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Rezensionen zu
Racheherbst

Andreas Gruber

Walter Pulaski (2)

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Die Leiche einer jungen Prostituierten wird unter einer Leipziger Brücke gefunden. Trotz ihrer grausamen Folterung scheint das LKA kein großes Interesse an der Aufklärung des Falles zu haben. Ganz anders sieht dies der im Krimaldauerdienst beschäftigte Walter Pulaski, als er die Mutter der Toten kennenlernt. Gemeinsam begeben sie sich auf private Ermittlungstour um einem offensichtlichen Serienmörder das Handwerk zu legen. Die Spur führt sie von Tschechien über Deutschland nach Österreich, wo Anwältin Evelyn Meyers als Strafverteidigerin einen selbstgefälligen Arzt wegen eines Frauenmordes vertreten soll. Andreas Gruber hat mit "Racheherbst" den zweiten Fall für Walter Pulaski und Evelyn Meyers entworfen. Im Klappentext werden die beiden Ermittler kurz vorgestellt, so dass man gleich ein Bild vor Augen hat. Sein Schreibstil fesselt von der ersten Seite und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Besonders die lebendige Beschreibung der agierenden Personen macht den Reiz der Geschichte aus. Mikaela, die resolute Mutter der Leipziger Toten macht es Pulaski nicht leicht. Immer ist sie einen Schritt voraus und begibt sich dabei ständig in Lebensgefahr. Man fühlt ihre Angst und Verzweiflung um die verschwundene zweite Tochter. Sie hat nur ein Ziel, die Tochter zu retten und den Mord an Nathalie aufzuklären ohne Rücksicht auf eigene Konsequenzen. Zwei Handlungsstränge, die sich mit der gleichen Mordserie auf unterschiedlichen Wegen nähern, steigern die Spannung bis zum dramatischen Finale. Der skrupellose Mörder mit unheimlich phosphorisierenden Skorpiontätowierungen ist faszinierend und geradezu überheblich in seiner Art. Als Leser meint man, ihn enttarnt zu haben, nur um am Ende völlig überrascht die letzten Seiten zu lesen. Dieser Thriller fesselt, begeistert und steckt voller Überraschungen. Lediglich das allzu dramatische Ende war mir etwas zu actionreich und überladen geschildert, schmälert das Gesamterlebnis aber in keiner Weise. Fazit: Unbedingt lesen!

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Inhalt: Alles beginnt mit einer Leiche unter einer Brücke in Leipzig. Da der Fall aber von der Polizei nicht sehr ernst genommen wurde, ermittelt Pulaski wiedere mal selbst. An seiner Seite ist diesmal die Mutter der Toten, die auch immer wieder für Trubel sorgt. Keiner der beiden ahnte wohin dieser Fall führt. Nicht nur über Leichen sondern auch in andere Länder. Der Fall führt sie auch nach Wien, wo Evelyn einen neuen Fall übernimmt. Auch sie ist an einem Mord dran. Trotz ihrer guter Menschenkenntnis, führen einige Fehleinschätzungen dazu, dass sie selbst fast zum Opfer wird. Rezension/Meinung: Wie auch schon in Band 1, begleiten wir wieder abwechselnd Pulaski und Evelyn. Beide Fälle sind wieder super aufgebaut und halten den Leser ständig auf Trab. Sowohl die Verfolgungsjagd von Pulaski als auch die Recherchen von Evelyn sind spannend und führen einen immer wieder in verschiedene Richtungen. Besonders über den Mandanten von Evelyn musste ich beim Lesen nachdenken. Kaum hatte ich mir eine Meinung gebildet, wurde ich wieder in eine andere Richtung gelenkt. Somit sah ich das Ende nicht kommen, auch wenn ich es mal in die Richtung vermutete. Andreas Gruber hat es auch hier geschafft die beiden Fälle logisch und geschickt zu verbinden. Durch die Geschichte bekommen die beiden Hauptcharaktere hier ein bisschen mehr Tiefe, auch wenn da noch ein bisschen Luft nach oben ist. Nicht nur die Geschichte sondern auch der Schreibstil sind wieder packend und nehmen den Leser mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Fazit: Insgesamt hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen. Die Story und die Morde fand ich hier sogar eine Spur besser als Band 1. Das Einzige was dadurch ein bisschen auf der Strecke blieb war die Charakterentwicklung aber das kann ja in Band 3 wieder gut gemacht werden. Ich bin also sehr gespannt auf Band 3.

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In „Racheherbst“ wird die Leiche einer jungen Frau unter einer Leipziger Brücke gefunden. Trotz der grausamen Folterung scheinen die Ermittler des Landeskriminalamts kein großes Interesse an der Aufklärung des Falles zu haben. Ganz anders sieht dies der im Kriminaldauerdienst beschäftigte Walter Pulaski, als er die Mutter der Toten kennenlernt. Gemeinsam begeben sie sich auf eine private Ermittlungstour um dem Mörder das Handwerk zu legen. Die Spur führt sie von Tschechien über Deutschland bis nach Österreich, wo die Anwältin Evelyn Meyers als Strafverteidigerin einen selbstgefälligen Arzt wegen eines Frauenmordes vertreten soll. Neben der Ermittlungsarbeit macht es ihm Mikaela, die resolute Mutter der Toten, alles Andere als leicht. In ihrer Trauer und Wut sind ihr alle Mittel recht, um den Täter zu finden. Dabei kennt sie weder Regeln noch Skrupel. Immer ist sie Pulaski einen Schritt voraus und begibt sich dabei ständig in Lebensgefahr … Auch wenn „Racheherbst“, ebenso wie sein Vorgänger, ein noch eher leiser Thriller aus der Feder von Andreas Gruber ist, ist er dennoch absolut spannend und flüssig geschrieben und hat mir wie immer den gruber`schen Suchtfaktor beschert. Bereits im Prolog geht es so richtig zur Sache. Schon da hat es mir zum ersten Mal die Nackenhaare aufgestellt. Man begiebt sich auf eine rasante Reise durch Europa mit überraschenden Wendungen und einem genialen Ende. Zwischendurch lesen wir aber auch immer wieder Szenen aus der Sicht des Täters, mit seinen Gedankengängen, die grausamer und morbider nicht sein könnten. Die Protagonisten sind super ausgearbeitet und authentisch. Man liebt sie, man hasst sie und man lacht mit ihnen. Wie bei der Geschichte selbst, wird auch hier gekonnt mit den Emotionen des Lesers gespielt. Auch der Schreibstil von Andreas Gruber ist wie gewohnt fesselnd und einnehmend. Stellenweise trieft die Geschichte vor Sarkasmus und Humor, vor allem durch den herrlich zynischen Walter Pulaski. Ganz besonders haben mir die Szenen in Prag gefallen. Wie schon in „Die schwarze Dame“, wo Andreas Gruber seinen Ermittler Peter Hogart in Tschechien ermitteln ließ, finden wir auch in „Racheherbst“ eine kleine Hommage an die Stadt, die trotz der Spannung nicht zu kurz kommt. Letztendlich landen Pulaski und Mikaela aber wieder in Wien, wo Evelyn Meyers gerade an einem Fall arbeitet, der ihre Ermittlungen kreuzt! Der Showdown, der diesmal über 120 Seiten geht, ist absolut gelungen und lässt einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein toller Thriller, mit einer doch deutlichen Steigerung zu seinem Vorgänger! Jetzt bin ich aber auch auf den dritten Fall des Ermittler-Duos gespannt.

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Solider Krimi!

Von: Igela

27.11.2019

Im Elsterbecken unter der Zeppelinbrücke wird eine weibliche Leiche in der Schiffsschraube eines Bootes gefunden. Walter Polaski von der Kripo Leipzig ermittelt und versucht herauszufinden, wer die Frau ist und was mit ihr geschah. In Wien wird eine tote Frau auf einem Schrottplatz aufgefunden. Sie war seit über einem Jahr spurlos verschwunden. Ein Arzt, mit dem sie zuvor ein Date hatte, wird verdächtigt etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Rechtsanwältin Evelyn Meyers vertritt ihn, und entdeckt dabei Überraschendes. Ich muss gestehen, ich hatte Erwartungen…vor allem in die Figur des Ermittlers. Denn die " Maarten S. Sneijder Reihe " von Andreas Gruber, hatte mir gerade wegen der hervorragend charakterisierten und sehr zynischen Hauptfigur gefallen. Walter Polaski erreicht meiner Meinung nach leider nicht das Format von Snijder. Zeitweise hätte er etwas spritziger und ironischer sein dürfen. Doch das ist halt so mit den doofen Erwartungen, mit denen man an die Bücher heran geht. " Racheherbst " ist der zweite Teil rund um Walter Polaski und die Rechtsanwältin Evelyn Meyers. Der Fall ist in sich abgeschlossen und ich konnte auch ohne den ersten Teil "Rachesommer" zu kennen, problemlos folgen. Ueber lange Zeit liest man in zwei völlig voneinander unabhängigen Erzählsträngen. Scheinbar ohne Berührungspunkte … obwohl Polaski und Meyers sich kennen, gibt es keinerlei Ueberschneidungen. Einerseits ist da der Fall für Polaski von der Kripo Leipzig um ein totes Mädchen, das in einer Schiffsschraube gefunden wird. Und andererseits der Mord in Wien an einer jungen Frau, deren Mörder von Evelyn Meyers, vertreten wird. Durch diese beiden völlig unterschiedlichen Stränge und die regelmässigen Perspektivwechsel ist die Geschichte sehr rasant. Teilweise musste ich Gegebenheiten, Orte und Personen innerlich neu sortieren. Die Story empfand ich als anspruchsvoll und komplex. Sehr flüssig und angenehm zu lesen ist der Schreibstil. Gerade die Passagen, die sich im Drogenmilieu abspielen, sind eindrücklich beschrieben. Ab und zu blitzt das Klischee der straffälligen Ausländer auf (Ebookseite 117: Armenier, Iraner, Tschetschenen….zumindest keine gebürtigen Leipziger mit Hochschulabschluss). Etwas, was mich nun nicht sooo angesprochen hat, da oft und generell in Krimis, Ausländer als die straffällig hingestellt werden. Die immer wieder mal eingefügten, kursiv geschriebenen Gedanken einzelner Figuren haucht ihnen Leben ein und dadurch, dass man als Leser spürt, was und wie sie denken, auch Verständnis. Die oben erwähnten Stränge verbinden sich sehr schlüssig, wenn auch die Story gegen Schluss noch eine Spur komplexer wird. Ein solider Krimi, der mich gut unterhalten hat!

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Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe nach dem sehr spannenden und gelungenen Thriller „Rachesommer“ von Andreas Gruber nun auch gleich im Anschluss diesen Thriller verschlungen, denn zum einen war ich noch mit dem „Ermittlern“ vertraut und außerdem gefällt mir der Erzähl/Schreibstil des Autors sehr gut, denn einmal angefangen zu lesen, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen und kommt einfach nicht davon wieder los…. Bezüglich Inhalt verweise ich auf den Covertext Die Mitwirkenden sind gut gezeichnet und haben sich weiterentwickelt, was neben der mörderischen Handlung ins Geschehen eingewoben wird. Andreas Gruber hat hier erneut einen dermaßen spannenden, nervenaufreibenden Thriller geschrieben, den man nicht verpassen sollte!

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"Racheherbst" ist Band 2 in der Reihe um Ermittler Walter Pulaski, der sich beim Leipziger Kriminaldauerdienst eher auf dem Abstellgleis befindet (Band 1: "Rachesommer"). Protagonist des Romans ist zum einen der 54-jährige Kommissar Walter Pulaski. Dieser hat sich nach dem Krebstod seiner Frau vor acht Jahren vom LKA Dresden zum Kriminaldauerdienst in Leipzig versetzen lassen, um im geregelten Dienst mehr Zeit für seine Tochter zu haben. Nicht nur seine Degradierung ist dafür verantwortlich, dass man den cleveren kettenrauchenden Ermittler nicht mehr ernst nimmt, auch sein Asthma sorgt dafür, dass man ihm nur noch harmlose Fälle überträgt. Doch Pulaski ist ein guter Beobachter mit ausgeprägter Schnüfflernase, der auch hinter die Fassade vermeintlich todsicherer Fälle blickt. Als in der Elster die schrecklich zugerichtete, nackte Leiche einer Achtzehnjährigen gefunden wird, der alle Knochen im Körper gebrochen wurden, ist er der Einzige, der ahnt, dass er es nicht einfach nur mit einer namenlosen Prostituierten zu tun hat, die im Drogenrausch Selbstmord begangen hat. Und so beginnt der wortkarge, einsame Ermittler, gegen den Willen seiner Vorgesetzten Nachforschungen anzustellen, und setzt seine berufliche Laufbahn ein weiteres Mal aufs Spiel. Begleitet wird er dabei von einer zweiten Protagonistin: Mikaela, der Mutter der toten Natalie. Sie stammt aus der Tschechischen Republik und ist in Berlin in zweiter Ehe mit einem Expolizisten verheiratet, der sie ausnutzt, misshandelt und auch ihre beiden Töchter aus dem Haus getrieben hat. Mikaela glaubt nicht an einen Selbstmord ihrer ältesten Tochter und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln; darüber hinaus sucht sie ihre zweite (jüngere) Tochter Dana, die ebenfalls in Leipzig lebte und seit dem Tod ihrer Schwester verschwunden ist. An dieser Stelle verwandelt sich die Figur allerdings m. E. zu schnell von einem geprügelten Hund in eine zielstrebig agierende Rachegöttin. Die Tschechin folgt den Spuren mit dem Mut und der Verzweiflung einer Mutter, die gerade ein Kind verloren hat, und hat dabei das eine oder andere Mal mehr Glück als Verstand. Aber vor allem hat sie Pulaski an ihrer Seite, den sie an seine verstorbene Frau erinnert und der sie wiederholt aus gefährlichen Situationen rettet. Und davon auch nicht ablässt, als sie ihn wiederholt bestiehlt, um sich auf Alleingänge zu begeben. Aber gemeinsam finden die beiden Hinweise, die sie zuerst nach Prag, dann nach Passau und schließlich nach Wien führen – allesamt Schauplätze weiterer Morde an Prostituierten. Zur gleichen Zeit wird in Wien Anwältin Evelyn Meyers von dem plastischen Chirurgen Dr. Konstantin engagiert, dem vorgeworfen wird, vor einem Jahr eine junge Frau ermordet zu haben, deren verweste Leiche gerade auf einem Autofriedhof gefunden wurde. Obwohl ihr Freund Patrick, ein Privatdetektiv, sie vor dem Mediziner warnt, setzt die Anwältin sich über seine Bedenken hinweg und beschließt, Konstantin trotz eines unguten Gefühles zu vertreten. An dieser Stelle wurde ich das Gefühl nicht los, dass Andreas Gruber ein Problem mit Frauenfiguren hat. Oder vielleicht sind seine Darstellungen von Frauenfiguren auch meine persönliche Achillesferse. In Racheherbst fällt auf, dass sich die intelligente und (angeblich so) toughe Anwältin Evelyn Meyers ausgesprochen out of character verhält, als eine der männlichen Figuren sie auf leicht durchschaubare Weise zu manipulieren versucht und ihr eine Lügengeschichte nach der anderen auftischt. Dass Meyers hier wie eine pubertierende Teenagerin weiterhin an diesem Fall festhält, ist für mich eines der großen Rätsel des Buches. Und eine klare Schwäche. Aber leider nicht die einzige. Als sie am Ende die Identität des Killers gelüftet hat, wendet sie sich nicht an die ermittelnden Beamten, sondern sucht den Täter zu Hause auf, um auf eigene Faust Beweise zu finden – ohne jemanden davon in Kenntnis zu setzen. Und selbst als sich ihr mindestens zweimal Gelegenheiten bieten, ihm zu entkommen, ergreift sie diese nicht. Es gibt für mich persönlich nichts Schlimmeres in einem Krimi als eine offensichtlich dumm agierende Figur, die dem Leser als intelligent und einfallsreich verkauft wird. Und dann greift Gruber am Ende auch noch auf das Klischee des Killers zurück, der seine Tat und seine Motivation in allen Details darlegt, bevor er sich anschickt, sein Opfer außer Gefecht zu setzen. Eine weitere Schwäche des Buches, die – wie leider so oft – den Fall des Täters begünstigt. Allerdings macht der Autor diese Schwäche dann mit einem packenden Showdown wett, der mich vor atemloser Spannung lange wachhielt, als alle Akteure zusammenkommen und um ihr Überleben kämpfen. In einem weiteren kleineren Handlungsstrang bekommt der Leser/Zuhörer Einblick in die Vorgehensweise des noch unbekannten Killers. Dieser hat im Laufe der Jahre diverse Frauen ermordet – seine Morde sind bizarr, brutal und sehr verstörend. Und seine Motivation ist es ebenfalls. Wer lieber Cozy Mystery liest, sollte daher einen Bogen um Grubers Romane machen. Die Enttarnung des Täters gehört allerdings wiederum zu den großen Schwächen des Buches. Lange hatte ich gehofft, dass Gruber mir hier (mindestens) einen Red Herring präsentiert, aber leider ist die Auflösung doch einfacher als gedacht. Der Autor bietet zwar mehrere Verdächtige an, aber die Identität des Mörders stellt keine große Herausforderung dar. Durch die relativ kurzen Kapitel, die oftmals mit Cliffhangern enden, steigt die Spannung des Lesers/Zuhörers immer wieder, und der Thriller entwickelt sich rasch zum Pageturner mit einigen überraschenden, aber leider auch wenig überraschenden, unlogischen Wendungen. Andreas Gruber lässt Pulaski und Meyers lange Zeit getrennt ermitteln, erst spät im letzten Viertel des Buches führt er die Handlungsstränge zusammen. Zum Hörbuch Gelesen wird das Hörbuch zu Racheherbst von Achim Buch, und das wirklich exzellent. Er findet in meinen Augen genau die richtige Sprechgeschwindigkeit, hat eine ruhige, angenehme Art und spricht klar und deutlich, sodass man sich einerseits beim Zuhören nicht langweilt, andererseits der zum Teil komplexen Handlung mit den diversen Perspektiv- und Zeitwechseln sehr gut folgen kann. Und die Art und Weise, wie Buch die unterschiedlichen Figuren spricht und ihnen so einen individuellen, unverwechselbaren Charakter verpasst – großartig! Gerade wenn er in Figuren schlüpft, die Dialekt sprechen (hauptsächlich Sächsisch und Niederbayerisch, aber ein wenig Berlinerisch und Wienerisch sind ebenfalls dabei), hatte ich großen Spaß und musste das eine oder andere Mal herzlich lachen. Es war ein echtes Vergnügen, Achim Buch zu lauschen! Mein Fazit: Abgesehen von einigen gravierenden Schwächen bei der Charakterisierung/Beschreibung von Evelyn Meyers und dem Täter liefert Andreas Gruber wieder solide Krimikost, die den Zuhörer trotz allem vom Prolog an gefangen nimmt. Nichts für Zartbesaitete und Nervenschwache!

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„Racheherbst“ von Andreas Gruber ist der zweite Teil der Rache-Reihe mit dem Ermittler Walter Pulaski und der Anwältin Evelyn Meyers. Auch dieser Teil bringt wieder einen sehr interessanten und verstrickten Fall mit sich. Inhalt: In Leipzig wird unter einer Brücke die Leiche einer jungen Frau gefunden, die scheinbar komplett ausgeblutet war. Walter Pulaski möchte dies nicht als einfachen Mordfall abstempeln, denn er hat das Gefühl: da steckt noch mehr dahinter. Zusammen mit der Mutter der Toten versucht er dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Gleichzeitig vertritt Evelyn Meyers in Wien einen Arzt, der wegen Mord angeklagt wird. Irgendwann stoßen Walter Pulaski und Evelyn Meyers aufeinander. Haben Ihre Fälle etwas miteinander zu tun? Meine Meinung: Der Schreibstil ist, wie man es von Andreas Gruber gewöhnt ist, sehr locker und angenehm zu lesen. Das Buch strotzt nicht durchgängig vor Spannung, es ist als klassischer Ermittlerthriller eher etwas ruhiger. Trotzdem steigert sich die Spannung immer weiter und endet in einem super Finale. Der Charakter Pulaski, den man schon aus dem ersten Teil kennt, ist sehr sympathisch und authentisch. Die Mutter Mikeala, welche ihre Tochter rächen will, war mir leider zu nervig. Man kann auch sie und ihre Handlungen nachvollziehen, trotzdem war es mir teils zuviel. Die Anwältin Evelyn war auch unverändert zu Teil 1 und sehr angenehm. Die Story ist unheimlich interessant. Was es alles mit den Morden auf sich hat und was der Täter damit bezweckt ist sehr verstrickt, aber total spannend. Am Ende wird alles logisch aufgeklärt. Die Zusammenarbeit zwischen Evelyn und Pulaski hat mir wieder sehr gut gefallen. Fazit: Das Buch startet ruhig, entwickelt aber einen interessanten und spannenden Fall. Andreas Gruber verstrickt zwei zunächst völlig unterschiedliche Fälle auf geschickte und tolle Weise zu einem Fall. Für mich wieder ein toller Thriller, mit super Schreibstil und einer genialen Geschichte.

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Cover und Titel passen zu den anderen Büchern der Reihe, haben dadurch einen hohen Wiedererkennungswert. Ich habe die Bücher mit dem blauen Cover. Der Klappentext macht wie immer neugierig wie die unterschiedlichen Ermittlungen Pulaski und Evelyn wieder zusammen führen. Story: Carla und Jo haben ihr drittes Date. Diesen gutausehenden Chirurgen würde sie so schnell nicht wieder von der Angel lassen. Gerne nimmt sie seine Einladung zu sich nach Hause an, malt sich aus wie der Abend verlaufen würde. Doch Jos Straße, sein Haus, seine Wohnung kennt sie bereits. Nur wohnte vor kurzem noch Hans dort. Dessen Bilder liegen in einer Schublade, statt dessen hängen Bilder von Jo an der Wand. "Welches Spiel wird hier gespielt", fragt sich Carla verwirrt.... Pulaski ist wieder einmal ein Mischung aus bärbeißig und gutmütig. Meiner Meinung nach in diesem Buch manchmal zu gutmütig und verständnisvoll. Mikaelas Beweggründe sind durchaus nachzuvollziehen, aber ihr Weg zum Ziel ist oft zu unüberlegt und veranlasste mich zu einigem Kopfschütteln. Evelyn wiederum ist gerade heraus, ihre Gemütsverfassung leidet beidiesem Fall allerdings ziemlich wodurch ihr rationelles Denken in den Hintergrund gedrängt wird. Schon nach den ersten Sätzen hat mich Herr Gruber wieder in seinen Bann gezogen. Der alleinerziehende Vater Pulaski wird hier wieder sehr liebevoll dargestellt. Sehr schön finde ich die Lösung, dass seine Tochter zwar eine kleine Rolle spielt, beim eigentlichen Geschehen aber ausser Landes und somit aus der Schußlinie ist und keine Ermittlungen behindert werden. Der Polizist Pulaski hat mir nicht in jeder Szene gefallen. Ich mag seinen unorthodoxen Ermittlungsstil, in diesem Buch hat er sich meiner Meinung nach zu oft an der Nase herum führen lassen. Der Versuch dies mit den Erinnerungen an seine verstorbene Frau zu erklären hat mich nicht wirklich befriedigt. Trotz diverser Schwächen sind die Charaktere zum Großteil authentisch, ihre Gedanken und Gefühle sind (soweit beschrieben) nachvollziehbar. Gut gefällt mir, dass wir neben den verschiedenen Erzählsträngen auch einen aus der Sicht des Mörders haben. So wird manches klarer, auch wenn der Leser sich durch die unterschiedlichen Verstrickungen und die nicht immer chronologische Darstellung der Geschehnisse immer mehr verwirren lässt. Langsam steigert sich die Spannung, die dramatische Entwicklung lässt den Leser kurz den Atem anhalten. Da fehlt mir dann etwas das Gefühlsleben Evelyns, sie wirkt abgebrüht und unbeteiligt. Allerdings überstürzen sich zu dem Zeitpunkt auch die Ereignisse dass für Gefühle wenig Zeit bleibt. Nach und nach wird das ganze Ausmaß der Vorfälle ersichtlich, Pulaskis und Evelyns Ermittlungen führen die beiden zum Ende hin zusammen um dann gemeinsam den Täter zur Strecke zu bringen. Alles in allem eine gelungene und spannende Fortsetzung, wenn auch mit kleinen Schwächen.

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