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Rezensionen zu
Krieger des Nordens

Jonas Herlin

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„Krieger des Nordens“ von Jonas Herlin erbat ich beim Bloggerportal von Random House, weil ich noch immer die Mission verfolge, endlich meine Nische im Genre der historischen Romane zu finden. Aktuell versuche ich es mit Wikingergeschichten, die meinen generellen Lesevorlieben theoretisch entgegenkommen sollten. Im November 2015 hatte ich mich bereits an „Götter der Rache“ von Giles Kristian herangewagt, war aber leider nur mäßig begeistert. Ich erhoffte mir von „Krieger des Nordens“ den großen Knall, der bei Kristians Trilogieauftakt für mich ausblieb. Der Raubzug der Nordmänner ins Fränkische Reich versprach, ein voller Erfolg zu werden. Getragen von den Wassern des mächtigen Rheins gelang es den Wikingern, die heikle politische Situation zwischen den drei Enkeln Karls des Großen auszunutzen und bis nach Xanten vorzudringen. Von Gier getrieben segelte Grimr Schädelspalter mit 700 Kämpfern und seinen Söhnen Thorbrand und Olav weiter flussaufwärts. Hier, auf einer Flussinsel mitten im Frankenreich, wendet sich das Blatt. Was als siegreiche Eroberung einer wehrlosen Stadt beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Desaster. Als Grimr einer schweren Verletzung erliegt und Thorbrand für seinen Jähzorn verbannt wird, obliegt es Olav, die Verteidigung gegen die Franken anzuführen, die die Plünderung ihrer Ländereien nicht länger tatenlos hinnehmen. Die Nordmänner sind rettungslos unterlegen, die Lage ist aussichtslos. Doch kein Wikinger würde jemals kneifen, wenn es gilt, für Beute und die Leben seiner Kameraden zu kämpfen. Blut tränkt die Ufer des Rheins. Werden die Krieger des Nordens als reiche Männer in ihre Heimat zurückkehren oder dem Tod die Hand reichen? So viel zu dem erhofften großen Knall. Ihr seht mich mit weit heruntergezogenen Mundwinkeln und einem tiefen Stirnrunzeln vor dem Laptop sitzen. Meine Güte, war dieses Buch furchtbar. Ich fand es grauenvoll. Wenn Jonas Herlin gern Geschichtsunterricht geben möchte, soll er das tun. Aber bitte, bitte, bitte, er soll nie wieder ein Buch wie „Krieger des Nordens“ verfassen. Ich finde keine Worte, um auszudrücken, wie sehr ich mich gelangweilt habe. Es war so… so… dröge. Mein Hirn wollte sich ständig ausschalten und sich angenehmeren Gedanken hingeben, wie der Frage, wann der nächste Abwasch fällig ist oder ob ich für die Staubfluse in der Ecke extra den Stausauger rausholen sollte. Ich konnte mich nur mit Mühe über die Seiten quälen und habe mich zwingen müssen, am Ball zu bleiben, um dieses literarische Pendant einer Schlaftablette endlich beenden zu können. Ich hatte das Gefühl, Herlin wollte mir unbedingt ganz viel beibringen, was auch funktionierte, aber die Geschichte, die all die Informationen seiner umfangreichen Recherche transportieren sollte, überzeugte mich leider überhaupt nicht, weil sie hinter den zahllosen Fakten nahezu verschwindet und Herlin meiner Meinung nach einfach kein schriftstellerisches Talent besitzt. Da ist kein Gespür für Atmosphäre, kaum inhaltliche Variabilität, kein durchdacht konstruierter Spannungsbogen. Stattdessen kenne ich jetzt wohl jeden der 700 Nordmänner mit Namen. Die Art und Weise, wie Herlin Charaktere etabliert, ist die seltsamste, die mir je untergekommen ist. Wann immer eine Figur mit einer Sprechrolle starb, war er offenbar der Meinung, sie ersetzen zu müssen, damit stets jemand vorhanden ist, der überflüssige Kommentare abgeben und mit anderen Worten wiederholen kann, was bereits dreimal gesagt wurde. Es ist übrigens ganz wichtig, dass die Schiffe auf die Insel gebracht werden, damit die Franken sie nicht zerstören, klar?! Er stellte mir am laufenden Band neue Persönlichkeiten vor, samt Kurzbiografie. Es waren viel zu viele, oberflächliche Figuren, die kaum erkennbaren Wert für die Handlung hatten. Ich kapiere einfach nicht, was das sollte. Wenn man eine Geschichte schreibt, die auf einen blutigen Belagerungskampf hinausläuft, sterben auf beiden Seiten zwangsläufig einige Akteure. Sonst wäre die Belagerung ja kaum blutig, oder? Ein cleverer Autor lässt Figuren, die für die Handlung unverzichtbar sind, allerdings erst dann sterben, wenn er sie nicht mehr braucht, keine Sekunde früher, damit er ihre Rollen eben nicht erneut ausfüllen muss und nicht jegliche Bindung, die die Leser_innen bis dahin aufgebaut haben, zerstört wird. Irgendjemand sollte das Jonas Herlin wohl mal sagen. Dann haben wir da noch das Motiv der entzweiten Brüder. Thorbrand und Olav. Die beiden sind so gegensätzlich, dass sie schon wieder stereotyp sind. Ich weiß eigentlich nicht so recht, was mir Herlin durch ihre Schicksale mitteilen wollte. Vermutlich ging es abermals darum, möglichst viel historisches Wissen in das Buch zu quetschen, da Thorbrand in seiner Verbannung an der Seite eines Mönches durch das Fränkische Reich reist und die zeitgenössische Politik kennenlernt, während Olav als Anführer der Wikinger Einblicke in ihre Kultur gewährt. In der Theorie nett, in der Praxis jedoch unzusammenhängend und zu viel Input. Außerdem empfand ich es als unvorteilhaft, dass ich den beiden dadurch stets ein Stück voraus war. Es kam keine Spannung auf, kein Hoffen und Bangen, ob die Nordmänner es nun nach Hause schaffen oder nicht. Ich wusste einfach zu viel. „Krieger des Nordens“ war in jeglicher Hinsicht ein Fehlschlag. Es ist ein quälend fantasieloses Buch, trocken und zermürbend, die längste Geschichtsstunde aller Zeiten. Ich glaube nicht, dass ich Jonas Herlin jemals wieder eine Chance gebe. Dazu war diese Lektüre wirklich zu traumatisierend. Meine Experimente mit Wikingerromanen werde ich an dieser Stelle allerdings noch nicht abbrechen. Einmal werde ich es noch wagen, geht dieser Versuch auch wieder schief, orientiere ich mich neu. Ich begebe mich vertrauensvoll in Hände eines echten Nordmannes, der dann hoffentlich weiß, wovon er schreibt und sein Werk nicht als Zwangsgeschichtsunterricht missbraucht: Snorri Kristjansson. Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars im Austausch für eine ehrliche Rezension!

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Die Wikinger sind nicht aufzuhalten. Ihre Renaissance in Literatur und Fernsehen zieht eine Flut von Neuveröffentlichungen nach sich, bei der man nicht umhin kommt, ein wenig auszusortieren. Einen Wikingerroman der kreativeren Sorte liefert Jonas Herlin ab, zwischen dessen Zeilen trotz des nichtssagenden Titels irgendwo ein ganz großes Historienabenteuer versteckt sein könnte. Das fränkische Reich, Anno 842: Eine Flotte abenteuerlustiger Nordmänner wagt sich den Rhein hinauf, um die reichen Klöster und Städte zu plündern. Die Könige des Frankenreichs sind mit Erbstreitigkeiten beschäftigt, was den Wikingern vorerst zugute kommt. Doch dann stirbt ihr Anführer Grimr Schädelspalter und hinterlässt nicht nur eine Schar uneiniger Gefolgsleute, sondern auch seine beiden um die Nachfolge ringenden Söhne Olav und Thorbrand. Währenddessen nähert sich ein mächtiges Heer der Franken, was die Plünderer in eine heikle Lage bringt. Die Geschichten von den abenteuerlichen Rache- oder Beutezügen der nordgermanischen Völker sind bestens bekannt. Jonas Herlin (ein Pseudonym des Fantasyautors Alfred Bekker) umgeht jedoch viele Klischees elegant und nimmt die historisch tatsächlich nachgewiesenen Einfälle der Wikinger in Städten wie Novaesium (Neuss) und Xanten zum Anlass, um die Abenteurer auf das für ihre Verhältnisse hochentwickelte Volk der Franken treffen zu lassen. Natürlich gibt es in den Reihen der Nordmänner die üblichen Berserker, lockere Moralvorstellungen und man beschwört allenthalben die Götter, doch die der Handlung zugrunde liegenden Konflikte machen die Lektüre spannend genug, um bis zum Ende dabei zu bleiben. Nachdem sich Herlin reichlich Zeit für die Einführung der handelnden Charaktere genommen hat, verschlägt es einen der Krieger zu den Franken, was wiederum für einen interessanten Perspektivenwechsel sorgt. Hier bricht der Roman aus dem Schema der einfachen Abenteuergeschichte aus und entwickelt sich vorübergehend zum ernstzunehmenden Historienroman. Der Culture Clash, den der Nordmann bei den Franken erlebt und der zuweil an Rebecca Gablés "Das Haupt der Welt" erinnert, birgt reichlich Potential, wird aber kürzer als nötig abgehandelt. Vor dem großen Finale verschwindet schließlich ein nicht ganz unwichtiger Charakter mir nichts dir nichts aus dem Blickfeld und der Einblick in die frühmittelalterliche Politik im geteilten fränkischen Reich bleibt eine vergleichsweise knappe Episode. Mit etwas mehr Fokus auf die geschichtlichen Umstände, weniger pragmatischer Sprache und dreidimensionaleren Charakteren hätte "Krieger des Nordens" ein ausgezeichneter tausendseitiger Historienschmöker werden können. Aber vielleicht ist das gar nicht unbedingt nötig. Die Handlung ist geradlinig, spannend und transportiert bekannte Muster in eine Gegend, in der man die Wikinger bisher noch nicht erlebt hat. Mal was anderes, als alle Nase lang nach England zu segeln oder sich aus reinem Heldenmut untereinander zu bekriegen. Für Freunde kurzweiliger und gut zugänglicher historischer Romane in jedem Fall ein Lesetipp, der aus dem Einheitsbrei ähnlicher Werke heraussticht. Seitenzahl: 480 Format: 11,8 x 18,9 cm, Taschenbuch Verlag: Blanvalet

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Dies ist einer der seltenen Fälle, wo ich mich zuerst in das Buchcover (diese eisblauen Augen!) verliebt habe und erst dann der Klappentext mein Interesse geweckt hat. Aber hinter dem schönen Cover verbirgt sich auch ein guter historischer Roman mit einer eher ungewöhnlichem Kombination von Epoche und Handlungsort. Der Roman steht insofern etwas in der Tradition von Bernard Cornwell oder Simon Scarrow, als vor allem Schlachten und Eroberung im Vordergrund stehen. Und wie der Klappentext schon andeutet, gibt es davon auch genug. Dementsprechend gibt es auch genug brutale Szenen, wobei der Autor zwar nicht davor zurückschreckt Dinge beim Namen zu nennen, aber sie auch nicht unnötig detailliert beschreibt. Es entwickelt sich schnell eine Spannung, die den Leser gefangen nimmt und bis zum Ende der Handlung auch nicht mehr loslässt. Die beiden Brüder im Mittelpunkt des Romans, Olav und Throbrand, erinnerten mich mit ihren vorherrschenden Eigenschaften manchmal an an Loki und Thor aus den Marvel-Filmen, was ich doch etwas erheiternd fand. Wobei mir hier Olav deutlich sympathischer war und ich seine Gedanken und Aktionen auch besser nachvollziehen konnte als die des ungestümen Thorbrand. Leider hatte ich etwas den Eindruck, dass die Sympathien des Autors genau gegensätzlich verteilt waren als meine. Dementsprechend hab ich mir ohne jetzt zu viel verraten zu wollen auch ein etwas anderes Ende gewünscht. Aber auch so fand ich es wirklich gut zu lesen und interessant. Gerade dadurch, dass Thorbrand durch gewisse Entwicklungen in einen engeren Kontakt zu einigen Franken kommt und der Leser so mit ihm von außen einen Blick auf diese dem Wikinger doch recht fremde Gesellschaft werfen kann, fand ich sehr faszinierend. Ein gelungenes Debüt des Autors, dem hoffentlich noch viele weitere Romane folgen. Vielleicht sogar eines über die Abenteuer von Branagorn von Corvey, den ich hier schon sehr interessant fand und über dessen Erlebnisse ich gern mehr lesen würde.

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Inhalt Niederrhein, 842: Eine Horde Wikinger überfällt die Stadt Xanten und besetzt diese, unter ihnen der Jarl Grimr Schädelspalter mit seinen beiden Söhnen Olav und Thorbrand. Doch Grimr will mehr Beute machen und beschließt, mit seinen Leuten die Gruppe zu verlassen und nach Novaesium zu fahren. Durch die Unruhen im Reich, herbeigeführt durch den Erbstreit der Söhne Ludwigs des Frommen, können die Wikinger ungehindert den Rhein befahren. Doch auch zwischen den Halbbrüdern Olav und Thorbrand herrscht Unfriede, denn Olav, der lieber plant als sich in einen unnötigen Kampf verwickeln zu lassen, möchte gerne die Nachfolge seines Vaters antreten, doch dieser scheint Thorbrand zu bevorzugen… Meine Meinung Krieger des Nordens ist der erste Roman von Jonas Herlin. Leider wird hier im Klappentext wieder extrem weit vorgegriffen, große Teile der erwähnten Handlung finden erst etwa nach der Hälfte des Romans, zum Teil erst wenige Seiten vor Schluss statt, weshalb ich dazu raten würde, den Klappentext nicht zu lesen! Es handelt sich um einen dieser Romane, in denen die Themen Krieg und Eroberung, Missgunst und Verrat eine große Rolle spielen, während Romantik überhaupt nicht vorkommt. Zwar gibt es im Roman einige wenige Frauen, doch wird keine einzige mit Namen genannt. Im Zentrum der Geschichte steht der Bruderzwist, wobei dieser hauptsächlich von einer Seite ausgeht. Die Halbbrüder Olav und Thorbrand sind am selben Tag geboren, und da niemand sagen kann, wer der ältere ist, stehen sie in Konkurrenz um die Nachfolge ihres Vaters zueinander. Thorbrand, der Sohn einer fränkischen Sklavin, der im Christentum unterwiesen wurde und auch die deutsche Sprache spricht, ist seinem Vater sehr ähnlich. Beide stürzen sie sich in den Kampf, wenn es denn gefordert ist, sie sind immer unter ihren Männern, doch Thorbrand lässt sich auch leicht erregen und ist dann in seinem Zorn nicht aufzuhalten. Olav dagegen ist bedächtiger, nachdenklicher. Er bestreitet seine Kämpfe lieber in den hinteren Reihen, um strategisch dort eingreifen zu können, wo es nötig ist. Obwohl seine Pläne oft aufgehen und er sich auf die Unterstützung der Sippe seiner Mutter verlassen kann, ist es doch die Anerkennung seines Vaters, die ihm fehlt. Wider Erwarten ist es nicht Olav, der hier der Sympathieträger des Romans ist, sondern Thorbrand, der unter den intriganten Art seines eifersüchtigen Bruders gelegentlich zu leiden hat. Neben den beiden Hauptpersonen gibt es noch zahlreiche Nebencharaktere, die nicht nur einen Namen, sondern tatsächlich auch Ansätze von Persönlichkeit haben, was man bei anderen Romanen dieser Art nicht immer vorfindet. Allerdings fand ich so manche Charaktereinführung ein wenig holprig und nicht ganz elegant gelöst. Erfreulicherweise wird auf die Einteilung der Charaktere in gut und böse verzichtet, was auch den verwirrenden politischen Zuständen geschuldet ist. In dem Roman gibt es, wie bereits erwähnt, zahlreiche Kämpfe. Diese sind oft recht kurz beschrieben und beschränken sich auf die wichtigsten Handlungen, dennoch sollte man blutigen Beschreibungen etwas abgewinnen können. Für meinen Geschmack waren manche der Kämpfe auch ein wenig zu glücklich, wenn dann sechs Männer gegen einen kämpfen und der einzelne Krieger gewinnt. Den historische Hintergrund liefert der Bruderzwist unter den Erben Ludwigs des Frommen, in deren Länder die Wikinger einfallen. Hintergrundinformationen über die Zusammenhänge erfährt der Leser zusammen mit Thorbrand, allerdings fand ich Thorbrands Abenteuer, während dessen er diese Informationen erhält, ein wenig aufgesetzt, als würde diese Reise nur stattfinden, damit der Leser diese Informationen erhalten kann. Während die politischen Zusammenhänge anscheinend recht gut recherchiert wurden, haben mich doch ein paar Ungereimtheiten und Fehler in anderen Bereichen enttäuscht, beispielsweise die teuren Glasfenster in den kleinen Klosterkirchen oder scharf gewürztes Essen, um Fäulnis zu überdecken. Neben einem Nachwort zum historischen Kontext ist das Buch mit einer Karte ausgestattet. Leider ist diese so gestaltet, dass gerade die wichtigsten Handlungsorte genau in der Mitte und somit in der Falz des Buches liegen, so dass sie wenig hilfreich ist. Fazit Der Debütroman von Jonas Herlin ist nicht frei von Schwächen, insbesondere bei der Einführung der Charaktere und der Art und Weise, wie der historische Hintergrund dargestellt wird, kann dafür jedoch in anderen Bereichen punkten. Wer Romane von Bernard Cornwell und Robert Low mag, könnte auch hier seine Freude haben, wer jedoch zumindest ein wenig Romantik benötigt, sollte die Finger von diesem Buch lassen.

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Meine Meinung: Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, in denen wir aus Verschiedenen Perspektiven lesen. Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet, so dass man mit fiebern kann. Vor allem waren auch die Nebencharakter sehr gut beschrieben. Man hat zu vielen Personen eine kleine Geschichte gelesen, z. Beispiel wie der Name entstanden ist, wodurch auch die Nebencharakter gut im Gedächtnis geblieben sind. Ich habe schon viele nordische Geschichten gelesen und oft war ich am Anfang mit den ganzen Personen oder Namen ein bisschen verwirrt, das war hier wirklich nicht der Fall. Einfach sehr gut gelöst. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es geht hier um Zwietracht zwischen 2 Brüder und natürlich, Schlachten, Kriege und blutige Kämpfe. Es ist zwar sehr blutig aber dennoch nicht übertrieben. Daher fand ich das durchaus sehr realistisch. Neben diesen Schlachten merkt man aber auch deutlich, welche Entwicklungen die beiden Brüder machen. Wie Sie vor allem aus Ihren Fehlern lernen und dadurch über sich hinauswachsen. Ob natürlich immer alle Entscheidungen eine gute Entwicklung war, müsst Ihr selber lesen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist das wir hier nicht den "typischen" bösen und guten Bruder haben. Hier wird man einfach nicht so richtig hingeführt wer ist böse wer ist gut, sondern kann tatsächlich selbst entscheiden. Von beiden Brüdern lernen wir im Laufe des Buches die Fehler und Macken kennen, die sie aber auch einzigartig machen. Warum ich einen Stern abgezogen habe ist, weil mir einfach noch Emotional etwas gefehlt hat. Ich fand das Buch wirklich spannend und habe auch, als ich nicht zum Lesen kam, darüber nachgegrübelt aber das "gewisse Etwas", wo man danach sagt: "Das hat mich besonders zum Lachen, nachdenken, weinen gebracht" war nicht da. Fazit: Ein sehr schöne nordische Geschichte rund um Kriege und Schlachten.

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*Cover* Das Cover ist mir gleich aufgefallen, als ich es im Internet gesehen habe. Die blauen Augen des Mannes auf dem Bild stechen wirklich sehr hervor und scheinen einen zu durchdringen.. Das blutige Schwert ist natürlich auch nicht zu übersehen und zeigt gleich direkt an worum es in diesem Buch geht. Ich denke der Mann auf dem Cover soll Thorbrand sein. Auch wenn ich denke, dass das Buch vielleicht nicht unbedingt für Frauen gedacht ist, gibt es bestimmt doch einige Frauen, die es allein wegen dem Cover das Buch kaufen würden ;) *Meine Meinung* Als ich den Inhalt des Buches gelesen habe, freute ich mich auf eine packende Wikingergeschichte. Natürlich ist so eine Geschichte meistens nichts für schwache Nerven. Wikinger waren brutale Gestalten, zumindest wird es so erzählt. Eigentlich weiß ich garnicht, was mich immer wieder an solchen Geschichten so fasziniert, da ich nicht viel von Gewalt halte. Trotzdem lese ich grade immer wieder Geschichten aus dem Mitteralter oder der Wikinger. Sie ziehen mich immer wieder magisch an, obwohl es beides keine Zeiten wären, in denen ich gerne gelebt hätte. In diesem Buch geht es um den Jarl Grimr der mit seiner Flotte und seinen Verbündeten über den Rhein nach Xanten reist, um dort große Beute zu machen. Mit ihm reisen seine zwei Söhne Olav und Thorbrand. Sie sind jedoch nur Halbbrüder und Olav fühlt sich immer wieder vor den Kopf gestoßen, wenn sein Vater den 2. Geborenen bevorzug. Sollte sein Vater sterben stünde es ihm zu der Anführer zu sein! Die Nordmänner greifen Xanten an und erobern das Dorf. Doch was nun? Ich hatte damit gerechnet, dass dieses Buch sich mehr mit der Geschichte zwischen Olav und Thorbrand auseinandersetzen würde, doch dabei verbringen die beiden fast das halbe Buch lang getrennt von einander. Der Schreibstil des Autors hat mir gefallen. Die Charaktere sind glaubhaft gestaltet, grade Thorbrand mit seinem oft ungezügelten Zorn hat mir gut gefallen. Ich fand ihn sehr authentisch. Auch Olav ist gut gelungen. Er gönnt seinem Bruder wirklich nichts. Deshalb hätte ich mir noch ein bisschen mehr Feuer zwischen den beiden gewünscht. Grade in der Mitte des Buches taucht das eigentliche Thema der Geschichte kaum auf. Ich habe aber gemerkt, dass sich der Autor einige Gedanken gemacht hat und viel recherchiert hat grade was die Waffen, Bräuche und Schiffe der Wikinger angeht. So erschien mir alles sehr glaubhaft. Leider flachte das Buch in der Mitte zwischenzeitlich sehr ab. Klar kann es nicht die ganze Zeit nur Kämpfe geben in einem Buch, aber manche Absätze haben sich doch ein wenig gezogen. Natürlich gibt es in diesem Buch auch viel Gewalt. Wer nicht gerne über gespaltene Schädel liest, sollte das Buch vielleicht lieber nicht nur zur Hand nehmen ;) Für mich gehört es jedoch zu einer richtigen Wikingergeschichte dazu. Man sagt den Wikinger nach, dass sie sehr brutal gegenüber ihren Feinden vorgingen und grade auch bei Plündereien nicht zögerten, alle umzubringen. In diesem Buch ist auch nicht viel anders. Für mich stand eigentlich die ganze Geschichte über nicht so wirklich in Frage, wen ich für den besseren Jarl halten würde. Beide Männer haben unterschiedliche Charaktere, doch dumm sind beide nicht. Ich denke jeder Leser muss für sich selbst rausfinden, wer für einen der Favourit ist. *Mein Fazit* Eine für mich gut recherchierte Geschichte über Wikinger. Leider fehlte mir an manchen Stellen noch ein wenig die Spannung und ich hätte gerne mehr Szenen zwischen Olav und Thorbrand erlebt. Am Ende ging es mir doch ein wenig zu schnell. Vielleicht habe ich auch nach der Inhaltsbeschreibung ein wenig zu viel erwartet. Dennoch ist es eine solide Geschichte, die eigentlich alles enthält, was man von einem Wikingerroman erwartet. Waffen, Blut, Schiffe, starke Männer, Tod. Ja eigentlich kam alles vor. Nur das eigentliche Kernthema kam an manchen Stellen wenig zu kurz. Ich würde 3,5 Sterne für diese Geschichte vergeben, aber aufgrund des Schreibstils, der mir gut gefallen hat und mich das Buch gut unterhalten hat, runde ich auf 4 Sterne auf. Danke nochmal an den Verlag für das Rezensionsexemplar =)

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Inhalt Grimr Schädelspalter ist mit seiner Langbootflotte ins Reich der Franke eingedrungen um dort große Beute zu machen. Der Krieg der Könige kommt ihm gerade recht und so kann er mit seiner Flotte unbehelligt den Rhein entlang fahren und alles plündern. In der Stadt Novaesium macht die Schaar noch einmal große Beute, doch dann werden die Franken aufmerksamer und setzten sich zu wehr. Grimr stirbt und seine Nachfolge, die eigentlich schon geregelt war, steht auf der Kippe. Seine Söhne sind sich nicht einig und ein Streit entbrennt. Das weitere Vorgehen der Nordmänner ist nicht klar, weiter plündern oder umkehren? Und wer wird nun Grimrs Nachfolger? Meinung Der Klappentext und das Cover haben mich sofort angesprochen und dank dem Bloggerportal konnte ich das Buch nun auch schon lesen. Von der Geschichte habe ich mir einen spannenden Machtkampf zwischen zwei Brüdern erwartet, mit vielen Intrigen und Verwirrungen. Ganz das habe ich nicht bekommen dafür aber eine spannende und interessante Geschichte um eine Wikingerhorde, die immer gieriger wird. Und zwei Brüder die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir haben Throbrand der sich immer wieder seinem Jähzorn hingibt und ohne groß nachzudenken die Gegner umbringt. Und seinen Bruder Olav, er ist besonnener und heckt gerne Pläne aus. Thorbrand ist der vom Vater erwählte Nachfolger als Jarl, doch Olav ist er ein Dorn im Auge. Der Eigentliche Machtkampf der Beiden spielt aber keine so wirkliche Rolle, da ihre Wege doch recht unterschiedlich sind. Es gibt sehr viele Kämpfe, es fliest sehr viel Blut und die Nordmänner sind nicht gerade zimperlich. Die Brüder wurden gut charakterisiert und die Bewegründe von Beiden waren gut nachvollziehbar. Wen ich als Jarl gewählt hätte kann ich gar nicht sagen da ich beide mochte. Auch die anderen Charaktere waren interessant gestaltet. Jeder hat so seine Fähigkeiten und es gab lustige Anekdoten wie viele zu ihren Beinamen gekommen sind. Die Geschichte wirkte auf mich sehr authentisch und Jonas Herlin hat viel recherchiert und schafft es die vielen Informationen spannend zu verpacken. Gut fand ich auch das Nachwort, indem nochmal ein bisschen was erklärt wird und Fakt und Fiktion unterschieden werden. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Die Verwendung von Fachworten war unumgänglich, aber alles wurde geschickt verpackt und selbst für Leute die sich nicht so sehr mit den damaligen Bezeichnungen auskennen war aus dem Zusammenhang erkennbar um was es geht. Eine spannende und unterhaltsame Geschichte über das Schicksal einer großen Horde an Nordmännern die nur Gold wollten und fast im Feindesland untergehen.

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