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Rezensionen zu
Oh, William!

Elizabeth Strout

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Lucy Barton, Strout-Fans bereits aus zwei Vorgängerbänden bekannt, beschäftigt sich hier mit ihrem ersten Mann William. Er ist ein der Vater ihrer beiden Töchter - ein verständlicher Grund, warum der Kontakt bestehen blieb. Und das, obwohl er Lucy sehr enttäuscht hat - es zeigte sich nämlich, dass er während ihrer etwa zwanzig Jahre währenden Ehe eine ganze Reihe von Affären gehabt hatte. Dennoch entstand mit den Jahren eine gute Freundschaft zwischen ihnen - vielleicht gerade, weil beide wieder geheiratet hatten: William zum zweiten und zum dritten Mal, wogegen Lucy in dem Cellisten David ihre große Liebe fand. Leider hatte ihre glückliche Ehe nicht allzulang Bestand, da David erkrankte und binnen eines Jahres verstarb. Lucy ist es, an die sich William wendet, als ihm etwas unerwartet Furchtbares passiert und sie ist es auch, die er nach einer weiteren verstörenden Nachricht darum bittet, mit ihm in seine Vergangenheit zu reisen, eine Vergangenheit, die in Maine ihren Anfang nahm. Und Lucy fühlt sich nicht nur einmal bemüßigt, "Oh, William" zu sagen bzw. zu denken. Wie einst.... Elizabeth Strout gelingt es einmal mehr, ihrer Protagonistin eine Stimme, einen eigenen Charakter zu verleihen. Hier residiert Lucy Barton, ein ganz anderer Mensch, als es Olive Kitteridge aus "Mit Blick aufs Meer" und "Die langen Abende" ist. Sie ist deutlich beständiger, nicht so widersprüchlich und deutlich duldsamer und kann mich vielleicht gerade deswegen nicht ganz so packen, wie es Olive tat. Was möglicherweise unfair ist ihr gegenüber, denn auch sie macht sich so ihre Gedanken über das Leben im Allgemeinen und ihr Umfeld im Besonderen und sie sind genauso lesenswert wie die von Olive. Ich glaube, es liegt daran, dass Strouts Charaktere Leben: sie bleiben nicht auf den Seiten des Buches, sondern steigen daraus hervor, begleiten den Leser während der Lektüre und da ist es eben so wie im wahren Leben: ich lasse mich lieber von Olive und den ihrigen unterhalten als von Lucy. Das ist aber kein Grund, "Oh, William" nicht zu lesen - ich mochte beide Bücher und genieße den stets leicht sarkastischen, manchmal gar zynischen Stil der Autorin, die es einfach drauf hat: nämlich mir unterhaltsame, lehrreiche, witzige und sehr berührende Lesestunden zu bereiten!

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Wie gut kennt man einen Mann, an dessen Seite man knapp zwanzig Jahre gelebt und zwei Töchter großgezogen hat? Ich-Erzählerin Lucy Barton ist sich bei ihrem Ex-Mann gar nicht sicher. Eines steht immerhin fest: Es ist William, an den sie sich wendet, als ihr Ehemann David verstirbt. Und er sucht seinerseits Halt bei ihr, als ihn seine Frau Estelle verlässt. So kommen sich die beiden besonders auf einer gemeinsamen Reise durch Maine wieder näher, doch das geschieht weder auf kitschige noch plumpe Weise. Vielmehr ruft die Annäherung bei Lucy Erinnerungen an prägnante Erlebnisse hervor. Sie bemüht sich, einzelne Szenen und ihre Gefühle möglichst genau zu rekonstruieren und dabei richtig verstanden zu werden, weshalb sie häufig bekräftigt: „Das will ich damit sagen.“ Man hat jedoch mehr den Eindruck, dass ihr erst im Nachhinein so manches klar wird, nicht nur über William und ihre Schwiegermutter, die eine zentrale Rolle spielt, sondern auch über sich selbst und ihre Herkunft. Ehrlich und selbstkritisch geht sie ihren widersprüchlichen Gefühlen während ihrer Ehe wie Geborgenheit und Vertrautheit einerseits und Abscheu und Einsamkeit andererseits auf den Grund. Die Erzählweise wirkt zusammenhanglos, steigert aber auch die Spannung, weil man nach jedem Abschnitt eine neue Erkenntnis oder Offenbarung wittert. Elizabeth Strout vereint auf faszinierende Weise einen lockeren Plauderton mit tiefgründigen Themen wie Lucys schwere Kindheit und Unsicherheit und Williams Schuldkomplexe und Ängste.

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Nicht überzeugend

Von: B.S.

24.11.2021

Dieses Buch hat mich leider nicht mitreißen können. Die Autorin beschreibt ihren Exmann, zu dem sie immer noch eine freundschaftliche Beziehung pflegt. Sie erzählt Geschichten von früher, als sie noch verheiratet war und auch von jetzt, als William in die Vergangenheit seiner Mutter eintaucht. Dabei bezieht sich sich immer wieder auf ein früheres Buch über William, das ich nicht gelesen habe und das stört den Lesefluss. Auch kommt immer mal der Satz: Das ist das was ich meine. Diese Erklärungsversuche für die Taten und Gefühle von William haben mich eher gelangweilt als gefesselt. Insgesamt fand ich diesen William nicht so interessant, das darüber 2 Bücher zu schreiben sind.

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In Oh, William geht es um William, den Exmann und Vater der Töchter von Lucy. Lucy ist Witwe,hat zwei erwachsene Töchter und hat einen Exmann,der Lucy irgenwie immer noch auf Trapp hält. In dem Buch werden wir mitgenommen auf eine Reise in die Gedankenwelt von Lucy. So hat man fast das Gefühl beim Lesen ein langes leises Gespräch zu führen. Lucy springt auch häufig in den Themen, so wie Frauen es oft tun. Dadurch liest sich das Buch, zumal nicht dick, sehr schnell. Die Gedanken sind nachvollziehbar und teilweise auch spannend. Hier und da wäre ich gerne länger bei einem Thema geblieben. Dennoch hat mich das Buch nicht begeistert. Er war zwar schnell gelesen, aber für mich ist es auch schnell wieder vergessen. Ich suche eigentlich immer nach einem intensiven Leseerlebnis. Das habe ich hier leider nicht gefunden. Ein nettes Büchlein, mehr aber leider für mich nicht. Mir fehlte, trotz gewisser Problemstellungen im Leben von Lucy, dann doch die Spannung.

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Absolute Leseempfehlung

Von: Oberuhldi

21.11.2021

Das Buch Oh William ist eine gut geschriebene, sehr interessante Geschichte. Die Geschichte handelt von einer Frau, die sich von ihrem Mann hat scheiden lassen und danach wieder geheiratet hat. Ihr zweiter Mann, den sie sehr geliebt hat, ist dann leider aber verstorben. Zusammen mit William, ihrem ersten Mann, hat sie zwei Kinder. Trotz Scheidung stehen sie immer wieder in Kontakt und als ihr erster Mann von seiner zweiten Frau verlassen wurde, begeben sie sich beide auf die Suche nach seiner Familie. Das Buch ist gut zu lesen, man denkt manchmal, die beiden kämen wieder zusammen, aber es gibt nur eine Freundschaft zwischen ihnen. Das, was mir besonders gut gefallen hat, sind die permanenten Rückblicke im Leben der beiden. Man kann sich gut in die Hauptpersonen hineinversetzen.

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Lucy und William

Von: Dajobama

20.11.2021

Oh William! – Elizabeth Strout Dies war mein erster Roman von Elizabeth Strout und – ja, der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr eingängig und angenehm lesbar. Lucy Burton blickt auf ein langes Leben zurück. Davon und insbesondere von ihrer Ehe mit ihrem ersten Mann William und den gemeinsamen Töchtern erzählt sie hier. Obwohl sie und William seit Jahrzehnten geschieden sind, verbindet die beiden eine intensive Freundschaft. Ein Leben lang haben die beiden sich gegenseitig begleitet. Als William nun Hilfe benötigt, ist es natürlich Lucy, die er darum bittet. Es sind keine großen Geschehnisse, von denen hier erzählt wird. Vielmehr sind es die alltäglichen Sorgen und Schicksalsschläge um die es hier geht. All die kleinen Versäumnisse und Verletzungen, die man sich in einer Ehe gegenseitig zufügt. Sowohl Lucy als auch William haben Narben aus der Kindheit davongetragen, die wiederum ihre spätere Beziehung beeinflussten. Doch wie so oft sieht man die Verbindungen und Hintergründe erst später – zu spät. Die Sprache ist sehr eindringlich, als würde Lucy vor einem sitzen und ihre Geschichte erzählen. So nah. Es herrscht eine melancholische Grundstimmung und es ist berührend, wie nahe sich Lucy und William stehen. Die beiden gehen sehr liebevoll miteinander um. Das ist schön zu lesen, aber auch traurig, denn die Geschichte steckt voller verpasster Gelegenheiten. Elizabeth Strout hat eine wunderbar warmherzige Art und Weise, ihre Figuren zu zeichnen. Sensibel und verständnisvoll lotet sie Abgründe menschlicher Seelen aus, und was diese für unsere Beziehungen bedeuten. Eine sehr ruhige Geschichte, quasi die Rückschau auf ein teils gemeinsames, teils getrenntes Leben, die von einer poetischen Sprache und der melancholischen Atmosphäre lebt. Hat mir sehr gut gefallen! 4 Sterne.

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Tolles Buch

Von: blaze

19.11.2021

Elizabeth Strout war mir bisher unbekannt und ich habe mir gefreut das ich das Buch testlesen durfte. Lucy hat es nicht einfach sie heiratet in eine Welt die nicht ihre ist und verlässt später ihren Mann William als hr beiden Töchter älter sind. Ihr 2 . Mann David wird ihr ganzer Lebensinhalt, jedoch kommen Sie und William nicht von einander los. Ein tolles und spannendes Buch. Elizabeth Strout beschriebt die fortbestehende Beziehung zwischen Lucy und William sehr detail reich und real. ein klare Leseempfehlung von mir

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Tolles buch

Von: blaze aus Mörfelden

19.11.2021

Elizabeth Strout war mir bisher unbekannt und ich habe mir gefreut das ich das Buch testlesen durfte. Lucy hat es nicht einfach sie heiratet in eine Welt die nicht ihre ist und verlässt später ihren Mann William als hr beiden Töchter älter sind. Ihr 2 . Mann David wird ihr ganzer Lebensinhalt, jedoch kommen Sie und William nicht von einander los. Ein tolles und spannendes Buch. Elizabeth Strout beschriebt die fortbestehende Beziehung zwischen Lucy und William sehr detail reich und real. ein klare Leseempfehlung von mir

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