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Rezensionen zu
Schau mir in die Augen, Audrey

Sophie Kinsella

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Die Rezension Das Audreys Familie etwas speziell ist, wird schon gleich in den ersten Minuten deutlich. Direkt stolpert man in einen Streit zwischen Mutter und Sohn Frank. Und allzu bald wird einem bewusst, wie speziell diese Familie ist durch das Vorhaben ihrer Mutter, den Laptop ihres Sohnes aus dem Fesnter zu werfen. Das Cover versprach mir ein aktuelles und humorvolles Hörbuch. Allerdings eher weniger, dass Depressionen dahinter stecken. Das verriet mir lediglich der Klappentext. Das Hörbuch selbst behandelte auch eher weniger Audreys Angstzustände. Klar ist es schwer, ein Buch über Depressionen zu schreiben, wenn man selbst keine hatte und sich somit in ein wildfremdes Thema hinein versetzen muss. Und natürlich kann das dann auch nicht unendlich authentisch werden. Aber der Kampf gegen die Depressionen Audreys werden gerade zu runtergespielt. Ich finde, dass die Krankheit auf eine viel zu leichte Schulter genommen wird. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es bloß dadurch, dass man einen Jungen kennen lernt, plötzlich so einfach ist zu Starbucks zu gehen. Zwar wiederholt sie zu Beginn noch die alte Leier in Richtung "Ich kann das einfach nicht!". Jedoch wird schon bald klar, dass es ihr nun doch seltsam leicht fällt. Ich finde einfach, dass das einfach ein viel komplexeres Thema ist. Hinzu kommt das der Grund, weshalb sie in diese Ängste abgerutscht ist, nur sehr wage angeschnitten wird. Ich weiß jetzt gerade nicht, wie es im Buch ausformuliert wird, da ich es noch nicht gelesen habe, aber in dieser gekürzten Lesung kommt die Vergangenheit zu kurz. Die Vorgeschichte scheint nicht recht ausgereift. Außerdem finde ich auch, dass man von der Liebesgeschichte zwischen Linus und Audrey viel zu wenig mitbekommt. Das kommt mir auch sehr gekürzt vor. Keine Ahnung,ob das an der Fassung liegt, oder in dem Buch ebenfalls so ist. Doch ich denke schlicht und ergreifend, dass man bloß kurze Stellen mitbekommt. Allerdings: die Gefühle bleiben natürlich nicht vollkommen aus. Es ist unglaublich süß, zu erfahren, wie sie erste Kommunikationsversuche starten. Nämlich da Audrey sich nicht den direkten Kontakt zutraut, schreiben sie sich Briefe. Sprachlich kann ich an der Geschichte wiederum nichts aussetzen. Und der Sprecherin gelang es wiederum, die einzelnen Charaktere lebendig erscheinen zu lassen. Das Fazit Die Fassung kommt mir zu gekürzt vor. Vor allem wird die Vergangenheitsgeschichte bloß heruntergeleiert. Das finde ich besonders schade. Aber auch ihre Versuche, aus den Depressionen zu gelangen, sind mir ein wenig zu simple. Jedoch ist der Schreibstil humorvoll und die Sprecherin bringt die Geschichte gut zu den Hörern. 3/5 Sternen

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Meinung: Diese Geschichte versprach witzig, süß, ernst und schön zu werden. Die Story entspricht auch diesen Worten. Die Charaktere waren eigen, aber auf ihre Art wundervoll. Sophie Kinsella hat da super verschiedene Typen von Menschen erschaffen. Am meisten hat mir der Charakter Linus gefallen. Hach gott, einfach sooo süüüüß ; ) Und die geheimnisvollen Momente zwischen Audrey und ihm waren echt schön! Ich fand die Mischung aus Humor und ernstem Thema klasse gestaltet und insgesamt war es erfrischend. Das Ende war dann natürlich himmlisch und passend zur Geschichte. Doch leider,leider konnte mich nicht ganz die Sprecherin überzeugen, die viele so mögen. Verwirrt hat mich zu Anfang, dass mich Katniss [; )] angeschrien hat, da die Mutter doch schon mal gleich in den ersten Seiten ausgerastet ist und das nicht das letzte Mal. Die Sprecherin war mir ein wenig zu ausdrucksstark in den Streitgesprächen und wenn die Szenen nicht enden wollten, wollte ich doch lieber eine etwas ruhigere Stimme. Viele finden das ja gerade richtig toll, doch es konnte mich nicht so begeistern. Die ruhigeren Szenen dagegen waren wieder meins. Obwohl ich erst im Nachhinein weiß, dass Maria Koschny die deutsche Synchronstimme von Katniss Everdeen ist, war es mir ein wenig zu viel, sodass meine Bewertung knapp an den vier Sterne vorbeirutscht. Fazit: Es bleibt trotzdem eine tolle Geschichte und ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar! Allgemeines: Titel:Schau mir in die Augen, Audrey Autorin:Sophie Kinsella Verlag:cbj audio Sprecherin:Maria Koschny Preis:14,99€ Inhalt: Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

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Audrey ist 14 Jahre alt und hat schon eine Soziale Phobie und Generalisierte Angststörungen mit depressiven Episoden. Sie hat etwas schreckliches erlebt und wurde aus der Schule genommen. Die ganze Familie muss ein wenig zurückstecken, um Audrey das Leben zu erleichtern. Sie versteckt sich hinter einer Sonnenbrille, da sie sich im dunklen etwas sicherer fühlt. Nicht mal ihrer Familie kann sie in die Augen schauen, nur ihrem vierjährigen Bruder Felix. Er ist noch so jung und sieht die Welt noch mit anderen Augen. Wenn ihr jemand fremdes zu nahe kommt, dann bekommt sie sofort eine Panikattacke und rennt schreiend in ihr Zimmer, versteckt sich und muss sich erst beruhigen, bevor sie wieder herauskommen kann. Es war tragisch zu sehen, wie früh solche Krankheiten heutzutage ausbrechen. Doch heutzutage ist man etwas geschulter für solche Probleme und erkennt sie recht schnell. Somit hat man gute Heilungschancen. Audrey kann sich nicht vorstellen, dass sie irgendwann wieder ein normales Leben leben kann, doch sie soll sich etwas trauen und beginnt so einen Dokumentarfilm über ihre Familie zu drehen. Die Idee fand ich sehr gut, denn durch die Kamera fühlt sie sich geschützt, muss diese Sache jedoch trotzdem alleine bewältigen. Nicht so gut hat mir die Art gefallen, wie das Filmen beschrieben wurden. Ich bin der Meinung, dass man dies in einem normalen Text hätte verfassen können. Doch trotzdem merkt man, wie verrückt jeder aus dieser Familie ist und musste einfach alle lieben. Ihr Bruder Frank verbringt die meiste Zeit mit seinen Freunden vor dem Computer. Ihre Mutter macht das wahnsinnig und möchte das ihr Sohn sich ein anständiges Hobby sucht, anstatt nur vor dem Computer zu sitzen. Sie wirkt sehr oft hysterisch, obwohl sie nur das Beste für ihre Kinder möchte. Audreys Vater hingegen ist der Ruhepol der Familie und doch weiß er, es ist gesünder für ihn, auf der Seite seiner Frau zu stehen. Immer. Egal, was sie sagt und tut. Was Audrey betrifft, hätte ich gerne mehr erfahren. Wieso hat sie diese Probleme bekommen, wann tauchten sie zuerst auf. Doch man kann dies nicht immer sagen. Nicht jedem fällt auf, wann es angefangen hat. Doch bei Audrey war klar, dass dies aus einem Erlebnis heraus entstand und sie wusste genau welches. Nur der Leser nicht. Ich denke, da ist es einfach meine Neugier, die mich ein wenig unbefriedigt zurücklässt. Frank und seine Freunde würden gerne an einem Online- Wettbewerb teilnehmen. Einer dieser Freunde ist Linus, der sich jedes mal um Audrey bemüht, wenn er zu Besuch kommt. Auch, wenn sie Anfangs flüchtet, versucht er immer wieder, ihr nahe zu kommen. Er nimmt ihre Ängste und Gedanken nicht sehr ernst, hatte ich das Gefühl und doch merkte man, das sie ihm sehr wichtig zu sein scheint. Kann Liebe die Angst besiegen? Mir hat man mal gesagt „ Wo Liebe ist, hat Angst keinen Platz“. Dem stimme ich zu 100% zu, jedoch spüren wir nicht den ganzen Tag über nur Liebe und so ist es nicht immer einfach, eine Panikattacke aufzuhalten.

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Jeder hat sein Päckchen im Leben zu tragen, viel durchgemacht, was einen mehr oder weniger prägt und zu der Person macht, die man geworden ist. Auch Audrey geht es so - der Protagonistin im neuen Roman von Sophie Kinsella. Sie hat Schweres durchgemacht und hat nun noch psychische Spuren mitzutragen. Wie sie damit umgeht, erzählt sie dem Leser Schritt für Schritt. Eigentlich hat Audrey ein ganz normales Leben in einer durchgeknallten Familie. Ihr Bruder sitzt nur vor dem PC, die Mutter ist eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, aber der Mutter höriger Teddybär. Wenn hier das Wörtchen "eigentlich" nicht wäre - denn Audrey hat eine Angststörung und versteckt sich hinter ihrer Sonnenbrille. Ja niemanden in die Augen schauen! Sie hat immer wieder Sitzungen bei ihrer Therapeutin, anders geht sie gar nicht aus dem Haus, da sie Angst hat. Die Therapeutin rät ihr, einen Dokufilm über ihr Leben zu drehen und auch Interviews mit den einzelnen Personen zu führen. In dieser Zeit kommt ihr der gute Freund Linus ihres Bruders immer mehr vor die Linse und es scheint sich hier etwas anzubahnen... Bisher habe ich nur eines von Kinsellas Büchern gelesen, was einen ganz anderen Stil hat. Natürlich, denn das hier ist ein Jugendbuch - ihr erstes! Es fängt damit an, dass Audrey den Lesern erzählt, wie ihre Mum gerade verrückt wird, denn sie will den PC ihres Sohnes aus dem Fenster werfen. Dann folgt eine ellenlange Ausführung, wie es überhaupt dazu kam. Audrey ist wahrscheinlich jedem Leser sogleich sympathisch, komisch ist sie dennoch. Trotzdem ein starkes Mädchen, das sich gerne selbst heilen würde und wieder normal sein will. Man muss sie lieb haben sowie ihre ganze Familie, ein jeder hat hier einen an der Waffel - irgendwie! Aber auf eine liebenswürdige Weise. So ganz durchgeknallt finde ich diese aber nicht, ich kann mir denken, dass viele so drauf sind. Naja, Audrey hat ihr eigenes Päckchen zu schleppen, sie hat durch ein Ereignis an ihrer alten Schule ein psychisches Päckchen mitzutragen. Sie hat eine Angststörung und versteckt sich hinter ihrer Sonnenbrille, sie geht nicht raus und meidet alle Leute, da sie gleich eine Panikattacke bekommt. Ganz anders als der Freund Linus ihres Bruders auftaucht - er scheint etwas in ihr zu berühren, was andere noch nicht geschafft haben. Kann er sie heilen? Was mich etwas gefuchts hat an dieser Story ist, dass niemals bekannt wird, was genau eigentlich Audrey widerfahren ist. Eigentlich hat es ja nichts mit der Geschichte an sich zu tun, aber es würde die Protagonistin authentischer werden lassen - und mehr Einblick in ihre Lage blicken lassen! Es wird immer nur angedeutet, man bekommt nur Häppchen, nur um dann doch wieder fallen gelassen zu werden diesbezüglich. Der ganze Aufbau und der Sprachstil aber lassen einen überzeugen, dass die Geschichte wirklich lesenswert ist und für eine gute Unterhaltung zwischendurch sorgt. Man kann zwischenzeitlich abschalten und sich ganz Audrey hingeben, wie sie den Weg der Heilung meistert und wie sich die Geschichte zwischen ihr und Linus entwickelt. Trotzdem stand ihr Bruder Frank des Öfteren viel mehr im Vordergrund als sie, was hier eigentlich mehr Sinn machen würde. Es behindert den Lesefluss aber kaum, man verfolgt gerne das Geschehen in dieser Familie und rätselt mit, was wohl als nächstes lustiges passiert. Das Ende ist ziemlich vorhersehbar, was dem Roman aber keinen Abbruch tut - hier geht es mehr um die Unterhaltung zwischendurch, als um die Spannung zum Ende hin! Also meiner Meinung nach kann Fr. Kinsella gut und gerne noch mehr Jugendbücher schreiben, auch wenn ich persönlich lieber ihre Chick-Lit-Romane lese =) Empfehlenswert an die Jugend ist das Buch allemal, aber auch an die junggeblienen Erwachsenen, die gerne vom Alltag einfach mal abschalten möchten und in witzige Storys und Familiengeschichten hineingezogen werden möchten.

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5 Dinge, die mir spontan zum Hörbuch einfallen: Cooles Cover (PINK!), interessanter Titel, Frau Kinsella macht jetzt auch Jugendbücher? Maria Koschny (Katniss Everdeen) liest das echt gut!, leider war’s ein bissl kurz… Das sagt der Verlag über das Hörbuch: Audrey ist Mitglied einer ziemlich durchgeknallten Familie: Ihr Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter, ein bisschen schluffiger Teddybär. Doch damit nicht genug – Audrey schleppt noch ein weiteres Päckchen mit sich herum: Nämlich ihre Sonnenbrille, hinter der sie sich wegen einer Angststörung versteckt. Bloß niemandem in die Augen schauen! Als sie eines Tages auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, was viel mehr ist, als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft… Hörbuchpreisträgerin Maria Koschny liest Audreys Geschichte wie schon Rebecca Bloomwoods Shopaholic-Abenteuer humorvoll und mit viel Gefühl. Meine bescheidene Meinung: Als ich gefragt wurde, ob ich das neue Buch von Sophie Kinsella lesen wollte, war ich doch etwas überrascht, dass es sich weder um einen Becky Bloomwood noch um einen anderen ChickLit-Roman handelte, sondern um ein Jugendbuch. Und das klang auch noch verhältnismäßig ernst und daher zögerte ich nicht lange und sagte zu. Da ich die Stimme von Maria Koschny (die bereits 28 Tage lang von David Safier sehr eindrucksvoll gelesen hatte) sehr mag, entschied ich mich für das Hörbuch. Die Laufzeit von gerade etwas über 4 Stunden erschien mir nicht wirklich viel (auch wenn es sich um eine gekürzte Lesung handelt) und ich stellte dann nach dem Hören der Geschichte fest, dass es gerne noch hätte etwas länger sein dürfen… Aber von Anfang an: Mit Beginn der CD wurde ich direkt in die Handlung hinein katapultiert, was ich super fand, denn so lernte ich Familie Turner, bestehend aus - Audrey (das Mädchen mit der Sonnenbrille), - ihrer Mutter Ann (mit leichtem Hang zu Hysterie und glühende Anhängerin der DailyMail) - ihrem Vater Chris (der charmante schluffige Teddybär, der glücklich ist, wenn seine Familie es ist), - ihrem älteren Bruder Frank (Computerspiele Nerd mit nicht entdecktem Potenzial) und - ihrem kleinen Bruder Felix, der eigentlich nur spielen will, gleich auf einem Haufen kennen und ich war bereits nach den ersten Minuten schockverliebt! Jedes einzelne Familienmitglied wird sehr liebenswürdig mit all seinen Schrullen vorgestellt und ich konnte nicht anders, als sie tutti completti in mein Herz zu schließen. Erzählt wird die Geschichte von Audrey selbst: nachdem sie ihre alte Schule nach einem schlimmen Vorfall verlassen hat, ist sie bis zum Beginn des neuen Schuljahres freigestellt und ist zu Hause. An alltägliche Dinge wie einfach zum Bummeln raus zugehen, sind für den Teenager, der seine Augen nach dem Vorfall hinter einen großen schwarzen Sonnenbrille verbirgt, nicht zu denken. Eine Wende bringt Dr. Sarah, Audreys Therapeutin, die ihr zu einem Video-Projekt in der Familie rät und welches Audrey auch kurze Zeit in die Tat umsetzt. Jetzt wird’s erst richtig lustig, denn zu den “normalen” Erzählungen kommen noch sogenannte “Drehbuchszenen” hinzu, die die Familie Turner in all ihrer Verrücktheit porträtieren. Allen voran Audreys älterer Bruder Frank, der es sich in den Kopf gesetzt hat, bei einer Videospiel WM den ersten Platz zu belegen. Da das allerdings nicht alleine geht, hat er sich Unterstützung geholt: seinen guten Freund Linus. Wer jetzt sagt: “Ah, okay! Ich weiß Bescheid – musst nicht weiterschreiben!”, hat allerdings nur bedingt recht, denn die Geschichte um Audrey(, ihre Sonnenbrille) und Linus ist schon ein bisschen verzwickter als man zuerst annimmt, aber ich möchte da nichts vorweg nehmen. Mir hat Schau mir in die Augen, Audrey recht gut gefallen, was hauptsächlich an den Charakteren lag. Die Geschichte war mir leider zu flach – ich hatte mir mehr Auseinandersetzung mit der Krankheit an sich gewünscht; ich hatte nicht wirklich das Gefühl, dass die Autorin sich über ein bisschen Wikipedia und Google hinweg großartig mit dem Thema beschäftigt hätte. Stattdessen wurde Franks Videospiel-Mania minuten- und kapitel-lang zelebriert, was es für die Handlung nicht wirklich gebraucht hätte. Vor allem das Ende war in meinen Augen viel zu abrupt und zu schnell wieder heile Welt. Wie oben angemerkt, handelt es sich beim Hörbuch um eine gekürzte Lesung – vielleicht wurde da am Ende ein bisschen zu viel weg geschnippelt. Wer gute Unterhaltung mit liebenswerten Charakteren und einer jugendlichen Liebesgeschichte sucht, ist hier recht gut beraten. Wer sich allerdings eine etwas tiefere Auseinandersetzung mit der Thematik wünscht, wird bei Schau mir in die Augen, Audrey etwas unbefriedigt zurückbleiben.

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Einblicke in das harmonische Leben einer liebevollen Familie Wer regelmäßig diesen Blog besucht, weiß, dass ich mich gerne auf Experimente einlasse und zu mir fremden Autoren oder Bücher fernab meines favorisierten Genre greife. Vor einiger Zeit bin ich beim cbj Verlag auf ein interessantes Jugendbuch von Sophie Kinsella gestoßen, dessen Thematik vielversprechend klang. Gut, ich lese sehr viele Jugendbücher und somit ist "Schau mir in die Augen, Audrey" kein großes Wagnis gewesen. Doch Sophie Kinsella ist in diesem Zusammenhang mein Experiment, denn diese Autorin begeistert viele Leser im Bereich Chick-Lit, einem Genre, das ich eher meide. Ich entschied mich bei diesem Titel bewusst für das Hörbuch. Denn so konnte ich es sehr gut auf meinen längeren Autofahrten hören, ohne dabei die mir zur Verfügung stehende Lesezeit zu opfern. In Audreys Leben geht es manchmal drunter und drüber, was nicht zuletzt an ihrer etwas unkonventionellen Familie liegt: Ihre Mutter hat stets und ungefragt einen guten Ratschlag, den ihre drei Kinder bitte schnellstmöglich umsetzen müssen. Tun sie es nicht, droht ein hysterischer Anfall mütterlicherseits. Sätze wie: „Als ich in deinem Alter war, habe ich schon Dickens gelesen“, sind an der Tagesordnung und diese gut gemeinten Ratschläge harmonieren keineswegs mit den Ansichten und Interessen ihrer Adressaten. Da ist Streit vorprogrammiert. Audrey gerät nicht selten zwischen die Fronten und hält sich deswegen gerne etwas abseits, denn sie trägt noch etwas mehr Ballast mit sich herum, den es zu verarbeiten gilt. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sonnenbrille, hinter der sie sich und eine Angststörung verbergen möchte. Auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt Audrey, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen. Dabei gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres großen Bruders vor die Linse und zwischen ihnen entwickelt sich eine ganz besondere Beziehung. In diesem Buch berichtet Audrey über ihr alltägliches Familienleben und lässt nach und nach Bruchstücke aus ihrer bewegenden Vergangenheit mit einfließen, um dem Leser die Ursachen ihrer Angststörung näherzubringen. Somit bekommt man einen sehr guten Einblick in Audreys Gefühlswelt und eine Ahnung davon, wie schwer es ist, gegen eine seelische Erkrankung anzukämpfen. Durch ihre authentische Erzählweise konnte mich Audrey sehr für sich einnehmen. Fast jede Mutter möchte das Beste für ihre Kinder und ist darauf bedacht, dass sich ihre Kinder gesund ernähren und etwas Sinnvolles mit ihrer Freizeit anfangen. Allerdings übertreibt es Audreys Mutter und ihre hysterischen Anfälle haben meine Nerven etwas überstrapaziert. Doch im Laufe der Geschichte zeigt sich, was hinter diesen Allüren steckt und ich konnte etwas mehr Verständnis für sie aufbringen. In dieser Geschichte nehmen die Streitigkeiten von Audreys Mutter und ihrem computersüchtigem Bruder großen Raum ein. Für meinen Geschmack war es etwas zu viel und ich hätte mich lieber etwas mehr mit Audrey selbst und ihrer aufkeimenden Liebe beschäftigt. Sophie Kinsella hat mit einem leichten und an die Zielgruppe angepassten Stil ihre Geschichte interessant gestaltet. Sie lässt ihre literarische Hauptfigur neben vielen schönen Ereignissen einige schwierige Situationen durchleben. Dabei geht sie nicht all zu sehr in die Tiefe und beschreibt nur karg die Ursachen von Audreys Erkrankung. Ihre Protagonisten sind authentisch gestaltet, haben Ecken und Kanten und sie entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter. Viele Passagen werden durch eine leichte Liebesgeschichte und Filmsequenzen aus Audreys Projekt aufgelockert. Somit wird die Handlung nie zu gewichtig, aber es geht auch etwas an Tiefe verloren. Das Hörbuch "Schau mir in die Augen, Audrey" wird von Maria Koschny gesprochen, die ihre Aufgaben glänzend meistert. Sie verleiht jeder literarischen Figur zusätzlich eine Prise Persönlichkeit. Was mir jedoch im Fall von Audreys Mutter die Ohren klingeln ließ. Diese wird von der Autorin schon sehr zickig dargestellt, bekommt von Maria Koschny endgültig den Stempel "Nervensäge" aufgedrückt. "Schau mir in die Augen, Audrey" von Sophie Kinsella ist eine Geschichte, die durch ihr interessantes und abwechslungsreiches Thema viele junge Leser überzeugen kann. Mir persönlich fehlte es etwas an Tiefe und die Nebenschauplätze nahmen zu viel Raum ein, um gänzlich überzeugen zu können. Trotzdem werde ich auch weitere Werke von Sophie Kinsella verfolgen.

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Schau mir in die Augen, Audrey, Hörbuch

Von: Mel aus Hiddenhausen

09.08.2015

Von Sophie Kinsella kenne ich mehrere Bücher, die ich allesamt sehr lustig und sehr originell geschrieben fand. “Die Schnäppchenjägerin” und “Kennen wir uns nicht” gefallen mir von allen dabei am besten. Als ich mitbekommen habe, dass Sophie Kinsella jetzt auch ein Jugendbuch herausgebracht hat, wollte ich natürlich wissen, ob sie in diesem Genre auch so gut bestehen kann. Das Hörbuch habe ich als gekürzte Fassung gelesen, soweit ich weiß, existiert keine ungekürzte. Einige Fragen blieben nach dem Hören für mich unbeantwortet. Das Buch hat 33 Kapitel und ein normaler Audiobook-Hörer sollte es auch schnell durch haben. :) Nicht so wie ich. Die Insgesamtlänge liegt bei etwas mehr als 4 Stunden. Die Geschichte handelt von der Teenagerin Audrey, die aufgrund einer Angststörung nicht mehr aus dem Haus geht und sich hinter einer großen Sonnenbrille versteckt. Zusammen mit ihren Brüdern Frank und Felix und ihren Eltern lebt sie zusammen in einem Haus, jeder mit seinen Macken und Marotten. Erst als Frank seinen Freund Linus mit nach Hause bringt und dieser Gefallen an ihr findet, versucht Audrey mit Linus’ Hilfe ihre Angststörung zu überwinden. Was soll ich schreiben? Die Geschichte pendelt zwischen witzig und ernst gekonnt hin und her, allerdings hinterließ sie bei mir keinen großen Eindruck. Die Familie wurde originell dargestellt, Frank war mir dabei der sympathischste von allen. Die Mutter hat mir an der ganzen Story am wenigsten gefallen, da sie an manchen Stellen zu extrem reagiert hatte. Den Vater bekommt man von allen am wenigsten zu “Gehör”, er erscheint nur provisorisch auf dem Parkett, wenn mal wieder eine Entscheidung gefällt werden soll. Die Liebelei zwischen Audrey und Linus fand ich nett, allerdings hätte ich mir da noch etwas mehr Feingefühl von Linus gewünscht. Auch die Thematisierung von Audrey’s Krankheit innerhalb der Familie blieb aus. Dadurch wirkte die Story für mich nicht glaubwürdig genug. Einzig und allein Maria Koschny habe ich es zu verdanken, dass ich am Ball geblieben bin, denn sie hat synchron wieder mal ganze Arbeit geleistet und das Hörbuch toll vertont! Mein Fazit Eine nette Geschichte für zwischendurch, jedoch blieb die Story blass und nahm mich emotional nicht mit.

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Zugegeben: Sophie Kinsella und ich hatten es zuletzt sehr schwer miteinander, da sie mich mit dem letzten Band der "Shopaholic"-Reihe alles andere als begeistern konnte. Eigentlich wollte ich zukünftig kein Buch mehr meiner einstigen Lieblingsautorin lesen, allerdings konnte ich "Schau mir in die Augen, Audrey" dann doch nicht ignorieren. Zunächst einmal sollte hier erwähnt sein, dass es sich um gekürzte Hörbuchfassung handelt. Ich weiß jetzt nicht, wie viel ich dadurch von der Geschichte letztendlich verpasst habe, allerdings muss ich sagen, dass alles schlüssig und lückenlos daher kommt, von daher dürfte diese Fassung, die insgesamt eine Laufzeit von 4 Stunden und 12 Minuten beträgt, für die Hörbuchfreunde dennoch interessant sein. Sophie Kinsella hat mit "Schau mir in die Augen, Audrey" ein interessantes Jugendbuch geschaffen, dass mit liebevoll ausgearbeiteten Figuren, verrückten Momenten und einer durchaus nachdenklich stimmenden Thematik unterhalten konnte. Die Dialoge waren mir zwar an vielen Stellen durchaus zu gewollt und auch der Humor war nicht immer meins, allerdings konnte mich die Geschichte durchaus zum Teil begeistern. Dennoch muss ich sagen, dass bei dieser Geschichte für mich nicht alles perfekt ist. Ich mochte Audrey von Anfang an und konnte ihre Sorgen und Ängste verstehen. Obwohl sie zunächst wie ein ganz normales Mädchen erscheint, merkt man schnell, dass mit ihr etwas nicht stimmt, was sich auch bestätigt, denn Audrey leidet an Angstzuständen und Depressionen, die ihr das Leben nicht leicht machen. Sie versteckt sich hinter einer großen Sonnenbrille und hat große Probleme, Menschen in die Augen zu schauen. Ich mochte Audrey von Anfang an. Sie ist mal sarkastisch, mal ernst, aber immer sehr sympathisch, sodass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe. Bei ihrer Familie war es dagegen schon schwieriger, denn besonders ihre Mutter ging mir sehr auf die Nerven, sodass ich oftmals nur genervt die Augen verdreht habe. Ständig schrillen bei ihr die Alarmglocken und die unterstellt ihren Kindern allerhand Blödsinn und sie verschließt die Augen vor den wahren Problemen. Audreys Brüder und ihren Vater fand ich dagegen gelungener und auch sympathischer, besonders Linus, der sich für nahezu alles begeistern kann, fand ich sehr niedlich. Wer jetzt aber hier eine heitere Familiengeschichte erwartet, der wird enttäuscht sein. Es gibt zwar viele verrückte Momente, die durchaus ganz spaßig sein können, allerdings steht Audreys Erkrankung und Therapie hier eindeutig im Vordergrund. Diese wird zwar in angemessener Länge thematisiert, meiner Meinung nach allerdings nicht tiefgründig genug, sodass die Geschichte stellenweise sehr oberflächlich wirkt. Aber auch eine kleine Liebesgeschichte darf hier nicht fehlen, die doch stellenweise ganz niedlich ist. Gesprochen wird die Geschichte sehr lebhaft von der von mir sehr geschätzten Maria Koschny, von der ich bereits viele Hörbücher, u.a. die "Schnäppchenjägerin"-Reihe, gehört habe. Koschny arbeitet hauptberuflich als Synchronsprecherin und leiht u.a. den Schauspielerinnen Jennifer Lawrence, Lindsay Lohan und Blake Lively ihre Stimme. Das Cover ist sehr schön und passt perfekt zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung weiß zu überzeugen und hat mich trotz vorheriger Zweifel direkt angesprochen, sodass ich dieser Geschichte als Audiobook unbedingt eine Chance geben wollte. "Schau mir in die Augen, Audrey" ist insgesamt eine nette Geschichte, die mit ernsten und gleichzeitig witzigen Themen gespickt ist, allerdings oftmals nur sehr oberflächlich bleibt. Dadurch wollte bei mir auch der Funke nie so ganz überspringen, sodass ich die Geschichte zwar gut, aber nicht herausragend fand.

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