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Rezensionen zu
Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin

R.F. Kuang

Im Zeichen der Mohnblume-Reihe (1)

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Ein Auftakt,der einen einfach nur mitreißt!

Von: phoenix_andbooks

14.03.2020

Hey! Heute gibt es eine Rezi zu einem Buch voller Götter,asiatischem Flair und Spannung! Undzwar zu "Im Zeichen der Mohnblume-Die Schamanin". Zuerst war ich wirklich skeptisch und nicht sicher,ob es mir überhaupt gefallen wird doch das hat sich schnell geändert. Krieg ist ein großer Bestandteil dieses Buches und in kaum einem Anderen wurden gewaltvolle Szenen so detaillreich und erschreckend beschrieben.(Völkermord,Rachedurst und Drogenabhängigkeit) Wer auf blutige Szenen nicht steht, würde ich es also nicht empfehlen. Allerdings hat es mich nicht gestört,da der Inhalt deswegen sehr viel interessanter wurde. In der Geschichte verfolgen wir jedenfalls Rin eine junge Kriegswaise,die alles daran setzt auf die Eliteakademie Sinegard zu kommen um einer Zwangsehe zu entgehen. Tatsächlich schafft sie es sogar und muss sich dort allerlei Prüfungen entgegenstellen wie auch Mitschülern aus der Oberschicht,die es nicht besonders gut mit ihr meinen. Zudem brauen sich im Hintergrund die Schrecken des Krieges wieder zusammen und plötzlich muss sie kämpfen,dabei eröffnet sich ihr ein Geheimnis,das für sie alles verändert. Insgesamt erstreckt sich das Buch um die drei vier Jahre,indenen man Rin mehr kennenlernt und eine eindeutige Charakterentwicklung miterlebt. Sie war mir zwar eine sympatische Protagonistin dennoch konnte ich einige Entscheidungen ihrerseits nicht nachvollziehen. Was es mit der Schamanin auf sich hat? Tja,das müsst ihr selbst herausfinden. Die anderen Charaktere waren genauso gut wie Rin ausgearbeitet und die Handlung war super genial! Ich könnte noch Stunden hiervon schwärmen. Aber ich möchte euch ja nicht spoilern. Fazit: R.F.Kuang hat einen wunderbaren Auftakt dieser Reihe geschrieben und ich bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil. Ihr Schreibstil hat mich einfach durch die Seiten fliegen lassen und von mir gibt es eine riesige Leseempfehlung. 4,5/5☆ Achso die Emotionen,die einen beim Lesen durchlaufen sind echt krass und es hat mich wirklich gewundert wie sehr mich das Buch mitgenommen hat.

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Inhalt Das Waisenmädchen Rin sieht ihre einzige Chance der Armut in ihrem Heimatdorf zu entkommen darin, einen Platz in der besten Militärschule ihres Landes zu bekommen. Tatsächlich besteht sie die Aufnahmeprüfung in ihrem Dorf als die beste der ganzen Region, aber an der Eliteakademie in Sinegard ist sie eine Außenseiterin. Sie wird wegen ihrer Herkunft ausgegrenzt und erniedrigt, doch mit Hilfe einiger weniger Freunde und Lehrer schafft sie es, bei den Prüfungen am Ende des ersten Lehrjahres als eine der besten Schüler*Innen abzuschneiden und sich somit einen Platz an der Schule zu sichern. Während ihrer Ausbildung spitzt sich die politische Lage im Land zu, es kommt wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen mit der Föderation Mugen und Rin befindet sich plötzlich mitten im Kriegsgeschehen. Dabei entdeckt sie Fähigkeiten, die jahrelang unbemerkt in ihr schlummerten und die niemand so wirklich zu verstehen scheint. Nur ihr ehemaliger Mitschüler und jetziger Kommandant Altan weiß, woher ihre Kräfte kommen und wie sie sie kontrollieren kann. Meine Meinung Eins kann ich euch schon mal vorweg sagen: Im Zeichen der Mohnblume hat mich nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, ich bin wirklich begeistert von diesem Debütroman und freue mich sehr auf den zweiten Teil, der am 16. November erscheinen wird. Krieg ist in vielen Fantasyromanen Teil der Handlung, doch in kaum einem Buch werden die Brutalität und Gräuel, die die Kriegsparteien auch oder vielmehr vor allem gegenüber der zivilen Bevölkerung walten lassen, so ungeschönt dargestellt wie in Im Zeichen der Mohnblume. Massenmord, sexualisierte Gewalt, Folter und ähnliches werden schon sehr detailliert beschrieben, aber R.F. Kuang gelingt es, diese Szenen mit einem angemessenen Niveau und angemessener Wortwahl zu schreiben ohne, dass es sensationsgeil oder reißerisch wirkt. Kommen wir nun aber zu unserer Protagonistin, Rin. Sie ist Kriegswaise aus dem letzten Mohnkrieg und wächst in Armut und Unterdrückung in der südlichen und sehr ländlichen Provinz Hahn auf. Doch sie hat einen sehr starken Wunsch aus diesen Lebensumständen zu entkommen und setzt alles daran, die Aufnahmeprüfung für die Militärakademie Sinegard zu bestehen. Rins Willenskraft ist wirklich bemerkenswert, sie lässt sich durch nichts von ihrem Ziel abbringen und setzt sich dabei auch über gesellschaftliche Erwartungen hinweg. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und scheut auch nicht vor Konfrontationen mit ihren Lehrern und Mitschülern zurück, was ich wirklich sehr bewundere. Sie geht dabei Wege, die ich zwar niemals selbst gehen würde, weil sie ein zu hohes Opfer mit sich bringen, aber ich konnte Rins Beweggründe immer nachvollziehen. Es gibt noch zwei weitere Aspekte, die mir an Im Zeichen der Mohnblume sehr gefallen haben: zum einen dass in so vielen kleinen Details deutlich wird, dass sich die Autorin von der asiatischen Geschichte hat inspirieren lassen, ohne, dass es wie ein Fantasyroman wirkt, der einfach nur in ein chinesisches oder japanisches Setting gelegt wurde. Und der zweite Aspekt ist das Magiesystem und die Verbindung der Götter zu den Mitgliedern der Bevölkerung. Denn die Menschen glauben nicht nur, dass die Götter real sind, sondern sie sind tatsächlich real und können sehr konkret in die Handlungen der Gläubigen eingreifen. Fazit Schreibstil: 4 Sterne Handlung: 5 Sterne Charaktere: 4 Sterne Setting: 5 Sterne Worldbuilding: 4 Sterne Gesamtwertung: 4 Sterne

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Am meisten gefallen hat mir an diesem Buch das Worldbuilding – sowohl inhaltlich als auch handwerklich. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich überhaupt keine Ahnung von der Geschichte und der Kultur Asiens habe. Zumindest keine, die über die weitverbreiteten Klischees hinausgeht. R. F. Kuangs Welt, die zwar fiktiv, aber an reale Historie angelehnt ist, hat mich aber so für den mir kaum bekannten Kontinent begeistert, dass ich in nächster Zeit definitiv mehr Bücher von asiatischen Autoren lesen möchte. Es ist als hätte mir dieses Buch die Tür zu einer neuen, faszinierenden Welt geöffnet, die ich bislang einfach übersehen habe. Ich fand das ganze Worldbuilding unfassbar interessant und dieses Interesse hat sich sogar auf die reale Welt ausgebreitet, sodass ich jetzt unbedingt mehr über die Opiumkriege und die Geschichte Asiens lernen möchte. Ein absolutes Novum für mich, weil ich es bisher noch nie geschafft habe, mich in irgendeiner Weise für Geschichte zu interessieren. Beigetragen zu dieser Begeisterung hat wohl auch die Tatsache, dass ich nie mit Informationen überladen wurde. Geographie, Gesellschaftsstrukturen, Historie, Religion, Wertesysteme und politische Verstrickungen werden wohldosiert erläutert. Beschreibungen und Erklärungen sind immer mit der Handlung verknüpft. Beispielsweise lernt Protagonistin Rin bei ihrer Reise zur Akademie einiges über die Provinzen, die sie durchqueren, aufgrund der Demütigungen durch ihre Klassenkameraden mehr über die privilegierten Gesellschaftsschichten und im Unterricht viel über die vergangenen beiden Mohnkriege. Und selbst diese kleinen Informationshäppchen werden nicht in erläuternden Monologen geliefert, sondern interaktiv vermittelt. So bekommen die Schüler zum Beispiel im Strategieunterricht Aufgaben gestellt, die sie lösen, indem sie Vorgehensweisen aus den Schlachten der Mohnkriege ableiten. Dadurch bleibt die Handlung nie zugunsten weiterer Informationen stehen. Worldbuilding und Handlung sind so eng verwoben, dass ich praktisch alles über die Welt nebenbei gelernt habe. Erzählerisches Talent hat R. F. Kuang in meinen Augen aber nicht nur beim Worldbuilding bewiesen, sondern auch an vielen anderen Stellen. Besonders aufgefallen ist mir das an einer Stelle, an der sie mir ein Klischee so realistisch, authentisch und unausweichlich verkauft hat, dass ich es als wunderbare Charakterentwicklung wahrgenommen habe und nicht als ausgelutschtes Klischee. Das Rad lässt sich nicht neu erfinden und die meisten Bausteine werden von vielen Autoren benutzt. In meinen Augen besteht die Kunst darin, diese Bausteine so zu verpacken, dass sie als neu und spannend wahrgenommen werden. Das hat die Autorin auf jeden Fall geschafft. Weshalb ich trotzdem nicht vollkommen überzeugt bin von diesem Buch, ist einfach zu erklären: Am Anfang mochte ich die Charaktere, sowohl Protagonistin Rin als auch viele Nebenfiguren, sehr gern. Bis zur Mitte des Buches haben sie sich vielversprechend weiterentwickelt. Ab da ging es mit den meisten Figuren aber leider bergab. Einige von ihnen sind so vom Hass zerfressen, dass sie jeglichen Blick für die Realität verlieren. Ja, es ist authentisch, dass sie Schwächen haben. Und ja, es ist auch definitiv mal etwas anderes, dass die wichtigen Charaktere keine leuchtenden Moralapostel sind. Aber selbst mir, die ich grundsätzlich der Meinung bin, die Bösen sollten in Büchern nicht immer verschont werden, weil sie den Guten dann ja doch immer wieder in den Rücken fallen, wurde es irgendwann einfach zu viel. Gegen Ende habe ich in den zunehmenden Gewaltexzessen, die ein unfassbares Ausmaß annehmen, komplett die Bindung zu den Figuren verloren. Fazit Das Worldbuilding der Geschichte ist der Hammer. Ich finde die Welt unfassbar interessant und faszinierend, gerade weil Asien für mich ein vollkommen unbekanntes Gebiet ist. Außerdem waren die Erläuterungen immer wunderbar mit der Handlung verwoben, wohldosiert und interaktiv eingestreut, sodass es nie langatmig wurde. Auch sonst hat die Autorin viel erzählerisches Talent bewiesen, weil sie altbekannte Bausteine neu, spannend und authentisch verpackt. Am Anfang mochte ich zudem viele Charaktere wirklich gern. Leider habe ich im Laufe des Buches durch extrem unmoralische Entwicklungen komplett die Bindung zu den Figuren verloren, sodass ich an „Im Zeichen der Mohnblume 1: Die Schamanin“ nur vier Schreibfedern vergebe. Ich bedanke mich beim blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rin ist eine sehr starke Protagonistin, die ganz klare Ziele vor Augen hat und diese teilweise ziemlich stur verfolgt. Nicht immer geht sie mit diesen auch öffentlich hausieren, sondern benutzt auch mal ihre Mitmenschen ganz bewusst um beispielsweise die Aufnahme in die Eliteakademie zu schaffen oder zu einer sehr mächtigen Kriegerin und Schamanin ausgebildet zu werden. Sehr früh im Buch führt sie auch eine vielleicht verstörende Aktion mit sehr weitreichenden Folgen durch um ein für alle Mal zu verhindern ihren Mitstudenten an der Akademie als Frau unterlegen oder benachteiligt zu sein. Ich musste da erstmal Schlucken, aber es zeigte ihren eisernen Willen und ihre Verbohrtheit um jeden Preis das sich gesetzte Ziel zu erreichen. Auch später im Laufe der Geschichte wird Rin einige sehr unmoralische und fragwürdige Entscheidungen treffen, die sich letztendlich auch auf diese eine Tatsache und Charaktereigenschaft zurückverfolgen lässt. Für mich wirkt sie dadurch kongruent und gerade deswegen sympathisch, weil sie einfach nicht perfekt ist. Sie beeinflusst durch falsche Entscheidungen die Geschichte im negativen Sinne und es scheint, als hat sie durch ihre Eigenschaften die Handlung in eine Richtung entwickelt, die man so vorher vielleicht gar nicht vorhergesehen hat. Rin hat aber keine Wahl gelassen. Damit bleibt es spannend und unvorhersehbar. Die Abwechslung zwischen historischen Hintergründen, welche die Welt erklärt und Schritt für Schritt aufgebaut haben, sowie dem Fortschreiten der Geschichte war in meinen Augen genau perfekt dosiert. Anfangs, in der Eliteakademie, wurde die Historie besonders der vergangenen Kriege und der Götter im Rahmen von Schulstunden, Erklärungen der Professoren oder Rins Recherchen aufgegriffen. Generell waren die geschichtlichen Sequenzen immer sehr gut in die Handlung verflochten und gut verpackt. Rebecca F. Kuang hat zwar einen durchaus Seitenreichen Roman geschrieben, jedoch gibt es eigentlich keine "trockenen Durststrecken". Die Entwicklung des Krieges war für mich immer wieder überraschend und schockierend. Ich hatte das Gefühl ich wär mittendrin dabei, so greifbar hat Kuang alles beschrieben. Durch den Klappentext war der rote Faden dieses ersten Teils der Reihe zwar bekannt, aber es ist noch sehr viel mehr drumrum passiert. Die Zeit an der Schule war mit einigen klassischen Klischees gefüllt, welche auch bereits bspw. in Harry Potter genutzt wurden. Der eine Schüler, dem alles zufällt und dadurch eher ein Aussenseiter ist und sich gut mit der Protagonistin versteht, welche durch ihre Herkunft ebenfalls ausgegrenzt wird. Der andere Schüler, der sich durch seine elitäre Herkunft alles herausnehmen kann und von Tag eins der "Feind" ist und immer wieder mit der Protagonistin anlegt. Trotzdem war es nicht langweilig und ich habe ständig darauf gewartet, was jetzt den "Fantasy" Teil des Buches ausmacht. Mir hat gerade so gut gefallen, dass es eine eher unterschwellige "Magie" ist und der Rest der Handlung und des Settings dadurch nicht weit hergeholt wirkt. Trotz allem ist sie nicht zu verachten. :) Es gibt einige Charaktere, die mir neben Rin ans Herz gewachsen sind. Dazu gehören besonders der schrullige Lehrer Jiang, der in seiner merkwürdigen Art Rin immer wieder dazu antreibt über sich hinauszuwachsen. Kitay, ihr schlauer bester Freund und Verbündeter aus der Eliteschule. Interessant fand ich vor allem die Entwicklungen von Nezha, welcher in der Schule Rins Rivale ist aber später eine etwas andere Rolle einnehmen wird. Altan war für mich der faszinierendste Charakter. In der Schule trat er als der perfekte Musterschüler der oberen Jahrgänge auf, den alle bewunderten. Im Krieg treffen Rin und Altan wieder aufeinander. Ihr Verhältnis und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander ist in feinster Weise so wie ich es mir erdacht hätte und hat mich immer wieder überrascht. Und nein, dieses Buch wird nicht von einer Liebesgeschichte bestimmt, ganz im Gegenteil. Nach der Schulzeit bestimmt der ausgebrochene Krieg den zweiten Teil des Buches, beziehungsweise die Belagerung einer Stadt. Da der Fokus nicht auf den kriegerischen beziehungsweise kämpferischen Handlungen liegt, sondern eher auf den politischen Machenschaften und Manipulationen untereinander, hatte ich nicht dass Gefühl ein richtiges "Kriegsbuch" zu lesen. Bei diesem Buch handelt es sich ohne Frage um eine Fantasy Reihe für Erwachsene. Die Autorin beschönigt absolut gar nichts und beschreibt teilweise sehr ausführlich die Kriegsverbrechen wie exzessive Folter und Vergewaltigungen. Noch mehr wär mir tatsächlich irgendwann zu viel gewesen, doch war es genau passend und irgendwie angemessen um gewisse Szenen zu beschreiben. Sie nehmen nicht viel Raum im Buch ein, sind für sich alleinstehend allerdings sehr intensiv, blutig und brutal. Nicht zu vernachlässigen ist auch das stetig wiederkehrende Thema der Drogennutzung und des Drogenmissbrauchs. Anfangs als Trigger zur Bewusstseinserweiterung um mit den Göttern zu kommunizieren; allerdings ist es oft nur ein schmaler Grad um in die Abhängigkeit zu rutschen. Für diese Themen empfindliche Leser sollten es sich vielleicht überlegen, ob sie zu diesem Buch greifen möchten. Spannend fand ich den Umgang mit den Religionen und welche Rolle die Götter eingenommen haben. Die Beschreibung der unterschiedlichen Religionen der sich bekriegenden Völker und auch das Thematisieren von Atheismus oder religionsagnostischem Glauben findet seinen Weg in das Buch. Diese verschiedenen Sichtweisen und wie sich Rin damit auseinandersetzt fand ich sehr modern und bereichernd. Die Autorin Rebecca F. Kuang kommt ursprünglich aus Guangzhou in China, wanderte aber vor 20 Jahren in die USA aus. Sie hat internationale Geschichte studiert und sich hier auf chinesische Militärstrategien, kollektive Traumata und Kriegsdenkmäler konzentriert. Dies, sowie ihr zusätzliches Studium der Sinologie fließen thematisch stark in die Geschichte ein und man merkt, dass sie sich auskennt und hier ihre Leidenschaft liegt. Das Cover des deutschen Buches finde ich sehr gelungen und vor allem super passend zur Geschichte - allerdings im Vergleich zum englischen Originalcover etwas unglücklich. Assoziiere ich mit dem deutschen Cover eher eine romantische Geschichte, vielleicht sogar Romantasy, fängt das englische, eher reduziertere, Cover die Brutalität und den Krieg doch viel treffender ein. Für mich war Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanen ein genialer Reihenauftakt: brutal, blutig, unheldenhaft, unmoralisch - und doch voller Freundschaft, Hoffnung und dem Willen das Richtige zu tun. Insgesamt hat mir gefühlt irgendetwas gefehlt, ohne dass ich es wirklich benennen könnte. Ich glaube, dass Kuang mit der Fortsetzung noch eine gute Schippe drauflegt. Ich kann es kaum erwarten demnächst weiterzulesen - wenn auch auf Englisch, da die Übersetzung noch etwas auf sich warten lässt...

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Mir hat das Buch megaaaa gut gefallen. Ich mochte Rin sehr gerne, aber auch andere Charaktere, die ich jetzt nicht nennen will, um nicht zu spoilern, aber auch die Welt, das asiatisch angehauchte Setting und die Magie in ihrer Form haben mich sehr beeindruckt. Natürlich muss man das alles mögen. High Fantasy, etwas Erwachsener, knapp 700 Seiten und Krieg, was auch bedeutet, dass es, ja, brutaler ist. Mich hat das überhaupt nicht gestört, ich fand es auch nicht zu heftig, sondern passend, aber ich bin da auch viel gewohnt. Ist man eher zart besaitet, kann man es schon zu viel finden. Dennoch finde ich, es geht viel um Krieg, auch die Autorin hat Militärstrategien, Kriegstraumata und Geschichte studiert bzw. sich darauf spezialisiert und das merkt man. Sie hat Ahnung wovon sie scheibt und verharmlost nichts, was im Krieg geschieht und wie es in Soldaten aussieht. Das finde ich besser, als wenn man da etwas weglässt, verharmlost oder es so wirken würde, als wäre Krieg "gar nicht soo krass". Denn das ist er und das zeigt sie. Rin ändert sich und macht eine große Entwicklung durch, die zwar anders verläuft als gedacht, aber daher umso spannender war - für mich. Ich konnte ihre Entscheidungen, die mich schon auch mal überrascht haben, dann aber im Endeffekt auch nachvollziehen. Für mich waren auch die erklärenden Seiten oder Strategiegespräche sehr spannend und so war das Buch durchgehen richtig gut. Also für mich echt ein Highlight Buch und ich kann es nur weiterempfehlen. Ich freue mich sehr auf die nächsten Teile und hoffe, dass das Buch noch viele LeserInnen findet. Da es echt großartig ist.

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Das Cover hat mich umgehauen und total angesprochen. So asiatisch angehauchte Bücher finde ich immer besonders spannend, weil man so wenig von ihnen sieht. Auch der Titel spricht mich sehr an und ich wollte wissen, was sich dahinter verbirgt. Wir begleiten die junge Rin, welche eine Waise ist und auf dem Land lebt, bei ihrem Weg, eine Kriegerin zu werden. Dafür muss sie an der Schule in Sinegard angenommen werden. An der Schule angekommen stellt sie fest, dass es für sie schwerer sein wird, sich Anerkennung zu verdienen, da sie nur ein armes Bauernmädchen ist und keine langjährige Kampfausbildung bereits hinter sich hat. Außerdem kommt sie mit dem Schamanismus in Kontakt und sie lernt schnell, dass in ihr mehr schlummert, als jeder zu denken vermag. Rin ist ein unfassbar ehrgeiziges, kluges und nach Macht strebendes Mädchen. Sie versucht immer die Beste zu sein und die anderen in den Schatten zu stellen, nicht zuletzt, weil niemand in ihr etwas Großes sieht. Im Laufe des Buches merkt man, dass ihr die Sehnsucht nach Macht etwas über den Kopf steigt und sie viele Entscheidungen unüberlegt trifft und unüberlegt handelt. Der Schreibstil dieses Buches ist einzigartig. Er beschreibt die neu erschaffene Welt detailreich und an manchen Stellen auch etwas genauer, als man es als Leser eigentlich wissen möchte. Die Sprachgewalt in diesem Buch ist unglaublich und war für mich, neben der Welt selbst, der größte Grund, das Buch weiterzulesen. Zwar gibt es hier und da Stellen, die alles etwas in die Länge ziehen, aber trotzdem lässt der Schreibstil es nie langweilig werden. Das Buch selbst ist in drei Teile aufgegliedert und lassen sich in etwa so zusammenfassen: Rins Ausbildung, Rins Begegnung mit den Göttern und der Krieg gegen Mugen. Jeder dieser Teile bringt Rin charakterlich weit nach vorn und formt sie. Insgesamt vergehen in dem Buch um die drei Jahre, der/die Leser*in reift also mit Rin gemeinsam und hat einen guten Einblick in ihre Charakterentwicklung und versteht, warum manche Entscheidungen gefällt wurden, wie sie eben gefällt wurden. Dieses Buch ist nicht wie die meisten anderen. Es gibt keine Liebesgeschichte und allgemein ist alles darauf ausgerichtet, Rin bei ihrem Weg zu begleiten und mit ihr zu wachsten beziehungsweise ihre Entscheidungen auch irgendwann anzuzweifeln, weil es mit den Kapiteln deutlich wird, dass ihr die Macht, die sie besitzt zu Kopf steigt. Mir persönlich war es ein wenig zu distanziert und ausgerichtet auf den Krieg. Es fühlte sich an, als würde man einen Geschichtsartikel über den verlauf eines Krieges lesen und dabei Rin begleiten. Dennoch ist es ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte, weil es zeigt, was Macht mit einem macht und wie sich dies auf den Charakter auswirkt.

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‚Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin‘ ist eine Fantasy Geschichte, die in einer Art chinesischen Welt spielt. Da ich bisher noch kein Buch gelesen habe, dass sich mit der asiatischen Vergangenheit beschäftigt bzw. diese neu interpretiert, hat mich das Ganze sehr fasziniert und war etwas komplett anderes, zu dem was ich sonst lese. Die Geschichte ist über viele Jahre gestreckt. Über diese Zeit verfolgen wir Rin, die in meinen Augen ein unglaublich starker Charakter ist. Sie lässt sich nie unter kriegen und auch wenn sie manchmal anders handelt als man es sich wünscht, konnte ich es immer nachvollziehen. Das Buch ist eine Mischung aus allem, was ich in Büchern liebe. Rin‘s Ausbildung, Krieg, (politische) Intrigen, Magie, Götter. Es war durchgehend spannend und es gab immer wieder Überraschungen, mit denen ich nie im Leben gerechnet hätte. Außerdem war der Schreibstil wirklich gut! Ich kann immer noch nicht glauben, dass das ihr erster Roman war. Jedoch war es oft auch sehr brutal und ich musste manchmal wirklich schlucken und kurz durch atmen, deswegen würde ich es jüngeren Lesern auf keinen Fall empfehlen. Aber jeder der schon etwas älter ist und damit umgehen kann, würde ich es zu 100% empfehlen. Ich fand es so gut und freue mich extrem auf den nächsten Teil!

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Auf Im Zeichen der Mohnblume habe ich mich gleich gefreut, als ich es entdeckt hatte. Ich bin ja für den asiatischen Kulturkreis ohnehin immer zu haben, dass es sich hier bei auch noch um eine Autorin mit chinesischen Wurzeln handelt, machte es für mich doppelt interessant. Fernöstlicher Flair In Im Zeichen der Mohnblume entführt und die Autorin in das Kaiserreich Nikan. Bildmalerisch und einprägsam schildert sie ein Land zwischen Bauernhütten und prächtigen Pagodenpalästen, zwischen Ehre und Opiumsucht. Mit jeder einzelnen Seite wird deutlich, dass sich die Autorin intensiv mit dem chinesischen Reich beschäftigt hat und schafft es meisterlich den Leser nach Fernost zu entführen. Wer sich dann auch noch ein bischen mit ostasiatischer Geschichte auskennt, wird bald Parallelen entdecken, denn während Nikan an das chinesische Kaiserreich zum ende des 19. Jh. angelehnt ist, entspricht dessen verfeindeter Nachbar Mugen deutlich dem damaligen Japan. Auch die ganze Auseinandersetzung trägt deutlich Züge des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges von 1894/95, aber auch Spuren der Opiumkriege sind zu entdecken, denn auch Großbritannien als westliche Großmacht, findet in Hesperia seine Entsprechung. Insgesamt hat mir diese Fanatsywelt nach historischem Vorbild außerordentlich gut gefallen und keine Angst, auch wer sich noch nie mit diesen kriegen beschäftigt hat, wird nichts verpassen, da im Roman alles in sich geschlossen ist und erklärt wird. Zwei Hälften, die nicht so ganz zusammen passen wollen Die Kulisse stimmt also schon mal und in der ersten Hälfte des Buches war ich auch richtig begeister. Rin erkämpft sich ihren Weg gegen Vorurteile und Unterschätzung. Dieser Teil des Buches hatte deutliche Züge, des bekannten "Protagonist muss ich an magischer Eliteschule beweisen" Schema, das mach die Geschichte aber nicht weniger spannend und mitreißend. Ich habe Rin gerne begleitet und hatte meinen Spaß. Doch dann bricht der Krieg aus und nicht nur für Rin ändert sich alles. Der gesamte Tenor des Buches ändert sich radikal, wir von null auf hundert äußerst brutal und düster. Damit hätte ich prinzipiell kein Problem (wobei manche Gewaltakte schon eine bessere Reflexion verdient hätten), was mich aber viel mehr störte war, dass es trotz des Krieges nicht so recht weiter ging. Das Buch wurde zäh und hielt sich an Belanglosigkeiten auf, was den Lesefluss deutlich hemmte. Auch mit der ganzen Göttersache wurde ich nicht ganz warm, da sie auf mich doch sehr psychedelisch und mitunter abstrus wirkte. Des Weiteren fing ich in der zweiten Hälfte an Probleme mit Rin zu entwickeln. Ich fand viele ihrer Entscheidungen fragwürdig und während ich es in der ersten Hälfte noch auf mangelnde Erfahrung schob, fehlte mir in der zweiten Hälfte die Charakterentwicklung. Als klassische Fantasyheldin sind ihre Entscheidungen moralisch zu bedenklich, als Antiheldin geht sie aber auch nicht wirklich durch, denn Antihelden leben von dem moralischen Konflikt. Selbst wenn sie falsche Entscheidungen treffen, werden sie auf irgendeiner weise mit den Konsequenzen, konfrontiert. Diese Auseinandersetzung fehlte mir hier. Fazit: Hätte ich halbe Sterne, wäre es eine 3,5 geworden. Die Idee, die Atmosphäre und das Worldbuilding nach historischem Vorbild sind großartig und die erste Hälfte war auch richtig gut. In der zweiten lässt es aber deutlich nach, wird zäh und verwirrend und die Protagonistin bleibt ohne Entwicklung. Ich werde die Reihe weiter verfolgen, hoffe aber sehr auf Besserung im zweiten Band.

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