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Rezensionen zu
Die Unsterblichen

Chloe Benjamin

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Ein spannender, nachdenklich stimmender Roman

Von: Leselieblich

07.11.2021

»›Können Sie das wirklich?‹, fragt sie. ›Können Sie mir sagen, wann ich sterbe?‹« New York, 1969: Mitten in der Langeweile der Sommerferien erfahren die vier Geschwister Gold von einer Wahrsagerin, die erst vor kurzem in ihr Viertel gezogen ist. Sie kann einem den eigenen Todestag voraussagen und die Vier beschließen ihr einen Besuch abzustatten, nicht ahnend, was dieses Wissen mit ihrem Schicksal anstellt. „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ist ein spannender, berührender Roman voller unerwarteter Wendungen. Man begleitet die vier Geschwister auf ihrem Weg durchs Leben und stellt sich die Frage: Gelingt es ihnen ihrem Schicksal zu entgehen?

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Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Im New Yorker Lower East Side ist eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 80er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht. Klara wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? Ich habe dieses Buch ab Seite 1 wirklich geliebt und auch im Nachhinein hat mich diese Story nicht mehr losgelassen. Zum einen hängt das damit zusammen, dass jede/r Protagonist/in auf eigene Weise wahnsinnig interessant und authentisch gestaltet ist. Für mich war es fesselnd, vier Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu verfolgen und jeden Schicksalsschlag mitzuerleben. Besonders Simon und Klaras Geschichte haben mich in den Bann gezogen. Ingesamt ist das Buch in vier Abschnitte geteilt, sodass jedes Geschwisterkind sein Leben bis zum Todestag erzählt. Zum anderen ist natürlich immer die Frage in mir gewesen: Was würde ICH machen, wann ich wüsste, wann ich sterbe. Fakt ist, dass ich das niemals wissen möchte. Das Buch hat meine Erwartungen auf jeden Fall bei weitem übertroffen was nicht zuletzt am flüssigen Sprachstil liegt, sondern auch am Setting der einzelnen Geschichten. Die Autorin schafft es einfach mir ihrer bildhaften Erzählweise, mich direkt nach San Francisco der 80er zu schleudern. Mitfühlend, fesselnd und tiefgründig: Für mich gehört „Die Unsterblichen“ auf jeden Fall zu einem Jahreshighlight und vergebe deshalb 5 von 5 Sterne 🌟

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Der Roman von Chloe Benjamin handelt von der Trauer, dem Verlust, der Liebe und der Familie. Es geht darin um vier Geschwister, die als Kinder eine Wahrsagerin aufsuchen und dort erfahren, an welchem Tag sie sterben werden. Die ihr Leben in die Hand nehmen und das ein oder andere mal mit ihrer Bürde hadern. Das Cover hat mich direkt angesprochen und hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe eine schöne, entspannte Geschichte erwartet aber dieses Buch hat meine kühnsten Wünsche übertroffen. Es ist ergreifend, tiefgründig und ich musste es zwischendurch zur Seite legen weil es mich so sehr berührte. Ich habe unglaublich stark mit den Geschwistern mitgefiebert und mich gefragt, wie es mir ergangen wäre. Wäre es Segen oder Fluch den Tag seines Todes zu kennen? Der Schreibstil ist sehr angenehm und man begleitet immer einen der Geschwister. Die bildhafte Erzählweise lässt einen schnell in dieses Buch eintauchen und ich wollte eigentlich immer wissen wie es weiter geht. Die Autorin hat hier einen tollen Job gemacht. Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen und werde sicher noch eine ganze Weile darüber nachdenken. Denn dies ist eine Geschichte, die einem im Hinterkopf verbleibt und einen ins Grübeln bringt.

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Was für eine aufregende Geschichte! Chloe Benjamins Idee schrie mich förmlich an, als ich die Frage unter dem Cover gelesen habe. Was würde ich tun, wenn ich wüsste, wann mein Sterbedatum wäre? Ich kann euch eins sagen: ich will es nicht wissen! Doch die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon finden die Vorhersage verlockend und begeben sich zu einer Wahrsagerin, die neu im Viertel eingetroffen ist. Von ihr erfahren sie einzeln, wann die jeweilige Person sterben wird. Ab da ändert sich die Beziehung der Geschwister. Wo vorher ein starkes Bündnis war, spalten sie sich auf. Nun leben sie mit dem Wissen, in welchem Alter sie sterben werden und die Frage, die im Raum steht, ist: Wie gehen sie damit um? Das Buch ist nach dieser Einleitung in vier Teilen aufgeteilt, in der jeweils die Geschichte des Geschwisterteils erzählt wird. Der Fokus liegt somit in den Abschnitten immer auf eine Person, die durch ihren Charakter und ihre Geschichte die Handlung prägen. Der eigentliche Todestag, den die Charaktere wissen, rückt dabei etwas in den Hintergrund. Als Leser*in merkt man schon, dass die Figuren sich des Tages bewusst sind, aber die Schwerpunktsetzung während der Erzählung ist dann doch die Entwicklung der einzelnen Person. Das ist an sich gar nicht mal schlecht, auch wenn ich die Vorstellung hatte, dass der Todestag mehr Aufmerksamkeit bekommen würde. Doch gerade die Hervorhebung der individuellen Entwicklungsgeschichte gibt dem Roman eine gar philosophisch anmutende Fragestellung, die mir sehr gefallen hat. Vielleicht ist es nicht wichtig zu wissen, WANN man stirbt, sondern WAS man aus seinem Leben macht? Gedanken und Wissen prägen die Geschichte stark und werfen viele Punkte auf, die man gerne als Lesende*r weiterdenken kann. Das ermöglicht eine Beschäftigung über die Handlung hinaus. Grandios! Chloe Benjamins Buch ist nicht nur Unterhaltung, sondern vor allem ein Gedankenspiel, welches sie in vierfacher Form geführt hat und somit verschiedene Sichtweisen darstellt. Die Figuren sind alle bewusst verschieden konstruiert, sodass das Lesepublikum eine große Bandbreite der Möglichkeiten bekommt. Letztlich ist der Autorin Roman gelungen, der gut geschrieben ist, unterhält, die Zeit verfliegen lässt und die Gedanken anregt. Ein absolutes Jahreshighlight!

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Vier Geschwister die nicht unterschiedlicher sein können und ihre Mutter die versucht alle vier zusammenzuhalten, was ihr aber nicht gelingt. Eine Wahrsagerin sagt den vier Geschwistern vorher, an welchem Tag sie genau sterben werden. Wie gehen sie damit um? Ihre Leben, ihre Wege, ihre Berufswege und Charaktere sind alle komplett verschieden, so geht auch jeder mit der Prophezeiung ihres Todes unterschiedlich mit diesem Wissen um. Die Leben der vier Geschwister wird nacheinander gelesen, man kann sich jeden Charakter, jede Emotion und Entscheidung der Geschwister gut vorstellen. Der Autor schreibt in einem Stil, als ob es Tatsachen wären, so kann man sich die Geschwister gut vorstellen, es wird nichts umschrieben oder verschönert. Dieses Buch handelt über eine Familie die einen mitnimmt und auch selbst viel zum Nachdenken bringt. Wie würden wir handeln, wenn wir unseren Todestag wüssten? Das Cover fand ich schon sehr schön, auf dem die vier Geschwister zu sehen sind, aber was auf dem Cover wie Zusammenhalt aussieht, ist es im Buch gar nicht so der Fall. Ich finde das Buch wirklich sehr gut und es war mal was anderes als meine sonst Thriller lastigen Bücher. Ich kann es jedem Jugendlichen und Erwachsenen empfehlen.

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Meine Meinung und Inhalt "Zu viert stromern sie durch das Viertel: Varya, die Älteste, der elfährige Daniel, die neunjährige Klara und der siebenjährige Simon." (ZITAT) Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. »Was genau macht die Frau?« »Hab ich doch gesagt.« Daniel war aufgeregt, ungeduldig. »Sie hat Kräfte.« »Was für welche?«, fragte Klara, während sie ihre Spiel gur verschob. »Ich hab gehört«, sagte Daniel, »dass sie die Zukunft voraussagen kann. Was einem im Leben passiert – ob man ein gutes oder ein schlechtes haben wird. ... »Sie kann einem sagen, wann man stirbt.« (ZITAT) Dieses Buch hat mich unglaublich fesseln können. Die Leben der vier Geschwister und deren Entwicklung (besonders nach dem Tag bei der Wahrsagerin) war interessant mitverfolgen zu können. Es kam keine Langeweile auf und ich mochte das Buch von Seite zu Seite immer mehr. Der Schreibstil ist flüssig und leicht und die Story einfach zauberhaft und besonders. Außerdem hat es sehr zum Nachdenken angeregt und bekommt eine klare Leseempfehlung meinerseits. Die Protagonisten sind mir, da jeder seine Besonderheiten hat, sofort ans Herz gewachsen. Möchtest du die Zukunft wissen?« Sie zeigt mit ihrer freien Hand auf Varya. »Schau in den Spiegel.« »Und was ist, wenn ich mich ändere?« Es scheint Varya unmöglich, dass ihre Zukunft bereits in ihr ist wie eine Schauspielerin, die jahrzehntelang hinter den Kulissen auf ihren Auftritt wartet. »Dann wärst du eine Ausnahme. Denn die meisten Menschen ändern sich nicht.« (ZITAT) Das Cover finde ich, sowohl in der neuen als auch in der alten Version, sehr gelungen gewählt. Chloe Benjamin stammt ursprünglich aus San Francisco, zog für ihr Studium in literarischem Schreiben jedoch nach Wisconsin, wo sie noch heute lebt. Ihr Debüt als Romanautorin gab sie 2014 mit „The Anatomy of Dreams“, für das sie mit dem Edna Ferber Fiction Book Award ausgezeichnet wurde. Ihr zweites Buch, „The Immortalists“ von 2018, toppte den Erfolg ihres Erstlingswerks noch und schaffte es an die Spitzen der Bestsellerlisten. Noch im selben Jahr erschien auch eine deutsche Übersetzung, „Die Unsterblichen“. Chloe Benjamin ist verheiratet, ihr Mann, Nathan Hill, ist ebenfalls Schriftsteller und laut Aussage der Autorin ein wunderbarer Lektor für ihre Bücher.

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Der Tod begleitet uns alle unausweichlich. Aber auch wenn der Roman den Tod thematisiert, geht es tatsächlich um das Leben. 🄷🄰🄽🄳🄻🅄🄽🄶: New York Ende der 60er Jahre. Eine Wahrsagerin, die vier Geschwistern prophezeit an welchem Tag sie sterben werden. Keiner will wirklich daran glauben, dennoch beeinflusst dieses Datum ihre zukünftigen Entscheidungen. Die große Frage: Wird die alte Frau Recht behalten? Die Geschichte mit jüdischem Hintergrund - der viel über die Kultur preisgibt - spielt von 1969-2010 und setzt sich mit verschiedenen Themen auseinander, die schonungslos beleuchtet werden. Die Schwulenszene in den Siebzigern, das Showbiz der Achtziger, ein Militärarzt in Zeiten des Irakkriegs und Tierversuche im Namen der Forschung zu Beginn des neuen Jahrtausends. Jedem der vier Geschwister wird ein eigenes 'Buch' im Buch gewidmet. Die Geschichten haben mich sehr berührt. Die vier fungieren sozusagen als Leitfiguren. Chloe Benjamin erzählt sehr ehrlich, authentisch, intensiv und voller Pathos. Ihr Schreibstil ist spannend, historisch und kulturell gut recherchiert. Somit konnte die Autorin mich schnell an die Geschichte fesseln. Ein Roman, der unweigerlich jeden nachhaltig zum Nachdenken anregt. Ein Buch, das sehr tiefgründig ist. Eine Autorin, mit einer neuen und unvergleichlichen Idee, die ich persönlich momentan von keinem anderen Buch kenne. Eines der bewegendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.

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Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt Für jedes der Geschwister einen. In sich ist jeder Teil abgeschlossen (ich glaube man kann sich denken womit jeder Teil endet), dennoch spielen die Ereignisse in den nächsten Teilen, also im Leben der anderen Geschwister eine Rolle. Chloe Benjamins Schreibstil ist dabei intensiv und wortgewaltig. Sie ist direkt und nichts wird beschönigt. Ihre Figuren tragen viele Themen im Rucksack (Depressionen, Selbstmordgedanken, Mutterschaft, Homosexualität, HIV…), die nie reißerisch sondern sehr bedacht beschrieben wurden dabei aber dennoch mitten aus dem Leben sind. Ihr Ausgangszenario der Geschichte ist unheimlich passend gewählt wie ich finde. Ein heißer Sommer in New York im Jahr 1969… das erinnert mich an den Film Sleepers, als alles Bergab ging. Die Charaktere des Buches sind sehr gut getroffen. Dabei kann ich nicht sagen ob sie mir sympathisch sind oder nicht. Jede*r weckte Gefühle bei mir: Mitleid, Freude, Verständnis, Ärger, Wut…. Einzig Varya blieb die Ausnahme. Zu ihr konnte ich wenig Verbindung aufbauen. Auch fand ich ihren Teil der Geschichte weniger spannend. Diesen Teil habe ich fast emotionslos gelesen. Einzig der Teil mit Frida, dem Versuchsaffen weckte Emotionen bei mir. Die Autorin hat einen fantastischen Roman geschrieben mit einer tiefgründigen Ausgangsfrag als Thema. Ich für mich habe noch keine eindeutige Antwort gefunden. Würde ich wissen wollen, wann ich sterben muss? Vielleicht würde ich einen Zeitraum wissen wollen. Wenn ich einen bestimmten Tag wüsste, hätte ich vermutlich zu sehr Angst, dass ich Schmerzen hätte oder etwas ähnliches. Würde ich anders Leben? Vielleicht. Wahrscheinlich würde ich mehr Dinge tun ohne „Ja aber“ im Kopf zu haben. Aber vielleicht ist das Buch auch ein guter Anlass für weniger „Aber“ und mehr „Los jetzt“ im Kopf! Ein Wahnsinns Roman, von dem ich mich erstmal erholen musste.

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