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Rezensionen zu
Der Verrat

Ellen Sandberg

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Wenn Liebe zum Verhängnis wird

Von: mirabellaparadise

06.02.2021

Nach einer 20jährigen Gefängnisstrafe muss Nane ihren Platz in der Gesellschaft finden. Mit Unterstützung ihrer Schwester Birgit hat sie am Anfang ein fertig eingerichtetes Heim und einen Job. Alles könnte so schön sein. Aber Nane, die Erinnerungslücken hat, findet keine Ruhe und entschließt sich, herauszufinden, was in der Nacht, die ihr Leben verändert hat, wirklich geschehen ist. Dabei bewegt sie sich auf sehr dünnem Eis. Sie kämpft gegen die Feindseligkeit ihrer Schwester Pia, die mit dem Mann verheiratet ist, den Nane geliebt hat. Eindringlich erzählt Sandberg von einer medikamentenabhängigen Frau, die unter Verlustängsten leidet und dementsprechend aufgrund ihrer Eifersucht und den daraus folgenden Stalking-Attacken unter Mord-Verdacht gerät, verurteilt und somit unmittelbar aus ihrer Welt gerissen wird und ihre Zukunftspläne begraben kann. Der Thriller skizziert ein beeindruckendes Szenario vor der Kulisse eines Weinbergs und dem dazugehörigen Familienimperium. Skrupellose Familienangehörige, Spekulationen auf Erbschaften spielen ebenso eine Rolle wie falsche Anschuldigungen, Lügen und Intrigen. Gut gefällt mir, dass die Leserschaft in diesem Thriller nebenbei Informationen über Weinbau sowie das Restaurieren von antiken Ölgemälden erlangt. Die Geschichte wird hauptsächlich aus den Perspektiven von 2 der 3 Schwestern erzählt und spielt im Jahr 2018 mit Rückblenden auf das Jahr 1998. Wer wissen möchte, ob es Nane gelingt, die Lösung des Rätsels zu finden, dem lege ich dieses Buch nah ans Herz.

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Was soll ich sagen, aber für mich war der spannende und überraschende Schluss das Beste am ganzen Buch. Mir fiel fast die Kinnlade runter. Der Rest der Geschichte zog sich meines Erachtens aber ein wenig wie Kaugummi. Es passiert wenig, der Roman lebt von einer Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit aber das Ganze geht recht unaufgeregt vonstatten. Die Schuld am Tod des Stiefsohns ihrer Schwester scheint klar bei Nane zu liegen, wofür sie ja auch im Gefängnis war. Nane versucht verzweifelt an ihren Schwager Thomas ranzukommen, doch Schwester Pia verweigert ihr den Besuch vehement. Gibt es doch Geheimnisse, die noch nicht ans Licht gekommen sind? Langsam, aber eben leider sehr langsam enthüllt sich dem Leser die Wahrheit … Der Roman hat ein wenig von Wollen und nicht Können. Schade, für mich bis jetzt das schwächste Buch der Autorin, was von mir deshalb nur drei von fünf Sternen bekommt.

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Familiendrama in Krimiform

Von: Lesemaus2704

28.11.2020

Der Verrat von Ellen Sandberg handelt von drei Schwestern: Pia, Nane und Birgit und noch vielen anderen. Da lag bei mir am Anfang das Problem. Zudem es in zwei Zeiten erzählt wird, kommen noch viele Personen dazu und das war dann etwas verwirrend. Irgendwann konnte ich dann alle immer irgendwie zuordnen. Nane kommt nach zwanzig Jahren aus dem Gefängnis und ihre Schwester Birgit hilft ihr wieder in den Alltag zu kommen. Pia möchte absolut nichts mehr mit Nane zu tun haben und versucht mit allen Mitteln Nane von sich und ihrer Familie fernzuhalten. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse, Intrigen, Lügen, Eifersüchte und stillgeschwiegen Probleme ans Licht. Leider konnte ich irgendwie zu keinem Protagonisten einen Draht finden. Pia fand ich einfach nur egoistisch und arrogant, Nane war mir mit ihrer Tablettensucht und ihre schwere Schuld oft zu langatmig und Birgit kam für mich sehr schwach rüber. Ein Familiendrama in Krimiform.

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Erstklassig

Von: Barbara

25.11.2020

Ich war begeistert.Der Stil ist hervorragend wie alle Bücher von ihr.

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Ellen Sandberg schreibt mitreißend und angenehm lesbar. Das Buch spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Die einzelnen Personen sind gelungen beschrieben. Man erfährt, was Rache, Wut oder verletzte Eitelkeit aus Menschen machen kann. Alle Protagonisten weisen Schwächen auf, von labil, jähzornig bis emotionale Störung ist alles vorhanden. Insgesamt wieder ein gelungenes Buch von Ellen Sandberg, das man unbedingt gelesen haben sollte. , Ellen Sandberg schreibt mitreißend und angenehm lesbar. Das Buch spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen und wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Die einzelnen Personen sind gelungen beschrieben. Man erfährt, was Rache, Wut oder verletzte Eitelkeit aus Menschen machen kann. Alle Protagonisten weisen Schwächen auf, von labil, jähzornig bis emotionale Störung ist alles vorhanden. Insgesamt wieder ein gelungenes Buch von Ellen Sandberg, das man unbedingt gelesen haben sollte.

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Verrat und Liebe, Sehnsucht und Hoffnungen Die Restaurateurin Pia lebt gemeinsam mit ihrem Mann auf einem schönen Weingut. Sie hat alles erreicht, was das Leben zu bieten hat. Pia ist glücklich mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Was macht es schon, dass es ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit gibt, welches nach etlichen Jahren mit Macht ans Licht kommen will? Nane ist die Schwester von Pia und endlich, nach 20 Jahren Gefängnis, wieder frei. Jetzt muss sie versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen, aber ihre Schuld ist immer noch nicht abgetragen, dies jedenfalls glaubt Nane. Werden die Schwestern wieder zueinanderfinden oder ist der Graben, der sie trennt, zu groß? Und was ist damals vor 20 Jahren geschehen, als Nane ins Gefängnis musste? Auf welcher Seite steht die dritte im Bunde? Ellen Sandberg erzählt hier eine Familiengeschichte aus verschiedenen Perspektiven. Es ist die Geschichte der drei Schwestern Pia, Nane und Birgit. Sie alle verbindet eine Kindheit, die jede für sich auf ihre eigene Art, empfunden hat. Erst so nach und nach kommt zutage, wie sie ihre Kindheit verlebt haben und wie ihre Verhältnisse zu den Eltern und untereinander sind. Von Lügen und Verrat ist die Rede. Von Verletzen Gefühlen und Enttäuschungen. Jede für sich hat sich ein Leben aufgebaut oder je nach Sichtweise auch verbaut. Wie das einzelne Verhalten der Schwestern auch das Leben der anderen beeinflusst hat, kommt so nach und nach hervor. Dieses Verwirrspiel hat mir gut gefallen. Geheimnisse werden nur angedeutet und klären sich so nach und nach. Mir hat gefallen, dass durch das Hin und Her wechseln der Zeiten, so nach und nach die Vergangenheit herauskommt. Die Autorin hat es gut verstanden, immer im richtigen Zeitpunkt zu wechseln und so die Spannung zu halten. Auch gibt sie immer nur häppchenweise die Einzelheiten heraus, sodass man beim Lesen durchaus noch mitraten kann, was wirklich geschehen ist. Allerdings gab es auch einige Szenen, die ich so nicht gebraucht hätte und wo ich mir andere Lösungen gewünscht hätte. Dadurch wurde für mich die Handlung teilweise unglaubwürdig. Fazit: „Der Verrat“ ist ein interessanter Roman über Familienbande. Er erzählt davon, wie gerade das Leben der anderen das eigene Leben verändern kann, aber auch von Einsamkeit und Verlustängsten, von Liebe und Verrat und den Wunsch nach Rache und Vergebung.

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Es war schwierig für mich in das Buch hinein zu kommen, denn man liest aus der Zeit im Sommer 1998 und 2018. Dazu kommt es, dass die Perspektive ständig wechselt und man manchmal gar nicht genau wusste, um wen es geht über eine halbe Seite lang manchmal. Das Geheimnis hat immer über diesem Buch geschwebt, was letztendlich der Grund war, warum ich unbedingt wissen wollte, was genau passiert ist. Die Figur Pia fand ich extrem unsympathisch, ignorant und egoistisch. Ihr Verhältnis war davor schon immer schlecht zu Nane, die eigentlich Ariane heißt, und es ist sehr verständlich, dass sie nach einem versuchten Mord an sich selbst und einem wirklichen Mord an ihrem Stiefsohn Henning nicht gut auf sie anzusprechen ist. Allerdings reagiert sie ziemlich oft überzogen und auch ihre Einstellung in den früheren Jahren gegenüber ihrer anderen Schwester Birgit hat es mir schwer gemacht wirkliches Mitgefühl für sie zu hegen. Der Schreibstil ist gut gewesen, weshalb man dann doch gut das Buch lesen kann. Das Geheimnis wurde gut aufgelöst, auch wenn ich einige Stellen am Ende merkwürdig fand. Insgesamt ist es ein sehr interessantes Buch gewesen mit einem wirklichen Verrat.

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Ich habe das Buch innerhalb von nur drei Tagen verschlungen. Die Handlung ist schlüssig aufgebaut und handelt von unterdrückten Familiengeheimnissen, nicht gelösten Problemen und Spannungen innerhalb der 2 Familienstränge in Frankfurt am Main und auf einem Weingut an der Saar. Die Handlung ist mehrschichtig aufgebaut und spielt in der Gegenwart mit Rückblicken in die Zeit 20 Jahre vorher. Es handelt von drei Schwestern, die sehr unterschiedlich von ihrer Mentalität und damit teilweise eifersüchtig auf die andere sind. Sie vertrauen sich daher nicht, haben sich nicht viel zu sagen haben und das Nichtausgesprochene führt dann zur Katastrophe. Die Liebe zu einem Winzer verursacht unglückliche Verstrickungen, die in einer kriminellen Handlung mündet, allerdings erfährt die Geschichte am Ende eine überraschenden Wendung. Ich kannte die Schriftstellerin vorher nicht und möchte nun auch das erste Buch " Die Vergessenen" lesen.

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