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Rezensionen zu
Die Gabe

Naomi Alderman

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Rezension Naomi Alderman - Die Gabe Klappentext: Es sind scheinbar gewöhnliche Alltagsszenen: ein nigerianisches Mädchen am Pool. Die Tochter einer Londoner Gangsterfamilie. Eine US-amerikanische Politikerin. Doch sie alle verbindet ein Geheimnis: Von heute auf morgen haben Frauen weltweit die Gabe – sie können mit ihren Händen starke elektrische Stromstöße aussenden. Ein Ereignis, das die Machtverhältnisse und das Zusammenleben aller Menschen unaufhaltsam, unwiederbringlich und auf schmerzvolle Weise verändern wird. Meinung: Was würde mit der Welt geschehen, wären Frauen plötzlich nicht mehr das schwache Geschlecht, sondern Männer? Wäre die Welt dann unweigerlich besser und gerechter? Diesem Gedankenspiel geht die britische Autorin Naomi Alderman in Die Gabe nach. Dort entdecken plötzlich junge Mädchen, dass sie über die Möglichkeit verfügen Energie abzugeben, in Form von elektrischen Ladungen. Diese Gabe erwecken sie nach und nach auch bei den älteren Frauen. Von einem Tag auf den anderen ändert sich so das Machtverhältnis zwischen Mann und Frau. Doch zu welchen Konsequenzen? Im Roman begleiten wir vier unterschiedliche Menschen: die junge Roxy, deren Vater einer Verbrecherorganisation vorsteht, dem Nigerianer Tunde, der entgegen dem Klappentext ein Mann ist und als Journalist tätig ist, der Bürgermeisterin Margot und ihrer Tochter Jocelyn, sowie dem Waisenmädchen Allie. Alle Schicksale sind miteinander verknüpft und prägen die Ereignisse im Roman maßgebend. Vom Inhalt selber möchte ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn der Handlungsverlauf hat mich überrascht und eingefangen. Nicht nur die schöne und einnehmende Erzählweise, hier übersetzt von Sabine Thiele, zeichnet den Roman aus, auch das kluge Gedankenspiel, dass die Autorin hier bis ins Letzte ausspielt, machen diesen Roman zu einer Lektüre, die man nicht so schnell vergisst. In teils schonungslosen Szenen ist dieses Buch erschreckend plausibel rekonstruiert. Und auch die starken, gut ausgearbeiteten Charaktere punkten und geben dem Roman seinen speziellen Charakter. Nach dem Beenden des Romans musste ich dieses erst mal nachwirken lassen. Viel Zündstoff hat Naomi Alderman hier hineingepackt, reichlich zum Nachdenken, Spekulieren und Diskutieren. Und man merkt dem Roman an, dass Margaret Atwood dieses Buch mitinspiriert hat. Wer Atwoods Bücher mag, wird auch hier Gefallen finden. Fazit: Die Gabe hat mich umgehauen und lange beschäftigt. Nicht nur ist die Geschichte stark und lebendig erzählt, auch das Gedankenspiel und die Resultate, die diese nach sich ziehen, beschäftigen einen über die Lektüre hinaus. Für mich war es eines meiner Lesehighlights 2018! Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Wie aus dem Nichts tragen Frauen auf der ganzen Welt plötzlich „die Gabe“ in sich: durch stromähnliche Entladungen sind sie in der Lage, anderen Menschen Schmerzen zuzufügen, die sogar tödlich enden können. Im Laufe der Jahre verändert sich die weltpolitische Lage immer mehr zugunsten der Frauen, die in vielen Belangen die Oberhand gewinnen, bis die Männer schließlich zum „schwachen Geschlecht“ werden. Doch welche Gefahren verbergen sich hinter einer von resoluten und machthungrigen geführten Weltherrschaft durch Frauen? . Was wäre, wenn …? Tja, was wäre, wenn unsere Welt anders aussehen würde, in dem die Frauen das starke Geschlecht wären und die Männer so behandeln (und unterdrücken) würden, wie es momentan in einigen Ländern dieser Welt passiert? Naomi Alderman wirft den Leser allerdings nicht ohne Vorwarnung in dieses äußerst interessante Szenario, sondern führt ihn langsam darauf zu. Die Umwälzungen treten langsam zutage und man wird Zeuge, wie sich Frauen und Männer (und dadurch die ganze Gesellschaft und das Weltbild) verändern. Man fühlt sich aufgrund der Thematik tatsächlich des Öfteren an Werke von Margaret Atherwood oder Ursula K. LeGuin erinnert, aber Naomi Alderman geht ihren eigen, sehr prägnanten Weg, den man nur zu gerne als Leser mit beschreitet. Aldermans Roman ist eine Mischung aus Drama, Science Fiction und Dystopie, die erschreckt, verwirrt und teilweise sogar verstört. Das umgewandelte Weltbild, in der die Männer von den Frauen unterjocht werden, regt zum Nachdenken an, welches Geschlecht wohl das „bessere“ für das Wohlergehen der Menschheit darstellt. Die Ausgangssituation beziehungsweise der Plot von „Die Gabe“ ist schlichtweg genial und atemberaubend. Und auch wenn alles nur erfunden ist, hinterlässt die Geschichte unglaublichen Eindruck beim Leser, den man nicht mehr so schnell vergisst. Und obwohl alles relativ unspektakulär daherkommt (oder vielleicht sogar deswegen) wirkte „Die Gabe“ fast schon bahnbrechend auf mich, weil es extremst realistisch schildert, wie sich die Welt nach so einem Szenario entwickeln könnte. Naomi Alderman hebt aber nie den mahnenden Zeigefinger, in dem sie Männer „schlecht“ macht, sondern dreht den Spieß unserer Wirklichkeit einfach um und öffnet uns damit die Augen. Denn schon bald erkennt man, dass auch die Herrschaft unter Frauen nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Naomi Alderman verleiht ihren Charakteren zwar eine gewisse Tiefe, die aber immer noch Platz für eigene Fantasien Platz lässt und die Protagonisten dadurch im Kopf des Lesers ein Eigenleben entwickeln lässt, das auch noch für die Vorstellungen des Lesers Raum lässt. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen, dürfte aber den wenigsten so konkret auffallen. 😉 Aufgrund des oft sehr trocken gehaltenen Schreibstils (was aber übrigens keinesfalls schlecht ist) wirkt der Roman sehr authentisch, fast wie eine historisch-geschichtliche Sachbuchschilderung in Romanform. Hinzu kommen die vereinzelt im Text verstreuten Illustrationen, die angebliche Funde aus einer weit zurückliegenden Zeit darstellen und die Glaubwürdigkeit, sofern man sich darauf einlassen kann, noch zusätzlich unterstreichen. „Die Gabe“ ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiges Buch, das man gelesen haben sollte, um die Welt, in der wir leben, verstehen zu können. Denn unsere Realität könnte durchaus anders, aber keineswegs besser, ablaufen. Alleine diese Gedankengänge, die durch Aldermans Werk während des Lesens zum Vorschein kommen, lohnen die Lektüre. „Die Gabe“ wirkt nach, beschäftigt einen noch eine lange Zeit, weil man sich unweigerlich mit der Thematik auseinandersetzen muss (und will). Es ist schon wirklich erstaunlich, was Worte in einem Menschen auslösen können – und im Falle von Naomi Aldermans teils kalter Ausdrucksweise versteckt sich ein weitaus niveauvollerer, genialer Schreibstil, als man zuerst vermuten möchte. Denn genau dieser emotionale Abstand, der in den schrecklichen und angsteinflößenden Schilderungen steckt, birgt eine enorm ausdrucksstarke Nachwirkung. Ich kann für das Buch nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. . Fazit: Beeindruckend und angsteinflößend. Ein Roman, über den man noch lange nach der Lektüre nachdenkt. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Von einem auf den anderen Tag wird die bisherige Weltordnung auf den Kopf gestellt. Am sogenannten "Tag der Mädchen" entdecken junge Frauen in sich die Gabe. Durch ihre Hände können sie Stromstöße abgeben. Zudem sind sie in der Lage diese Fähigkeit auf ältere Frauen zu übertragen. Plötzlich sind die Frauen den Männern überlegen und werden als 'stärkeres Geschlecht' bezeichnet. Inmitten dieses Umbruchs verfolgen wir den Weg vier völlig verschiedener Menschen und erleben hautnahe, wie es ist, wenn Rollen plötzlich getauscht und bisherige Hierarchien gestürzt werden. Doch ist eine von Frauen regierte Welt wirklich eine bessere Welt? Während des Lesens von "Die Gabe" von Naomi Alderman fragt man sich nicht nur einmal, warum dieser Roman erst jetzt geschrieben wurde. Sicherlich kommt die Geschichte mit der aktuell laufenden 'mee too' Bewegung scheinbar genau zum richtigen Moment, doch wer glaubt, dass die Autorin eine, von Frauen regierte, Welt erschaffen hat, in der nur Frieden herrscht, der täuscht. In "Die Gabe" geht es nicht hauptsächlich um die Frage, was passieren würde, wenn Geschlechterrollen plötzlich getauscht werden, auch wenn dieser Punkt natürlich einen wichtigen Stellenwert einnimmt, es geht viel mehr darum, was passiert, wenn Menschen zu viel Macht bekommen und vom vorher gewählten Weg abkommen. Trotzdem bleibt die Idee hinter der Geschichte revolutionär. Naomi Alderman kreiert eine Welt, in der sich Männer als Frauen verkleiden, um in der Gesellschaft ernst genommen zu werden. Durch den völligen Umbruch der Geschlechterrollen, versteht sich die Autorin geschickt darin wichtige Eckpfeiler in die Handlung einzubauen, die das Denken verändern werden. Wie wäre es beispielsweise, wenn Männer nicht mehr ohne einen weiblichen Vormund vor die Tür gehen dürften? Was würde passieren, wenn sie nicht mehr alleine Auto fahren dürften? Wenn sie sich die Erlaubnis des weiblichen Vormundes einholen müssten, um eine Firma zu gründen oder ein Geschäft zu eröffnen? Das klingt alles ziemlich weit hergeholt? In vielen Ländern sind diese Gesetze für Frauen die Tagesordnung. Ein weiterer Pluspunkt für "Die Gabe", neben der außergewöhnlichen Idee und den wichtigen Botschaften hinter der Geschichte, ist die Erzählweise. Erzählt wird größtenteils aus der Sicht vier verschiedener Charaktere, die einen ganz unterschiedlichen Blick auf die Handlung gewähren. Die Senatorin Margot beleuchtet die politische Lage, seit dem Tag der Mädchen. Roxy, Mitglied einer Londoner Verbrecherfamilie, entdeckt als Erste an sich die Gabe und beleuchtet den nicht ganz legalen Aspekt in dieser neuen Welt. Allie repräsentiert in der Geschichte eine durchaus nicht unbekannte Entwicklung, wenn etwas geschieht, was auf Anhieb nicht wissenschaftlich erklärt werden kann: den religiösen Fanatismus. Als 'Mother Eve' verkündet Allie, dass Gott weiblich ist und dass die religiöse Art zu denken sich völlig verändern muss. Mit einer immer stärker wachsenden Anhängerschaft zeigt sich in diesem Erzählstrang ebenfalls, wie leicht sich Menschen bekehren lassen, wenn sie mit etwas nicht Erklärbarem konfrontiert werden. Die letzte Figur bricht dann vollkommen aus der Reihe aus und das macht sie wahrscheinlich so interessant. Tunde ist die einzig männliche Figur und fungiert als Nachrichtenmedium, weil er derjenige ist, der journalistisch immer nahe am Geschehen ist und auch von weiblicher Seite akzeptiert wird, weil es ihm darum geht Geschichten zu erzählen und viele Frauen in "Die Gabe" ihre Geschichte erzählen wollen. Ob Naomi Aldermans Roman eine Dystopie ist, hängt wohl von der jeweiligen Betrachtungsweise ab. Unbestreitbar ist aber, dass "Die Gabe" eine hochinteressante Geschichte geworden ist, die den Blick auf die Dinge verändern wird. Auf verschiedene Arten und Weisen.

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Inhalt: Jugendliche Mädchen bekommen plötzlich die Fähigkeit, durch ihre Hände Stromschläge zu verteilen, Menschen zu verletzen oder gar zu töten. Diese Fähigkeit können sie auch an ältere Frauen weiter geben. Endlich können die Frauen in der Welt aufstehen und sich gegen die Gewalt der Männer wehren. Besonders in den muslimischen Ländern gehen hunderttausende auf die Straße. Aber auch Zwangsprostituierte, missbrauchte Mädchen sind dieser Gewalt nun nicht mehr ausgeliefert. Nach und nach kommt es allerdings immer mehr zu Gewalt gegen Männer. Nun sind sie es, die vergewaltigt und gequält werden. Die Geschichte ist ein Buch im Buch. Neil schickt das Manuskript an Naomi und bittet sie um ihre Meinung. Es handelt über einen Zeitraum von 10 Jahren, in denen man den Wandel in der Welt, anhand von wechselnden Perspektive, verfolgen kann. Meine Meinung: Ein sehr beeindruckendes Buch. Barack Obama hat es auf die Shortlist der besten Bücher 2017 gesetzt, weswegen ich neugierig auf das Buch geworden bin. Auf der Rückseite steht von „mail on sunday“ das Zitat: „Die Gabe hält unsere Gesellschaft schonungslos den Spiegel vor.“ Und dieser Satz trifft es wirklich perfekt. Es geht um weit mehr, als darum, dass Frauen nicht besser sind als Männer, wenn sie die Macht hätten. Für mich wird vordergründig deutlich, wie die patriarchale Gesellschaft mit Frauen umgehen und zwar anhand dessen, wie die Frauen im Roman, im Laufe des Buches, mit den Männern umgehen. Das fängt bei ganz subtilen Sachen an, wie das man (frau) die hübschen Jungs nach der Konferenz mit in die Bar nimmt, ihnen auf den Arsch schaut und denkt, vielleicht wird läuft da am Abend noch was. Das die Frau über den erwachsenen Mann denkt: Er macht es so, wie sich das für einen guten Jungen gehört. Bis hin zur wirklich brutal Gewalt. Es entwickeln sich Methoden, die der Genitalverstümmlung an Frauen gleich kommen und es kommt zu brutalen Vergewaltigungsszenen. Da wird den Männern unterstellt, sie wollen sich doch vergewaltigen lassen. An dieser Stelle und auch an anderen, war ich so geschockt! Wie kann eine Frau das nur sagen, denken?! Und dabei ist mir aufgefallen, für wie „normal“ ich es inzwischen halte, wenn Männer so was sagen. Auch die Religion ändert sich, was besonders am Ende sehr spannend wird, als Neil und Noemi nochmal über das Buch reden. Ich war während des Lesen immer wieder irritiert, was die Briefe vom Anfang für einen Sinn hatten und warum die Geschichte als Manuskript dargestellt wird. Das erfährt man am Ende und es ist genial! Natürlich sind Frauen nicht besser als Männer, das weiß jede, die mit einer Gruppe Frauen zusammen gearbeitet hat. In unsere Gesellschaft ist die Gewalt der Frauen subtiler. Doch was wäre, wenn wir Frauen plötzlich die Macht hätten, körperliche Gewalt auszuüben? „Sie machen es, weil sie es können.“ Der Satz kommt im Buch öfter vor und ich dachte nur: Ja. Ein treffender Satz, den man natürlich auch wieder auf auf unsere Gesellschaft übertragen kann. Auch wird aufgezeigt, wie Geschichtsschreibung funktioniert, die durch ein Geschlecht dominiert ist. Fazit: Ein sehr, sehr wichtiges Buch über unsere Gesellschaft, das völlig zu Recht den renommierten Baileys Women's Prize for Fiction bekommen hat.

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Die Zeit der Männerherrschaft ist vorbei, denn mithilfe der Gabe, Elektrizität mit dem eigenen Körper zu erzeugen, beginnen die Frauen unserer Welt zu rebellieren. Die Unterdrückung, Diskrimierung und Ausnutzung des weiblichen Geschlechts scheint bald der Vergangenheit anzugehören, doch ist eine von Frauen regierte Welt wirklich eine bessere? Die Autorin beantwortet diese Frage sehr eindeutig und erschafft mit ihrem Weltenentwurf ein spannendes Gedankenspiel. Mehr als das hält Die Gabe jedoch nicht bereit. Ich habe sehr viel Potential in Frau Aldermans Idee gesehen und kann auch nicht leugnen, dass sie mich gut unterhalten hat. Mit ihrem utopischen/dystopischen (das kommt wohl ganz auf den Blickwinkel an) Roman wirft sie die These, dass Frauen wesentlich klügere und moralisch vertretbare Herrscherinnnen wären, komplett um. Die Leser*innen werden mit Religionsmissbrauch, Brutalität, Sexismus und Korruption konfrontiert, die das Verhältnis zwischen Mann und Frau vollständig umkehren. Die Geschichte macht deutlich, dass ein Ungleichgewicht bei der Machtverteilung immer auch zur Diskriminierung der Minderheit führt, unabhängig von ihrem Geschlecht. Das mag sein und solch ein Thema kann eben auch nur mithilfe von Vermutungen diskutiert werden, trotzdem schien mir das ganze Konzept nicht ganz durchdacht und es fehlte ihm, meiner Meinung nach, an Tiefe. Die handelnden Protagonist*innen, aus deren Perspektiven wir den Verlauf der Geschehnisse beobachten, agieren unreflektiert. Besonders die weiblichen Charaktere entwickeln sich zu rachsüchtigen Individuen ohne moralisches Verständnis. Frau Alderman macht es sich sehr einfach, indem sie unsere Welt einmal umdreht, Frauen zu Männer und Männer zu Frauen macht. Was sie dabei ganz außer Acht lässt, ist aber unsere Geschichte. Die Briefe, welche den Roman einrahmen, relativieren das zwar wieder ein wenig, unterstützen aber meinen Eindruck, dass es sich eben nur um einen unterhaltsamen Weltentwurf der Zukunft und nicht um tiefgründige Literatur handelt.

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Die Gabe , ein Segen oder Teufelswerk

Von: Lesemaus

21.02.2018

Inhalt : Schlagartig ändern sich die Zeiten, auf der ganzen Welt entwickeln Frauen eine Besonderheit, durch ihren Händen fliest Elektrizität. Zunächst zeigt sich dieses Phänomen nur bei Jugendlichen, doch diese können die Gabe bei anderen Frauen erwecken. Rasant verbreitet sie sich und Männer leben in ständiger Gefahr verletzt oder sogar getötet zu werden. Meinung : Puh, das Buch ist schon eine Nummer , ich war selten bei einem Buch so verwirrt und schockiert gleichermaßen. Die Geschichte wird aus verschiedene Sichtweisen erzählt , die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allie, das Waisenkind, Jocelyn, die Tochter der Bürgermeisterin ( wobei ihre Mutter Margot , mehr Platz in der Geschichte einnimmt) , Roxy, die Tochter eines Mafiosos und Tunde, der einzige Mann der zu Wort kommt.  Am besten haben mir die Passagen von Roxy und Tunde gefallen . Roxy ist skrupellos und weiß um ihre Kraft, sie zwingt jeden in die Knie , doch bei ihr merkt man eine starke Wandlung . Tunde ist unglaublich mutig, trotz der Gefahr , die von den Frauen ausgeht, versucht er alles zu dokumentieren. Ich fand seine Sicht der Dinge super spannend . Auf einmal sind Männer nichts mehr wert, sie werden erniedrigt , brutal vergewaltig und danach getötet . Beim lesen musste ich schon das eine und andere mal schlucken, die Vorstellung solch ein Leben zu führen ist gruselig. Das die Männer versuchen eine Rebellion anzuzetteln ist mehr als verständlich. Ist solch ein Machtverhältnis wirklich vorstellbar ? Ich hoffe nicht, das Buch zeigt einmal mehr wie wichtig die Gleichberechtigung ist. Auf der anderen Seite, gibt es immer noch Länder, in denen man als Frau nicht viel wert ist.  Der Schreibstil ist wirklich sehr gut , ich habe das Buch innerhalb von 2 Tage gelesen. Ab und zu findet man kleine Zeichnungen von Apparaten oder Statuen , ich habe leider nicht ganz verstanden wozu diese dienen soll ? Vielleicht kann mich da ein anderer Leser aufklären :-) .   Das Buch ist sehr authentisch geschrieben, was ich wirklich irre fand. Das Cover gefällt mir sehr gut. Fazit : Eine Welt wie ich sie mir nicht vorstellen möchte, ich denke es wäre nicht verkehrt das Buch noch einmal zu lesen . 4⭐️⭐️⭐️⭐️von 5

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Die Gabe Naomi Alderman

Von: Nicky von Die Librellis

20.02.2018

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Um was geht es? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Bevor ich anfange zu erklären, um was es geht, möchte ich anmerken, dass das Cover mich tatsächlich überhaupt nicht angesprochen hat. Ich weiß, nachdem ich das Buch gelesen habe, was es ausdrücken soll, aber es wirkt viel zu gewöhnlich und für mich eben auch >nichts sagend<, so dass es tatsächlich Glück war, dass ich bei diesem Buch hängen blieb und mir den Klappentext durchgelesen habe. In diesem Buch geht es um verschiedene Personen, aus deren Sicht wir den Umschwung der Welt mitbekommen und deren Geschichte wir so verfolgen können. Es gibt also nicht nur einen Protagonisten, sondern sehr viele, die in den unterschiedlichen Bereichen zu tun haben und leben. Innerhalb von wenigen Tagen erlangen die Frauen in der Welt eine besondere >Gabe<. Jeder fasst diese Gabe anders aus, aber letztlich ist es bei allen gleich: Sie können bei Berührung Elektroschocks austeilen, was sie innerhalb von kurzester Zeit gegenüber den Männern rein körperlich gesehen stärker macht. Doch, ändert sich die Welt deshalb wirklich zum Guten? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Zuerst einmal muss ich etwas zum Schreibstil sagen, bevor ich in andere Details hineingehe: Der Stil hat mich selbst jetzt nicht umgehauen. Es wird als historische Roman-Erzählung betitelt, doch letztlich fand ich es fast eher als Aneinanderreihungen von Fakten mit paar Sätzen drumherum. Es war interessant, auf den Punkt gebracht und hat an Fakten und Handlungen damit alles geboten, was man von einem Buch erhofft. Doch dennoch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als hätte die Autorin das nur runtergeschrieben. Dieses gewisse Feingefühl, um an der richtigen Stelle echte Spannung hervorzurufen, hat mir bei fast allen "spannenden" Stellen gefehlt. Das ist so der einzige Kritikpunkt den ich tatsächlich habe, ansonsten fand ich den Roman so als Ganzen interessant, aufschlussreich und von der Idee her gut angegangen. Die ganzen verschiedenen Handlungsstränge haben mich jetzt nicht gestört. Die eine war manchmal interessante als die andere, aber das ist in jedem Roman so und wechselte sich auch ab. Ich denke, dass dieser Roman grundsätzlich für jeden etwas ist, der sich mit solchen Themen gerne beschäftigt oder auf Dystopien steht. Letztlich ist dieser Roman ja auch nichts anderes als eine Dystopie, die aber viele Menschen ansprechen wird, weil so ein Szenario viele anregende Aspekte hat und außerdem unzählige Punkte für Diskussionen bietet. Nach dem Lesen habe ich mich auch erst einmal mit ein paar Leuten über dieses Buch unterhalten müssen, um Ansichten auszutauschen. Doch letztlich sollte jedem Menschen in meinen Augen klar sein, dass es nicht entscheidend ist zu welcher Rasse man gehört oder welches Geschlecht man besitzt. Es kommt auf das Wesen an und die Tatsache, wie man Situationen angeht und Probleme löst. Leider greifen Menschen, egal ob sie Mann oder Frau sind, oft zu unterdrückenden Mitteln, wenn sie sich anderen gegenüber überlegen fühlen. Daher denke ich, dass dieser Roman einigen neue Denkanstöße bieten wird. Abschließend möchte ich noch loswerden, dass ich finde, dass dieses Buch ein wichtiges Thema aufgegriffen hat und die Autorin es gut umgesetzt hat. Wer jetzt einen klassischen Roman erwartet, könnte ein klein wenig enttäuscht werden. Dennoch empfehle ich es jedem, da das Buch nichts beschönigt und die wichtigen Dinge wunderbar auf den Punkt bringt. ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Interessante Thematik, ein lesenswerter Roman. 4,5 von 5 Sternen Nicky von >Die Librellis< ehemals Nickypaulas Bücherwelt

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