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Rezensionen zu
Die Gabe der Könige

Robin Hobb

Die Chronik der Weitseher (1)

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Das Buch hat jetzt lange auf mich warten müssen und ich bin froh, diese Reihe endlich begonnen zu haben. Ich hab zwar ein paar kleine Kritikpunkte, aber insgesamt hat sie mich super unterhalten und ich freu mich schon auf die weiteren Bände :) Wir haben hier einen Ich-Erzähler, der uns seine Lebensgeschichte anvertraut. Als Bastard des zukünftigen Königs der sechs Provinzen, dessen erste Erinnerung zurückreicht an den Tag, als er mit 10 Jahren dem Burghof und in die Obhut der königlichen Familie übergeben wurde. Hier beginnt die Geschichte um den Jungen "Fitz" und entwickelt sich langsam aber spannend weiter. Als "Bastard" hatte Fitz natürlich kein leichtes Leben und die Erziehung durch Burrich, einem missmutigen und etwas groben Mann, der jedoch ein großes Herz für Tiere hat, lässt ihn einige schlimme Erfahrungen sammeln. Dennoch hängt er natürlich an ihm, sein einziger Bezugspunkt unter all den höfischen Gefolgsleuten und Dienern, die ihn alle links liegen lassen und ihm als ständigen Begleiter die Einsamkeit ins Herz pflanzen. Wie der Titel schon sagt, hat die Königslinie oft eine besondere Gabe, die sich aber nicht in jedem zeigt. Auch andere können diese Gabe besitzen, werden aber schon seit langem nicht mehr darin ausgebildet. Dem friedlebendem Königreich droht allerdings Gefahr durch die Roten Korsaren, die über das Meer kommen und die Höfe in Strandnähe plündern, so dass die besonderen Fähigkeiten zum Schutz und zur Verteidigung wieder gefragt sind. Fitz selbst trägt diese Gabe in sich, musste jedoch bald lernen, dass damit schlimme Entwicklungen einhergehen. Die Beschaffenheit dieses Talents bleibt immer sehr vage. Weder Fitz selbst noch ich als Leser habe lange keinen rechten Durchblick gehabt, wie sie funktioniert und welche Vielseitigkeit darin liegt. Das kommt aber nach und nach ans Licht und wird gerade gegen Ende in ein sehr spannendes Intrigennetz verstrickt. Während man also Fitz´s Lebensweg folgt, wie er aufwächst und in die Ränkespiele der Mächtigen gezogen wird, plätschert es manchmal so dahin - allerdings nicht so, dass es mich gelangweilt hätte, sondern folgt einem roten Faden, der ein fesselndes Bild entstehen lässt. Zum einen von der Entwicklung des jungen Burschen zu einem jungen Mann, wie auch seine Ausbilder und andere Charaktere, mit denen er zu tun bekommt - die nicht alle ein positives Interesse an ihm haben. Es ist recht einfach geschrieben und lässt sich super flüssig lesen. Witzig fand ich auch die Namensgebung, die vor allem bei höhergestellten Personen eine Charaktereigenschaft hervorheben sollen, wie beim König Listenreich, Prinz Edel und Prinz Veritas. Aber auch Namen wie Rupp, der mich sofort an einen ruppigen Gesellen erinnert oder dem Stallburschen Flink hat man gleich ein Bild vor Augen, wohingegen ich für Chivalric erstmal googeln musste, dessen Bedeutung "ritterlich" ist. Insgesamt auf jeden Fall ein sehr unterhaltsamer Auftakt, der noch ein bisschen Luft nach oben hat, der mir aber viele schöne Lesestunden beschert hat. Ich freu mich jetzt jedenfalls schon sehr auf die Fortsetzung, da das Ende einige interessante Entwicklungen verspricht.

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Solider Reihenauftakt

Von: Wolfhound

30.12.2020

Die Reihe der Weitseher ist vor einigen Jahren unter anderem Titel bereits erschienen. Hier handelt es sich also um eine Neuauflage des Weitseher-Zyklus. Fitz Chivalric ist ein Bastard des Königsohns und hat als solcher kein leichtes Leben. Seinen Vater kennt er nicht, dieser hat auf den Thron verzichtet und ist kurz darauf gestorben. Ob es ein natürlicher Tod war, bleibt dahingestellt und unaufgelöst. Fitz wird als kleiner Junge an den Hof seines Großvaters König Listenreich geholt und wächst dort in der Obhut des Stallmeisters Burrich auf. Nebenbei wird er von Chade, dem Bastardbruder des Königs, zum Assassinen ausgebildet. Auch dauert es nicht lange bis wir von den besonderen Fähigkeiten Fitz' erfahren. Fitz hat mit Intrigen, Lügen und sich selbst zu kämpfen. Hauptsächlich mit sich selbst. Denn dieses Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was doch recht ungewöhnlich ist, aber natürlich einen tiefen Einblick in die Seele und Gefühlswelt unseres Protagonisten liefert. Und das macht die Autorin ausgiebig. Wer also ein Fantasy-Epos wie Game of Thrones oder Herr der Ringe erwartet, der ist hier vollkommen falsch. Hobb bietet uns hier hauptsächlich eine Charakterstudie mit etwas Rahmenhandlung. Das ist nicht unbedingt uninteressant, lässt aber die Handlung an vielen Stellen einfach nur dahinplätschern. Ein bisschen gewürzt wird die Gedankenwelt Fitz' von seinen Lehrstunden bei Chade und seiner Weitseher-Gabe, mit der er nicht so richtig zurecht kommt. Ach ja, die Korsaren sind auch unterwegs, bedrohen die Küste des Königreichs mit einer Armada an Schiffen, aber der König denkt gar nicht daran, eigene Schiffe zu bauen und hofft nur auf die Fähigkeiten seiner Weitseher. Natürlich wird der Bastardjunge auch von seinem Onkel als Bedrohung angesehen und muss sich so einigen Gemeinheiten, Intrigen und Mordversuchen erwehren. Ein echter Lichtblick war der Hofnarr, den ich faszinierend und sehr unterhaltsam fand. Aber sonst ist nicht viel passiert und dennoch konnte ich nicht aufhören und war in der Geschichte gefangen.

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Da mich momentan wirklich das Fantasy Fieber voll im Griff hat, habe ich mir als nächstes „Die Gabe der Könige“ von Robin Hobb aus meinem Regal geschnappt. Das ganze ist der Auftakt zur „Weitseher“ Trilogie- Robin Hobb hat aber unfassbar viel geschrieben, so dass es noch weitere Reihen in diesem „Sechs Provinzen“ Universum gibt. In „Die Gabe der Könige“ geht es um Fitz, einen „Bastard“ Sohn des Prinzen, der trotz seiner „unehrenhaften“ Herkunft schon früh in die Dienste des Königs genommen wird. Fitz muss absolute Treue und Ergebenheit schwören, um am Hof bleiben zu dürfen. Zudem erhält er eine Ausbildung in der Kunst des „heimlichen Mordens“ und schließlich auch in der Gabe. Denn auch Fitz verfügt über die Gabe der Weitseher. Je stärker er in seiner Gabe wird, desto mehr zieht er den Hass seines Onkels Prinz Edel auf sich, der geheime Intrigen am Hof spinnt. Ob Fitz dem König wirklich treu bleibt und sich aus den tödlichen Fäden des Hofes entwirren kann... lass ich jetzt mal offen. (Geheimnisvolle Hintergrundmusik insert here). Das Erzähltempo ist wirklich langsam, zwar nicht so wie bei HdR, allerdings wird schon viel über Fitz und dem Leben am Hof erzählt. Anfangs hatte ich wirklich Bedenken, dass mir das auf fast 600 Seiten zu langatmig wird. Schlussendlich hat es mich aber absolut nicht gestört und hat dem Buch eher einen ganz eigenen „Wohlfühl“ Charakter gegeben. Was für mich besonders herausgestochen ist, waren die Beziehungen der Figuren zueinander. Fitz und Burrich (Stallmeister und fast schon Ersatz Papa) haben eine sehr innige Bindung zueinander, auch wenn das anhand ihrer Umgangsweise miteinander nicht immer ganz klar wird. Burrich hat etwas sehr sehr warmes an sich und trägt für mich auch sehr dieses allgemein warme Gefühl durch das Buch. Das World Building ist jetzt nichts neues, natürlich sehr an das „Mittelalter“ angelehnt, hat aber an sich jetzt kein herausstechendes Merkmal. Das Magie System baut sich eben rund um „die Gabe“ auf und um die Linie der Weitseher. Hätte man bestimmt an der ein oder anderen Stelle noch ausbauen können, wurde aber logisch und nachvollziehbar in die Story eingeführt. (Finde das bei Fantasy Büchern sonst immer ganz furchtbar, wenn das Konzept von Magie überhaupt gar keinen Sinn innerhalb der Geschichte macht.) Menschen, die gerne krasse actionreiche Fantasy lesen möchten, sind hier eher falsch. Wer aber mal ein High Fantasy Buch mit „Mittelalter“ Setting zum Abtauchen mit ganz tollen Charakteren sucht, sollte hier unbedingt mal reinlesen!

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Charakter: Fitz: Als Bastard geboren wird er sein ganzes Leben lang daran erinnert. Er kommt in die Obhut von Burrich einem älteren Soldaten seines Vaters. Fitz ist ein intelligenter und zäher Junge. Er fällt sehr häufig auf und wird in viele Schwierigkeiten hineingezogen. Seine Treue gilt dem König und seinem Onkel Veritas. Burrich: Ist ein älterer Soldat. Meist sehr grimmig und Wortkarg aber er hat das Herz am rechten Fleck. Er nimmt Fitz wiederwillig bei sich auf, wobei er den Jungen schnell ins Herz schließt auch wenn er dies niemals zugeben würde. Er wird von vielen (und auch von sich selbst) als wertlos erachtet. Man sollte ihn nicht zu sehr reizen. Prinz Verriatas: Ist der (gute) Sohn des Königs. Für ihn steht der Schutz des Reiches im Vordergrund für den er seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel setzen würde. König Listenreich: Er hat seinen Namen nicht ohne Grund. Er sieht und hört mehr als die meisten und ist immer über alles Informiert. Er zieht die Fäden meist im Verborgenen. Chade: Assassine im Dienst des Königs. Ein älterer Mann der es versteht überall aufzutauchen und nicht gesehen zu werden. Er ist ein Meister der Gifte und kaum jemand weiß überhaupt von seiner Existenz. Er ist über alles im Hofe im Bilde und wird ein guter Freund von Fitz. Meinung: Ich habe das Buch zu Weihnachten Geschenkt bekommen und es hat lange gedauert bis ich angefangen habe es zu lesen. Als ich dann aber damit begonnen habe, war es schwer wieder aus der Hand zu legen. Ich mag die Genauigkeit, die bis ins kleinste beschrieben Reaktionen der Charaktere und die vielen Geheimnisse die unerklärt bleiben. Vor allem finde ich gut das so ziemlich jeder Charakter sehr realistisch dargestellt wird (ich konnte mich in einige Aktion richtig hineinversetzen). Sie machen Fehler und wissen auch nicht weiter. Es gibt niemand der auf alles eine Antwort weiß, geschweige denn die richtige Richtung vorgeben kann. Ein sehr gutes Buch, bis ins Kleinste ausgearbeitet. Obwohl die Geschichte eines sehr jungen Kindes erzählt wird, bleibt es doch durchgehen Spannend.

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Man bekommt die Geschichte aus der Sicht des jungen Fitz erzählt. Es klingt so als seien es seine Memoiren, die er hier niederschreibt. Und so ist man auch ganz nahe am Protagonisten dran, der genau erzählt wie er an den Königshof von König Listenreich kam. Indem Fitz aus der Ich-Perspektive berichtet, verstärkt sich der biografische Eindruck noch. Fitz ist in eine Welt hineingeboren, in der er wenig zählt und keine Recht hat. ER hat nicht einmal einen Namen bis ihm Burrich , der Stallmeister, einen gibt. ER nennt ihn Fitz, was die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Bastard ist. Doch da der Junge noch nie einen Namen hatte, macht er sich darüber keine Gedanken. Das Alter setzt dem König Listenreich langsam zu und er muss weiterhin über sechs Provinzen herrschen. Nach dem Sturz von Chivalric ist nun Veritas der Thronfolger. Veritas ist weise und sehr gerecht. ER ist auch der einzige, der Fitz nicht wie Abschaum behandelt und sich ehrlich um ihn sorgt. Sein Halbbruder Edel, der aus zweiter Ehe des Königs stammt, dagegen, bedrängt und demütigt Fitz wann immer es ihm beliebt. Edel ist als einziger Sohn aus zweiter Ehe zerfressen von Neid auf seinen Halbbruder und auch der Bastard von Chivalric ist ihm ein Dorn im Auge. Es gibt auch noch Molly, die Tochter des Kerzenziehers unten aus dem Dorf und viele weitere Protagonisten, die der Erzählung jede Menge Facetten geben und neue Wendungen verursachen. Fitz als Ich-Erzähler bleibt die Figur im Roman mit dem meisten Tiefgang. Einige der anderen Charaktere waren auch stark, aber es gab auch einige schwächere von denen ich mir mehr Präsenz erhofft hätte. Vielleicht kommen diese ja im zweiten Band noch einmal besser zur Geltung und vermitteln ein detaillierteres Bild. Die Mentoren von Fitz empfand ich überwiegend als sehr Charakterstark. Allen voran Burrich, der sehr viele Facetten hat, und dadurch sehr spannend zu beobachten ist in seinen Reaktionen und Aktionen. Denn Burrich ist die erste Bezugsperson von Fitz und spielt somit in seinem Leben eine große Rolle. Die Geschichte von Fitz und seinem ungewöhnlichen Leben sowie seiner außergewöhnlichen Gabe hat mich sehr fasziniert. Ich mochte den Handlungsverlauf sehr und war an einigen Stellen sehr überrascht darüber, was sich die Autorin alles hat einfallen lassen um immer wieder Spannung in das Buch zu bringen. Der Schreibstil ist dabei auch sehr bildhaft, was bei solch opulenten Romanen wichtig ist und einen umfassenden Eindruck des Settings und der Charaktere vermittelt. Ein sehr spannender und gelungener Auftakt der Weitseher Trilogie. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände und bin gespannt wie die Geschichte  weitergehen wird, denn das Ende lässt die Autorin natürlich offen. Wer gerne Bücher mit fiktivem historischen Flair mag, der wird hier auf jeden Fall fündig.

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Als Fitz sechs Jahre alt ist, wird er am Königshof abgegeben. Die Familie seiner Mutter hat keine ausreichenden finanziellen Mittel, um Fitz über die Runden zu bringen. Da Fitz der Bastard von Prinz Veritas ist, hat er nicht den leichtesten Stand am Hof. So kommt es, dass Fitz bei Bullrich einzieht, der für die Falknerei und die Stallungen verantwortlich ist. Da Bullrich stark mit seinen Aufgaben eingebunden ist, versucht er zwar, Fitz in gewissem Umfang einzubinden, lässt er Fitz aber auch viel Narrenfreiheit. So freundet Fitz sich mit dem Hund Naseweis an, und lernt in der Stadt neue Freunde kennen, die aufgrund ihrer Armut stehlen müssen. Doch Fitz neue Freunde und deren Abenteuer bleiben nicht unbemerkt, ebenso, dass die Freundschaft zum Hund Naseweis weit mehr als eine normale Verbindung hinausgeht. Als Burrich merkt, dass Fitz die Gabe der Könige hat, schlägt dies Wellen: Fitz kommt direkt im Königshaus unter, und bekommt nicht nur Unterricht für Kampftechniken, sondern wird auch in Tischmanieren (heute würde man wohl generell Knigge dazu sagen) unterrichtet. Zudem wird er in der Gabe bei Galen gelehrt. Doch das geht nicht gut. Welchen Herausforderunge wird Fitz bei Galen stellen müssen? Und welche Rolle spielt der nächtliche Unterricht im Turm? Fazit: Ein definitiv interessantes Buch. Es hat mich jetzt nicht so gefesselt, wie manch anderes Buch, dennoch hab ich es sehr gerne gelesen. Die Verbindung zwischen Mensch und Tier besteht seit so vielen Jahrtausenden, und es gibt wirklich viele Menschen, die eine besondere Verbindung zu Tieren haben, und mit diesen auch „blind“ interagieren können. Dass Robin Hobb diese Idee aufgegriffen hat, fand ich gut. In den Zeiten, in die Robin Hobb die Geschichte verpackt hat, gab es sicherlich noch keine so grosse Wissenschaft bzw. Erkenntnis, was sich hinter der Gabe verstecken mag. Man hat das Wissen von Generation zu Generation einfach weiter gegeben. So wird diese besondere Gabe auch bei Fitz ausgebaut. Als Bastard hat er im Prinzip kein Anrecht auf den Königsthron, bekommt aber dennoch seine Rolle im großen und ganzen zugewiesen. Eine tolle Geschichte, die ohne reißerische Wendungen auskommt! Der Penhaligon Verlag hat dieses Buch in eine wundervolles Gewand gepackt. Das Buch wurde bereits in den 1990ern das erste Mal veröffentlicht. Penhaligon hat den Hirsch, der das Familienwappen von Fitz Familie ist, wunderschön ins Cover mit eingearbeitet. So ist im ersten Teil die Schrift über dem Hirsch rot, für Teil zwei gibt es einen Wolf unter blauer Schrift und beim dritten Teil gibt es einen Drachen in grün unter grüner Schrift.

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„Die Gabe der Könige“ ist die Neuauflage der Weitseher-Trilogie von Robin Hobb und erzählt die Geschichte des Bastards Fitz-Chivalric Weitseher. Erschienen ist der Roman erstmals 1995. Diese Neuauflage wurde im August 2017 bei penhaligon veröffentlicht. Fitz ist der Sohn des Thronfolgers Chivalric und eines Bauernmädchens und somit ein Bastard. Als er in jungen Jahren an den Königshof kommt, wird er alles andere als willkommen geheißen. Dennoch verspricht ihm der König ein Dach über dem Kopf sowie eine Ausbildung im Gegenzug für die unverbrüchliche Treue des Jungen. So gerät Fitz mitten in ein Netz aus Intrigen und muss versuchen nicht selbst darin umzukommen. Außerdem zeichnet sich auch eine weitere Bedrohung durch die Roten Korsaren ab. Diese rauben Menschen aus den Küstenstädten und senden diese als Entfremdete zurück… Dieses Buch habe ich bereits im letzten Jahr auf der Frankfurter Buchmesse gesehen und das Cover sowie der Klappentext haben meine Neugier geweckt. Natürlich auch die Empfehlung, dass es für Fans von Game of Thrones ein Muss ist. Der Vergleich ist mir nach dem Lesen durchaus klar, dennoch findet man hier eine eigene Geschichte vor. Wer die Brutalität und Verderbtheit aus Game of Thrones mochte, wird bei diesem Buch eher enttäuscht sein. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und war flüssig zu lesen, wenn auch ein bisschen zu ausschweifend für meinen Geschmack. So manches Mal habe ich mich beim Querlesen und dem Suchen nach dem Fortgang der Geschichte erwischt. Der Roman hat dementsprechend lange bis sehr lange Kapitel. Wir begleiten Fitz bei der Erstellung einer Chronik über die Sechs Provinzen. Auszüge hieraus lesen wir immer am Anfang jedes Kapitels in kursiver Schrift, bevor es dann in eine Ich-Erzählung aus der Sicht von Fitz übergeht. Der Spannungsbogen der Geschichte baut sich eher langsam auf. Es gab immer mal wieder spannende Szenen zwischendrin, ansonsten folgen wir dem Lebensweg von Fitz, der als kleiner Junge von seinem Großvater verstoßen und an den Königshof nach Bocksburg gebracht wird. Man erlebt die verschiedenen Stationen seiner Ausbildung und sein Aufwachsen mit, an dessen Ende die ersten Aufträge stehen. Gerade zum Schluss hin wurde das Buch sehr spannend, so dass ich neugierig auf den zweiten Band bin. Die wirkliche Gefahr lauert im Hintergrund und eine wirkliche Konfrontation gab es in diesem Buch noch gar nicht. Die roten Korsaren, die Menschen rauben und als entfremdete, seelenlose Menschen zurückschicken, bekommt man nur aus der Ferne mit. Das hat die ganze Geschichte irgendwie geheimnisvoll gemacht, weil ich noch überhaupt keine Ahnung habe, was da wirklich passiert und warum diese Piraten überhaupt angreifen. So richtig durchgegriffen wird in diesem Punkt allerdings auch nicht, sondern es wird stattdessen am Hof um Macht gefeilscht, wo wir wieder bei dem Vergleich mit Game of Thrones wären. Ich habe allerdings das Gefühl, das scheint an sich so ein Ding von High Fantasy zu sein. Die Charaktere im Buch haben mir auch gut gefallen. Mit Fitz als Erzähler der Geschichte, konnte ich mich identifizieren. Burrich, ein Vertrauter seines Vaters, sowie Chade, der Assasine, waren mir sympathisch. Der Narr des Königs wurde wunderbar undurchsichtig gezeichnet. Gemeinsam mit Fitz hat man eine Abneigung gegen den Prinzen Edel oder auch Galen, dem Gabenmeister. Die Gabe ist bisher auch noch eine Sache, die eher undurchsichtig ist und wo ich gespannt bin, was in dieser Hinsicht alles ans Licht kommen wird. Die Geschichte kommt ohne viele Fantasy-Elemente aus und ist ans Mittelalter angelehnt. Es gibt Könige, Prinzen, Stallmeister und Küchenbedienstete. Es gibt weder Trolle noch Elfen oder Zwerge. Die einzigen Fantasy-Elemente sind eine alte Macht, die Gabe und die roten Korsaren, die Menschen als Entfremdete zurückschicken. Dies hat mir ganz gut gefallen, aber ich bin gespannt, ob in dieser Hinsicht noch das ein oder andere Fantasy-Element hinzukommt. Fazit: Ein guter Auftakt in die Weitseher-Chroniken, dessen Spannungsbogen sich eher langsam aufbaut, der es aber zum Schluss versteht auf den Folgeband neugierig zu machen. Für Fans der High Fantasy sicher sehr zu empfehlen. Fantasy-Elemente wurden sehr sparsam gesetzt. Wer also lieber Geschichten mit Trollen, Zwergen, Drachen oder Elfen mag, wird hier eher nicht auf seine Kosten kommen.

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Meinung: Ich ging zunächst skeptisch an dieses Buch heran. Wobei skeptisch nicht das passende Wort ist, viel eher vorsichtig. Ich lese nicht viele Bücher aus der Sicht eines männlichen Protagonisten. Um so gespannter war ich was mich erwarten würde. Und ich kann ehrlich sagen ich wurde Positiv überrascht. Allein schon die Schreibweise, die Erzählersicht. Ich habe es mir irgendwie so vorgestellt ich würde meinem Großvater dabei zuhören wie er die Geschichte seines Lebens erzählt. Das hat es für mich zu einem tollen Leseerlebnis gemacht. Da ist, zuerst einmal die Erzählung selbst die Fitz schon als kleinen Jungen vorstellt. Mit der Zeit lernen wir ihn gut kennen, erfahren was seine Gabe ist, wie er so denkt und fühlt, was ihm wichtig ist und wie sich sein Leben so als unerwünschtes Kind des Prinzen ist. Ich fand es unglaublich gut erzählt und dargestellt. Man konnte dem kleinen Fitz durch sein Leben folgen, sehen wie er aufwächst, welche Verluste er erlitten hat , was ihm Freude bereitet und wen er mag. All, das ist eingearbeietet in eine Welt in der man auch von den alten Göttern erfährt, Intrigen die sich am Hofe unweigerlich abspielen und natürlich den vielen Charakteren von denen ich so manch einen lieber als den andern mochte. Fitz ist dabei mein Favorit. Und der kleine Naseweis.. Fazit: Das Buch hat mich vollkommen von sich überzeugen können und ich werde mir auch die Folge Bänder zulegen.

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