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Rezensionen zu
Skalpelltanz

Jenny Milewski

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,99 [A] | CHF 12,00* (* empf. VK-Preis)

“Skalpelltanz” ist der Debütroman der schwedischen Autorin Jenny Milewski und er hat mich wirklich zwiespältig zurück gelassen. Den Anfang fand ich unheimlich zäh und langweilig, über ein Viertel des Buches hat sie gebraucht um bei mir Spannung und zumindest ein leichter Schauer über den Rücken zieht. Aber der ist dann auch wieder schnell verschwunden, ehe er dann nach einem Drittel endlich auftaucht. Dann wird es auch immer heftiger und ich grusele mich sehr. Dabei merke ich auch immer mehr, dass mir der Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, zusagt – allerdings finde ich einfach keinen Bezug zu Lerman, der mir zu kindisch, ich-bezogen und störrisch ist. Während des ganzen Buches konnte ich mich nicht mit ihm anfreunden. Einen Zugang zu seiner Welt habe ich nie gefunden und auch die nicht zu seinem Protagonisten oder alter ego Carl Cederfeldt. Eine ganze Weile war ich schon so weit, dass ich Lerman für verrückt gehalten habe. Irgendwann war es für mich nur noch eine Mischung aus Grausamkeiten, Splatter und dann Psychothriller. Alles wirklich gekonnt miteinander verknüpft, aber wirklich meins, war es dann doch nicht geworden. Für einen Thriller hatte ich Spannung erwartet und nicht unbedingt einen Horrorroman. Manche Szenen waren für mich einfach eklig. Gut hingegen fand ich dann die Auflösung der Geschehnisse gegen Ende hin, die sehr vieles aufgelöst und erklärt haben. Der Kreis hatte sich somit für mich auch geschlossen. Fazit “Skalpelltanz” ist ein zäh beginnender Thriller mit Horrorelementen und Psychothrill. Und nichts für zarte Gemüter.

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Mehr Splatter als Thriller

Von: Mikuru Senpai

21.04.2017

Um ehrlich zu sein, bin ich von diesem Buch ziemlich enttäuscht worden. Das extrem gut gemachte Cover und der äußerst interessante Klappentext haben mich dazu gebracht, dieses Buch zu kaufen. Ich bin ein großer Thriller- und Psycho-Thriller Fan und habe sofort angefangen, das Buch zu lesen. Ich habe mich noch nie so überwinden müssen, ein Buch zu lesen. In den ersten grob 200 Seiten erfährt man sehr viel über die Hauptperson. Das ist alles ganz gut und schön, aber 200 Seiten sind dann doch etwas zu viel. In diesen 200 Seiten passiert nur sehr wenig Spannendes und eigentlich will man gar nicht weiterlesen, da man eh schon die Hälfte des Buches durch hat und man kaum davon überzeugt ist, dass noch etwas Spannendes passieren könnte. Tatsächlich aber kommt die Spannung noch. Die Spannung selber ist am Ende dann doch noch gut aufgebaut und verleitet einen, weiterzulesen, leider hat mich das Ende überhaupt nicht überzeugt. Es war - meiner Meinung nach - ziemlich unlogisch und schnell hingeklatscht. Blutige Szenen und ein für mich extrem verwirrendes Ende. Als Splatter wäre dieses Buch eher geeignet. Die vielen blutigen und teils grausamen Szenen würden perfekt in diese Genre hineinpassen. Blut und Grausamkeit machen leider noch keinen guten Thriller aus; die Spannung muss gut aufgebaut werden, das logische und nicht allzu übertriebene Auflösen des Mysteriums und ein wohl durchdachtes Ende. All dies war in diesem Buch nicht der Fall.

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Inhalt: Schnitt für Schnitt ... Carl Cederfeldt ist Chirurg. Und Mörder. Sein Instrument ist das Rasiermesser. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern der Fantasie des Horrorautors Jonas Lerman entsprungen, umstrittener Star der schwedischen Literaturszene. Die Figur des Carl Cederfeldt hat ihn reich gemacht. Aber Lerman hat genug von Blut und Gewalt und beschließt, kein weiteres Cederfeldt-Buch mehr zu schreiben. Doch so einfach ist das nicht. Lerman kann mit dem Schreiben nicht aufhören, und in seiner Umgebung geschehen plötzlich mehrere grausame Morde an jungen Mädchen. Begangen mit einem Rasiermesser. Präzise und brutal. Genau so, wie Carl Cederfeldt vorgehen würde. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut ... Das Cover ist ganz schlicht in weiß gehalten und der Buchtitel in rot geschrieben sieht auch blutig aus und genau nach einen Thriller. Die Story wird aus der Erzählerperspektive berichtet, man begleitet man den Autoren Jonas Lerman. Man darf ihm über die Schulter schauen, wenn er versucht seine Blockade zu lösen, man geht mit ihm zu Lesungen und verhandelt mit dem Verlag. Das fand ich persönlich als Buchliebhaberin wirklich interessant, wie alles hinter denn Kulissen statt findet, und wie alles abläuft. Aber als Privatperson mochte ich den Protagonist gar nicht denn er wirkte egoistisch, unnahbar und arrogant. wirkt er immer frustrierter, da er immer nur mit seiner Thriller-Reihe in Verbindung gebracht wird, aber selbst nicht den Ruhm erntet, den er sich wünscht. Dennoch hat die Autorin denn Charakter lebendig und authentisch darstellen können..Der Schreibstil war flüssig und einfach zu Lesen, Das Buch konnte ich in einem rutsch durch lesen. Aber bis zur Hälfte des Buches erfährt man eigentlich nur über die Schreib Blockade von Jonas und wurde etwas langatmig weil fast nichts passierte. Erst in der Mitte des Buches wurde die Geschichte spannend. Mehr möchte ich auch gar nicht verraten sonst würde ich spoilern. Fazit: http://facemot.blogspot.com/Ein mittelmäßiger Thriller das einige Mängel hat, kann ich aber jedoch empfehlen.

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Das Erste, das meine Buchauswahl beeinflusste, war das Cover. Dieser schneeweiße Hintergrund erinnerte mich sofort an die Bücher von Lisa Jackson. Auch sie gab eine Reihe heraus, wo die Cover nur mit den Farben Rot und Weiß gespickt waren. Mir gefiel das optisch sehr gut. Natürlich war „Skalpelltanz“ für mich als Thriller-Fan ein Muss. Auch, wenn ich das Buch erst einmal eine ganze Weile vor mich hin schob, da ich vorher schon 2 Krimis mit ähnlicher Thematik gelesen habe und zwischendurch ein wenig Abwechslung brauchte. Etwas skeptisch hingegen war ich bei der Bezeichnung Schweden-Krimi. Im TV mag ich skandinavische Filme inzwischen sehr gerne, ihren Büchern begegne ich mit gemischten Gefühlen. Ich tue mich meist schwer mit den Namen und bin oft verwirrt, da ich mal wieder nicht weiß, wer denn nun schon wieder dieser XY ist. Manchmal muss ich tatsächlich zurückblättern und das nervt dann etwas. Bei „Skalpelltanz“ gab es dieses Problem nicht. Mit englisch klingenden oder leicht zu merkenden skandinavischen Namen machte mir Jenny Milewski das Lesen sehr leicht. Jonas Lerman ist Schriftsteller. Nicht einer von vielen, sondern jemand, der DEN Skalpellmörder schlechthin erfunden hat, Carl Cederfeldt, den Chirurgen. Als Serienmörder schleicht er durchs Land und richtet reihenweise junge Mädchen auf grauenvolle Weise hin. Sie werden von ihm geschickt in eine Falle gelockt und bei lebendigem Leibe seziert. Trotzdem Lerman mit seinen Bücher enorm viel verdient, beschließt er, kein weiteres Buch über Cederfeldt zu schreiben. Er hat genug von so viel Gewalt und Perversion, die seiner eigenen Feder entstammte. Doch, war das die richtige Entscheidung? Kann eine Romanfigur zum Leben erwachen? Diese Frage muss sich Lerman eines Tages stellen, nachdem plötzlich in seinem realen Umfeld bestialische Morde geschehen, die sich mit seinen fiktiven Geschichten bis aufs Haar gleichen. Wen wundert es, dass ihn die Polizei recht schnell ins Visier nimmt und jeder Verdacht auf ihn abzielt? Lerman ist angewidert von den Morden, der Gewalt und irgendwann auch von seinen treuen Lesern. Sie scheint das alles nur noch gieriger nach neuen Geschichten ihres „Helden“ Cederfeldt zu machen. Bei so viel Brutalität werden wahrscheinlich einige potentielle Leser aussteigen und den Thriller dann doch lieber dem „harten Kern“ überlassen. Man muss schon eingestehen, dass die detaillierte Beschreibung der einzelnen Morde schon ins Übertriebene und Realitätsferne gehen. Weniger ist manchmal mehr! Trotzdem gefiel mir die Story gut. Mir fiel anfangs gleich das Buch/der Film „Misery“ ein, mein absoluter Favorit, wenn es um Stephen King geht. Auch da will der Autor keine weitere Folge mehr seiner Hauptfigur verfassen und gerät dabei an einen irren Fan. Nur „Misery“ spielt fast ausschließlich in einem Haus und kommt ohne so viel Blut, dennoch mit überirdischer Spannung daher. „Skalpelltanz“ bietet anfangs ebenfalls Spannung. Die ersten Seiten, auf denen hauptsächlich das Leben von Lerman beschrieben wird, langweilten mich auch nicht. Für mich ein gelungener Einstieg. Ein wenig enttäuscht war ich vom letzten Drittel des Romans. Hier driftete Milewski zu sehr ins Unwirkliche. Die Taten wirkten selbst auf mich extrem übertrieben und somit nicht ganz so ernst zu nehmen. Lerman empfand ich als sehr sympatische Figur. Zuerst wirkte er sehr abgeklärt und oberflächlich, später dann menschlich und verletzlich. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Ich stolperte mal nicht über unaussprechliche Namen, alles las sich flüssig und wurde ausführlich beschrieben. Nicht ganz so interessant fand ich die doch recht langen Ausschmückungen zu verschiedenen Orten. Aber das ist Geschmackssache. Abschließend kann ich ruhigen Gewissens behaupten, das „Skalpelltanz“ ein spannender Thriller mit interessantem Thema ist und 3,5 Sterne verdient hat.

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Der Anfang ist etwas schwerfällig, ich habe etwas Zeit gebraucht, bis ich so richtig in die Geschichte rein kam. Die ersten Seiten handeln erst einmal vom Leben des Autors. Auch hat das Lesen teilweise einiges an Konzentration gebraucht, da manche Sätze schon sehr lang formuliert sind. Es gilt aber das Prinzip: Gut Ding will Weile haben – wenn die Geschichte dann erst richtig beginnt, nimmt die Spannung auch zu und es entwickelt sich eine Story, die den Begriff „Thriller“ auch wirklich verdient hat. Es gibt auch die ein oder andere Stelle, die schon ganz schön eklig ist. Es ist schade, dass das Buch erst etwas Anlaufzeit braucht, dadurch macht es erst einmal nicht den besten ersten Eindruck, gibt man im aber die Chance, so wird man es nicht bereuen.

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Inhalt: Carl Cederfeldt ist Chirurg. Und Mörder. Sein Instrument ist das Rasiermesser. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern der Fantasie des Horrorautors Jonas Lerman entsprungen, umstrittener Star der schwedischen Literaturszene. Die Figur des Carl Cederfeldt hat ihn reich gemacht. Aber Lerman hat genug von Blut und Gewalt und beschließt, kein weiteres Cederfeldt-Buch mehr zu schreiben. Doch so einfach ist das nicht. Lerman kann mit dem Schreiben nicht aufhören, und in seiner Umgebung geschehen plötzlich mehrere grausame Morde an jungen Mädchen. Begangen mit einem Rasiermesser. Präzise und brutal. Genau so, wie Carl Cederfeldt vorgehen würde. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut ... Aufbau: Der Thriller wird aus der Sicht des schwedischen Autors Jonas Lerman geschildert. Sie beginnt ab dem Zeitpunkt, wo sich der Protagonist dazu entscheidet keine Cederfeldt-Bücher mehr zuschreiben. Leider fand ich den Schreibstil schwierig zu lesen. Es war anstrengend zu lesen, weil die Sätze relativ lang waren und es viele schwedische Namen oder Begriffe gab. Das hat mich leider etwas in meinem Lesefluss gestört. Aber ansonsten fand ich den Aufbau gut. Gestaltung: Das Cover des Buches ist sehr ansprechend. Es sieht brutal und gruselig aus. Genauso wie es zu der Geschichte passt. Charaktere: Jonas Lerman ist der Protagonist dieses Buches und ein sehr komischer Typ, mit dem ich mich leider fast überhaupt nicht identifizieren konnte. Was ich aber im nachhinein nicht als störend angesehen habe. Die anderen Charaktere fand ich gut und glaubwürdig in ihren Rollen. Es gab auch eine hohe Dicht an individuellen Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das hat mir sehr gut gefallen. Ende: Das Ende hat mich etwas schockiert. Das hatte ich nicht erwartet. Doch obwohl ich schockiert war, dachte ich mir am Ende: Okay? Was ist das Ende? Also ich hatte das Gefühl irgendwas nicht mit bekommen habe, weil ich das Ende nicht ganz verstanden habe und auch irgendwie verwirrt war. Es kam mir so vor, als wenn es noch einen zweiten Teil geben wird. Fazit: Insgesamt ein sehr durchwachsener Thriller. Der Aufbau war gut, aber leider hat mir etwas die Spannung gefehlt. Auch der Schreibstil war etwas schwierig und kompliziert. Die Gestaltung ist jedoch sehr toll. Die Charaktere haben mir auch gut gefallen. Leider konnte ich mich nicht ganz mit Jonas Lerman identifizieren, aber dafür fand ich die Individualität der anderen Charaktere toll. Das Ende hatte mich schockiert und überrascht, obwohl ich das Gefühl hatte etwas nicht verstanden zu haben. Es war noch sehr offen, was mich auf einen zweiten Teil hoffen lässt.

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Ein Thriller-Debüt, das nach vielen Längen am Ende doch noch einen fulminanten Showdown aus Brutalität und Nervenkitzel für den Leser bereithält! Ein kleiner Einblick in den Klappentext: Carl Cederfeldt ist Chirurg. Und Mörder. Sein Instrument ist das Rasiermesser. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern der Fantasie des Horrorautors Jonas Lerman entsprungen, umstrittener Star der schwedischen Literaturszene. Die Figur des Carl Cederfeldt hat ihn reich gemacht. Aber Lerman hat genug von Blut und Gewalt und beschließt, kein weiteres Cederfeldt-Buch mehr zu schreiben. Doch so einfach ist das nicht. Lerman kann mit dem Schreiben nicht aufhören, und in seiner Umgebung geschehen plötzlich mehrere grausame Morde an jungen Mädchen. Begangen mit einem Rasiermesser. Präzise und brutal. Genau so, wie Carl Cederfeldt vorgehen würde. Zum Glück ist er kein Mensch aus Fleisch und Blut ... (© Text- & Bildmaterial: Heyne Verlag) Meine Gedanken zu dem Buch: Das Cover dieses Buches besticht vor allem durch seine sehr schlichte Gestaltung. In einfachem weiß gehalten, wirkt das Buch zunächst sehr unscheinbar. Lediglich der Titel „Skalpelltanz“ ist aufwendiger gestaltet. Bei näherem Betrachten erkennt man, dass der Buchtitel so dargestellt ist, als wäre er in etwas hineingeritzt worden. Das passt nicht nur perfekt zum Inhalt des Buches, also zu dem Vorgehen von Carl Cederfeldt, der seine Opfer auch mit Vorliebe mithilfe eines Skalpells aufritzt, sondern harmoniert auch wunderbar mit dem Thriller-Genre. Für mich ist dies zwar ein schlichtes, aber dennoch sehr gelungenes Cover. Der Klappentext war es schließlich, der mich total neugierig auf das Buch gemacht hat. Erwartet habe ich einen psychologisch äußerst gut durchdachten, aber auch brutalen und vor allem blutigen Thriller. Leider konnte das Buch dies nur zum Teil erfüllen... Los ging es erstmal mit einem Prolog, der es durchaus in sich hatte. Er bot einen fulminanten Einstieg ins Buch, der äußerst packend und geheimnisvoll war. Ich war wie gefesselt und musste unbedingt weiterlesen. Leider war der Einstieg in die eigentliche Geschichte eher zäh. Ich lernte Jonas Lermann, einen Schriftsteller in einer Schaffenskrise, kennen. Auf den nächsten Seiten habe ich viel über Jonas und seinen Schreiballtag erfahren, aber auch darüber wie er seine künstlerischen Probleme im Alkohol zu ertränken versucht. Mit seinem Charakter, vor allem aber mit seiner Einstellung zum Leben bin ich leider gar nicht warm geworden. So sehr ich mich auch bemühte, ich konnte einfach keine Sympathie für Jonas entwickeln. Dies hat die ersten circa 150 Seiten des Buches für mich äußerst zäh und auch streckenweise sehr langweilig werden lassen. Hier fehlten mir einfach auch die Spannung und der Nervenkitzel, die einen Thriller erst so richtig lebendig werden lassen. Die Idee dagegen, die gesamte Story als ein Buch im Buch zu verfassen, fand ich genial. Die eingebauten Passagen waren durch eine andere Schriftart hervorgehoben und hatten es auch inhaltlich durchaus in sich. Sie waren streckenweise sehr blutig, gewaltsam und ließen mich des Öfteren erschaudern. Neben den eher langatmigen Passagen rundum Jonas Lermann ließen die Auszüge kurzzeitig Spannung und Nervenkitzel aufkommen. Dies flachte dann allerdings schnell wieder ab, als die eigentliche Handlung fortgeführt wurde. Schade eigentlich, das hätte die Autorin wirklich mehr draus machen können. So ist es ein ständiges Hin und Her zwischen Spannung, Nervenkitzel und Langatmigkeit. Schade eigentlich, gerade weil der Grundgedanke so viel Potential in sich trägt. Überrascht wurde ich von dem Buch allerdings dann doch noch und mein Ausharren in der Geschichte hat sich letztlich ausgezahlt. Die zweite Hälfte des Buches und insbesondere das Ende entwickelten sich dann zu einem wahren Showdown voll Blut, Brutalität und Nervenkitzel. Die Wendungen in der Geschichte waren für mich überhaupt nicht vorhersehbar und somit völlig überraschend. Die Begebenheiten zum Ende hin waren zudem psychologisch sehr gut durchdacht und der Cliffhanger am Ende des Buches bildete dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Dieses Ende ist der Autorin richtig gut gelungen und zeigt, dass in diesem neuen Stern am Thriller-Himmel doch mehr Potential steckt als ich anfangs vermutet hatte. Kurz & Gut – Mein ganz persönliches Fazit Trotz seiner vielen Längen in der ersten Hälfte der Geschichte, hat sich die Handlung am Ende immer mehr gesteigert und endete letztlich in einem wirklich fulminanten Showdown aus Blut, Brutalität und Nervenkitzel. Zudem hielten die Wendungen in der Geschichte dann doch noch die ein oder andere Überraschung für mich bereit. Ein Thriller-Debüt, dass mich am Ende doch noch mitreißen konnte und mich für mein Ausharren in der Geschichte belohnt hat! © Rezension: 2016, "Sunny liest"

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Carl Cederfeldt erfreut sich in Schweden, jedoch nicht nur dort, ausgesprochen großer Beliebtheit, immerhin ist er Chirurg und als solcher gehört er zu den Männern mit einem sehr angesehenen Beruf und mit dem Skalpell kann er umgehen, wie ein Künstler. Seine "Modelle" erfreuen sich nicht über diese Bekanntschaft, denn das Skalpell, das Carl Cederfeldt nutzt, bringt ihnen den Tod, denn Carl ist ein Serienmörder. Dass er sich dennoch solch großer Beliebtheit erfreut, liegt daran, dass Carl "nur" literarisch mordet. Der 35-jährige Jonas Lerman, einst ein 7-Eleven-Supermarkt-Mitarbeiter, hatte eine Eingebung und so wurde Carl Cederfeldt vor fünf Jahren "geboren". Mittlerweile gibt es drei Romane mit Carl als Protagonisten und die Fangemeinde wartet sehnsüchtig auf die langersehnte Fortsetzung, doch Jonas entschied, ein Buch ohne Carl zu schreiben und sein viertes und bisher letztes Buch muss ganz ohne Carl auskommen. Nun hat Jonas jedoch ein Problem: Schreibblockade. Dieses Problem besteht jedoch nicht erst seit kurzer Zeit, sondern schon länger und um ehrlich zu sein, sein letztes Buches, das erste ohne Carl, war ein Plagiat. Noch ist er damit durchgekommen, doch ein zweites Mal wird er nicht so viel Glück haben, das weiß er. Jonas lebt derweil in den Tag hinein, in der Hoffnung, die Blockade würde sich von selbst lösen, doch bisher ohne großen Erfolg. So besucht er zum Beispiel seine Nachbarin Zofia Garbarek, welche ihre letzten Wochen in einem Hospiz verbringt. Sie empfiehlt ihm, mit einem ihrer Therapeutenkollegen zu sprechen. Dieser arbeitet als Kreativitätsexperte bzw. Personal Coach und ist auch New-Age-Ideen nicht abgeneigt, aber ehrlich, Jonas hat nichts zu verlieren, also trifft er sich mit ihm und tatsächlich wird dieses Treffen alles für immer verändern ... Wirst du den Tanz mit dem Skalpell überleben? Der Plot wurde spannend und realistisch erarbeitet, wobei in diesem Buch ein nicht geringer Splatter-Anteil gegeben ist. Die Story fand ich ausgesprochen faszinierend, denn der Gedanke, dass jemand Morde nach einem literarischen Vorbild begeht, empfinde ich in der Realität als sehr erschreckend. Die Figuren wurden authentisch und realistisch erarbeitet, wobei mein Herz hier eindeutig für Carl schlug, denn dieser wusste genau, was er wollte und nahm es sich, ohne Rücksicht auf Verluste. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, sodass ich mich, gerade zum Ende der Lektüre, kaum noch von dem Buch lösen konnte.

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