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Rezensionen zu
Gray

Leonie Swann

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Gray ist mein zweites Buch der Autorin und ich kann definitiv sagen, dass ich wieder begeistert davon bin. Schon der Einstieg ist einfach unterhaltsam. Genau wie beim Schafs-Krimi, traten mir Tränen in die Augen vor lachen. Als Huff auf Gray trifft, kann man einfach nur lachen. Natürlich lässt auch der Verlauf der Handlung kein Auge trocken und der Schreibstil liest sich locker. Ganz gewohnt und macht Neulingen Lust auf mehr. Des Weiteren wird fleißig ermittelt, um den Mörder von Elliot zu finden und dabei wachsen die Beiden zu einer grandiosen Einheit zusammen. Gerade durch die unterschiedlichen Charaktere wirkt es so locker, echt und unverstellt. Dabei treffen die Beiden in Cambridge auf lustige Ereignisse, es gibt spannende Wendungen und bis zum Ende hin, war ich von meiner Vermutung nicht überzeugt. Hier hat die Autorin es wieder geschafft, mich im Unklaren zu lassen, von Fährten – vor lauter Lachen abgebracht und positiv verwirrt. Als Goodie gab es on top noch eine bildreiche Kulisse von Cambridge. Auch auf die Eigenheiten eines Papageien wird eingegangen und ich konnte Parallelen zu meinen Wellis finden. Sehr amüsant. Wer also sich einen Federfreund anschaffen will, sollte es sich gut durchlesen – natürlich mit Humor nehmend. Und Lady Gaga solltet ihr mögen. ^^ Wobei ich noch Huff hervorheben möchte. Er ist speziell interessant. Anders als erwartet und dafür umso einzigartiger. Er nimmt es mit seiner Aufpasser-Art sehr genau und dabei noch seine Macken… Ihr werdet ihn lieben und ins Herz schließen.

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Englischer Humor in Cambridge und Spannung

Von: Eva aus Berlin

17.07.2019

Ich bin begeistert von Gray. Deshalb empfehle ich das Buch in meinem Bekanntenkreis. Ein richtig guter Detektivroman.

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Skurril und Genial

Von: Tauriel aus Wuppertal

19.01.2019

Das Cover mit dem Graupapagei gefällt mir sehr gut und der Schatten von Gray,der Sherlock Holmes wiedergibt,ist schon klasse. Der Klappentext ist vielversprechend und ich finde es eine geniale Idee,einen psychisch angeschlagenen Doktor und einen sprechenden Papagei (Gray),der scheinbar alles nachplappert, als Hobbyermittler einzusetzen. Auf den ersten Blick in die Geschichte,fielen mir die kleinen Bilder in der rechten unteren Ecke auf.Ein Daumenkino!Toll! Aberwitzige Situationen entstehen,wenn Gray seine Sprüche loslässt und Huff dann am liebsten unsichtbar wäre. Normalerweise erscheint ja bei Mord / Selbstmord die Polizei auf der Bildfläche!Habe sie aber nicht vermisst! Der Kriminalroman hat ein rundes Ende und keine offenen Fragen. Die Figuren sind sehr gut beschrieben,das ich sie bildlich vor mir habe.Der Schreibstil ist ansprechend und gut zu lesen.Ich habe mich köstlich amüsiert.

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Es ist schon einige Jahre her, dass ich auf ein niedliches Buch namens „Glennkill“ aufmerksam wurde. Ein Schaf, das einen Detektiv-Fall löst? Nette Idee. Und vor allem großartige Umsetzung! Seitdem hatte ich mir den Namen „Leonie Swann“ gemerkt. Genau dieser tauchte vor kurzem wieder auf, als ich auf der Suche nach neuen Hörbüchern war. Das neue Buch aus Swanns Feder mit dem Titel „Gray“ dreht sich zwar nicht um ein Schaf, der Tierwelt ist die Autorin aber trotzdem treu geblieben. Denn Gray ist ein grauer Papagei, der auf der Schulter des Unidozenten Augustus Huff einen Mord aufklärt. Und dies geschieht auf so humorvolle, unterhaltsame und ulkige Art, dass man gar nicht mehr aufhören will, zuzuhören. Der Vorleser des absolut gelungenen Hörbuchs ist Bjarne Mädel, der in der Comedywelt kein unbeschriebenes Blatt ist. Doch tatsächlich ist der Sprecher das schwächste an diesem Hörbuch, das zu glänzen weiß! Klappentext Dr. Augustus Huff, Dozent in Cambridge, hat plötzlich einen Vogel – und ein Problem: Einer seiner Studenten ist beim Fassadenklettern in den Tod gestürzt. War es nur ein tragischer Unfall? Oder Mord? Augustus vermutet Letzteres und geht auf Spurensuche – unterstützt von Gray, dem Graupapageien des Verstorbenen. Der sprachbegabte Vogel erweist sich als vorlautes Federvieh, und zuerst stolpert Augustus bei seinen Ermittlungsversuchen von einem Fettnäpfchen in das nächste. Doch schon bald ist es Gray, der im Labyrinth der altehrwürdigen Universität die richtigen Fragen stellt. Augustus begreift: nur gemeinsam können sie es schaffen, diese harte Nuss von einem Fall zu knacken. Meinung Schon der Klappentext lässt ein Spektakel für die Lachmuskeln vermuten. Ich mag es immer sehr, wenn Hörbücher auch eine humorvolle Ader besitzen. Und dass das bei einem Leonie Swann-Buch der Fall sein würde, war von vornherein klar. Mit großer Vorfreude stürzte ich mich also ins Abenteuer – und verstand zunächst überhaupt nichts. Der Prolog hinterließ bei mir nur Fragezeichen. Die Perspektive, die Stimme – alles erschien abstrus. Um wen geht es denn grade?! Doch es ist nichts Ungewöhnliches, dass Prologe etwas verwirrend sind – und in Hörbüchern kann das erst recht der Fall sein. Ab dem ersten Kapitel ging es dann aber steil bergauf. Augustus Huff ist passend zu Gray, ein wirklich komischer Vogel. Der Dozent hat sich mit seiner Lehre in Cambridge einen Lebenstraum erfüllt, doch er ist von ständigen Zweifeln geplagt. Und außerdem hat er einen Sauberkeitsfimmel. Unordnung und Chaos müssen sofort beseitigt werden, Dreck weggewischt und die Hände stets gewaschen sein. Augustus ist ein herrlicher Charakter. Er ist ein bisschen weltfremd, lebt er doch in seiner ganz eigenen und doch ist er auf seine ganz eigene Art wahnsinnig komisch. Dass seinem Leben aber etwas fehlt, wird jedem Hörer schnell klar. Und zum Glück rettet Gray diesen engstirnigen Charakter! Denn der arme Papagei ist halterlos. Sein Besitzer stürzte in den Tod, dabei war er doch Fassadenkletterer? Das Opfer war Augustus Student und sofort vermutet er hinter dem Sturz mehr. Das gleiche scheint auch der überaus intelligente Papagei zu empfinden, der für Studien ausgebildet wurde und ein reges Mitteilungsbedürfnis hat. Gus nimmt sich seiner an und gemeinsam werden sie zum Detektivduo. Allein die Kombination eines Ordnungsfanatikers und eines sprechenden Vogels ist skurril und einfach genial. Hinzu kommt, dass Gray nicht einfach ein plappernder Papagei ist – er kommentiert das Geschehen, kennt viele Personen und weiß diese anzusprechen. Er kennt feste Signale und hat scheinbar eine Vorliebe für den Song „Pokerface“ von Lady Gaga, den er rauf und runter singt. Vor allem immer dann, wenn es am wenigsten passt. Sätze wie „Nimm ‚ne Nuss“ oder „Keks?“ heitern das Geschehen immer wieder auf! Der Papagei ist einfach großartig und daher ein absolut passender Namensgeber für das Buch! Gray ist grandios, witzig und neben Gus die wichtigste Figur des Buches. Nur mit seiner Hilfe kommt Gus dem Täter langsam auf die Spur. Gray ist es, der die richtigen Impulse gibt und mit neuen Ideen aufwartet. Dass der Alltag des verschrobenen Dozenten durch den Vogel auf den Kopf gestellt wird, ist vollkommen klar. Doch genau dadurch macht Augustus einen tollen Wandel durch. Der Papagei ist dabei stets auf seiner Schulter und hat immer einen flotten Spruch parat. So ist für Unterhaltung und Spaß auf jeden Fall garantiert. Der Mordfall wird durch Gray oft beinahe schon zur Nebensache. Doch auch der Fall ist spannend und gut durchdacht. Ich selbst kam nicht auf den Täter, auch da die kurzen „Tagebucheinträge eines Luftikus“ immer wieder vorkommen. Denn Bjarne Mädel ist nicht der einzige Sprecher des Hörbuches. Christopher Heisler übernimmt ebenfalls sehr kurze Passagen im Hörbuch, immer dann, wenn „vom Luftikus“ die Rede ist. Danach übernimmt Mädel wieder in gewohnter Manier. Diese Tagebucheinträge sorgen für Abwechslung und bieten neue Perspektiven. Wie sehr sie mich letztendlich in die Irre geführt haben, habe ich erst am Ende bemerkt. Es gelingt der Autorin also durchaus, dem Leser ein Schnippchen zu schlagen. Vor der Story und den Charakteren ziehe ich absolut meinen Hut! Neben Augustus und Gray gibt es natürlich Nebenfiguren, die allesamt gelungen sind. Manchmal waren es ein paar viele, doch den Überblick kann man trotzdem behalten. Der Schreibstil von Leonie Swann ist ebenfalls gut und natürlich sehr humorvoll. Es braucht also einen Sprecher der es auf den Punkt bringt. Und da passt Bjarne Mädel natürlich perfekt – sollte man meinen. Ich gebe zu, dass ich vom Sprecher mehr erwartet hatte. Mädel hat eine sehr ruhige Stimme. Mir war sie manchmal zu monoton. Für Gray hat Bjarne Mädel tolle Akzente erarbeitet, bei den anderen Figuren fehlte mir das aber. Auch die Kommentare von Gray trägt er zwar lustig vor, das Gesinge von „Pokerface“ war aber manchmal doch ziemlich verfehlt. Für mich war die Leistung des Sprechers eher durchschnittlich, doch generell passt Mädels Art und Weise vorzulesen schon sehr gut zu Augustus und Gray. Vielleicht waren auch meine Erwartungen einfach zu hoch. Fazit Auf das gesamte Buch trifft dies aber keinesfalls zu, denn meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Ich hoffte auf eine nette Geschichte, die mich mit dem ein oder anderen Lacher unterhalten würde, doch „Gray“ ist noch viel mehr als das. Ja, die Geschichte unterhält und sie ist wahnsinnig komisch und humorvoll. Aber es geht auch um Dinge wie Selbstfindung, Liebe und eine ganz besondere Freundschaft. Diese Botschaften fand ich sehr schön verpackt. Hinzu kommt noch, dass der Mordfall wirklich spannend ist und nicht sofort durchschaut werden kann – zumindest nicht von mir. Ich wünsche mir viele weitere Abenteuer mit Augustus und Gray an seiner Seite. Denn dieses Hörbuch ist einfach herrlich! Trotz der etwas gedämpften Erwartung gegenüber dem Sprecher muss ich fünf Spitzenschuhe vergeben, da ich „Gray“ einfach so gern zugehört hab. Ich weiß, er würde sich mehr über Kekse freuen, doch ich habe eben nichts anderes als Spitzenschuhe….

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Meinung: Dieses Hörbuch habe ich vor ungefähr einem halben Jahr beendet, doch es kommt mir vor wie gestern. Ich wusste damals überhaupt nicht was mich erwartet und hätte ich mich daran erinnert, dass es sich bei der Autorin, um die selbe Person handelt, die auch "Glennkill" geschrieben hat, dann hätte ich das Buch vielleicht auch gar nicht gehört. Denn sie kann so unglaublich gut aus der Sicht von Tieren schreiben, dass ich ein Problem damit habe, mich hineinversetzten zu können. Zuerst einmal zum den Sprechern: Bjarne Mädel und Christopher Heisler. Ganz ehrlich? Diese Männer kannte ich zuvor nicht, aber sie haben mich überwältigt! Sie haben so unglaublich gut gelesen, dass ich oft das Gefühl hatte mitten im Geschehen zu sein. Sei es nun der Doktor oder das Federvieh selbst. Ich habe sie dank den Herren bei jedem Schritt hautnah begleitet. Besonders gut gefiel mir, wie sie es schafften die Eigenarten der einzelnen Charaktere hervorzuheben, so dass sie wirklich im Gedächtnis blieben. Einfach herrlich! Auch die Geschichte gefiel mir sehr gut. Wie erwähnt, kannte ich von Leonie Swan bisher nur "Glennkill" und dafür brauchte ich zwei Versuche um es zu lesen. Doch dieses Buch könnte ich vermutlich immer wieder lesen bzw. hören. Huff ist so der typische Dozenten Typ, wie man ihn sich vorstellt. Verplant, charmant, neurotisch, englisch. Gray ist einfach, ja, Gray eben. Da ich keine Papageien kenne, kann ich sonst nicht viel dazu sagen, aber wenn ich einen Papagei hätte, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass er genau wie Gray ist - vielleicht weniger begabt, weil ich gar nicht wüsste, wie ich ihm so viel lehren könnte. Die Geschichte beinhaltet viel Humor und Witz, dennoch regt sie zum mit rätseln an. Es macht unglaublich viel Spaß die Beiden auf ihrer Suche zu begleiten. Kein Ahnung ob es mir gelesen auch so gut gefallen hätte, aber gehört war es jeden Fall ein absolutes Erlebnis, auch wenn es sich bei meinem Exemplar (leider) um die gekürzte Fassung handelte. Fazit: Ein absolutes Hörerlebnis mit einer humorvollen Geschichte über Huff und sein vorlautes Federvieh.

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Das pure Vergnügen!

Von: Diamondgirl aus Stolberg

06.03.2018

Es war für mich wieder einmal das pure Vergnügen, einen weiteren herrlich verschrobenen Tier-Krimi zu lesen von Leonie Swann. Sie beschreitet trittsicher den schmalen Grat zwischen Komödie und Spannung, ohne dabei ins lächerlich comedyhafte abzurutschen. Doch zunächst zum Inhalt, von dem ich jedoch nicht zu viel verraten möchte: Elliot, ein Student der ehrenwerten Cambridge Universität, stürzt bei einer nächtlichen Klettertour auf der Kathedrale zu Tode. Was zunächst wie ein Unfall aussieht erregt bald das Misstrauen seines Tutors Dr. Augustus Huff. Nur ein Zufall beschert ihm Graupapagei Gray, der ihn quasi adoptiert als er in Elliots Zimmer nach dem Rechten sehen will. Fortan ist er kaum ohne diesen Papagei anzutreffen, der seine Schulter als sicheren Platz auserkoren hat - was ihm mehr Aufmerksamkeit einbringt als ihm oft lieb ist. Gray ist sehr sprachbegabt und auch sonst hat er so einiges auf dem Kasten, denn sein Halter hielt ihn offiziell für wissenschaftliche Studien, die sich mit der Intelligenz der Vögel beschäftigten. Im Gegensatz zu den beiden Schafskrimis übernimmt Gray hier keinerlei Ermittlerrolle, auch wenn bei der Buchbeschreibung leider dieser Eindruck völlig überflüssigerweise erweckt wird. Der Papagei ist ein Papagei und mehr nicht! Letztlich übernimmt Huff alleine die Detektivarbeit, wobei er sich immer mehr auf Grays Plapperei einlässt und sie in sein Puzzle einfügt was ihn der Lösung des Falls näher bringt. Der Protagonist Augustus Huff hat mich total erobert - zusammen mit diesem herrlichen Gray ergibt sich ein Bild vor meinen Augen, dass mich schon ohne jede weitere Kriminalstory zerfließen lässt. Huff ist wahrscheinlich latenter Asperger und weist zum Glück nicht die sonst immer vorhandenen "Superfähigkeiten" auf. Es beschränkt sich bei ihm auf Waschzwang, Ordnungszwang und andere Kleinigkeiten (immer mit linkem Fuß losgehen, 3mal kontrollieren, ob alles abgesperrt ist, 3mal auf den Türrahmen klopfen ehe er das eigene Zimmer betritt etc.), die mich sehr an Monk erinnerten. Davon abgesehen ist Huff einfach ein unglaublich sympathischer Mensch mit kleinen Macken. Und dieser Mensch lernt dank des respektlosen und absolut unordentlichen Gray, sich immer mehr zu trauen und er entwickelt sich gehörig weiter im Laufe der Story. Die Kriminalgeschichte ist natürlich weit von Thriller entfernt, was aber wohl auch niemand erwarten wird. Es ist mehr eine Kriminalstory in Richtung Lewis - ruhig dahinfließend und trotzdem den Grips anregend, denn es ergeben sich im Laufe der Story zahlreiche Verirrungen und Wendungen und das Ende ist fast überraschend. Die etwas aktionsreicheren Stellen sind mit zarten Anmutungen von Situationskomik gespickt - nichts um laut los zu lachen, aber für ein amüsiertes Lächeln reichte es immer wieder. Der Schreibstil ist gewohnt frisch und unkompliziert - durchaus für Jugendliche geeignet, was für mich kein Manko darstellt. Hervorragend ist Swann gelungen darzustellen, wie Huffs Leben durch diesen kleinen grauen Chaoten auf den Kopf gestellt wird. Alles gerät in Unordnung und nirgends ist mehr die für ihn erforderliche Sauberkeit zu finden. Für Huff ist das eine extreme Herausforderung, der er sich erst widerwillig, dann jedoch immer bereitwilliger stellt. Schon bald bemerkt er, wie sehr er an dem kleinen Anarchisten hängt, wie viel ihm dessen Zuneigung und Vertrauen bedeuten. Erstaunlich fand ich, wie klar Huff dennoch immer wieder analysierte, dass Gray lediglich ein Vogel ist und wie ein Vogel handelt. Er konnte dadurch immer angemessen auf ihn reagieren, was sie letztlich zu einem richtig guten Team werden ließ. Fazit: Eine wunderbare Idee, einen Papagei in einen Krimi als Protagonisten einzubinden und sie wurde hervorragend umgesetzt. Mir war das Buch keine Sekunde langweilig und ich hoffe sehr, dass Leonie Swann sich zu diesem traumhaften Paar noch eine Fortsetzung einfallen lässt. Vielleicht könnte ja mal ein Professor dran glauben ;-)

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Dr. Augustus Huff arbeitet als Dozent an der Universität von Cambridge. Als einer seiner Studenten stirbt, erbt er dessen Papagei Gray. Der tote Student war etwas seltsam, er hatte zwar ein paar Freunde, war aber nicht wirklich beliebt. Das mag unter anderem daran gelegen haben, dass er aus einer sehr reichen Familie stammt und seltsame Experimente durchgeführt hat. Augustus, der selbst ein wenig absonderlich ist, befreundet sich mit Gray. Der Papagei wohnt quasi auf seiner Schulter und verlässt sie nur unter Protest. Das erschwert das Leben von Augustus noch ein wenig mehr. Es bringt ihn aber auch dazu, lieb gewonnene Routinen zu unterbrechen und einen neuen Blick auf das Leben zu gewinnen. Schnell stellt sich heraus – auch durch die aktive Mithilfe des Papageien – dass der Student wohl nicht eines natürlichen Todes gestorben ist, sondern jemand dafür gesorgt hat, dass er bei einer seiner Kletterpartien vom Dach der Universität stürzt. Die Spannung dieses Kriminalromans entwickelt sich nicht durch die actionreiche Handlung, obwohl es am Ende selbst dazu noch kommt, sondern aus der Skurrilität der beiden Hauptfiguren, Augustus und Gray. Man weiß beim Lesen nicht so genau, wer hier eigentlich der Absonderliche ist. Der Leser ist immer ganz nah bei Augustus, sieht die Welt durch seine Augen und interpretiert sie auch auf der Grundlage von Augustus Charakter. Das macht Spaß, liest sich leicht und locker, die Stimme des Papageien erzeugt eine humorvolle Ebene, die jedoch gleichzeitig dafür sorgt, das Gewohnte infrage zu stellen, den eigenen Blick auf die mit Menschen und deren Absonderlichkeiten zu prüfen. Kein herkömmlicher Kriminalroman, aber trotzdem eine äußerst spannende Geschichte, in der eben am Ende auch ein Kriminalfall gelöst wird.

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Augustus Huff mit seinen kleinen Ticks und der Lady Gaga begeisterte Papagei Gray sind wirklich ein amüsantes Paar. Ich mag es, wenn Tiere eine Hauptrolle in Büchern spielen und wurde hier nicht enttäuscht. Hier lohnt es sich wirklich das Hörbuch zu hören, denn Bjarne Mädel sorgt mit seiner Interpretation von Gray für Extra-Lacher und gibt dem ganzen eine besondere Note. Oft habe ich so meine Probleme mich auf Dauer auf ein Hörbuch einzulassen und die Konzentration zu behalten, aber hier kann man gar nicht anders. Die Story ist wirklich toll und bleibt bis zum Schluss spannend; ich hatte einige Male einen "Verdächtigen", aber das Ende war dann doch überraschend. Mir gefiel der Erzählstil sehr, es hat sich nie gezogen und es gab immer wieder interessante Wendungen. "Gray" ist auf jeden Fall eines der Hörbücher, die mir dieses Jahr am besten gefallen haben.

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