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Rezensionen zu
Engelsschuld

Emelie Schepp

Jana Berzelius (3)

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

In der schwedischen Stadt Norrköping ereignen sich in kurzen Abständen drei Morde, bei denen die Opfer bestialisch zugerichtet werden. Philip Engström ist ein Rettungssanitäter, der unter Medikamenteneinfluss 24-Stunden-Schichten ableistet, müde und unkonzentriert ist. Er ist jeweils als erstes am Tatort, kann jedoch nichts mehr für die schwer Verletzten tun. Ihm wird bewusst, dass er die Opfer kennt und fürchtet, dass er das nächste sein könnte, doch seine Vergangenheit hindert ihn daran, offen mit der Polizei zu sprechen. Diese vermutet einen Serienmörder hinter den Taten und stellt im Rahmen der Ermittlungen fest, dass sie früher in ein und demselben Krankenhaus gearbeitet haben. Staatsanwältin Jana Berzelius ist mit dem Fall betraut, hat jedoch noch mit Problemen aus einem früheren Fall zu kämpfen. Aufgrund von Tagebuchaufzeichnungen aus ihrer Vergangenheit, die in die falschen Hände geraten sind, hat sie sich erpressbar gemacht und ist deshalb gezwungen, Dinge zu tun, die einer Staatsanwältin nicht gut zu Gesicht stehen. Darüber hinaus ist ihre Mutter überraschend an einem Herzinfarkt gestorben und auch in diesem Fall ist Engström der Rettungssanitäter gewesen, der ihr Leben nicht hatte retten können. "Engelsschuld" ist Band 3 einer Reihe um die Staatsanwältin Jana Berzelius. Es ist ein Thriller, der sehr dynamisch aus wechselnden Perspektiven geschrieben ist. Die Szenenwechsel finden selbst innerhalb der Kapitel in kurzen Abständen statt, so dass es gerade zu Beginn des Romans schwierig ist, den Überblick über die einzelnen Figuren zu behalten. Zudem hat fast jeder Protagonist eine bewegte Vergangenheit oder private Probleme, die sein Handeln beeinflussen und mehrere Nebenhandlungen eröffnen. Hintergründe und Motiv für die Taten sind lange nebulös. Klar erscheint nur, dass der Täter seine Opfer bewusst quälen wollte. Durch den Aufbau des Thrillers mit diversen, lose verbundenen Handlungssträngen bleibt es spannend zu erfahren, wie diese letztlich zusammenhängen. Die gefühlskalt wirkende Staatsanwältin passt dabei gut zu der düsteren Stimmung des Schwedenkrimis, weckt allerdings keine Sympathien, sondern ist eine klassische Antiheldin. Auch wenn die Bände der Reihe unabhängig voneinander gelesen werden können, ist es grundsätzlich sinnvoll, die Reihenfolge einzuhalten, um eine Nähe zu den Protagonisten herzustellen und ihre Beweggründe für ihr Tun besser zu verstehen. Das ungewöhnliche Zusammenspiel von Ermittlern, Staatsanwaltschaft und scheinbar unbeteiligten Randfiguren fesselt jedoch bis zum Schluss, da die schnellen Perspektivwechsel immer wieder für Mini-Cliffhanger sorgen.

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Meinung Emelie Schepps Stil ist anders und mitunter gewöhnunsbedürftig, doch für das Genre Thriller könnte er nicht passender sein. Engelsschuld macht es seinen Lesern vielleicht nicht einfach. Viele Figuren und Wechsel der Szenerien nach fast jeder Seite, bzw. Doppelseite können in den meisten Fällen zu Verwirrungen führen. Schepp muss ihr Handwerk augenscheinlich beherrschen, denn sie schafft es, ein richtiges Maß an Spannung aufzubauen. Die vielen kleinen Cliffhanger fühlen sich – zu meinem Glück – weder Fehl am Platz, noch zu gewollt an und ziehen das Tempo mächtig an. Leser, die die bisherigen Bücher gelesen haben, werden sicher im Vorteil sein, da sie die beständigen Charaktere rund um Jana Berzelius bereits kennengelernt haben. Auch wenn sich Engelsschuld sicher sehr gut eingeständig lesen lässt, werde ich nicht müde euch ans Herz zu legen, solche Reihen in der entsprechenden Ablauffolge zu lesen. Auch wenn jedes Buch einen entsprechenden Fall aufweist, den es zu lösen gibt, sind es meist die Leben außerhalb ihrer Tätigkeiten, die sich mit den Büchern und den Protagonisten entwickeln. Genau dies trifft auch auf Engelsschuld zu. Sieht man die Mordfälle rund um das Vrinnevi-Krankenhaus für sich allein, ergibt sich eine rasante Jagd nach einem Serienmörder. Allerdings hält der Thriller eine weitere – parallel laufende – Story bereit, die sich (nach einem Blick auf die Klappentexte der anderen Bände) bereits entwickelt hat und hier ihren Showdown erhält. Der erst genannte Teil des Thrillers konnte mich gut unterhalten, doch gerade der Part der die Staatsanwältin betrifft lies mich vermehrt im Dunkeln zurück. Das Gefühl beim Lesen etwas verpasst zu haben und nicht so im Bild zu sein, wie man es eigentlich sein könnte, stört mich persönlich sehr. Es fiel mir dadurch auch verhältnismäßig schwer, eine Beziehung zu ihr aufbauen zu können. Mitunter störten mich ihre Abschnitte sogar. Wollte ich doch eigentlich nur wissen, wie die Ermittlungen des Polizeiteams laufen oder inwieweit der Rettungsassistent in den Fall involviert war. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Umstand anders aussehen würde, hätte ich nicht mit Band 3 angefangen. Das Ermittlerteam wirkt – mal mehr, mal weniger – zu Teilen wie aus dem Handbuch für skandinavische Krimis und Thriller entnommen. Die Beziehungen untereinander haben sich bereits gefestigt, bestimmte Charaktereigenschaften werden angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt. Auch hier sehe ich das Problem, dass mir Vorkenntnisse fehlen. Wahrscheinlich wäre meine Bewertung mit entsprechender Lektüre der anderen Bücher positiver ausgefallen. Sie waren mir nicht gänzlich unsympathisch. Allerdings verging das Gefühl, so spät zu einer bereits laufenden Party erschienen zu sein, nicht. Wie bereits erwähnt, verhält es sich ebenso mit Jana Berzelius selbst. Der zuvor erwähnte Rettungssanität Philip Engström in Kombination mit seinem Umfeld war der heimliche Sympathieträger von Engelsschuld und gerade seine Geschichte war diejenige, die den Thriller getragen hat. In ein paar negativen Bewertungen wurde bemängelt, dass der Thriller besonders brutal und blutig sein solle. Dem würde ich nicht zustimmen, da er genau das Maß an Brutalität bereit hält, die man von einem durchschnittlichen Thriller erwarten kann. Durch falsche Fährten und verschiedenste Motive von mehreren Personen kann Engelsschuld die Leser lange bei Laune halten. Konkreteren Verdacht ergab sich mir relativ spät, was für den Thriller spricht. Zu viele Bücher des Genres geben schon bereits in einem frühen Stadium Preis, wer welche Tat und warum begangen hat. Zwar ist es am Ende so gekommen, wie ich es mir später vorstellen konnte, allerdings wurden durch hier und da eingestreute Tagebucheinträge völlig andere Personen involviert, als ich es vermutet hatte. An Spannung fehlt es Engelsschuld daher auf keinen Fall. Es sind eher die Figuren, die es mir (selbst verschuldet) nicht ganz leicht gemacht haben. Fazit Engelsschuld ist ein rasanter Thriller, der durch seine raschen Szenenwechsel und seinem Abwechslungsreichtum punktet. Ich empfehle allerdings dringend, die vorherigen beiden Bände Nebelkind sowie Weißer Schlaf zu lesen, da diese aufeinander aufbauen und ansonsten der rote Faden der Reihe nicht klar erscheint. Ich persönlich werde mir die anderen Teile kaufen, da mir der Stil von Emelie Schepp sehr zusagt.

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Staatsanwältin Jana Berzelius hat nicht nur beruflich einen großen Fall an der Angel, sondern privat auch ein großes Problem. Während Danilo ausbrechen konnte und sich nun in ihrer Wohnung verstecken möchte und sie zum mitspielen zwingt, geht ein Serienkiller um. Leute werden recht brutal umgebracht und nicht nur um ihr Leben sondern auch um einige andere Dinge erleichtert. Der Rettungssanitäter Philip Engström wird bei allen Morden zum Tatort gerufen und kann keines der Opfer retten. Liegt es an ihm? Ist er der Killer? Hat der Killer es auf ihn abgesehen? Staatsanwältin Jana jedenfalls sitzt bald zwischen den Fronten, sie beherbergt einen Verbrecher, den ihre Kollegen suchen. Und dann bemerkt sie, dass sie auch ein persönliches Problem mit dem Serienkiller hat.. Stil, Machart, Meinung Der Thriller fing gleich brutal an und ist nichts für schwache Nerven. Nachdem ich die Charaktere einigermaßen zuordnen konnte hatte mich die Story und es war durchgängig spannend. Erst nach ein paar Seiten dämmerte mir, dass ich gerade mitten in eine Reihe geraten sein musste. Wieder einmal hatten mich Cover und Teaser überzeugt, ohne mich zu informieren dass ich gerade Band 3 einer Reihe in Händen hielt. Trotz des Quereinstiegs hatte ich die Sache mit den Charakteren bald raus. Mir wurde jedoch bewusst, dass die Ermittler alle eine Vorgeschichte hatten, die zwar angedeutet wurde, aber sicher gehaltvoller ist. Man kann diesen Band also auch als Quereinsteiger lesen, versteht viele Spannungen und Verbindungen wohl sicherlich wesentlich besser, wenn man bei 1 anfängt.. Die Schreibe war gut, die Abschnitte waren angenehm kurz und die Perspektivenwechsel machten Spannung und Story rund. Dieses Buch ist ganz nach meinem Geschmack, allerdings bin ich etwas zu schnell drauf gekommen, wer hinter den Morden steckt. Fazit Auch wenn ich leider als Quereinsteiger an diese Reihe rangegangen bin, fand ich die Geschichte gut. Emelie Scheff weiß, wie man Spannung erzeugt und den Leser unterhält. Er darf auch ein bisschen raten und am Ende erleben, wie sich die Geschichte schlüssig zusammenfügt. Ich vergebe 4 Sterne und werde mir die Autorin merken. Ob ich jetzt bei Band 1 anfange oder auf den 4. Band warte, weiß ich auch noch nicht.

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.. der Reihe um Jana Berzelius, der Lust auf mehr macht. Ich habe die ersten beiden Bände nicht gelesen und bereue das nach der Lektüre von "Engelsschuld", denn Emelie Schepp kombiniert einen rasanten Plot mit interessanten Charakteren. Sehr empfehlenswert!

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Engelsschuld

Von: Lee

02.12.2017

Wie bereits von mir erwähnt handelt es sich um den dritten Fall um die Staatsanwälten Jana Berzelius, wobei ich die beiden Vorgänger noch nicht gelesen habe. Aus diesem Grund weiß ich auch definitiv nicht was als Spoiler gilt und was nicht, wer also Angst hat das irgendetwas erwähnt wird das in den beiden Vorgängern noch unerwähnt bleibt, sollte am besten jetzt zu lesen aufhören 🙂 Die Bücher können definitiv unabhängig voneinander gelesen werden, wobei es natürlich immer schöner ist am Anfang mit den Figuren einzusteigen. Denn in diesem Buch lernt man bereits am Anfang sehr viele unterschiedliche Personen kennen, wobei die meisten von ihnen eigene Erzählabschnitte im Buch zugeordnet bekommen haben. Wer mich schon länger kennt weiß, dass ich damit so meine Probleme habe. Ich finde es einfach angenehmer ein, maximal zwei, Perspektiven zu verfolgen und nicht fünf bis sechs. Natürlich ist mir klar das man eben diese Personen in den früheren Bändern bereits näher kommt und es dadurch nicht so viel auf einmal ist, wenn man in diesem Buch mit ihnen konfrontiert wird. Tatsächlich waren sie mir überwiegend sympathisch, vor allem weil sie unglaublich menschlich waren. Jeder von ihnen hat noch ein Leben neben seinem Beruf, mit Problemen die manchmal sogar mit aufs Review genommen werden. Das macht die Interaktionen zwischen den Charakteren spannend und vor allem verständlich. Leider gab es aber auch Charaktere mit denen ich überhaupt nicht warm geworden bin und die mich beim Lesen richtiggehend gestört haben. So ein Charakter ist zum Beispiel Mia, die mir absolut oberflächlich und nervig in Erinnerung geblieben ist und immer im Mittelpunkt stehen möchte. Ihre Abschnitte waren zum Glück selten, aber umso anstrengender. Dagegen ist mir Jana Berzelius richtiggehend sympathisch. Wobei ich auch bei ihr am Anfang ein wenig gehadert habe. Das schiebe ich jedoch darauf, dass ich sie nicht vom ersten Buch an kenne. Vor allem ihre Interaktionen mit Danilo haben mir gut gefallen. Irgendwie hat sie das für mich lebendiger gemacht. Ganz zu schweigen davon, dass sie das eine oder andere Mal herrlich trockenen Humor bewiesen hat. Die vielfältigen Charaktere machen das Lesen auf jeden Fall abwechslungsreich und tun der eigentlichen Handlung keinen Abbruch. Nach einem etwas langsamen Einstieg wird es zunehmend spannend und auch der Schreibstil der Autorin hält einen gefangen. Die Spannung baut sich eher langsam und schleichend auf, sodass ich es beim Lesen gar nicht gemerkt habe. Zumindest nicht, bis ich plötzlich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich selbst bin zwar relativ früh darauf gekommen wer denn nun tatsächlich hinter all dem steckt, aber das hat dem Buch meiner Meinung nach nicht wirklich geschadet. Im Gegensatz zu anderen Büchern, bei denen ich einfach nur genervt war weil die Charaktere offensichtliche Spuren einfach nicht deuten können, bin ich hier eher durch mein Bauchgefühl auf den Täter gekommen und wollte dann unbedingt sehen ob ich nun richtig liege. Zum Glück haben sich auch die Charaktere keineswegs dumm angestellt. Auch die beiden Handlungsstränge waren sehr gut miteinander verknüpft. Auf der einen Seite muss Jana der Polizei dabei helfen den Mörder zu finden, bevor es noch mehr Opfer gibt und auf der anderen Seite muss sie schleunigst Danilo loswerden, bevor dieser ausgerechnet bei ihr entdeckt wird. Das ausgerechnet ihre Kollegen nach dem Mann suchen, der sie mit Erpressung dazu bewegt hat ihm Unterschlupf zu gewähren, macht die ganze Sache bei weitem nicht besser. Hinzu kommt das Danilo nicht gerade wenige extra Wünsche hat, die Jana jedoch zum Glück souverän meistert. Mir hat das Buch auf jeden Fall gut gefallen und ich würde es Thrillerfans definitiv empfehlen. Ich selbst werde mir wahrscheinlich noch die ersten beiden Bände zulegen, um Jana ein bisschen besser kennen zu lernen. Zum Abschluss wie immer mein Lieblingszitat: Es ist dumm, Interesse für das zu zeigen, was hier im Haus passiert. Man könnte riskieren, kompetent zu erscheinen. Liebe Grüße Lee.

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Grausame Morde erschüttern die schwedische Stadt Norrköping. Dreimal wird der Sanitäter Philip Engström zu den Tatorten gerufen, dreimal kann er nichts mehr für die entsetzlich entstellten Opfer tun. Er erkennt, dass er den Ermordeten schon einmal begegnet ist ― und er selbst das nächste Opfer sein könnte. Doch eine schwere Schuld in seiner Vergangenheit lässt ihn schweigen. Staatsanwältin Jana Berzelius nimmt sich des Falls an. Erst spät merkt sie, dass Privates und Berufliches in dieser Mordserie eng miteinander verknüpft sind. Denn Jana hat ihre ganz eigene Rechnung mit dem Mörder offen. Staatsanwältin Jana Berzelius, nach außen hin eine kühle, etwas arrogante Karrierefrau, ist gewillt, ihr Geheimnis zu wahren. Emelie Schepp skizziert wieder einmal tolle Charaktere, allen voran natürlich Protagonistin Jana. Aber auch die anderen Charaktere sind authentisch mit Ecken und Kanten. Der bereits dritte Thriller um Jana Berzelius ist wieder einmal spannend und interessant geschrieben, lässt wenig Luft zum Atmen. Der Schreibstil der Autorin ist locker und mitreißend. Langweile kommt fast nie auf, weshalb die komplette Reihe für mich bisher eine klare Leseempfehlung ist. Die Übergänge zwischen Gut und Böse schwimmend, Gänsehaut und Spannung garantiert. Fazit: Auch der dritte Band um Staatsanwältin Jana Berzelius überzeugt wieder einmal mit Spannung.

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Kurzbeschreibung Grausame Morde erschüttern die schwedische Stadt Norrköping. Dreimal wird der Sanitäter Philip Engström zu den Tatorten gerufen, dreimal kann er nichts mehr für die entsetzlich entstellten Opfer tun. Er erkennt, dass er den Ermordeten schon einmal begegnet ist ― und er selbst das nächste Opfer sein könnte. Doch eine schwere Schuld in seiner Vergangenheit lässt ihn schweigen. Staatsanwältin Jana Berzelius nimmt sich des Falls an. Erst spät merkt sie, dass Privates und Berufliches in dieser Mordserie eng miteinander verknüpft sind. Denn Jana hat ihre ganz eigene Rechnung mit dem Mörder offen. Meinung Ich habe ja schon den ersten Teil der Reihe um die Staatsanwältin Jana Berzelius sehr gern gelesen. Teil 2 habe ich irgendwie verschlafen, aber jetzt bei Teil 3 war ich wieder dabei und ich war echt gespannt darauf. Dabei ist es auch nicht schlimm, dass ich den zweiten Teil nicht gelesen habe, denn Vorkenntnisse aus den Vorgängern sind wirklich nicht nötig. Jeder Fall ist für sich abgeschlossen. Auch dieses Mal ist der Thriller überaus fesselnd, spannend und komplex aufgebaut. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die erst mit der Zeit verknüpft werden und die Szeneabfolge läuft zum Großteil in einem rasanten Tempo ab. Die Handlung ist dabei ausführlich beschrieben und logisch aufgebaut, aber durch das hohe Tempo und die Komplexität der Zusammenhänge muss man gedanklich schon am Ball bleiben. Das ist nicht immer ganz so einfach, denn auch dieser Teil der Reihe ist wirklich keine einfache Kost. Die Entwicklungen sind zum Teil ziemlich blutig, grausam und brutal. Dabei sind die Beschreibungen auch sehr bildlich und detailreich. So ist der Thriller eben abstoßend und fesselnd zugleich. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie werden authentisch und beschrieben und machen einen guten Job. Erzählt werden die verschiedenen Handlungsstränge auch aus unterschiedlichen Perspektiven. So fühlte ich mich bei den Ermittlungen auch hautnah dabei. Zusätzlich gab es einige unerwartete Wendungen und der Schreibstil ist sehr klar und faszinierend, weshalb die Seiten nur so dahin flogen. Ich hatte auch bis zum Schluss wirklich keine Ahnung wer der Täter war und fand die Auflösung wirklich genial gelöst. Dabei wurden auch noch alle offenen Fragen beantwortet und ich konnte endlich durchschnaufen, da die ganze Spannung von mir abfiel und ein gutes Gefühl hinterlassen hat. Fazit Ein fesselnder, komplexer und auch grausamer Thriller bei dem Gänsehaut und Spannung garantiert sind. Das hohe Tempo, die vielen Wendungen und der klare und faszinierende Schreibstil sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen und nach dem perfekt gelösten Ende kann man endlich wieder durchatmen. Deshalb gibt’s deutlich die vollen 5 Sterne.

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Inhalt Grausame Morde erschüttern die schwedische Stadt Norrköping. Dreimal wird der Sanitäter Philip Engström zu den Tatorten gerufen, dreimal kann er nichts mehr für die entsetzlich entstellten Opfer tun. Er erkennt, dass er den Ermordeten schon einmal begegnet ist — und er selbst das nächste Opfer sein könnte. Doch eine schwere Schuld in seiner Vergangenheit lässt ihn schweigen. Staatsanwältin Jana Berzelius nimmt sich des Falls an. Erst spät merkt sie, dass Privates und Berufliches in dieser Mordserie eng miteinander verknüpft sind. Denn Jana hat ihre ganz eigene Rechnung mit dem Mörder offen. (Quelle: Randomhouse ) Meine Meinung Band 3 der Jana Beryelius-Reihe Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Philip ist Sanitäter und nonstop am Arbeiten, mit Tabletten zwingt er sich zum Schlafen, was einer Kollegin und seiner Chefin übel aufstößt. Kann man jemanden vertrauen, wenn er abhängig ist? Seine Frau ahnt von allem nichts und möchte einfach nur schwanger werden. Und auf einmal häufen sich die schwierigen und tödlichen Einsätze bei Philip und seiner Kollegin Sabrina, weswegen die Polizei auf ihm aufmerksam wird. Die Ermittlungsergebnisse sehen ihn als möglichen Täter und sein Leben wird auf den Kopf gestellt… Mit ihm bin ich nicht warm geworden, was auch kein Wunder ist, denn er war mir von der ersten Seite an unsympathisch. Seine Einstellung zu seinem Beruf und seine Tablettensucht machen ihn zu einer tödlichen Gefahr als Rettungssanitäter. Ich hätte ihn niemals fahren lassen, das war fahrlässig. Egal wie gut er in seinem Job ist. Sabrina ist die nette, wenn auch aufdringliche, Kollegin von Philip. Nachdem seine vorige Partnerin dem Job nicht mehr gewachsen ist, ist sie die neue Partnerin von ihm. Außerdem ist sie eine gute Freundin von seiner Frau, was ihm nicht unbedingt passt. Die beiden sind nicht die besten Freunde, was für Philips Menschenkenntnis spricht, denn Sabrina ist nicht die, für die sie sich ausgibt… Auch Sabrina fand ich nicht nett und ich hatte schnell den Verdacht, das sie etwas verbirgt. Danilo liegt im Koma im Krankenhaus, bewacht durch einen Polizisten. Niemand rechnet mit einer schnellen Genesung, doch plötzlich ist der Mann verschwunden. Abgehauen aus einem Krankenhaus und keiner weiß, wo er abgetaucht sein könnte. Er hat sich auf der Suche nach einer alten Bekannten gemacht, die er nun mit ihrer Vergangenheit erpresst. Niemand geringerem als die erfolgreiche Staatsanwältin Jana, die ebenfalls zur Toetungsmaschine erzogen wurde. Er hat die Kartons an sich genommen, erpresst sich damit den Aufenthalt in ihrer Wohnung und den Weg in die Freiheit…. Danilo war mir komischerweise von der ersten Seite an sympathisch, auch wenn er für den Erfolg über Leichen gehen würde. Auch vor Erpressung und Gewalt schreckt er nicht zurück und weiß genau welche Knöpfe er bei wem drücken muss, um das zu bekommen, was er will. Über ihn möchte ich unbedingt mehr erfahren. Mal schauen, was er noch so zu bieten hat und ob er nicht vielleicht irgendwann mit Jana zusammen kommt. Passen würde es ja 😉 Jana wurde von ihren Eltern adoptiert, doch hat nur noch zu der Mutter ein halbwegs gutes Verhältnis. Mit dem Vater hat sie sich entfremdet, obwohl er ihr in ihren dunkelsten Zeiten zur Seite gestanden hat. Eben genau diese rücken mit dem Auftauchen von Danilo wieder in den Mittelpunkt und Jana muss sich überlegen, was ihr am wichtigsten ist. Ihr Leben, ihre Karriere mit dem Schutz ihrer Vergangenheit. Sie gibt sich geschlagen und hilft Danilo bei seiner Flucht. Nebenbei betreut sie den Fall um die grausamen Morde, in dem plötzlich auch ihre Mutter verwickelt zu sein scheint. Jana nimmt Rache auf ihre eigene Art… Jana scheint eine Frau mit vielen Facetten zu sein, die mir aber unglaublich sympathisch erscheint. Sie mag keine Menschen oder Freundschaften und unterhält sich nur im Job mit ihren Mitmenschen. Nur ein Kollegen scheint gegen ihren Schutzpanzer immun zu sein und versucht immer wieder bei ihr zu landen. Ihre Vergangenheit finde ich interessant und würde sehr gerne mehr darüber erfahren. Hendrik, Gunnar, seine ehemalige Lebensgefährtin Anneli und Mia sind die Ermittler in den Fällen rund um die Morde und dem flüchtigen Danilo. In einigen Kapiteln erhält man einen Einblick in ihren Alltag und die Spannungen zwischen den einzelnen Parteien. Obwohl man ein wenig über sie erfährt, hatte ich dennoch das Gefühl, sie nicht wirklich zu kennen. Nur weiß ich nicht, ob es daran liegt, das es das Buch zu einer Reihe gehört und ich hier zum ersten Mal auf die Charaktere treffe, oder ob es in den beiden Vorgängern genauso ist. Es scheinen allerdings nette Charaktere zu sein, die auch sehr kompetent wirken. Ich bin gespannt, wie die ihre Wege weitergehen. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Durch die verschiedenen Ansichten der Charaktere kann man in einigen Fällen einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt bekommen. Diese Buch lässt mich wirklich zwiegestalten zurück, einerseits fand ich die Grundgeschichte rund um die Flucht von Danilo und die Morde nicht schlecht, aber andererseits gab es für mich einfach auch zu viele Nebengeschichten, die die Geschichte unnötig in die Länge gezogen haben. Ich muss nicht wissen, wie Anneli die Trennung verkraftet oder den Umzug eines Polizisten mitverfolgen. Auch die Nebenstory rund um die Schwangerschaftsversuche von Philip und seiner Freundin fand ich ermüdend und unnötig. Die Betitelung als Thriller finde ich auch nicht gerecht fertigt, für mich war es nur ein Krimi. Ja, es gab ein wenig Blut, aber wenig Spannung. Man wusste recht schnell, wer der Täter ist. Einzig Danilo hielt die Spannung in seinen Händen – hätte es ihn nicht gegeben hätte ich das Buch abgebrochen. Nun werde ich aber, in der Hoffnung das er in den zwei ersten Büchern auch auftaucht, die Reihe vom Start beginnen und dann mal schauen, ob sie mir gefällt bzw. ob sie möglicherweise besser sind als der dritte Teil. Von mir gibt´s eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung – für Kenner der Reihe interessant, aber für Unwissende nicht die richtige Wahl. 🌟🌟🌟,5 Sterne Übrigens ist weder auf dem Klappentext, noch auf den Innenseiten oder der Autorenvorstellung vermerkt, das „Engelsschuld“ der dritte Teil einer Reihe ist – ist ein kleiner Hinweis zu viel verlangt?

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