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Rezensionen zu
Das ist kein Spiel

Barry Jonsberg

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Meine Meinung: Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich zugegebenermaßen zuerst einen eher mittelmäßigen Jugendthriller erwartet. Natürlich hätte ich das Buch nicht angefragt, wenn es mich nicht dennoch interessiert hätte - und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt! Schon von der ersten Seite an war ich wie gefesselt. Der Schreibstil des Autors hat mich direkt angesprochen, besonders den Humor fand ich klasse. Die Dialoge zwischen Jamie und seiner Schwester Phoebe haben mich sehr zum Lachen gebracht. Die Charaktere waren absolut toll! Mit Jamie als Hauptfigur und Erzähler konnte ich mich sehr gut identifizieren - ich habe einen eher etwas eigenbrötlerischen Nerd erwartet, tatsächlich aber wirkte er auf mich wie ein eigentlich vollkommen „normaler" Junge mit etwas ungewöhnlichen Vorlieben. Überhaupt halte ich alle Charaktere für sehr vielschichtig und gut ausgearbeitet. Mein heimlicher Liebling blieb jedoch die ganze Zeit über Phoebe! Sie ist nicht nur zuckersüß und unglaublich lustig, nein, gegen Ende merkt man auch, dass noch einiges mehr hinter dieser charmanten Fassade steckt. Dadurch, dass Phoebes Entführung nicht direkt, sondern erst im Verlauf der Geschichte stattfindet, wird dem Leser erst einmal das gesamte Umfeld - insbesondere natürlich das von Jamie und seiner Familie - vertraut gemacht. Die Art, wie Jamies ältere Schwester Summerlee sich nach und nach immer mehr von ihrer Familie entfernt, nachdem sie mehrere Millionen Dollar im Lotto gewonnen hat, wird sehr authentisch beschrieben. Es ist geradezu erschreckend, wie sehr das Geld sie verändert - es wird deutlich, dass Geld nicht unbedingt glücklich macht - und natürlich wird eine Menge Unheil heraufbeschworen . . . Schon früh wird das, was sich wohl als eines der Kernthemen des Buchs bezeichnen lässt, eingeführt: Die sogenannte „Spieltheorie". Dabei, so erklärt Jamie, geht es darum, die nächsten Handlungsschritte seiner Gegner vorauszusagen und selbst so unvorhersehbar zu handeln wie möglich, um selbst als Unterlegener Vorteile zu sammeln. Diese Spieltheorie wird hinterher zur entscheidenden Taktik, als es darum geht, Phoebe zu retten. Dass es geradezu unmöglich sein würde, das Buch aus der Hand zu legen, wurde mir erst bewusst, als es schon zu spät war. Aus einem „nur mal kurz" Reinlesen wurden schnell fünfzig, hundert, hundertfünfzig Seiten und ich habe mir dabei die halbe Nacht um die Ohren geschlagen. Jonsberg versteht es offensichtlich, seine Leser so geschickt für sich einzunehmen, dass aus einer Seite zwangsläufig zwei werden und aus einem Kapitel fünf. Ich jedenfalls habe in jeder freien Minute weiterlesen müssen und das Buch innerhalb von weniger als 24 Stunden verschlungen. Die Geschichte ist so nervenzerreißend spannend, dass einem aber auch gar keine andere Wahl bleibt. Dadurch, dass hinter jeder Ecke Plot Twists und überraschende Wendungen lauern, wird diese Spannung konstant gehalten und von Seite zu Seite nur noch gesteigert. Was in mir eine ziemlich große Neugier geweckt hat, ist die Frage, wer sich hinter Phoebes Entführung und der Lösegeldforderung verbirgt und warum er ausgerechnet mit Jamie - und zwar nur mit Jamie - telefonisch über ihre Freilassung verhandeln will. Jedes Mal, wenn er anrief, war ich innerlich total aufgeregt, mehr über seine Identität zu erfahren. Der Entführer kam mir mehr als unheimlich vor, da er am Telefon manchmal geradezu sympathisch wirkte. Im Laufe der Zeit hatte ich immer wieder verschiedene Theorien, was den Täter angeht - letztendlich war ich von der Auflösung aber nicht allzu überrascht. Da hätte ich mir vielleicht einen etwas größeren Schockmoment gewünscht. Dennoch haben mich die Hintergrundgeschichte und -gedanken des Entführers sehr fasziniert - und als Jamie ihm dann endlich gegenübersteht, gibt es noch mal einen spannenden Endspurt, der mich mit leicht offenem Mund zurückgelassen hat. Das Ende wurde meiner Meinung nach auf eine unglaublich geniale Art eingefädelt! Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist eigentlich winzig klein - und zwar geht es um einen der potentiellen Verdächtigen. Ohne viel vorwegzunehmen kann ich nur sagen, dass diese Person einen durchaus vertrauten Umgang mit Jamie pflegt und sich plötzlich, nun ja, recht verdächtig verhält. Da diese Person aber letztendlich nicht der Entführer ist, hätte ich gerne noch eine Erklärung für ihr Verhalten gehabt. Ansonsten bin ich aber wirklich begeistert und kann das Buch nur weiterempfehlen! Besonders für Fans von Krimis und Thrillern ist es ein absolutes Muss! Fazit: „Das ist kein Spiel" ist eines von diesen Büchern, die dem Leser wohl oder übel schlaflose Nächte bereiten. Die Geschichte rund um Jamie und seine Schwestern ist nicht nur unglaublich fesselnd, sondern konnte mich auch unerwartet emotional berühren; auch der humorvolle Schreibstil und die faszinierenden Charaktere sind mitverantwortlich dafür, dass sich der Titel von konventioneller Jugendliteratur abhebt. Seid gewarnt: Sobald ihr das Buch erst einmal in den Händen haltet, werdet ihr es nicht mehr aus der Hand legen können!

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Titel: "Das ist kein Spiel" Autor: Barry Jonsberg Verlag: cbt Verlag Sprache: Deutsch Broschiert: 320 Seiten ISBN: 978-3-570-16454-9 Preis: 14,99€ Klappentext Irgendwo schreit eine Eule. Der Ton klingt traurig und dünn. Ich mache den ersten Schritt, und der zweite ist schon einfacher, der dritte noch einfacher. mein Körper bewegt sich, und mein Kopf folgt unterwürfig, still und feige, froh, dass der Rhythmus der Muskeln das Kommando übernimmt. Ich trete auf die Straße und wende mich nach rechts. Ringsherum ist es dunkel. Ringsherum ist es still. Die Spieltheorie hat mich an diesen Punkt gebracht, und ich muss gehen, wohin sie mich führt. Auch wenn das kein Spiel ist. Jamie ist ein Mathe-Genie. Ein Ass im logischen Denken. Aber als seine kleine Schwester entführt wird, wird seine Kombinationsgabe auf eine nervenzerreißende Probe gestellt wird. Meine Meinung Jamie ist ein Mathe-Genie. Vor allem interessiert er sich für die Spieltheorie. Und dieses Interesse wird zu seinem Verhängnis. Summer, Jamies große Schwester, gewinnt durch seine Hilfe einen Haufen Geld beim Lotto spielen. Das sie diesen Gewinn sehr groß nach außen trägt, bringt Unglück über die Familie. Während sich Summer, die sich nicht von ihren Eltern bevormunden lassen möchte, ihre Sachen packt und sich ein Eigenheim zulegt, verschwindet das kleinste Kind der Familie spurlos. Nach einiger Zeit des sinnlosen Suchens, meldet sich der Entführer. Er will ausschließlich mit Jamie sprechen und verhandelt mit ihm über die Übergabe der Schwester. Jamie, der sich bedingt durch die Hilfe die er seiner Schwester für das Lotto Spiel gegeben hat verantwortlich fühlt, macht sich für die Situation verantwortlich und beginnt seine Schwester eigenhändig zu suchen und will auch die Lösegeldübergabe alleine machen. Jonsberg hat mit dieser Geschichte einen Top Thriller erschaffen. Eine sehr lebensechte Geschichte, die einem Lottogewinner auch so passieren könnte. Er schafft es Summer, die Gewinnerin, sehr echt wirken zu lassen. Sie geht genauso mit dem Gewinn und dem Geld um, wie man es von ihr erwatet hätte. Sie hat jahrelang nicht den richtigen Halt von ihrer Familie bekommen und zieht nun die Reißleine und will es allen zeigen. Sie kapselt sich ab und macht es so nur noch schlimmer. Auch gerät sie durch ihr Verhalten in den engeren Kreis der Verdächtigen. Auch andere Charaktere lässt Jonsberg durch ihr Verhalten sehr verdächtig wirken. Doch am Ende kommt es dann ganz anders als gedacht. Ein schöner Thriller. Sehr kurz und kompakt. Keine unnötigen Handlungsstränge. Sehr empfehlenswert!

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"Das Blubbern von Glück" gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, daher war ich sehr gespannt auf ein weiteres Werk des Autors, da mich auch "Flieg, so hoch du kannst" sehr begeisterte. Auch in "Das ist kein Spiel" bedient sich Barry Jonsberg eines Protagonisten, der wirklich außergewöhnlich ist und dadurch das Lesen zu etwas ganz Besonderen machen konnte. Die Genre ist zwar anders als in den Romanen zuvor, aber dies schürte lediglich meine Neugier, ob es dem Autor gelingen wird, mich auch in diesem Genre zu überzeugen. Nachdem ich "Das ist kein Spiel" nun beendet habe, hoffe ich, dass ich meine Begeisterung nun in Worte fassen kann, um aufzuzeigen, was für einen Schatz ich gelesen habe. Dieser Thriller beinhaltet so vieles, was sich erst nach und nach offenbart, um in einem großen Showdown am Ende komplett zu überzeugen. Ich wusste nie, wohin der Autor mich führen wird und genoss die vielen kleinen und großen Überraschungen. Es ist letztendlich tatsächlich kein Spiel, denn die Entführung Phoebes lässt Jamie dazu verleiten die Spielregeln zu ändern. Obwohl die Polizei eingeschaltet ist und auch das Lösegeld vorhanden, geht Jamie eigene Wege. Er ist ein außergewöhnlicher Protagonist, der durch seine Intelligenz letztendlich glänzen kann. Er ist es, der seiner Schwester Summerlee einen riesigen Batzen Geld verschafft hat, denn durch Logik und Ausschließen diverser Lottozahlen gewinnt diese im Lotto und löst sich danach komplett von ihrer Familie. Die Familie selbst hat einiges an Problemen und manches war für mich definitiv nicht nachvollziehbar. Mitunter empfand ich Jamies Eltern als sehr lieblos und uninteressiert am Leben ihrer Kinder. Wäre Summerlee mein Kind hätte ich sie vielleicht auch ziehen lassen, wäre aber vor Sorge um Leib und Seele verrückt geworden, zumal viele Drogen ins Spiel kommen und Summerlee auf dem Weg war, sich selbst zu vernichten. Jamie ist mir von Beginn an sympathisch gewesen, anstatt einen Teil des Geldes für sich zu fordern, findet er sich mit den gegebenen Umständen ab und gerät erst so richtig in Fahrt, als seine kleine Schwester aus dem Supermarkt verschwindet. Die Schuldgefühle sind so hoch, dass er den Spieß umdreht und sich nicht an die Spielregeln des Entführers / der Entführerin halten kann oder vielleicht auch nicht will, da er sich herausgefordert fühlt. Im wahren Leben wäre es sicherlich nicht so einfach gewesen alle an der Nase herumzuführen und sich selbstständig auf die Suche zu begeben. Mir hat sehr gefallen, dass Jamie ausbricht und eigene Wege und Lösungen sucht. Dies zeigt für mich eine gewisse Stärke und Unabhängigkeit auf, die vielleicht auch damit zu tun haben, dass seine Eltern lediglich präsent sind, aber ihr eigenes Leben führen. Familienleben stelle ich mir ehrlich gesagt anders vor. Vielleicht ist es auch einfach nur Überforderung? Es ist wie es ist und letztendlich ist es Jamies Mut und Intelligenz zu verdanken, dass zum Ende hin alles positiv verläuft. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Kinder - und Jugendthriller, der optimal zur angegebenen Zielgruppe passt. Schreibstil, Schriftgröße und Story sind angemessen. Das Cover wurde meiner Meinung nach sehr gut gewählt und auch wenn es nicht um ein Würfelspiel geht, ist es dennoch ansprechend. Es wirkt geheimnisvoll und hätte mich im Buchladen sicherlich dazu aufgefordert es zumindest in die Hand zu nehmen, näher zu betrachten und mich dem Klappentext zu widmen.

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