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Rezensionen zu
Der lange Atem der Bäume

Peter Wohlleben

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Das Fazit des Buches ist: »Warum kann der Mensch nicht aus Fehlern lernen!« Es gibt so Bücher, die öffnen einem die Augen. Hinterher ist man nicht nur schlauer, manchmal bleibt auch viel Unverständnis zurück. Unverständnis, weil wir es eigentlich besser wissen, es aber trotzdem nicht tun. Oder wie Wohlleben es formulieren würde: »Die Definition von Wahnsinn, also bei immer gleichem Handeln stets ein anderes Ergebnis zu erwarten.« Schon in seinem ersten Buch »Das geheime Leben der Bäume« konnte ich erfahren, dass Bäume sozialer und schlauer sind, als ich bisher dachte. Doch sie geben auch ihr Wissen, ihre Erfahrung weiter, damit meine ich nicht die Baumschulen, wo kleine Bäumchen unter nicht artgerechter Haltung großgezogen und anschließend zu Weicheiern werden. Warum, dass erklärt uns P. Wohlleben sehr anschaulich. Bäume können lernen, sich auf den Klimawandel einzustellen, Wälder können das lokale Klima kühlen, Regen produzieren – wenn wir ihn endlich in Ruhe lassen. In diesem Buch widmet sich der Autor Fragen wie: Was ist eigentlich Waldsterben, welchen Anteil hat die profitorientierte Forstwirtschaft daran, was ist ein gesunder Wald, wie kann uns der Wald helfen im Klimawandel? Warum sind Baumpflanzaktionen von Baumärkten nur PR-Gags? Warum wir uns mit der Abschussquote von Wild nur ins eigene Bein schießen. In seinem eingängigen Erzählstil macht es Spaß, ihm zu folgen, auch wenn er diesmal sehr viele Forschungsergebnisse teilt, die seine Lösungsansätze untermauern. Ich muss sagen, dass ich selten so oft gestaunt habe, wie was miteinander zusammenhängt, welchen Konsequenzen unser Handeln hat. Und genau das will Wohlleben erreichen, wir sollen staunen, nachdenken und optimistisch sein, denn Wälder können unser Klima retten, solange wir nicht bis zum Schluss an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen. Eine dicke Empfehlung für alle, denen der Wald mehr wert ist als das Holz.

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Von Peter Wohlleben habe ich zum ersten Mal durch das Buch "Hörst du, wie die Bäume sprechen" gehört. Meine Tochter hat das Hörbuch dazu, ich muss zugeben, ich hab es noch nicht ganz gehört, werde es aber schnellstmöglich nachholen. Aber die Faszination für Bäume war auch damals schon groß in unserer Familie. Nachdem ich dann die Dokumentation "Das geheime Leben der Bäume" auf Netflix geschaut habe, wurde ich zu einem großen Fan Peter Wohllebens. Sein Engagement ist einfach großartig und er erreicht sowohl Kinder wie auch Erwachsene. "Der lange Atem der Bäume" ist ein gelungenes Sachbuch und beschäftigt sich in vielfacher Hinsicht mit Bäumen, Wäldern, dem Klimawandel und der Rettung unserer Welt. Der Autor: Peter Wohlleben (geboren 1964) studierte Forstwirtschaft und war über zwanzig Jahre lang Beamter der Landesforstverwaltung. Inzwischen arbeitet er in der von ihm gegründeten Waldakademie in der Eifel. Er setzt sich weltweit für die Rückkehr der Urwälder ein, dabei ist er in TV-Sendungen zu Gast, hält Vorträge sowie Seminare und ist Autor einiger Bücher. Der Wald und der Naturschutz liegen ihm am Herzen. Seine Bücher "Das geheime Leben der Bäume", "Das Seelenleben der Tiere", "Das geheime Netzwerk der Natur", "Das geheime Band zwischen Mensch und Natur" und "Der lange Atem der Bäume" sind Bestseller und begeistern Menschen auf der ganzen Welt. Seit drei Jahren erscheint außerdem das Magazin »Wohllebens Welt«. 2019 bekam er die Bayerische Naturschutzmedaille verliehen. Inhalt: „Sind Bäume lernfähig? Können sie ihr Verhalten an steigende Temperaturen und Trockenheit anpassen und so ihr Überleben sichern? Geben sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen vielleicht sogar an ihren Nachwuchs weiter, um ihn besser auf die globale Erwärmung vorzubereiten? Doch nicht der Klimawandel allein macht den Bäumen zu schaffen. Es sind vor allem die Eingriffe des Menschen, die den Wald bedrohen . . . »Gleich einem Schwelbrand breitet sich das Absterben der Laubwälder parallel zu dem Sterben der Plantagen aus – mit einem gewichtigen Unterschied: Die Plantagen sterben durch die Sommerhitze, die alten Laubwälder durch die Motorsäge. Es ist an der Zeit, den rücksichtslosen Raubbau zu stoppen!« Peter Wohlleben“ (Klappentext) Kritik und Fazit: Das laubgrün gebundene Buch wurde mit einem Schutzumschlag ausgestattet. Auf der Vorderseite sehen wir von unten in einen alten natürlich gewachsenen Laubbaum hinein. Durch die Blätter scheint die Sonne hindurch. Der Himmel dahinter ist blau und wolkenlos. Auf der Rückseite sehen wir die Borke eines Ahornbaumes und ein einzelnes Blatt, welches daraus emporstrebt. Die Natur ist hier ganz zauberhaft eingefangen worden und der Leser weiß sofort, worum es in dem Buch geht. Viele spannende Fakten werden durch den Autor gut verständlich erklärt. Bäume können beispielsweise lernen und sich geänderten Bedingungen anpassen, denn sie geben ihre Erfahrungen tatsächlich an den Nachwuchs weiter. So können neue Bäume in verbesserter Art heranwachsen und den neuen Gegebenheiten und somit auch der Erderwärmung und anderen Dingen leichter strotzen. Eingriffe des Menschen hingegen bedrohen den Wald und fördern den Klimawandel nur noch weiter. Der Boden wird verdichtet, sodass er nicht mehr so gut Wasser aufnehmen kann und die Tierwelt dort zerstört wird. Bäume werden gefällt und abtransportiert, was bedeutet, dass es weniger totes Holz im Wald gibt, welches zerfällt und so der Tierwelt zugute kommt und dem Boden als Bünger dient. Wenn große, alte Bäume gefällt werden, wachsen durch das vermehrte Licht kleine, jüngere Bäume schneller empor, sind aber dadurch weniger widerstandsfähig. Bäume sorgen für Kühlung durch Verdunstung und somit auch Regen durch die Erzeugung von Wolken. Und viele weitere Fakten erwarten den Leser auf den etwa 240 Seiten. Neu dazu gelernt habe ich, dass die Holzverbrennung klimaschädlich ist. Holz als Rohstoff also nicht immer die bessere Wahl ist. Ich dachte früher immer, dass Bäume CO2 nicht speichern, sondern umwandeln. Dem ist aber nicht so. Das über lange Jahre gespeicherte CO2 wird bei der Verbrennung von Holz wieder an die Luft abgegeben. Man kann also nicht die einfache Rechnung aufmachen, dass ein gefällter Baum durch einen neu gepflanzten ersetzt werden kann. Es braucht schließlich Jahre, bis der neue Baum die Größe des gefällten erreicht und somit den gleichen CO2-Gehalt aus der Luft entfernt hat. Dass die Forstwirtschaft nicht im Sinne des Waldes handelt, sondern nur Geld verdienen und Subventionen abgreifen will, ist eine wahre Tragödie. Auch dass immer wieder argumentiert wird, dass der Wald sich nicht selbst retten kann ist einfach nur dumm. Wie sonst haben sich den vor der Evolution des Menschen solch große Urwälder halten können bzw. erst entstehen können? Hier wird sich von der Lobby die Welt so gedreht, wie sie ihnen gefällt. Der Autor räumt mit all diesen falschen Ansichten auf. Peter Wohlleben erklärt in "Der lange Atem der Bäume" eindrücklich, warum die sogenannte Waldpflege und Waldverjüngung den Wäldern schadet. Die klassische Forstindustrie ist nach heutigem Wissensstand veraltet und bedarf einer umfassenden Überarbeitung. Der Wald kann sich selbst retten, wenn man ihn in Ruhe lässt. Und wenn das schon nicht geht, dann sollte mit Verstand und mit sanften Methoden für eine Aufforstung sorgen. Durch dieses Buch erfolgt eine umfassende Aufklärung bezüglich des Waldsterbens und die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder. Jeder sollte es lesen!

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MEIN HÖREINDRUCK: Alle Menschen dieses Planeten sind untrennbar mit der sichtbaren realen Natur unserer Welt verbunden. Unser weiteres Schicksal und das Überleben ist also eng mit dem Geschehen der Klimaveränderungen verflochten. Um so verwunderlicher ist es, dass Politik und die öffentliche Meinung der Wissenschaft den neuen Forschungsergebnissen kaum oder wenig Gehör und Beachtung schenken. Dieses für mich begeisternde Hörbuch hat mir im wahren Sinn des Wortes die Ohren geöffnet. Der bekannte Autor Peter Wohlleben schildert auf eindringliche Weise neue Erkenntnisse der Forstwissenschaft über das Zusammenleben der Bäume in unserer Landschaft. Vorgetragen wird dieses interessante Wissen vom Sprecher Peter Kaempfe. Seiner ruhigen , angenehmen und unaufgeregten Sprachmelodie konnte ich ohne Mühe und/oder Langeweile stundenlang gut folgen. Der Autor deckt in seinem Hörbuch unglaubliche symbiotische Vorgänge im Wald zwischen den verschiedenen Baumexemplaren auf. Wir hören von unterschiedlichen Laub- und Nadelbäumen, rotem Laub, helfenden Blattläusen, Ausdünstungen der Bäume, Kronenschüchternheit sowie den Verflechtungen der Baumriesen auch an junge und kleine Exemplare unterschiedlicher Arten, durch das Wurzelwerk untereinander. Ihr hilfreicher Austausch von Wasser - und Nährstoffen bei Dürre und Mangelzuständen des Bodens beeindrucken und lassen fast den Eindruck beim Hörer zu, dass Bäume hilfreiche Wesen mit einem emotionalen Mitgefühl für ihre erkrankten Artgenossen sind. Der Autor erklärt wie geringe Veränderungen unglaublichen Einfluss auf unsere Wälder und das Klima haben. Er plädiert für die Aufgabe der sogenannten Plantagenwirtschaft der Wälder, die zwar auf den ersten Blick für die Waldwirtschaft effizient und richtig erscheinen und doch das natürliche Gleichgewicht des Ökosystem Wald völlig verändern und zerstören. Sein Traum: das Wachsen und Entstehen eines Urwaldes, in dem die Natur sich ungestört und sich selbst überlassend entwickeln kann. Ohne Profitgier der Menschen und vor allem der Wirtschaft, die bisher ohne Rücksicht die Wälder misshandeln und ausbeuten. Die Gier der Menschheit auf den wertvollen Energieträger Holz muss unbedingt reduziert werden zum Wohle unserer Wälder und unserer Lebensumwelt. Ohne Wald , pflanzliches Leben gibt es keine Sauerstoffproduktion und auch die Lebensgrundlagen der Menschen werden sich unweigerlich verändern. Leider kann die Natur mit den aktuellen rasanten Klimaveränderungen kaum mithalten und wir müssen ihr Tausende von Jahren zubilligen um sich verändern zu können. Lebt die Menschheit dann überhaupt noch auf dieser unserer einmaligen Erde ? Meine Bewertung: FÜNF *****Sterne für die grossartige Aufarbeitung einer wichtigen Thematik in diesem Hörbuch! Herzlichen Dank an die Penguin Random House Gruppe für die Zusendung der sieben Audio CD !

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Ich liebe die Bücher von Peter Wohlleben, weil sie genau das wiedergeben, was jeder übersieht, nämlich dass wir uns endlich mal aus der Natur raushalten müssen Dieses Buch hat mir mal wieder sehr viel mitgegeben, ich konnte viel lernen und ich liebe es einfach Peter Wohllebens Bücher zu lesen, da sie nicht nur im Schreiben einen unheimlichen Mehrwert haben, sondern hoffentlich vielen vielen Menschen die Augen öffnen werden Ein ganz tolles Buch, genau wie die anderen und für mich ein Buch, das jeder lesen sollte als Grundwissen über unsere Natur

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Meine Meinung Schon der Titel „Der lange Atem der Bäume“ - ganz besonders der Untertitel „Wie Bäume lernen, mit dem Klimawandel umzugehen- und warum der Wald uns retten wird, wenn wir es zulassen“ – hat mich auf Anhieb angesprochen. Es handelt sich bereits um das fünfte Spiegel Bestseller- Buch von Förster Peter Wohlleben, ist jedoch das erste Buch, das ich von dem Autor gelesen habe. Lange habe ich aus keinem Buch mehr so viel mitgenommen wie aus diesem. Wohlleben erzählt sehr anschaulich vom Leben der Bäume und der Wälder, das mir zu großen Teilen vorher so im Detail nicht bekannt gewesen ist. Dabei schreckt er nicht davor zurück, auf die über Jahrzehnte praktizierten Fehler im Umgang der Menschen mit unseren Wäldern hinzuweisen. Auch die konventionelle Forstwirtschaft wird dabei nicht verschont. Als Leserin habe ich einen ganz neuen Blick auf die Thematik gewonnen. In Bezug auf viele Phänomene war auch meine Sicht von den zahlreichen Fehleinschätzungen geprägt, mit denen Wohlleben aufzuräumen versucht. Die Erklärungen sind für mich als Laie gut verständlich gewesen. Wissenschaftlich etwas komplexere Passagen konnte ich mir durch wiederholtes Lesen erschließen. Verweise auf zahlreiche interessante Studien geben dem Geschriebenen zusätzliches Gewicht. Wohllebens Verbesserungsvorschläge und Lösungsansätze sind mir von Seite zu Seite immer alternativloser vorgekommen. Der Autor schafft es, ein Sachbuch so zu schreiben, dass es die Sogwirkung eines mitreißenden Romans erzeugt. Was selbstverständlich auch an dem hochaktuellen und brisanten Thema liegt. Beim Lesen habe ich fast durchgehend das Bedürfnis verspürt, selbst in den Wald zu gehen, Bäume und Pflanzen zu beobachten, ihnen zu helfen. Denn ich habe einmal mehr eine große Ehrfurcht vor der Natur gewonnen, die so viel komplexer und klüger ist als der Mensch, der sich so oft für ihren Mittelpunkt hält. Mein Fazit Insgesamt kann ich das Buch jedem absolut empfehlen, der sein Verständnis für den Wald vertiefen möchte und der den Hoffnungsschimmer braucht, dass trotz der Krise für die Natur noch nicht alles verloren ist!

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Rezensionsexemplar Peter Wohlleben studierte 20 Jahre lang Forstwissenschaft und setzt sich für die Rückkehr der Urwälder ein. Er hat schon einige Bücher zum Thema Bäume und Naturschutz geschrieben. Sein Buch „das geheime Leben der Bäume“ wurde 2020 verfilmt. Sehr sachlich wird uns vermittelt wie wichtig Bäume für das Klima sind, denn sie können Temperatur und Niederschlag beeinflussen, so ist es nicht verwunderlich das die Abholzung der Bäume mit Schuld am Klimawandel ist. Ein Baum kann unglaublich alt werden und im Laufe seines Lebens, sich dem Klimawandel und anderen äußeren Umständen gut anpassen, nur dauert das unheimlich lange, da Bäume sehr langsam sind. Bleibt so ein Baum bestehen und wird nicht abgeholzt, kann er sein Wissen an seine Nachkommen also seinen Sprösslingen weitergeben. Solche Einblicke in das Leben eines Baumes fand ich sehr interessant und lesenswert. Außerdem geht der Autor darauf ein, wie Bäume zum Beispiel mit Trockenheit umgehen und mit ihrer Energie Haushalten oder unter welchen Bedingungen sich Bäume besonders wohlfühlen. Er beschreibt was die Forstpolitik ändern müsste und wie mit Holz umgegangen werden sollte. So könnte zum Beispiel ein verringerter Fleischkonsum zu einer Rückkehr von neuen Wäldern führen und dadurch das lokale Klima abgekühlt werden. „der Wald kommt zurück. Es wäre nur schön, wenn wir dann noch da sind!“ Für mich ein absolut lesenswertes und informatives Buch, zu einem Top aktuellen Thema.

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Der lange Atem der Bäume

Von: Andreas Grau

12.09.2021

DER LANGE ATEM DER BÄUME ist wohl das Beste der vielen sehr guten Büchern von Peter Wohlleben. Er wagt es, der Forstwirtschaft einen Spiegel vorzuhalten und der deren Machenschaften in dem Licht zeigen, wie es diese Branche verdient. Nicht Waldpflege und Umweltschutz, ganz im Gegenteil: Früher wenig bewusst, heute klar erkannt aber zugunsten von Geldgier und Profitdenken ausgeblendet und mit dreisten Unwahrheiten schöngeschwätzt, so das Wirken dieser Branche „für“ den Wald. Peter Wohlleben bringt es auf den Punkt mit dem Vergleich, dass wer Forstarbeiter Waldpfleger nennt, ebenso gut Metzger als Tierpfleger bezeichnen könnte. Der Autor macht aber auch Hoffnung in seinem letzten Kapitel: „Der Wald kehrt zurück“. Mir persönlich erwies sich die Lektüre von Peter Wohllebens Buch nicht nur höchst interessant und aufschlussreich, es war gewissermaßen auch Balsam für meine Seele: Als 2019 mein Buch „Naturwald-Wandern“ publiziert wurde, das im Schlusswort ebenfalls auf die Missstände im Forstwesen hinwies und sich ganz ähnlicher Argumente bediente wie es Peter Wohlleben tut, schaffte ich mir nicht nur Freunde. Als „Verräter in eigener Sache“ und „Nestbeschmutzer“ wurde ich von ehemaligen Branchenkollegen aus dem Forstwesen bezeichnet. Heute nun, Dank dem neusten Buch von Peter Wohlleben, wird mir bestätigt, dass so ein einsamer Querdenker ich wohl gar nicht bin. Schön zu wissen, es gibt noch andere Exponenten mit Forstbranchenhintergrund, die ähnlich denken wie ich. Die 5 Sterne vergebe ich für das Buch mit voller Überzeugung.

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Inhalt und Fazit: Für manche unheimlich und ein fester Bestandteil in Märchen, für andere ein unverzichtbares Naherholungsgebiet: der Wald. Doch was für eine Rolle spielt der Wald wirklich für uns? Abgesehen von unseren Vorstellungen und Nutzungsverhalten ... Wälder werden auch als "Lunge der Erde" bezeichnet und wir wissen, dass sie unverzichtbar im Kampf gegen den Klimawandel sind. Aber steht der Wald einfach so da und verwandelt fleißig CO2 in Sauerstoff oder sind sie lernfähig und passen sich den veränderten Bedingungen an? Als Schulkind habe ich gelernt, dass Bäume ihre Blätter abwerfen weil sie sich so auf die trockenen Winterzeit vorbereiten und sich vor Wasserverlust schützen. Für Bäume ist in gefrorenen Böden weniger Wasser verfügbar, also dichten sie die Verbindungen zu den Blattstielen ab und Blätter vertrocknen und fallen ab. Wenn jetzt die Frostperioden später, oder gar nicht eintreten, müssten die Bäume doch später oder gar nicht ihre Blätter abwerfen? Peter Wohlleben beschreibt eine Studie hätte ergeben das die Bäume ihre Blätter nicht später, sondern früher abwerfen. Warum? Und stimmt das? "Der lange Atem der Bäume" gibt Antworten auf diese Fragen, allerdings nicht immer als Darlegung von Fakten, sondern oft auch als Vermutungen oder Thesen. Die Bäume verändern sich jetzt, der Klimawandel passiert jetzt und vor der Theorie steht die These. Peter Wohlleben beschreibt eindringlich und absolut nachvollziehbar die Folgen von Forstwirtschaft und Raubbau an Wäldern und welche Auswirkungen dies auf "die Lunge der Erde" hat. Diese Auswirkungen betreffen uns Menschen unmittelbar. Wird ein Park in der Stadt abgeholzt merken es die Anwohner sofort: die Temperaturen im Gebiet steigen. Wälder können also nicht nur Feuchtigkeit im Boden binden sondern auch Temperaturen senken. Aber Wälder können so viel mehr und nach der Lektüre wird man feststellen: Ja, man braucht viele Instrumente im Kampf gegen den Klimawandel, doch ohne Wälder ist der Kampf verloren.

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