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Rezensionen zu
Dark Wonderland - Herzbube

A.G. Howard

Die Dark Wonderland-Reihe (2)

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€ 17,99 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis)

A. G. Howards Schreibstil ist nach wie vor flüssig und fesselnd und erinnert stellenweise mit (zum Teil unpassenden) Vergleichen an den Wahnsinn Wunderlands, zum Beispiel erinnert ein Plakat für den Schulball, das sich bereits ein wenig von der Wand gelöst hat, Alyssa an die Zunge des Bänderschnätz. Auch der Plot ist wieder gut gelungen, auch wenn ich Jeb in diesem Band etwas nervig, weil er gefühlt entweder nicht da ist, oder Al nicht vertraut. Auch ist Al ein wenig egoistisch geworden: Statt ihrem Volk zu Hilfe zu eilen, muss sie erst einmal darüber nachdenken und sich mehrfach von Morpheus sagen lassen, dass auch ihre Welt in Gefahr ist. Dafür beweist sie am Ende dennoch ungeheuren Mut, um ihre Geliebten zu beschützen. Morpheus dagegen tritt in diesem Band fast noch mystriöser und arroganter auf - der typische Morpheus eben. Allerdings zeigt er auch eine verletzliche Seite, die ihn noch sehr viel sympathischer macht. Ein wenig überraschend fand ich den Cliffhanger am Ende, mit dem man, auch wegen dem Ende des ersten Teiles, nicht rechnet.

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Es ist fast ein Jahr her seitdem Alyssa durch den Kaninchenbau gefallen ist und im Wunderland war. Ein Jahr, in dem sie versucht hat ihre Zeit dort zu vergessen, doch Morpheus lässt sie nicht in Ruhe. Nachdem sie sich weigert ihr normales Leben und damit auch Jeb hinter sich zu lassen, um das Wunderland zu retten, taucht Morpheus in ihrer Welt auf. Er will sie daran erinnern, dass sie immer ein Teil des Wunderlands ist und auch dass das Wunderland immer ein Teil von sein wird. Nur sie kann das Wunderland retten und damit auch ihre eigene Welt, denn immer mehr der Wunderlandbewohner finden den Weg zu ihr. Ich hatte einige Startschwierigkeiten, was aber nicht daran lag, dass ich mich nicht mehr an den ersten Band erinnern konnte, der war mir noch ganz gut im Gedächtnis und es lag mehr an der Geschichte an sich. Ich konnte mich so nocht sehr gut an die Handlungen von Herzkönigin, dem ersten Band erinnern, aber richtig reingekommen bin ich anfangs nicht. Doch nach ein paar Kapiteln hatte ich keine Probleme mehr und war ein Teil der Geschichte. Alyssa ist immer noch komplett anders, als Mädchen in anderen Büchern des gleichen Gernres, was ich wirklich toll fand. Sie ist mit ihrem ganzen Kleidungsstil und ihrer Art eher eine Mischung zwischen Punk und Skatergirl. Aber nicht nur die Hauptprotagonistin ist anders als in anderen Jugendfantasybüchern, auch die ganze Geschichte ist es. Vorallem die Dreiecksgeschichte zwischen Alyssa, Jeb und Morpheus. Es war nicht nur eine Frau zwischen zwei Männern. Es war auch ein Mädchen zwischen zwei Welten und jeder der Männer gehört nur in eine Welt, während sie ein Teil beider ist. Man fragt sich von Anfang an in welche Welt sie eher gehört und welcher Mann eher zu ihr passt. Ich habe andauernd überlegt wie die Geschichte weitergehen und auch wie sie enden wird. In der Mitte hatte ich dann irgendwie schon im Gefühl, wie die Trilogie enden könnte. Ob ich mit meiner Vermutung recht habe, werde ich dann erst im dritten Teil sehen und bis dahin kann ich dann auch noch überlegen, ob mir das Ende so gefallen könnte. Schon in dem ersten Band ist mit klar gewesen, dass es noch nie ein skurrileres und verdrehteres Wunderland gegeben hat, daher ist der Reihenname Dark Wonderland auch unglaublich passend. Auch hier wurde wieder ein Wunderland gezeigt, dass man so nicht nie gesehen hat und dass an einigen Stellen mit seinen Bewohnern sogar ziemlich erschreckend sein kann. Auch wenn ich zugeben muss, dass Alyssa sich kaum im Wunderland aufhält und es daher anders ist als ich es am Anfang erwartet hätte. Ich hoffe, dass man im nächsten Teil noch mehr vom Wunderland und vorallem auch von Morpheus erfährt. Man sieht in ja schon auf dem Cover, den geheimnisvollen und undurchschaubaren Netherling, den wohl interessantesten Charakter in den Büchern. Ich freue mich schon auf den letzten Teil und auf eine weitere Reise in das dunkelste Wunderland, das ich kenne.

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Tolle Fortsetztung der Trilogie, die mir gut gefallen hat, obwohl mir etwas mehr Spannung gefehlt hat wie im 1. Teil, es war zwar nie langweilig, aber ich hatte nie das Gefühl nicht mit dem lesen aufhören zu können. Der Schreibstil hat mir auch diesmal gut gefallen und war wieder einfach und gut zu lesen. Alyssa ist ein sehr nettes und liebes Mädchen, das nun ihren Highschoolabschluss machen möchte und danach einfach nur weg möchte mit ihrem Freund Jeb. Doch ich habe auch einen Schock bekommen als Morpheus aufgetaucht ist um Alyssa wieder nach Wunderland zurückzuholen. Ich fühlte mit und konnte sie voll und ganz verstehen, das sie nicht wieder zurück wollte. Jeb ist auch sehr nett und sympatisch, etwas draufgängerisch, aber er hat Alyssa das Leben gerettet und hat daher bei mir schon plus Punkte gesammelt. Morpheus mag ich so garnicht, er ist sehr nervig und macht Alyssa das Leben sehr schwer, weil er sie unbedingt dazu überreden möchte zurück nach Wunderland zu kommen, damit sie Wunderland retten kann. Das Buch ist ganz nach meinem Geschmack und ich kann euch diese Reihe bisher empfehlen zu lesen, sie ist spannend, gut zu lesen und wurde gut umgesetzt.

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Alyssa Gardner hat endlich Ruhe gefunden. Ihre Mutter ist wieder sie selbst und nach Jahren im Sanatorium lebt sie nun endlich wieder bei ihrer Tochter und ihrem Mann. Alyssa ist glücklich, denn bereits seit einem Jahr ist sie mit Jeb zusammen, der ihr ins Wunderland gefolgt, für sie gestorben ist und seine Erinnerungen verloren hat, als Preis dafür, dass er lebt. Doch das Wunderland streckt seine Klauen nach Alyssa aus. Zwanghaft fertigt sie weiterhin Mosaike an, dieses Mal nicht aus Insekten, sondern aus Steinen und ihrem eigenen Blut und die Szenen, die dabei entstehen, lassen sie erstarren: Königin Rot kehrt aus dem Totenreich zurück und Blut wird fließen, während das Wunderland in Chaos und Schrecken versinkt. Wahrheit und Lüge Von Alice Liddel, der wahren Alice aus Lewis Carolls Geschichten, stammt Alyssa ab und mit dieser Abstammungslinie ist ein Teil ihrer Selbst ein Netherling, jene Gestalten, die sich im Wunderland tummeln, düster und geheimnisvoll sind und zugleich hinterhältig, gefräßig und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Netherlinge haben eine dunkle Seite und erreichen ihre Ziele oftmals durch Lügen und Intrigen. Alyssa versucht diese Seite an sich zu unterdrücken, sie hat sich bewusst für ihr Leben als Mensch entschieden, obwohl sie im Wunderland die Krone für sich ergattern konnte. Ihr Leben mit Jeb und ihrer menschlichen Familie scheint ihr aber bedeutender. Doch diese Zuversicht gerät ins Schwanken, als Morpheus wieder in ihrem Leben auftaucht. Denn schon seit Wochen zeigen Alyssas Mosaike, die sie mit ihrem eigenen Blut vermischt, grausame Visionen und pures Chaos: Drei Königinnen kämpfen um die Krone von Wunderland, am Ende kann aber nur eine siegen. Ist Königin Rot zurückgekehrt? Wahrheit und Lüge halten sich wiederum die Waage. Morpheus spielt wie immer nicht mit offenen Karten und Alyssa kann nicht einschätzen, ob er es tatsächlich ehrlich meint, ob er für sie in den Kampf zieht oder nur seine eigenen, niederträchtigen Ziele verfolgt. Ihrer Mutter kann sich Alyssa nicht anvertrauen, denn die will mit dem Wunderland nichts zu tun zu haben, aber je weiter sie sich wieder in diese Welt vorwagt – denn Jeb ist in Gefahr und Königin Rot scheint ins Menschenreich gelangt zu sein, um Rache zu üben -, desto erschrockener ist Alyssa darüber, dass nicht nur sie unehrlich zu ihren Mitmenschen ist, sondern auch diese ihr die Wahrheit verschweigen. Die Zerstörung Wunderlands ist eingeleitet, böse Träume und ein gruseliger Clown aus Kindertagen verfolgen Alyssa in ihrer Welt. Und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto wütender wird Alyssa. Sie gibt ihrer Netherlingsseite immer mehr Raum, denn es fühlt sich gut an, nicht immer einstecken zu müssen, sondern selbst einmal die Oberhand zu gewinnen. Alysse fühlt immer mehr, dass die Menschliche Welt nicht unbedingt ihre Heimat ist, sondern dass ihre Herkunft und das Erbe von Alice Liddel ihre einen Platz im Wunderland schenkt. Wieder einmal schafft A.G. Howard die Waagschale von Wahrheit von Lüge, von Gut und Böse, von Menschenwelt und Wunderland mit spannenden Verstrickungen zu füllen, denn auch als Leser ist man zwiegespalten, welchen Weg Alyssa gehen soll: Netherling oder Mensch? Die wahre Natur der Alyssa Gardener Die eigene Identität zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen, doch im Fall von Alyssa scheint es schier unmöglich. Sie hat sich für ihre menschliche Identität entschieden, doch jeder in ihrer Umgebung versucht sie in eine bestimmte Richtung zu lenken und nicht zuletzt Morpheus, der sie als Netherlingskönigin im Wunderland sieht. Doch auch Alyssas Unterbewusstsein, ihre Träume und ihre Gefühle spielen verrückt und so muss sie sich immer stärker fragen: Wer bin ich und wer will ich sein? Alyssa steckt in einer Identitätskrise, der sie sich nicht mehr verschließen kann, denn auch ein harmonisches Zusammenspiel ihrer beiden Seiten scheint nicht möglich zu sein. Und die beiden Männer in ihrem Leben stehen für unterschiedliche Pole, die auseinanderdriften, sich bekämpfen und keine Kompromisse eingehen. A.G. Howard hat trotz der Wunderland-Vorlage, die sie verwendet, eine ganz eigene Geschichte und eine eigene fiktive Welt geschaffen. Auch der zweite Teil von „Dark Wonderland“ hat mir sehr gut gefallen, denn die Geschichte setzt sich fort und wiederholt sich nicht in Band 2. Obwohl die Thematik eigentlich nicht wechselt, schafft die Autorin es durch ihre Vertrickungen und Halbwahrheiten, verschlungene Wege zu beschreiten, die Zweifel und Geheimnisse entwerfen. Lüge oder Wahrheit stehen im Zentrum des zweiten Bandes und das Gerangel um die eine oder andere Seite und genausowenig wie Alyssa ihren Weg kennt, kann der Leser vorhersagen, in welche Richtung es weitergeht; oder aber in welche Richtung man möchte, dass es weitergeht. Denn Pro und Contra kämpfen in diesem Band miteinander, einen wirklichen Favoriten gibt es nicht. „Herzbube“ ist eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack mit düsteren und magischen Momenten.

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[5+/5] Verrückt, morbid , bizarr und doch so wunderschön. Was für eine aufregend- chaotische Fortsetzung! Mehr davon! ♥♥♥

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[5+/5] Verrückt, morbid , bizarr und doch so wunderschön. Was für eine aufregend- chaotische Fortsetzung! Mehr davon! ♥♥♥

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Meine Meinung: "Dark Wonderland - Herzbube" von A. G. Howard ist die leicht holprige, aber dennoch gelungene, Fortsetzung der etwas anderen Wunderland-Adaption. Nachdem mich "Herzkönigin" mit all seiner Skurrilität und Verrückheit vollkommen überzeugen konnte, habe ich dieser Fortsetzung trotz des runden Endes stark entgegen gefiebert. Trotzdem habe ich "Herzbube" mit Vorsicht behandelt - immerhin handelt es sich hierbei um einen zweiten Band, die in der Regel mehr der Überbrückung als der eigentlichen Handlung dienen - und war damit gut beraten. Meine Erwartungen waren niedrig, was mit einigen positiven Überraschungen belohnt wurde; an seinen Vorgänger reicht dieser Roman dennoch nicht heran. Während Alyssa in "Herzkönigin" ins Wunderland gereist ist, ist der Schauplatz von "Herzbube" das altbekannte Amerika. Glücklicherweise kommt in diesem Fall tatsächlich der Berg zum Propheten, aber in Kombination mit der stark in Szene gesetzten Dreiecksgeschichte lesen sich manche Stellen wie ein einfacher Liebesroman. Grundsätzlich hat Howard wohl das Beste aus dem Schauplatz-Wechsel rausgeholt, ein erneuter Sprung ins Kaninchenloch hätte auch zu stark nach Wiederholung gestunken, aber etwas Atmosphäre ging dabei leider verloren. Dabei war es gerade diese, die den ersten Band so unvergesslich macht. So ist es wenig verwunderlich, dass es hauptsächlich die Szenen voller Wunderland-Wahnsinn waren, die auch dieses Mal zu überzeugen mussten. Diese Highlights spornten das Geschehen an und trieben mich dazu, das Buch doch fast in einem Zug durchzulesen. "Herzbube" ist Howards Versuch, Alyssas Zerrissenheit darzustellen. Immer wieder wird das Augenmerk darauf gelenkt, dass in Al ein Kampf stattfindet - und zwar zwischen ihrer menschlichen- und ihrer Netherling-Seite. Fairerweise muss ich zugeben, dass ihr das auch gelungen ist, ABER ich fände es einfach mal so erfrischend, wenn die Held(inn)en solcher Jugend-Fantasy-Abenteuer zur Abwechslung mal ihre nicht-menschliche Seite akzeptieren würden. Warum läuft es immer darauf hinaus, dass sie sich immer so an ihr Mensch-sein klammern? Niemand verlangt von ihnen, dass sie ihre Menschlichkeit oder sich selbst aufgeben müssen, aber letztendlich läuft es doch sowieso darauf hinaus, dass beide Seiten in Einklang gebracht werden müssen, weil sonst gar nichts funktioniert. Wäre es nicht schön, wenn der nächste Jugendbuch-Protagonist seine Andersartigkeit umarmen würde, anstatt sich hinter der vorgegebenen Norm zu verstecken? Das wäre bestimmt auch bei der unausweichlichen Entscheidung hilfreich, ob man sich für das menschliche oder übernatürliche / andere Love-Interest entscheidet. Immerhin nehmen diese sinnlosen Liebesdreiecke doch immer so viel Platz weg, selbst wenn man eine Option unterbreitet bekommt, die tatsächlich alle 3 Parteien zufriedenstellt. So unglaublich das auch klingen mag, genau darauf läuft es bei Dark Wonderland hinaus. Jeder kriegt ein Stück des Kuchens, abgesehen von Alyssa - die kriegt nämlich alles. Und dafür musste sie nichts anderes tun, als sich mit beiden Kerlen zu amüsieren, dauerhaft rumzujammern und sich vor ihrer Verantwortung zu drücken, Wunderland zu retten. Abgesehen von meiner grundsätzlichen Aversion gegen diese Art der Liebesgeschichte, steht diese unbestreitbar zu stark im Vordergrund. Die Prämisse des Romans war stark, im Hintergrund lief unheimlich viel ab und auch die Protagonistin stand selten still, aber am Ende ist der einzig erkennbar rote Faden die Frage, ob sie sich für Jeb oder Morpheus entscheiden soll. Zugegeben, Howard hat eine perfekte Vorlage für die Reise ins IrgendWoanders geliefert und mit dem Cliffhanger sorgt sie definitiv dafür, dass ich weiterlesen will, aber letztlich kam es so wie erwartet: "Herzbube" ist ein typischer zweiter Band, der versucht mit seinem Vorgänger mitzuhalten, aber letztlich nur die perfekte Überleitung zum hoffentlich großen Finale darstellt. Unterhaltsame Lesestunden kriegt man trotzdem geboten. Fazit: A. G. Howards "Dark Wonderland - Herzbube" ist der typische zweite Teil einer Trilogie. Es passiert zwar recht viel, aber leider nichts Konkretes. Im Gedächtnis bleibt mir nur das unnütze Liebesdreieck, das viel zu sehr im Mittelpunkt stand. Highlights gibt es im Form des Wunderland-Wahnsinns, der beim gewählten Schauplatz nur bedingt vorkommt. Alles in allem habe ich einige Kritikpunkte, durfte aber trotz allem schöne Lesestunden mit diesem Buch verbringen. Als Überleitung zum funktioniert "Herzbube" natürlich perfekt. 3,5/5 Bücher!

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Seit einem Jahr lebt Alyssa wieder in der Welt der Menschen und versucht ein normales Leben zu führen. Doch ihre Abenteuer im Wunderland sind nicht so leicht zu vergessen und ihre Träume erinnern sie immer wieder daran, dass sie als rote Königin Verantwortung trägt, denn Wunderland zerfällt langsam... "Herzbube" ist der zweite Band von A.G. Howards Dark Wonderland Trilogie und wird aus der Perspektive von Alyssa Gardner erzählt, die nun schon seit einem Jahr wieder zurück in der Menschenwelt ist und versucht ihr menschliches Leben zu genießen. Doch Alyssa hat auch ihre Netherlingsseite, die sie nicht verleugnen kann, ebenso wenig, dass sie Wunderland als ihr Zuhause ansieht. In diesem Band wird Alyssas innerliche Zerrissenheit sehr deutlich dargestellt, denn ihre Liebe zum Wunderland ist offensichtlich, auch wenn sie dagegen ankämpft und versucht ihr normales, menschliches Leben zu leben. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr über Morpheus und Jeb erfahren würden. Morpheus, weil er so eine so schillernde und undurchschaubare Person ist, manipulativ, aber auch liebenwürdig. Ich kann ihn oft überhaupt nicht einschätzen, finde ihn aber total interessant! Jeb fand ich dagegen schon im ersten Band etwas blass. Bei ihm habe ich nach dem Beenden des Buches schon wieder das Gefühl gehabt, als wäre er überhaupt nicht da gewesen und das finde ich schade, weil ich ihn eigentlich ganz sympathisch finde. Was mich allerdings sehr gefreut hat, waren die vielen Informationen über die Vergangenheit von Alyssas Eltern: Alison und Thomas Gardner. Alison hat die Irrenanstalt verlassen und lebt wieder bei Ayssa und Thomas, doch das Familienleben ist oft nicht einfach. Alison war am Anfang auch sehr undurchschaubar und ich habe sie falsch eingeschätzt. Deshalb fand ich es wirklich gut, dass ihre Vergangenheit und ihre Verbindung zum Wunderland näher beleuchtet wurde! Im ersten Band haben sich die Geschehnisse förmlich überschlagen, da war der zweite Band im Vergleich fast schon zu ruhig. "Herzbube" spielt im Gegensatz zu "Herzkönigin" zum Großteil in der Welt der Menschen, was aber nicht bedeuten soll, dass man überhaupt nichts von Wunderland mitbekommt oder dass es langweilig wurde. Ganz im Gegenteil! Wenn Alyssa nicht zu Wunderland kommt, dann kommt das Wunderland eben zu Alyssa! Wir erfahren viele neue Details über Wunderland und seine Einwohner, treffen auf alte Bekannte wie Chessie, die Grinsekatze oder Rabid Weiß. Mir hat es wieder richtig gut gefallen, dass man viele Parallelen zu dem Wunderland von Lewis Carroll erkennen konnte, aber A.G. Howard trotzdem ihre eigene Geschichte erzählt. So haben wir viele Informationen zu dem IrgendWoanders bekommen, der Spiegelwelt, von der ich vermute, dass sie im dritten Band eine größere Rolle spielen wird. Fazit: "Herzbube" ist ein gelungener zweiter Band! Zwar war die Handlung im Vergleich zum ersten Band deutlich ruhiger, aber das fand ich überhaupt nicht schlimm! A.G. Howard konnte mich mit so vielen neuen Informationen über das Wunderland und dem Spiegelland begeistern und ich fand es schön, dass wir auch mehr über die Charaktere erfahren haben. So wurde Alyssas Zerrissenheit deutlich dargestellt und ich fand es richtig gut, dass man auch mehr über Alyssas Eltern erfahren durfte. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man auch mehr über Morpheus und besonders Jeb erfährt. Trotzdem hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich bin nach dem spannenden Ende schon gespannt, wie A.G. Howard ihre Geschichte im dritten Band der Trilogie weiterführen wird!

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