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Rezensionen zu
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers

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So lala

Von: Literatouristik

02.04.2020

Auch wenn sich die Geschichte ein wenig gezogen hat, kann man das Buch doch empfehlen. Die bunten Illustrationen gefielen mir besonders gut.

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Liebe Apos, leider ist es uns schon wieder nicht vergönnt, von Angesicht zu Angesicht über dieses Werk zu palavern. Tja, dann muss ich dir wohl wieder schreiben. |Meine Schuld ist das nicht. Ich leide nicht unter akutem Fernweh.| Ich weiß, du hast unfassbar lange darauf warten müssen, dass ich endlich mal zu einem Walter Moers Roman greife und ihn verschlinge. Mit der Prinzessin ist es nun gelungen. |HALLELUJAH.| Apos, ich möchte dir einfach danken!!! Ohne dich hätte ich wahrscheinlich nie zugeschlagen und ich frage mich nun heute nach dem Lesen ernsthaft warum eigentlich nicht? |Erläuterung: Sie gehört meines Erachtens zu den buchverliebtesten Menschen, die man sich vorstellen kann. Und dennoch hat sie "Die Stadt der träumenden Bücher" nicht gelesen. Dieser Lobgesang an die Bibliophilie ist gänzlich an ihr vorbei gegangen.| Ich weiß es einfach nicht und möchte nun mit meiner Lobeshymne über die Prinzessin beginnen: Ich habe natürlich keine Ahnung, was sonst so in Zamonien vor sich geht, aber es scheint sich wohl um eine Monarchie mit einer sympathischen Königsfamilie zu handeln. Ich liebe, liebe, liebe die Prinzessin! Allein die Einleitung und die Führung durch das Schloss hat mich teils zum Schmunzeln und teils zum herzlichen Lachen gebracht. Beispielhaft für Schmunzeln: Türme mit fünfhundertfünfundfünfzig Stufen, mit sechshundertsechsundsechzig Stufen und der sich immer wiederholenden Sieben. Toll, toll, toll. Das erste Mal richtig gelacht habe ich dann als es an Dylias Wortneuschöpfungen ging - oder wie sie es nennt: Pfauenwörter. Ich bin endlos über diese Ganze Phantasie und diese Wortspiele begeistert. Natürlich ist dieses Werk nicht für jedermann, aber ich (nur um es nochmals zu betonen) LIEBE ES !!!! Ich liebe das Lesen und die Sprache. Ich liebe es, wie Walter Moers neue Dinge kreiert. Es erwärmt mein Herz, dass noch jemand so bewusst und so wunderschön mit Sprache umgehen kann. Ein Hoch auf Walter Moers. |Ich verspreche an dieser Stelle hoch und heilig, dass es nicht das letzte Zamonien-Buch sein wird, welches ich Troph näher bringen werde.| Ach ja, dann kam der Auftritt von Havarius Opal. Dieser kleine, aber scheinbar sehr schwere Nachtmahr mit den durchdringenden Augen pflanzt sich auf die im Bett liegende Prinzessin. Und die bekommt keine Luft mehr, während er ihr seine Existenz und sein Dasein erläutert. Wie detailgetreu die Prinzessin in diesem Moment ihren Erstickungstod beschreibt. Waaaaahnsinn!!!! |Die Beschreibung einer Nahtod-Erfahrung versetzt dich in Entzücken? Manchmal bist du komisch.| Natürlich wirst du mich wieder unterbrechen in meiner unendlichen Schwärmerei, aber ich kann einfach nicht aufhören, weil es mich so sehr begeistert. Ich fühle mich glatt wieder wie ein Teenie, der von seiner neuen Lieblings-Boyband erzählt, aber was solls?! |Diemal lass ich dich einfach schwärmen. Es ist berechtigt und warum soll ich dir dieses Hochgefühl nehmen, obwohl das Wort LIEBE hier inflationär genutzt wird.| Also zurück zu meiner Begeisterung: die Reise nach Amygdala nahte und begann...ich weiß gar nicht, ob ich die nächsten Sätze nun nur noch mit Superlativen beschreiben soll?! JAAAAAAAAA, verdammt, denn es geht nicht anders!!! Eine Reise in das eigene Gehirn? Durch die verschiedensten Regionen? Perfekt, einfach perfekt. Ich glaube, es war die anschaulichste, bildlichste, farbenfrohste, bereichernste, lustigste Lesereise auf die ich mich bislang begeben habe! Also Apos, 1000 Dank für diese Empfehlung! Ich werde nun jedes andere Werk von Herrn Moers beschaffen und verschlingen. |Immer wieder gern, Troph.| Sollte ich in meinem euphorischen Schreibwahn über die Prinzessin vergessen haben, so ergänze mich doch gerne. Ich freue mich, die korrigierte Version meines Briefes von dir oder gar eine Antwort zu erhalten. Auf bald, Deine begeisterte, Moers-süchtige Troph |Machs gut. Hoffentlich bis bald.|

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Oh diese Liebe

Von: Filius

29.10.2019

Ein Buch, bei dem einen das Herz aufgeht, hält man mit Walter Moers Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr in der Hand. Nicht nur, dass die Hintergrundgeschichte so unheimlich schön ist, auch die Geschichte ist so toll. Im Hintergrund steht hier ein Autor, den kaum einer je zu Gesicht bekommen hat und eine Illustratorin, die mit ihrer Erkrankung zu diesem Buch inspiriert hat. Ohne diese wäre übrigens das ganze Buch nichts: Ja, Moers ist ein unheimlich toller Autor und vor allem auch Illustrator, doch diese Illustrationen mit dieser sachte eingesetzten Aquarelltechnik, sind schöner als alles, was wir bisher von Moers gesehen haben. Dazu kommt eine Geschichte aus dem Reich Zamoniens, auf die wir schon so lange gewartet haben. Einige waren enttäuscht, kurz nach der Veröffentlichung ein (verhältnismäßig) dünnes Buch in den Händen zu halten. Ich jedoch fand es erfrischend, dass mir diesmal nicht von 9 (oder waren es 11) außenliegenden Hirnen über 6 Seiten berichtet wird, sondern mir knackig, aber verträumt, ein Märchen erzählt wird. Ich bin verliebt.

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Ich sagte es schonmal: Ich hader immer wieder mit mir, nicht wissend ob ich Walter Moers hasse oder genial finde. Oder vielleicht auch ein wenig von beidem. ;) So auch wieder bei "Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr" - einerseits ist's eine schöne Geschichte, die so manche Leiden der realen Welt phantastisch erscheinen lässt, andererseits.. zum andererseits komme ich später, erstmal zurück zu den realen Leiden und warum die so phantastisch sind 😉 : Wer kennt sie nicht? Diese Stunden im Bett, die im Prinzip völlig verschenkte Zeit sind, da man sich nur sinnlos umgewälzt? Ich denke jeder von uns litt schonmal unter der Plage einfach nicht ein- bzw. durchschlafen zu können. So ergeht es auch Prinzessin Dylia, wennauch sie das beste aus ihrer Situation macht. Oft mehrere Wochen am Stück im Wachzustand, ist die Prinzessin äußerst kreativ und nimmt ihr Schicksal doch recht gelassen hin. Bis der Nachtmahr Opal ihr erscheint.. Hier beginnt eine Reise voller Höhen und Tiefen, natürlich auf zamonische Art. 😉 Besonders der Hintergrund, dass eine Bekannte Moers' tatsächlich mit massiver Schlaflosigkeit zu kämpfen hat, macht die Geschichte lesens- bzw. hörenswert. Ich selbst kenne solche Phasen im Leben auch zu gut und kann mich mit diesem Leiden gut identifizieren, dementsprechend auch wie anstrengend und zermürbend Insomnia sein kann.. Was daran jetzt so toll ist? -> Moers macht dieses Krankheitsbild ein wenig erträglicher. Es werden, wie von Moers gewohnt, wunderschöne Bilder vorm geistigen Auge erschaffen, die mich in künftigen schlaflosen Nächten an diese Variante der Krankheit erinnern werden. 🖤 ...und wenn es nur die Zwielichtzwerge sind. 😃 Eine starke Leistung!  Die Geschichte ansich ist kein Pageturner, aber ein schönes Märchen. Der Fokus ansich liegt für mich also auf dem Krankheitsbild, dass mit Humor genommen werden kann. Einfach mal etwas äußerst blödes genommen und daraus etwas tolles, phantasievolles gemacht - so etwas schafft auch nur der Vater des Käpt'n Blaubär. 👍  Und dann kommt das Aber... : ...Herr Moers, so phantasievoll ihre Aufzählungen auch sind, Sie gingen mir auf den Keks. 🙈 Sie sind ein Meister der Sprache, das haben Sie schon lange unter Beweis gestellt, aber gerade zu Beginn des Buches war es mir zu viel. Ich bin froh, dass ich mir Dank des Hörbuches nicht die Mühe machen musste selbst zu lesen.. An dieser Stelle sei auch mal erwähnt, dass Andreas Fröhlich hier wieder tolle Arbeit  geleistet hat! Aber wirklich.. Irgendwann ist jede Sprachspielerei mal ausgereizt. 🤷‍♀️

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Dylia kann nicht schlafen und ist oft wochenlang wach. In diesen schlaflosen Nächten erkundet sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch Sprachen und Worte und vor allem selbst erfundene Worte. Als eines Tages der Nachtmahr Havarius auftaucht und sie in den Wahnsinn trieben will und in den sicheren Tod beginnt ein Abenteuer für beide. Ich fand es extrem spannend zu sehen, wie Dylia mit ihrer Krankheit umgeht und vor allem, wie scharf ihre Sinne wurde, je länger sie wach war. Ich finde ihr Abenteuer allein schon sehr unterhaltsam, aber als der Nachtmahr dann auftauchte, wurde es besonders spannend. Havarius ist in meinen Augen ein wenig trottelig, aber das macht ihn irgendwo sympathisch. Da er aber Dylia nach dem Leben trachtet, ist er eben der Bösewicht. Auch seine Rettungsaktion ihr gegenüber macht ihn nicht besser. Eine Bereicherung für meine Fantasie und auch die neuen Worte werden irgendwo bestimmt ihren Platz in meinem Wortschatz finden. Ich freue mich schon auf ein neues Abenteuer in Zamonien.

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Hach, was soll ich euch etwas vormachen? Meine Vorliebe für fantastische Bücher von Walter Moers nimmt momentan einfach kein Ende, weshalb ich nun mit „Prinzessin Insomnia“ Zamonienroman Nummer 4 dieses Jahr gelesen habe. Und nachdem ich vom Bücherdrachen nicht ganz so begeistert war, hat er mit der Prinzessin wieder ganz viel wett gemacht. Auch wenn Prinzessin Insomnia zum Zamonien-Universum gehört, so hat dieser Roman ziemlich wenig mit dem fantastischen Kontinent zu tun. Ohne zu viel verraten zu wollen kann man doch sagen, dass man den Kontinent an sich in diesem Roman nicht weiter kennen lernt, dafür jedoch mehr über seine Bewohner herausfindet. Diese stellt Walter Moers erneut so detailreich vor, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt. Das schließt nicht nur wie immer eine detaillierte Beschreibung des Aussehens (inklusive zahlreicher Illustrationen) ein, sondern vor allem ihr Denken, Handeln und Träumen. Denn in Prinzessin Insomnia nimmt uns der Autor mit auf eine Reise die uns zeigt, wie es im Kopf von zamonischen Bewohnern aussehen kann. Lydia Rode hat die dazu passenden Illustrationen angefertigt, die in ihrer Sorgfältigkeit und Ausführlichkeit denen des Autors in nichts nachstehen, jedoch wesentlich farbenfroher gestaltet sind. Das macht das Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch zu einem wahren Genuss. Wer Walter Moers oder Phantasmik allgemein mag wird Prinzessin Insomnia lieben. Erneut stellt der Autor unter Beweis, wie fantasievoll und sprachgewandt er ist. Anagramme, Neologien und ein unglaublicher Wortwitz machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.

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„Sieh es doch einfach philosophisch: Ich ängstige dich – also bin ich!“ (S. 82) Walter Moers‘ Roman „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ setzt genau diese Tatsache außer Kraft, denn Dylia kann nicht schlafen. Eine seltsame Krankheit hat sie befallen, die Schlaf oft für lange Zeiträume unmöglich macht. Zum Startzeitpunkt des Buches ist sie bereits seit achtzehn Nächten schlaflos und entwickelt dabei besondere Fähigkeiten: Sie kann das Gras wachsen hören, die Emotionen von Pfirsichen ertasten, Zwielichtzwerge sehen und Farben riechen! „Meine Gedanken sind meine Freunde“, dachte die Prinzessin. (S. 14) Obwohl sich diese Fähigkeiten alle ein wenig kurios anhören, ist es Dylias Art mit ihrer Krankheit umzugehen. Sie nutzt ihren Verstand als letzte Rettung vor den physischen Auswirkungen ihrer Schlaflosigkeit, weswegen sie auch sehr gebildet ist. In ihren Gedanken erdenkt sie sich Regenbogenerfindungen, studiert Zwielichtzwerge und lernt verschiedene Sprachen und Dialekte. Eine ihrer lustigsten Angewohnheiten sind die Pfauenwörter. Diese Sammlung von dreizehn komplexen (und unnötigen) Fachbegriffen stellen Dylias persönliche Herausforderung des Tages dar, währenddessen sie versucht, jedes in ihre Konversationen unterzubringen. Im Laufe der Geschichte gelingt es Dylia tatsächlich viele der Worte unterzubringen, was auf mich zuerst komplett unmöglich gewirkt hat – schon alleine, weil ich nur wenige davon aussprechen konnte. Ein Beispiel hierfür wäre „Hoyotojokomeshi“ – einen Baumstamm durch einen Strohhalm trinken. Alles in allem ist Dylia absolut mental fähig. Sie hat sehr bestimmte Vorstellungen darüber, wie es in ihrem Gehirn so zu- und hergeht, was sie meiner Meinung nach sehr sympathisch macht. Ihre praktische veranlagte und logische Art zu Denken wirkt sehr freundlich und bedacht, wobei sie nie ihren Palast verlässt und deswegen auch sehr eingeschränkt ist. Zum einen ist sie königlich stolz und zum anderen liegt da ihre verletzliche Seite, die sie aber nicht zulassen möchte, um ihrer Krankheit keine Macht über sich selbst zu geben. Verständlicherweise ist sie nicht überzeugt von dem Nachtmahr, als er urplötzlich bei ihr auftaucht. Stattdessen glaubt sie, er sei eine ihrer schlaflosen Erscheinungen, was Opal durchweg sehr nervt – ihre Dialoge aber auch sehr spannend und unterhaltsam macht. Natürlich ist Dylia nicht begeistert, dass er sie in den Wahnsinn treiben möchte, da sie sehr an ihrer geistigen Gesundheit hängt. Leider kann man einen Nachtmahr aber nur sehr schwer wieder loswerden, nämlich eigentlich gar nicht. Er sieht seine persönliche Berufung darin, Dylia in den Wahnsinn (und damit in den Tod) zu treiben – wobei er das keineswegs persönlich meint, sondern einfach nur als seinen Job sieht. Dafür bringt er Dylia in ihr eigenes Gehirn, um mit ihr nach Amygdala (auch ein Pfauenwort), dem Angstzentrum des Cortex zu kommen. Dort soll sie dann von ganz alleine verrückt werden. Was mir zuerst sehr abstrakt vorkam, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer wunderbaren, faszinierenden und träumerischen Reise durch Dylias Gehirn. Dort lernt sie ihre persönliche Erinnerungsspinne, ihr Oberüberwort, die Bedeutung der Zwielichtzwerge und ihren Friedhof des Humors kennen. Dabei begegnet sie den Zergessern und ihren Egozetten, die im Thalamus arbeiten. Immer an ihrer Seite ist dabei Opal, den sie zuerst kaum ausstehen kann, da seine Absicht der Reise natürlich auch alles andere als ehrenhaft ist. Mit der Zeit merkt man als Leser aber, dass Prinzessin Dylia ihn immer sympathischer und netter findet und auch Opal wird immer offener, obwohl er Dylia immer noch viel verschweigt und sie belügt. Mir gefiel Dylias Art zu Denken und Dinge anzugehen und wie sie schlussendlich eine Lösung für ihr Problem mit Opal findet soll natürlich ein Geheimnis bleiben. Ich war am Ende sehr traurig und gleichzeitig sehr berührt vom Ende und hätte gerne noch mehr über Dylia gelesen. Ihre Begeisterung für die kleinsten Dinge und ihr Ideenreichtum waren sehr ansteckend, sodass ich sie mir gut als eine Freundin hätte vorstellen können. „Dies ist die Welt des Geistes! Das bedeutet aber nicht, dass es deshalb keine brutale und ungerechte Welt ist.“ (S. 117) Fazit: Abschließend kann ich nur sagen, dass mir „Prinzessin Insomnia und der albtraumfarbene Nachtmahr“ wirklich sehr gefallen hat, ich wollte Dylia und Opal am Ende gar nicht mehr verlassen müssen. „Wenn die Minuten durch die Jahre rufen Erhebt sich der ewige Träumer Über seine irdische Last Und reist mitten hinein Ins dunkle Herz der Nacht“ (Anonymer Autor) Dylia ist der kreativste, mutigste und geduldigste Buchcharakter den ich kenne – sie hat wirklich Stehvermögen, um es mit ihren eigenen Worten auszudrücken. Sie hat Pfauenworte, Lieblingsworte, Erinnerungsspinnen und sogar einen eigenen Krankheitsplaneten, auf dem sie gegen ihre Schlaflosigkeit kämpft. Sie gibt nie auf und sucht sich tapfer einen Weg durch ihr eigenes Gehirn, ohne den Verstand zu verlieren. Auch Opal ist einfach nur toll gewesen: Zu anfangs ist er wahnsinnig unhöflich zu Dylia und ein gemeiner Schwindler, aber sogar ein albtraumfarbener Nachtmahr hat scheinbar ein Herz und kann jemanden darin einschließen. Ergänzend zu dieser tollen Geschichten muss auch Walter Moers hervorragende Übersetzungsfähigkeit von dieser zamonischen Geschichte erwähnt werden. Sie hat mich wie immer in ihren Bann gezogen, sodass ich gar nicht mehr aufhören wollte, über Dylias Reise zu lesen. Ergänzend dazu waren die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode (die ganz ähnlich wie Dylia heißt und auch an Schlaflosigkeit leidet), deren farbiges Wesen perfekt zu Dylias eigenen Gedanken passt. Alles in allem kann ich diesen Roman jedem empfehlen, der einer abenteuerlichen Reise ins eigene Gehirn und viele philosophische Gedanken mag. Vielen, vielen Dank nochmal an das Bloggerportal von Randomhouse und an den Penguin Verlag für das freundliche Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars. Diese Tatsache hat meine Meinung und Wertung in keiner Weise beeinflusst. [Werbung, Rezensionsexemplar, alle Cover- und Zitatrechte liegen beim Penguin Verlag] Bibliographische Angaben: Autor: Walter Moers Seitenanzahl: 352 Seiten Verlag: Penguin Verlag Genre: Phantastik

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Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr – Inhalt Prinzessin Dylia, die sich selbst Prinzessin Insonia nennt, leidet an einer seltenen Krankheit, durch die sie teilweise wochenlang nicht schlafen kann. Die durch den Schlafmangel gewonnene Zeit nutzt sie, indem sie neue Wörter und Sprachen lernt. Eines Nachts jedoch, als sie gerade versucht einzuschlafen, erhält sie Besuch von dem Nachtmahr Havarius Opal. Dieser kündigt ihr an, sie in den Wahnsinn stürzen zu wollen. Vorher nimmt er sie jedoch mit in eine Reise in ihr Gehirn, in die Welt des Denkens und der Abgründe des Unterbewussten. Ziel der Reise ist das Dunkle Herz der Nacht – einer Region des Gehirns, in dessen Umgebung der Wahnsinn gedeiht. Über den Autoren (von amazon.de) Walter Moers ist der Schöpfer vieler erfolgreicher Welten und Charaktere. Von ihm stammen unter anderem die Comicwelten um “Das kleine Arschloch” und dem “Alten Sack”, “Adolf, die Nazisau” und die Figur des Käpt`n Blaubär. Seit fast 20 Jahren schreibt er fantastische Romane, die auf dem Kontinent Zamonien spielen. Dazu gehören unter anderem die internationalen Bestseller “Die 13 ½ Leben des Käpt`n Blaubär”, “Die Stadt der Träumenden Bücher” und zuletzt “Das Labyrinth der Träumenden Bücher”. “Prinzessin Insomnia” ist der siebte Zamonienroman. Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr – Bewertung Eines vorweg, falls ihr noch nie ein Buch von Walter Moers gelesen habt: Durch die Wortschöpfungen etc. sind seine Bücher wohl nicht für jeden etwas. Um bei diesem Autoren richtig aufgehoben zu sein müsst ihr in der Lage sein, euch in seine Bücher einzufühlen und komplett in seiner Welt (in diesem Fall Zarmonien) versinken können. Kennt ihr seine Bücher schon? Auch in “Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr” bleibt Walter Moers seinem Stil und seiner skurrilen Welt treu – und genau das mag ich. Die Zeichnungen in diesem Buch sind diesmal nicht von ihm selbst, was dem Ganzen in meinen Augen aber keinen Abbruch tut. Abzug gibt es von mir, weil der Roman einen relativ gleichmäßigen Spannungsbogen hat, der nicht extrem ausschlägt. Gut, aber ohne extrem spannende Passagen. Von mir bekommt Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr 4 von 5 Sternen.

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