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Rezensionen zu
Du stirbst nicht allein

Tammy Cohen

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€ 4,99 [D] inkl. MwSt. | € 4,99 [A] | CHF 8,00* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten Schenkel stand das Wort »Sorry«. Zwei Jahre später verschwand Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy Glover verschwunden ... Meine Meinung: Ein Pychothriller, der sich mit den Morden vier kleiner Mädchen beschäftigt, ist von der Grundthematik sehr brisant. Dem Leser werden verschiedene Perspektiven rund um das Geschehen präsentiert. Diese könnten nicht unterschiedlicher sein. Eltern, die ihre Kinder verlieren, Geschwister, die sich im Leben wieder einfinden müssen, eine Welt aus Trauer und Unverständnis. Aber jede Geschichte hat zwei Seiten und so gibt es auch die Personen, die sich aus unterschiedlichen Gründen an den Morden bereichern. Sei es um Profit daraus zu schlagen oder die eigenen tiefen und schrecklichen Bedürfnisse zu befriedigen. Dazwischen angesiedelt finden sich die Ermittler, die dem Mörder auf der Spur sind und versuchen den Hinterbliebenen Erleichterung zu verschaffen. "Du stirbst nicht alleine" hat an einigen Stellen ein wenig Längen und durch die viele Perspektivwechsel fiel es mir schwer eine Bindung zu einer der Personen aufzubauen, vor allem da hier für mich keine Sympathieträger vertreten waren. Das war vielleicht auch gar nicht Sinn und Zweck des Ganzen. Unterm Strich gesehen bietet dieser Psychothriller dennoch eine ganz unterhaltsame Lektüre.

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Klappentext: Vier tote Mädchen. Vier trauernde Familien. Ein Killer auf freiem Fuß. Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten Schenkel stand das Wort "Sorry"verschwand Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy Glover verschwunden ... ( Quelle: blanvalet Verlag ) Zusammenfassung: Vor vier Jahren wurde Megan Purvis ermordet. Das kleine Mädchen verschwand vom Spielplatz ohne das es auch nur die geringste Spur zum Täter gegeben hätte. Fortan verschwand jedes Jahr ein Mädchen und die Polizei ist dem Täter keinen Schritt näher gekommen. Doch nun ensteht der Verdacht, dass es zwei Täter sein könnten. Der ursprüngliche Täter und ein Trittbrettfahrer. Dieser müsste allerdings über Täterwissen verfügen. Ist es also doch ein Team? Jedoch hält sich diese Spur nicht lange, denn auf einmal gibt es Hinweise, dass es sogar bis zu 5 Täter sein könnten, ein Pädophilenring Namens "Nemo". Aber auch hier läuft die Polizei ins Leere, Während dessen geben sich die Eltern in einer Opfergruppe, bestehend aus allen vier Elternpaaren und den zugeteilten Opferbetreuern gegenseitig Halt und versuchen innerhalb dieser grausamen Taten ein einigermaßen alltägliches Leben zu leben. Bis Fiona, die Mutter des zweiten Opfers beschließt nach Australien zu ziehen und Emma, die Mutter des dritten Opfers auf einem Foto ihrer Tochter einen Hinweis entdeckt .... Fazit: Ich liege gerade mit einer gebrochenen Rippe flach und jaule den halben Tag vor Schmerzen. Also ist die Konzentration nicht automatisch da und das Lesefutter muss mich fesseln um von den Schmerzen abzulenken. Das hat dieses Buch hervorragend geschafft. Es ist leicht zu lesen, fließt einfach so ein und man kann so richtig eintauchen. Die Personen haben mir allesamt gut gefallen. Natürlich nicht so, dass ich am liebsten mit ihnen befreundet wäre, sondern eher von der Ausarbeitung der Figuren her. Der schmerbäuchige Simon wurde richtig lebendig vor meinen Augen und es hat mich in mancher Szene fast geschüttelt, wenn Simon Körperkontakt zu anderen Protagonisten aufnahm. Die Journalistin Sally Freeland ist so herrlich unreflektiert und selbstbezogen, Rory, Megans Bruder, ein so gut gezeichneter Teenager, dass man seine Seelenqualen fast mitfühlte und auch alle anderen Figuren hatten Charakter, Persönlichkeit und waren richtig rund. Trotzdem blieb meiner Fantasy noch genug Raum um mir mein eigenes Bild zu machen. Die Geschichte selbst ist total spannend, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Es gibt keine wilden Verfolgungsjagden und auch das Blut wird in Maßen vergossen. Viel spielt sich auf dem Polizeirevier ab, in Emmas Wohnung oder auf Nebenschauplätzen, die kurz gestreift werden. Trotzdem entsteht viel Spannung und ein Rätselraten um den Mörder. Die Auflösung ist stimmig und passt gut in den Lesefluss. Ich finde es ist ein gelungener Krimi, der mich gut abgelenkt hat und sich toll lesen ließ.

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In London verschwindet Poppy Glover. Ihre Eltern verlieren sie während eines Getümmels außer Augen. Sofort werden Erinnerungen an Megan und Tilly wach. Auch diese Mädchen verschwanden. Und wurden wenig später tot aufgefunden. Der Mörder wurde nie gefasst. Ist Poppy sein nächstes Opfer? "Du stirbst nicht allein" ist mein zweiter Thriller von Tammy Cohen. Während ich von "Während du stirbst" begeistert war, herrschte nach diesem Buch Katerstimmung und Enttäuschung. Schade! Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man nicht nur der Polizei bei ihren Ermittlungen, sondern lernt mit Sally Freeland eine skrupellose Journalistin kennen und wird in die Trauer der hinterbliebenen Familien der ermordeten Mädchen hineingezogen. Diese Mischung ist normalerweise ein Garant für Spannung und Leselust, doch hier kam beides nicht auf. Das lag zum Einen daran, dass ich zu keiner Figur einen Zugang finden konnte. Tammy Cohen beschreibt das Leben nach dem Tod der Mädchen sehr eindrücklich, jedoch für mich stereotyp und nach Schema F. Ich bekam einfach kein Gefühl für die Familien und deren Trauerarbeit. Zum Anderen greift die Autorin auf mir zu bekannte Figurendarstellungen zurück: die aufopferungsvolle, trauernde Mutter, die sich für die anderen Hinterbliebenen einsetzt, die Polizistin, die private Probleme hat und dennoch alles tut und die Journalistin, die über Leichen geht. Fürwahr, man kann keinen Thriller mehr neu erfinden, aber muss es denn immer das gleiche 08/15-Szenario sein? Und auch die Story an sich birgt wenig neues, wenig thrillerartiges und vor allem wenig überraschendes. Zum Schluss hilft Kommissar Zufall mehr, als dem Roman gut tut. Um den Täter wird kein Hehl gemacht, was ich nicht schlimm finde, doch hier war der Einblick in seine Gedanken auch nur stereotyp. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ich kenne die Geschichte. Sehr traurig! Der Stil von Tammy Cohen ist gut zu lesen. Ihre Erzählweise ist detailreich, emotionsgeladen, aber nicht kitschig. Fazit: alleine stirbt man nicht, aber man langweilt sich zu Tode. Keine Empfehlung meinerseits!

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"Während du stirbst" von Tammy Cohen hat mir ziemlich gut gefallen, daher war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch. Hierbei wagt sie sich an eine ziemlich brisante Thematik heran, die nur aufgrund des Klappentextes schon einiges an Emotionen zutage fördert. Interessant sind hierbei die Sichtweisen. Denn wir erhalten die von mehreren Personen. Sei es nun von Journalisten, Opfern oder der Ermittlerin. Was ein ziemlich breites Spektrum schafft. So kann man sich sehr gut mit den einzelnen Personen auseinandersetzten und diese ergründen. Man taucht in ihre Psyche ein und begreift und verinnerlicht , was diese ausmacht und was sie fühlen. Das ganze ist sicher nicht einfach und fördert viel Schmerz und Verzweiflung zutage. Besonders bei den Müttern war ich emotional sehr involviert. Wenn man selbst Mutter ist, ist es sicher keine leichte Thematik und damit umzugehen nicht unbedingt einfach. Doch die Autorin hat es geschafft dem ganzen etwas Unnahbarkeit zu verschaffen. Dem ganzen quasi eine Brücke zu bauen, so das man es auch etwas distanziert betrachten kann. Ich würde dieses Buch eher als psychologischen Spannungsroman bezeichnen. Es gibt aber auch kleine Thrillerlelemente, die aber eher auf der psychologischen Ebene beruhen. Dabei kommt die Autorin sehr gut ohne blutige Details aus, was mir doch recht gut gefallen hat. Es geht dabei eher um das Dahinter und die Charaktere an sich. Das eigene Kind zu verlieren ist wohl das schlimmste überhaupt. Man quält sich, verschließt sich dem Schmerz und möchte dem ganzen nur einfach irgendwie entkommen. Man hat Schuldgefühle und versucht diese auch zu kompensieren. Und vor allem möchte man mehr als irgendetwas sonst wissen, verstehen und begreifen, wer hinter allem steckt. Doch was wenn die Wahrheit noch viel schlimmer ist, als die Taten selbst? Wenn man das, was man erblickt und was sich dabei herauskristallisiert, das Weltbild erschüttert und man dabei zerbricht? Die Wahrheit kann immer schmerzen, bei so einer Thematik erst recht. Die Autorin zeigt uns, was in den Opfern vor sich geht,womit sie sich quälen, wie sie mit dem ganzen umgehen. Aber sie zeigt uns auch eine Ermittlerin, die alles daransetzt diesen Fall zu knacken. Doch die Zeichen stehen auf Sturm und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Der Täter wird immer gieriger und die Zeitabstände immer kürzer. Werden sie ihn rechtzeitig finden oder ist es bereits zu spät? Das Buch zeichnet sich vor allem durch unterschwellige Spannung aus, hin und wieder schlichen sich für mich auch kleine Längen ein. Was dem ganzen Paket aber nicht wirklich schadet. Die Ermittlungen selbst konnte ich jederzeit sehr gut verfolgen und auch das rätseln wurde mir relativ leicht gemacht. Leider muss ich sagen, fand ich es etwas zu vorhersehbar, dennoch bekommt man bei dem ganzen ein recht gutes Bild, worauf es letztendlich hinauszielt. Emotional hat mich das Ganze ziemlich aufgewühlt, was auch nicht verwunderlich ist. Besonders mit Emma habe ich gelitten, da sie mir von den Personen am nahesten kam. Aber auch Leanne hatte ich von der ersten Zeile an ins Herz geschlossen. Gerade weil sie eine Person mit Ecken und Kanten ist und diese auch deutlich zeigt. Auch in ihrem Privatleben gibt es einiges zu bestehen. Der Handlungsverlauf war für sich genommen spannend und ich war ständig am sinnieren. Man verfällt immer wieder in Grübeleien, gerade was die vielen Personen betrifft. Durch den fließenden, aber auch stark einnehmenden Schreibstil der Autorin konnte ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Was aber auch daran liegt, das ich unbedingt wissen wollte, wie alles ausgeht. Sie hat es geschafft sehr eindrucksvoll die Abgründigkeit und das Böse vor Augen zu führen. Sie zeigt aber auch die Hintergründe sehr gut auf. Die Entwicklung während des Ganzen war sehr gut zu spüren. Es gab einige Überraschungen und Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte, die mich zum einen sprachlos gemacht und zum anderen auch mitgenommen haben. Aber es hat mich auch nachdenklich gestimmt, weil man vieles auch ein Stück weit nachvollziehen konnte. Aber dann gab es natürlich auch Momente die einen einfach nur eisige Schauer über den Rücken gejagt haben und man in Wut und Verzweiflung verfallen ist. Alles in allem ein Roman über ein brisantes Thema, das viele Wege offenbart und sehr klar zeigt, das nichts ist wie es scheint. Fazit: Mit ihrem neues Thriller hat mir die Autorin einiges an Gänsehaut beschert, was auch an der schwierigen, schmerzlichen und brisanten Thematik liegt. Ein spannender Handlungsverlauf der trotz Vorhersehbarkeit noch einiges an Überraschungen und Wendungen bereithält. Die Charaktere sind authentisch und lebendig gestaltet, so das man sich ihnen emotional sehr gut nähern kann. Er geht unter die Haut, ist qualvoll und schmerzhaft, aber schafft es auch nachdenklich zu stimmen.

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