute Stellen auf dem Buchcover, die das Buch ungleich ansprechender erscheinen beziehungsweise erfühlen lässt. Von ungezügelter Neugier angetrieben habe ich mich auf die Geschichte gestürzt und diese innerhalb weniger Stunden verschlungen. Gebannt war ich von dem männlichen Protagonisten Nathaniel, der trotz seines Handicaps nicht davor zurückschreckt sich auf der Suche nach der Wahrheit für das Leben einer vollkommen fremden Frau in Gefahr zu bringen. Sein einziger Anhaltspunkt ist ein Schrei, gefolgt von einem dumpfen Aufprall und dennoch ist er felsenfest davon überzeugt, dass dieser ihm unbekannten Person etwas zugestoßen sein muss. Durch seine Blindheit ist er in vielerlei Hinsicht eingeschränkt, was ihn zu unkonventionelleren Ermittlungsmethoden führt, was als Leser natürlich neu und spannend zu verfolgen ist. Gleichzeitig lässt sich die nagende Frage im Hinterkopf nicht ausschalten, ob Nathaniel sich nicht in etwas verrennt, denn alles was er an Beweisen zu haben glaubt sind Geräusche am Telefon. Unterstützung bekommt Nathaniel dabei von der Journalistin Milla, die mir in ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Bestreben Ungerechtigkeit aufzudecken und der Öffentlichkeit mitzuteilen sofort sympathisch war, wenngleich sie es als Freundin des leitenden Ermittlers für das Dezernat Leib und Leben nicht einfach hat, da ihre beider gegensätzlicher Berufsleben Auswirkungen auf die Harmonie ihres Privatlebens haben. In dieser Geschichte sind interessanterweise drei Kriminalfälle vielfältiger Themengebiete miteinander verwoben, was für allerhand falsche Fährten, Nervenkitzel und natürlich jede Menge Erzählperspektivenwechselinduzierte Spannung sorgt, wenngleich mir ein Zusammenhang ein Hauch zu viel war. Diesem fesselnden Kriminalroman liegt eine grandiose Ausgangsidee zugrunde, die nahezu bis zur Perfektion ausgearbeitet wurde und neben allerhand klassischer Zutaten wie beispielsweise jeder Menge Nervenkitzel durch den regelmäßigen Wechsel der Erzählperspektiven mit einem außergewöhnlichen Protagonisten beeindruckt, der auf unkonventionelle Art und Weise eigenmächtig zu ermitteln beginnt.

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gut durchdacht

Von: Suse

31.05.2019

»Eine genial spannende Idee meisterhaft umgesetzt. Krimikunst vom Feinsten!« Sebastian Fitzek Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind, doch der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Es muss ein Verbrechen sein. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang ... Die Autorin: Christine Brand, geboren und aufgewachsen im schweizerischen Emmental, ist Schriftstellerin und freie Journalistin, sie schreibt unter anderem für die «Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag». Zuvor war sie als TV-Reporterin und als Gerichtsberichterstatterin tätig. Nebst zahlreichen Kurzgeschichten in Krimi-Anthologien hat sie mit «Schattentaten - wahre Verbrechen ans Licht gebracht» einen Sammelband mit authentischen Kriminalfällen veröffentlicht. Meine Meinung: Ich bin eigentlich kein Leser von Kriminalfällen. Ich mag es eher richtig Spannung und auch blutig. Die Story hat mich hier aber mit dem Blinden Protagonisten sehr angesprochen. Das Buch ist viel dicker als erwartet, also durchaus Voraussetzungen für eine durchdachte Geschichte. Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Sprachlich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Wir steigen in die Geschichte ein und lernen unsere Charaktere kennen. Die Spannung baut sich auf und konnte für mich gehalten werden. Es gibt hier unglaublich viele Wendungen, die den Leser immer wieder auf eine neue Fährte führen. Das hat mir sehr gefallen, denn es war nicht durchschaubar wohin diese Geschichte gehen wird. Für einen Kriminalroman wirklich unglaublich temporeich und undurchschaubar. Mich konnte das Buch wirklich überzeugen. Ein toller Roman der mich durchweg gut unterhalten konnte. Wer Spannung mag und auch durchdachte Charaktere ist hier genau richtig. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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Nathaniel ist blind. Doch er kommt damit ganz gut zurecht, unter anderem durch die App “Be my eyes”, mit der Sehende Blinden mit einer Videoübertragung durch den Alltag helfen.. Als er sich gerade per App anonym mit einer jungen Frau über die Farbe seines Hemdes unterhält, hört er durch sein Telefon einen Schrei – und die Verbindung reißt ab. Er ist sich sicher, dass seiner unbekannten Helferin etwas passiert ist, doch er weiß nicht, an wen er sich wenden soll. Die Polizei tut die Sache ab. Einzig von der Journalistin Milla bekommt er Unterstützung. Nach und nach decken sie die Umstände eines Verbrechens auf, das noch nicht zuende ist. Kommen sie noch rechtzeitig, um die hochschwangere Carole Stein zu retten? Einen hochspannenden Psychothriller liefert die Schweizerin Christine Brand hier mit ihrem ersten Band “Blind” um die Journalistin Milla Nova ab. Sehr behutsam konstruiert Brand einen komplexen Fall, dessen Auflösung sie sich sodann aus mehreren Richtungen nähert. Das macht sie äußerst geschickt und baut dabei auch auf ihre sehr sympathischen Figuren, zwischen deren Perspektiven sie ganz klassisch hin und her switcht. Vor allem ihre Darstellung des blinden Nathaniels, der mit seinem Blindenhund die Suche nach der unbekannten Helferin Carole Stein aufnimmt, überzeugt und öffnet uns ganz nebenbei die Augen für die Welt der Nicht-Sehenden. Herausgekommen ist ein intensiver und sehr unterhaltsamer psychologischer Krimi, der ganz wunderbar von Martina Treger gelesen wird.

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