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Rezensionen zu
Du stirbst nicht allein

Tammy Cohen

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Als ich 'Während du stirbst' ausgelesen hatte, war mir klar, dass ich auch das zweite Buch der Autorin lesen muss, denn sie hatte mich gepackt. Nachdem ich die ersten Seiten von 'Du stirbst nicht allein' angelesen hatte, glaubte ich an einen Scherz. Nichts, wirklich gar nichts passiert in dieser Geschichte. Man kann nicht mal sagen, dass die Geschichte vor sich hinplätschert. Jegliches Tempo aus Cohens erstem Buch fehlt. Alles, was man wissen möchte, erfährt man aus dem Klappentext. Der Rest ist eine Aufarbeitung der Protagonisten mit den Taten. Diese ist sicher nicht unwichtig, bezeichnet für mich jedoch keinen Psychothriller. Für mich ist es weder Psycho noch Thriller. Es ist sogar weit von einem Thriller entfernt. Nicht mal als Krimi würde ich es bezeichnen, obwohl natürlich Polizeiarbeit drin vorkommt, denn man möchte ja den Täter finden. Diese jedoch findet nur am Rande seine Bedeutung. Durch die Familien, die integriert sind, waren die ganzen Namen, die über den gesamten Verlauf auftauchen, gerade zu Anfang sehr verwirrend für mich. Das zog sich sogar bis fast zum Schluss. Meines Erachtens eindeutig zu viel des Guten. Dadurch blieben auch alle sehr blass und ich fühlte mich, als würde ich durch die einzelnen Schicksale schwirren, aber bei keinem wirklich ankommen. Einzig ein Bruder wird immer wieder hervorgeholt - und davon hätte es ruhig mehr sein dürfen, dann hätte Tammy Cohen meinen Nerv vielleicht getroffen. Außerdem bin ich enttäuscht, dass Frau Cohen bereits in ihrer zweiten Veröffentlichung Namen doppelt nimmt. Wenn ich nicht beide Bücher hintereinander gelesen hätte, wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen - so jedoch hatte ich es direkt vor Augen. Das zeugt für mich natürlich nicht gerade von Einfallsreichtum. Mehrere Male war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, habe es jedoch nicht getan, weil ich nicht glauben konnte, dass die Autorin, die mich mit ihrem Debüt absolut geflasht hatte, an dieser Stelle so mega versagte. Einzig der Titel macht am Schluss richtig Sinn. Und für den Schluss bekommt sie von mir auch einen Pluspunkt. Ich will nicht sagen, dass sie mich überrascht hat, denn sie versucht den Leser so eindeutig zu täuschen, dass man ihr das von Anfang an nicht abnimmt. Jedoch fand ich die Auflösung gut gewählt. Nur den Weg dahin hätte sie anders pflastern sollen. Ich bin richtig unzufrieden und werde diese Lektüre mit Sicherheit niemanden empfehlen. Ich hoffe nur, dass sie in ihrem nächsten Werk erneut zu Höchstformen aufläuft und mich als Leser wieder gewinnt. ©2017

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Der Klappentext des Buchs klang schon spannend, der Anfang war auch spannend aber nach und nach wurde mir das Buch langweilig und ich hatte das Gefühl, das ich einen schlechten CSI Fall lese. Da ich CSI eigentlich gar nicht mag, musste ich mich auch durch das Buch immer mehr durchkämpfen. Die Charakter waren nur sehr wenig beschrieben und es kamen immer mehr dazu, wo ich dann ganz einfach durcheinander kam. Die Personen wurden meistens nur Oberflächlich beschrieben, ich konnte mich einfach nicht in sie hineinversetzen und deren Handlungen nach vollziehen. Ich musste mich wirklich durch das Buch kämpfen und war teilweise echt enttäuscht. Die letzten Seiten waren recht spannend, aber ich war kurz davor, das Buch schon vorher abzubrechen, doch die neugierde hat gesiegt. Im großen und ganzen hat einfach die Spannung für ein Psychothriller gefehlt. Das Cover sieht schon sehr ansprechend und spannend aus, wodurch man auch schon Lust auf das Buch bekommt. Es sieht schon aus wie ein Psychothriller, wen man mal nicht auf den Inhalt achtet. Der Schreibstil war manchmal schwer zu lesen und bei den Charakter, wie oben geschrieben, kam ich irgendwann durcheinander, weil einfach zu viele in das geschehen geschrieben wurden. Leider waren diese auch nicht so detailreich beschrieben, wodurch ich einfach kein Bild von den Charakter bekommen konnte und ich mich deswegen nicht so gut in die Story hineinversetzen konnte.

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Vier tot Mädchen, vier trauernde Familien und ein Killer auf freiem Fuß Du stirbst nicht allein, ist das zweite Buch der der Autorin. Nachdem „Während du stirbst“ zum Bestseller wurde, war ich neugierig und wollte ihr neuestes Werk natürlich lesen. Klappentext: Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten Schenkel stand das Wort »Sorry«. Zwei Jahre später verschwand Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy Glover verschwunden... Ich hatte, gerade zu Beginn, Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufinden. Durch die vielen Charakterwechsel wusste ich gar nicht genau, wer, wer war. Auch noch in der Mitte war ich deswegen öfter verwirrt. Erst zum Ende hin fand ich mich zurecht. Das ist auch die große Kritik, die ich machen muss. Eigentlich hat die Idee für mich gutes Potential gehabt. Für mich wurden aber zu viele Charaktere gewählt, wo der Leser einen Einblick in deren eigene Geschichte bekommen sollte. Da waren die Journalistin Sally, Die Ermittlerin Leanne und dessen Freund Will. Ihr Exmann, der ebenfalls bei der Polizei arbeitet. Die ganzen Familienangehörigen, die Opfer des Serienmörders wurden, der Serienmörder selbst und noch einige mehr. Es waren einfach zu viele Erzählstränge, sodass man nicht wirklich eine Verbindung zu irgendjemand aufbauen konnte. Das einzig Gute war das Ende, das ich wiederum sehr spannend und gut gewählt fand. Trotzdem konnte mich dieser Thriller letztendlich nicht überzeugen und kann deswegen auch nur sagen… Fazit: Verwirrender Start, langweiliger Mittelteil, aber starkes und spannendes Ende.

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★★★☆☆ (3 von 5 Sterne) Inhalt: In London treibt ein Killer sein Unwesen. 2010 wird die siebenjährige Megan Purvis, in einem einsamen Gebiet, tot aufgefunden. Zwei Jahre später findet man wieder eine Kinderleiche, die kleine Tilly Raid. Wie bei dem ersten Opfer, wurde auf ihren Schenkel das Wort "Sorry" geschrieben. Vierzehn Monate darauf wird wieder eine Mädchenleiche gefunden. Der Täter ist nicht zu fassen. Polizei und die Medien stehen vor einem Rätsel. Sein eigenes Kind zu verlieren bringt die Mütter an ihren Tiefpunkt, doch trotz allem versuchen sie, sich gegenseitig Halt zu geben. Eines Tages taucht eine Frau auf, die zu denken glaubt, den Mörder zu kennen. Ob sie diesmal eine heiße Spur bringt, oder ob es auch wieder im Sande verläuft ? Meinung: Von Anfang an, kam ich sehr schwer in diese Geschichte. Das erste Kapitel gefiel mir noch ganz gut, jedoch danach hatte ich immer mehr das Gefühl, eine schlechte CSI Folge zu lesen. Meines Erachtens waren es zu viele Charaktere, die nur schwerlich beschrieben wurden und man dadurch ab und zu durcheinander kam. Zeitweise dachte ich wirklich daran, das Buch abzubrechen, weil es irgendwie nicht voran ging. So richtiges Psychothrillerfeeling kam bei mir nicht auf. Dennoch war ich auf den Schluss neugierig und bin jetzt ganz froh, es doch noch bis zum Ende gelesen zu haben, denn die letzten 20 Seiten, waren doch noch sehr spannend. Für den Anfang des Buches hätte ich nur einen Stern vergeben, da es für mich ziemlich langweilig war,aber der Schluss hat nochmal etwas rausgeholt und so vergebe ich 3 Sterne. Fazit: Wer hier nach einen richtigen Psychothriller sucht, wird bei diesem Buch sicher schnell enttäuscht. Psychothrillerfeeling kommt erst am Ende richtig auf. Ich kann es nur denen empfehlen, die nicht viele Erwartungen haben und vielleicht eine interessante Geschichte zwischendurch lesen möchten.

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Das erste Buch von Tammy Cohen auf dem deutschsprachigen Markt war ein Entführungsszenario mit einer spektakulären Wendung. „Während du stirbst“ hat mich nicht nur tief erschüttert zurückgelassen, sondern hat mich auch mit Spannung auf den Nachfolger „Während du stirbst“ warten lassen – aber das, was uns die Engländerin hier liefert, ist nur ein Schatten des Vorgängers. Es gibt bei „Du stirbst nicht allein“ einige Erzählstränge, zum Beispiel den von Emma. Emma ist die Mutter des dritten von mittlerweile vier Opfern und selbst nach zwei Jahren hat sie den Mord an ihrer Tochter Tilly nicht verkraftet. Stattdessen hat sie sich mit ihrem Mann Guy zunehmend auseinandergelebt. Dann gibt es den Strang um Sally, die die Mordserie seit Jahren journalistisch begleitet und die außerdem von einigen First World Problems gequält wird (sie will eine Zigarette rauchen, verbietet es sich aber; sie will Autofahren, darf aber wegen ihres Sündenregisters nicht, usw.; über alle Probleme ist sie stinkwütend). Weiters gibt es Leanne, die Opferschutzbeamtin beim Scotland Yard, geschieden und unfruchtbar ist. Obwohl sie in einer glücklichen Beziehung ist, hat sie mit ihrem Ex-Mann noch nicht so wirklich abgeschlossen– erschwerend kommt hinzu, dass er ebenfalls Opferschutzbeamter ist und sie ihn regelmäßig sieht. Rory ist der Bruder des ersten Opfers, Megan. Auch um ihn gibt es einen Strang; seine Figur ist von allen am authentischsten gezeichnet. Daneben gibt es noch ein paar andere Stränge, die relevant für die Geschichte sind – manche mehr, manche weniger. Unübersichtlich wird es trotz all dieser Stränge nicht, und trotzdem fehlt ihnen allen die Nähe des Lesers zu den jeweiligen Charakteren. Es fehlt irgendetwas, das den Leser am Lesen hält. Die Atmosphäre, die „Während du stirbst“ im Übermaß hatte, fehlt hier komplett. „Du stirbst nicht allein“ ist eintönig, träge und einfach nur more of the same, also das genaue Gegenteil vom Vorgänger. Die Figuren haben null Charakter, keine Ecken, wenige Kanten, sind alle austauschbar; es gibt nichts an ihnen, was den Leser reizt, weil alles irgendwie und irgendwo schon da gewesen ist – das selbe trifft auf dem Plot zu. Natürlich ist klar, dass Tammy Cohen nicht in jedem ihrer Bücher das Rad neu erfinden kann, und trotzdem fehlt mir hier das Besondere, der Punch, die Seele. Stattdessen schleppt sich die Handlung vor sich hin, als hätte sie selbst keine Lust darauf, in dem Buch zu sein. Auf Cohens Website wird „Du stirbst nicht allein“ als „a page-turning psychological thriller“ – das kann ich in keinster Weise unterschreiben. Stattdessen war ich froh, wenn ich immer wieder eine Pause machen konnte. Und auch wenn der Showdown außergewöhnlicher war als der Rest, ging mir zwischendurch auch diese Täter-Theorie, die uns letztendlich präsentiert wird, durch den Kopf – vor allem, weil man sie vom Titel ableiten kann. Fazit: „Du stirbst nicht allein“ ist keineswegs ein durch und durch schlechtes Buch, aber im Vergleich zu „Während du stirbst“ ist ein gehöriger Niveau-Abfall zu erkennen, vor allem, was Spannung und Atmosphäre betrifft, die nur spärlich bzw. gar nicht vorhanden ist. Ich warte jetzt auf Cohens nächsten Thriller – allerdings mit mehr Skepsis als Spannung. Mehr Rezensionen gibt's auf Krimisofa.com

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Im Norden Londons treibt ein Killer sein Unwesen, der bereits drei Mädchen ermordet hat. Mit dem Wort „Sorry“ auf den Schenkeln geschrieben, wurden ihre leblosen Körper im Wald entdeckt, ohne dass ihr Mörder sie geschändet hat. Und während alle Bemühungen, den Täter zu finden im Sande verlaufen, schlägt der Killer erneut wieder zu. Diesmal ist es die siebenjährige Poppy Glover, die inmitten einer Menschenmenge vor einem Eiswagen verschwindet und wie die anderen Mädchen tot in einem Waldstück aufgefunden wird. Zwar ist auch diesmal nicht klar, ob ein Einzeltäter oder ein geheim agierender Pädophilenring hinter den Verbrechen steckt. Aber die Zuversicht wächst, mit den neuen Spuren einen Durchbruch zu erzielen und dem sogenannten Kenwood-Killer endlich das Handwerk legen zu können. „Du stirbst nicht allein“ ist nach „Während du stirbst“ der zweite Thriller der Londoner Autorin Tamy Cohen, die es versteht, das Grauen in ihren Büchern aufleben zu lassen. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als das eigene Kind zu vermissen und nach Stunden der Hoffnung und Angst zu erfahren, dass es von einem Fremden getötet worden ist. Ein Albtraum, der kein Ende nimmt und der in dem neuen Fall der Opferschutzbeamtin Leanne Miller gleich vier Familien betrifft. Menschen, deren Schicksal durch den tragischen Verlust eng miteinander verbunden ist. Deshalb gründen sie eine Selbsthilfegruppe und versuchen sich gegenseitig beizustehen. Doch niemand von ihnen weiß, was der andere vor allen verbirgt. Erzählt wird das traumatische Geschehen aus verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Zeitebenen heraus. So lernt der Leser zum einen die Familien der getöteten Mädchen kennen und erfährt, welche Auswirkungen das jeweilige Verbrechen auf ihr Leben hat. Zum anderen ist er dabei, wenn eine einst erfolgreiche Journalistin verzweifelt versucht, mit einer unseriösen Berichterstattung die ins Stocken geratene Karriere in Gang zu bringen und dann wiederum schaut er den Ermittlern bei ihrer lange Zeit erfolglosen und überaus nervenaufreibenden Arbeit zu und hofft, dass sie bald den Mörder finden. Figuren, die lebensecht beschrieben sind und genauso mannigfaltig in Erscheinung treten, wie die Ereignisse selbst. Eine flüssige Erzählweise, ständig wechselnde Szenen und geschickt gesetzte Andeutungen sorgen dafür, dass der Leser in den Bann der Geschichte gezogen wird. Allerdings sollte er das Buch nicht übermäßig oft zur Seite legen. Denn viele Figuren und abwechselnd erzählte Handlungsstränge benötigen einige Aufmerksamkeit, um ihr Zusammenspiel zu verstehen, während der geschickt konstruierte Plot seine volle Wirkung nur entfalten kann, wenn der Überblick behalten wird. Fazit: „Du stirbst nicht allein“ ist ein eher ruhiger Thriller, der viel aus dem Leben seiner Figuren erzählt, gleichzeitig aber auch die Jagd nach einem perfiden Killer in den Mittelpunkt seiner Handlung stellt. Mit einem überraschenden Ende versehen versteht er es, nicht nur die auf Hochtouren arbeitenden Ermittler lange Zeit zu täuschen.

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Von Tammy Cohen habe ich letztes Jahr bereits "Während du stirbst" gelesen und war sofort hin und weg von ihrem Schreibstil und auch der Geschichte selbst. Daher hab ich mich riesig gefreut, als ich ihr neues Buch entdeckt habe und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Die Geschichte ist definitiv nicht ohne und keine leichte Kost. Im Fokus stehen vor allem die Familien und wie sie versuchen nach ihrem unvorstellbaren Verlust, wieder einen "normalen" und geregelten Alltag zu führen. Das war stellenweise sehr emotional zu erleben, denn die entstandene Lücke lässt sich einfach durch nichts füllen und egal wie viel Zeit vergeht, der Schmerz vergeht nie. Das eigene Kind zu verlieren ist wohl das schlimmste, was einem passieren kann und ich möchte mir überhaupt nicht vorstellen, wie sich das anfühlen muss. Ungewöhnlich waren für mich die vielen unterschiedlichen Sichtweisen, die Tammy Cohen dem Leser aufzeigt. Man begleitet nicht nur die Ermittler, sondern auch die Opfer oder Journalisten. Dadurch werden viele verschiedene Einblicke aufgezeigt, man kann die einzelnen Personen ergründen und sich intensiv mit ihnen auseinandersetzen. Bei den Figuren möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, da ich sonst einiges vorgreifen würde. Die Ermittlungsarbeit war sehr spannend aufgebaut. Es wird in alle Richtungen ermittelt und jeder noch so kleine Hinweis kann entweder entscheidend sein für die Lösung des Falles oder aber sich als Sackgasse entpuppen. Das Buch enthält keine rasanten Actionszenen oder Verfolgungen, die Spannung verläuft eher unterschwellig. Es gibt zwar immer wieder kleinere Längen, aber dennoch hat mir das Buch wirklich gut gefallen und man konnte gut miträtseln. Am Ende wurde ich dann noch einmal komplett überrascht, da ich nicht mit diesem Ende gerechnet hatte.

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Nach "Während du stirbst" ist dies der zweite Psychothriller der Autorin, der in Deutschland erscheint. Das Thema ist diesmal besonders brisant gewählt. Es geht um entführte und getötete kleine Mädchen und reicht sogar bis zur Pädophilie. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer, da es sehr viele Protagonisten kennenzulernen gilt. Da sind die vier Elternpaare der getöteten Mädchen, eine Journalistin und mehrere polizeiliche Ermittler. Auf mehr als 150 Seiten erfahren wir zunächst was mit den vier Mädchen geschah und sehr viel über das Gefühlsleben der trauernden Eltern und Geschwister. Das gibt dem Leser zwar die Gelegenheit alle Beteiligten gut kennenzulernen und wichtige Informationen zu erhalten, es zog sich aber für meinen Geschmack ein bisschen zu lang hin. Allerdings ist es der Autorin gut gelungen, die vielen verschiedenen Emotionen der trauernden Familien von Schmerz über Verzweiflung bis Wut darzustellen. Ich konnte alles gut nachempfinden und habe mit den Familien gelitten. Und so dreht sich letztendlich alles um die Fragen, wer das getan hat und warum und ob er es wieder tun wird. Nach diesem ersten Drittel des Buchs zieht die Autorin das Tempo deutlich an, wodurch dann auch Spannung aufkommt, die sich allmählich auch steigert. Im Vordergrund der polizeilichen Ermittlungen steht die Opferschutzbeamtin Leanne, die ich sehr mochte. Sie ist sympathisch, einfühlsam, eine gute, gewissenhafte Polizistin aber eben auch nur ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Und dann ist da noch die Journalistin Sally, die anfangs das Klischee der "Sensationsjournalistin", die über Leichen geht, gut erfüllt und mich ziemlich genervt hat. Allerdings verändert sie sich später etwas zu ihrem Vorteil. Mit großem Eifer versucht die Polizei in alle Richtungen zu ermitteln und den Täter zu finden, bevor noch ein Mädchen getötet wird. Dabei werden viele Spuren verfolgt, die sich oft als Sackgasse erweisen, aber irgendwie auch dem Täter immer ein Stückchen näher kommen. Das war schon sehr fesselnd zu beobachten und führte auch zu einigen Überraschungen. Etwa auf den letzten 50 Seiten beginnt ein Showdown mit Hochspannung. Ich konnte da nicht mehr aufhören zu lesen, bis es am Ende eine völlig andere Auflösung gab, als ich erwartet hatte. Das hat mich nicht nur überrascht sondern auch ein bisschen geschockt. Ich würde diesen Psychothriller eher als psychologischen Spannungsroman bezeichnen, denn Thrillerelemente gibt es kaum. Aber es ist Tammy Cohen gut gelungen, dieses schwierige Thema unblutig und ohne grausame Details darzustellen. Nach einem schwächeren Start konnte mich die Story fesseln und berühren und das starke Ende hat mich begeistert! Fazit: 4 von 5 Sternen

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