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Rezensionen zu
Oh, William!

Elizabeth Strout

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Wie immer ein Genuss

Von: Nack, Catrin

30.12.2021

Zum nun dritten Mal kehrt Elizabeth Strout, seit "Mit Blick aufs Meer" eine meine Lieblingsschriftstellerinnen, zu Lucy Barton zurück. Deren Geschichte sind Leser bereits in "Die Unvollkommenheit der Liebe" (eng. I am Lucy Barton) und "Alles ist möglich" (eng. Anything is possible) begegnet. Im jüngsten Roman "Oh William" blickt Lucy auf ihre Ehe mit William Gerhardt zurück, sie war also gar nicht immer Lucy Barton. Wie in allen ihren Büchern ist es das Sparsame, das begeistert. Sparsam in Worten, es ist wirklich kein Wort zuviel, aber auch sparsam in "Dramatik". Wer Spannung und wirkliche Aufregung sucht, der sollte nicht zu Strout greifen, wem es aber genügt, auf das Leben mit all seinen Wendungen, Irrungen, Wirrungen und seiner "Dramatik" zurückzublicken, der könnte nicht in besseren Händen sein. "Oh William" kann sicherlich als alleinstehender Roman gelesen werden, und er bedarf keiner Vorkenntnis aus den erwähnten Büchern, macht aber, wenn man sie denn nicht kennt, Lust, diese zu entdecken. (Oder als Auffrischung erneut zu lesen). Wie in eigentlich all ihren Büchern schafft es Strout, mit wenigen Pinselstrichen und einfachen Worten tief in ihre Figuren einzutauchen, ohne sie bloßzulegen. Aber um so - eine Kunst, die mich immer wieder berührt - das Leben an sich zu portraitieren. Ich habe die Vorgänger im englischen Original gelesen; die gute Übersetzung sollte nicht davon abhalten, dies auch hier zu tun. In welcher Sprache auch immer, lesen !

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Wer arbeitet seine Vergangenheit auf?

Von: Margarete

22.12.2021

Ich kenne die beiden vorherigen, dazugehörigen Bände nicht! Dennoch war es kein Problem, den Roman zu verstehen, die Personen wahrzunehmen und ihnen in ihren Handlungen zu folgen. Eine eigenartige Verbindung besteht zwischen Lucy und ihrem von ihr geschiedenen Mann William. In seinen schwierigsten Zeiten wendet er sich an Lucy, und Lucy ist für ihn da so weit es ihr nur möglich ist. Lucy ist eine Schriftstellerin, die sich immer wieder Gedanken über das Leben macht, verstärkt über ihr eigenes Leben. Manches, was sie kritisch hinterfragt, finde ich sehr berührend und es bringt auch mich zum Nachdenken. Am Ende des Romans habe ich mich jedoch gefragt, wer war in diesem Buch wirklich die Protagonistin. War es William oder war es doch Lucy? Eine interessante Frage, die auf die enge Verbindung zwischen den beiden hinweist!

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OH William von Elizabeth Strout

Von: Sandy55

21.12.2021

Ich bin Lucy Barton in diesem Buch zum ersten Mal begegnet. Sie ist schon viele Jahre von ihrem Ex-Mann William, mit dem sie zwei erwachsene Töchter hat, geschieden. Ihr zweiter Ehemann David, ihr Seelenverwandter, den sie sehr liebte, ist bereits verstorben. William und Lucy verbindet eine Freundschaft, die über Jahre angehalten hat. Als William von seiner dritten Frau verlassen wird und den Zugang zu seiner Tochter verliert, stehen sie sich in dieser schwierigen Zeiten zur Seite. William macht sich auf, seine Wurzeln kennenzulernen. Er bittet Lucy ihn auf dieser Reise zu begleiten. Beide machen sich auf den Weg nach Maine. Die Autorin Elizabeth Strout nimmt uns mit auf diese Reise. In ihrem wunderbaren Schreibstil beschreibt die Autorin leicht und hintergründig die Charaktere, deren Kindheit und Schwierigkeiten, die sie miteinander hatten, aber auch die innigen Momente in ihrer Ehe.Und nie lässt sie Traurigkeit oder Bitterkeit aufkommen. Man hat das Gefühl als würde man mit einer guten Freundin plaudernd bei einer Tasse Kaffee zusammen sitzen. Gerne würde man mit ihr so manches Mal in ihren Seufzer "Oh William" mit einstimmen. Dies ist ein Buch über tiefe Freundschaft, Verständnis für einander im Laufe des Lebens und einer erfolgreichen Suche nach sich selbst. Dieses Buch ist als sehr lesenswert zu empfehlen.

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Leichte Lektüre für zwischendurch

Von: Mama liest

20.12.2021

Lucy und William waren mal verheiratet und sind heute Freunde. Lucy erzählt die Geschichte über William. Dieser muss gerade die Trennung von seiner 3. Ehefrau verarbeitet und beginnt die Vergangenheit seiner Mutter zu erforschen, über die er wenig weiß. Was er darüber erfährt, stellt seine Welt noch ein bisschen mehr auf den Kopf. Die gesamte Geschichte ist in einen leichten Tonfall geschrieben. Am Anfang hat mich das begeistert, aber leider bleibt die Handlung für mich auch sehr oberflächlich. Ich konnte nicht in die Geschichte eintauchen. Das hat mich irritiert. Außerdem gibt es immer wieder Bezüge zu anderen Büchern der Autorin. Auch wenn die Handlung eigenständig ist, scheint es mir doch sinnvoll die Bücher der Reihe nach zu lesen. Es war oft, als fehlte mir das entscheidende Puzzelteil, um die Geschichte richtig zu verstehen. "Oh, William" ist auf jeden Fall etwas, für Elisabeth-Strout-Fans. Aber auch für alle, die eine leichte Geschichte für zwischendurch suchen. Der Roman ist nicht sehr lang und eignet sich dadurch gut als Reiseleiter.

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Abwechslungsreich

Von: Peter

19.12.2021

Obwohl ich erst in der Mitte des Buches angelangt bin, kann ich, denke ich, schon einen ersten Eindruck geben. Das Buch ist abwechslungsreich, da nicht auf eine herkömmliche Art und Weise geschrieben. Weder Stil und Inhalt sind herkömmlich. Es werden immer wieder kurze Passagen aus dem Leben des Protagonisten William geschildert, die, setzt man sie zusammen, eine Erzählung ergeben. Inhaltlich wird die Geschichte einer Ehe wiedergegeben - mit all ihren Höhen und Tiefen, Abgründen und Intimitäten. Die Ehe ist seit Jahren beendet - die Beziehung zwischen Elisabeth und William, die durch ihre gemeinsamen Kinder verbunden bleiben, bleibt erhalten. Ich freue mich auf den zweiten Teil des Buches!

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Okay

Von: Honeymilky

19.12.2021

Ich hatte mich sehr auf diesen Roman gefreut. Es handelt größtenteils von der Beziehung einer älteren Frau zu ihrem Ex-Mann. Die Aneinanderreihung einzelner Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart sind unterhaltsam, aber leider eben nicht mehr! Mir war das Buch auch etwas zu sprunghaft. Einige Themen hätten mich durchaus genauer interessiert (z.B. die Kindheit der Protagonistin). Die Beziehung der Ex-Partner fand ich zwischenzeitlich etwas seltsam muss ich gestehen. Ein Buch was man gut lesen kann, aber mich nicht nachhaltig beeindruckt hat.

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Oh, William

Von: Monerle15

16.12.2021

Ein Buch, das man in einem Zug durchlesen kann! Die Gefühle spielen eine große Rolle, sie sind ehrlich und anschaulich beschrieben. Daneben lernt man das "Wunder Amerika" kennen, alles ist möglich! Die Sprache des Buches leicht verständlich, keineswegs aber "billig".

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Den Roman "Oh William" von Elizabeth Strout musste ich unbedingt lesen, da ich ein großer Fan all ihrer Bücher bin. Die Geschichte von Lucy und William hat mir auch durchaus gefallen, wurde aber leider den anderen Büchern der Autorin kaum gerecht. Aber erstmal zu den positiven Aspekten: Lucy und William kennt man schon aus einem früheren Buch (dort waren sie sogar noch zusammen), weshalb es wirklich spannend ist, ihren Werdegang zu verfolgen und sich speziell an Lucy zurück zu erinnern. Wie man es von Strout gewohnt ist, kommt die Geschichte trotz zahlreicher Tragödien und thematisierten Schicksalen sehr leicht daher und liest sich sehr gut in einem Zug. Als Leser*in fühlt man sich auf die Reise durch Maine mitgenommen und kann sich tief in die Geschichte begeben. Hier kommt aber schon mein erster Kritikpunkt - Die Charaktere bleiben leider sehr oberflächlich und ich habe auch nach der Lektüre nicht das Gefühl, sie zu kennen, gleichwohl der Fokus einzig auf den beiden Protagonist*innen lag. das fand ich sehr schade, da mir an anderen Strout Büchern der Kurzgeschichtencharakter mit den tiefgründigen und authentischen Charakteren immer besonders imponiert hat. Des weiteren haben mir teilweise Rückblicke und Einordnungen aus Lucys Vergangenheit gefehlt, da diese wenn vorhanden immer unheimlich interessant und nahbar geschrieben wurden. Insgesamt kann ich das Buch "Oh William" trotz der Kritik weiterempfehlen. Neben dem wunderschönem Einband ist das Lesegefühl wirklich mitreißend. Für Einsteiger*innen in die Bücher der fantastischen Autorin sicherlich auch ein gutes Weihnachtsgeschenk!

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