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Rezensionen zu
Die Lügen der Anderen

Mark Billingham

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€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Mark Billingham beweist: Wenn das Rätsel stark genug ist, die einzelnen Figuren funktionieren und die Geschichte nahe genug an unsere eigene Welt rückt, wird Sympathie zur Nebensache. Dabei schafft Billingham einen genialen Identifikationspunkt für den Leser über die Ausgangslage und Umstände: Drei Pärchen lernen sich im Urlaub in Florida kennen und treffen sich zuhause wieder. Ein Thriller im alltäglichen Milieu, bei dem sich der Leser bange fragt: Das könnte uns auch passieren. Oder wissen wir denn jemals wirklich, welche dunklen Geheimnisse unsere Bekannten verbergen? Der Autor macht es uns leicht, uns selbst in der Geschichte zu sehen. Das Abgründige rückt nahe an uns heran. Wir identifizieren uns über die Situation, in der sich die Figuren befinden. Billingham zeigt uns die Abgründe aller Gestalten ohne Rücksicht darauf, ob sie uns sympathisch sind oder nicht. Die Lektüre wird zu einem psychologischem Detektivspiel, das schaurigen Spaß macht. Der Autor gibt uns für jeden möglichen Täter oder Täterin eine Spur. Erst denken wir, klar, Barry. Dann, vielleicht doch Dave? Ganz sicher ein Mann. Oder doch nicht? Könnte Eifersucht das Motiv sein? Auf jeden Fall ist das Motiv abgründig und im Schlimmsten des Menschen zu finden. Ein bisschen ausführlicher habe ich das Buch und wie es funktioniert in meinem Blog analysiert.

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Zum Inhalt In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich. Zum Autor (Quelle Randomhouse) Mark Billingham, geboren in Birmingham, ist als Autor von Drehbüchern und TV-Serien äußerst erfolgreich und wurde bereits mit dem "Royal Television Award" ausgezeichnet. Die Krimi-Serie um den eigenwilligen Detective Inspector Tom Thorne ist international ein großer Erfolg. Neben dem BCA-Award, dem Theakston's Award für den besten Krimi des Jahres und Nominierungen für den Gold Dagger wurde die Serie um Tom Thorne mit dem Sherlock Award für die beste Detektivfigur im britischen Kriminalroman ausgezeichnet. Sie wird außerdem derzeit von der BBC für das englische Fernsehen verfilmt. Mark Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in London. Meine Meinung Erinnert erstmal an einen altbekannten Krimi von Agatha Christie, aber es entwickelt sich hier rasant zu einem angenehmen Thriller über das Misstrauen und den aufkeimenden Verdacht unter Fremden. Mark Billingham hat einen angenehmen und dennoch ansprechend spannenden Schreibstil, in den man sich schnell einfindet. Die Charaktere sind gut dargestellt und auf verschiedene Weise kann man sich in sie hineinversetzen oder ihnen misstrauisch gegenüber stehen. Man verfolgt das Geschehen bis zum (grausamen) Ende.

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Wenn auf dem Buchrücken Das Beste, was die englischsprachige Literatur derzeit zu bieten hat steht, dann ist es klar, dass man neugierig darauf wird, warum hier ein Superlativ verwendet wird. Dies gepaart mir dem wirklich spannend klingenden Klappentext und schon hat man mich am Haken. Ich setzte mich also dran, diesen Thriller zu lesen, hatte ziemlich hohe Ansprüche und wurde enttäuscht. Mark Billinghams Werk ist in vier Teile aufgeteilt. In den ersten drei geht es mehr um eines der Paare, die sich im Urlaub kennengelernt haben und im letzten um eine einzelne Person. Zudem werden in diesen Abschnitten auch noch die Abendessen geschildert, und es gibt diverse Rückblicke zu den Geschehnissen des Urlaubs. Insgesamt befasst sich die Geschichte jedoch mit weitaus mehr Figuren, als nur diesen sechs. Es treten hier mal Unbekannte auf und dort drängeln sich ebenfalls noch welche auf die Bühne, die jedoch nur in einem Kapitel vorkommen und anschließend das Geschehen wieder verlassen. Warum sie dann überhaupt genannt werden? Das habe ich mich auch gefragt. Das verschwundene Mädchen wird immer noch gesucht, also haben in Die Lügen der Anderen auch noch zwei Ermittler ihre Hände mit im Spiel, die diesen Fall natürlich möglichst schnell aufklären möchten. Der Grund, warum erneut die Paare befragt werden, erscheint mir ein wenig utopisch. Alle sind aus dem Urlaub wieder zu Hause gelandet, doch dann, ganz plötzlich geschieht etwas, was die Polizei dazu veranlasst, die Sechs erneut zu befragen. Für mich ein zu großer Zufall. »"Verdammt", sagte Ed, als er sich wieder gefangen hatte. Er lachte etwas lauter. "Und ich dachte, jetzt schlägst du zu." Barry lächelte. "Könnte noch passieren." "Seht ihr?", meinte Angie. "Was habe ich gesagt? Keiner kennt den anderen wirklich."« Zitat aus: "Die Lügen der Anderen" Da mich die Geschichte nicht sonderlich packen konnte, denn es fehlte mir einfach an Spannung, hatte ich große Hoffnung darin, dass mir wenigstens die Charaktere etwas näher kommen würden, doch das taten sie zu keiner Zeit. Eher gerieten sie für mich von Seite zu Seite noch mehr in den Hintergrund. Egal ob es sich dabei um Angie und Barry, oder Sue und Ed handelte: Ich konnte keinerlei Sympathie, noch Empathie für sie aufbringen. Sie blieben für mich die gesamte Zeit über Puppen, die eine Geschichte rüber bringen wollten, dies aber nicht sonderlich gut geschafft haben. Jede einzelne Person hat irgendein Geheimnis, welches im Laufe der Zeit gelüftet wird, bei mir aber so gar nichts ausgelöst hat. Keinerlei Emotionen, keinerlei Schockmomente habe ich erlebt. Die gesamten 416 Seiten gingen vorbei, ohne, dass mich irgendetwas überrascht hat. Dabei bietet dieser Plot jede Menge Zündstoff für einen rasanten, spannenden Thriller. Auch die Kapitel, in denen sich der Entführer selbst in der Ich-Form zu Wort meldet und den Leser sogar selbst anspricht, sind meiner Meinung nach sehr gelungen und ausbaufähig gewesen, doch leider waren dies auch schon alle Punkte, die mir gefallen und die mich dazu gebracht haben, Die Lügen der Anderen überhaupt zu Ende zu lesen. Als enorm störend empfand ich, dass fast alles im Präteritum geschrieben war, es sich aber auch Kapitel einschlichen, in denen auf einmal im Präsens geschrieben wurde. Das hat mich aus meinem, sowieso schon sehr in Mitleidenschaft gezogenem Lesefluss getrieben und mich komplett aus der Geschichte geworfen. Es gab nach meinem Empfinden sowieso schon viel zu viele Sprünge: In der Zeit, beim Erzähler, beim Ort, so dass man als Leser ebenfalls munter wie ein Flummi durch die Gegend hüpfte. Zum Ende hin sollte sich im Grunde genommen noch einmal Spannung aufbauen, jedenfalls sollte dies bei einem Thriller so sein, doch auch hier passierte erneut nichts Ungewöhnliches, sondern genau das, was ich schon erwartet hatte. Das Motiv war klar, wenn auch "merkwürdig" und der Täter ebenfalls. Fazit: Ich kann mir nicht erklären, warum Die Lügen der Anderen "Das Beste, was die englischsprachige Literatur derzeit zu bieten hat" sein soll, denn für mich war es erstmal überhaupt kein Thriller und zum anderen wirklich ermüdend. Keinerlei Tiefe, was die Figuren angeht, keinerlei Überraschungen und auch noch zu keiner Zeit spannend.

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Inhalt Drei Pärchen lernen sich im Sommerurlaub kennen. Als sich ihr Urlaub dem Ende zuneigt, wird ein kleines Mädchen aus dem Resort entführt und die Polizei geht von Mord aus. Die sechs werden befragt und reisen kurz darauf ab. Wieder zu Hause treffen sie sich Reih um zum Dinner, um die Geschehnisse Revue passieren zu lassen… und mit jedem Abend werden mehr und mehr Geheimnisse enthüllt. Eigene Meinung Auf Marc Billingham bin ich durch „Der Manipulator“ aufmerksam geworden. Mir hat seine Schreibweise sehr zugesagt und so musste ich auch zu „Die Lügen der Anderen“ greifen. Von der Art erinnert es ein bisschen an Stephen Kings „Die Arena“. Im Fokus stehen auch hier die Menschen und wie sie sich in verschiedenen Situationen verhalten. Wer verliert wann die Nerven und macht sich dadurch verdächtig? Das Buch startet am Ende ihres Urlaubes, man wird also direkt ins Geschehen geschmissen. Abwechselnd wird aus der Sicht der sechs Personen erzählt, wobei es auch ein paar Kapitel gibt, in denen der Mörder zu Wort kommt und man versuchen kann, die versteckten Hinweise auf selbigen zu entschlüsseln. Ebenso begleitet man die Ermittler bei der Spurensuche, den Befragungen und darf gespannt sein, wie sie hinterher Stück für Stück das Puzzle zusammensetzen. Mir haben die Charaktere sehr gut gefallen. Sie waren keineswegs sympathisch, doch sie waren alle gut ausgearbeitet und jeder hatte seine Geheimnisse und Eigenarten. Das hat es auch so schwierig gemacht herauszufinden, wer der Täter ist. Zwar hatte ich am Ende eine Theorie, doch auch diese wurde wieder umgeworfen. Wer denn nun wirklich das Mädchen umgebracht hat, war mir ein bisschen weit hergeholt, jemand anderes hätte wesentlich besser gepasst. Aber das ist kein Grund, einen Stern abzuziehen, denn spannend war es trotzdem! Fazit Ein klasse Buch von Billingham - Pageturner durch und durch. Im Mittelpunkt stehen hier weniger die Ermittler, sondern mehr die unglaublich gut gezeichneten Charaktere. Muss man gelesen haben!

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