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Rezensionen zu
Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris

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Ich lese unwahrscheinlich gern Thriller, auch wenn sie meist zu kurz kommen zwischen den ganzen anderen Genres. Wenn es denn ein Thriller wird, dann darf er nicht zu "lasch" sein, er muss mich einfach von der ersten Seite an packen, daher sind mir Psychothriller am liebsten. Ich muss das Buch aufschlagen und sofort mitfiebern - die Spannung muss gleich greifbar sein, ich darf nicht lang danach suchen müssen. Das hat die Autorin mit "Saving Grace" geschafft. Es startet zwar harmlos mit einem Dinner unter Freunden, dennoch merkt man von der ersten Seite an, dass die Situation für Grace alles andere als Normal ist. Es ist nicht die Realität, in welcher sie tagtäglich lebt, sondern ein Trugbild. Ein Bild, was ihre "Freunde" von ihrem Leben mit Jack haben sollen, um nicht zu realisieren, wie es wirklich aussieht, welche Qualen sie durchleiden muss, welchem psychischen Druck sie ausgesetzt ist. Grace war ein junge, unabhängige, erfolgreiche Frau, die für ihre am Down-Syndrom erkrankte Schwester alles tun würde. Selbst ihre Beziehungen wählt sie danach aus, ob Millie auch auf dem richtigen Weg in ihrem Leben integriert bleiben kann. So kann sie ihr Glück kaum fassen, als sie mit Jack Angel einem Mann begegnet, auf den sie sich nicht nur auf Anhieb verliebt, sondern welcher sich auch bezaubernd um Millie kümmert, sie in ihrem gemeinsamen Leben haben möchte und sie später bei sich wohnen lassen will. Alles scheint perfekt, weswegen Grace nicht lang nachdenken muss, als Jack sie bittet, seine Frau zu werden. Doch ab dem Tag der Hochzeit verändert sich alles. Jack ist nicht mehr der Mann, den sie kennt - er ist ein Monster und zeigt ihr das von der Hochzeitsnacht an bis zu dem Tag, der alles ändern sollte. Es ist erschreckend zu sehen, wie sehr ein Mann seine Frau in der Gewalt haben kann, sie missbraucht und sich selbst aufgeben lassen kann, ohne auch nur einmal die Hand an sie anzulegen. Jack findet Grace Schwachstelle - Millie - und nutzt diesen auf eine Weise aus, die grausamer kaum sein könnte, denn Grace würde sich selbst komplett opfern, nur um Millie beschützen zu können. Die Story hat sich flüssig lesen lassen und der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat eine Spannung aufgebaut, die es dem Leser kaum ermöglicht hat, das Buch auch nur eine Sekunde wegzulegen. Die Situation spitzte sich immer mehr zu - die Puzzleteile fügten sich zu einem Ganzen und es kam der Moment, da ergab alles plötzlich einen Sinn. Jede von Grace Entscheidungen wirkte plötzlich so viel stärker - machten aus ihr eine Frau, die ihren Kampfgeist nie verloren hat und bis zur letzten Sekunde kämpft. Ich habe mit Grace mit gelitten, habe ihre Entscheidungen verstanden - auch als sie hin und her gerissen war bei ihren Gefühlen zu Jack, der es verstand, nach Außen das perfekte Bild abzugeben. Er zeigte ihr immer wieder, warum sie sich in ihn verliebte und das war so verdammt einfach. Doch er konnte von einer Sekunde zur Anderen ein komplett anderer Mensch werden und man bekam das Gefühl, von zwei völlig verschiedenen Männern zu lesen. Einzig das Ende hätte für mich etwas "spannender" ausfallen können, denn ich fand es ab einem bestimmten Punkt leider etwas vorhersehbar. Dennoch würde ich das Buch jederzeit jedem empfehlen, der gern Psychothriller liest.

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Die 33-jährige Grace lernt den charmanten Anwalt Jack Angel kennen, der keinerlei Berührungsängste mit ihrer am Down-Syndrom erkrankten jüngeren Schwester Millie hat. Sie verliebt sich auf den ersten Blick in den erfolgreichen Rechtsanwalt, der sich auf die Vertretung von misshandelten Frauen spezialisiert hat, und auch Jack scheint in Grace, die sich so liebevoll wie Mutter und Schwester zugleich um Millie kümmert, verliebt zu haben. Sie träumen gemeinsam von einem großen Haus im Grünen, in dem sie zusammen mit Millie leben werden, wenn diese volljährig ist und aus ihrem Internat ausziehen muss. Nach wenigen Wochen des Kennenlernens heiraten Grace und Jack und damit beginnt das Grauen für Grace, denn Jack ist nicht der Mann, für den er sich ausgegeben hat. Um 180° gedreht, beginnt ein Psychoterror für Grace, wobei nach Außen der Anschein einer glücklichen und perfekten Ehe in einer für Grace sorglosen Umgebung, aufrecht erhalten wird. Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und schildert aus der Vergangenheit das Kennenlernen von Grace und Jack bis zum Persönlichkeitswandel von Jack, während jedes zweite Kapitel die Gegenwart nach der Hochzeit beschreibt. Die Spannung des Psychothrillers baut sich von Beginn langsam auf. Zunächst wird die Anfangszeit von Graces und Jacks Beziehung geschildert, die Phase der ersten Verliebtheit. Bei den Schilderungen der Dinner in der Gegenwart wird subtil offenbar, dass Grace aus Angst vor ihrem Mann, der sie mit Argusaugen beobachtet, sehr zurückhaltenden und im Umgang mit anderen gehemmt ist. Nach und nach wird deutlich, warum Grace keinen Schritt ohne ihren Ehemann machen kann und womit er sie unter Druck setzt. Während Grace am Anfang noch sehr naiv ist und sich unbeholfen versucht zu wehren und teilweise resigniert, ist es ihre behinderte Schwester, die im Gegensatz zu allen anderen Bekannten durchschaut, das Jack "böse" ist und den Anstoß gibt, dass Grace selbst raffinierter wird und den Ausbruch aus ihrem goldenen Käfig plant. "Saving Grace" ist in unblutiger Thriller, bei dem es spannend ist zu erfahren, wie Grace und auch Millie aus einer schier aussichtslosen Situation herauskommen. Ich empfand es stellenweise als unrealistisch, wie wenig Risiko Grace auf sich nimmt, um sich selbst zu befreien, auch wenn ihre Angst um Millie nachvollziehbar war, und dass Jack ihr stets einen Schritt voraus war. Als Leser versetzt man sich unweigerlich in Graces Situation und überlegt, wie man selbst handeln würde. Es ist beklemmend zu lesen, mit welch einfachen Mitteln ein Mensch seiner Freiheit beraubt werden kann, ohne dass Außenstehende - Freunde, Verwandte, Nachbarn - etwas davon erfahren. Zum Charakter Jack hätte ich mir mehr tiefer gehende Erklärungen gewünscht. Zwar erfährt man von einem Schlüsselerlebnis aus seiner Kindheit, was aber dennoch seine Motivation in der Gegenwart nicht ganz erklären und konnte und mir der reine Verweis auf einen schlicht grausamen Psychopathen zu wenig ist.

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Die dreiunddreißigjährige Grace und ihr charmanter Mann Jack scheinen das perfekte Ehepaar zu sein. Sie ist hübsch und liebevoll, er ein erfolgreicher Staranwalt, der sich für die Belange misshandelter Ehefrauen einsetzt. Doch hinter dieser Fassade lauert das Grauen, denn Jack ist nicht, was er vorgibt zu sein. Als erstes muss ich sagen, dass ich mich an den doch sehr sehr einfachen Schreibstil erst gewöhnen musste, denn dieser fühlte sich anfangs für mich noch ein wenig emotionslos und stupide an, was sich aber zusehends besserte. Dennoch war er gut und schnell zu lesen. Gut fand ich, dass sich die einzelnen Kapitel abwechselnd in der Vergangenheit und Gegenwart abspielen. Ebenso wie mit dem Schreibstil ging es mir mit der Handlung. Diese zog sich auf den ersten einhundert Seiten etwas zu sehr für einen Thriller, was daran lag, dass erst abwechselnd ausführlich über das Kennenlernen der Protagonisten in der Vergangenheit berichtet wurde und über das scheinbar normale, glückliche Eheleben der beiden in der Gegenwart. Allerdings ändert sich das dann recht schnell, denn immer mehr wird klar, dass irgendetwas mit Jack nicht stimmt und ab da wird die Geschichte richtig spannend und nervenaufreibend. Man kann das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen, leidet mit Grace und hofft, dass sie irgendeinen Ausweg aus ihrer Lage findet und vor allem, dass Millie, ihrer Schwester mit Down-Syndrom, die eine wichtige Rolle sowohl für Grace, aber auch Jack, spielt, nichts passiert. Und dann kam das grandiose Ende, dass ich wirklich gelungen fand. Damit komme ich zu den Charakteren, die allesamt recht gut, wenn auch nicht immer nachvollziehbar, gezeichnet sind. Was Grace angeht, so fand ich sie manchmal ein bisschen zu voreilig und unüberlegt. Dennoch mochte ich sie und konnte zumindest ihre Gedanken und Gefühle in gewisser Weise verstehen. Jack hingegen ist ein sehr interessanter Charakter, der selbst dem Leser das Fürchten lehrt. Millie fand ich super. Man muss sie einfach ins Herz schließen. Allerdings muss ich auch ein paar Nebencharaktere erwähnen, die ich gar nicht nachvollziehen konnte. Dabei geht es um die, bei denen sich Grace versucht, Hilfe zu holen. Bei ihnen habe ich mich schon gefragt, warum sie so handeln, wie sie handeln, ohne auch nur einmal über die Situation nachzudenken. Mehr will ich darüber aber nicht sagen, weil ich Angst hätte, zu viel zu verraten. Wer das Buch liest, wird aber sicher verstehen, was ich meine. Trotz kleiner Mängel, kann ich dieses Debüt dennoch nur weiter empfehlen. Man muss sich zwar ein wenig durch die ersten Seiten kämpfen, wird dafür aber dann mit einer sehr packenden, atmosphärischen Geschichte belohnt, die es in sich hat.

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Ich tendiere fast ein bisschen zu 5 Sternen, weil es echt super spannend war und sehr fesselnd. Allerdings hat es für mich anfangs doch etwas gebraucht, um in Schwung zu kommen ... Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn, also bei den ersten rund 100 Seiten, noch etwas gelangweilt war. Man lernt Grace kennen, Grace und ihren Mann Jack. Man bemerkt sofort die feinen Nuancen, die das Paar seltsam erscheinen lassen. Zu perfekt, zu harmonisch und man weiß sofort, dass da etwas nicht stimmt. Grace erzählt aus der Ich Perspektive abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Die ganzen Erinnerungen, wie sie Jack kennengelernt hat, fand ich etwas mühsam, denn die Kurzfassung erfährt man eigentlich schon auf den ersten Seiten. Das alles nochmal durchzukauen fand ich nicht nötig, auch wenn die Autorin versucht, hier genau zu zeigen, wie Grace in die Falle tappen konnte. Dann zieht die Spannung aber an und da hat sich B. A. Paris wirklich ein sehr perfides Spiel ausgedacht. Immer größere Abgründe tun sich auf und ich war mir auch nicht sicher, wie das ganze wohl enden wird; denn es gibt Tendenzen in beide Richtungen. Die Protagonisten sind ja schon um die 40 und deshalb kam mir Grace Verhalten ehrlich gesagt etwas seltsam vor. Auch wenn ich mich nach einem Mann, einer Familie sehne und Angst habe, ich krieg keinen mehr ab, bin ich doch nicht so blauäugig! Da hätte ihr einiges am Anfang ihrer Beziehung auffallen müssen - aber manchmal lässt man sich wohl gerne blenden. Allerdings entwickelt sie dann doch einen ziemlichen Kampfgeist und sehr lieb gewonnen hab ich auch ihre Schwester Millie! Jack selbst, ein Psychopath schlechthin ... der spielt seine Rolle schon sehr perfekt. Er war mir ein bisschen zu glatt, aber das hat einfach super in die Geschichte gepasst und ich möchte nicht wissen, wie viele solcher Gruselgestalten tatsächlich unbemerkt durch die Welt laufen ... Die Freunde von Grace und Jack - oberflächliche Leute aus der Oberschicht die gerne Dinnerpartys geben, sind jetzt nicht so meine Welt und ich konnte mich da auch gar nicht so einfinden in diese Gesellschaft. Vor allem natürlich, da es ja keiner zu merken scheint. Bis eine neue Familie in der Nachbarschaft auftaucht; diesen Zug fand ich im Endeffekt ziemlich genial gemacht. Der Anfang war also etwas mau mit viel Beziehungsgerede, dass langsam aber stetig auf die subtilen und mehr als grausamen Psychospielchen eingestimmt hat. Dann aber wie gesagt extrem spannend und steigerte sich auch bis zum Schluss. Nur zwischendurch gabs ab und an Passagen, die mir ein bisschen das Tempo rausgenommen haben. Für Thriller Liebhaber auf jeden Fall zu empfehlen!

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Beim Stöbern auf der Randomhouse-Homepage bin ich über Saving Grace gestolpert. Der Klappentext hat sich wirklich gut angehört, denn er machte richtig Lust auf einen wirklich grausamen Bösewicht. Da stiegen die Erwartungen natürlich dementsprechend. Außerdem war ich neugierig, wie es B.A. Paris in ihrem Debutroman fertig gebracht hat, die Gefangenschaft der eigenen Ehefrau realistisch hinzubekommen. Der Inhalt Niemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm … Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite … [ Quelle: Blanvalet ] Meine Meinung Grace hat so ein Glück. Sie hat einen liebevollen Mann gefunden, der sie nicht nur in luxuriöse Urlaube führt und ihr ein wunderschönes Haus genau nach ihren Wünschen gebaut hat. Das Tüpfelchen auf dem i ist Jacks Verständnis für Graces Wunsch, ihre behinderte Schwester mit 18 Jahren bei ihnen aufzunehmen. Millie hat das Down-Syndrom und lebt momentan noch in einem Internat. Doch sobald sie volljährig wird muss sie dort raus. Graces vorherigen Beziehungen sind an dem Wunsch von Grace, ihre Schwester bei sich aufzunehmen, allesamt in die Brüche gegangen. Nach außen hin führt das Ehepaar also ein perfektes Leben. Und Jack legt auch größten Wert darauf, diesen Anschein aufrecht zu erhalten. Denn in Wahrheit stellt sich die Sache ganz anders dar. Jack zieht seine größte Befriedigung aus der Angst anderer Menschen. Grace wird von ihm in Wirklichkeit gefangen gehalten, hat die perfekte Ehefrau zu spielen und dient ihm lediglich als Mittel zu Zweck. Denn Jacks wahres Ziel ist Millie… Man steigt an einem Abend in die Geschichte ein, an dem das Ehepaar ein Dinner für Freunde gibt. Es wird gegessen, gelacht und geredet. Doch bereits von der ersten Seite an hat man ein richtig ungutes Gefühl. Der Abend wirkt oberflächlich betrachtet eigentlich ganz normal. Drei Ehepaare, die gemeinsam zu Abend essen. Doch Grace scheint ständig unter Strom zu stehen. Warum ist es ihr so wichtig, dass das Essen perfekt ist und die Tischgespräche nicht ins Stocken geraten? Und ist es nicht komisch, dass Jack seiner Ehefrau überall hinfolgt? Obwohl es nie direkt angesprochen wird, merkt man zu Anfang sofort die Angst, die Grace vor ihrem Ehemann hat. Die Autorin hat es fabelhaft hinbekommen, direkt von der ersten Seite an dem Leser ein gewisses Unbehagen zu vermitteln. Man merkt, da stimmt etwas nicht, aber es ist einfach noch nicht greifbar. Nach und nach erzählt Grace ihre Geschichte. Und wenn man dachte, dass der Schrecken nachlässt, wenn man ihm einen Namen geben kann, der täuscht. Eine Beschreibung der Charaktere ist bei diesem Buch stellenweise gar nicht ganz einfach. Grace und Millie sind da noch der einfachere Part. Gerade Grace hätte meinem Geschmack nach ein wenig mehr Tiefe vertragen. Je weiter das Buch voran schritt, desto mehr hatte ich das Gefühl, als wäre sie durch jede andere Frau austauschbar. Man erfährt nur wenig über sie und ihre Vorlieben, Leidenschaften und Bedürfnisse. Das fand ich etwas schade, da man zwar auch so schon sehr mit ihr leidet, doch wäre man ihr näher gewesen, hätte B.A. Paris bestimmt noch eine Schippe drauflegen können. Jack dagegen lernt man eigentlich sehr gut kennen. Wobei auch hier relativiert werden muss. Seine Motive werden enthüllt und trotzdem hat man natürlich Schwierigkeiten, diese zu verstehen. Die einfachste Erklärung ist wahrscheinlich, dass er vom Grund seines Wesens böse ist. Er hat Freude daran, anderen Menschen Angst zu machen und weidet sich an deren Grauen. Auch wenn die Motivation von Jack recht einfach gestrickt ist, hat dies der Story keinen Abbruch getan. Es geht primär nicht darum, was einen Menschen zu diesem Handeln treibt, sondern vielmehr darum, wie Grace ihre Gefangenschaft erlebt und wie sie versucht, daraus zu entkommen. Das führt dazu, dass der Spannungsbogen durch das ganze Buch hinweg unglaublich gut aufgebaut war. Gut gelungen war auch die Erzählweise. Grace berichtet aus der Ich-Perspektive und springt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Die beiden Zeitstränge nähern sich immer mehr aneinander an und man arbeitet sich langsam aber sich dem Showdown zu. Doch das Ende hat mich dann ein kleines bisschen enttäuscht. Das Ganze kam mir etwas zu überstürzt vor. Da hätte man durchaus noch etwas Spielraum gehabt. Mein Fazit Mit dem vorliegenden Buch ist B.A. Paris wirklich ein gelungenes Debut geglückt. Das Buch fällt definitv ins Thriller-Genre, setzt sich dort aber von Konkurrenzbüchern deutlich ab. Die Autorin schafft es auf Anhieb, ihre Leser in ihren Bann zu ziehen. Dabei besticht der Aufbau durch schlichte Einfachheit. Drei Charaktere, um die sich die Story dreht, während Nebencharaktere so gut wie nicht präsent sind. Alles in allem ein richtig gutes Buch!

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Beklemmend

Von: Lesetante

10.02.2017

Am Anfang hatte ich Probleme, mich auf die Stimme von Christiane Marx einzulassen. Aber nach einer halben Stunde hatte sich das Fremdeln gegeben und ich war in der Geschichte drin. Diese wird aus der Sicht der gefangenen Protagonistin Grace erzählt und wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dazwischen liegen ca. 15 Monate und es geht mit dem Kennenlernen der Protagonisten los. Das Drama entwickelt sich dadurch sehr langsam aber stetig und genauso nimmt die Bedrückung zu. Habe ich zuerst verständnislos den Kopf über Grace geschüttelt, wurde mir zunehmend bewusst, dass sie alles andere getan hat, als sich ihrem Schicksal zu ergeben. Die Sprecherin macht einen guten Job, sie hat eine angenehme Stimme, die sehr empathisch mit der Protagonisten umgeht. Dadurch bekommt die Geschichte eine Emotionalität, die sehr gut passt, denn das Opfer ist eine Frau, die leise gegen ihr Schicksal kämpft und jede Strafe auf sich nimmt, um ihre Schwester zu schützen. Sie manipuliert ihren psychopathischen Mann vorsichtig, weil sie im Laufe der Zeit durch viele Beobachtungen gelernt hat ihn zu lesen. Mir gefällt das Hörbuch sehr gut, auch wenn ich es manchmal etwas langatmig finde. Die Spannung entwickelt sich gut, die Protagonisten entfalten sich im Guten wie auch im Bösen und als Zuhörerin war ich gut unterhalten.

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Idee/Handlung Wie gesagt ist die Idee genial für einen Psychothriller. Doch nun mal zur Umsetzung: Hmm. Ich muss sagen, ich hätte mir die Geschichte irgendwie noch wesentlich 'härter' und gewalttätiger vorgestellt, doch es wird mehr Wert auf Psychospielchen gelegt. Ich denke, es ist kein Spoiler, zu sagen, dass Grace keine glückliche Ehe, sondern eher eine Gefangenschaft lebt, was an ihrem Mann, Jack Angel (Ja ja, der Name :D) liegt. Am Anfang gibt es die recht lange Kennenlern-Geschichte von Grace und Jack, die mir teils zwar zu ausführlich war - in der Kürze liegt die Würze - dennoch natürlich wichtig, um später diesen Kontrast, die Scheinheiligkeit, zu verstehen. Ab ca. S. 100 ist man in der Ehe angekommen und lernt Jack Angel erst so richtig kennen. Ab da an wird es wesentlich spannender und vor allem perfider. Der Mittelteil ist, wie gesagt, spannender, doch zum Beispiel fand ich die langen "Small Talk"-Abschnitte mitunter etwas zu langgezogen - oftmals hätte da man etwas kürzen können. Was wieder herausragend war, ist das Ende bzw. der letzte Teil des Buches. Vor allem mit Esther hatte ich so nicht gerechnet und ich habe mich am Ende sehr gefreut^^ Charaktere Denn Jack hat es mit Psychospielchen. Wobei ich sagen muss, dass seine Vorgeschichte recht plötzlich kommt, praktisch ohne Anlass haut er sie raus. Dennoch ein schlaues Kerlchen, er plant alles mögliche durch, alle möglichen Ereignisse. Grace als Protagonistin gefiel mir sehr. Sie ist eine kleine Kämpfernatur, ist aber auch kein Übermensch. Die Nebenhandlung mit Milly ist auch sehr verstörend, vor allem mit dem Plan, dass sie im Keller einziehen sollte^^ Schreibstil Das Buch ist aus Graces Sicht geschrieben, in der Ich-Perspektive. Dabei wechseln sich die Kapitel mit 'Vergangenheit' und 'Gegenwart' ab, manchmal war dies leicht verwirrend, aber irgendwann hat man sich drauf eingestellt. Auf jeden Fall konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen und innerhalb weniger Stunden hatte ich die Geschichte durch. Ein paar Dialoge hätten gekürzt werden können, aber ansonsten liest sich der Stil der Autorin sehr gut. FAZIT Ein gelungener Psychothriller, der sich dem Ehe-Setting bedient, was ich sehr genial finde. Es wird mehr Wert auf Psychospielchen gelegt, wo ich mir etwas mehr Gewalt gewünscht hätte :D Aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Fans des Genres! - 4 von 5 Feenfaltern - Vielen Dank an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar! © Anna Salvatore's Bücherreich

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Grace kann ihr Glück kaum fassen. Der gut aussehende und charmante Staranwalt Jack Angel bittet sie, seine Frau zu werden. Das pure Glück erwartet sie. Ihr Eheleben scheint perfekt. Doch warum lässt Jack seine junge Braut nicht aus den Augen? Wieso scheint es hinter der perfekten Fassade anders zu sein? Was verbirgt das Paar? "Saving Grace" ist das Debüt von B.A. Paris und hat mir sehr gut gefallen. Vor der Lektüre habe ich von Jubelstürmen bis hin zu "Das ist sowas von langweilig" alles gehört und war einfach neugierig, welches Werk die Leser so spaltet. Und ich habe es nicht bereut. Die Autorin greift ein wichtiges und emotionales Thema auf und lässt ihre Leser von Seite zu Seite miterleben, wie es Grace geht. Toll! Die Geschichte wird von Grace selbst erzählt. Dabei wechselt sie kapitelweise von der Gegenwart in die Vergangenheit. So bekommt man als Leser hautnah mit, warum ihr Leben mit Jack Angel so ist, wie es ist. Gerade zu Beginn ging ich einfach von einer zu perfekten Ehe aus: großes Haus, ein fürsorglicher Ehemann, der einfach nicht ohne seine Frau sein kann. Und genau da beschlichen mich erste Zweifel. Denn Grace deutet immer wieder an, dass die Perfektion nicht das ist, was sie zu sein scheint. Und ein paar Kapitel weiter kam dann der Schock: Jack ist mitnichten der liebende Ehemann. Sein Verhalten ändert sich, sobald die Tür hinter den Gästen zufällt. Grace weiß genau, hat sie sich einmal falsch verhalten, wird sie die Konsequenzen sofort tragen müssen. Durch Graces Erzählungen fühlte ich mich ihr sehr nah. Ich habe mit ihr gemeinsam die Schattenseiten ihres Mannes entdeckt, gehofft, gebangt und Pläne erdacht. Diese Nähe hat mir sehr gut gefallen. Denn dadurch wurde der Schrecken real, greif- und spürbar. Der Thriller kommt ganz ohne Blut, Gewalt und Morde aus. Und genau das macht den Reiz aus. Ich habe bei der Lektüre so manches Mal gehofft, Jack möge einfach mal ausrasten, da die unterschwelligen Drohungen meine Nerven zum Zerreißen gespannt haben. Dies schaffen nur wenige Autoren mit ihren Geschichten. Das Finale ist zwar logisch herbeigeführt, aber für mich nach der Perfektion Jacks doch zurecht gebogen. Hier hätte ich mir mehr Schwierigkeiten gewünscht. Auch hätte ich gern mehr über Jacks Vergangenheit erfahren. Diese wird leider nur angedeutet. Der Stil von B.A. Paris ist sehr gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist direkt und macht, wie ihre Hauptfigur, eine Wandlung von stark hin zu verzweifelt zu kämpferisch durch. Das hat mir sehr gut gefallen. Fazit: auch ohne Blut ist der Thriller nichts für Zartbesaitete. Ich kann ihn empfehlen.

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