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Rezensionen zu
Blutroter Sonntag

Nicci French

Psychotherapeutin Frida Klein ermittelt (7)

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Blutroter Sonntag - da könnte es um einen knalligen Sonnenaufgang gehen. Oder einen romantischen Sonnenuntergang. Aber weit gefehlt. Es handelt sich um einen Krimi mit Mord und Totschlag. Also meint blutrot genau das, was es meinen soll: Blut und rot eben. Und der ?Blutrote Sonntag" stellt das Ende einer Wochenserie dar, die mit "Blauer Montag" beginnt, als "Eisiger Dienstag" fortgesetzt wurde, über den "Schwarzen Mittwoch" zum "Dunklen Donnerstag" führte, der wiederum vom "Mörderischen Freitag" abgelöst wurde um Platz zu schaffen für den "Bösen Samstag". Und ganz ehrlich - ich bin froh, dass die Woche nicht noch mehr Tage hat. Auch wenn ich Montag bis Samstag nicht gelesen habe, so reicht der Sonntag, mir die gesamte Woche zu vergällen. Abgesehen von Plot, der derart wirr ist, dass man als Leser eigentlich nur den Kopf schütteln möchte. Am liebsten den des Autoren. Und ja - den der Übersetzerin gleich mit. Unter den Wohnzimmerdielen von Frieda Klein, ihres Zeichens Psychoanalytikerin, findet sich eine Leiche. Hä? Und wie bitte, kam die dorthin? Das fragt sich nämlich keiner. Zumindest nicht auf den ersten 100 Seiten, die mir mehr Pein bereiteten als ein veganes Frühstück. Es scheint auch niemand zu interessieren. Ist halt so. Dann ist es ausgerechnet auch noch der Privatdetektiv, den die Klein beauftragt hatte, ihren Widersacher Dean Reeve ausfindig zu machen. Obwohl der nach herkömmlicher Auffassung längst tot ist. Einzig Frieda - weiß Gott, einen langweiligeren Namen zu finden, war wohl nicht möglich. Und dann noch Klein! - hält ihn am Leben. Im Denken, Fühlen, Handeln. Nach dem Leichenfund, der die kleine Frieda keinesfalls davon abhält, wieder in ihr Haus zurückzukehren, werden ihre Angehörigen und Freunde drangsaliert und bedroht. Ach Gottchen. Tausendmal gelesen, tausendmal ist's gleiche passiert. So vorhersehbar. So platt. So phantasielos. Was Nicci French da zusammengeschustert haben, tut in der Übersetzung manchmal richtig weh. Die Übersetzerin scheint manche Formulierungen eins zu eins ins Deutsche übertragen zu haben. Statt sich an das heilige Motto der Schreiberlinge aller Genres zu halten: "Bilder müssen stimmen", vergewaltigt sie die deutsche Bildsprache. Da "blitzen Kameras" ? NEIN! Kameras blitzen nicht. Es sind die Blitzgeräte. Aber dann. Dieser Satz: "Hinter ihr folgten mehrere Anzug tragende Männer mit grimmigen, ernsten Mienen . . ." Bei so einem Satz gräbt sich mir die grimmige Miene einem Minenfeld gleich ins Gesicht. Ist die Frau nicht in der Lage, einen vernünftigen deutschen Satz zu formulieren? Wenn jemand folgt, dann befindet derjenige sich . . . na sagen wir mal ganz vorsichtig . . . in 100 Prozent der Fälle HINTER demjenigen, dem er folgt. Und "Anzug tragende Männer. . ." da tragen also Männer Anzug. Mal unterstellt, jeder der Männer trägt jeweils einen und nicht alle habe sich in ein einziges Exemplar gezwängt, dann stellt sich die Frage: Woher haben sie ihn? Haben sie den Anzug von der Wäscherei geholt? Tragen sie ihn über dem Arm, der Schulter, in der Einkaufstüte? Was die Autoren und auch ihre Übersetzerin sagen möchten, ist, dass die Männer mit Anzügen bekleidet sind. Aber, verdammt noch mal, warum sagen sie es dann nicht? Das sind nur einige Beispiele, deren Liste sich durchaus fortführen ließe. Nicci French ist ein Autorenehepaar, deren Pseudonym sich aus dem Vornamen von Nicci Gerrard und dem Nachnamen von Sean French zusammensetzt. Beide sind studierte Literaturwissenschftler. Aber warum lieber Schuster, bist du nicht bei deinen Leisten geblieben? Auf der Website des Goldmann Verlags wird ihre Arbeitsweise angerissen: "Jeder der beiden schreibt für sich allein." Danach, so heißt es weiter, überarbeite der Partner die Kapitel seines Co-Autors. Ehrlich gesagt merkt man davon nicht sehr viel. Vielmehr scheinen die Kapitel häufig aneinander geklatscht, ohne dass jemand auf Zusammenhänge achtete. Es stockt, es stottert; ein Lesefluss oder gar eine Leselust will bei diesem "Blutroten Sonntag" nicht aufkommen.

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Meine Bewertung: 3 1/2 Sterne Band 7 rund um Psychotherapeutin Frieda Klein startet fulminant. Unter den Dielen von Friedas Wohnzimmer wird eine männliche Leiche gefunden. Der Tote ist ein Privatdetektiv, den Frieda auf ihren alten Erzfeind Dean Reeve angesetzt hatte. Kurze Zeit später wird ihre Nichte Chloe entführt und unter Drogen gesetzt. Als noch weitere Freunde überfallen und verletzt werden, ist sich Frieda sicher, dass hinter diesen Anschlägen eine andere Person stecken muss. Doch wer kommt auf die verrückte Idee Dean Reeves nachzuahmen, den viele in Friedas Umkreis nur als Hirngespinst der Psychotherapeutin halten? Im Gegensatz zu den letzten Büchern der Reihe haben Nicci Gerard und Sean French, die unter dem Pseudonym Nicci French schreiben, den Spannungsbogen wieder etwas angehoben. Mit dem grausamen Fund der Leiche in Friedas Haus beginnt die Story sofort rasant. Bald folgen weitere Überfälle und Frieda ist sich bald klar, dass hier jemand versucht Dean Reeves nachzuahmen. Doch dieser Unbekannte scheint andere Motive zu haben und ist vorallem eine große Gefahr für ihre Freunde. Er erscheint blutrünstiger und vorallem immer mehr Gefallen am Morden zu finden... Wie üblich begleiten wir die kauzige Frieda bei ihren Nachforschungen durch die vorwiegend nächtlichen Spaziergänge durch London. Eine größere Rolle spielen diesmal die Journalisten, die wieder eine interessante Story wittern. Frieda ist ja bereits bei ihnen bekannt wie ein bunter Hund. Bei den Ermittlungen der Polizei kommt es diesmal zu einigen Änderungen, die Leser, die die Reihe seit Anbeginn verfolgen, gefallen wird. Frieda`s Freunde Josef, Reuben, Jack und Chloe sind mir nach sechs Bänden ans Herz gewachsen und man freut sich alte Bekannte wiederzutreffen. Die einzelnen Charaktere sind hervorragend skizziert und sie entwickeln sich auch diesmal weiter. Neu hinzu kommt Josefs jüngster Sohn Diesmal weiß der Leser allerdings etwas zu früh, wer der Täter ist, was dem Krimi (obwohl hier Thriller außen drauf steht, ist die Reihe eher mehr englischer Krimi als eine Thrillerreihe) etwas die Spannung nimmt. Es kommt zwar danach zu einem spannenden Finale, bei dem man dem Katz-und-Maus-Spiel des Täters gebannt folgt, trotzdem ist leider die Frage wer dahinter steckt bereits geklärt. Auch diesmal endet die Geschichte mit einem fiesen Cliffhanger, der bereits einen Ausblick auf den kommenden letzten Band gewährt. Obwohl mich dieser Band wieder gut unterhalten hat, bin ich nun froh, dass die Reihe zu Ende geht und wir mit Band 8 definitiv das letzte Buch in den Händen halten werden. Eigentlich dachte ich ja mit "Blutroter Sonntag" wäre sie bereits abgeschlossen, da wir alle Wochentage durch haben. Doch ich habe mich getäuscht! Das Katz und Maus Spiel von Reeves wird langsam etwas nervtötend und ein würdiger Abschluss würde der Reihe nun gut tun. Schreibstil: Wie schon in den anderen Bänden sind die Kapitel eher kurz gehalten. Dafür schreibt das Autorenehepaar sehr detailliert und legt den Fokus auf ihre Charaktere. Diese sind alle sehr individuell und sind dem Leser mittlerweile ans Herz gewachsen. Die Atmosphäre des nebelvergangenen und regnerischen Londons ist wieder wunderbar eingefangen. Fazit: Im bereits siebenten Band der Reihe rund um die kauzige Psychotherapeutin Frieda Klein geht es diesmal um einen Nachahmungstäter von Dean Reeve. Für Frieda ein sehr persönlicher Fall, da ihre Freunde in große Gefahr geraten. Wieder ein interessanter Fall, der ins düstere London führt. Trotzdem finde ich, dass Nicci French die Reihe bereits genug ausgereizt hat und bin gespannt auf den finalen achten Band.

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Geruchsintensiver Leichenfund

Von: StMoonlight

13.01.2018

Bei „Blutroter Sonntag“ handelt es sich um den siebten Teil einer Reihe. Ich kenne keinen der Vorgänger, hatte jedoch keiner Zeit das Gefühl etwas verpasst zu haben. Vorwissen ist demnach nicht nötig. Frieda Klein ist Psychotherapeutin in London. Als ein strenger Geruch durch ihre Wohnung zieht, stellt sich die Frage was sich da unter ihren Dielen verbirgt. Die Wahrheit ist schockierend: Die Leiche eines Privatdetektives. War Dean Reeves, einem Verbrecher, der Frieda immer wieder aufgelauert hat. Ist er jetzt zurück oder gibt es einen Trittbrettfahrer am Werk? Nicht nur die Polizei beginnt zu ermitteln, sondern auch Frieda selbst – und bringt damit Familie und Freunde in große Gefahr. Die Protagonisten sind sympathisch, manchmal aber ein wenig zu naiv (und damit teils unglaubwürdig). Die Handlungen sind meist nachvollziehbar, teils aber irgendwie überzogen. (Als würden Privatpersonen quasi „einfach so“ auf Verbrecherjagd gehen.) Ein spannendes Buch, wenn auch nicht wirklich ein packender Thriller, dafür fehlt mir einfach die „Tiefenspannung“.

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Rezension von Melanie zu Blutroter Sonntag: Thriller Bd.7 (Psychologin Frieda Klein als Ermittlerin Band 7) von @Nicci French 4,5 von 5 🌟 klasse Fortsetzung. Tolle Reihe Inhalt: In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden ... War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert? Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt ... Allgemeine Informationen vorab: Hinter dem harmlosen Verfassernamen Nicci French, den viele Leser und Kritiker für eine weitere geniale weibliche Autorin der britischen Kriminalliteratur halten, verbirgt sich etwas anderes als erwartet: Nicci French - das ist das Ehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Beide sind Briten, beide haben in Oxford Englische Literatur studiert und als Journalisten gearbeitet und beide sind verantwortlich für so außergewöhnliche und spannende Romane wie Der Sommermörder, Höhenangst und Das rote Zimmer. Meinung: Dies ist nicht mein erster Tag dieser Reihe, eine Woche voll Spannung mit der charismatischen Ermittlerin Frieda Klein. Auch dieser Teil reiht sich auch optisch in die Serie ein. Frieda ist einfach ein toller Charakter, den ich, wenn auch nicht auf Anhieb lieb gewonnen habe. Sie ist jemand der mehr Ecken und Kanten hat als gut für sie ist und sie zelebriert dies auch hier wieder eindeutig. Es ist eigentlichder passende Charakter einer Hassliebe. Im Haus der Londoner Psychoanalytikerin Frieda Klein wird unter Fußbodendielen die Leiche eines Privatdetektivs gefunden. Frieda ist sich ziemlich sicher, dass ihr "alter Bekannter" und Erzfeind Dean Reeve dahintersteckt, der durch die Tat eine an sie gerichtete Botschaft übermitteln will. Als wenig später ihre Nichte Chloë entführt und unter Drogen gesetzt wird, ist klar, dass jemand die Psychologin einschüchtern will. Kurz darauf überfällt jemand ihren krebskranken Freund und einstigen Mentor Reuben in dessen Wohnung und schlägt ihn brutal zusammen. Spätestens als auch noch der Sohn ihres guten Bekannten Josef bei einem Spaziergang mit seinem Vater spurlos verschwindet, hat Frieda ernsthafte Zweifel, dass Dean Reeve hinter den Übergriffen steckt. Aber wer könnte der Täter sein? Sie sieht weitere Menschen, die ihr etwas bedeuten, gefährdet, will schnell Klarheit bekommen und mischt sich intensiv in die Polizeiarbeit ein. Trotz erhöhter Vorsichtsmaßnahmen wird eine weitere Person aus ihrem engsten Umfeld überfallen und schwer verletzt. Die Zeit drängt, doch obwohl schließlich ein Verdächtiger im Fokus steht - Frieda ist sogar fest von dessen Täterschaft überzeugt - gestalten sich die Ermittlungen äußerst schwierig, denn es fehlt an eindeutigen Beweisen. Aber neben Frieda treffen wir auch hier wieder alte bekannte und bewährte Protagonisten auf. Welche mich gleich wieder auf die bekannte Reise mitnehmen, da wäre z.B. • Inspektor Malcolm Karlsson, der aktuell durch einen Beinbruch gehandicapt ist, und überrascht aus seinem Krankenstand geholt wird. • Hal Bradshaw, psychologischer Berater der Polizei und Intrigant, für mich wesentlich schlimmerer Mensch als wie Frieda immer dargestellt wird. • Josef der liebenswürdige Handwerker und ein guter Freund von Frieda, außerhalb des Polizeiapparates. Und finally ihre Nichte Chloë. Und dann natürlich der srupellise Dean Reeve, welcher immer latent vorhanden ist, wie ein Damoklesschwert über allem schwebt. Ich fand diesen Band auch wesentlich besser als z.B. Schwarzer Mittwoch. Dieser hier hat nicht zu viele verwirrende Handlungsstränge ist aber trotz allem vielschichtig ausgelegt. Die Spannung ist permanent auf einem hohen Level und fesselt einen, man will einfach wissen wann und wie die Leiche unter die Dielen kam! Und das, obwohl man nach ungefähr der Hälfte der Geschichte den Mörder kennt. Der Schreibstil ist flüssig und dynamisch und lässt einen über die Zeilen fliegen. Es ist eine abgeschlossene Story und kann auch ohne die 6 vorherigen Bände gelessen werden. Ich finde diese Reihe abereits von den Charakteren aufbauend. Klare Leseempfehlung! Fakten 448 Seiten TB 15,00 € Ebook 11,99 € Erschienen im @C. Bertelsmann Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier : https://www.amazon.de/gp/aw/d/3570103161/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1515232626&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=blutroter+sonntag&dpPl=1&dpID=51Uy7AL02mL&ref=plSrch Ich möchte mich bei @Randomhouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog: http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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Ob Frieda jemals zur Ruhe kommen wird? Zumindest solange nicht, wie alte Geister sprichwörtlich vor ihrer Nase herumtanzen und sie zu verhöhnen scheinen. Dean Reeve, ein Name, der allgegenwärtig ist, rückt erneut in den Fokus der Ermittlungen. Aber irgendetwas ist anders. Es hat die Optik von Reeve, aber schmeckt dennoch komplett anders. Hat sich da etwa ein Nachahmer eingeschlichen? Nur, wieso hasst er Frieda so sehr, dass er ihr komplette enges Umfeld in Lebensgefahr bringt? Man steht vor einem Rätsel. Der Auslöser ist eine Leiche unter ihren Füßen. In ihrem eigenen Haus. Versteckt. Reingequetscht in den Boden unter ihren Bodendielen. Es ist der Privatdetektiv, den sie angeheuert hat, um nach Dean zu suchen. Anscheinend hat er sein Zielobjekt erfolgreich gefunden. Da ist sich Frieda sicher. Es muss Dean gewesen sein. Wer sonst? Das teilt sie selbstverständlich der Polizei mit und wie wir es schon kennen, will keiner der „Psychotante“ glauben, die sich gerne einmischt. „Ich bin dafür verantwortlich, dass die Ermittlungen i Fall Dean Reeve eingestellt wurden. Ich wollte ihr keinen Glauben schenken. Jetzt hat mich Frieda Klein da, wo sie mich haben wollte. Ich wette nun lacht sie sich ins Fäustchen.“ „Commissioner, ich kann Ihnen wirklich versichern, dass sie nicht lacht und dass sie im Moment gar nicht in erster Linie an sie denkt.“ Crawford fuhr fort, als hätte er Karlssons Einwand nicht gehört. „Sie kennen die Frau doch. Wir müssen uns überlegen, wie wir das handhaben wollen.“ (S.25) Dummerweise müssen sie ihr irgendwie Glauben schenken, denn kurz darauf wird Chloe, die Nichte von Frieda entführt und mit Gedächtnisverlust ein paar Tage später gefunden. Sie kann sich an nichts erinnern. Sie wirkt unversehrt. Doch dann tauchen bei einem Journalisten Fotos auf, die von einer Vergewaltigung zeugen. Wie kann das sein? Wo doch keinerlei Spuren an Chloe festgestellt werden konnten? Als dann auch noch Reuben brutal überfallen wird, ist es mit dem Däumchen drehen entgültig vorbei. Wer auch immer Rache übt, er muss schleunigst gefasst werden! Kaum hat man die ersten Seiten sacken lassen, ist man sofort wieder drin und klebt wie ein zweiter Schatten an Friedas Fersen. Man hat in den vorherigen Bänden schon viele Hochs und Tiefs der Psychoanalytikerin gesehen. Hat mit ihr gelitten und sich gefragt, ob sie noch ganz knusper im Kopf ist. Diesmal ist das etwas anders. Man fragt sich, warum die Polizei ihr nie so recht geglaubt hat. Warum es erst zu einem Eklat kommen muss, bis man endlich reagiert. So, wie auch in der realen Welt. „Verrückte Zeiten, wenn die Welt auf diese Weise ins rechte Lot kommt. Verrückte, gute Zeiten. Gut für ihn. Er schiebt die Hände in die Taschen und ballt sie zu Fäusten. Er kneift die Augen zu schmalen Schlitzen zusammen und öffnet sie dann wieder. Vor Aufregung bekommt er kaum Luft.“ (S.210) Ich liebe einfach Friedas kunterbuntes Umfeld! Neben Chloe ist es vor allem der Handwerker Josef, den ich ins Herz geschlossen hab. Auch er bekommt wieder seine eigene Geschichte, der er erleben darf und dennoch ist der stets an Friedas Seite. Genauso Reuben, mit dem man einfach leidet und ihm das Beste wünscht, was man einem krebskranken Mann wünschen kann. Es sind Freunde, die trotz Ecken und Kanten zu ihren Liebsten halten. Dabei bleibt es stets glaubhaft und man wünscht jeden solche Bekannten. Vom Aufbau her, wird direkt an die Andeutung aus dem sechsten Band (Geruch) angeknüpft und entwickelt sich zu einem ersten großen Höhepunkt, der hoffentlich in einem turbulenten und aufklärenden Finale, im achten Abschlussband endet. Hinweise werden wieder dezent gelegt und erst kurz bevor die Charaktere selbst darauf kommen, erfasst man auch den Täter. Entsprechend werden sie Zwischenfrequenzen, wo er zu Wort kommen darf, auch deutlicher und verstecken sich nicht mehr hinter uneindeutigen Phrasen. Mir hat dieser Band wieder sehr gut gefallen. Als besten Band würde ich ihn nicht bezeichnen. Noch nicht. Aber er hat eine Chance auf diesen Posten. Wer seichte Krimis mag, die auch ordentlich in die Tiefe bei ihren Charakteren gehen können, sollte zugreifen. Aber auch, wer London mag, sollte sich Friedas nächtliche Spaziergänge nicht entgehen lassen. Bitte nicht mit diesem Band anfangen! Man versteht sonst die zahlreichen Hinweise & Andeutungen nicht!

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Spannend

Von: Viola Hardel

04.01.2018

Wieder einmal ist es ein Buch was mich sehr gut unterhalten hat, es war Spannend von der ersten bis zur letzten Seite . Dadurch das es schon der 7. Teil ist kann man sagen das man schon ein bisschen zu Hause in dem Buch und man ein wenig mit der Protagnistin miterlebt und alles erlebt.  Was ich aber anmerken muss das diese Serie auch langsam zu Ende gehen kann, denn es zieht sich ein wenig zwischen Frieda und Dean.  Auch wenn ich gut unterhalten worden bin muss ich zugeben das es einer der schwächsten Teile war aus der Reihe und es endet mal wieder mit einem fiesen Cliffhanger wie bei den anderen Büchern auch schon was mich jedes mal in Wahnsinn treibt denn so möchte man doch gerne wissen wie das alles weiter geht. Hier vergebe ich 4 von 5 Sternen!

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Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, das man mir zukommen ließ. An dieser Stelle natürlich vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag aus der Random House Verlagsgruppe für dieses Rezensionsexemplar. „Blutroter Sonntag“ von Nicci French aus dem C. Bertelsmann Verlag. Der englische Originaltitel lautet „Sunday Morning Coming Down“. Übersetzt von Birgit Moosmüller. Genre: Thriller, Krimi Auf insgesamt 448 Seiten erstreckt sich diese spannungsgeladene Geschichte, die in sich abgeschlossen ist. Meine Lesedauer betrug ca. 10,5 Stunden. Wichtig ist zu sagen, dass dies der siebte Band um die Hauptfigur Frieda Klein ist, der aber unabhängig von den vorhergehenden Büchern gelesen werden kann. Erschienen ist es am 30.10.2017. Übrigens ist Nicci French das Pseudonym für das Autorenehepaar Nicci Gerrard und Sean French. Klappentext: „In dem gemütlichen Heim von Psychoanalytikerin Frieda Klein wird die Leiche eines Privatdetektivs gefunden … War Friedas Erzfeind und obskurer Beschützer Dean Reeve der Mörder? Dann überschlagen sich die Ereignisse: Jemand trachtet Frieda nach dem Leben, doch zuvor versucht er sie einzuschüchtern. Ihre Nichte Chloe, Freund Jack, der schwer krebskranke Reuben und Josefs kleiner Sohn – sie alle werden Opfer von Anschlägen. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Frieda ist bald klar, dass die Verbrechen nicht Reeves Handschrift tragen. Doch wer ist der Unbekannte, der ihm nacheifert? Ein atemloser Thriller, in dem Frieda sich von ihrer verwundbaren Seite zeigt – denn es sind alle bedroht, die sie liebt…“ Wie erwähnt, lässt sich dieser Thriller, auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, lesen. Zwar ist es sicherlich hilfreich, die Hauptfiguren in der Handlung bereits zu kennen, jedoch ist dies keine Voraussetzung, um sich schnell in dieses Buch mit ihren unterschiedlichen Figuren hineinzufinden. Diese werden optisch und charakterlich bereits zu Beginn sehr gut beschrieben, so dass es keine Unklarheiten gibt. Die Story beginnt schon mal relativ heftig. Schließlich wird eine zu verwesen beginnende Leiche unter dem Fußboden in der Privatwohnung von Frieda Klein, der Hauptfigur, gefunden. Ab diesem Moment beginnen die Ermittlungen, insbesondere in Richtung eines gewissen Dean Reeve, der bereits in früheren Büchern für jede Menge Sorgenfalten und unruhige Nächte bei Friede Klein gesorgt hat. In der Folge werden Freunde von Frieda entführt oder auch ins Krankenhaus geprügelt, selbst ein weiterer Mord bleibt nicht aus. Ist es erneut Dean Reeve, der sich auf diese obszöne Art und Weise in das Leben von Frieda Klein mischt, oder doch ein Nachahmungstäter? Das wird im Verlauf der Geschichte gelöst. Dabei spielen die Fähigkeiten von Frieda als Psychoanalytikerin eine entscheidende Rolle. Der Schreibstil, bzw. die Übersetzung, ist sehr gut und flüssig, was einem das Lesen der langen Geschichte erleichtert und nicht behäbig durch das Buch führt. Das ist sehr schön gelungen. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und knackig gehalten. Auf diese Weise wirkt die Geschichte auf mich schnelllebig und führt auch dazu, dass man auch mal nur ein paar Seiten lesen kann, wenn die Zeit knapp bemessen ist. Es ist ein klarer Verlauf in der Geschichte festzustellen, die auf mehrere Schauplätze verteilt ist. So handelt natürlich der Großteil von Frieda Klein, aber auch die Polizeiarbeit, die Arbeit von Journalisten und auch das Leben der Freunde, werden in separierten Stücken abgehandelt. Dies rundet die gesamte Geschichte ab. Auch das Spannungslevel ist prinzipiell permanent vorhanden, da immer wieder etwas Neues passiert und sich die Ermittlungen und Friedas Gedanken stets um den Fall, bzw. die Ereignisse, drehen. Manche Ereignisse mögen zu erwarten sein, während andere unerwartet über den Leser einbrechen. Das Ende war für mich ein erwartetes Ereignis, wenngleich der Schlusspunkt mit einem sogenannten Cliffhanger gesetzt wurde, der ein weiteres, spannendes Buch versprechen sollte. Insgesamt fand ich diesen Krimi sehr interessant, ohne die vorherigen Bücher zu kennen. Es fiel mir leicht in die Geschichte herein zu finden und die agierenden Personen vor meinem geistigen Auge zu sehen. Selbst ein leichtes Hassgefühl gegenüber einer bestimmten Person im Buch konnte ich feststellen. Gelungen und lesenswert. Wie das wohl zu Ende gehen wird…?

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Dean Reeve, die Nemesis Frieda Kleins, treibt auch im siebten Band („Blutroter Sonntag“) der Reihe des Autorenehepaars Nicci Gerrard und Sean French um die Londoner Psychotherapeutin sein Unwesen. Aber vielleicht dann doch nicht? Wer weiß… Als ein höchst unangenehmer Geruch sich in Friedas Haus ausbreitet, entdeckt ihr zu Hilfe gerufener Freund einen Leichnam unter den Bodendielen. Es ist der Privatdetektiv, den sie engagiert hat, um Reeve ausfindig zu machen. Es stellt sich die Frage nach dem Täter, und natürlich liegt die Vermutung nahe, dass Dean Reeve hier seine Finger im Spiel hat. Aber noch bevor die Ermittlungen der Polizei richtig in Fahrt kommen, werden Menschen in Friedas direktem Umfeld attackiert. Um sie zu treffen, nimmt sich der Täter nun offenbar ihre Freunde vor, einen nach dem anderen. Männer, Frauen, sogar Kinder werden zu Opfern und sind für das Leben gezeichnet. Aber kann es wirklich sein, dass Reeves seinen Modus Operandi so stark verändert hat? Zumindest Frieda ist davon nicht überzeugt, denn es sind zu viele Details in der Vorgehensweise, die sich von Reeves früheren Verbrechen unterscheiden. Und bald hegt sie den Verdacht, dass hier ein Nachahmer am Start ist. Wie bereits in den Vorgängerbänden spielen Gerrard/French auch in „Blutroter Sonntag“ ihre Stärken aus. Es sind die detaillierten Charakterzeichnungen, die aus den Personen fast schon liebenswerte Bekannte machen, sowie das stimmige Lokalkolorit, das man dann um so mehr schätzen kann, wenn man die beschriebenen Orte aus eigenem Erleben kennt. Das machen die beiden Autoren richtig gut. Aber es gibt leider auch zahlreiche Wermutstropfen. Die Reihe um Frieda Klein neigt sich dem Ende zu. Mit den titelgebenden Wochentagen, beginnend mit „Blauer Montag“ und endend mit „Blutroter Sonntag“, ist das Duo mittlerweile am Ende angelangt. Und auch die Stories rund um Frieda und deren persönliches Umfeld scheinen nun endgültig ausgereizt, zumindest vermitteln die beiden letzten Bände der Reihe diesen Eindruck. French schreibt routiniert, leicht und schnell konsumierbar durch die kurzen Kapitel, aber die Inhalte wirken so, als wären sie zum wiederholten Mal recycelt worden. Auch der Spannungsfaktor hält sich diesmal durch das frühzeitige Präsentieren der Auflösung sehr im Rahmen - leider. Zu allem Überfluss endet auch dieser Band, wie gehabt, mit dem entsprechenden Cliffhanger, der auf den achten Teil der Frieda Klein-Serie verweist – im Original ist dieser bereits mit dem Titel „The Day of the Dead“ für Mitte nächsten Jahres angekündigt und soll/wird die Reihe abschließen. Und das ist auch gut so.

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