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Rezensionen zu
So viel Freude, so viel Wut

Nora Imlau

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

„Denn je mehr ich darüber weiß, was im Kopf und im Herzen meines gefühlsstarken Kindes vorgeht, desto einfühlsamer und liebevoller kann ich es durch die wilden Stürme, die in seinem Inneren toben, begleiten.“ Habt ihr schon einmal von „gefühlsstarken Kindern“ oder von „spirited children“ gehört? Der deutsche Begriff wurde vor allem durch die Autorin Nora Imlau (von diesem Buch) geprägt. Dabei handelt es sich um eine angeborene und vermutlich vererbbare Ausprägung der Persönlichkeit. Neben extrem starken Gefühlsausbrüchen haben diese Kinder viel Energie, einen großen Bewegungsdrang, zeigen große Begeisterungsfähigkeit, Lebensfreude und haben einen äußerst starken Willen. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung, benötigen aber auch Halt und Orientierung. Gleichzeitig schreien sie öfter laut (werden häufig unschönerweise als „Trotzkopf“, „Dramaqueen“ oder „Wutzwerg“ bezeichnet), schlafen lange nicht durch und haben Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Diese Kinder sind reizoffener und damit auch in ihrer Wahrnehmung von Sinnesreizen äußerst sensibel. Sie reagieren schneller auf Stress als andere Kinder. Ihre Amygdala – das Emotionszentrum im Gehirn) – ist überempfindlich und reagiert dadurch selbst auf Kleinigkeiten, als wäre es eine Katastrophe, was den Kampf- oder Fluchtmodus (schreien, toben, verstecken, etc.) beim Kind aktiviert. Die Eltern oder andere Bezugspersonen haben oftmals das Gefühl, dass ihr Kind immer wieder aus der Reihe tanzt, sich von anderen Gleichaltrigen unterscheidet. Sie sind erschöpfter als andere Eltern, weil sie der Alltag mit dem Kind so viel Kraft kostet. Dabei erfahren sie immer wieder Verständnislosigkeit von anderen Eltern, Verwandten oder Freunden und fühlen sich damit nicht selten alleingelassen. Manchmal wird ihnen in ihrem Umfeld fälschlicherweise dazu geraten, das Kind doch nicht so zu verwöhnen, dass man das unerwünschte Schreien ignorieren sollte, usw. Doch damit würden sie das Gegenteil erreichen und dem Kind mehr schaden als helfen! Etwa jedes siebte bis zehnte Kind kommt mit der Besonderheit der Gefühlsstärke zur Welt, häufig begleitet von gleichzeitiger Hochsensibilität. Auch die Übergänge zu sogenannten „High Need Babys“ sind fließend. Diese Kinder benötigen im Alltag besonders viel liebevolle und behutsame Begleitung, Trost und Verständnis bei ihren Gefühlen und Emotionsausbrüchen. Die Autorin hat selbst ein gefühlsstarkes Kind, hat sich seitdem mit der Persönlichkeitsforschung dieser Kinder beschäftigt und hat mit Wissenschaftlern, aber vor allem auch mit anderen Eltern von temperamentvollen, impulsstarken Kindern gesprochen, um Eltern zu zeigen: Ihr seid nicht allein! Und es ist normal, dass Kinder verschieden sind! Tatsächlich habe ich erst durch das Buch erfahren, dass es mittlerweile einen Begriff für Kinder mit den aufgezählten Persönlichkeitsmerkmalen gibt. Ich habe mich lange mit dem Buch beschäftigt und kann es sehr empfehlen, um gefühlsstarke Kinder noch besser verstehen zu können! Auch wenn ich schon einiges wusste, konnte ich hier eine Menge für mich mitnehmen. Mir wurde nochmals richtig bewusst, wie wichtig es ist, Kinder mit ihren Emotionen nicht allein zu lassen! Und dass es für jedes Schreien einen Grund gibt – gefühlsstarke Kinder sind dann häufig unglaublich gestresst und haben ein überreiztes Nervensystem! Doch was können wir dann tun? Das Buch liefert jede Menge Tipps und Informationen zum Umgang mit starken Gefühlen bei Kindern und wie wir sie im Alltag dabei begleiten können. Für Eltern stelle ich mir das Kapitel „Typische Herausforderungen im Alltag“ besonders hilfreich vor. FAZIT: Ein wertvolles Buch für Eltern, Erzieher und andere Bezugspersonen, um gefühlsstarke Kinder besser verstehen und um sie mit ihren Emotionen im Alltag besser begleiten und unterstützen zu können! 5/5 Sterne!

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Jedes siebte Kind kommt mit einer besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt. Die Autorin Nora Imlau gibt dem einen Namen: gefühlsstarke Kinder. Sie sind wilder, bedürfnisstärker und fordernder. Zugleich aber auch feinfühliger, sensibler und verletzlicher. Als Eltern fühlt man sich im Umgang mit ihnen schnell schuldig, verloren oder auch überfordert. Der Autorin ist es sehr wichtig aufzuzeigen, dass niemand schuldig ist. Weder die Eltern noch das Kind. Wenn man empfindsam miteinander umgeht, kann eine bestärkender Familienzusammenhalt entstehen. Sie legt viel Wert auf die Erklärung, wieso es gefühlsstarke Kinder gibt und gibt einzelne Tipps für den Alltag, wie z.B. wie man aus dem Machtkampf beim Anziehen rauskommt. Mein Fazit: Ein Thema, das mehr in Fokus kommen soll. Gefühlsstarke Kinder sind anspruchsvoller, aber umso kostbarer. Man muss sie nehmen, wie sie sind und nicht zur Norm herunterbrechen. Dieser Ratgeber bietet besonders Eltern von kleineren Kinder eine neue Sichtweise auf ihr Kind. 5 Sterne.

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Ein ganz fantastisches und hilfreiches Buch!

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Vielen Dank an Nora Imlau

Von: bines_buecherwelt

26.11.2021

Es wird für mich sehr schwierig, da es auch ein Stück weit sehr persönlich wird und ich mich damit etwas schwer tue. Ich habe mir oft Gedanken gemacht, irgendwas ist doch mit meinem Kind nicht normal. Klingt jetzt erstmal krass, wenn man das so hört. Die Kommentare von anderen, das Kind müsse besser erzogen werden, wir lassen ihm zu viel durchgehen - wer hat diese Sätze nicht auch schon gehört... Mit fast vier Jahren kommt er immer noch zu uns ins Bett, flippt scheinbar ohne Grund aus, ist dafür aber super anhänglich und überschüttet einen nur so mit seiner Liebe. Und ganz ehrlich, natürlich habe ich ihn mit seinem großen Bruder verglichen. Der so ganz anders in dem Alter war. Ich wusste einfach nicht, was mit ihm los ist. Ist er wirklich einfach nur unerzogen? Ich muss zugeben, hätte ich nicht zufällig einen Post bei einer Mamabloggerin gesehen und mit einer Freundin drüber gesprochen, wo ihre Tochter genau die selben "Probleme" hat, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, nach einem Ratgeber/Sachbuch zum Thema gefühlsstarke Kinder zu gucken. Und was soll ich sagen? Mein Kind ist anders. Aber nicht im schlimmen Sinne. Und trotzdem auf seine Art normal. Viele Sachen passen auf ihn gar nicht, so liebt er es in den Kindergarten zu gehen und hat ganz selten Trennungsängste. Auf dem Spielplatz findet er sofort Anschluss und ist bei allen Schandtaten dabei. Aber da sind dann diese Punkte wie eben das Ausflippen (für uns erstmal ohne ersichtlichen Grund) oder auch das extreme Lautsein in für ihn Stresssituationen. Und wie oft haben wir selbst gesagt, warum bist du so laut, wenn es dir selber in den Ohren weh tut? Schon während des Lesens habe ich versucht herauszufinden, wo für ihn Stresssituationen entstehen und wie wir diese vermeiden oder zumindest entzerren können. Und glaubt mir, so manches Mal musste ich die ein oder andere Träne vergießen. Mir kamen Gedanken in den Sinn: Was habe ich nur alles falsch gemacht? Was haben wir unserem Kind nur (unbewusst) angetan? Aber mit am wichtigsten war, WIR SIND NICHT ALLEIN!! Jedes siebte bis zehnte Kind wird als gefühlsstarkes Kind geboren. Weil man dies aber kaum mitbekommt und kaum darüber gesprochen wird, werden diese Kinder oft in die ADHS-Schiene gesteckt, obwohl man ihnen oft mit ganz einfachen Mitteln helfen kann. Aber ich bin auch ehrlich, es zerrt noch oft an meinen Nerven. Wir haben noch lange nicht den einen Weg gefunden, aber wir sind auf dem Weg dahin. So weiß ich, mein Kind braucht eben die Mama zum Einschlafen und es ist ganz normal. Gerade haben wir aber wohl die Phase erwischt, egal was wir machen, vor einer Stunde ist er nicht im Bett. Da bleibt es schon manchmal schwer, nicht in alte Muster zu verfallen und an die Tipps zu denken. Aber sehen wir's mal so, so komme ich auch endlich mal früh ins Bett. Ich glaube aber, dass er solche Züge hat, aber nicht komplett in diese Schublade gesteckt werden (ich weiß, soll man vermeiden, mir fällt gerade nichts anderes ein). Nichts desto trotz haben wir nun einige Hilfen erhalten, die uns den Umgang und das Leben mit ihm einfacher machen werden. Zuletzt möchte ich noch sagen, dass das Buch wunderbar geschrieben ist. Überhaupt nicht zu fachlich und trotz des Themas mit einer Leichtigkeit, dass es mir an sich nicht schwer fiel, es zu lesen. Ich musste es nur aus dem Grund zur Seite legen, weil es mich manchmal einfach erwischt und persönlich teilweise sehr berührt hat. Gerade der Elternbrief, der ließ mich kurz vor Ende nochmal richtig Gefühle zeigen. Und das ist wichtig, nicht nur für unseren Sohn, auch für mich. Es ist wichtig, Gefühle zu zeigen.

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Zum Inhalt: Nicht jedes Kind ist gleich. Manche sind umgänglich, manche wirken frühreif und manche wiederum sind sehr feinfühlig und sensibel. Nora Imlau nennt die Letzteren 'gefühlsstarke Kinder' und zeigt auf, woran man sie erkennt. Oft brauchen solche Kinder eine andere Herangehensweise, um alltägliche Belastungssituationen zu mindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit diesem Buch gibt die Autorin Tipps zur Bewältigung dieser Herausforderungen und klärt auch über die fehlerhafte Haltung der Gesellschaft gegenüber gefühlsstarken Kindern auf. Meine Leseerfahrung: Eltern von gefühlsstarken Kindern werden sich womöglich immerzu in diesem Buch gänzlich wiederfinden. Ich persönlich habe es aus reinem Interesse gelesen, und auch nur kurzweilig, weil hier immens viele Informationen zusammengefasst sind, die ich erstmal für mich Stück für Stück verarbeiten musste. Hier und da gab es einige Punkte, die ich durchaus auch in unserer Alltagssituation wiedergefunden habe. Aber ich könnte nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, dass unsere Jungs zu den gefühlsstarken Kindern gezählt werden könnten. Auf der einen Seite war ich erleichtert, weil ich die Belastung betroffener Eltern teilweise nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite finde ich, ist das Buch stellenweise zu pauschalisierend, so dass man kaum wirklich sagen kann, ob man selbst betroffen ist oder nicht. Gefühlsstark zu sein, ist ja, wie mehrmals betont, keine abschließende Diagnose. Bei manchen Abschnitten musste ich mich sogar selbst fragen, ob ICH eventuell nicht die gefühlsstarke Person in der Familie bin. Einige Punkte sprechen dafür, einige wiederum dagegen. Die Grenzen sind meines Erachtens zu schwammig, um sie klar ziehen zu können. Nichtsdestotrotz habe ich Einiges an Hilfestellungen aus dem Buch für mich mitnehmen können und festgestellt, dass ich bereits ein paar der vorgeschlagenen Strategien zur Entschärfung von Krisensituationen und der optimalen Begleitung des Kindes selbst praktiziere, wenn bei uns mit zwei wilden Kleinkindern die Fetzen fliegen. Also scheine ich doch nicht alles falsch gemacht zu haben. Und das gibt mir persönlich eine Erleichterung, die Gold wert ist. Gut finde ich übrigens auch die Hilfestellungen für Eltern, wenn die Eingewöhnung in der Kita zum Desaster wird und wie man gefühlsstarke Kinder in das Schulsystem einführt. Solche Tipps sind sicherlich auch gut anwendbar bei Kindern mit womöglich anderen Besonderheiten. Zudem macht die Autorin auch auf das Schubladendenken von manchen Erziehern und Erzieherinnen sowie der Lehrerschaft aufmerksam und hilft, solches zu erkennen. So kann man viel besser darauf reagieren. Fazit: Nora Imlau bringt präzise die Schwierigkeiten in der Erziehung gefühlsstarker Kinder zum Ausdruck und gibt zahlreiche Hilfestellungen zur Bewältigung extrem belastender Alltagssituationen. Dabei geht sie auch oft genug auf die Gefühle und Ängste der betroffenen Eltern ein und nimmt ihnen die Selbstzweifel. Ein wirklich starkes Buch für Eltern mit besonderen Kindern!

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Wer selbst ein Kind daheim hat, das in gefühlten 0,0 Sekunden von einem Extrem ins andere verfällt, sich leider eher selten unauffällig verhält und einen regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt, der fragt sich über kurz oder lang doch mal, ob das eigentlich normal ist. Jaja, was "normal" ist, liegt ja immer im Auge des Betrachters und bei Kindern gibt es keine Norm, aber alle Eltern, die sich angesprochen fühle, wissen ziemlich genau, was ich meine. Nora Imlau, die Autorin von "So viel Freude, so viel Wut. Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten" kennt diese Fragen auf alle Fälle sehr gut. Und lehrt uns erst einmal, dass wir nie in Kategorien denken dürfen, es keine Norm gibt und wir die negativen Adjektive, die uns manchmal im Bezug auf den Nachwuchs einfallen, durch positive ersetzen sollen. Zum Beispiel "mutig" statt "ungestüm", "meinungsstark" statt "stur" oder auch "durchsetzungsfähig" statt "rebellisch". Ja, das sollte ich mir durchaus zu Herzen nehmen, wenn ich meine kleine "Drama Queen" (so soll ich sie natürlich auch nicht nennen ;) ) mal wieder als sehr fordernd und anstrengend bezeichne.  Imlau gibt uns Abgrenzungen zu anderen Begrifflichkeiten wie "hochsensibel" und "high need" und zeigt uns, wo gefühlsstarke Kinder einzuordnen sind und, anhand welcher Eigenschaften man sie erkennt. Da sehe ich durchaus Parallelen zu uns, aber so ganz sicher bin ich  mir nicht. Sie erklärt uns, warum diese Kinder handeln, wie sie handeln und, wie wir ihnen helfen können, sich in ihrer Umwelt sicher zu fühlen. Wir erhalten wissenschaftliche Erklärungen dafür, wieso manche Kinder sich so entwickeln und andere nicht, zugleich aber auch den absolut wichtigen Hinweis, dass es weder ein Fehler am Kind noch in der Erziehung der Eltern ist, sondern schlicht eine Eigenschaft.  Anhand berühmter Persönlichkeiten, die ebenfalls gefühlsstark waren, lernen wir, wo die Stärken dieser Kinder liegen und, wie wir sie fördern können. Und natürlich geht es auch immer wieder um die Rolle der Eltern. Wo stehen diese selbst? Sind sie am Ende ebenfalls gefühlsstark oder doch regulationsstark? Sind wir uns unserer Rolle sicher oder sind wir noch auf der Suche und können wie Authentizität vermitteln? Alles wichtige Fragen, die sich im Verhalten des Kindes widerspiegeln.  Bei vielen Punkten geht es um größere Kinder, mit denen man glaube ich die Punkte etwas besser klären kann als mit einer 32-monatigen, bei der ich mir einfach nicht sicher bin, was schlicht Phasen, Entwicklungsschübe oder eventuell doch besondere Emotionen sind. Zumal sie eben noch nicht so richtig Emotionen zuordnen oder erkennen kann.  Ein zentrales Kapitel im Buch widmet sich dem Umgang mit Reizüberflutungen, also dem, was gefühlsstarke Kinder stresst. Was können die Ursachen sein und wie kann ich mein Kind in Extremsituationen, in denen es in einem Tunnel ist, noch erreichen?  Und für alle, die sich nach der Lektüre sicher sind, dass sie selbst so ein Kind daheim haben, gibt es dann noch mit den letzten kapiteln praktische Tipps für den Alltag. Als da wären: umfangreiche Vorschläge zum Thema "Schlafen gehen", "Essen", "Kleidung", "Umgang mit Medien" usw. Spannend finde ich die sechs Tipps zur richtigen Kommunikation und erkenne bei uns etliche Fehler - da kann ich auf alle Fälle nachbessern.  Auch die Fremdbetreuung bei einer Tagesmutter oder in der Kita wird umfangreich beleuchtet, Tipps werden gegeben und mögliche Fallstricke aufgezeigt, damit man diese umgehen kann.  Und natürlich geht es dann noch darum, wie man einen möglichst entspannten Familienalltag mit gefühlsstarkem Kind gestaltet, bei dem keiner zu kurz und doch jeder auf seine Kosten kommt. So viel Freiheit wie möglich, so viel Grenzen wie nötig. Definitiv ein lesenswertes Buch mit vielen Beispielen aus der Praxis und zahlreichen guten Tipps, die allen Eltern welche das Gefühl haben, hilflos von den Emotionen ihrer Kinder davon gerissen zu werden, helfen können, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren. 

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Hinweise für

Von: Mausezahn

14.06.2020

Die in Leipzig lebende Nora Imlau hat inzwischen viele Bücher veröffentlich, unter anderem ” So viel Freude, so viel Wut.” Das Buch ist im Kösel Verlag erschienen, 300 Seiten lang und in 7 Kapitel eingeteilt. Laut Nora Imlau sollen Kinder nicht in Schubladen gesteckt werden, aber meiner Meinung nach passiert genau das ein Stück weit mit der Etikettierung ” gefühlsstarke Kinder”. Ich finde das Buch holt Eltern ganz gut ab, die sich mit gefühlstarken Kindern überfordert fühlen und nimmt ihnen ein Stück weit das Gefühl etwas falsch zu machen. Für mich stellte sich beim Lesen immer wieder die Frage nach dem Umgang mit herausforderndem Verhalten und ob es etwas angeboren oder anerzogen ist interessiert mich nicht im besonderen Maße, sondern ich habe mich gefragt ob es wirklich aktuelle Forschungsergebnisse gibt. Meiner Erfahrung nach sehen Eltern oft nicht das Eltern Kinder mit zu viel Wahlfreiheit, großen Gruppen etc schlichtweg überfordern. Das Buch gibt hilfreiche Hinweise, wie man z.B Überreizung minimieren kann. Nora Imlau beschreibt auch verschiedene Arten von Betreuung und gibt Tipps wie eine gute Eingewöhnung im Kindergarten laufen sollte, und was man schon vorher abklären kann. Ich stimme zu, dass es Kinder gibt für die eine große Gruppe schlichtweg überfordernd ist und die besser bei einer Tagesmutter/Tagesvater aufgehoben wären.Ein wenig schade finde ich das auch hier nicht thematisiert wird das jedes Bundesland in der Kinderbetreuung einen anderen Personalschlüssel hat und das es zB. wegen Urlaubszeiten und Krankheitsausfällen z.B in Sachsen nicht immer leicht ist adäquat auf “gefühlsstarke ” Kinder so einzugehen, wie jedes einzelne Kind es bräuchte. Fazit: Da Buch beruhigt Eltern die sich selbst Vorwürfe machen und gibt gezielte Anregungen für den Alltag mit " gefühlsstarken" Kindern.

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Selten sieht man mich mit einem Sachbuch in der Hand, aber diesmal reizte mich das Thema schon sehr. Manchmal frage ich mich, ob diese starken Emotionen meiner Kinder normal sind, oder ob es Phasen sind. Ich habe das Buch nach und nach gelesen, denn es ist kein typischer Lesestoff und am Stück wäre es mir zu viel Input gewesen. Es geht um gefühlsstarke Kinder. Kinder, die mehr Nähe brauchen, sich aber gleichzeitig sehr gut allein beschäftigen können. Kinder, die oftmals empfindlicher sind, als der Durchschnitt. Kinder, die z.B. Kleidung als störend empfinden, oder Abweichungen der Norm verabscheuen. Schnell wurde mir klar, dass meine Kinder nicht so sind, wie die beschriebenen und auch wenn es wie eine Erleichterung war, musste ich öfter schlucken, denn viele der Sachen passten mehr zu mir und meinem Verhalten, als zu dem meiner Kinder. Vielleicht bin ich gefühlsstark, vielleicht auch nicht. Es gibt einige Tipps in dem Buch, die ich auf mich selbst anwenden werde, um zu testen, ob es mir damit besser geht. Fazit: Nicht jedes Kind mit starken Emotionen ist gefühlsstark, aber für Eltern mit gefühlsstarken Kindern kann dieses Sachbuch sehr hilfreich sein. Eine interessante Lektüre für alle Erzieherberufe!

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