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Rezensionen zu
Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist

Matthias Eckoldt

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Rezension: Von der Antike bis zur Gegenwart wird man mit diesem Sachbuch super unterhalten. Aufgeteilt in 5 Kapitel bekommt man einen Überblick über das Gehirn und die Vorgänge. Alles beginnt mit einem Schädel und in ihm befindet sich der Schatz der bis Heute Fragen über Fragen aufwirft. Wunderbar ist die Auflistung der Wissenschaftler und ihre Thesen / Entdeckungen in den einzelnen Jahrhunderten. Es las sich für mich wie ein kleiner Krimi. Der Schreibstil war flüssig und super verständlich ohne schwierige Fachwörter. Wir treffen Aristoteles, Platon, Galenus, Da Vinci, Gall und  viele mehr die drauf und dran sind etwas Neues zu entdecken oder zu widerlegen. Interessant war wie das Christentum Einfluss auf die Forschung nahm und sogar Aussagen verbot und was der Buchdruck für eine Wirkung auf Spekulationen hatte. "Durch die Entzauberung der Welt, steht man immer wieder vor dem Nichts..." Erst ab dem 12. Jahrhundert kommt wieder frischer Wind in die Forschung, die Aristoteles Lehre in der Medizin in den Schatten stellt, vorher durfte Gottes Plan nicht in Frage gestellt werden. Trotzdem haben es manche Wissenschaftler sehr schwer Gehör zu bekommen und werden sogar verpönt. Spannend aber leider sehr kurz gehalten  fand ich den Teil in dem Krankheiten beschrieben wurden und wie sie sich auf das Bewusstsein und Verhalten auswirkten. Für mich war es eine super Lektüre für zwischendurch und ich hab das ein oder andere dazugelernt. Wer noch nicht so belesen auf diesem Gebiet ist für denjenigen ist es ein kleine Bereicherung.

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Matthias Eckoldt unternimmt in „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ (erschienen im Pantheon Verlag) eine Zeitreise, begonnen bei den alten Griechen bis hin zur Neuzeit. Immer im Fokus das menschliche Gehirn und seine Funktionsweisen in jeglichem Blickwinkel. Mich hat Cover des Buches sofort angesprochen und ich habe mich ein wenig von dem Untertitel „Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken“ leiten lassen. Das Buch selber handelt aber tatsächlich immer vom entsprechenden epochalen Wissen zu Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Hirns und der Bedeutung des menschlichen Geistes. Eckoldt stellt in chronologisch fortlaufender Form und in entsprechenden Kapiteln sehr eindrücklich dar, wann welches Wissen in der "Hirnforschung" erlangt wurde und wie sich das Forschen nach neuen Erkenntnissen in diesen Bereichen zu bestimmten Zeiten in der Vergangenheit entwickelte. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und alle Inhalte sind durchweg gut verständlich beschrieben. Das Buch wirkt dabei eher wie eine Zeitreise durch die Geschichte, immer im Plauderton mit Blick auf die neurologischen Entdeckungen. Die Schilderungen waren dabei zwar stellenweise interessant, aber für mich doch nicht unbedingt fesselnd oder besonders spannend. Insbesondere die Darstellungen aus den Zeiten der Antike konnten mich nicht sonderlich einnehmen. Ein wenig besser wurde es, je näher man sich an die neuzeitlichen Erkenntnisse herantastete. Doch auch hier konnte mich das Buch nicht mehr wirklich mitreißen. Vielleicht lag es ein wenig an meinen falschen Erwartungen an dieses Buch.. Sicherlich finden sich für „Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist“ begeisterte Leser. Meins war es leider nicht so sehr. Stellenweise interessant, aber im Ganzen für meinen Geschmack nicht besonders überzeugend.. Sehr schade! Trotzdem lesenswert und dafür 3 Sterne.

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Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien. Durch den Biologie-Unterricht und meine Präsentationsleistung im Fach Biologie über das Gehirn des Menschen und die Entwicklung dessen wuchs mein Interesse daran. Deswegen entschied ich mich dazu mein Wissen darüber aufzufrischen und zu erweitern und meine neu gewonnene Neugierde über die Seele zu befriedigen. Das Buchcover ist sehr ansprechend und schön illustriert. Das Durcheinander und die Glühbirnen darüber und darin geben bereits eine Idee über den Inhalt des Büches genauso auch der Titel. Der Titel entspricht dem Inhalt, die Geschichte ist wirklich kurz, jedoch sehr umfangreich und gut strukturiert und gibt einem einen Überblick über die Hirnforschung und die Entwicklung des Gehirns. Dem Untertitel würde ich dagegen nicht ganz zustimmen, auf "woher wir wissen wie wir fühlen und denken" wurde nicht genügend eingegangen. Die Geschichte von Gehirn und Geist fängt mit dem Fund von Schädelknochen des Menschen an, in denen Löcher zu finden sind und auf eine ältere Version von Operationen am Gehirn hindeuten. Matthias Eckoldt beginnt bei "Null" und arbeitet sich strukturiert durch die Epochen hindurch.Angefangen bei der Antike, wo der Sitz des Geistes nicht dem Kopf zugeteilt wird und Platon die "Natur der Seele" dreigeteilt hat. Durch die Epochen hinweg bekommt das Gehirn immer wieder neue Metaphern. Galenus schließt das antike Projekt der Hirnforschung ab und sieht dabei Parallelen zum Wasser, wodurch es zu der Metapher des Brunnen kommt. Daraufhin folgt die Epoche des Mittelalters und Renaissance, in denen die Metapher für das Gehirn die Orgel darstellt. Anschließend folgt die Neuzeit mit dem Vergleich von Telegraph und Landkarte. Schließlich folgt die Moderne mit dem Chemiebaukasten und dem Computer. Abschließend wird in der Gegenwart die Metapher des Internets verwendet und mit dem Gehirn verglichen. Die vielen Metaphern über die Zeit hinweg zeigen die vielen Facetten der Hirnforschung und Hirntätigkeit und das wandelnde Selbstbild des Menschen. Die Orientierung der verschiedenen Modelle von Gehirn ist dem jeweiligen technologischen können zu zuordnen, welcher dadurch auch wiedergespiegelt wird. Nach jedem der fünf Kapitel folgen immer wieder Untertitel im Text oder Thesen und Fragen zu der jeweiligen Epoche, welche daraufhin beantwortet werden und auf das bereits geschriebene weiter eingehen. Die verschiedenen Theorien werden rückblickend verglichen und komplexe Theorien, Gesetze und Innovationen werden ebenfalls einfach und strukturiert erklärt und miteinander verknüpft, wodurch sich ein roter Faden durch das Buch hindurch sich bildet. Besonders interessant fand ich die Textstelle mit der Forschung von Da Vinci und Platon, genauso die wenigen jedoch sehr spannenden Abbildungen. Auch die historischen und philosophischen Aspekte haben mich sehr begeistert und die (geistigen) Erkrankungen und die damit verbundenen Sprachstörungen. Über den Geist bzw. die Seele gab es leider zu wenig Information, worauf ich mich eigentlich am meisten gefreut hatte. Es wurde wenig darauf eingegangen und zu wenig darüber erwähnt. Besonders beeindruckt war ich von den vielen verschiedenen Forschern die im Buch erwähnt wurden und noch mehr von dem Gehirn selbst. Fazit: Alles in allem kennt man vieles bereits aus der Schule, jedoch nicht in dem Ausmaß und nicht so interessant. Sehr vieles war neu und durch den angenehmen Schreibstil des Autors, war das Öftere Lesen nicht anstrengend, sondern gab einem ein besseres Verständnis über das geschriebene. Das Buch " Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist" ist nichts für zwischendurch (es sei den man kennt sich bereits perfekt auf dem Gebiet aus) und erfordert einen gewissen Grad an Konzentration. Ich selbst habe es Stückweise gelesen um nicht abzuschweifen. Es ist unglaublich gut zusammengefasst und bietet einem einen umfassenden Überblick über die Hirnforschung der verschiedenen Epochen hinweg. Zudem wird nicht mit gruseligen Details von Experimenten gespart und auf die grausamen Taten an Juden,KZ-Häftlingen und Tieren eingegangen. Ein sehr interessantes, spannendes und empfehlenswertes Buch für jeden der an dem Gehirn, Biologie und Geschichte interessiert ist.

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Angefangen bei den ersten Überlegungen zum Sitz der menschlichen Gedanken in der Antike bis zur modernen Überlegung, wie künstlich unser Gehirn ist und wie natürlich eine Maschine wirken kann geht das Buch die verschiedenen Stationen der Hirnforschung durch. Den Anfang machen Knochenfunde, die belegen, dass bereits in grauer Vorzeit Operationen an Kopf und Gehirn vorgenommen wurden, die von den Patienten überlebt wurden. Dabei galt der Kopf lange nicht als Sitz des Geistes. Die Sinneswahrnehmungen von Sehen, Hören, Schmecken wurden schnell dort lokalisiert – immerhin sitzen am Kopf praktischer Weise auch Mund, Ohren, Augen, Nase – das Denken selbst wurde unabhängig davon betrachtet. Interessant war für mich, wie lange sich die Vorstellung einer gasförmigen Substanz hielt, die die „Seele“ oder den beseelten Geist beinhalten sollte. Dort glaubte man Denken und Fühlen. Durch die kirchlichen Normen geprägt, war die Abkehr dieser körperlichen Ausprägung der Seele so lange undenkbar, dass auch die, die sich schließlich über das Gesetzt hinwegsetzten und Leichen sezierten, mit dem Gehirn vor ihrer Nase nicht von der Idee abbringen ließen. Beeindruckend am Buch finde ich, wie wertfrei der Autor an die einzelnen Schritte der Geschichte herangeht. Die kirchlichen Doktrinen, die der Forschung lange im Weg standen – ihr vielleicht immer noch im Weg stehen – werden keiner modernen Kritik ausgesetzt. Es war eben so, Punkt. Diese Sicht macht es wesentlich einfacher, den Forschungen zu folgen, als eine Zusammenfassung, die jeweils die Umstände verteufelt, statt sich auf die Ergebnisse zu konzentrieren. Elementar beim Verständnis von Gehirn und Geist, das macht der Autor immer wieder klar, ist die Technisierung, die immer wieder neue Metaphern für das hochkomplexe Gebilde unseres Gehirns liefert. Wie viel Elektrizität ins uns steckt, wie viel davon in Wirklichkeit Chemie ist, wie viel wir immer wieder überwerfen müssen, weil das bisher gedachte einfach falsch war. Staunend habe ich dieses Buch gelesen und war immer wieder beeindruckt. Von den Forschern, aber umso mehr von unserem Gehirn, unserem Wesen, das immer noch zu weiten Teilen im Dunkeln liegt, weil wir abermals an einem Punkt angelangt sind, an dem wir den aktuellen Grenzwert erreicht haben. Bis hierher und nicht weiter – jedenfalls momentan. Mit jedem weiteren Tag, jedem Fortschritt, jeder Entdeckung, jedem neuen Stück Technik kann sich auch sofort wieder die Vorstellung unseres Gehirns verändern. Vom Aufnahmepunkt der Sinneneindrücke bis zur Datenzentrale, dem Internetknotenpunkt unseres Körpers. Beeindruckend fand ich auch, dass der Autor nicht etwa Biologe ist. Matthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. Dennoch – oder gerade darum – findet er die richtigen Worte, um die komplexen Forschungsschritte so zu erklären, dass sie verständlich werden. Fehlen darf dabei dann auch nicht die Entdeckungen von Broca und Wernicke, die Germanistikstudenten wie Biologiestudenten zumindest einmal kennen gelernt haben sollten. Hier zeigt sich auch wie ausgefeilt unser Gehirn ist. Während Broca ein Areal lokalisierte, das für das Zustandebringen zusammenhängender Sätze, also die grammatikalische Einbettung – nicht aber für das Verstehen von Sprache und Worten – zuständig ist, entdeckte Wernicke einen Bereich, bei dessen Störung Sprache zwar noch reproduzierbar ist, aber ohne Sinn. Die Grammatik stimmt noch, aber die Worte ergeben keinen Sinn. Vielleicht ist es gerade die wissenschaftliche Herkunft des Autors geschuldet, dass andere, ebenso faszinierende Beispiele neurologischer Erkrankungen teilweise fehlen. Andererseits gibt es davon so viele, dass das Buch um gut 100 Seiten fülliger, das Ergebnis umso verwirrender würde. Als Fazit bleibt zu sagen. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist eine sehr interessante Lektüre, die historische, biologische, philosophische und moderne Zugänge bietet und mich sehr in ihren Bann gezogen hat.

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Kommt Langeweile auf, mache ich mich gern auf die Suche nach neuem Lesestoff. Beim letzten Mal stolperte ich dabei auf dem Bloggerportal von Random House gemeinsam mit Karo über einige interessante Sachbücher. Als Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist dann auch prompt in meinem Briefkasten landete, habe ich mich wirklich sehr gefreut und umgehend auf die Lektüre gestürzt. Der Autor Matthias Eckoldt schildert in fünf Kapiteln – Antike, Mittelalter und Renaissance, Neuzeit, Moderne sowie Gegenwart – die Entstehung und Entwicklung wichtiger Modelle, die Erklärungsansätze bieten, wie in unseren Köpfen Gedanken entstehen. Spannend war dabei für mich, dass zunächst gar nicht unser Hirn für das Denken verantwortlich gemacht wurde. Man ignorierte es weitestgehend, da die Seele, unser Denken und Meinen, als völlig vom Körper losgelöst wahrgenommen wurden. Als der Mensch schließlich begann das Gehirn als Quelle seiner Denkprozesse zu begreifen, wimmelte es bald vor Methaphern für seine Funktion. Hatte man sich gerade darauf geeinigt, dass das geheimnisumwitterte Organ gleich einer Orgel funktionierte, ließ es sich plötzlich passender durch eine Art Telegrafenstation beschreiben. Wurde unser Geist erst quasi im Chemiebaukasten gebildet, bot sich als besserer Vergleich bald die Funktionsweise des Internets an. Obwohl all die neugierigen, fantasievollen, unerschrockenen Forscher im Laufe der Zeit immer wieder gezwungen waren, ihre Theorien zum Bewusstsein zu hinterfragen, hören sie doch bis heute nie auf, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist hält, was der Titel verspricht. Mit seinen gerade mal 220 Seiten funktioniert das Buch definitiv als prägnanter Abriss zur Entwicklung unserer Vorstellung vom Gehirn und seiner Funktionsweise. Matthias Eckholdt hat hier sehr unterhaltsam und anekdotenhaft etliches an Information zusammengetragen. Er spart nicht mit gruseligen Details zu diversen Experimenten an Tier und Mensch, was einem gelegentlich gelinde Schauer über den Rücken jagt. Wozu die Wissbegier der Menschen sie durch die Jahrhunderte hinweg getrieben hat, fand ich jedenfalls erstaunlich – und ich rede hier nicht nur von durch Strom belebten Froschschenkeln! Der Untertitel jedoch, Woher wir wissen, was wir fühlen und denken, kommt mir letztlich ein wenig großspurig vor. Auch dieses Buch kann natürlich die großen Fragen zu Entstehung und Sitz unserer eigenen Gedanken und Gefühle nicht wirklich beantworten, sondern bleibt im Grunde offen. Das ist durchaus nicht als Vorwurf zu verstehen. Vielmehr ist es sogar angenehm, dass Eckholdt in seinen Darstellungen weitestgehend neutral bleibt. So schildert er die jeweiligen Vorstellungen zum menschlichen Gehirn stets im Kontext ihrer Zeit und der entsprechenden philosophischen, religiösen und technischen Gegebenheiten. Immer wieder betrachtet der Autor zudem den Einfluss der Gesellschaft auf die vorherrschenden Theorien zum Sitz der Seele, was unleugbar fesselnd ist. Weiterhin belegen all die kleinen Feindseligkeiten, genauso wie die enge Zusammenarbeit der Forscher miteinander, wie sehr die Themen Geist und Seele schon immer die Gemüter bewegten. Trotz aller Unterschiede in der Konzeption drängt sich mir ein Vergleich zu Stanislas Dehaenes thematisch verwandtem Sachbuch Denken – Wie das Gehirn Bewusstsein schafft auf, das ich bereits gelesen habe. Während es diesem umfassenderen Titel am leichtfüßigen Plauderton mangelt, fehlt es Eckoldts geschichtlich orientiertem Abriss zur Funktionsweise unseres Denkorgans etwas an Tiefgang. Beide zusammen hätten für mich sozusagen das perfekte Sachbuch ergeben. Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist ist stringent aufgebaut, gut recherchiert, streckenweise wirklich amüsant und insgesamt eine genauso kurzweilige, wie informative Lektüre. Letzten Endes ist bei mir eben nicht allzu viel davon hängen geblieben. Im Nachhinein hat das Gelesene mich schlichtweg kaum dazu angeregt, weiter über den Inhalt nachzudenken. So landet das Buch ohne große Umstände in der Schublade „guter Durchschnitt“. Katrin, www.inkunabel.wordpress.com

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Inhalt Matthias Eckoldt hat Philosophie, Germanistik und Medientheorie studiert. In diesem Werk geht es um das Verständnis von Gehirn und Geist über die Epochen Hinweg. Angefangen mit der Antike (der Griechischen und Römichen) mit einem Sprung ins Mittelalter und die Renaissance zur Neuzeit, der Modernen und der Gegenwart. Es wird dargestellt wie die Menschen anfingen den Geist und das Gehirn zu verstehen, wie und mit was sie auf neue Erkenntnisse kamen wie sich das ganz miteinander verknüpft und mit was beides sie es über die Jahrhunderte verglichen wurde. Meinung Ich war ehrlich überrascht wie gut sich ein Sachbuch lesen lassen kann. Anfangs kennt man noch vieles aus der Schule - aber auch im Philosophieunterricht der Oberstufe kann nicht alles angesprochen werden. Obwohl ich hier das Gefühl hatte das es an manchen Stellen ruhig hätte tiefer gehen können war es für mich eine gute einfache Darstellung und Zusammenfassung. Natürlich gab es vorallem später einige Stellen die schwerer zu lesen waren und bei denen ich auch mal was zweimal lesen musste. Dennoch kann ich sage das der Schreibstil sehr angenehm war, was ich so von Sachbüchern gar nicht gewöhnt bin. Es ist gut gemacht das immer mal wieder die Theorien Rückblickend vergleichen werden und sich die Entwicklung wie ein roter Faden durch die Zeit zieht. Im Mittelalter war mir der Sprung etwas zu groß - das ist wohl aber eher ein allgemeines Problem und nicht auf H. Eckoldt zurückzuführen ;) Das Gehirn wird ausführlich betrachtet nur beim Geist bleibt alles etwas offen. Das hätte gern ruhig etwas mehr Platz im Buch bekommen können. Fazit Alles in allem find ich das der Autor er schafft komplexe Theorien einfach, strukturiert und miteinander verknüpft wieder zu geben. Man bekommt einen überschaubaren Überblick über die Epochen hinweg und wird, wenn man bisher nicht viel mit den Themen zu tun hatte sehr gut in die Theorien hineingeführt. Info *ET: 12 Sep. 2016 *Print: 14,99€ *Kindle: 11,99€ *256 Seite

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Inhalt Die Vorstellungen darüber, wie unser Gehirn funktioniert, haben sich von der Antike bis in die Gegenwart entwickelt und zum Teil dramatisch geändert. Mit der Beschreibung dieser Entwicklung wird gezeigt, dass die Entstehung dieser Vorstellungen einerseits vom zur entsprechenden Zeit aktuellen Technikbild, aber natürlich auch von den vorhandenen Instrumenten und Messmethoden abhängig war. Der Schwerpunkt der Beschreibungen liegt auf der Funktionsweise des Gehirn. Der zweite Teil des Titels - der Geist - kommt aus meiner Sicht ein wenig kurz. Es bleibt grundsätzlich offen, wie nun unser Gehirn Geist oder den Geit hervorbringt. Jedoch wird hin und wieder darauf eingegangen, dass auch diese Vorstellungen von der gerade herrschenden Weltanschauungen bzw. Religionen abhängig war. Leider erfährt man nur wenige Details. Hier wären mehr und ausführlichere Darstellungen des sogenannten Leib-Seele-Problems möglich und (für mich) wünschenswert gewesen. Ob es dem Umfang des Buches geschuldet ist, bleibt fraglich, das es mehrere leere Seiten als Kapiteltrennung gibt. Subjektive Eindrücke Ich hätte mir dieses Buch gewünscht, als ich gerade bei meinem Fernstudium "Psychologie" bei Allgemeiner bzw. Biologischer Psychologie angekommen war. Hier wurden wir mit ziemlich komplizierten Erklärungen konfrontiert, die ich in diesem Buch deutlich einfacher dargestellt und mit Genuss lesbar gefunden habe. Viele Namen von Wissenschaftlern sind mir in diesem Buch wiederbegegnet - manchmal konnte ich fast noch im Studienbrief gezeigte Abbildung sehen. Fazit Wer Interesse an diesem Thema und noch wenig Vorkenntnisse hat, wird aus diesem Buch sicherlich viele neue und interessante Dinge erfahren. Das Lesen geht leicht und macht überwiegend Spaß. Ein paar Abbildungen lockern den Text auf. Und wer komplizierte Texte zum Thema verdauen muss und deswegen an Schluckbeschwerden leidet, wird einige davon mit diesem Buch beheben können. Für mich war es sehr interessant, diese Thematik aus einer anderen Perspektive dargestellt zu sehen und den Beweis zu bekommen, dass man dieses Thema auch verständlich darlegen kann. Ich danke dem Verlag für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

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„Wenn das Hirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, dann wären wir so einfach, dass wir es nicht könnten“. Mit diesem Zitat von Emerson Pugh eröffnet Matthias Eckold seine interessante, aber sprachlich doch im Stil recht wissenschaftlich, verfasste „Schau“ auf die Geschichte der „Selbstreflexion“, des „sich selbst Gewahr werden. Zum „einfach lesen“ taugt das Buch daher weniger, Konzentration ist nötig und ein gewisses Vorwissen zum Thema schadet ebenfalls nicht, auch wenn Eckoldt quasi „bei Null“ beginnt und der Frage der Selbstwahrnehmung von ihren Ursprüngen in der antiken Philosophie her folgt. „In der Antike wird aus den Geistern der Geist, als die griechischen Philosophen die großen Fragen von Erkenntnis und Wissen stellen“. Bis hin zur „Neuroplastizität“ und deren Verhältnis zum „freien Willen“ reicht dann der Bogen, denn Eckoldt bis in die Gegenwart und die neusten Erkenntnisse der Neurobiologie zieht. Und auch hier dann aber, wie im Gesamten seiner Betrachtungen, immer wieder konstatiert, wie der „Geist“ sich (dem Zitat vom Beginn her entsprechend) einem „zugriff“ letztlich doch entzieht. „Doch der schöne Schein (der Neurowissenschaften) trügt. Wie nackt die Hirnforschung inmitten der Euphorie dasteht, wird erstmals 2005….hörbar“. Dennoch ist dies nicht „unnützes Wissen“, was Eckoldt im Buch zusammenträgt, sondern eine in Teilen faszinierende Konstatierung, dass es für den Menschen von höchstem Interesse immer schon war, sich selbst zu kennen, sich selbst bewusst lenken zu wollen. Und dass es so etwas wie einen „Geist“ inmitten all der chemischen Vorgänge gibt. Der sich in philosophischen Fragen und Denkgebäuden, im Setzen von Zielen, im prüfenden und reflektierenden Herangehen an das Leben immer Bahn bricht. Was dem „inneren“ Zustand nachweislich entspricht. „Im Hirn herrscht immer Erregung und eine spezifische Leistung wird nicht von einem bestimmten Areal alleine vollbracht“. Also auch chemisch „bricht sich (der Geist, das Denken) konsequent seine Bahn. So bleiben die genauen Vorgänge immer noch und weiterhin ein ungelöstes Rätsel, aber die Fakten zeigen eindeutig auf, dass die Beschäftigung mit sich selbst und die Abstraktionsfähigkeit von konkreten Situationen ein Wesenskern des Menschen und seiner Persönlichkeit sind. Nicht leicht zu lesen, aber informativ gerade in der breiten Schau auf die gesamte Geschichte der Selbstwahrnehmung.

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