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Rezensionen zu
Liebe auf drei Pfoten

Fiona Blum

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Das Cover ist wirklich süss gemacht, man erkennt im Hintergrund die Silhouette von Rom und ganz im Vordergrund schaut einem keck der Kater entdecken, der mit seinem Blick sagen zu scheint, lest mich. Leider ist die Katze auf dem Buch nicht wirklich Bruno, der dann im Buch beschrieben wird, was etwas komisch anmutet. Federica Mazzanti ist eine junge Frau von 27 Jahren, die ihren Sommer in Rom, der ewigen Stadt, zwischen drei Jobs verlebt, aber sie lebt sehr zurückgezogen, sie hat kaum soziale Kontakte, aber dann begegnet sie dem Kater, der nur noch drei Beine hat und kümmert sich um ihn. Ein Kümmern zeigt ihr aber auch, dass etwas in ihrem Leben fehlt, aber auch, dass sie ihr Leben durchaus bereichen kann... Federica hat zu Beginn des Buches ein nicht wirklich einfaches Leben, drei Arbeiten halten sie über Wasser, aber der Traum einer Bibliothek lässt sie immer wieder alles schaffen, aber erst mit dem Auffinden des Katers Bruno, der mehr tot als lebendig zu ihr kommt, schafft sie es, ihr Leben wirklich zu ändern. Fiona Blum hat einen wirklich flüssigen und sehr lebendigen Schreibstil, sie zieht den Leser nach Rom mitten in das Leben und beschreibt dabei Charaktere, die einfach nur authentisch und liebenswert sind. Fiona Blum gestaltet ihre Charaktere auch sehr detailiert, was beim Lesen wirklich gut Bilder im Kopf entstehen lässt. Die Verstrickungen zwischen den Charakteren und auch die Entwicklung der Protagonisten sind gut durchdacht und wirken sehr authentisch. Zudem ist ihre Beschreibung des Charakters von Bruno wirkt sehr glaubhaft und gefällt deswegen wirklich gut, weil er nicht ein zu zahmer Kater ist und eben auch mal die Krallen zeigen kann. Leider bleibt der Erzähler, der durch das Geschehen führt, an manchen Stellen etwas zu nüchtern, aber wenn man sich richtig in die Geschichte fallen lässt, dann kann man das mal so stehen lassen, aber es fällt etwas beim Lesen auf. Fazit: Ein Kater, viele sympathische Charaktere und eine Geschichte, die einfach nach Rom mitten in den Sommer passt, "Liebe auf drei Pfoten" bietet das alles und zeigt, dass man nicht immer die großen Geschichten braucht um ein paar tolle Lesestunden zu verleben.

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Ich bin noch immer ganz hin und weg von meiner zauberhaften Wochenendlektüre! Wenn es nach Cover und Titel gegangen wäre, hätte ich das Buch nie auch nur eines Blickes gewürdigt, ich finde beides furchtbar. Furchtbar kitschig. Immerhin ist auf einer anderen Ausgabe die Katze nur noch als gemaltes Bild auf dem Cover, was ästhetischer und weniger kitschig wirkt. Doch da ich einen sehr interessant tönenden, Anfang April erscheinenden Roman von einer mir bis dato unbekannten Autorin entdeckt habe, wollte ich einfach mal in ihren ersten Roman reinlesen und herausfinden, ob mir der Stil gefällt. Überraschenderweise hat mich "Liebe auf drei Pfoten" von Fiona Blum schon auf den ersten Seiten gepackt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen - zum Glück hatte ich an dem Tag gerade viel Zeit und konnte es noch am selben Tag auslesen! Erzählt wird die Geschichte der 27jährigen Federica Manzzi und anderen Bewohnern des Quartier Testaccio. Fé kam für ihr Literaturstudium nach Rom, nahm zwei Jobs an und behielt beide nach Abschluss des Studiums bei. Frühmorgens sortiert sie Post, danach fährt sie ins Il Nido und arbeitet als "Frühstücksfräulein". Nachmittags widmet sie sich ihrer, wie sie es nennt, Lebensaufgabe, "ihrer" Bibliothek auf dem Quartierplatz. Dazwischen bleibt Federica genug Zeit, der Statue von Giordano Bruno am Campo di Fiori vorzulesen. Sie hat nicht viel, aber sie ist glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann taucht unerwartet eine Katze in Testaccio auf und bald ändert sich einiges im Leben von Federica und allen anderen Romanfiguren. Federica wie auch alle vorkommenden Personen werden mit all ihren Eigenheiten äusserst liebevoll und detailliert porträtiert: Federica ist scheu und redet nicht gerne. Und tut sie es dennoch, bringt sie vor lauter Aufregung vieles Durcheinander und macht sich immer viel zu viele Gedanken. Abends sitzt sie gerne auf dem Balkon mit ihrem Nachbar Mimmi, von allen nur Batticinque ("Gib mir fünf") genannt. Zu erwähnen sind auch: Postchef Ermano, der Eros Ramazottis Lieder zum Besten gibt; Katzenfrau Flavia Buanacoure, die ein Geheimnis umgibt; Tierarzt Fontanari, menschenscheu und der privat meist zur falschen Zeit das Falsche sagt; die Kinder Matteo und Fiametta samt ihrer Mutter; sowie Lello Hernandez, Josep, Signora Zafferano und noch einige mehr. Die Romanfiguren sind dem Leben positiv gegenüber eingestellt, auch wenn ihr Schicksal oft anderes vermuten würde. Diese lebensbejahende Grundeinstellung steckt an, die Zufriedenheit aller Beteiligten macht viel vom Zauber der Geschichte aus. Der kitschige Titel will uns Leser weismachen, dass es sich um eine Tiergeschichte handelt, doch der kleine Kater Bruno setzt sich erst spät und nur pointiert in Szene. Er ist vielmehr der Auslöser für kleine, aber lebensverändernde Momente. Sprachlich wunderschön, voller leiser Emotionen, fesselte mich das Buch von der ersten Seite an. Mir erging es beim Lesen wie Federica, die gerne "Bücher, bei denen man ein Lächeln auf den Lippen, die Seite umblättert, sich gleichmässig eine Träne aus den Augenwinkel wischen muss." (Seite 67) liest. Das Lächeln blieb bis zur letzten Seite auf meinen Lippen. Tränen hatte ich keine, denn die Geschichte versprüht eine stille, unaufgeregte Lebenslust und zeigt Emotionen ohne jeglichen Kitsch. Sie schildert Rom jenseits der Touristenströme und von Seite zu Seite wird der Wunsch grösser, gerade in Rom zu sein um mit Federica frühmorgens auf der Vespa durch Rom zu fahren. Die Autorin schreibt unter verschiedenen Pseudonymen, für "Liebe für drei Pfoten" hat sie 2016 den DELIA-Preis gewonnen, und sorgte für mein erstes Lesehighlight im 2017. Fazit: Ein absolut lesenswerter leiser, charmanter und poetischer Roman, der Lust macht, Rom morgens um 4 Uhr zu entdecken. 5 Punkte. PS: Ich will nach Rom. Jetzt. Sofort. Subito. Das war eindeutig Liebe auf den zweiten Blick. Anfang April erscheint "Frühling in Paris". Ich bin schon sehr gespannt, ob Fiona Blum die Atmosphäre von Paris ebenso gut wiedergeben kann wie jene von Rom.

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Federica, eine schüchterne junge Frau, lebt ein zurückgezogenes Leben zwischen Dachgeschoßwohnung, Postfiliale und Frühstückspension. Sie ist anders als viele im großen Rom... und sie liebt Bücher. Wenige Freunde begleiten sie in ihrem Alltag... doch die Erfüllung ihres Wunsches nach einer eigenen Bibliothek wird ihr Leben ändern. Sie begegnet schüchternen, aber neugierigen Kindern... sie begegnet einer alten Frau, welche sowohl voller Katzenliebe ist, als auch ein Geheimnis mit sich trägt... sie begegnet einen schwer verletzten Kater, der sich in den Geruch ihrer Umgebung verliebt und so zum Leben zurückfindet... sie begegnet einem Tierarzt, der nicht nur ein Herz für Streuner hat... und so füllt sich langsam ihre Bibliothek und wird zu einem Ort der Menschen im Viertel – einer Begegnungsstätte und des Austauschs. Eben des römischen Lebens, weitab von Touristenströme und Lebenszwänge. Ganz ehrlich muss ich zugeben, dass das erste Drittel des Buches für mich anstrengend zu lesen war, denn die Autorin packt sehr viel Informationen, Bilder, Geschichten und Gefühle in die Sätze. Diese sind zudem auch in große Absätze gepackt, so dass einem kaum Zeit „zum Atmen“ bleibt. Aber trotz – oder gerade wegen dieser geballten Informationsflut schafft die Autorin eine Stimmung, die mich an diverse Filme der 50ziger/60ziger Jahre erinnern oder an die typische Miracoli-Werbung. Und diese inneren Bilder passen wunderbar zu dem fein gezeichneten Buchcover, das ich wirklich zauberhaft finde. Faszinierend fand ich, wie die Autorin Emotionen aufbaut, was mir ganz besonders bei der Geschichte rund um die 2 Kinder aufgefallen ist. Zuerst erscheinen sie im Buch nur mit ein/zwei Sätzen, erst viel später werden sie Mittelpunkt einer kleinen Teilgeschichte, deren Emotionen durch eine sehr gute Beschreibung ihrer Personen langsam aufgebaut werden und sich für mich in einem „Vulkanausbruch“ entladen, als der Sohn die Änderung seiner Mutter miterlebt. Da musste ich tief durchatmen und konnte so mitfühlen – auch wenn ich eine solche Situation selbst nie erlebt habe. Wirklich beachtlich, wie Fiona Blum hier mit Worten umgeht und diesen Spannungsbogen zeichnet, ohne ihn zu überspannen. Zum Ende des Buchs wird dieses wieder leiser... und natürlich darf in Italien auch „amore“ nicht fehlen ;) aber dieses Thema wird fast schüchtern, jedenfalls nur zart & leise angesprochen... und fügt sich so ohne zu stören in die Geschichte ein. Ich mag diesen Roman trotz anfänglicher Leseprobleme wirklich sehr und kann ihn – nicht nur Katzenfreunden – empfehlen. Wer ein bisschen Doris Day, Vespa, Miracoli-Stimmung mag, Bücher nicht nur überfliegt, sondern sich auch gerne mitnehmen lässt – für den ist die „Liebe auf drei Pfoten“ eine Lesereise wert.

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Ich muss ehrlich sagen am Anfang war ich von diesem Buch sehr enttäuscht. Ich habe viele gute Rezensionen darüber gelesen und habe natürlich viel erwartet. Ich bin am Anfang gar nicht in das Buch reingekommen, weil ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig fand. Zum Glück hat es sich dann aber gelegt. Federica ist eine faszinierende Frau, die uns Bücherwürmern doch sehr ähnlich ist. Sie liest lieber als sie irgendwo hingeht. Sie träumt sich gerne in fremde Welten und vergisst manchmal die Realität. Federica ist eine durch und durch liebevolle Frau, die sehr sensibel ist. Sie hat ihre Träume und lässt sich durch niemanden beeinflussen, sondern macht das was sie gerne möchte. Ihre aufopfernde Art wird gerne angenommen aber dennoch nicht ausgenutzt. Ich hätte gerne mal einen Tag mit ihr getauscht um in ihre Gedankenwelt einzutauchen. Der Kater ist unheimlich süß und ich fand es toll, dass die Autorin auch seine Gedanken beschrieben hat. Das geht richtig ans Herz und es ist einfach grausam, was manche Menschen für Monster sind. Es spielen einige weitere Protagonisten eine Rolle, die man nach und nach kennenlernt. Ich persönlich hätte gerne mehr über die jeweiligen Personen erfahren, denn sie haben allesamt eine sehr starke Persönlichkeit und ich mochte jeden von ihnen gerne. Es waren sehr unterschiedliche Charaktere dabei und das wurde dem Leser auch vermittelt, doch ich hätte mir einfach etwas mehr Ausarbeitung gewünscht, um wirklich in die jeweiligen Leben versinken zu können. Die Umgebungsbeschreibungen sind perfekt gelungen. Gerade die Bücherei von Federica ist traumhaft und schon alleine wie sie das alles aufgebaut hat verdient wirklich großen Respekt. Rom wird natürlich von seiner schönen Seite dargestellt und ladet zum Träumen ein. Sehr gerne hätte ich einfach meine Koffer gepackt um dorthin zu verreisen. An den Schreibstil wie schon erwähnt musste ich mich erst gewöhnen. Es war am Anfang etwas wirr und umständlich geschrieben. Doch ich habe mich daran gewöhnt und dann wollte ich es nicht mehr zur Seite legen.

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Rom. Es ist heiß. Es ist staubig. Die junge Federica geht wie jeden Tag ihren zwei Jobs nach. Mitten in der Nacht steht sie auf, um Post zu sortieren, um dann später auch noch als Frühstücksmädchen zu arbeiten. Als sie durch ihr Viertel läuft, entdeckt sie eine verlassene Bücherei. Federica möchte diese Bücherei wieder zum Leben erwecken. Es sieht so aus, als würde dies ein Traum bleiben, denn niemand interessiert sich wirklich für ihre Bücherei. Dann eines Tages kommt eine verrückt aussehende alte Frau bei ihr vorbei. Bevor sich Federica richtig um die alte Frau kümmern kann, ist diese auch schon wieder verschwunden. Zurückgelassen hat sie einen verletzten dreibeinigen Kater. Federica versucht alles ihn zu retten. Sie nennt ihn kurzerhand Bruno, wie den Philosophen Giordano Bruno, mit dessen Skulptur sie öfter Zwiesprache hält. Der kleine Kater schafft es ins Leben zurückzukommen. Eines Tages beschließt er, in Federicas Bücherei zu wohnen. Schnell geht die Geschichte umher, dass er die Bücher bewachen würde. Und so kommt es, dass die Bücherei immer mehr Besucher erhält. Erst ist es die alte Frau, Flavia Buonacuore, die Katzenfrau, die ein Geheimnis umgibt. Dann sind es die beiden Kinder, erst sehr verschüchtert, deren Mutter die meiste Zeit unter einem Tisch verbringt. Doch immer mehr Menschen kommen, um sich Bücher auszuleihen, um zu reden, um sich zu treffen. "Liebe auf drei Pfoten" - eine Geschichte mit einer ganz besonderen Anziehungskraft. Eine Geschichte zum Verlieben! Jede einzelne beschriebene Figur ist mir umgehend ans Herz gewachsen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, auf dem Platz vor der Bücherei zu stehen, das Geschehen mitanzusehen. Die Geschichte hat mich gepackt und ist doch von einer mitreißenden Leichtigkeit. Ein Sommerroman vom Feinsten, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Das Cover lässt eine vollkommen andere Geschichte vermuten. Ich gebe zu, im Buchladen hätte ich das Buch nicht in die Hand genommen, doch dann war ich in Iserlohn bei der Delia-Literaturpreis-Verleihung. Fiona Blum hat den ersten Preis mit ihrem Roman "Liebe auf drei Pfoten" gemacht. Ich war etwas verwundert, doch dann begann die Autorin zu lesen und ich von der ersten Zeile an verzaubert. Ich wusste, ich "muss" dieses Buch kaufen und alle guten Vorsätze an diesem Abend kein Buch zu kaufen, waren dahin. Ich habe es nicht bereut. Diesen Roman muss man unbedingt lesen.

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Anfangs hatte ich wirklich bedenken bei dem Buch, da ich echt lange gebraucht habe mich in der Geschichte zu recht zu finden. Aber dann hat sich das Blatt gewandelt. Es passiert eigentlich ganz wenig, aber zwischen den Zeilen ist da so viel Gefühl und ein Erlebnis der etwas anderen Art. Man liest einfach mit einem besonderen Gefühl im Bauch und hat direkt gute Laune. Ich hatte das Gefühl ich wäre in eine andere Welt eingetaucht. Nicht so, dass es in einer komplett neu erfundene Welt spielt, aber doch irgendwie total anders. Ein kleiner Kater, der eine solche Wirkung auf die unterschiedlichsten Menschen hat, ist mir so noch nie begegnet. Die Geschichte hat so viel Herz und Tiefsinn, dass ich mich gefühlt habe als wäre ich wirklich wieder in Rom (ich liebe Rom). Die Stadt hat mich auch in dem Buch einfach in den Bann gezogen. Die Athmosphäre kommt einfach so authentisch und real herüber. Die vielen verschiedenen Ich-Erzähler waren so prägnant und passend eingesetzt, dass zwischen den Zeilen einfach so viel passiert. Das Buch hat von mir 4,5 🌟🌟🌟🌟🌟 bekommen 😋.

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Federica Mazzanti ist eine junge, zurückhaltende Frau mit nur wenigen sozialen Kontakten. Eigentlich hat sie nur zwei Freunde, ihren Nachbarn Mimmo und Giordano Bruno. Letzterer war ein Philosoph des 16. Jahrhunderts und die Freundschaft ist dementsprechend etwas einseitig, dennoch liebt Federica die Zwiesprache mit seiner Statue auf dem Campo de Fiori. Sie hat zwei Jobs, die sie jeden Morgen absolviert und so bleibt ihr nachmittags und abends Zeit, die verwaiste kleine Bibliothek aufzubauen, die sie eines Tages durch Zufall entdeckt hat, auch wenn es bisher noch an Besuchern und Ausleihenden fehlt und sie kurz davor steht, das Projekt aufzugeben. Bisher war ihr dieses Leben völlig ausreichend und sie hatte nicht das Gefühl, dass etwas fehlt. Doch dies ändert sich, als die von fast allen als verrückt betrachtete alte Flavia Buonacuore eine halbtote dreibeinige Katze am Straßenrand aufsammelt und zu Federica bringt, da sie sie nicht mit in ihre eigene Wohnung nehmen darf. „Kümmere dich!“ lautet ihre Anweisung und Federica kommt gar nicht auf die Idee, sich zu wiedersetzen. Sie bringt den kleinen Kater zum Tierarzt, der ihr wenig Hoffnungen macht. Aber Federica lässt sich nicht entmutigen. Und irgendetwas, ein ganz besonderer Duft, bringt Bruno, wie sie den Kater nennt, dazu, das letzte seiner sieben Katzenleben doch noch nicht aufzugeben, sondern weiterzuleben. Bruno wird ein treuer Begleiter für Federica, sein wahres Zuhause findet er aber in der Bibliothek. Und schnell spricht sich herum, dass die kleine Bücherei nun einen ganz besonderen Wächter hat. Nach und nach kommen ganz verschiedene Menschen zu Federica und ihren Büchern, bekommen Hilfe und helfen einander. Die Bibliothek wird zum Treffpunkt des Viertels. Ich mag keine Tiergeschichten, in denen das Tier zu sehr vermenschlicht wird. Das ist hier nicht der Fall, Bruno spricht und denkt nicht in Worten, aber die Autorin beschreibt, was wahrnehmen und fühlen könnte und das kann man sich so durchaus vorstellen. Es ist eine wunderschöne, warmherzige Geschichte über Hilfsbereitschaft und Freundschaft. Das Buch umfasst nur gute 200 Seiten, dennoch werden die Geschichten mehrerer Personen so bildlich und anschaulich erzählt, dass ich sie alle genau vor Augen hatte. In vielen Aspekten ist es eine traurige Geschichte, doch gleichzeitig macht sie auch Hoffnung und zeigt, was mit Mut, Vertrauen und Zusammenhalt alles möglich ist. Rom und seine Bewohner, Eigenheiten und Stimmungen werden herrlich anschaulich beschrieben. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen und war gleichzeitig traurig, weil es so schnell gelesen war!

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Klappentext Das Leben ist voller Überraschungen. Und manchmal geschieht sogar ein Wunder. Federica lebt in einem kleinen, entlegenen Viertel in Rom – und sie hat es sich in den Kopf gesetzt, die verlassene Bücherei in ihrer Nähe wieder zu neuem Leben zu erwecken. Doch zur Erfüllung ihres Traumes bedarf es erst der Umdrehungen einiger geheimnisvoller Rädchen, die das Schicksal leise vorantreiben: das große Herz einer verrückten alten Frau, das Vertrauen zweier Kinder in Not und den unbändigen Überlebenswillen eines kleinen Katers, der dafür sorgt, dass Federika das Leben zu lieben lernt. Mein Umriss Ein heisser Sommer in Rom. Federica hat ihr Studium abgeschlossen und lebt im Stadtteil Testaccio. Dort, wo die weniger betuchten Menschen leben, wo es laut ist, manchmal auch schmutzig. Aber Federica fühlt sich hier wohl. Sie geht ihren Jobs nach. Der erste fordert sie mit sehr frühem Aufstehen, denn sie sortiert Briefe bei der Post. Wenn sie damit fertig ist, kümmert sie sich um den Frühstücksservice in einer Pension und nachmittags ist sie in ihrer eigenen Bücherei, mit der sie sich ihren Lebenstraum erfüllte. Dort erscheint eines Tages eine alte, seltsame Frau und hinterlässt Federika ein kleines Bündel und die Nachricht „Kümmere dich“ Also hat sie nun einen weiteren Job. Sie kümmert sich um den kleinen Kater, der sich in dem Bündel Kleidungsstücke befindet, und dem Tod näher als dem Leben ist. Sie kann ihn nicht sterben lassen, also bringt sie ihn zum Tierarzt. Nachdem sie die Rechnung nicht bezahlen kann, nimmt sie die Pflege eben ohne Medikamente in Angriff. Schnell erholt sich das dreibeinige Kerlchen und weicht ihr nicht mehr von der Seite. Federika hat dies verändert und das bleibt ihrem Umfeld nicht verborgen. Von nun an, ist Bruno der Kater immer an ihrer Seite… Mein Eindruck Fiona Blum hat mit diesem Buch ein großes Kapitel der wunderbaren Geschichte des dreibeinigen Katers Bruno zu Papier gebracht. Sie beschränkt sich auf einen Sommer, der für Bruno und die Hauptprotagonistin Federika das Leben nicht nur auf den Kopf stellte, sondern dieses für beide ins Positive kehrte. Allgemein wird einem immer vermittelt, dass die Italiener ein lautes, hektisches Völkchen sind. Blum zeigt hier eine andere Seite dieser sympathischen Menschen. Sie können auch leise und gefühlvoll. Insbesondere, wenn es um die anderen Menschen in ihrem Umfeld geht. Die Autorin beschränkt sich nicht nur auf Federika und Bruno, sie bezieht eine alte Schauspielerin, die in den siebziger Jahren von der Bildfläche verschwand, den spanischen Ex-Mafiosi, einen Tierarzt, der nicht nur die Praxis von seinem Vorgänger erbte, zwei Kinder und deren Mutter mit schrecklicher Vergangenheit und natürlich Federikas direkten Nachbar, der immer zur Stelle ist, wenn sie jemanden zum Reden braucht, mit in ihre Geschichte ein. Besonders beeindruckend schreibt Blum über den Kater und darüber, was er wohl empfindet oder vielleicht auch denkt. Nein, sie vermenschlicht dieses Tier mit keiner einzelnen Silbe. Vielmehr beschreibt sie seine Aktionen und Empfindungen so, wie sich Menschen vorstellen würden, dass er empfindet und denkt. Sie lässt ihn zeigen, was er möchte und da die Beziehung von Federica und ihm sehr schnell sehr eng ist, sind sie nach kurzer Zeit ein perfekt eingespieltes Team. Geheimnisvoll stellt sie die alte Frau und den „Spanier“ vor, deren Rätsel sie bald auflöst und über die sie sich viele Gedanken macht. Ebenso die berührende Geschichte der beiden Kinder, deren Mutter sie mit Hilfe des Katers zurück ins Leben führt. Durch Blums einfache Schreibweise taucht man sehr schnell ins Geschehen ein und ist von der Geschichte total gefangen. Man möchte am liebsten noch viel mehr über Bruno erfahren, aber leider war dieses Buch viel zu schnell zu Ende. Mein Fazit Ein gefühlvoll, ruhig, beschaulich und liebevoll geschriebenes Buch darüber, wie ein Kater in der Lage ist, das Leben der Menschen ins Positive zu ändern, dem ich meine vollste Empfehlung ausspreche. Die Autorin Fiona Blum wurde 1968 geboren. In Passau und Rom studierte sie Rechtswissenschaften und Italienisch. In Verona arbeitete sie nach dem Studium als Anwältin und in München in einer internationalen Anwaltskanzlei. Heute ist sie Hauptberuflich Schriftstellerin und lebt mit Mann, Tochter und Katze in einem alten Bauernhof in Oberbayern. Unter ihrem richtigen Namen Veronika Rusch schreibt sie Dinnerkrimis, Theaterstücke und Kriminalromane. Danksagung Mein Dank geht an den Page & Turner Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte, ebenso bedanke ich mich bei der Verlagsgruppe Randomhouse dafür, dass ich auf Cover und andere Hilfsmittel in Verbindung mit dieser Rezension zurückgreifen durfte.

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